Home Tags Posts tagged with "Selbsthilfegruppe Schlafapnoe"

Selbsthilfegruppe Schlafapnoe

1.Niederbayerischer Schlaftag 2015 am 13.6.2015 von 9.00 – 17.00 Uhr in den Stadtsälen Bernlochner

PROGRAMM

Schirmherrschaft: Oberbürgermeister der Stadt Landshut, Hans Rampf

Begrüßung: Helmut Dendl,Vorsitzender der ANS

Moderation: Werner Waldmann (BSD)

Nicolas von Oppen, Geschäftsführer Klinikum Landshut: Die wirtschaftliche Zukunft der Schlafmedizin

Dr. phil. Marcus Schweitzer (Deggendorf): Schlaflos – Wenn die Nacht zur Qual wird

Dr. Reinhard Zimmermann (Landshut): Neue Entwicklungen in der Schlafapnoe-Therapie Prof. Dr. med.

Stephan Holmer (Landshut): Herz und Schlafapnoe

Ralf Bork (Martinsried): Telemedizin – Patientenversorgung von morgen?

_____________________ M i t t a g s p a u s e _____________________

Dr. med. Ulrich Brandenburg (Bad Ems): Wer gestaltet und wer bezahlt die Schlafmedizin der Zukunft?

Prof. Dr. med. Josef G. Heckmann (Landshut): Neurologisch bedingte Schlafstörungen

Geprüfter Baubiologe Rudi Schnur (Landshuter Umweltzentrum e.V).: Gesunder Schlaf in bester Umgebung

Barbara Schäfer (Landshut) : Wenn Kinder schnarchen

Kornelia Thomanek (Landshut): Was ist und will die Selbsthilfe?

Nähere Informationen erhalten Sie bei

Helmut Dendl Leiter der SHG Schlafapnoe/RLS unter 0178 – 59 69 844 oder E-Mail: helmut.dendl@t-online.de

Niederbayern_Kongress_FLYER (8)

Am Mittwoch, 19.11.2014, findet um 18 Uhr im Klinikum Landshut ein Informationsabend zur CPAP-Therapie für Schlafapnoiker statt. Veranstaltungsort ist der Raum Hammerbach.

Ein Schlafapnoe-Patient wird nach zwei oder drei polysomnografischen Überwachungsnächten im Schlaflabor nach Hause entlassen. Viele Patienten haben vor allem zu Beginn der Therapie große Probleme mit der Atemmaske.

Diese Schwierigkeiten können praktischer Art, aber auch psychischer Natur sein. Man hat Angst, dass einen der Partner nicht mehr attraktiv genug findet oder man vielleicht sogar lächerlich wirkt. Jedoch haben die meisten Patienten ganz konkrete Probleme: Die Atemmaske sitzt nicht richtig, oder sie löst Angstzustände aus. Es kann passieren, dass man Druckstellen im Gesicht bekommt oder dass die Maske undicht ist. Wie man die Nasenmaske oder Full-Face-Maske pflegt und reinigt und was in Problemfällen zu tun kann, wird ein Fachmann schildern.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Leiter der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe, Helmut Dendl, der unter der Telefonnummer 0871/65277 für Rückfragen zur Verfügung steht.

Bild: Helmut Dendl, Leiter der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe

Worte zum Tag des Schlafs (am 21. Juni 2014)

von Helmut Dendl

Der Schlaf ist schon ein eigenartiger Zustand. Die einen genießen ihn, weil er dich in sanfte Traumwelten schickt. Die anderen fürchten ihn, weil er dich plötzlich überfällt und beim Autofahren gegen die Leitplanke donnern lässt. Die Jugend hasst ihn, weil er (angeblich) Lebenszeit raubt und man für den Spass durch die Nacht Energydrinks und Crystal Meth braucht. Und die reifere Jugend stört der Schlaf beider Karriere, denn um deretwillen sollte man schon rund um die Uhr übers Smartphone erreichbar sein; schließlich könnte der Kollege in New York eine wichtige Information für sein Meeting brauchen.

Jedenfalls steht fest, ohne Schlaf geht es leider nicht.Freilich probierten es die Menschen immer wieder, den Schlaf auszutricksen.

Den Weltrekord im Schlafentzug stellte 2007 der Engländer Tony Wright auf. Immerhin schaffte er es, 266 Stunden hintereinander wach zu bleiben. Damit brach er den Rekord von Randy Gardner, der „nur“ 264 Stunden ohne Schlaf auskam.

In der New York Times las man im Februar 1959 einen kurzen Artikel, in dem sowjetische Wissenschaftler voraussagten, dass im 21. Jahrhundert kein Mensch mehr seine Lebenszeit mit sinnlosem Schlaf verschwenden müsse. Ein oder zwei Stunden Schlaf sollten genügen. Den Russen mochte man das sogar glauben, hatten sie doch zwei Jahre vorher den ersten Satelliten ins All geschossen. Viele Leser fanden diese Vision, den Schlaf bald besiegen zu können, bestechend. Der Mensch des 21. Jahrhunderts sollte endlich in der Lage sein, sein Schlafbedürfnis zu kontrollieren. Doch damit ist es nichts bis heute.Seit dem Jahr 2000 begehen wir jedes Jahr den Tag des Schlafs. Früher war das alles viel angenehmer und unkomplizierter. Früher, als es noch kein elektrisches Licht gab. Jedenfalls für die armen Leute. Kerzen und Öl waren teuer und dann ging man halt mit dem Untergang der Sonne ins Bett, was auch ganz spaßig sein konnte. Und wenn der Hahn dann im Morgengrauen krähte, hieß es “raus aus den Federn!” Für die besseren Leute galt das natürlich nicht, denn die illuminierten ihr bürgerliches oder adliges Heim mit Kerzenschimmer und Öllampen. Im Grunde haben wir den ganzen Bettel Edison und seiner Glühlampe zu verdanken. Jetzt konnten wir uns alle rund um die Uhr des Lichtes erfreuen – und schuften. Die Wissenschaft hat uns inzwischen schlauer genacht. Schlaf muss sein. Das merken besonders die Schichtarbeiter, denen es gar nicht bekommt, den Tag zur Nacht und die Nacht zum Tag umzufunktioneren. Besonders schlimm ist es, wenn einer in Wechselschichten arbeiten muss. Wir haben alle eine innere Uhr in uns, die sich tagsüber am Licht orientiert. Das ist ein kleiner Nervenknoten  zwischen dem Hypothalamus und der Kreuzung der beiden Sehnerven im Gehirn. Das Tageslicht wird von den Augen registriert und über Nervenbahnen an unsere innere „Uhr“ weitergeleitet. Eigentlich ist das alles noch viel komplizierter, denn jede unserer Körperzellen besitzt eine eigene Uhr, und diese Milliarden von Uhren synchronisieren sich gegenseitig. Unser Körpergeschehen orientiert sich also an bestimmten vorgegebenen Rhythmen. Das ist einer der Gründe, warum wir die Nacht nicht einfach so zum Tage machen können, auch wenn es noch so geil wäre.

Leider schlafen viele Zeitgenossen ziemlich miserabel. Die Mediziner kennen 88 verschiedene Schlafkrankheiten. Weit verbreitet sind Ein- und Durchschlafstörungen. Und wer nachts nicht erholsam schläft, gammelt so durch den Tag. Das bereitet wenig Spass. Schlaftabletten – die werfen die meisten dann ein – machen es nur noch schlimmer. Ständig muss man die Dosis steigern und dann ist man verdammt abhängig von der Chemie. Auch das Saufen nützt nichts. Man dämmert dann zwar nach einem gewissen Qantum ziemlich schnell weg, doch der Schlaf ist unruhig, die Schlafarchitektur gestört. Der Kater am nächsten morgen lässt auch keinen guten Tagesverlauf erwarten.

Und schließlich gibt es noch zu Tausenden die Schlafapnoiker. Das sind jenes Zeitgenossen, meist deutlich übergewichtig, die grauenvoll schnarchen (was nicht weiter schlimm wäre, außer für den Bettgenossen); eine Katastrophe ist es aber, wenn diese Schnarcher auch noch nachts mit Atemaussetzern zu kämpfen haben. Teilweise bisb zu drei Minuten am Stück! Dann kriegt das Gehirn immer mal wieder keine Sauerstoffzufuhr, und der nächste Tag ist im Eimer, buchstäblich. Stimmung mies, Laune aggressiv und auch mit dem Spass im Bett nimmt es ein böses Ende. Diese Krankheit, Schlafapnoe genannt, lässt sich übriigens toll behandeln. Wenn Sie das haben, auf zum Hausarzt!

Ein Thema, das man sich an diesem Tag des Schlafs vorknöpfen sollte, ist die Schlafhygiene. Hört sich dumm an nach Rasierschaum und Achselspray, hat aber damit nichts zu tun. Gemein ist damit, wie das Schlafzimmer ausgestatte sein soll. Achten Sie auf die passende Raumtemperatur, zwischen 16 – 18 Grad, dezentes Licht, und Matratze und Unterfederung sollten bequem sein. Und bitte keine Schlachtplatte vorm Zubettgehen verdrücken! Ein leichtes Mahl und eine Tasse warme Milch oder Tee mit Honig als Schlummertrunk. Da schläft man seelig ein. Und wenn schon Schlafhilfen, dann Baldriantropfen, Melisse oder Lavendelblüten. Und bitte regelmäßig zu Bett gehen. Unser Organismus ist da eigen und schätzt die Ordnung. Und voher auch bitte keinen Dauerlauf  ums Haus, kein Sport. Nur der eheliche Betätitgung im Bett ist erlaubt, ja sogar enorm schlaffördernd.

 

v.l. Fritz Doppelmayer, Straubing,Helmut Dendl,Landshut, Johannes Vullings,Deggendorf, Rolf Lienemann,Pfarrkirchen

 

Niederbayerische Selbsthilfegruppen-Leiter gründen Arbeitskreis für Schlafstörungen.

Der neu gegründete niederbayerische Arbeitskreis hat sich vorgenommen, sich nicht nur um Schlafstörungen wie Schlafapnoe und das Restless-legs-Syndrom  zu kümmern: Es gibt sehr viel mehr Erkrankungen, die den lebenswichtigen erholsamen Schlaf verhindern!

Bei der Narkolepsie beispielsweise handelt es sich um eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Dieses Krankheitsbild ist charakterisiert durch eine übermäßige Tagesschläfrigkeit und plötzliche Einschlafattacken. Die Insomnie ist dagegen eine weit verbreitete Ein- und Durchschlafstörung. Ursachen können äußere Faktoren wie nächtlicher Lärm, aber auch psychische und physische Probleme des Organismus sein.

Wenn der Schlaf nicht erholsam ist, wird die Leistungsfähigkeit des Menschen über kurz oder lang beeinträchtigt. Vor allem das Immunsystem leidet darunter, was zahlreichen Krankheiten Tür und Tor öffnet.

Ein bedeutender Teil unserer Arbeit wird es sein, dass wir über die Folgen einer unbehandelten Schlafapnoe berichten und die Problematik der von den Krankenkassen zunehmend restriktiver gehandhabten Versorgung dieser Patienten im Auge behalten. In Deutschland leben mehr als 5 Millionen Menschen mit einem Schlafapnoe-Syndrom. Schlafapnoe-Betroffene leiden unter krankhaftem Schnarchen mit nächtlichen Atemaussetzern, die zu einer gefährlichen Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff führen. Die Folgen sind verheerend: Im Straßenverkehr und an Maschinen kommt es immer wieder zu tragischen Unfällen durch den Sekundenschlaf. In den kommenden Jahren werden die Kosten bei Berufsgenossenschaften und Rentenversicherungsträgern steigen, da immer mehr unbehandelte Schlafapnoe-Patienten früher in Rente gehen müssen. Eine unbehandelte Schlafapnoe führt nachweislich zu Herz-Kreislauf-Leiden, zu Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes.

Eine Schlafapnoe zu diagnostizieren und zu behandeln ist heute kein Problem mehr. Dies ist eine der bedeutsamsten präventiven Maßnahmen. Freilich kostet dies Geld, erspart aber dafür in den kommenden Jahren ein Vermögen an Folgekosten. Unverständlich ist es deshalb, dass manche Krankenkassen an der Diagnostik und vor allem an einer wirksamen Behandlung unvernünftig sparen.

Doch wir Patienten brauchen dieser bürokratischen Ignoranz nicht tatenlos zuschauen! Wir müssen unsere Rechte einfordern. Nehmen sie Kontakt auf mit dem niederbayerischen Arbeitskreis. Die Kontaktadresse: Helmut Dendl in Landshut, Tel. 0871-65277, Fax 0871-1437628 oder E-Mail helmut.dendl@t-online.de.

 

 

 

Mit den letzten warmen Sonnenstrahlen im Oktober pflanzt Helmut Dendl, Leiter der Selbsthilfegruppen Schlafapnoe und Restless Legs, rund 500 Tulpenzwiebeln vor den Eingang und in den Park des Klinikums Landshut. Im Frühling erwarten dann die Besucher und Patienten hoffentlich ein Meer aus Rembrandt-, Queen und King-Tulpen in pink, gelb und rot-weiß gestreift.