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Schadstoffe

Umweltbedingte Ursachen von Krankheiten werden von der praktizierenden Schulmedizin, von Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und staatlichen Behörden sowie größtenteils auch von der forschenden Universitätsmedizin vernachlässigt, nicht beachtet oder auch geleugnet. Das Krankheitsschicksal der betroffenen Patienten wird individualisiert, d.h. auf Ursachen in der persönlichen Konstitution der Betroffenen zurückgeführt, während externe Ursachen wie Schadstoffbelastungen ungeklärt bleiben. Damit wird eine Primärprävention umweltbedingter Krankheiten, nämlich die Beseitigung von Belastungen, aus wirtschaftlichen Gründen verhindert. Betroffene Patienten mit umweltbedingten Krankheiten kämpfen meist jahrelang und oft ein Leben lang ohne Erfolg um die Anerkennung ihrer Krankheit als umweltbedingt, um damit die Voraussetzung für eine wirkungsvolle medizinische Therapie und Rehabilitation zu erreichen. Sie unterliegen der Beweislast, um ihre Ansprüche vor dem Sozialgericht und gegenüber Versicherungen und Berufsgenossenschaften durchzusetzen. Dort scheitern sie oft, weil die Gerichte die Kausalität ihrer Erkrankung im Zusammenhang mit nachgewiesenen Belastungen ihrer Umwelt und am Arbeitsplatz, wie z.B. durch toxische Chemikalien, elektromagnetische und radioaktive Strahlung, Lärm und stressige Arbeitsbedingungen, nicht anerkennen. Die Faktengrundlagen im Bereich Umweltmedizin müssen auf eine breite Basis gestellt werden, um den Anforderungen einer kausalen Beweisführung vor Gericht gerecht werden zu können. Diesem Zweck können Fallschilderungen von Patienten dienen, bei denen begründete Ursachen für die Erkrankungen in ihrer Umwelt liegen. Aus diesen Fallschilderungen werden gemeinsame Merkmale solcher Krankheiten herausgearbeitet und mit den Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Umweltmedizin verglichen.

Ziel ist es, gemeinsame Merkmale der Krankheiten bei der Symptomatik, den pathophysiologischen Merkmalen einschließlich vorhandener Laborwerte des Effektmonitorings zu finden und den jeweiligen Expositions-Situationen wie belasteten Gebäuden, Arbeitsplätzen und auch speziellen Belastungen durch Chemikalien wie Zahnwerkstoffe und Amalgam, Holzschutzmitteln, Weichmachern, usw. zuzuordnen. Daraus können Hinweise für Ursachen und auslösende Mechanismen dieser meist chronischen Krankheiten abgeleitet werden. Dies liefert nicht mehr als Hinweise, eine wissenschaftliche Studie kann dies nicht ersetzen.

– ISBN 978-3-8440-7391-1

– Fachbuch

– Deutsch

– 138 Seiten

– 13 Abbildungen

– 203g

– 17x24cm

– Paperback

– 21,90 € / 27,40 SFr

– Erscheinungsdatum Juni 2020

 

Grafik/Foto: Shaker Verlag GmbH

Seit Beginn der weltweiten und ausufernden Diskussion des Klimawandels werden andere (über-) lebenswichtige Umweltthemen in der öffentlichen Darstellung stark verdrängt. Die Thematik des Klimawandels ist nichts Neues, ich kenne sie seit Jahrzehnten, aber die Art der „Vermarktung“ und Dominanz ist bisher einzigartig.
Wichtige Aspekte wie die Reinheit des Trinkwassers (u.a. ohne Rückstände aus Medikamente), die ungelöste Frage nach dem Wohin mit dem Atommüll, mögliche Schattenseiten der Elektromobilität und der Gefährdung von Strahlung verschiedenster Art und Quellen werden nicht mehr in ausreichendem Maße öffentlich dargestellt. Dadurch werden Problemdarstellungen und Warnungen nicht ausreichend in die Öffentlichkeit gegeben und Vorsorgemaßnahmen in anderen Bereichen werden weder gefordert noch ergriffen.
Dabei sind die altbekannten gesundheitlichen Herausforderungen nicht aus dem Lebensalltag verschwunden. Beinahe täglich erreichen mich, als Anlaufstelle von DAS UMWELTZENTRUM e.V. (vormals Interessengemeinschaft der Holzschutzmittelgeschädigten e.V.) Anfragen und Hilferufe aus Deutschland und Europa. Längst sind die in den 70er gebauten Fertighäuser in jüngeren Händen und ganze Familie erkranken nach einer unterschiedlichen Aufnahmedauer erneut akut wie die Vorbewohner. Die in vielen Wohnungen enthaltenen Holzschutzmittel in Holzverkleidungen und Massivholzböden entfalten immer noch ihre biozide Wirkung (Zitat Umweltbundesamt: Biozide sind potenziell gefährlich für die Umwelt und die Gesundheit von Mensch und Tier) und wirken sich negativ auf die Gesundheit der Bewohner aus. Dämmstoffe können unter anderem lungengängige Fasern freisetzen. Anti-Schimmel-Mittel schaden mittelfristig vielfach eher den Bewohnern als dem Schimmelbefall selbst. Hinzu kommen Ausdünstungen aus verschiedensten Bodenbelägen, Wandfarben, Ölen, Wachsen, Lasuren, Pflege- und Reinigungsmittel, sowie Kleidungsstücken und Möbel, die meist nur wegen ihrer optischen, modischen oder preislichen Attraktivität ausgewählt werden und jeden Gedanken an gesundheitliche Schäden außen vor lassen.
Je nach Zusammensetzung der verschiedenen Mittel ergeben sich von Schadstoffpotentiale die geeignet sind Krankheiten von Allergien bis zu Krebs zu begründen.
Die meisten Gefahren lassen sich durch kluge Überlegungen vor der Beschaffung ausschalten.
Im Zweifelsfall und wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, scheuen Sie nicht, den geprüften Baubiologen Ihres Vertrauens zu Rate zu ziehen.

Es ist immer gesünder und bei weitem kostengünstiger vor dem Kauf um Rat zu fragen, als nachher zu heilen, zu Klagen oder zu sanieren.

Mit lebensfreundlichen Grüßen

Rudolf Schnur

Geprüfter Baubiologe (IBN)

Bundesvorsitzender DAS UMWELTZENTRUM e.V. (vormals Interessengemeinschaft der Holzschutzmittelgeschädigten)
Geschäftsführender Gesellschafter der LA-umwelt gemeinnützige GmbH als Veranstalter der Landshuter Umweltmessen

Es muss nicht immer umwelt- und gesundheitsschädlich sein…

Das Team Mosenthin macht es vor: besser als alles Reden über Umweltschutz ist das eigene Tun!

Bei der Erstellung der neuen Ladentheke verwendete Thomas Mosenthin Naturholzplatten und veredelte diese mit Pflanzenöl-Produkten aus dem Umweltzentrum am Neckarplatz in Landshut-Auloh.

Ein Thekenaufsteller zeigt wo es die nachhaltigen und lebensfreundlichen Pflanzenölprodukte gibt.

Wenn alle, die von Klima- oder Umweltschutz sprechen auch danach handeln würden, gäbe es nicht mehr viele krankmachenden Schadstoffe in den meisten auf dem Markt befindlichen Baustoffen mehr.
Leider sind die meisten Menschen nicht bereit aus dem leidvollen Schicksal hunderttausender Holzschutzmittelgeschädigter (www.ihgev.de) zu lernen und zerstören die Natur und die eigene Gesundheit immer noch wie die Lemminge.

Thomas Mosenthin       Rennweg 78       84034 Landshut

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Schadstoffe weiträumig vom Wind verweht

Großbrand bei Recycling-Firma: Keine unmittelbare Gesundheitsgefahr für Bürger  

 

Beim Verbrennen von Elektroschrott entstehen allerlei unappetitliche und vor allem giftige, gesundheitsschädliche Stoffe wie polychlorierte Dioxine und Furane und es werden Schwermetalle freigesetzt. Das ist sicher auch in der Nacht vom 3. auf 4. Juni geschehen bei dem Großbrand in einem Recycling-Betrieb in Wörth/Isar. Durch die aufsteigende Hitze und die Winde in der Brandnacht sind die Stoffe aber offensichtlich weiträumig verweht worden, so dass es nirgendwo zu schädlichen „Konzentrationen gesundheitsriskanter Verbrennungsprodukte“ gekommen ist, resümiert Gesundheitsamts-Chef Privat-Dozent Dr. habil. Heribert Stich.

 

Der Mediziner und Leiter des für Stadt und Landkreis Landshut zuständigen Gesundheitsamts am Landratsamt Landshut zieht diese Bilanz auf der Grundlage einer ganzen Reihe von Untersuchungsergebnissen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), des Altdorfer Fachbüros PGA und der international renommierten Fachfirma Agrolab (Bruckberg). Das Landratsamt hatte die Untersuchungen nach dem Großbrand in Auftrag gegeben, die Ergebnisse werden, als pdf-Dokumente auf der Internet-Seite des Landratsamts Landshut publiziert (www.landkreis-landshut.de/Landratsamt/Aktuelles, am Ende des Artikels „Recycling-Firma: Neuanfang unter strengen Auflagen“.)

„Gesundheitsriskante Stoffe und Stoffverbindungen“, wie sie bei dem Großbrand in Wörth entstanden sind, haben „durch verschiedenste physikalische Begleitumstände“ wie „Windrichtungen, Abzug von Verbrennungsprodukten durch den sogenannten Kamineffekt, Verdünnungseffekte und so weiter“ Konzentrationen erreicht, „die nicht mehr als krankheitserregend einzuordnen sind“. „Hinzu kommt, dass mit zunehmenden Zeitabstand von einem Brandgeschehen wie etwa beim Großbrand auf dem Gelände der Firma Koslow die Konzentrationen gesundheitsriskanter Verbrennungsprodukte grundsätzlich geringer werden, sodass keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung bestehen kann“, stellt Dr. habil Heribert Stich fest.

„Um diesen positiven Effekt auch fassbar machen zu können, sind chemische Untersuchungen von Abwisch-, Boden- und Wasserproben in Hinblick auf relevante Chemikalien eine Möglichkeit, für eine fundierte Risikoabschätzung hinsichtlich eines möglichen Krankheitspotenzials zielführend“, führt der Mediziner weiter aus: Aus diesem Grunde wurden von der Feuerwehr, dem Veterinär- und Gesundheitsamt des Landratsamtes Landshut unter Hinzuziehung externer Experten zahlreiche Analysen veranlasst: Ihre Ergebnisse zeigten „keine Risikoerhöhung für mit dem Großbrand in Zusammenhang stehende Erkrankungen auf“.

Auch Eier-, Salat-, Gemüse- und Obstproben aus dem Nachbarlandkreis Dingolfing-Landau lieferten „keine bedenklichen Ergebnisse“. Fortführend wurden in Zusammenarbeit zwischen dem Veterinär- und Gesundheitsamt Landshut noch zusätzliche Wasserproben und ein Hecht aus dem „Wake Lake“ für Analysen gewonnen, die durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht werden. Mit den Ergebnissen dieser Untersuchungen ist kommende Woche zu rechnen, auch sie werden durch den Landkreis Landshut im Internet veröffentlicht.

„Zusammenfassend kann gegenwärtig davon ausgegangen werden, dass durch die Vorkommnisse auf dem Gelände der Firma Koslow in Wörth keine unmittelbare Gefährdung für die Gesundheit der Landkreisbevölkerung gegeben war oder noch besteht“, stellt der Leiter des Gesundheitsamts Landshut abschließend fest.

 

Foto: Archiv – KLARTEXT.LA

Landrat besteht auf wirksamer Brand-Vorsorge –
Nach Großbrand in Wörth: Landratsamt und Feuerwehr legen Recycling-Firma konkreten Maßnahmenplan vor – Erdbeeren-Untersuchung: LGL spricht von „unauffälligen Ergebnissen“

Landkreis Landshut. Das Landratsamt Landshut hat in enger Absprache mit der Leitung der Feuerwehren im Landkreis der Recycling-Firma in Wörth, bei der es vor wenigen Tagen zu einem Großbrand gekommen war, einen konkreten Maßnahmenplan vorgelegt, der künftige Brände nach Menschenermessen ausschließen soll. Landrat Peter Dreier hat gegenüber dem Werksleiter der Firma zugleich mit Nachdruck deutlich gemacht, dass für ihn Schuldzuweisungen an Bürger und Kommunen, wie der Werksleiter sie gegenüber verschiedenen Medien gemacht hat, indiskutabel sind. In den 29 Jahren zum Beispiel, die der Landkreis ein Netz von Altstoff-Sammelstellen unterhält, hat hier kein einziges Mal Elektro- oder sonstiger Schrott gebrannt.

Landrat Peter Dreier hat im Gespräch mit dem Werksleiter im Landratsamt Landshut dargelegt, dass die Behörde auf der Umsetzung einer Reihe von wirksamen Maßnahmen zur Brand-Vorsorge besteht. Wenn sie unverzüglich und Zug um Zug erfüllt werden, könne nach und nach auch der Betrieb der Recycling-Anlage wieder angefahren werden, erklärte der Landrat im Beisein einer ganzen Reihe von Mitarbeitern des Landratsamts und von Feuerwehr-Führungskräften.
Derzeit ist die Betriebserlaubnis bekanntlich durch das Landratsamt ausgesetzt, Dreier betonte zudem, dass für den Fall der Wiederaufnahme des Gewerbebetriebs gelte, dass das gesamte an einem Tag angelieferte Material noch am selben Tag verarbeitet werden müsse und keine Haufen von unbearbeitetem Material über Nacht oder über die Wochenenden gelagert werden dürfen.
Von Seiten des Landratsamts und der örtlichen Brandschützer wie der Kreisfeuerwehr-Führung wird von dem Recycling-Unternehmen verlangt, dass alle Brandschutzmaßnahmen schnellstmöglich umgesetzt werden, die im Februar dieses Jahres von einer ganzen Reihe von Behörden gefordert worden sind. Zusätzlich wurde dem Werksleiter die Forderung unterbreitet, dass Schaummittel in geeigneter Weise auf dem Firmengelände gelagert werden müssen, wie sie bei dem Großbrand zum Einsatz gekommen sind.
Landrat Dreier hob hervor, dass insbesondere auch mit dem Bau von weiteren Trennmauern begonnen werden muss. Eine solche massive Trennmauer hat bei dem Großbrand eine nochmalige Ausweitung der Feuersbrunst verhindert. Zudem muss eine ortsnahe Versorgung mit ausreichend Löschwasser gesichert sein durch zwei statt bisher einem Brunnen. Bei dem Großbrand Anfang Juni mussten die Feuerwehren große Wassermengen zum Teil aus größerer Entfernung heranpumpen. Der Werksleiter versicherte gegenüber dem Landrat und den Vertretern von Landratsamt und Feuerwehren, dass diese Forderungen erfüllt werden.
Gegenüber verschiedenen Medien hatte der Werksleiter Vorwürfe erhoben, dass Bürger achtlos auch regelrecht brandgefährliche Akkus und Batterien verschiedener Art unter ihren „Wohlstandsmüll“ wegwürfen und er hat darauf verwiesen, dass es in einer Reihe von Recycling-Anlagen und bei Mülltransporten deutschlandweit zu Bränden gekommen sei. Auch bei dem Gespräch im Landratsamt verdeutlichte der Werksleiter solche Vorkommnisse.
Landrat Dreier entgegnete, dass Versäumnisse bei Sicherheitsbestimmungen und auf gesetzgeberischer Ebene im Bund und bei der Europäischen Union für ihn nicht Gegenstand einer Diskussion über den Schutz der Bürger vor Bränden sein könne. Er verwies darauf, dass die Recycling-Firma vertraglich gegenüber dem Landkreis Landshut für die größtmögliche Sicherheit bei dem Betrieb des Unternehmens verpflichtet ist. Von Seiten des Sachgebiets Abfallwirtschaft des Landratsamts wurde unter anderem deutlich gemacht, dass die Altstoff-Sammelstellen im Umgang zum Beispiel mit Lithium-Ionen-Batterien höchste Sorgfaltsstandards erfüllen.
Inzwischen liegen erste Untersuchungsergebnisse von Pflanzenmaterial und Erdbeeren vor aus dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Wie das LGL heute (Freitag, 14. Juni) mitgeteilt hat, sind die Untersuchungsergebnisse von Erdbeeren, die auf einem Feld bei Wörth am Mittwoch, 5. Juni, gepflückt worden sind, in Bezug auf Dioxine, Furane und Schwermetalle „unauffällig“. Wisch-, Pflanzenmaterial- und Grasproben aus der Brandnacht sind vom LfU untersucht worden. Die am heutigen Freitag in schriftlicher Form übermittelten konkreten Messergebnisse dieser Untersuchungen sind in Kürze im Internet unter www.landkreis-landshut.de verfügbar. Das LfU hat, wie letzte Woche berichtet, diese Untersuchungen auf polychlorierte Dioxine, Furane und Schwermetalle ebenfalls als „unauffällig“ bewertet.

Landesamt für Umwelt untersuchte Proben auf Dioxine und Furane. Landratsamt beauftragt Fachfirma mit umfangreichen Messungen

Landkreis Landshut.Seit Freitagnachmittag liegen die Ergebnisse der Untersuchungen vor, die Fachleute des bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) anhand von Pflanzen- und Wischproben vorgenommen haben, die im Umfeld des Großbrandes bei einer Recycling-Firma in Wörth/Isar in der Brandnacht genommen worden sind. Das LfU bringt die Ergebnisse auf den Nenner, dass die Untersuchungen für „die polychlorierten Dioxine und Furane“ ebenso wie „für Schwermetalle unauffällig“ sind. Das Landratsamt Landshut will gleichwohl auf Nummer sicher gehen und hat am heutigen Freitag ein international renommiertes Fachlabor mit weiteren, umfangreichen Proben beauftragt: Das Labor soll feststellen, ob es zu schädlichen Ablagerungen im Boden, im Wasser und ingesamt in den von dem Großbrand in der Nacht von Montag auf Dienstag betroffenen Arealen gekommen ist.

„Die Sicherheit und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns absoluten Vorrang, daher holen wir uns die Expertise von ausgewiesenen Fachleuten“, betont Landrat Peter Dreier. Auf der Grundlage immer umfangreicherer und exakter Informationen – unter anderem über die in der Brandnacht wiederholt wechselnden Winde – wird dem möglichen Schadstoff-Eintrag nachgegangen. Berichte über massiven Brandgeruch sind den Behörden bis im weiten Umfeld des Brandherds zugegangen – unter anderem auch von Bürgern aus Frontenhausen und Reisbach im Nachbar-Landkreis Dingolfing-Landau.

Bürger können Landratsamt per E-Mail Beobachtungen mitteilen

Daneben bietet das Landratsamt Landshut Bürgern die Möglichkeit, Informationen und Beobachtungen an die Behörde weiterzuleiten. Dafür ist eine E-Mail-Adresse eingerichtet worden: Das Landratsamt Landshut bittet die Bürger, über die E-Mail-Adressebrand@landkreis-landshut.deder Behörde ihre Informationen zukommen zu lassen.

Die Bürger werden gebeten, möglichst präzise Angaben über den Ort und die Art der Beobachtungen (Geruch, Ablagerungen auf Auto oder Fenster etwa) zu machen, und mitzuteilen, ob sie selbst oder andere die Beobachtungen gemacht haben. Gebeten wird um die Angabe des Namen, der Adresse und der Erreichbarkeit (Telefon/Handy/E-Mail u. a.) der ‚Bürger für eventuelle Rückfragen.

Mitarbeiter des Landratsamts Landshut sammeln und sichten die Mitteilungen auch am Samstag und über die Pfingstfeiertage. Es wird darauf hingewiesen, dass Texte und Fotos, aber keine Videos auf die genannte E-Mail-Adresse übertragen werden können.

Umfangreiche Maßnahmen der Gemeinde Wörth/Isar

Die Gemeinde Wörth an der Isar hat mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket auf den Großbrand reagiert. Auf Anordnung ihres 1. Bürgermeisters Stefan Scheibenzuber sind insbesondere die Außenbereiche von Grundschule und Kindertagesstätten gesperrt worden. Sämtliche Spielplätze sind kontrolliert worden, auf zwei Spielplätzen, die stark im Bereich von Rauchwolken gelegen haben, ist die Sandoberfläche abgetragen worden, alle Spielgeräte auf den Plätzen sind auf Rückstände überprüft und mit Feuchttüchtern abgewischt worden.

Den ganzen heutigen Freitag sind Straßenreinigungsmaschinen unterwegs in Wohngebieten, über die die Rauchwolken hinweggezogen sind. Informationen von Seiten der Gemeinde auf dem Internet-Seite www.woerth-isar.deund auf der Facebook-Seite der Gemeinde Wörth an der Isar werden ständig aktualisiert. Zudem können sich Bürger rund um die Uhr an ihn wenden, betont der Bürgermeister – über die E-Mail-Adressebgm-woerth@vg.woerth-isar.de.

Am Rathaus von Wörth werden diese Informationen ausgehängt, damit auch Bürger, die über keinen Internetanschluss verfügen, voll im Bilde sind. Eine Korrektur beziehungsweise Aktualisierung der bisherigen Verzehrempfehlungen wird vorsorglich erst nach Vorliegen der Ergebnisse der weiteren Untersuchungen vorgenommen.

Enthalten diese Ziegel giftige Schadstoffe?
Nach dem Holzschutzmittelskandal der 90er Jahre sorgt momentan ein neuer folgenschwerer Einsatz von giftigen Zusatzstoffen, hergestellt aus recycelten und hoch belasteten Stein- und Glaswolldämmungen und Filterstäuben, für Unruhe in der Baubranche.

Verbraucher und Bauwillige sind über den unverantwortlichen Umgang mit krebserregenden Stoffen aus Sondermüllbeständen sehr verunsichert. Gemäß der Veröffentlichung im ARD vom 27. Juli 2015 wird ein inzwischen geschlossenes hessisches Recycling-Unternehmen  wegen einer nicht genehmigten Verbreitung von Gefahrstoffen beschuldigt. Dem hessischen Unternehmer wird angelastet, in einem Recyclestoff namens Woolit, der als Hilfsstoff für mineralische Baustoffe wie Ziegelsteine zum Einsatz kam, kostensparend aber unrechtmäßig die giftigen Metall- und Faserabfälle für  die Entsorgungs- und Keramikindustrie wiederverwertet zu haben. Es wird nun befürchtet, dass in noch weiteren  Baustoffgruppen dieser patentierte und hochgelobte Zusatzstoff zum Einsatz kam. Während der Bearbeitung oder durch Baufugen können möglicherweise diese höchst gefährlichen Metalle und Fasern in die Raumluft  und dann in die Lunge gelangen.
Obwohl der Woolit Zusatzstoff von einer hessischen Universität geprüft und von der hessischen Umweltbehörde güteüberwacht wurde, konnten Verbraucher, Hersteller und Baufirmen trotzdem getäuscht werden. Label und Prüfzertifikate sind oftmals zu industriefreundlich und prüfen daher nur genehme Produktmerkmale, mit denen ein Gefährdungspotential eines Produktes wie die Giftstoffe in Woolit nicht aufgedeckt werden können. Wichtige Aspekte wie eine Inhaltsstoffprüfung oder eine Kontrolle der Liefer- und Produktionsketten werden meistens nicht berücksichtigt. Deshalb wird Baufirmen, Hausbesitzern und Bauwilligen schon vor dem Kauf empfohlen die Inhaltsstoffe von Bauprodukten anzufordern. Wegen dem neuen Gift- und Umweltskandal bangen nun viele Hausbesitzer um ihre Gesundheit oder befürchten einen Wertverlust ihrer Immobilie ähnlich wie beim Asbestproblem. Wie man den Hausstaub oder Baustoffproben auf Woolit- Gefahrstoffe hin untersuchen lassen kann, erfahren Sie unter der Hotline: +49 (0)7161 / 3543587.

Karl-Heinz Weinisch
Vizepräsident der DGUHT – aktiv für Mensch und Umwelt

Auszug aus

Die Grenzen des Wachstums

Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit

erschienen 1972   ISBN 3 421 02633 5

Wenn eine immer längere Zeit zwischen der Freisetzung eines Schadstoffes und seiner schädlichen Wirkung liegt, so wissen wir auch, dass alle Massnahmen, diese Wirkung künftig zu vermeiden, eine genau so verzögerte Wirkung haben. Das heißt, dass Massnahmen die erst ergriffen werden, wenn sich schädliche Wirkungen zeigen, viel zu spät kommen, um ein weiteres Anwachsen dieser schädlichen Wirkungen zu vermeiden. Solche Systeme sind außerordentlich schwierig zu beherrschen. Denn es ist bei ihnen erforderlich, in der Gegenwart Massnahmen gegen Folgen in einer fernen Zukunft zu ergreifen, die für einen Großteil der augenblicklich lebenden Menschen ohne praktischen Belang sind.