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Rettung der Artenvielfalt

Bildtext (von links): Elke März-Granda, Heiko Helmbrecht, Hedwig Borgmann, Thomas Großmann, Lorenz Heilmeier

 

 

AKTIONSKREIS GEGRÜNDET: „RETTET DIE BIENEN“ –

1 Million Stimmen sind nötig, zur Rettung der Artenvielfalt in Bayern

 

Ein immenser Ansturm auf die Veranstaltung “Rettet die Bienen” in der Gaststätte zur Insel

 

In der Gaststätte zur Insel gründen div. Gruppierungen einen Aktionskreis für Stadt und Landkreis Landshut zum Bürgerbegehren – Nahezu 100.000 Menschen haben für das Volksbegehren der ÖDP bereits unterschrieben.

In Bayern verschwinden immer mehr Tier- und Pflanzenarten, „das ist wissenschaftlich belegt“, so die erstaunte ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda über die vielen Besucher und Aktivisten bei Ihrer Begrüßungsansprache im Wintergarten der Gaststätte zur Insel. Die Menschheit befinde sich in einem Artensterben enormen Ausmaßes und ein Großteil reagiert äußerst besorgt auf diese Entwicklung. 54 Prozent aller Bienen sind bedroht oder bereits ausgestorben. 73 aller Tagfalter sind verschwunden. Über 75 Prozent aller Fluginsekten sind nicht mehr vorhanden und in Bayern leben nur noch halb so viele Vögel wie vor 30 Jahren.

Stadträtin Elke März-Granda bei ihren Begrüßungsworten an die Aktivisten und Besucher  der Veranstaltung

„Ich denke, sie und ich können sich noch gut erinnern, wie unsere Wiesen früher ausgeschaut haben, wir lutschten damals an vielen Pflanzen, wie am Sauerampfer oder ähnlichen Gewächsen. Wie eine Windschutzscheibe eines Autos vor 30 Jahren  ausgesehen hat, daran können sich sicher noch viele Menschen erinnern. Wie die Gegenwart aussieht, dazu brauche ich nichts mehr sagen“, meinte die ÖDP-Stadträtin. Ein Beispiel aus China zeigt die dortige Situation auf, hier müssen bereits die Bäume per Hand bestäubt werden, da keine Bienen mehr zur Verfügung sind. Dieses möge die Aktion der ÖDP in Bayern mit ihrem Volksbegehren in unseren Gefilden verhindern.

Mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“, hätte man ein wirksames Werkzeug für eine gravierende Wende der bayerischen Landespolitik in der Hand. Die ÖDP hat gemeinsam mit vielen Experten einen Gesetzesentwurf verfasst, der alle Hebel im bayerischen Naturschutzgesetz in Bewegung setzt, um dem entsetzlichen Artensterben wirksame Regeln entgegen zu setzen und um die bäuerlich arbeitenden Landwirte in Bayern zu unterstützen.

Jeder einzelne muss und soll das Begehren Artenvielfalt unterstützen. Die erste Hürde sei bereits überwunden. Knapp 100.000 Menschen haben in der 1. Zulassungsphase für das Volksbegehren unterschrieben. Jetzt stünde man vor der zweiten und größten Herausforderung.

10 Prozent er bayerischen Wählerinnen und Wähler müssen sich zwischen dem 31. Januar und dem 13. Februar 2019 in den Rathäusern eintragen. Das sind knapp 1 Million Menschen. Dafür brauchen die Organisatoren des Bürgerbegehrens viele aktive Unterstützer und starke Aktionsbündnisse.

Nachdem sich in Bayern bereits 80 lokale Aktionskreise formiert haben, möchte man auch für Landshut Stadt und Landkreis mit dem gegründeten Aktionskreis tätig werden, der sich aus Gruppierungen wie der Bund Naturschutz, ÖDP Stadt und Kreis, der Bayernpartei, Grüne Stadt und Kreis, die Naturwissenschaftliche Vereinigung Landshut, LBV, Greenpeace, Natürlich mobil, Laiwand, Linke, die Tierschutzpartei und ähnliche ökologische Gruppierungen.

Eine to-do-Liste, wurde von den Aktivisten des Bürgerbegehrens erstellt, um die noch verbleibende Zeit bis zum 31.1. zu nutzen, die Faltflyer bei den Bürgerinnen und Bürger zu verteilen sowie die Plakatständer vor den Rathäusern im Landkreis zu platzieren.

Lotsen werden gesucht, die in einem Sicherheitsabstand von 20 Metern vor den Rathäusern im Eintragungszeitraum von Donnerstag 31. Januar bis Mittwoch 13. Februar Passanten an die Hand nehmen und sie ins Rathaus führen um somit durch diese freiwillige Tätigkeit zu einem „Rathaushelden“ zu werden. Egal wie dieser Winter ausfallen wird, diese Rathaushelden werden Geschichte schreiben. Sie werden Vorbild für ganz Europa sein und machen damit die Rettung der Artenvielfalt möglich.

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier