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Regierung von Niederbayern

Resolution an die Regierung von Niederbayern

Bürger für Landshut e.V. fordern mehr Mittel für Schulsanierungen

 

In einer Resolution an die Regierung von Niederbayern fordern die Bürger für Landshut e.V., zusammen mit dem Gesamtelternbeirat der Landshuter Grund- und Mittelschulen, der Stadt Landshut eine zusätzliche Kreditaufnahme zur Finanzierung von Pflichtaufgaben für die Sanierung von Schulen zu gewähren.

 

Mit Briefen an Verwaltung und Stadtrat machten seit Mitte 2019 Schulleiter und der Gesamtelternbeirat der Grund- und Mittelschulen immer wieder auf die prekäre Situation an Landshuter Schulen aufmerksam.

In Gesprächen mit Mitgliedern der Bürger für Landshut e.V. und in der Bürgersprechstunde mit BfL-Stadtrat Bernd Friedrich war es ein Hauptanliegen von Eltern, hier Abhilfe zu organisieren. Sie stellten darin die Vorzeigbarkeit der Schulstadt Landshut infrage. Aufgrund der Attraktivität Landshuts ist der Zuzug enorm gewachsen und erhöht den Druck auf Schulen und Lehrkräfte. „Jahrzehntelange Versäumnisse in der Beurteilung der Schülerentwicklung haben zu diesem Sanierungsstau geführt“, ist einer der Vorwürfe des Elternbeirates.

Kosten für den Neubau von drei neuen Schulen in Höhe von 122 Millionen Euro belasten den Haushalt der Stadt Landshut mittelfristig bis 2024. Dabei bleiben dringend notwendige Schulsanierungen mit einem Kostenumfang (gemäß Haushalt 2020) von rund 70 Millionen Euro bis 2024 auf der Strecke – für Schulen wie beispielsweise GS Konradin mit 5 Mio. €, GS St. Wolfgang mit 10 Mio. €, GS Karl Heiß mit 7,5 Mio. €, GS Nikola mit 5 Mio. €, Staatl. Wirtschaftsschule mit 6 Mio. €, Berufsfachsch. Maschinenbau mit 5 Mio. €, FOS mit 4 Mio. €, Hans-Carossa-Gymnasium mit einem Rest für den veralteten Realschulkomplex mit 3,5 Mio. €. Lediglich für die GS Peter und Paul wurde für Planungskosten ein geringer Betrag in Höhe von 1,5 Mio. € in den Haushalt 2020 eingestellt. Vom Gesamtbedarf von 26,5 Mio. € für die Sanierung bleiben hier also 25 Mio. verschoben bis nach 2024.

Weitere Klagen sind unzumutbare Containerlösungen und die Verschiebung der dringend notwendigen Sanierungen, die als inakzeptabel bezeichnet werden. Lernumfeld und Qualität für die Ausbildung unserer zukünftigen Generationen darf nicht den Sparmaßnahmen geopfert werden. Hier steht die Zukunft unserer Jugend und Gesellschaft auf dem Spiel.

In der Resolution fordern die Bürger für Landshut e.V., zusammen mit dem Gesamtelternbeirat der Landshuter Grund- und Mittelschulen, die Regierung von Niederbayern auf, der Stadt Landshut im Rahmen des Haushaltes für Pflichtaufgaben eine zusätzliche Kreditaufnahme für Sanierungsmaßnahmen der Landshuter Schulen zu gewähren. Hiermit sollen zeitnah Planungsmaßnahmen für die anstehenden Sanierungen gestartet werden. Bei nicht vorhandener Planungskapazität der Verwaltung wird die Vergabe als Fremdleistungen vorgeschlagen, um kurzfristiger mit den Planungsmaßnahmen beginnen zu können.

 

Foto: BfL

Am vergangenen Dienstag nutzten einige CSU-Stadträte gemeinsam mit dem CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Thomas Haslinger die Gelegenheit, in Absprache mit der Regierung von Niederbayern das Übergangswohnheim auf dem Gelände der ehemaligen JVA Landshut an der Wittstraße zu besuchen. Bei der Führung durch eines der Wohngebäude konnten sich die Mitglieder des Stadtrates ein Bild vom gegenwärtigen Zustand der Anlage machen und einen kleinen Einblick in das Alltagsleben der Bewohner bekommen. Nach Auskunft der anwesenden Regierungsmitarbeiterin sind die über 100 Bewohner fast ausschließlich Spätaussiedler aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion.

Stadtrat Thomas Haslinger zeigte sich angesichts des guten Zustandes der Einrichtung und der entspannten Atmosphäre zwischen den Bewohnern zuversichtlich und versöhnlich: „Auch wenn die Beschaffenheit der Gebäude entgegen unseren Erwartungen auf eine langjährige Nutzung hindeutet, bin ich froh, dass die Regierung von Niederbayern ausschließlich Familien von Spätaussiedlern hier untergebracht hat. Die Befürchtungen und Ängste vieler Anwohner können wir absolut beruhigen.“ Die überwiegend positiven Eindrücke diskutierten die CSU-Stadträte im Anschluss an den Besuch in kollegialem Umfeld beim Behördentag der Stadt Landshut auf der Bartlmädult.

Maxi Götzer

Foto: CSU Kreisverband Landshut-Stadt bzw. CSU-Stadtratsfraktion

Die Wohnungsvergabe hat begonnen!

Jetzt bewerben!

Bewerbungen für die vier Wohnungen per Post an:
Häuserverwaltung A.Pollner
Blumberger Str.2
84166 Deutenkofen/Adlkofen
Voraussetzung: ein Wohnberechtigungsschein Stufe1 vom Wohnungsamt
Diesen mitsamt der Bewerbung/ Mieterselbstauskunft an vorgenannte Adresse senden.
Den Wohnberechtigungsschein erhält man beim Amt für Gebäudewirtschaft (Sachgebiet Wohnungsbau und Wohnungswesen in der Luitpoldstr.29. 84034 Landshut). Die letzte Entscheidung liegt beim Vermieter.

 

 

von links: Prof. Dr. Dieter Witt, Dr.-Ing. Volker Spahn, Prof. Dr. Wolfgang Dorner, Andreas Ruepp und Stadtrat Bernd Friedrich.

Wildunfälle – Analysen, Ursachen und Abhilfemaßnahmen

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG) e.V. mit der Regierung von Niederbayern.
Die Begrüßung der Teilnehmer erfolgte durch den Stellv. Regierungspräsidenten Dr. Helmut Graf 

Stadtrat Bernd Friedrich grüßte im Namen des Oberbürgermeisters und übergab den Referenten die obligatorischen Buchskranzerl

Dr.-Ing. Volker Spahn von der Zentralstelle für Verkehrssicherheit im Straßenbau München referierte über Wildunfälle in Bayern.
Ihm folgte Andreas Ruepp, Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Revier- und Wildschutz, Bayerischer Jagdverband, Buxheim, der aus der Sicht eines Polizeibeamten und Jäger die Thematik beleuchtete und seine Erfahrungen mit verschiedenen Gegenmaßnahmen darlegte.

Abschließend referierte Prof. Dr. Wolfgang Dorner, Leiter des Instituts für angewandte Informatik, Technische Hochschule Deggendorf über die Möglichkeiten durch eine App Unfälle zu verhüten und im Schadensfall eine rasche Abwicklung zu ermöglichen.

Fotos: klartext.LA

Weitere Infos unter: http://www.suedbayern.dvwg.de

Bildtext: AnS-Werk-Vorsitzende Ingrid Roederstein (v. l.), Architekt Reinhard Bliemel, Sozialpädagogin Kerstin Laxhuber, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Claudia Holzner, Psychiatriekoordinatorin beim Bezirk Niederbayern, im Dachgeschoss des Hauses.

 

Alleine Wohnen – und doch nicht einsam sein

Der Verein AnS-Werk präsentiert Neubau für ambulant betreutes Wohnen in Landshut

 

„Etwas ganz Besonderes“ sei hier gelungen, ein echter „Glücksfall“ für die Stadt Landshut und für den Bezirk Niederbayern – so äußerte sich Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich bei der Besichtigung des neugebauten Wohnhauses des Vereins AnS-Werk (Arbeit nach der Schulzeit) im Landshuter Stadtteil Mitterwöhr am Mittwoch.

 

Mitten in einer Wohnsiedlung steht es da und sieht nach außen hin genauso wie alle anderen Häuser aus. Das ist auch gut so, wie Claudia Holzner, Psychiatriekoordinatorin des Bezirks Niederbayern hervorhob. In den fünf Wohnungen werden künftig sechs junge Menschen mit seelischer Behinderung (oder solche, die davon bedroht sind) wohnen, die bei der Führung eines eigenen Haushaltes Unterstützung brauchen, gleichzeitig aber die Bereitschaft zur Mitarbeit im Haus und ein gewisses Maß an Selbstorganisation mitbringen – ab sofort können sich Interessierte beim Verein melden. Auch für körperbehinderte Mieter sind die Räume ideal, denn vom Balkon bis zum Aufzug ist alles barrierefrei gestaltet, wie Architekt Reinhard Bliemel bei der Begehung demonstrierte.

 

„Wir haben die Nachbarn im Vorfeld angesprochen und ihnen alles erklärt, damit gleich gar keine Spekulationen oder Ängste aufkommen. Die Menschen hier sind ganz offen, was uns natürlich sehr freut“, so die Vorsitzende des AnS-Werk e.V., Ingrid Roederstein.

 

Vor fast 13 Jahren hatte sie den gemeinnützigen Verein mitgegründet, der sich seither im Stadtgebiet Landshut als Betreiber von sechs Cafés und Bistros sowie einem Partyservice einen Namen gemacht hat. Doch neben der Heranführung der jungen Menschen mit Beeinträchtigungen an den Arbeitsmarkt, hatte man zunehmend festgestellt, dass die Schützlinge auch Unterstützung im Bereich Selbstversorgung und Wohnen brauchen. Da dieses Ziel auch in der Satzung niedergeschrieben war, konnte der Verein Rücklagen bilden, die ihm den Ankauf des Grundstücks in der Danziger Straße ermöglichten.

 

Der Bau an sich kostet rund eine Million Euro und wird aus verschiedenen Fördertöpfen (Regierung von Niederbayern, Sozialer Wohnungsbau; Bayerische Landesstiftung; Aktion Mensch) sowie Eigenmitteln des Vereins und einem Bankkredit finanziert. Über Mieteinnahmen sollen sich die Ausgaben refinanzieren. Der Bezirk Niederbayern ist hingegen für die Fachleistungsstunden beim ambulanten, betreuten Wohnen zuständig, er finanziert damit die Sozialpädagogin, die sich stundenweise um die Bewohner kümmert. Auf ihre Aufgabe freut sich Kerstin Laxhuber schon, sie hat sich bereits mit zwei Interessenten getroffen und ist gespannt, welche Hausgemeinschaft hier entstehen wird.

 

Der großzügige Platz rund um das Haus bietet viel Gelegenheit, um sich auch in der Gruppe auszutauschen.

„Solche Begegnungsmöglichkeiten außerhalb der eigenen Wohnung sind sehr wichtig“, so Dr. Olaf Heinrich, der das Konzept des Vereins lobte. Denn dass ein Verein nicht nur ambulant betreutes Wohnen in den eigenen vier Wänden anbietet, sondern zudem die Sozialwohnungen selber baut, sei bisher sehr ungewöhnlich in Niederbayern, wofür der Bezirk sehr froh und dankbar sei. Außerdem, so Heinrich, sei die soziale Integration in eine bestehende Wohnsiedlung begrüßenswert, „denn diese Menschen werden oft zu sehr geschätzten Nachbarn, wenn sie einmal da sind und die Chance dazu bekommen. Das ist hier vorbildlich gelungen.“ Auch die Stadt Landshut müsse für dieses Engagement sehr dankbar sein, denn gerade im sozialen Wohnungsbau herrsche insgesamt Handlungsbedarf.

 

„Der Bezirk hat uns bei dem Vorhaben immer toll unterstützt und beraten“, bedankte sich abschließend die Vorsitzende Ingrid Roederstein, die nun im Dachgeschoss des Hauses erstmals auch eine Geschäftsstelle für den Verein bekommt. Dass dieses „innovative Konzept“ möglichst viele Nachahmer findet, hofft auch Claudia Holzner. „Früher wurden psychisch kranke Menschen möglichst weit weg von der Gesellschaft untergebracht, zum Glück ist das jetzt anders.“ Auch das Bundesteilhabegesetz, das bis 2023 stufenweise umgesetzt wird, fördert solch integrierte Wohnformen.

 

– ml –

 

 

Bildtext: Claudia Holzner, Psychiatriekoordinatorin beim Bezirk Niederbayern (v.l.), Sozialpädagogin Kerstin Laxhuber, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und AnS-Werk-Vorsitzende Ingrid Roederstein vor dem Neubau in Mitterwöhr.

 

Fotos: Bezirk Niederbayern


Regierung von Niederbayern erklärt Nachprüfungsantrag für zulässig

Mit Schreiben vom 22.02.2018 hat die Regierung von Niederbayern der Rechtsauffassung der Landshuter Stadtverwaltung widersprochen und den Nachprüfungsantrag (Nr. 650) der Stadträte Gertraud Rößl, Philipp Wetzstein, Karina Habereder und Maximilian Götzer für zulässig erklärt. Eine Behandlung dieses Antrages muss demnach im nächsten Plenum erfolgen.

Dass die Regierung der Meinung der Verwaltung gegenüber „gravierende Bedenken“ hegt, ist für uns ein weiteres Mal der Beweis dafür, dass bei entscheidenden rechtlichen Fragen der Gemeindeordnung und Geschäftsordnung Nachholbedarf im Rechtsamt der Stadt Landshut besteht. Umso bedauerlicher ist es, dass nur durch Inanspruchnahme der Rechtsaufsichtsbehörde eine unzulässige Verzögerung des Arbeitsablaufs des Stadtrates verhindert werden konnte.

Wir werden auch in Zukunft darauf achten, dass von allen Seiten die Geschäftsordnung des Stadtrates ordnungsgemäß angewendet wird und einer produktiven und konstruktiven Stadtratsarbeit keine Steine in den Weg gelegt werden.

Gez. Maximilian Götzer

Gez. Gertraud Rößl

Gez. Philipp Wetzstein

Gez. Karina Habereder

 

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Die Neustadtumgestaltung und das Kriegerdenkmal: erneut ein Thema im Stadtratsplenum?

 

Eduard Glashauser

Neustadt 440

84028 Landshut

 

Regierung von Niederbayern

Kommunalverwaltung

z.H. Frau Nitsche                                                                        Landshut, 01.04.2015

 

Beschwerde und Widerspruch gegen die Stadtratsentscheidung

Neustadtumgestaltung vom 27.03.2015 

Begründung

Am 27.03.2015 wurden von den Mitgliedern des Stadtratplenums nach turbulenter Debatte mit knapper Entscheidung 22:19 Stimmen und 20:19 Stimmen Entscheidungen abgestimmt. Sämtliche Abstimmungen in Bezug „Neustadt“  verstoßen gegen

Artikel 49 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern

vom 26. Oktober 1982 (GVBI S. 903).

Bei sämtlichen Debatten und den Abstimmungen waren Stadträte anwesend und stimmten anschließend ab, obwohl sie nach Artikel 49 keine Stimmberechtigung hatten, da sie entweder persönlich Hauseigentum in der Neustadt haben oder Gewerbe betreiben oder verwandt oder verschwägert sind bis zum 3. Grad. Der einzige Hauseigentümer und Stadtrat Herr Prof. Küffner nahm weder an den Debatten noch an den Abstimmungen teil.

Der Vorsitzende des Plenums versäumte die Stadträte aufmerksam zu machen, dass Stadträte, die selbst Eigentum oder Ehegatten oder Verschwägerte bis zum 3. Grad haben aus den Debatten und den Abstimmungen ausgeschlossen sind und daher gebeten werden den Sitzungssaal zu verlassen. Aufgrund dieses Fehlverhaltens bei der Amtsführung kamen mehrere Abstimmungen zu diesem Thema rechtswidrig, gegen Artikel 49 verstoßend, zustande.

Wir Familie Glashauser, selbst Eigentümer in der Neustadt 440 und eventuell finanziell Geschädigte, beantragen die Aufhebung dieser rechtswidrig gefassten Beschlüsse.

Auch ist anzumerken, dass von 80 befragten Eigentümern in der Neustadt sich 64 Eigentümer (80 %), sollte die Neustadt umgestaltet werden, für die Wiederverwendung des vorhanden Großsteinpflasters ausgesprochen haben. 15 Eigentümer (= 19 %) waren für chinesischen Granit.

Ebenfalls bei der Befragung, dass eine Mindestfahrbahnbreite vom 9 m eingehalten werde, sprachen sich 45 Eigentümer (=56 %) dafür aus.

All diese Ergebnisse wurden einfach weggewischt.

Alleine diese Befragung beweist wie tendenziös hier vorgegangen wurde um nur die Wünsche oder Vorstellungen der Verwaltung durchzusetzen. Kein Anrainer hat etwas dagegen wenn die Neustadt, so wie befragt „attraktiver“ umgestaltet würde und so, wie hier vorgegaukelt, keine Kosten für die Anrainer erwähnt werden. Hätte die Verwaltung in dieser Befragung erklärend beschrieben, dass die voraussichtlichen Kosten der Umgestaltung mindestens 3,3 Millionen betragen und davon 40 % die Anrainer bezahlen müssen, das heißt bei 73 Anwesen errechnet sich hier ein Betrag von 1.320 000.– € , das sind durchschnittlich pro Anrainer 18. 000.– €, mit Tendenz noch oben, da der Anteil der Teileinrichtungen mit 60 % von den Anrainern bezahlt werden muss, dann wäre die Befragung ob eine Umgestaltung der Neustadt durchgeführt werden soll sicher anders ausgefallen.

Mit lächerlichen, an den Haaren herbeigezogenen Begründungen wie z.B. von der Verwaltung vorgetragen, dass der chinesische Granit eine Lärmbelästigung vermindert oder Rollstuhlfahrer usw. durch Randsteine behindert seien, sind leicht widerlegbar. Wir wohnen seit 1977  in der Neustadt, uns ist kein einziger Fall bekannt, dass eine Beschwerde bei der Stadt eingereicht wurde wegen Belästigung des Straßenlärms. Auch wir wurden nicht belästigt und Rollstuhlfahrer usw. haben alleine im ersten vorgesehen Bauabschnitt 8 mal die Möglichkeit an Ein- und Ausfahrten mit einer Homburger Kante (3 cm hoch) auf die Straße zu wechseln. Es ist auch diesem behinderten Personenkreis zuzumuten, dass sie die Neustadt an den vorgesehenen Ampelübergängen die Straße überqueren. Sollten diese Kurzstrecken unzumutbar sein kann man dazwischen ja noch für wenig Geld Zebrastreifen aufmalen.

Zur Aussage des Kämmerer Herrn Rupert Aigner

 „dass Beiträge angesichts einer knappen Kassenlage erhoben werden müssen“

möchte ich erinnern, dass die knappe Kassenlage von ihm selbst bzw. vom Oberbürgermeister trotz sprudelnder Steuer- und Abgabeneinnahmen herbeigeführt wurde und die Stadt mit 300 Mio. Euro Schulden belastet ist. Trotzdem wird dieser Schuldenhaufen noch um mindestens 1,7 Mio. Euro durch die Neugestaltung der Neustadt erhöht. Es fehlt  Geld an Schulen, Schwimmbädern usw. aber bei Klientelpolitik für Gaststätten wird dieser Betrag ohne Bedenken ausgegeben und Chinagranit eingekauft bzw. unser Kernmaterial billigst verhökert.

Die niederbayrische Hauptstadt Landshut neigt dazu Arbeitsplätze in China zu schaffen und im Bayrischen Wald Arbeitslosigkeit mit Steuergeld zu fördern.

Mit freundlichen Grüßen

Eduard Glashauser

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Regierung von Niederbayern hat ihre Kompetenzen überschritten

Zum LZ-Artikel “Ein einmaliger Vorgang in Niederbayern” vom 13.8. 2013 und Kommentar „Austritt aus der CSU wäre konsequent“ von Siegfried Rüdenauer

Über obige Entscheidung der Regierung von Niederbayern als Aufsichtsbehörde bin ich auch empört und stimme der Gegenargumentation von Stadtdirektor Andreas Bohmeyer ausdrücklich zu:

Denn Fakt ist,

1)   dass eine Plenumsentscheidung des Stadtrats nur dann von der Aufsichtsbehörde, also der jeweiligen Bezirksregierung beanstandet werden kann, wenn diese Entscheidung offensichtlich rechtswidrig ist.

Dies ist aber im vorliegenden Fall nicht gegeben!

Ferner stellt dieser Bescheid m. E. eine Nötigung eines kommunalpolitischen Verfassungsorgans dar, ein der Aufsichtsbehörde sowie der zu begünstigenden Gruppierung genehmes Abstimmungsergebnis zu erzielen.

Die Stadt Landshut wäre demnach daher durchaus im Recht, nicht nur gegen den Bescheid Klage beim Verwaltungsgericht in Regensburg, sondern auch Beschwerde, u. U. auch Dienstaufsichtsbeschwerde, beim Bayerischen Staatsministerium des Inneren, zu erheben.

2)   Es handelt sich in jedem Fall um einen Scheinaustritt der drei Ex-Fraktionsmitglieder Prof. Dr. Goderbauer-Marchner, Prof. Dr. Küffner und Summer, da im konkreten Sinne hierzu auch ein offizieller Austritt aus der CSU selbst erforderlich ist, den diese aus offensichtlich opportunistischen Gründen zu vollziehen sich weigern.

Diesen ist allenfalls nur die derzeitige Fraktionsführung der Stadträte Ingeborg Pongratz und Helmut Radlmeier nicht genehm.

Sollte nach dem Begehren der Ex-Fraktionsmitglieder hingegen eine Führung unter Dr. Goderbauer-Marchner und Dr. Küffner möglich sein, so werden diese binnen kürzester Zeit wieder  ihrer „Mutter-„Fraktion beitreten.

3)   Beim 4. LM-Gruppenmitglied Dr. Fick handelt es sich um einen besonderen Fall. Frau Dr. Fick trat erst nach dem Parteiaustritt des bisherigen FDP-Vorsitzenden Prof. Dr. Zeitler (aus Profilierungsgründen!) und der dadurch verursachten Auflösung der FDP-Stadtrats-Fraktion der LM-Gruppe bei und hat bekanntlich auf eine neuerliche Kandidatur zum Stadtrat bei den im März fälligen Wahlen verzichtet.

4)   Die LANDSHUTER MITTE (LM) hat sich tatsächlich die Ablehnung des Fraktionsstatus durch die Plenarentscheidung selbst zuzuschreiben, wie auch Redakteur Rüdenauer völlig richtig feststellt, da sie zum einen noch immer als offizielle Mitglieder ihrer bisherigen Partei angehören, die bereits Fraktionsstatus besitzt und somit sich eigentlich eine zweite Fraktion derselben Partei dadurch selbst verbietet; ferner verfolgt sie zwecks Erreichung von ihnen genehmer Abstimmungsergebnisse die Aufhebung der freien Gewissensentscheidung, was sowohl gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und damit auch gegen die Verfassung des Freistaates Bayern verstößt.

5)   Die Parteispitze des CSU-Kreisverbandes hat entgegen dem LZ-Kommentar nicht fahrlässig gehandelt, da, wie ich in den Anfängen der betreffenden Gruppierung im Herbst 2012 erfahren habe, das Fehlen eines entsprechenden Ausschluss-Antrages in den äußerst laschen Parteistatuten der CSU liegt, die einen Parteiausschluss nur bei  z.B. tätlichem Angriff eines Mitgliedes auf den jeweiligen Landesvorsitzenden zulässt.

Diese Statuten erscheinen sehr abänderungs- und verschärfungsbedürftig, wenn andere Parteien bereits bei weit ge-ringeren Vergehen mit einem Ausschluss reagieren.

Gerade für eine Änderung der Satzung  (Erleichterung von Ausschlüssen) spricht natürlich auch folgender Fakt, dass es doch nicht sein kann, wenn jemand erst ausgeschlossen werden könnte, der den Parteivorsitzenden körperlich attackiert, „indem die Prinzipien so hoch gehängt werden, dass man darunter noch bequem durchschlüpfen kann“, wie es ein Landtagsabgeordneter (meiner Erinnerung nach lt. dem Buch DAS DUELL von Peter Koch ein gewisser Herr Horlacher)  in den 1950-er-Jahren formuliert hatte.

Gerade im Zusammenhang mit der BLM-Gegenkandidatur haben mir persönlich Bekannte in meiner Wohnungsumgebung einen Ausschluss aus der CSU empört und lautstark gefordert.

Dass die LANDSHUTER MITTE kürzlich ihr 100. Mitglied gewinnen konnte, ist ohnehin nur dem durchsichtigen Werbeverfahren (kein Mitgliedsbeitrag!) zu verdanken.

Siegfried Kräutl