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Schaffung von Wohnraum

Fachkräfte dringend gesucht

Runder Tisch der Wirtschaft suchte nach Lösungen

 

Die CSU-Landtags- und Bezirkstagskandidaten luden Vertreter aus der Industrie, Gewerbe und dem Handwerk aus der Region Landshut zum Runden Tisch “Wirtschaft” ein. Aktuelle Probleme erkennen – und lösen, war das Ziel der Veranstaltung. Kernthemen waren der Fachkräftemangel, die weitere Schaffung von Wohnraum sowie der Ausbau der Breitbandversorgung.

 

Eingangs stellten sich der Stimmkreisabgeordnete für die Region Landshut, Helmut Radlmeier, sowie Landtagslistenkandidat Prof. Dr. Ralph Pütz, Bezirksrätin Martina Hammerl und Bezirkstagslistenkandidat Rudolf Schnur vor. Helmut Radlmeier betonte den tieferen Sinn dieser Veranstaltung: „Die Region Landshut ist ein Kraftpaket. Dank engagierten Arbeitgebern und Arbeitnehmern boomt die Wirtschaft. Die Arbeitslosenzahlen sind historisch niedrig, die Unternehmen jagen von Rekord zu Rekord. Wir, als gestaltende Politiker, wollen uns hierauf aber nicht ausruhen. Wir wollen wissen, wo es Probleme gibt. Wir wollen gemeinsam zu Lösungen erarbeiten.“

 

Von den Firmenchefs wurde als erstes Problem der Fachkräftemangel angesprochen. Über alle Branchen hinweg sei dieser gravierend. Auch eine gezielte Anwerbung von potenziellen Mitarbeitern aus anderen Bundesländern sei schwierig. Der Grund: der Mangel an bezahlbaren Wohnraum in der Region. Deshalb sei die Schaffung von weiterem Wohnraum in der Region wichtig. „Bauen, bauen, bauen“, gab ein Gesprächsteilnehmer das Motto aus. Die Gelegenheit dafür sei günstig, erläuterte Radlmeier. Mit dem Wohnungspakt Bayern, der neuen Eigenheimzulage sowie dem Baukindergeld plus, welches das Baukindergeld des Bundes noch einmal erhöht, setzt der Freistaat die richtigen Rahmenbedingen. Ebenfalls eine Lösung könne sein, dass Kommunen Grundstücke günstig mit entsprechenden Auflagen an Wohnungsbaugenossenschaften zur Verfügung stellen. Zur weiteren Erleichterung sollten Hürden beim Bau in Form von Vorschriften und Verordnungen abgebaut und nicht weiter aufgebaut werden. Denn die Baukosten seien stetig gestiegen, so die einhellige Meinung der Runde.

 

Die Bürokratie in Wirtschaft und Handwerk war generell ein Thema. Vor allem die neue Datenschutzgrundverordnung bedeute ein gutes Stück mehr an Bürokratie und würde Arbeitszeit binden. Dem wirke der Freistaat bereits aktiv entgegen, konnte Radlmeier berichten. Mit einen eigens dafür eingesetzten Beauftragten für Bürokratie-Abbau werde das Problem gezielt angegangen. Der Abgeordnete bat die Runde, Fälle überbordender Bürokratie sofort zu melden, damit er der Sache nachgehen könne.

 

Thematisiert wurde beim Runden Tisch auch, dass es in manchen Gebieten nach wie vor kein schnelles Internet gäbe. Radlmeier konnte berichten, dass der Ministerrat am 30. Mai 2017 das Investitionsprogramm “Bayern Digital II” für die digitale Zukunft Bayerns beschlossen hat. Die Staatsregierung unterstützt dabei Firmen und Unternehmen, die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen. Zusammen mit dem ersten Masterplan “Bayern Digital I” sind nun für die Jahre 2015 bis 2022 Mittel von insgesamt 5,5 Milliarden Euro vorgesehen. Mit Nachdruck werde daran gearbeitet, alle Haushalte im Freistaat an das schnelle Internet anzuschließen. Dank dem sog. Höfebonus gelinge das auch bei einzelnen Weilern. Ziel sei im nächsten Schritt ein flächendeckendes Gigabit-Netz.

 

Ein Anliegen konnte gleich vor Ort erledigt werden: Die Gesprächsrunde werde auf jeden Fall wiederholt, sicherten die CSU-Politiker Radlmeier, Pütz, Hammerl und Schnur zu.

 

 

Ergolding will Mittelzentrum werden

Helmut Radlmeier bei Bürgermeister Andreas Strauß 

 

Ergolding. Die Bewerbung Ergoldings um den Status als Mittelzentrum, die Zukunft der Integrierten Leitstelle und Pläne des Marktes hinsichtlich der Schaffung von Wohnraum waren Themen eines Austausches zwischen dem Stimmkreisabgeordneten für die Region Landshut, Helmut Radlmeier, und Ergoldings Bürgermeister Andreas Strauß.

 

Hauptanliegen von Bürgermeister Andreas Strauß und Günther Pogodda, Leiter der Hauptverwaltung, war die gewünschte Einstufung der Marktes Ergolding als Mittelzentrum. Um sich als Mittelzentrum bewerben zu können, muss eine Kommune 20 von 27 sogenannter Zentralitätskriterien erfüllen. Der Ort muss beispielsweise weiterführende Schulen, vielseitige Einkaufsmöglichkeiten und Fachärzte vorweisen können. „Wir erfüllen 22 dieser Kriterien. Deshalb wollen wir im Landesentwicklungsprogramm als Mittelzentrum aufgenommen werden“, führt Bürgermeister Strauß aus. „Ergolding ist ein zentraler Ort in unserer Region“, bekräftigte Stimmkreisabgeordneter Helmut Radlmeier. Er werde den Antrag des Marktes daher unterstützen.

 

Standortsuche für ILS

 

Ebenfalls zur Sprache kam die Zukunft der Integrierten Leitstelle (ILS). Diese muss bekanntlich aus Platzmangel aus ihrem bisherigen Standort in der Landshuter Hauptfeuerwache ausziehen. Radlmeier, stellvertretendes Mitglied des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, plädiert seit längerem für einen neuen Standort. „Der Bedarf ist gestiegen. Sowohl Feuerwehr als auch die ILS brauchen mehr Platz. In der Stadt haben wir deshalb mehrere Liegenschaften geprüft. Leider ist keiner davon geeignet“, erläutert der Stadtrat. Ihm sei es, vor allem mit Blick auf die Mitarbeiter, wichtig, dass die Leitstelle in der Region Landshut bleibe. Der ganz große Teil der Mitarbeiter der ILS komme aus dem Landkreis Landshut. Eine möglichst zentrale Lage wäre aus diesem Grund von Vorteil, so Radlmeier. Bürgermeister Strauß bekundete grundsätzliche Bereitschaft des Marktes, eine Liegenschaft für die Leitstelle zu suchen.

 

Lob gab es vom Abgeordneten für den Markt für dessen kommunale Flächenpflege. Anstatt Wiesen in kurzen Abständen abzumähen, belässt Ergolding sie naturnah als Blühflächen. Das sieht nicht nur gut aus, sondern kommt auch Bienen und anderen Tieren zugute. So wird Nahrung und Lebensraum erhalten. Weitere 50.000 m² sollen hinzukommen, so Strauß. „Der Markt Ergolding nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Es wäre zu begrüßen, wenn andere hier nachziehen“, hält Radlmeier fest.

 

Vorreiter beim Wohnungsbau

 

Vorreiter ist Ergolding auch bei der Schaffung von Wohnraum. Solcher wird in der Region Landshut dringend benötigt. Dabei komme auch der soziale Wohnungsbau nicht zu kurz, wie Strauß betonte. Entsprechende Geschosswohnungen baue der Markt in Eigenregie. Außerdem werde explizit für Senioren Wohnraum geschaffen. Dabei werden verschiedene Formen realisiert, wie etwa betreutes Wohnen. Auch Plätze für Tagespflege soll es geben. Darüber hinaus sollen in Zusammenarbeit mit der Landshuter Lebenshilfe Wohnungen für behinderte Erwachsene entstehen. „Respekt, diese Gesamtpalette überzeugt“, so Radlmeier anerkennend. Als Mitglied im Gesundheitsausschuss sei ihm vor allem der Ausbau der Tagespflege ein großes Anliegen. „Der Bedarf ist in der ganzen Region groß. Gleiches gilt auch für die Kurzzeitpflege“, wie der Abgeordnete aus Gesprächen mit Pflegeeinrichtungen weiß. „Dass der Markt Ergolding hier tätig wird, ist absolut lobenswert“.

 

 

Bildunterschrift (v.r.): Im Ergoldinger Rathaus besprachen Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, Bürgermeister Andreas Strauß und Günther Pogodda, Leiter der Hauptverwaltung, zahlreiche Themen.