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Positive Bilanz

 

Bildtext: Der Flugplatz Landshut-Ellermühle wird seit 2018 von einer privaten GmbH betrieben

 

Flugplatz Ellermühle wird seit 2018 von privater Gesellschaft betrieben: „Landen in Landshut“ zieht positive Bilanz

Maßnahmen zur Verringerung des Fluglärms zeigen Wirkung: Anwohnerbeschwerden rückläufig – Neuer Tower soll für 600.000 Euro auf altem Feuerwehrhaus errichtet werden

 

Zum 1. Januar 2018 hat die Gesellschaft „Landen in Landshut“ die Stadtwerke als Betreiber des Flugplatzes Ellermühle abgelöst. Schon im ersten Jahr konnte die GmbH einige Erfolge verbuchen, wie Geschäftsführer Christian Kramer OB Alexander Putz nun bei einem Ortstermin am Flugplatz sagte. Das gelte einerseits in wirtschaftlicher Hinsicht, denn die GmbH habe ein leicht positives Jahresergebnis erzielt. Andererseits sei es aber auch gelungen, die in der Vergangenheit von Anwohnern regelmäßig scharf kritisierte Belastung durch Fluglärm zu reduzieren. „Die entsprechenden Maßnahmen von uns zeigen also Wirkung“, so Kramer. Der Oberbürgermeister bestätigte das, erinnerte aber auch daran, dass schon die Stadtwerke in ihrer Zeit als Betreiber des Flugplatzes viel getan hatten, um die Lärmbelastung der Anwohner zu reduzieren. „Diese Bemühungen wurden nach der Übergabe des Flugplatzes von ‚Landen in Landshut‘ erfolgreich fortgesetzt. Seither sind bei der Stadt keine Beschwerden mehr von Anwohnern eingegangen“, sagte Putz. „Das ist wirklich höchst erfreulich.“

 

Als zielführend hat sich in dieser Hinsicht laut Kramer nicht zuletzt die Herausgabe einer Lärmschutzkarte erwiesen. Diese visualisiert die Wohngebiete innerhalb der Platzrunde mit dem Hinweis, Überflüge zu vermeiden und ergänzt das offizielle Sichtanflugblatt der Deutschen Flugsicherung. Damit jeder Pilot auch unmittelbar vor dem Start nochmals an die geltenden Regelungen erinnert wird, wurden diese nun auch direkt auf den Asphalt der Rollbahn geschrieben. Doch wie zuvor die Stadtwerke stehe nun auch seine GmbH nicht nur mit den Piloten in regem Austausch, betonte der Geschäftsführer. „Wir haben ebenso regelmäßig das Gespräch mit Vertretern des Vereins gegen Fluglärm gesucht. Insgesamt hat dieses Vorgehen spürbar zur Entspannung der Situation beigetragen, zumal die Leute nun sehen, dass die Übernahme des Betriebs durch unsere GmbH für sie nicht mit den befürchteten Nachteilen verbunden war.“

Ebenfalls positiv auf den Fluglärm ausgewirkt hat sich laut Kramer die nochmalige Erhöhung der Landegebühren für Tragschrauber, sogenannte Gyrokopter. Diese Gebühren waren von den Stadtwerken mit dem Ziel einer Lärmminimierung bereits 2016 angehoben worden. Nun sei die Zahl der Gyrokopter am Flugplatz Ellermühle stark rückläufig, wobei sich damit die bundesweite Tendenz bestätige, wie Rainer Berndt von „Landen in Landshut“ ergänzte: „Das war ein Hype, der nun vorbei scheint. Der Trend in diesem Bereich geht eindeutig zu Ultraleicht-Hubschraubern“.

Was das wirtschaftliche Ergebnis der GmbH betrifft, wollte Geschäftsführer Kramer nicht in die Details gehen. Nur so viel: „Wir haben die angestrebte schwarze Null schon im ersten Jahr erreicht und sind damit sehr zufrieden.“ Für OB Putz und Armin Bardelle, Leiter der Stadtwerke Landshut, kommt diese positive Entwicklung nicht überraschend. „Zum einen hat ein privater Betreiber allem voran bei der Personalplanung ganz andere Möglichkeiten als ein kommunaler Arbeitgeber und ist zum anderen auch flexibler bei Preisverhandlungen hinsichtlich Einkauf und Investitionen“, so Bardelle. Denn Unternehmen der öffentlichen Hand unterliegen dem Vergaberecht und müssen sich an dessen Rahmenbedingungen halten – auch was die Verhandlungsspielräume betrifft.

2019 möchte „Landen in Landshut“ den dringend benötigten Neubau des Towergebäudes vorantreiben. Dieses solle auf dem ehemaligen Feuerwehrhaus in Stahlbauweise errichtet werden, so Kramer. Der Entwurf sei in der Gesellschafterversammlung bereits diskutiert worden, die Kosten für die Baumaßnahme werden auf rund 600.000 Euro geschätzt. Dieses Projekt und die damit verbundenen Ausgaben hätten auch die Stadt beziehungsweise die Stadtwerke zeitnah stemmen müssen, hätte man den Betrieb des Flugplatzes nicht an die private Gesellschaft übergeben. „Angesichts des ohnehin enormen Investitionsprogramms, das wir in den nächsten Jahren zu schultern haben, und der dadurch bedingten engen Haushaltsspielräume sind wir natürlich nicht traurig darüber, dass dieser Neubau nun vom neuen Betreiber durchgeführt und finanziert wird“, räumte OB Putz ein. „Die Entscheidung des Stadtrats war also auch aus diesem Grund goldrichtig.“

 

Foto:  Stadt Landshut

 

 

Wir sind sehr zufrieden”: Programmmacher der Landshuter Literaturtage ziehen positive Bilanz

Die Landshuter Literaturtage sind in diesem Jahr auf großes Interesse gestoßen.

 

Sie hatten sich unter dem Titel „I war’s ned!” vier Wochen lang dem Thema Heimatkrimi genähert: mit Lesungen, Gesprächen, einer Theateraufführung, einem Krimi-Quiz, einem Live-Hörspiel, Angeboten für Kinder, Vorträgen, einer Ausstellung und allerlei weiteren Veranstaltungsformaten. 22 Veranstaltungen waren es insgesamt, die von knapp 1500 Besuchern wahrgenommen wurden. Zusätzlich haben 890 Menschen die Literaturtage-Ausstellung „I war´s – Wie Autoren Tatorte schaffen” im Rathausfoyer besucht, in der elf Krimiautoren vorgestellt wurden. Die Programmmacher Uta Spies, Kulturbeauftragte der Stadt Landshut, und Christian Muggenthaler, freier Journalist und Autor, haben im Rahmen der Veranstaltungsreihe eine äußerst positive Resonanz erfahren.

„Wir sind sehr zufrieden”, sagte Spies zum Abschluss der Literaturtage. Die Idee, das populäre Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, sei gut umgesetzt worden. Besonders erfreulich seien die neuen Formate gewesen, die man erstmals im Rahmen der Literaturtage realisiert habe – beispielsweise das Krimi-Quiz mit Persönlichkeiten aus der Region, eine Kinderschnitzeljagd und ein Krimikurzgeschichte-Wettbewerb, zu dem knapp 80 Kurzkrimis eingesandt wurden.

Überhaupt war Spies sehr erfreut über kräftige Unterstützung, die sie von allen Seiten erfahren hat: Einerseits über die finanzielle Unterstützung durch das Bayerische Kultusministerium und die Kulturstiftung des Bezirks; andererseits über das engagierte Mitwirken „sehr, sehr vieler” örtlicher Kultureinrichtungen und Institutionen wie dem Landestheater Niederbayern, dem „kleinen theater” – Kammerspiele Landshut, dem Skulpturenmuseum, der Volkshochschule, dem „Historischen Verein”, der Stadtbücherei, der Alten Kaserne, den Museen der Stadt, der Gemeindebücherei Weihmichl, dem Kinopolis, Bücher Pustet, der Buchhandlung Hugendubel, der „Landshuter Kultur Anstalt”, der Landshuter Zeitung und Isar TV. „Die Literaturtage”, sagte Spies, „sind ein gutes Beispiel dafür, was machbar ist, wenn in Landshut viele an einem Strang ziehen.”

„Unterhaltung auf der einen Seite und Informationen auf der anderen”: Das waren laut Muggenthaler die beiden Kernelemente, zwischen denen sich die einzelnen Veranstaltungen bewegten. Die fachliche Befragung des Themas hatte mit dem viel gelobten Eröffnungsvortrag des Literaturkritikers Denis Scheck begonnen, der sich im Rathausprunksaal humorvoll-kritisch über das Genre geäußert hatte. Bei der Abschlussveranstaltung dagegen analysierte der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Dirk Niefanger von der Universität Erlangen im Gespräch mit Muggenthaler das Genre wohlwollend. Und natürlich spielten zahlreiche Autoren, die Regionalkrimis aus und in Ostbayern schreiben, zu den Protagonisten der Literaturtage.

„Sehr viele positive Rückmeldungen haben wir auch über unseren digitalen Auftritt – den ersten seit Bestehen der Literaturtage – erfahren, den wir Dank der Erfahrung des Ostbayerischen Kulturforums in kurzer Zeit professionell starten konnten”, ergänzt Uta Spies. „Mit unserer Homepage mit dem witzigen Werbespott und der Möglichkeit, online Eintrittskarten zu erwerben sowie mit der Facebook-Seite haben wir, soweit wir das beurteilen können, den Bekanntheitsgrad der Literaturtage deutlich gesteigert.”

Die Landshuter Literaturtage sind das größte Literaturfestival in Niederbayern und gehören längst zu den großen kulturellen Veranstaltungsreihen in der Stadt Landshut. Dies hatte auch Oberbürgermeister Hans Rampf bei der Eröffnung „seiner” letzten Literaturtage zufrieden betont.

Die Landshuter Literaturtage finden alle zwei Jahre im Herbst statt, das nächste Mal also wieder im November 2018. Schon werden erste Überlegungen zum neuen Thema angestellt. Denn eines ist Uta Spies auf der Basis ihrer langjährigen Erfahrung mit der zeitintensiven Organisation eines solchen Veranstaltungsreigens klar: „Möchte man ein Programm mit Niveau erstellen, kann man nicht früh genug mit den Planungen anfangen. Denis Scheck zum Beispiel haben wir ein Jahr im Voraus verpflichtet.”

18. Landshuter Literaturtage – das war‘s:  22 Veranstaltungen in vier Wochen – zwei Veranstaltungen fielen krankheitsbedingt aus  insgesamt 1500 Besucher bei den Veranstaltungen zusätzlich 890 Besucher in der Literaturtage-Ausstellung 508 „gefällt mir” für die Facebook-Seite der Literaturtage eine Reichweite von durchschnittlich 9000 Besuchern bei Facebook pro Tag – 61.231 Zugriffe auf der Internetseite www.landshuter-literturtage.de

Foto:

Toni Ott (Abdruck mit Quellenangabe honorarfrei)

Bildunterschrift:

Müde aber sehr zufrieden: Uta Spies, bei der Stadt verantwortlich für das Programm der Landshuter Literaturtage, zieht ein positives Resümee. Das Foto zeigt Spies in der Literaturtage-Ausstellung „I war‘s”, die, wie die Literaturtage 2016, am Sonntag endete.

An die Medien:

HERZLICHEN DANK für die wunderbare mediale Unterstützung und die tolle Berichterstattung.