Home Tags Posts tagged with "Privat-Dozent Dr. med. Georgios Meimarakis"

Privat-Dozent Dr. med. Georgios Meimarakis

Veranstaltungshinweis

 

Arteriosklerose – wenn die Schlagadern verkalken. Teil 3: Schaufensterkrankheit– Wege aus der Eingrenzung“

Bei einer Arteriosklerose kommt es zur einer Verengung der Schlagadern (Arterien). Diese Gefäßverengung entsteht durch die Ablagerung von Blutfetten, Blutgerinnseln, Bindegewebe und Kalk in der Gefäßwand. Arterienverkalkung kann alle Arterien im Körper betreffen und so zahlreiche Folgeschäden hervorrufen. Bis die Wandauflagerungen, sogenannte Plaques, spürbare Symptome verursachen, können viele Jahre vergehen. Die Art der Beschwerden hängt letztlich von der Lokalisation ab.

So kann die Arterienverkalkung der Halsschlagader einen Schlaganfall hervorrufen. Verengte Becken- und Beinarterien verursachen andererseits die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit, bekannt auch als Schaufensterkrankheit. Sie geht mit starken Muskelschmerzen nach kurzen Gehstrecken einher. Auch ein Herzinfarkt ebenso wie Erektionsstörungen können die Folge einer Arteriosklerose sein.

Am Dienstag, 24.11.2015 erklärt Privatdozent Dr. med. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, um 18 Uhr im Klinikum Landshut ausführlich sämtliche Gefäßrisikofaktoren. Deren Vorbeugung, unter Berücksichtigung einer gesunden Ernährung und Lebensweise, ebenso wie deren moderne medikamentöse Behandlung werden erläutert. Außerdem werden die Vorläuferbeschwerden für einen Schlagfall oder eine Schaufensterkrankheit aufgezeigt. Neben der aktuellen Diagnostik werden etablierte und innovative Therapieformen für beide Krankheitsbilder dargestellt.

Der Vortragsabend wird laufend von praktischen Übungen sowie von Live- und Video-Demonstrationen rund um das Thema Arteriosklerose begleitet. Angefangen von der einfachen Blutdruck- und Blutzuckermessung bis hin zum Abhören von Gefäßen mithilfe der Dopplersonographie unter Anleitung bzw. der visuellen Darstellung von Gefäßen mittels Duplexsonographie am Probanden. Im Rahmen des Kurses haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich selber mit den ausgestellten Materialien und den Utensilien aus der offenen und endovaskulären Chirurgie auseinanderzusetzen. Darüber hinaus haben die Teilnehmer, die Gelegenheit unter Anleitung den Auslösemechanismus von Ballonen und Stents selbst austesten. Die Veranstaltung findet im Raum Hammerbach, Ebene 0 statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bild: Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis beim Ultraschall der Beingefäße.

 

 

 

-hjl-

 

 

Verabschiedung un Begrüßung in der Gefäßchirurgie: v.l. Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Axel Holstege, Pflegedirektorin Angelika Alke, die Chefärzte Dr. Georg Schober und Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Geschäftsführer Nicolas von Oppen

Nach 36 Jahren verabschiedet sich Dr. Georg Schober, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Landshut in den Ruhestand. Im Rahmen einer Festveranstaltung am 11. Februar in den Bernlochner Stadtsälen wurden seine Verdienste für das Klinikum Landshut feierlich gewürdigt. Mehrere hundert Gäste waren der Einladung gefolgt, um sich von Dr. Schober zu verabschieden und seinen Nachfolger Privat-Dozent Dr. med. Georgios Meimarakis zu begrüßen, der am 1. Februar 2015 die Leitung der Klinik übernommen hat. Der ehemalige Ärztliche Direktor und chirurgische Chefarzt am Klinikum, Prof. Dr. Rolf-Dieter Filler, beschrieb in seiner Danksagung den Lebens- und Berufsweg von Dr. Schober als sehr bemerkenswert, da er zeigt, dass man auch als ausgebildeter Landwirt aus kleinen Verhältnissen heraus Chefarzt werden kann. Vor dem Medizinstudium absolvierte Dr. Schober 1966 die landwirtschaftliche Gesellenprüfung und erwarb ein Jahr später die Fachhochschulreife. 1970 absolvierte er auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur. Letztlich entdeckte der jedoch sein Herz für die Medizin und begann nach dem Vordiplom für Agrarwissenschaften Medizin in München zu studieren. Die Approbation als Arzt erhielt er am 21.11.1978 und nur neun Tage später war er bereits chirurgischer Assistenzarzt in der Gefäßchirurgie im Klinikum Landshut. Während dieser Zeit erhielt er 1987 die Anerkennung zum Chirurgen. 1991 erwarb er nach zweijähriger Fachausbildung in München die Bezeichnung „Arzt für Gefäßchirurgie“. 1993 wurde er zum Oberarzt der Chirurgie im Klinikum ernannt und seit 2007 leitet er die Gefäßchirurgie im Klinikum Landshut.  „Dr. Schober hat die Gefäßchirurgie aufgebaut und zu dem weiterentwickelt, was sie heute ist: eine erfolgreiche und weithin anerkannte Klinik“, so Prof. Filler. Prof. Holstege, der amtierende Ärztliche Direktor des Klinikums formulierte seinen Dank wie folgt: „Lieber Herr Schober, Sie waren nie ein Mann des Wortes, dafür aber umso mehr ein Mann der Tat – halt so, wie es sich für einen Chirurgen gehört. Wir alle haben Sie als exzellenten, hoch kompetenten Chirurgen und bescheidenen Menschen erlebt, mit dem es Spaß gemacht hat, zusammenzuarbeiten.“  Durch die Unterstützung seines damaligen Mentors Prof. Filler konnte Dr. Schober damals die Gefäßchirurgie weiter ausbauen. „Dabei möchte ich meinem Ärzte- und Pflegeteam sehr herzlich danken. Gefäßchirurgie ist Teamarbeit“, so Schober. „Gemeinsam haben wir uns stets um das Weh und Wohl unserer Patienten gekümmert. Als Einzelkämpfer wäre das nicht gelungen“, betont Schober. Gerade die Patienten in der Gefäßchirurgie haben den höchsten Schweregrad, was für die Pflegekräfte eine große Belastung bedeutet. „Während meiner Laufbahn im Klinikum habe ich immer die gute Zusammenarbeit mit allen Fachabteilungen geschätzt, insbesondere mit der Radiologischen Abteilung unter Leitung von Chefarzt Privatdozent Dr. Hans-Peter Dinkel. Mit allen ging die Arbeit immer Hand in Hand“ dankte Dr. Schober seinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Den Ruhestand will er mit seiner Familie genießen, Bergwandern, Schnitzen und im Garten arbeiten. Außerdem verriert er, dass er sich sehnlichst Enkel wünscht.

Die Zukunft der Klinik für Gefäßchirurgie, Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie des Klinikums liegt seit Februar in den Händen von Privatdozenten Dr. Georgios Meimarakis. Meimarakis wurde in Heraklion, in Griechenland geboren und studierte nach dem Abitur Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Am Campus Großhadern schloss er 1995 seine Promotion mit einer experimentellen Arbeit am Institut für chirurgische Foschung ab. Im Jahr 2003 folgte die Facharztanerkennung für die Chirurgie und fünf Jahre später für Gefäßchirurgie. Neben seiner Habilitation, die er 2013 erfolgreich abschloss, wurde er in den letzten Jahren durchweg für seine wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet. So erhielt er unter anderem den mit 25.000 Euro dotierten Georg Heberer Award. Meimarakis ist ausgewiesener Experte für die Ultraschalldiagnostik der Gefäße und besitzt ein DEGUM III Zertifikat für das Gebiet der Chirurgie. Bereits 2004 wurde er Oberarzt in der Gefäßchirurgie am Campus Großhadern, 2012 wurde er zum geschäftsführenden Oberarzt der Gefäßchirurgie ernannt. Seit 2010 gehört er zu den wenigen endovaskulären Chirurgen in ganz Deutschland. Darüber hinaus besitzt er Zusatzqualifikationen in der Notfallmedizin, im ärztlichen Qualitätsmanagement und im Strahlenschutz. Mit seinem Team möchte Meimarakis künftig die komplexe Gefäßchirurgie insbesondere die endovaskuläre aortale Chirurgie am Klinikum weiterentwickeln, ohne die bereits etablierten Bereiche zu vernachlässigen. Er möchte Akzente im Bereich der Diagnostik setzen, z. B. mit der Kontrastmittel-verstärkten Sonografie. Diese schonende Diagnostik kombiniert Ultraschall mit Computertomografie, wodurch sich neue exzellente diagnostische Möglichkeiten am interdisziplinären Gefäßzentrum im Klinikum Landshut ergeben. Nicht zuletzt wird die Strahlenbelastung für die Patienten drastisch reduziert.  Geschäftsführer Nicolas von Oppen hieß den neuen Chefarzt herzlich willkommen. „Wir haben nicht nur einen herausragenden Spezialisten für unser Klinikum gesucht, sondern einen Menschen, der gerne, gut und respektvoll mit den Menschen umgeht. In Herrn Meimarakis haben wir einen solchen  gefunden. Ich wünsche ihm und seinem Team einen guten Start, die richtigen Worte zur richtigen Zeit und viel Verständnis für unsere Patienten“, so von Oppen.