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Prof. Anne Wiedermann

Prof. Anne Wiedermann wurde vor kurzem von Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher vereidigt.

 

Examinierte Hebammen können sich noch bis 20. August für den weiterqualifizierenden Bachelorstudiengang an der Hochschule Landshut bewerben

In dieser Form ist er in Bayern einzigartig, der weiterqualifizierende Studiengang im Hebammenwesen an der Hochschule Landshut. Das Studienangebot steht allen examinierten Hebammen offen, unabhängig von ihrer Berufserfahrung. „Auch wer ganz frisch von der Hebammenschule kommt, kann sich ab dem Wintersemester 2020/21 an der Hochschule akademisch weiterbilden“, erklärt Studiengangsleiterin Prof. Anne Wiedermann.

Der Start des Studigengangs „Hebamme weiterqualifizierend“ an der Hochschule Landshut ist für Wiedermann vor allem aus einem Grund von großer Bedeutung. „Wir wirken so aktiv einer Zwei-Klassen-Gesellschaft des Hebammenwesens entgegen.“ Gerade die älteren Generationen haben laut Wiedermann hauptsächlich eine fachschulische Ausbildung. Diese sollen im Vergleich zu jüngeren Hebammen, die den Weg der akademischen Ausbildung gehen, nicht benachteiligt werden. „Mit dem neuen Studiengang schaffen wir für jeden und jede die Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren“, erklärt Wiedermann. Dies sei auch im Sinne der im Januar umgesetzten EU-Richtlinie zur akademischen Hebammenausbildung.

Studiengang für examinierte Hebammen

Der weiterqualifizierende Bachelorstudiengang für examinierte Hebammen startet zum Wintersemester 2020/21 und ist auf fünf Semester ausgelegt. „Es besteht aber die Möglichkeit, die Regelstudienzeit auf vier Semester zu verkürzen, wenn die Praxisphase nebenbei und nicht erst im fünften Semester absolviert wird“, betont die Studiengangsleiterin. „Die Studierenden kommen alle zwei Wochen für drei Tage zum Blockunterricht an die Hochschule und zusätzlich einmal im Semester für eine ganze Woche.“ Nebenbei können Hebammen ihrem Beruf nachgehen, sie sind allerdings nicht dazu verpflichtet.

Die Bewerbungsfrist für den weiterqualifizierenden Studiengang für examinierte Hebammen endet am 20. August. Alle Informationen zum Studium und zur Bewerbung gibt es auf www.studieren-in-landshut.de. Bei Fragen können sich Interessierte außerdem direkt an anna.wiedermann@haw-landshut.de oder claudia.walther@haw-landshut.dewenden.

Der weiterqualifizierende Studiengang soll nicht der einzige in diesem Bereich an der Hochschule Landshut bleiben. Ein grundständiger dualer Studiengang „Hebamme, primärqualifizierend“ (sieben Semester) soll zum Wintersemester 2021/22 starten.

Foto: Hochschule Landshut

Über die Hochschule Landshut:

Die Hochschule Landshut steht für exzellente Lehre, Weiterbildung und angewandte Forschung. Die sechs Fakultäten Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Interdisziplinäre Studien, Maschinenbau und Soziale Arbeit bieten über 30 Studiengänge an. Das Angebot ist klar auf aktuelle und künftige Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Die rund 5.000 Studierenden profitieren vom Praxisbezug der Lehre, der individuellen Betreuung und der modernen technischen Ausstattung. Für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet die Hochschule eine breite Palette an Projektthemen, die von wissenschaftlichen Fachkräften mit bestem Know-how betreut und umgesetzt werden. Über 120 Professorinnen und Professoren nehmen Aufgaben in Lehre und Forschung wahr.

Bildtext: Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel (links) und Konstantin Ziegler, Dekan der Fakultät Interdisziplinäre Studien (rechts), überreichten Prof. Anne Wiedermann ihre Ernennungsurkunde.

 

Professorin für Hebammenwesen berufen

 

Prof. Anne Wiedermann, M.Sc., ist ab dem Wintersemester 2020/21 an der Hochschule Landshut für neuen weiterqualifizierenden Studiengang verantwortlich.

Auf dem Weg zur Einführung des neuen Studiengangs Hebammenwesen konnte die Hochschule Landshut einen weiteren wichtigen Schritt gehen. Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel hat Anne Wiedermann zur neuen Professorin an der Fakultät Interdisziplinäre Studien ernannt. „Wir freuen uns sehr, dass es nun schon bald mit dem neuen Studiengang losgehen kann”, betonte Stoffel. „Mit Frau Wiedermann berufen wir eine junge Kollegin mit herausragender wissenschaftlicher Qualifikation zur Professorin für Hebammenwesen.”

Prof. Anne Wiedermann wechselt von der Fachhochschule Salzburg, wo sie derzeit in Teilzeit als Senior Lecturer im Bereich Hebammenwesen tätig ist, nach Landshut. Den Rest ihrer Arbeitszeit verteilt die 38-Jährige auf freiberufliche Hebammenarbeit und ihr Promotionsvorhaben. In ihrer Dissertation an der Universität Lübeck beschäftigt sich die Österreicherin mit der erfahrungsbasierten Qualitätsmessung in der Geburtshilfe. Mit ihr konnte erstmals in Bayern eine Hochschulprofessur mit einer Hebamme besetzt werden.

Wiedermann nimmt Mitte April ihre Arbeit in Landshut auf

Ihre Professur tritt die gebürtige Tirolerin in knapp drei Monaten an. Bis zum voraussichtlichen Studienstart zum Wintersemester 2020/21 gibt es auch noch einiges zu tun. „Dazu zählen die Ausgestaltung des Curriculums, die enge Vernetzung mit den regionalen Kliniken und die kontinuierliche Abstimmung mit den Ministerien”, erklärte Prof. Dr. Konstantin Ziegler, Dekan der Fakultät Interdisziplinäre Studien. Der Studiengang richtet sich vorerst an examinierte Hebammen zur Weiterqualifizierung. Im zweiten Schritt soll auch eine grundständige Ausbildung aufgebaut werden.

Wiedermann blickt ihrem Arbeitsbeginn mit großer Vorfreude entgegen. „Ich habe nach meinem eigenen Hebammenstudium sieben Jahre in einem etablierten System von akademisierten Ausbildungen für

Hebammen gearbeitet”, so Wiedermann. „Mich reizt es nun besonders, an der Hochschule Landshut den neuen Studiengang aufzubauen und meine Erfahrungen und Ideen einzubringen.” Deshalb habe sie sich auch bewusst für Landshut entschieden. „Es ist eine kleine Hochschule mit sehr flexiblen Strukturen. Interdisziplinäre Studien ist eine sehr junge Fakultät mit großem Entwicklungspotenzial.”

2018 hat die Hochschule Landshut als eine der wenigen bayerischen Hochschulen den Zuschlag erhalten, den Studiengang Hebammenwesen in Kooperation mit den regionalen Kliniken künftig anzubieten. „Wir haben an unserer Hochschule bereits Erfahrung darin, Fachausbildungen in eine sinnvolle, akademische Ausbildung zu überführen”, so Ziegler. Im Wintersemester 2015/16 wurde der Studiengang Gebärdensprachdolmetschen mit großem Erfolg eingeführt. Im Oktober 2020 soll nun der weiterqualifizierende Studiengang Hebammenwesen in Teilzeit starten. Voraussichtlich mit rund 20 Erstsemester-Studierenden.

 

Foto: Hochschule Landshut