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Prof. Dr. Stephan Holmer

Bildtext: Zum Herzabend am Freitag, 8. November, lädt die Herzklinik rund um Chefarzt Prof. Stephan Holmer (vorne Mitte) ein.

 

Wider dem plötzlichen Herztod

Herzabend mit vier Vorträgen am Freitag, 8. November, im Klinikum

 

Er tritt plötzlich und unerwartet auf – und trotzdem kann man sich schützen: Der Sekunden-Herztod ist das große Thema beim diesjährigen Herzabend im Klinikum. Wer ist besonders gefährdet, welche Vorerkrankungen müssen behandelt werden und was ist im Ernstfall zu tun? Die Antworten gibt es am Freitag, 8. November, in vier Vorträgen von 16 bis 18 Uhr.

Mit lebensbedrohlichem Kammerflimmern fängt der plötzliche Herztod in den meisten Fällen an: Es folgen Kreislaufkollaps und Herzstillstand, der Blutdruck sinkt auf null. Nach vier Sekunden verspürt der Betroffene eine Leere im Kopf, nach acht Sekunden bricht er bewusstlos zusammen. Nach zwei bis drei Minuten hört er auf zu atmen, nach ca. zehn Minuten tritt der Tod ein. So beschreibt die Deutsche Herzstiftung den Ablauf des plötzlichen Herztodes. Jedes Jahr fallen dem plötzlichen Herztod in Deutschland ca. 65.000 Menschen zum Opfer. Diesmal hat die Stiftung die bundesweiten Herzwochen im November unter das Motto „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?” gestellt. Das Klinikum Landshut beteiligt sich mit dem Herzabend am Freitag, 8. November, an der Aufklärungskampagne. Von 16 bis 18 Uhr werden Patienten, Angehörige und Interessierte in vier Vorträgen und an zahlreichen Informationsständen aufgeklärt. „Mein Ärzteteam und ich möchten Sie an diesem Abend umfassend zum plötzlichen Herztod informieren”, so Prof. Dr. Stephan Holmer, Chefarzt der Medizinischen Klinik II für Kardiologie, Pneumologie, Elektrophysiologie und Intensivmedizin.

Im ersten Vortrag des Herzabends informiert Chefarzt Prof. Holmer zu „Risikofaktoren und Ursachen: Was können wir tun?” „Dem plötzlichen Herztod geht oft eine langjährige Herzkranzgefäßerkrankung voraus”, so Prof. Holmer. Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste zugrundeliegende Erkrankung, also die Verengung der Herzkranzgefäße. Wie wird diese Herzkrankheit ausgelöst und wie kann ich gegensteuern? Mit welchen Symptomen macht sie sich bemerkbar? Auf diese Fragen geht Prof. Holmer in seinem Vortrag ein.

Wie die koronare Herzkrankheit im Anschluss behandelt wird, darum geht es im nächsten Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Joachim Seegers, Leiter der Sektion Elektrophysiologie. Er geht auf die verschiedenen Therapieoptionen von Medikamenten, Stent-Implantation bis hin zum Bypass ein. Doch auch der Betroffene selbst ist gefragt: Eine Anpassung des eigenen Lebensstils ist häufig notwendig. Welche Faktoren die koronare Herzkrankheit positiv beeinflussen, erklärt Dr. Seegers ebenfalls in seinem Vortrag.

Über „Defibrillator und Herzschrittmacher: Was hilft das?” spricht danach Oberarzt Dr. Frank Schütze. Ein Herzschrittmacher schützt vor einem zu langsamen Herzschlag und ermöglicht oft erst den Einsatz spezieller Medikamente bei Rhythmusstörungen. Ein Defibrillator wird zum Schutz vor dem plötzlichen Herztod eingesetzt, manchmal mit einer speziellen Schrittmacherfunktion zur Behandlung der schweren Herzschwäche.

Wiederbelebung – wie geht’s?: Im letzten Vortrag des Herzabends beschäftigt sich Priv.-Doz. Dr. Julia Langgartner, Oberärztin und Leiterin der internistischen Intensivstation, mit diesem Thema. Nur ein kleiner Prozentsatz der Betroffenen überlebt den Herzstillstand – dank einer erfolgreichen Reanimation innerhalb weniger Minuten. Wie wird die Wiederbelebung am besten durchgeführt? Mund-zu-Mund-Beatmung ja oder nein? Wie funktioniert die Herzdruckmassage und wie lange muss ich sie ausüben? Dies erläutert Dr. Langgartner am Freitag, 8. November.

Die Vorträge dauern jeweils ca. 20 Minuten, im Anschluss können die Besucher Fragen stellen. Eine Anmeldung zum Herzabend ist nicht erforderlich.

Das Programm im Überblick:

 – Risikofaktoren und Ursachen: Was können wir tun?, Chefarzt Prof. Dr. Stephan Holmer

 – Gefahren und Behandlungsmöglichkeiten, Priv-Doz. Dr. Joachim Seegers, Leiter Sektion Elektrophysiologie

 – Defibrillator und Herzschrittmacher: Was hilft das?, Oberarzt Dr. Frank Schütze

 – Wiederbelebung – wie geht’s?, Priv.-Doz. Dr. Julia Langgartner, Oberärztin und Leiterin der internistischen Intensivstation

 – Informationsstände: EKG, Herzkatheter-Info-Stand, Elektrophysiologie, Blutdruck, Medikamente, Blutsalze, Wiederbelebung, Deutsche Herzstiftung

 

Bildquelle: Klinikum Landshut

 

Bildtext (von links): Referent Dr. med. Albert Solleder, Kreisvorsitzende der Frauenunion, Monika Voland-Kleemann, CSU-Fraktionsvorsitzender und Stadtrat Rudolf Schnur

Gesundheitspolitik im Interesse der Landshuter Bürgerinnen und Bürger 

Monika Voland-Klemann begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für den Besuch der Veranstaltung

Am Donnerstag waren wichtige Personen aus dem Gesundheitswesen der Stadt und des Landkreises Landshut von der Kreisvorsitzenden der Frauenunion Stadt-Landshut und Stellv. Bez. Vorsitzenden des Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreises,  Monika Voland-Kleemann und der CSU-Fraktion in Vertretung von Stadtrat Rudolf Schnur zum Thema „Gesundheitsregionplus – Benchmark Straubing“ in die Tavernwirtschaft Schönbrunn eingeladen.  Als Referent und in beratender Funktion war Dr. med. Albert Solleder, der in seiner Funktion als Bezirksvorsitzender des Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreises und Stadtrat in Straubing maßgeblich Einfluss auf das Projekt „Gesundheitsregion plus“ in Straubing genommen hat, geladen.

Der Sinn dieser Veranstaltung war es, in einer Diskussionsrunde mit führenden ärztlichen Funktionsträgern der Stadt und des Landkreises, den politischen Entscheidungsträgern sowie haupt- oder ehrenamtlich agierenden Personen und Institutionen die Möglichkeit zu geben, ihren Standpunkt darzulegen und konstruktive Verbesserungsvorschläge für ein gesundes Landshut von Morgen vorzuschlagen und einzubringen. Monika Voland-Kleemann und Stadtrat Rudolf Schnur fungierten als die Moderatoren der Veranstaltung.

CSU-Fraktionsvorsitzender Rudolf Schnur war mit dem Mikrophon im Saal unterwegs und moderierte neben Monika Voland-Kleemann die Diskussionsrunde

Prof. Dr. med. Stephan Holmer, ärztlicher Direktor Klinikum Landshut beteiligte sich an der Diskussion und gab wichtige Impulse.

PD Dr. Hans-Peter  Dinkel war ein eifriger Mitdiskutant beim Thema “Fusion” Krankenhaus Achdorf und Klinikum Landshut

Zwei Landshuter Stadträte. “Wie können wir die vielen Verbesserungsvorschläge umsetzen?”

Diese und noch weitere Gesundheitsthemen wurden offen und vor allem konstruktiv diskutiert. Inwieweit die Politik in der Lage und willens sein wird, diese aus der Diskussion hervorgegangenen Verbesserungsvorschläge in die Tat umzusetzen um Landshut gesünder zu machen, bleibt abzuwarten.
Die beiden Organisatoren des Abends sicherten zu eine Zusammenfassung zu erarbeiten und diese in die entsprechenden Gremien einzubringen.

 

-hjl-

Fotos: h.j.lodermeier

 

„Danke für die unglaublich intensive Zeit“: Chefärztin Barbara Kempf (2.v.l.) mit (v.r.) Prof. Wolfgang Hiddemann, Prof. Wolfgang Herr, Prof. Stephan Holmer,Sabrina Klein und Dr. Maria Fick.

Pressemitteilung

Über 15 Jahre war Barbara Kempf am Klinikum Landshut tätig, baute die Hämatologie und internistische Onkologie auf und setzte viele weitere Impulse. Mit Standing Ovations und in feierlichem Rahmen verabschiedeten sich vergangene Woche mehr als 200 Gäste von der Chefärztin.

„Sie war der ärztlichen Sache mit ihrem ganzen Wesen verpflichtet und setzte sich außerordentlich für ihre Patienten ein. Mit kriminalistischem Spürsinn hat sie medizinische Fälle löst“: So würdigte am Mittwochabend, 31. Juli, Prof. Dr. Stephan Holmer, Ärztlicher Direktor und Chefarzt am Klinikum Landshut, den großen Verdienst von Barbara Kempf. Die Chefärztin der Medizinischen Klinik III für Hämatologie, Internistische Onkologie und Palliativmedizin sowie stellvertretende Leiterin des Onkologischen Zentrums war über 15 Jahre am Klinikum tätig. Vergangene Woche wurde sie von mehr als 200 Gästen feierlich in der Glasdachhalle des Klinikums verabschiedet. „Die Medizinische Klinik III und das Klinikum verlieren heute die Gründerin der Abteilung“, so Prof. Holmer. In der Therapie von Krebs- und Bluterkrankungen habe die Fachabteilung dank Barbara Kempf einen hohen überregionalen Ruf erreicht. Auch der große Zuspruch zur feierlichen Verabschiedung zeige die Wertschätzung und den Respekt, der Barbara Kempf entgegen gebracht wird.

Zunächst als Oberärztin der Medizinischen Klinik I hat Barbara Kempf mit dem Aufbau der Onkologie sowie der Tagesklinik begonnen. 2005 initiierte sie den Verein Lebensmut in Landshut. 2008 folgte die Gründung einer eigenen Fachabteilung für Hämatologie, Internistische Onkologie und Palliativmedizin, 2018 wurde das Klinikum als Onkologisches Zentrum zertifiziert. „Immer wieder mussten neue Allianzen geschmiedet und Widerstände überwunden werden“, so Prof. Holmer, der auch ein langjähriger Weggefährte von Barbara Kempf ist. Auf ihr wesentliches Betreiben wurde beispielsweise die interdisziplinäre Tumorkonferenz vor 15 Jahren etabliert. Hier beraten Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen bis heute über die beste Therapie für jeden einzelnen Patienten. „Eine runde Sache mit großartigem Abschluss“ – so fasste Prof. Holmer das Wirken von Barbara Kempf am Klinikum zusammen. Prof. Holmer dankte ihr auch im Namen von Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald und dem gesamten Chefarzt-Gremium.

Aufsichtsrätin Dr. Maria Fick überbrachte in ihrem Grußwort den Dank und die guten Wünsche von Oberbürgermeister Alexander Putz sowie dem Stadt- und Aufsichtsrat. „Frau Kempf hat hervorragende Arbeit am Klinikum Landshut geleistet. Ihr Engagement für Lebensmut ist außerordentlich“, so Dr. Fick. Für den weiteren Lebensweg wünschte sie Barbara Kempf alles Gute. „Ich wünsche mir, dass Ihr Werk in Ihrem Sinne fortgeführt wird.“

„Ihr Enthusiasmus hat mich fasziniert und inspiriert“, so Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann. Er ist Gründer und 1. Vorsitzender von Lebensmut e.V. in München und ehemaliger Direktor der Medizinische Klinik III am Klinikum der Universität München in Großhadern. Mit Barbara Kempf ist er vor allem über Lebensmut verbunden – vor fast 15 Jahren gründete sie die Initiative auch in Landshut. Lebensmut bietet Krebspatienten in der Region eine psycho-onkologische Betreuung. Diese wird von den Krankenkassen nicht bezahlt und ist rein spendenfinanziert. „Wir brauchen nicht nur Medikamente und Operationen, sondern auch ein Netz für die Seele“, so Prof. Hiddemann am Mittwoch. In Landshut werden Atem- und Kunsttherapie, Qi Gong, kosmetische Beratung und vieles mehr angeboten. „Das gibt es nur an wenigen Krankenhäusern in ganz Deutschland.“ Barbara Kempf habe außerdem Hochleistungsmedizin mit Menschlichkeit verbunden.

Für die starke Zusammenarbeit dankte bei der Verabschiedung auch Prof. Dr. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Regensburg. Mit Barbara Kempf und der Medizinischen Klinik III verbindet ihn ein bayernweit einmaliges Projekt. Patienten mit einer Krebserkrankung, die eine autologe Stammzell-Transplantation erhalten haben, können seit einigen Monaten am Klinikum Landshut weiterbehandelt werden. Bei dem gemeinsamen Projekt des Comprehensive Cancer Center Ostbayern (CCCO) arbeiten verschiedene Einrichtungen und Fachdisziplinen eng zusammen, um eine bestmögliche wohnortnahe Versorgung der Patienten zu fördern. Diese Art der Zusammenarbeit ist laut Prof. Herr enorm wichtig. Für die Zukunft wünschte er Barbara Kempf außerdem „viel Glück und viel Freude“.

„Niemand geht bei uns ohne Arztbrief“, das hätten Sie und ihre Kollegen von der Chefärztin gelernt, berichtete Funktionsoberärztin Sabrina Klein und fuhr mit einem Augenzwinkern fort:„Deshalb bekommen Sie heute einen Entlassungsbericht von uns ausgestellt.“ Barbara Kempf sei von 1.1.2003 bis 31.7.2019 „ambulant und teilweise auch stationär in unserer Einrichtung“ gewesen. Zustand bei Einlieferung: allseits orientiert. Besonders hob Sabrina Klein die „analytischen Kenntnisse und den unermüdlichen Einsatz“ von Kempf hervor. Sie habe immer entsprechend der Leitlinien gehandelt. „Dabei hatte sie stets alles im Blick: Patienten, Angehörige, Mitarbeiter, Flora und Fauna.“ Zustand bei Entlassung: allseits orientiert. „Wir empfehlen keine Dauermedikation.“

„Der Abschied fällt mir nicht leicht“, sagte Barbara Kempf in ihrem Grußwort. „Aber es ist Zeit aufzubrechen und neue Wege zu beschreiten.“ Sie dankte Kollegen und Wegbegleitern im Klinikum sowie den niedergelassenen Ärzten und auch den Patienten, die ihr das Vertrauen geschenkt hatten. Ein ganz besonderes Dankeschön galt auch dem Team der Onkologie, bestehend aus Ärzten, Pflegekräften, Psychoonkologen, Sekretärinnen und weiteren Mitarbeitern. Kempf hob unter anderem die „einzigartige und starke Pflege“ hervor, die sich mit großer Kompetenz und Fürsorge um Krebs-Patienten kümmert. „Ohne Ihr Vertrauen, Wohlwollen und Engagement würden wir nicht da stehen, wo wir heute sind“, so Kempf zu ihren Gästen. Ihre Mission sei es gewesen, die Onkologie als Schwerpunkt-Abteilung zu etablieren und weiterzuentwickeln. Mit der Zertifizierung zum Onkologischen Zentrum sei außerdem ein wichtiger Meilenstein für Krebs-Patienten erreicht worden. „Danke für die unglaublich intensive Zeit“, so Kempf am Ende der Verabschiedung.

Bei einem Stehempfang klang der Abend im Klinikum aus. Die Feier wurde musikalisch umrahmt vom Duo Stefan Amannsberger/Richard Köll sowie von Josie Malegria.

Mehr als 200 Gäste verabschiedeten sich vergangene Woche im Klinikum von Barbara Kempf.

„Ohne Ihr Vertrauen, Wohlwollen und Engagement würden wir nicht da stehen, wo wir heute sind“, so Kempf zu Gästen“, so Barbara Kempf bei ihrer Verabschiedung.

Fotos: Klinikum Landshut

Bildtext: Prof. Dr. Stephan Holmer, Chefarzt der Medizinischen Klinik II für Kardiologie, Pneumologie und Intensivmedizin

 

Blutverdünnung bei Herzrhythmusstörungen

 

Bei Vorhofflimmern wird für die meisten Patienten eine Blutverdünnung zur Verhinderung eines Schlaganfalls oder einer sonstigen Embolie empfohlen. In diesem Vortrag am Donnerstag, 16. Mai, informiert Chefarzt Prof. Dr. Stephan Holmer über „alte“ und neue Medikamente der Blutverdünnung und was die jeweiligen Vorteile und Nachteile sind. Darüber hinaus geht es um alternative Behandlungsoptionen bei Herzrhythmusstörungen.

Beginn ist um 18 Uhr im Klinikum Landshut, Ärztebibliothek, Ebene 0. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Foto: Klinikum

 

Bildtext: Am 27. Juni hält der signalrote Infobus der „Herzenssache Lebenszeit“ auch in der Landshuter Altstadt.

Foto: Klinikum Landshut

 

Klinikum macht sich für Schlaganfallprävention stark

Infobus der „Herzenssache Lebenszeit“ am 27. Juni in der Altstadt

 

In London sieht man sie überall – aber in Landshut? Die Rede ist von den bekannten roten Doppeldeckerbussen. In Landshut wird einer dieser Busse Halt machen, um auf ein gefährliches Doppel aufmerksam zu machen: Diabetes und Schlaganfall. Besonders wichtig: Gesundheitsrisiken kennen, Symptome deuten, schnell reagieren – denn Aufklärung kann Leben retten. Das Klinikum Landshut engagiert sich daher für die Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“. Am Mittwoch, 27. Juni, von 10 bis 16 Uhr stehen Prof. Dr. Stephan Holmer, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik II, Prof. Dr. Josef Heckmann, Chefarzt der Neurologie und Leiter der Stroke-Unit, und der Diabetologe Dr. Christian Fuchs, Leitender Oberarzt der Medizinische Klinik I, mit Kollegen und Fachpflegepersonal am Infobus in der Altstadt vor dem Rathaus (Höhe Hausnr. 81/82) für Fragen rund um die Themen Schlaganfall und Diabetes zur Verfügung.

 

Schlaganfall und Diabetes: Zwei tödliche Gefahren, über deren Risikofaktoren viele Menschen kaum etwas wissen. Dabei erleiden hierzulande rund 270.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall. Zwischen 50 bis 70 Prozent aller Schlaganfall-Erkrankungen ließen sich durch gezielte Vorsorgemaßnahmen und die Förderung einer gesunden Lebensweise verhindern. Auch von der Volkskrankheit Diabetes mellitus sind viele Menschen betroffen. Bei etwa sieben bis acht Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland ist eine sogenannte Typ-2-Diabetes diagnostiziert worden. Inklusive einer Dunkelziffer von etwa zwei Millionen Menschen wird die Anzahl der Betroffenen auf 7,6 Millionen  geschätzt. Deutschland gehört somit weltweit zu den zehn Ländern mit der höchsten Anzahl an Menschen mit Diabetes mellitus.

Besonders verheerend ist die Tatsache, dass Diabetes ein klassischer Risikofaktor für den Schlaganfall ist: Etwa jeder fünfte Schlaganfall-Patient ist Diabetiker. Patienten, die an Diabetes erkrankt sind und einen Schlaganfall erleiden, haben laut einer aktuellen Studie eine um bis zu zwölf Jahre verkürzte Lebenserwartung. Die von Boehringer Ingelheim initiierte und in Kooperation mit verschiedenen Stiftungen, Verbänden und Gesellschaften umgesetzte bundesweite Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“ setzt genau hier an: Ziel ist es, den Informationsstand über Ursachen, Risikofaktoren und Vorsorgeoptionen in der Bevölkerung zu verbessern und die Anzahl der Schlaganfälle und Diabeteserkrankungen zu reduzieren.

Am 27. Juni hält der signalrote Infobus der „Herzenssache Lebenszeit“ daher auch in Landshut. Interessierte haben hier die Möglichkeit, im direkten Gespräch mit den Experten offene Fragen zu klären und ihr persönliches Schlaganfall- und Diabetes-Risiko testen zu lassen. Informationsmaterialien sorgen für zusätzliche Aufklärung über Risikofaktoren, darunter Vorhofflimmern, eine häufig zu spät diagnostizierte Herzrhythmusstörung. Von 10 bis 13 Uhr wird das Pflegepersonal der Schlaganfalleinheit die pflegerische Betreuung eines Schlaganfallpatienten demonstrieren. Außerdem können die Besucher sich von Diabetesberaterin Sabine Schönfelder Tipps für eine bessere Ernährung geben lassen und den Taille-Hüft-Quotienten messen lassen. Die Logopädin Christel Walter vom Landshuter Schlaganfallbüro informiert über die Behandlung von Sprachstörungen nach einem Schlaganfall und die Selbsthilfegruppe. Die Leiterin des Herzbüros am Klinikum, Christine Weinzierl, berät rund um kardiologische Erkrankungen, Risikofaktoren und Prävention. Die Veranstaltung dauert bis circa 16 Uhr.

„Durch unsere Beratung der Menschen vor Ort möchten wir dazu beitragen, Schlaganfälle zu verhindern“, so die Experten des Klinikums. Birgit Härtle, Projektleiterin der Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“ bei Boehringer Ingelheim, ergänzt: „Es ist gerade die übergreifende Zusammenarbeit von Fachärzten, Kliniken, Selbsthilfegruppen, Herstellern, Politikern und Verbänden, die unsere Aufklärungsarbeit erfolgreich macht. Nur gemeinsam können wir die Bevölkerung für die Erkrankungen Schlaganfall und Diabetes nachhaltig sensibilisieren.“

Bildunterschrift: Über neue Leitlinien in der Versorgung von Herzinfarkt-Patienten gesprochen: Prof. Dr. Bernhard Zrenner, Prof. Dr. Stephan Holmer, Fritz Wittmann und Jürgen Königer (v.l.n.r.)

 

Versorgung von Herzinfarkt-Patienten weiter verbessert

Chefärzte und Ärztlicher Leiter Rettungsdienst stellten neue Leitlinien vor

 

Rund 60 Ärzte, Mitarbeiter des Rettungsdienstes, Pflegekräfte und Interessierte trafen sich im Sitzungssaal des Landratsamtes, um sich über neue Leitlinien zur Versorgung von Patienten mit Herzinfarkt zu informieren.

Die Referenten Jürgen Königer, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, Prof. Dr. Stephan Holmer, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Landshut und Prof. Dr. Bernhard Zrenner, Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Krankenhaus Landshut-Achdorf, sprachen über Neuerungen in der Erstversorgung und im Behandlungsprozess innerhalb der Kliniken sowie über aktuelle Daten zu Behandlungszeiten.

„Ums Überleben geht es, wenn Menschen Oper einer Herzattacke werden. Da zählen Minuten. Noch so kleine Zeitspannen, Straßenverhältnisse und Verkehrsaufkommen werden zu Faktoren, die eine Rolle spielen bei der Frage nach Leben oder Tod und darüber, welche Folgeschäden vermieden werden können“, sagte stellvertretender Landrat Fritz Wittmann zu Beginn der Veranstaltung. Wittmann ging auf das hohe Versorgungsniveau der Klinik für Kardiologie am Krankenhaus Landshut-Achdorf ein und betonte, dass trotz der ländlichen Struktur durch optimale Prozesse außerhalb und innerhalb der Klinik viel Zeit zu Gunsten des Patienten gewonnen werde.

Jürgen Königer, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, erklärte in seinem Vortrag die neuen Leitlinien für STEMI (ST-Hebungsinfarkt) im Herzinfarktnetzwerk sowie die Rolle von Notarzt und Integrierter Leitstelle. „Nutzen Sie die Möglichkeit, das EKG beim Patienten vor Ort aufzuzeichnen, direkt in die Klinik zu schicken und bei Unsicherheiten auswerten zu lassen“, empfahl Königer. Der Kardiologe könne dann an den Rettungsdienst Rückmeldung zur Diagnose geben und bei Bedarf im Haus alle notwendigen Vorbereitungen in die Wege leiten. „Die Übergabe des Patienten mit Herzinfarkt erfolgt im Krankenhaus ohne Wartezeit direkt an den kardiologisch verantwortlichen Arzt im Herzkatheterlabor“, betonte Königer. „Die Herzkatheterlabore am Krankenhaus Landshut-Achdorf und am Klinikum Landshut können rund um die Uhr Patienten versorgen.“

„Bei Verdacht auf Herzinfarkt muss ab Erstkontakt mit dem Patienten innerhalb von zehn Minuten ein EKG geschrieben und die Diagnose gestellt werden – entweder durch den Rettungsdienst vor Ort oder bei privater Anfahrt beim Eintreffen in der Notaufnahme,“ sagte Prof. Dr. Stephan Holmer, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Landshut. „Von der gesicherten Diagnose im Krankenhaus bis zum Eingriff im Herzkatheterlabor darf maximal eine Stunde Zeit vergehen.“ Voraussetzung zur Einhaltung der verschiedenen Zeitfenster sei eine optimale Versorgungskette außerhalb und innerhalb des Krankenhauses. Prof. Dr. Holmer widmete sich außerdem verschiedenen Möglichkeiten zur Wiedereröffnung von verschlossenen Gefäßen des Herzens innerhalb der Klinik, wie der medikamentösen Auflösung des Gerinnsels und der Therapie im Herzkatheterlabor.

Seit acht Jahren beteiligt sich das Krankenhaus Landshut-Achdorf am FITT-STEMI-Projekt, das die Behandlungszeiten aller Patienten mit akutem ST-Hebungsinfarkt  systematisch erfasst und hilft, die Prozessabläufe stetig weiter zu verbessern. Prof. Dr. Zrenner, Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Krankenhaus Landshut-Achdorf, stellte im Rahmen seines Vortrags das Projekt und die aktuellen Zahlen vor. Seit Beginn der Erfassung seien 636 Fälle registriert worden, 75 Prozent der Patienten waren männlich und das Durchschnittsalter lag bei rund 64 Jahren. „493 Patienten kamen mit dem Rettungsdienst direkt nach Achdorf, 61 Patienten wurden von einem anderen Haus nach Achdorf verlegt und 68 Patienten stellten sich selber in Achdorf vor“, erklärte Prof. Dr. Zrenner.

Im Vergleich der Quartale zeigte sich, dass besonders die Zeitspannen innerhalb des Krankenhauses deutlich reduziert werden konnten und kürzer sind als im Vergleich zu anderen Projektteilnehmern. „Im letzten Quartal lag beispielsweise die Zeit zwischen Erstkontakt in der Klinik und Eingriff im Herzkatheterlabor in 88 Prozent der Fällen unter 90 Minuten“, so Prof. Dr. Zrenner. Er dankte allen Beteiligten der Rettungskette für die gute Zusammenarbeit und forderte auf, diese noch weiter auszubauen: „Durch schnellstmögliche Infarkt-Diagnose vor Ort und die Ankündigung in der Klinik sowie durch die direkte Übergabe im Herzkatheterlabor könnten wir weitere wertvolle Minuten zu Gunsten des Patienten einsparen.“

 

 

Bildquelle: LAKUMED Kliniken

 

 

Im Herzen des Klinikums: Die KPV Landshut besichtigte das Herzkatheterlabor am Klinikum, hier mit (ab 3.v.l.), Geschäftsführer Nicolas von Oppen, KPV-Vorsitzendem Georg Stemberger, Ärztlichem Direktor und Chefarzt der Kardiologie, Prof. Dr. Stephan Holmer, CSU-Kreisvorsitzender Dr. Thomas Haslinger (3.v.r.) und Pflegedirektorin Angelika Alke (2.v.r.). Foto: Klinikum Landshut

An 24 Stunden pro Tag, an 365 Tagen im Jahr können Patienten im Herzkatheterlabor des Klinikums versorgt werden. Wie das genau funktioniert und warum im Notfall jede Minute zählt, haben die Mitglieder der KPV (Kommunalpolitische Vereinigung) Landshut am Dienstag erfahren. Geschäftsführer Nicolas von Oppen, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kardiologie Prof. Dr. Stephan Holmer und Pflegedirektorin Angelika Alke informierten über aktuelle Themen und zeigten der Gruppierung der CSU Landshut-Stadt das moderne Herzkatheterlabor. Das Labor am Klinikum steht für Herzmedizin auf höchstem Niveau und wurde erst vor drei Jahren modernisiert. Das Team um Chefarzt Prof. Holmer kann hier beispielsweise einen akuten Herzinfarkt rasch mittels Herzkatheter behandeln. Oft klagen die Patienten vorher über Atemnot oder Druck auf der Brust. „Bei zehn Minuten Beschwerden sollten Sie den Notarzt rufen“, so Prof. Holmer. „Im Notfall haben wir rund 60 Minuten Zeit, ein verschlossenes Gefäß wieder zu öffnen.“ Am Dienstagabend demonstrierte er das Verfahren, zeigte, wie er und sein Team erkennen, welches Gefäß verstopft ist, und wie der Weg wieder freigemacht wird. Ein Kardiologe führt einen Katheter über den Arm oder die Leiste zum Herzen, über einen Führungsdraht fährt ein Ballonkatheter dann wie auf einer Schiene zur Verengung. Der Ballon wird an der verschlossenen Stelle dann aufgeblasen, die Engstelle erweitert sich. Die Erleichterung merkt der Patient sofort. Für das Verfahren ist nur eine örtliche Betäubung nötig. „Eine Bypass-Operation ist viel seltener nötig als früher“, so Holmer.

Nicolas von Oppen berichtete am Dienstag außerdem von den Projekten 2018, stellte Investitionen in modernste Medizintechnik vor und erklärte einige komplizierte Bereiche der Krankenhausfinanzierung. Wie man qualifiziertes Personal gewinnen und halten könne, war eine der Fragen an diesem Abend. Denn den Tarifvertrag zahlen auch andere Krankenhäuser. „Bei uns herrscht eine familiäre Atmosphäre und gleichzeitig ein fast universitäres Niveau“, so Prof. Holmer. „Ärzte können sich bei uns in fast allen Bereichen weiterbilden und hoch spezialisieren.“ Aus pflegerischer Sicht sei das duale Studium ein Modell der Zukunft, so Pflegedirektorin Angelika Alke. Nicolas von Oppen sprach außerdem viele „weiche“ Faktoren an: Das Klinikum richtet jährlich ein Sommerfest für seine Mitarbeiter aus, es gibt eine Mitarbeiter-Vorteilswelt und noch im Frühjahr werden die neuen Personal-Appartements des Klinikums eröffnet. „Die ersten Gesundheits- und Krankenpflegeschüler ziehen im April ein“, so von Oppen. Die Ein-, Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnungen sind voll möbliert mit Küchenzeile, Bett sowie Ess- und Schreibtisch. Jedes Appartement hat außerdem ein eigenes Bad und einen praktischen Abstellraum. In zwei Jahren soll es außerdem losgehen mit dem Krankenhausneubau. Dieser soll die über 50 Jahre alten Bettenhäuser ersetzen. „Unsere Mitarbeiter dürfen sich auf attraktive Arbeitsplätze mit der neuesten Ausstattung freuen“, so von Oppen. Auch die Patienten sollen sich in modernen Zimmern mit großen Panoramafenstern und Blick ins Grüne wohlfühlen. Schon in diesem Jahr beginnen übrigens die Vorarbeiten für den Neubau: Als erstes muss die Krankenhaus-Küche in die Alte Wäscherei umziehen, um für den ersten Bauabschnitt „Platz“ zu machen. Am Ende des Abends dankten der KPV-Vorsitzende Georg Stemberger und  CSU-Kreisvorsitzender Dr. Thomas Haslinger herzlich für die Einladung und die interessanten Einblicke „ins Herz des Klinikums“.

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de

 

Mit Rednern und Gratulanten. Foto: Klinikum Landshut

Der Pflegeberuf ist einer der schönsten, vielfältigsten und verantwortungsvollsten Berufe, die es gibt: Da waren sich alle Beteiligten der Abschlussfeier am Donnerstag einig. An diesem Abend wurden 15 frisch gebackene Gesundheits- und Krankenpfleger feierlich ins Berufsleben entlassen. Dabei wurde auch verraten, welche Kompetenzen und Geheimnisse sich hinter den Zeugnissen verbergen.

Sind nach einer „harten, aber abwechslungsreichen dreijährigen Schule“ ins Berufsleben entlassen: die 15 neuen Gesundheits- und Krankenpfleger am Klinikum Landshut. Foto: Klinikum Landshut

„Sie werden überall gesucht und umworben. Sie können sich den Arbeitsplatz und die Fachspezialisierung aussuchen.“ Mit diesen Worten verabschiedetet am Donnerstag Schulleiterin Marie-Luise Emslander die 15 frisch examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger am Klinikum. „Es ist vollbracht“, so Emslander: Drei Jahre theoretischer und praktischer Ausbildung sind zu Ende – jetzt sei es den Absolventen möglich, in allen Kliniken in Deutschland und in allen Fachbereichen zu arbeiten. Bei der feierlichen Verabschiedung erhielten die Schüler nun die lang ersehnten Abschlusszeugnisse. Als Prüfungsbeste mit einem Notenschnitt von 1,6 wurden Kevin Miethe und Renate Huss besonders geehrt. Ebenfalls ihren Abschluss in der Tasche haben Floriana Ahmeti, Klaudia Augustyn, Antonia Fuchs, Kathrin Greif, Luise Hoffmann, Hilal Imal, Lydia Kollmeder, Tetyana Korol, Barbara Nebauer, Marina Sand, Barbara Seitz, Sabrina Simmel, Aileen Walker. „Sie sind die am umfangreichsten ausgebildete Gruppe der Pflegenden, die jetzt schon nahezu generalistisch ausgebildet ist“, betonte die Leiterin der Privaten Berufsfachschule für Krankenpflege in der Glasdachhalle des Klinikums. Von den 15 Absolventen bleiben sieben am Klinikum Landshut, die restlichen gehen in heimatnahe Kliniken, in Elternzeit oder wollen Großstadterfahrungen machen.

„Wenn ich Sie heute Abend anblicke, dann blicke ich in stolze und zuversichtliche Gesichter“, sagte Geschäftsführer Nicolas von Oppen. „Für uns als Gesellschaft sind Sie einfach unverzichtbar.“ Es sei jedoch wichtig, dass „auch unsere Politik gerade Ihre Profession noch weiter in den Vordergrund rückt und einen anständigen Rahmen für Ihre Arbeit schafft. Sonst werden wir in den deutschen Krankenhäusern bald nicht mehr wissen, wer unsere Kranken pflegen soll.“ Von Oppen berichtete auch vom neuen Personalwohnheim, das im Moment direkt neben dem Klinikum entsteht, „um künftigen Generationen unserer Krankenpflegeschule günstigen und attraktiven Wohnraum anzubieten“.

Auch der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Stephan Holmer gratuliere den Absolventen „nach einer harten, aber abwechslungsreichen dreijährigen Schule“. Er appellierte an sie, die vielfältigen Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung zu nutzen: „Nutzen Sie diese Chancen.“ Denn jetzt gehe das immerwährende Lernen erst richtig los. „Ich bin jetzt schon über 10.000 Tage Arzt, und jeden einzelnen Tag habe ich etwas dazugelernt“, so Prof. Holmer. „Das hätte ich mir damals auch nicht träumen lassen.“

Der stellvertretende Pflegedirektor Jürgen Bacher beschäftigte sich mit den Kompetenzen, die nicht auf den Zeugnissen zu finden sind: „Probleme lösen, Pflege planen, Menschen begleiten und ganz besonders im Team arbeiten.“ Er gab den ehemaligen Schülern noch einen Rat mit auf den Weg: „Vertiefen Sie Ihre fachliche und menschliche Kompetenz. Geben Sie sich nicht mit dem aktuell Erreichten zufrieden. Bildungshunger und Wissensdurst sind keine Dickmacher, sondern machen Sie zu Schwergewichte des Wissens.“

Auch die beiden Klassenvertreter Kevin Miethe und Aileen Walker erklärten bei ihrer Rede, was sie wirklich in der Ausbildung gelernt hätten. Zum Beispiel: „Blutdruck messen ist keine Kunst.“ Oder: Waschstraßen gibt es nicht nur für Autos, sondern auch für Betten.

„Hätten Sie geglaubt, dass die Zeit so schnell vergeht?“, fragte Klassenleiterin Gabi Fischbeck in ihrer Rede. „Sie haben sich sicherlich manchmal gedacht und auch gesagt: Wenn nur diese drei Jahre schon vorbei wären.“ Heute, am Tag des Examens, bräuchten sich die Absolventen „nirgendwo zu verstecken“, so Fischbeck. „Sie können stolz sein auf das, was Sie bisher geleistet haben.“ Sie gab ihnen unter anderen mit auf den Weg, sich nicht an veralteten und verkrusteten Gewohnheiten zu orientieren – sondern eigenständig zu arbeiten und die erlernten Fertigkeiten selbstbewusst einzusetzen.

Auch Stadtrat Rudolf Schnur, der gleichzeitig den Oberbürgermeister und den Aufsichtsrat vertrat, betonte: „Sie leisten eine wichtige, wertvolle Arbeit für die Gesellschaft“. Er dankte denen, die den Absolventen den Weg ins Berufsleben bereitet hatten und wünschte ihnen „Glück, Erfolg und immer dankbare Patienten“.

Stimmungsvoll musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Ensemble „Lichtfänger“. Klinikseelsorger Werner Ehlen stieg außerdem besinnlich in den Abend ein.

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de/fachbereiche/pflege sowie unter www.klinikum-landshut.de/karriere

Bild: Prof. Dr. Stephan Holmer, Chefarzt der Medizinischen Klinik II für Kardiologie, Pneumologie, Intensivmedizin

Bei Vorhofflimmern wird für die meisten Patienten eine Blutverdünnung zur Verhinderung eines Schlaganfalls oder einer sonstigen Embolie empfohlen. Chefarzt Prof. Dr. Stephan Holmer informiert am Donnerstag, 22. September, im Klinikum Landshut darüber, welche alten und neuen Medikamente es gibt und was die jeweiligen Vorteile und Nachteile sind. Außerdem geht es um alternative Behandlungsoptionen. Beginn ist um 18 Uhr im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach, Ebene 0. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.