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Rettet die BIenen

„VIELE REDEN DAVON, DIE STADT LANDSHUT TUT ES“

Bienenschutzprogramm der Stadt läuft zweigleisig

 

Wildbienen graben Bruthöhlen

Die Stadt unterstützt die Honigbienen und hat schon einiges für Wildbienen organisiert

 

Von den ÖKO-Parteien wurde am 31. Januar 2019 das Volksbegehren Artenvielfalt – „Rettet die Bienen“ auf den Weg gebracht. Bis zum 13. Februar  2019 kann man im Landshuter Rathaus dafür seine Stimme abgeben. Weil in Bayern immer mehr Tier- und Pflanzenarten, das ist wissenschaftlich belegt, vom Aussterben bedroht sind, hat sich bereits im Jahre 2013 die CSU-Stadtratsfraktion entschlossen, einen Antrag an den Stadtrat zu stellen, ein Bienenschutzprogramm zu fordern, das dann auch von der Stadt umgestzt wurde.

 

Auf Anfrage erläutert Hans Ritthaler, Dipl. Forstwirt (Univ.), Bereichsleiter des Fachbereichs Naturschutz, das Bienenschutzprogramm der Stadt Landshut:

„Das Bienenschutzprogramm der Stadt läuft im Grunde zweigleisig. Die Stadt unterstützt die Honigbienen und hat schon einiges für Wildbienen organisiert. Einige Einzelvorhaben sind:

  • Das Stadtgartenamt legt vermehrt in Grünanlagen Blühstreifen an. Gemeinsam mit dem Bund Naturschutz wurde im Stadtpark nahe der Kleinen Isar eine Fläche mit Blütenpflanzen als Nahrungsquelle für Wildbienen angelegt. Bei der Neuanlage von Gehölzgruppen wird einerseits auf Vielfalt andererseits aber auch auf die Pflanzung von Bienennährgehölzen geachtet. Auf ausgewählten Flächen wird die Pflegeintensität zurückgefahren. Das Stadtgartenamt weitet diese Aktivitäten stetig aus.
  • Der Fachbereich Naturschutz hat in den vergangenen Jahren zweimal im Rahmen des Gartenfestivals das Thema “Bienen” präsentiert. Als kleines Schmankerl haben wir den Besuchern kleine Papiertüten mit einer “Landshuter Mischung” aus Samen geeigneter Blütenpflanzen mitgegeben. Die Präsentationen hatten immer Wildbienen und Honigbienen zum Inhalt.
  • Die Umweltstation hat mit dem Projekt “Die fleißige Brumsel” eine Fortbildung für pädagogische Fachkräfte zum Thema “Wildbienen – Sortenvielfalt der Tomate” in ihrem Angebot. https://umweltstation-landshut.de/fortbildungen/tomate-und-hummel/
  • Im Naturschutzgebiet “Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite” wurden in den vergangenen Jahren viele neue Lebensräume und Brutstätten für Wildbienen geschaffen, mit zum Teil erstaunlichen Erfolgen.
  • Aktuell sind wir dabei, bei neuen Bebauungsplänen die öffentlichen Grünflächen als extensive Grünflächen anzulegen. Damit wird nicht nur etwas für die Artenvielfalt und damit auch für Wildbienen getan. Die Stadt spart mittelfristig dabei auch Kosten für die Pflege dieser Flächen. Wir wollen das auch ausweiten auf die Außenflächen gewerblicher Objekte.
  • Aktuell ist die Stadt Landshut dabei, gemeinsam mit dem Landkreis ein “Bienenschutzmobil” zu finanzieren, das durch den Imkerverein betrieben werden soll und der Bekämpfung der Varroamilbe dienen soll.

Wildbienenschutz kann nur bedingt isoliert betrachtet werden. Eine der genannten Maßnahmen im Naturschutzgebiet zum Beispiel bestand darin, relativ kleinflächig im Gelände kleine “Abbrüche“ zu schaffen, in denen Wildbienen Bruthöhlen graben können. Diese Maßnahme war eine Einzelmaßnahme hat aber nur funktioniert, weil das gesamte Gebiet schon sehr artenreich und für Wildbienen hervorragend geeignet ist. Generell gilt, dass das Streben nach Artenvielfalt regelmäßig alle Arten eines bestimmten Lebensraumtyps stärkt – auch Insekten. Vor diesem Hintergrund müssen die Lebensbedingungen für Wildbienen langfristig insgesamt verbessert werden. Mit der Extensivierung öffentlicher Grünflächen, mit der Anlage vielgestaltiger Ausgleichsflächen im Rahmen der Bauleitplanung ist die Stadt da schon auf einem guten Weg. Wenn man mit offenen Augen in den Sommermonaten an solchen Flächen vorbeigeht kann man feststellen, dass da ganz schön viel “Betrieb” ist an den Blüten der Pflanzen. Zum Beispiel bei der Streuobstwiese nördlich des Neubaugebiets Nördlich Wolfgang.“

 

Danke Hans Ritthaler für die Informationen zum Thema „Rettet die Bienen“!

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier

 

HeimatLandwirte-Vorsitzender Thomas Weigl (Zweiter von links) spricht sich mit dem Hohenthanner Landwirt Peter Haumberger (Mitte), dessen Azubi Martina Briller (links) und Kindern Christina und Alexander Haumberger und stellvertretend für die weiteren Mitglieder der Initiative gegen das Volksbegehren und für mehr Miteinander von Gesellschaft und Bauern aus.

Verantwortung nicht nur auf Bauern abwälzen

Der Verein HeimatLandwirte, ein Zusammenschluss von rund 140 Landwirten in der Region, spricht sich klar gegen das aktuell laufende Volksbegehren zur Artenvielfalt unter dem Titel „Rettet die Bienen“ aus. „Auch wir Bauern wollen die Bienen und Insekten schützen“, erklärt Vorsitzender Thomas Weigl. Aber das Volksbegehren erinnere an einen modernen Ablasshandel, bei dem die Menschen mit ihrer Unterschrift ihr schlechtes Umweltgewissen beruhigten und die gesamte Verantwortung auf die Landwirte abwälzten. „Stattdessen sollten Bürger und Bauern gemeinsam für die Artenvielfalt eintreten.“

Im Gesetzentwurf des Volksbegehrens wurde laut Weigl zum Beispiel vergessen, die Hausgärten einzubeziehen. Die machen 3,5 Prozent der Fläche in Bayern und damit genauso viel wie die Naturschutzgebiete im Freistaat aus. „In vielen Privatgärten werden aber Steinwüsten gepflegt, Nadelgehölze gepflanzt oder der Mähroboter läuft von April bis November.“ Statt den Klee aus dem Rasen zu stechen, damit ja keine Biene draufsitzt, könnten aber auch die Privatgärtner wenigstens die Hälfte des Rasens als Blühfläche stehenlassen und Obstbäume, Linden und Staudenblumen pflanzen. „Denn von diesen Flächen muss niemand seinen Lebensunterhalt verdienen.“

Eine problematische Forderung sei, dass Wiesen nach dem 15. März nicht mehr gewalzt und nur zweimal pro Jahr gemäht werden dürfen. „Das ist aber auch für Biobetriebe notwendig, um selbst erzeugtes Qualitätsfutter für die Tiere ernten zu können und möglichst wenig Kraftfutter einsetzen zu müssen“, erklärt Weigl. Darum sei es zum Beispiel sinnvoller, auf allen öffentlichen Flächen und Privatgrundstücken nur einheimische Pflanzen zu erlauben und das Mähen aller öffentlichen Grünflächen erst nach dem 15. Juni zu gestatten.

Auch die Forderung nach wesentlich mehr Biobetrieben laufe ins Leere, sagt Weigl. „Bei Molkereien gibt es derzeit einen Aufnahmestopp für neue Biobetriebe, weil die Nachfrage der Verbraucher nicht da ist.“ Wenn der Staat nun per Gesetz eine Vervielfachung der Ökoproduktion erzwingen würde, stürzten die Preise ab und alle Ökobauern würden durch diese Planwirtschaft in den Ruin getrieben. „Viel wichtiger wäre eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung, dass die Menschen mindestens 20 Prozent heimische Ökoprodukte kaufen und den Rest der Lebensmittel aus konventioneller, aber regionaler Herstellung beziehen. Die Landwirte haben schon immer das produziert, was die Verbraucher kaufen und bezahlen wollten.“

Ein Grundproblem des Volksbegehrens sei, dass die großen Agrarindustriebetriebe die Vorgaben erfüllen könnten, betont Weigl. „Für viele kleine Betriebe wird aber allein die Zusatzbürokratie der Sargnagel sein.“ Darum solle nicht nur auf die Bauern gezeigt werden. „Wenn wir die Gesamtverantwortung aller Bürger ernst nehmen und jeder seinen Teil beiträgt, dann können wir die bäuerliche Landwirtschaft und die Bienen schützen.“

Beispiele wie der blühende Raps zeigen, dass auch die Bauern die Bienen und Insekten schützen möchten. Erfolg habe Natur- und Umweltschutz aber nur im Kollektiv, sagt Thomas Weigl: „Wenn wir die Gesamtverantwortung aller Bürger ernst nehmen und jeder seinen Teil beiträgt, dann können wir die bäuerliche Landwirtschaft und die Bienen bewahren.“

Fotos: Bragulla Presse & Events, Freyung 618, Landshut

Volksbegehren „Rettet die Bienen“

 

Der Bezirksausschuss hat sich am 30.01. bei seiner Sitzung im Institut für Hören und Sprache (IFH) in Straubing dafür ausgesprochen, die Öffentlichkeit über das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zu informieren.

 

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration hat dem von den Parteien ÖDP sowie Bündnis 90/Die Grünen und dem LBV (Landesbund für Vogelschutz) eingereichten Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens „Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern – Rettet die Bienen!“ am 13. November 2018 stattgegeben. Der Gegenstand des Volksbegehrens ist im Bayerischen Staatsanzeiger vom 16. November 2018 bekannt gemacht. Informationen hierzu auch unter www.bezirk-niederbayern.de. Die zweiwöchige Eintragungsfrist beginnt am Donnerstag, 31. Januar und endet am Mittwoch, 13. Februar 2019.

 

Ein Volksbegehren hat Erfolg, wenn es von mindestens zehn Prozent der Stimmberechtigten (ca. 950.000 Menschen) unterstützt wird. Ein erfolgreiches Volksbegehren ist dem Landtag zuzuleiten. Lehnt der Landtag den mit dem Volksbegehren verfolgten Gesetzentwurf ab, ist über diesen Gesetzentwurf ein Volksentscheid herbeizuführen.

 

– ch –

 

Foto: Bez. Niederbayern

Bildtext von links nach rechts: Frau Hochban (Tafel Landshut, Trägerin der Bürgermedaille); Frau Äbtissin M. Petra Articus vom Kloster Seligenthal; Stadträtin Christine Ackermann (ÖDP); Prof. Dr. Stoffel (Präsident der Landshuter Hochschule);  Stadträtin Elke März-Granda (ÖDP); Stadträtin Hedwig Borgmann (Grüne); Michael Lange (Maler);  Sigi Hagl, Landesvorsitzende Bündnis 90/Grüne; Herr Stangl (Geschäftsführer Caritas);  Christine Rieck-Sonntag (Malerin); Herr Keyßner, 2. Bürgermeister; Frau Lubomierski  (Vertretung für Herrn Dekan Stelzner, Altenheimseelsorgerin der Diakonie); Christian Brummer (Vorsitzender Landesbund für Vogelschutz)

 

STARTSCHUSS FÜR „RETTET DIE BIENEN“ IM LANDSHUTER RATHAUS – Einschreibung für das Volksbegehren findet bereits großen Anklang

Auf die Listenführer kam schnell viel Arbeit zu

Volksbegehren Rettet die Bienen

Bei diesem Volksbegehren geht es nicht nur um die Bienen als solche, sondern um jede Mange anderer Arten mit den dazugehörenden Themen. Die Initiatoren möchten, dass das Bayerische Naturschutzgesetz geändert wird. Gerade Biotope, wie Feldränder und Uferrandstreifen sollen besser geschützt und besonders der  ökologische Anbau in Bayern noch mehr ausgebaut werden. 30 Prozent der Anbauflächen in Bayern sollen ab 2030 ökologisch bewirtschaftet sein, bisher sind es nur 8 bis 9 Prozent.

Innerhalb von zwei Wochen müssen sich 1 Million stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger in Bayern zwischen dem 31. Januar und 13. Februar in den Rathäusern in Listen eintragen. Sollten diese 1 Million zusammen kommen, so muss sich der Landtag damit beschäftigen. Es gibt mehrere Optionen: Er kann zum Beispiel den Vorschlag zur Gesetzesänderung – so wie er ist – annehmen oder das Begehren ablehnen. Bei einer Ablehnung sind die Bürger wieder gefragt. Kommt es zu einem Volksentscheid, so dürfen alle Stimmberechtigte mit Ja oder Nein über den Vorschlag abstimmen und die Politik könnte nichts mehr daran ändern. Der Landtag hat aber auch die Möglichkeit über einen alternativen Gesetzesentwurf zum gleichen Thema abstimmen zu lassen. In letzterem Fall sind die Bürger wieder am Zug.

Alle Menschen ab 18 Jahren, die drei Monate in Bayern gemeldet und nicht aus irgendwelchen Gründen vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, können sich in die bereitgelegten Listen eintragen. Der Eintrag muss in den Rathäusern des ersten Wohnsitzes oder in Zweigstellen vollzogen werden. Wer an anderen Orten in Bayern unterschreiben möchte, kann sich per ONLINE einen Eintragungsschein bei seiner Gemeinde herunterladen und mit diesem dann auch in anderen Rathäusern seine Signatur abgeben.

 

ÖDP-Stadträtin und eine der Initiatoren des Volksbegehrens Elke März-Granda: „ Ich freue mich und bin glücklich, dass das Einschreiben so hervorragend angelaufen ist. Die Leute müssen sogar Schlange stehen im Rathaus um sich einzuschreiben und ich hoffe, dass es weiter so läuft. Ich glaube, dass das Thema Naturschutz in der Bevölkerung schon lange angekommen ist und viel mehr präsent ist, als bei den Politikern ganz oben und man muss von „unten her“ zeigen, was für uns wichtig ist. Die natürlichen Grundlagen zu erhalten ist meines Erachtens das Wichtigste. Uns geht es überhaupt nicht, gegen Landwirte zu sein. Im Gegenteil, es ist ein Volksbegehren für die Bäuerliche Landwirtschaft, für Landwirte, die belohnt werden sollen, wenn sie den Naturschutz berücksichtigen!“

Großer Andrang herrschte beim Eintragen in die Listen

-hjl-

Fotos: h.j.lodermeier

Volksbegehren: Zweiwöchige Eintragungsfrist ab Donnerstag

“Rettet die Bienen”

 

Wie bereits bekannt, hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration nach entsprechender Prüfung dem am 5. Oktober eingereichten Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens „Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern – Rettet die Bienen!” stattgegeben. Die zweiwöchige Eintragungsfrist beginnt am Donnerstag, 31. Januar, und endet am Mittwoch, 13. Februar. Die Stadt Landshut stellt nachfolgende Eintragungsmöglichkeiten zur Verfügung: Rathaus I in der Altstadt, Erdgeschoss, rechter Eingang; Rathaus II, Luitpoldstraße 29 b (Nebengebäude), Erdgeschoss. Öffnungszeiten für beide Eintragungsräume sind: montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 18 Uhr, mittwochs von 8 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr.

Die Stimmberechtigten haben ihren Personalausweis oder Reisepass zur Eintragung mitzubringen. Stimmberechtigte, die einen Eintragungsschein besitzen, können sich unter Vorlage ihres Personalausweises oder Reisepasses in die Eintragungsliste eines beliebigen Eintragungsraums in Bayern eintragen. Jeder Stimmberechtigte kann sein Stimmrecht nur einmal und nur persönlich ausüben. Eine Stellvertretung ist unzulässig; es besteht keine Möglichkeit, die Eintragung brieflich zu erklären. Die Eintragung kann nicht zurückgenommen werden.

Informationen sowie die offizielle Bekanntmachung sind auch auf der Internetseite der Stadt unter www.landshut.de zu finden.

 

Foto: h.j.lodermeier

Bildtext (von links): Elke März-Granda, Heiko Helmbrecht, Hedwig Borgmann, Thomas Großmann, Lorenz Heilmeier

 

 

AKTIONSKREIS GEGRÜNDET: „RETTET DIE BIENEN“ –

1 Million Stimmen sind nötig, zur Rettung der Artenvielfalt in Bayern

 

Ein immenser Ansturm auf die Veranstaltung “Rettet die Bienen” in der Gaststätte zur Insel

 

In der Gaststätte zur Insel gründen div. Gruppierungen einen Aktionskreis für Stadt und Landkreis Landshut zum Bürgerbegehren – Nahezu 100.000 Menschen haben für das Volksbegehren der ÖDP bereits unterschrieben.

In Bayern verschwinden immer mehr Tier- und Pflanzenarten, „das ist wissenschaftlich belegt“, so die erstaunte ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda über die vielen Besucher und Aktivisten bei Ihrer Begrüßungsansprache im Wintergarten der Gaststätte zur Insel. Die Menschheit befinde sich in einem Artensterben enormen Ausmaßes und ein Großteil reagiert äußerst besorgt auf diese Entwicklung. 54 Prozent aller Bienen sind bedroht oder bereits ausgestorben. 73 aller Tagfalter sind verschwunden. Über 75 Prozent aller Fluginsekten sind nicht mehr vorhanden und in Bayern leben nur noch halb so viele Vögel wie vor 30 Jahren.

Stadträtin Elke März-Granda bei ihren Begrüßungsworten an die Aktivisten und Besucher  der Veranstaltung

„Ich denke, sie und ich können sich noch gut erinnern, wie unsere Wiesen früher ausgeschaut haben, wir lutschten damals an vielen Pflanzen, wie am Sauerampfer oder ähnlichen Gewächsen. Wie eine Windschutzscheibe eines Autos vor 30 Jahren  ausgesehen hat, daran können sich sicher noch viele Menschen erinnern. Wie die Gegenwart aussieht, dazu brauche ich nichts mehr sagen“, meinte die ÖDP-Stadträtin. Ein Beispiel aus China zeigt die dortige Situation auf, hier müssen bereits die Bäume per Hand bestäubt werden, da keine Bienen mehr zur Verfügung sind. Dieses möge die Aktion der ÖDP in Bayern mit ihrem Volksbegehren in unseren Gefilden verhindern.

Mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“, hätte man ein wirksames Werkzeug für eine gravierende Wende der bayerischen Landespolitik in der Hand. Die ÖDP hat gemeinsam mit vielen Experten einen Gesetzesentwurf verfasst, der alle Hebel im bayerischen Naturschutzgesetz in Bewegung setzt, um dem entsetzlichen Artensterben wirksame Regeln entgegen zu setzen und um die bäuerlich arbeitenden Landwirte in Bayern zu unterstützen.

Jeder einzelne muss und soll das Begehren Artenvielfalt unterstützen. Die erste Hürde sei bereits überwunden. Knapp 100.000 Menschen haben in der 1. Zulassungsphase für das Volksbegehren unterschrieben. Jetzt stünde man vor der zweiten und größten Herausforderung.

10 Prozent er bayerischen Wählerinnen und Wähler müssen sich zwischen dem 31. Januar und dem 13. Februar 2019 in den Rathäusern eintragen. Das sind knapp 1 Million Menschen. Dafür brauchen die Organisatoren des Bürgerbegehrens viele aktive Unterstützer und starke Aktionsbündnisse.

Nachdem sich in Bayern bereits 80 lokale Aktionskreise formiert haben, möchte man auch für Landshut Stadt und Landkreis mit dem gegründeten Aktionskreis tätig werden, der sich aus Gruppierungen wie der Bund Naturschutz, ÖDP Stadt und Kreis, der Bayernpartei, Grüne Stadt und Kreis, die Naturwissenschaftliche Vereinigung Landshut, LBV, Greenpeace, Natürlich mobil, Laiwand, Linke, die Tierschutzpartei und ähnliche ökologische Gruppierungen.

Eine to-do-Liste, wurde von den Aktivisten des Bürgerbegehrens erstellt, um die noch verbleibende Zeit bis zum 31.1. zu nutzen, die Faltflyer bei den Bürgerinnen und Bürger zu verteilen sowie die Plakatständer vor den Rathäusern im Landkreis zu platzieren.

Lotsen werden gesucht, die in einem Sicherheitsabstand von 20 Metern vor den Rathäusern im Eintragungszeitraum von Donnerstag 31. Januar bis Mittwoch 13. Februar Passanten an die Hand nehmen und sie ins Rathaus führen um somit durch diese freiwillige Tätigkeit zu einem „Rathaushelden“ zu werden. Egal wie dieser Winter ausfallen wird, diese Rathaushelden werden Geschichte schreiben. Sie werden Vorbild für ganz Europa sein und machen damit die Rettung der Artenvielfalt möglich.

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier

 

ÖDP-Volksbegehren “Rettet die Bienen” nimmt wichtige Hürde

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) hat dem bayerischen Innenministerium am vergangenen Freitag 94.700 Unterschriften für ihr Volksbegehren “Rettet die Bienen – stoppt das Artensterben” übergeben. Damit will die Partei einen besseren Artenschutz für Bayern erreichen.

„In weniger als fünf Monaten haben wir fast 95.000 Unterschriften gesammelt. Mit circa 1000 Unterschriften hat die hiesige ÖDP im Raum Landshut dazu beigetragen“, freut sich ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda. Gesammelt wurden die Unterschriften an ÖDP-Infoständen. Auch bei öffentlichen Veranstaltungen und in Biomärkten lagen die Listen aus. „Wir wollen uns deshalb ganz herzlich bei allen Helfern und Unterstützern bedanken“, betont der ÖDP Kreisvorsitzende Lorenz Heilmeier.

Mit dem Volksbegehren, das im Mai startete, will die ÖDP sich nicht nur für den Artenschutz einsetzen. Zur Verbesserung des bayerischen Naturschutzgesetzes will die Partei weitere Maßnahmen wie den Verbund von Biotopen und den Schutz von Uferstreifen durchsetzen. Zudem soll die ökologische Landwirtschaft massiv ausgebaut werden.

Das Innenministerium hat nun bis zum 16. November Zeit, die Zulassung des Volksbegehrens zu prüfen. Im Frühjahr 2019 könnte dann die zweite Phase beginnen: Zehn Prozent der Wahlberechtigten müssten sich innerhalb von zwei Wochen in die in den Rathäusern ausliegenden Listen eintragen, um den Gesetzeswunsch in den Landtag zu tragen.

 

Foto: ÖDP