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Rückenschmerzen

Eine ungünstige Körperhaltung, Fehlbelastungen der Wirbelsäule und falsche Bewegungsabläufe können zu schmerzhaften Muskelverspannungen führen. Die Folgen einer dauerhaft verspannten Muskulatur reichen von Kopf- und Nackenschmerzen oder chronischen Rückenproblemen bis zu Bewegungseinschränkungen. In den meisten Fällen könnten Muskelverspannungen durch einfache Maßnahmen und Verhaltensänderungen vermieden werden.

Den Liegekomfort verbessern und Muskelverspannungen vorbeugen

Bewegungsmangel und falsches Sitzen beispielsweise vor dem Computer zählen zu den häufigsten Ursachen von Muskelverspannungen. Darüber hinaus können auch psychische Belastungen, eine schwache Muskulatur oder bestimmte Bewegungen Verspannungen der Muskeln auslösen oder verstärken. Übergewicht sowie das Heben und Tragen zu schwerer Lasten erhöhen das Risiko für Muskelverkrampfungen und Verspannungen. Darüber hinaus
können auch eine durchgelegene Matratze oder ein unpassender Lattenrost zu einer ungünstigen Liegeposition und damit zu Muskelverspannungen führen. Um dauerhafte Fehlhaltungen durch falsches Liegen zu vermeiden, sollte eine abgenutzte Matratze oder ein Lattenrost, der sich als ungeeignet erweist, möglichst umgehend ausgetauscht werden. Beim Lattenrost handelt es sich um ein spezielles Bauteil eines Bettes, das als Unterlage für die Matratze dient und lose in den Bettrahmen gelegt wird. Durch den Lattenrost wird die Matratze von unten belüftet. Damit der Liegekomfort verbessert und Muskelverspannungen vorgebeugt werden kann, sollte der Lattenrost bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Unabhängig davon, ob manuell oder elektrisch verstellbare Lattenroste vom Fachhändler verwendet werden, sollte die Möglichkeit bestehen, Kopf- und Fußteil individuell einzustellen. Grundsätzlich sind Lattenroste mit unterschiedlicher Tragkraft und Stützwirkung zu finden. Es empfiehlt sich, besonders auf Komfort und Qualität zu achten. Außerdem sollte auf die Gewichtsklassen-Zuordnung geachtet werden, damit der Lattenrost zur Größe und dem Gewicht des Schlafenden passt und eine angenehme Liegeposition ermöglicht.

Sport und Bewegung stärken die Muskulatur

Bei Rückenproblemen oder Körperverspannungen kann das einfache Verstellen der Liegefläche beim elektrischen Lattenrost zur Druckentlastung beitragen. Allerdings muss der Liegeplatz richtig eingestellt werden, damit die Durchblutung angeregt wird und ein angenehmer Schlaf möglich ist. Da nicht verstellbare Lattenroste hohem Druck entgegenwirken können, gelten diese Modelle als besonders geeignet für Menschen mit einem höheren Körpergewicht. Chronische Muskelverspannungen lassen sich nicht allein durch die richtige Liegeposition beim Schlafen lösen. Regelmäßig Sport treiben kann dazu beitragen, Verspannungen vorzubeugen. Eine Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen, sind die Trimmpfade, wo meist auch Fitnessgeräte mit Übungsanleitungen zu finden sind. Ein Trainingsprogramm für die Muskulatur sollte unterschiedliche Übungen enthalten, sodass jede Muskelgruppe gleichmäßig trainiert wird. Bei akuten Rückenschmerzen, die durch Muskelverspannungen hervorgerufen werden, ist eine vorübergehende Ruhephase sinnvoll. Mit dem Sport sollte erst wieder begonnen werden, wenn die Muskelschmerzen abgeklungen sind. Oft hilft eine beruhigende Wärmflasche, leichte Muskelverkrampfungen zu lösen. Muskelverspannungen können in der Regel mit einer Wärmflasche deutlich gelindert werden. Durch die Wärme entspannt sich die Muskulatur und die Organe werden besser durchblutet. Da schmerzhafte Muskelverspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich oft durch Stress bedingt sind, kann das Erlernen einer Entspannungsmethode wie Yoga, autogenes Training oder Meditation helfen, die Muskulatur zu entkrampfen. Schonhaltungen sollten jedoch vermieden werden, da diese zu weiteren Verspannungen führen können. Bei Muskelverspannungen geht es darum, das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung wiederherzustellen. Neben einer entspannenden Liegeposition beim Schlafen sowie ausreichend Bewegung und Sport können auch manuelle Maßnahmen wie Massagen helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Text und Foto: unsplash.com

350 Besucher informieren sich zum Volksleiden Rückenschmerzen

Großer Aktionstag am Samstag im Klinikum

 

Was stabilisiert und stärkt den Rücken, was macht ihn geschmeidig, wie bewegt man sich im Alltag möglichst schonend? Beim Rückentag am Samstag war nicht nur Zuhören und Informieren angesagt: Physiotherapeuten und Fitnesstrainer zeigten den Besuchern außerdem simple und effektive Übungen für den Rücken. Frei nach dem Motto: Mitmachen beim Rückentag, nachmachen daheim. Auch die Infotheken waren gefragt: Ergänzend zu den sechs Vorträgen konnten Interessierte ganz einfach mit Experten zu den Themen chronische Schmerzen, Arthrose und Wirbelbruch ins Gespräch kommen.

Ursachen für Rückenschmerzen gibt es viele. Darüber sprach im ersten Vortrag in der Glasdachhalle Privatdozent Dr. Klaus Lerch, der zusammen mit Prof. Dieter Woischneck das Wirbelsäulenzentrum am Klinikum leitet. Anhand eines Skeletts erklärte er, wo Rückenschmerzen entstehen können. So sind Muskelverspannungen eine der häufigsten Ursachen. Diese akuten Schmerzen verschwinden aber oft nach einigen Tagen wieder und sind relativ harmlos. Weitere Ursachen sind gedehnte Bänder, verkürzte Sehnen, Abnutzung der Wirbelsäule und auch Stress. „Die meisten Rückenschmerzen können keiner eindeutigen Ursache festgestellt werden“, so Dr. Lerch. Etwa 85 Prozent der Deutschen sind betroffen – Rückenschmerzen sind eine wahre Volkskrankheit.

„Die Zahl der Rückenoperationen nimmt zu“, erklärte Dr. Edda Gehrlein-Zierer, Leiterin der Tagesklinik für Schmerztherapie, in ihrem Vortrag. „Viele davon sind unnötig oder nicht erfolgreich, manche sind sogar schädlich.“ Die sog. multimodale Schmerztherapie kommt bei chronischen Rückenschmerzen zum Einsatz, also wenn diese mehr als zwölf Wochen bestehen. Ärzte, Psychologen, Bewegungstherapeuten und Pflegekräfte erstellen eine ausführliche Diagnose. „Der Patient steht im Zentrum“, so Gehrlein-Zierer. „Ziel ist es, den Schmerz aus dem Mittelpunkt des Lebens zu rücken.“ Die Behandlung im Klinikum erfolgt in kleinen Gruppen und dauert in der Regel mehrere Wochen. „Nur so kann eine dauerhafte Veränderung erzielt werden.“ Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die multimodale Schmerztherapie herkömmlichen Methoden überlegen ist. „Bleiben Sie aktiv!“, so Gehrlein-Zierer. „Ein aktiver Lebenswandel ist ein guter Schutz.“

Stichwort Bandscheibenvorfall: Wann soll ich mich operieren lassen? Diese Frage beantwortete in seinem Vortrag Prof. Dr. Dieter Woischneck. Das grundsätzliche Problem sei, dass man nicht voraussagen könne, ob eine Operation erfolgreich verlaufe. 80 Prozent der Betroffenen würden auch ohne Eingriff gut leben, so Woischneck. „Bei Beschwerden ist es sinnvoll, ein- bis zweimal die Woche zur Krankengymnastik zu gehen.“ Und wann ist eine Operation doch sinnvoll? „Bei Lähmungen im Fuß und bei Blasenschwäche.“

Auch ein Wirbelbruch muss nicht immer operiert werden. „Wenn dann reichen meist kleine Schnitte“, erläuterte Privatdozent Dr. Franz Müller, Leitender Oberarzt Orthopädie und Unfallchirurgie, in seinem Vortrag. „Je kleiner der Wirbelkanal durch den Wirbelbruch wird, desto geringer der Platz für das Rückenmark und desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Lähmung. Oder: Der Gartenschlauch wird abgedrückt, es kommt kein Wasser.“

Rückenschmerzen aus physiotherapeutischer Sicht behandelte Lucia Jochum, Leiterin der Physikalischen Therapie. Sie erklärte, wie man mit einer trainierten Tiefenmuskulatur Rückenschmerzen lindert. Denn wenn das Kreuz schmerzt, arbeitet die tiefe Muskulatur verzögert. „Die beste Bremse nützt nichts, wenn man zu spät draufsteigt“, so Jochum. Um diese Muskulatur zu kräftigen, empfiehlt sie zum Beispiel Stütz-, Gleichgewichts- und Beckenbodenübungen.

 

Sie fragen – wir antworten: das interdisziplinäre Expertenforum mit v.l. Privatdozent Dr. Klaus Lerch, Dr. Edda Gehrlein-Zierer, Prof. Dr. Dieter Woischneck und Lucia Jochum.

 

350 Besucher informieren sich zum Volksleiden Rückenschmerzen Großer Aktionstag am Samstag im Klinikum

 

Wie mobilisiere ich meine Wirbelsäule? Dazu zeigte Sandra Lang, Fachübungsleiterin von Fit Plus Landshut, Übungen.

Foto: Klinikum Landshut

 

 

Veranstaltungshinweis

Rückenschmerzen: Der Bandscheibenpatient zwischen Beratung und Operation

Viele Menschen leiden unter starken Rückenschmerzen. Nur in seltenen Fällen ist eine Operation bei Rückenschmerzen dringend erforderlich. Meist lässt sich beispielsweise ein Bandscheibenvorfall durch eine konservative Therapie erfolgreich behandeln. Welche Behandlungsverfahren es bei Rückenschmerzen gibt und wann eine Operation wirklich nötig ist, erläutert am Dienstag, 31. Januar, aus neurochirurgischer Sicht Oberarzt Steffen-Ulrich Pauli bzw. Chefarzt Prof. Dr. Dieter Woischneck.

Beginn ist um 18 Uhr im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach, Ebene 0. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Bilder:

Oberarzt Steffen-Ulrich Pauli, Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie

 

Titelbild: Prof. Dr. Dieter Woischneck, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie

Veranstaltungshinweis

 

Rückenschmerzen: Der Bandscheibenpatient zwischen Beratung und Operation

 

Viele Menschen leiden unter starken Rückenschmerzen. Nur in seltenen Fällen ist eine Operation bei Rückenschmerzen dringend erforderlich. Meist lässt sich beispielsweise ein Bandscheibenvorfall durch eine konservative Therapie erfolgreich behandeln. Welche Behandlungsverfahren es bei Rückenschmerzen gibt und wann eine Operation wirklich nötig ist, erläutert am Montag, 14. November, aus neurochirurgischer Sicht Oberarzt Steffen-Ulrich Pauli bzw. Chefarzt Prof. Dr. Dieter Woischneck.

Prof Dr Dieter H Woischneck

Chefarzt Prof. Dr. Dieter Woischneck

 

Beginn ist um 18 Uhr im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach, Ebene 0. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Titelbild 

Oberarzt Steffen-Ulrich Pauli

 

 

 

 

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Veranstaltungshinweis

 

Rückenschmerzen ? Der Patient zwischen Beratung und Operation

Viele Menschen leiden unter starken Rückenschmerzen. Nur in seltenen Fällen ist eine Operation bei Rückenschmerzen dringend erforderlich. Meist lässt sich beispielsweise ein Bandscheibenvorfall durch eine konservative Therapie erfolgreich behandeln. Welche Behandlungsverfahren es bei Rückenschmerzen gibt und wann eine Operation wirklich nötig ist, erläutert am Dienstag, 17.11.2015 aus neurochirurgischer Sicht Chefarzt Prof. Dr. Dieter Woischneck. Die Veranstaltung findet um 18 Uhr im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach statt. Der Referent steht im Anschluss für alle Fragen zum Rücken zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bild: Prof. Dr. Dieter Woischneck, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie

 

 

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Bild: Prof. Dr. Dieter Woischneck, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie

Am Dienstag, 25.11.2014, findet um 18:00 Uhr im Klinikum Landshut ein Patientenforum zum Thema Rückenschmerzen statt. Veranstaltungsort ist der Raum Hammerbach.

Viele Menschen leiden unter starken Rückenschmerzen. Nur in seltenen Fällen ist eine Operation bei Rückenschmerzen dringend erforderlich. Meist lässt sich beispielsweise ein Bandscheibenvorfall durch eine konservative Therapie erfolgreich behandeln. Welche Behandlungsverfahren es bei Rückenschmerzen gibt und wann eine Operation wirklich nötig ist, erläutert aus neurochirurgischer Sicht Chefarzt Prof. Dr. Dieter Woischneck.

Er steht im Anschluss für alle Fragen zum Rücken zur Verfügung.