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Schulweg

Was wäre wenn…..

Was wäre wenn der Weg zur Schule mit dem Bus für alle Kinder kostenfrei wäre…

Am kommenden Dienstag beginnt das neue Schuljahr. Gerade die Schulanfänger freuen sich darauf, aber vielen Eltern bereitet der Schulweg große Kopfschmerzen. Damit die Kinder sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen, fahren viele Familien die Kinder mit dem Auto dort hin. Mamas, Papas, Omas und Opas fungieren hier meisterhaft als Taxi.

„Dass damit der Schulweg für die Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen unsicherer wird, bedenken dabei die wenigsten,“ betont SPD-Vorsitzende und OB-Kandidatin Patricia Steinberger. Ein Blick auf das allmorgendliche Schauspiel vor Landshuts Schulen erklärt warum: zugeparkte Fuß- und Radwege, unübersichtliche und gefährliche Verkehrssituationen etc.

Die notwendige Schülerbeförderung wird von den Aufgabenträgern -also der Stadt- organisiert und finanziert. Die Kostenfreiheit für den Schulbus beginnt allerdings erst ab einer Wegstrecke von 3 Kilometern, gemessen vom Fußweg von der Wohnungstür bis zur Schule.

„Bis zu einer Entfernung von 2,99 Kilometer müssen die Kosten für den Bus von den Familien selbst getragen werden.  Für die Familien bedeutet das eine zusätzliche finanzielle Belastung zu den ohnehin schon hohen Lebenshaltungskosten (Miete usw.).

„In den Sommerferien haben sich betroffene Eltern an unsere und auch an andere Fraktionen mit der Bitte um Unterstützung gewandt.“, ergänzt Fraktionsvorsitzende Anja König.

Die Landshuter SPD hat dieses Problem schon lange erkannt und setzt sich deshalb in Landshut seit mehreren Jahren für einen kostenfreien Schulweg für alle ein. Könnten alle Kinder kostenfrei den Bus nutzen, wird dies nicht nur zur Sicherheit beitragen.  Gleichzeitig wird der Verkehr und damit natürlich auch die Umwelt entlastet.

In der Vergangenheit hat sich keine andere Fraktion unserem konstruktiven Vorschlag bzw. Antrag auf die Schulwegefreiheit für alle Schüler*innen angeschlossen, bedauert OB-Kandidatin Patricia Steinberger. “Es ist Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen.”

 

Foto: SPD Landshut

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Stadtrat Rudi Schnur (links) überbrachte den ehrenamtlichen Schulweghelfern von Auloh den Dank von Oberbürgermeister Hans Rampf (Foto: Michael Lindinger)

 

 

Im Landshuter Stadtteil Auloh kümmern sich seit Jahren ehrenamtliche Helfer um einen si-cheren Schulweg der Kinder

Die Zahl der Kinder, die auf Deutschlands Straßen sterben oder verletzt werden, ist glück-licherweise in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen. Mit dazu beigetragen haben auch die Schülerlotsen und Schulweghelfer, die den Schulweg der Kinder begleiten und sicherer machen. Vielfach werden die Schulweghelfer von den Kommunen für ihre Tätigkeit entlohnt. Nicht so im Landshuter Stadtteil Auloh. Dort sichern seit nunmehr fünf Jahren ehrenamtliche Helfer den Schulweg der Konradin-Grundschüler. Das stößt nicht überall auf Verständnis.

Der Landshuter Stadtteil Auloh verzeichnete in den letzten Jahren einen enormen Zuzug, wodurch der Verkehr immer mehr und die Unfallgefahr für Kinder auf dem Weg zur Schule immer größer wurde. Gerade vor der katholischen Kirche, mit der abknickenden Vorfahrtstraße, wurde die Verkehrssituation für die Schulkinder immer unübersichtlicher und damit gefährlicher. Dies wollten die Eltern nicht mehr länger hinnehmen und wandten sich an die Stadt Landshut mit der Bitte, an dieser besonderen Gefahrenstelle einen Schülerlotsen zu installieren. Da die Stadt dieser Bitte aus vielerlei Gründen nicht nachkam, ergriffen die Eltern selbst die Initiative und organisierten auf eigene Faust einen sichereren Schulweg für ihre Kinder. Unter der tatkräftigen Unterstützung von Stadtrat Rudi Schnur, der seinerzeit selbst Kinder an der Schule hatte und im Elternbeirat tätig war, gründeten sie eine Art Selbsthilfegruppe. Aus dem Kreis der Eltern und Großeltern wurden ehrenamtliche Helfer rekrutiert, die von der Polizei in die Aufgabe des Schul-weghelfers eingewiesen wurden und so ihrer verantwortungsvollen Aufgabe nachkommen konnten.

Seit nunmehr fünf Jahren achten Reinhard Porr, Gudrun Seidl, Christina Ecker, Katja Kriszio, Angela Aiglstorfer, Elke Simon-Kavas, Regina Kehlenbeck, Sabine Lindinger, Susanne Mintert, Christiane Kahl darauf, dass die Kinder sicher zur Schule kommen. Niemand hatte geglaubt, dass sie so lange durchhalten würden. Mittlerweile gehen ihre eigenen Kinder oder Enkelkinder teilweise schon gar nicht mehr in die Konradin-Grundschule. Trotzdem stehen sie noch immer zu ihrer ehrenamtlichen Aufgabe, passen nicht nur darauf auf, dass die Kinder sicher über die Straße kommen, sondern geben ihnen auch noch die eine oder andere Aufmunterung mit auf den Weg. Spricht man mit ihnen, dann spürt man die große Begeiste-rung, die diesen Menschen innewohnt und sie motiviert, tagtäglich ihren ehrenamtlichen Dienst zu versehen. Doch statt verdienter Anerkennung ernten sie nicht selten Unverständnis. Denn so mancher eilige Autofahrer fühlt sich in seinem Drang zur Arbeit oder zur Hochschule gebremst und reagiert entsprechend ungehalten, anstatt froh darüber zu sein, dass sich hier Bürger Aulohs freiwillig und ohne Entgelt der Gesundheit unserer Kinder annehmen.

Für Sachbearbeiterin Silvia Kalbe vom Straßenverkehrsamt Landshut ist dieser beispielhafte ehrenamtliche Einsatz ein wichtiger Beitrag zur Schulwegsicherheit. Aus diesem Grunde stelle die Stadt auch gerne kostenlos die vorgeschriebene Ausrüstung für Schulweghelfer zur Verfügung. Im Straßenverkehrsamt sei man sehr erfreut über dieses uneigennützige Engagement. Dies würde auch überall dort, wo die Stadt Landshut keinen eigenen Schulweghelfer stellen kann, eine gute Möglichkeit darstellen, den Schulweg der Kinder abzusichern.

Für Stadtrat Rudi Schnur kann dieses Engagement der Auloher Schulweghelfer gar nicht hoch genug gewürdigt werden, zeige es doch, dass hier Bürger von Auloh ihre Freizeit für die Sicherheit anderer Kinder opfern.

Oberbürgermeister Hans Rampf ließ den Schulweghelfern durch Stadtrat Schnur anlässlich einer kleinen Feier die Grüße und den Dank der Stadt Landshut übermitteln. Auch er freue sich sehr über dieses bürgerschaftliche Engagement.

Und selbstverständlich sind auch alle Eltern, Großeltern und die vernünftigen Verkehrsteilnehmer überaus dankbar dafür, dass es in Auloh Bürger gibt, die auch an andere denken und selbstlos für sie da sind.

– by –

 

Die Schulweghelfer die alle aus Auloh kommen sind:

Herr Porr Reinhard

Frau Seidl Gudrun

Frau Ecker Christina

Frau Kriszio Katja

Frau Aiglstorfer Angela

Frau Simon-Kavas Elke

Frau Kehlenbeck Regina

Frau Lindinger Sabine

Frau Mintert Susanne

Frau Kahl Christiane