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Österreich

Pressemitteilung

2020-01-17T10:52:10

Rosenheim / Kiefersfelden (ots) – Nicht einmal 24 Stunden, nachdem fünf Iraker von der Rosenheimer Bundespolizei nach Österreich zurückgewiesen worden waren, haben diese erneut versucht, illegal einzureisen. Beim ersten Einreiseversuch wurden sie in einem Zug zwischen Kufstein und Kiefersfelden angetroffen. Für den zweiten Versuch haben sie sich offenkundig der Dienste eines Schleusers aus der Steiermark bedient. Bundespolizisten beendeten die mutmaßliche Schleusertour am Donnerstag (16. Januar) auf einer Landstraße bei Kiefersfelden. Gegen den Fahrer wird unter anderem wegen Schleuserei ermittelt.

Donnerstagfrüh stoppte die Bundespolizei gegen 2.00 Uhr im Rahmen der Grenzkontrollen auf der Staatsstraße zwischen Kufstein und Kiefersfelden einen Pkw mit österreichischen Kennzeichen. Am Steuer des Wagens saß ein irakischer Staatsangehöriger, der sich mit einem österreichischen Flüchtlingspass ausweisen konnte. Seine fünf Mitfahrer hingegen hatten keine Reisedokumente dabei. Sie führten lediglich ein Schreiben der österreichischen Asylbehörde mit. Den Kontrollbeamten war rasch klar, dass die fünfköpfige Gruppe sich bereits tags zuvor im Gewahrsam der Bundespolizei befunden hatte. Mittwochmorgen waren die fünf Iraker mit einem Regionalzug in Richtung München unterwegs. Schon zu diesem Zeitpunkt hatten sie sich bei der grenzpolizeilichen Kontrolle auf Höhe Kiefersfelden nicht ausweisen können. Daher waren sie wegen ihres illegalen Einreiseversuchs angezeigt und Mittwochnachmittag nach Österreich zurückgewiesen worden. Offenbar gelang es ihnen dort, für sich eine Beförderungsmöglichkeit mittels Pkw zu organisieren.

Eigenen Angaben zufolge ließ der irakische Fahrzeugführer seine Landsleute in Kufstein für die vorgesehene Fahrt nach München zusteigen. Der in der Steiermark gemeldete 50-Jährige erklärte, dass er die Gruppe rein zufällig getroffen hätte, machte jedoch hinsichtlich Fahrtzweck und Reiseroute widersprüchliche Angaben. Wie sich herausstellte, verfügt der Mann noch nicht einmal über einen gültigen Führerschein. Die Bundespolizei in Rosenheim zeigte ihn wegen Einschleusens von Ausländern und Fahrens ohne Fahrerlaubnis an. Sein Auto wurde sichergestellt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der Mann – ohne seinen Wagen – die Rückreise nach Österreich antreten. Er wird sich voraussichtlich schon bald wegen der ihm vorgeworfenen Delikte verantworten müssen. Die von ihm über die Grenze gebrachten Iraker wurden wegen ihres wiederholten illegalen Einreiseversuchs angezeigt und anschließend der österreichischen Polizei überstellt.

Foto: Bundespolizei

Vor wenigen Wochen wurde ich auf eine Veranstaltung von Sebastian Kurz, dem Vorsitzenden der ÖVP und derzeit kandidierenden Bundeskanzler für Österreich, eingeladen. Der Saal der Wienerstadthalle war bis auf die letzten Plätze gefüllt. Die Veranstaltung als solches war sehr pompös aufgezogen, wie das in Österreich oftmals so üblich ist. Der offizielle Einlass war gegen 13 Uhr. Zuvor hielten noch einige andere politische Mitglieder kurze Reden, bis dann Herr Kurz im Saal erschien.
Mit großem Beifall wurde dieser begrüsst. Sein Auftritt belief sich auf ca. einer halben Stunde. Dabei sprach er viele Themen an, die das Land und Volk schwer beschäftigen. Seine Rede war kurz und prägnant und kam bei den Personen im Saal sehr gut an. Ich persönlich hätte mir eine etwas ausführlichere Rede erwartet, in der auch angesprochen wird, wie er vor hat manche Themen spezifisch anzugehen. Diese Erwartung kam leider etwas zu kurz. Nichts desto trotz, war es sehr interessant bei der Veranstaltung beizuwohnen. Herrn Kurz selbst schätze ich als einen durchaus interessanten jungen Mann mit Charisma ein, der neuen frischen Wind in Österreichs Poltik bringen könnte. Er ist in meinen Augen standhaftig, durchsetzungsfähig und von gesundem Ehrgeiz angetrieben. Durch seine Dynamik, Zielstrebigkeit und doch einigen positiven Denkansätzen, habe ich den Eindruck, dass bei diesem jungen Mann noch viel Entwicklungspotential nach oben vorhanden ist. Und aufgrund der derzeitigen Stimmung im Lande gehe ich auch ziemlich sicher davon aus, dass er heute zum neuen Bundeskanzler in Österreich gewählt wird.

Tanja Begerack, Wien

In Österreich gilt statt der Schulpflicht wie in Deutschland die sogenannte Bildungs,-bzw. Unterrichtspflicht. Auch in den meisten Kantonen wie der Schweiz, Belgien, Luxemburg, Frankreich oder Großbritannien, gibt es die gesetzlich geregelte Möglichkeit, die Unterrichtspflicht des Kindes während seiner ganzen Schulzeit (ab der 1. Klasse) durch den sogenannten “häuslichen Unterricht” zu erfüllen. Die Eltern haben die Teilnahme ihres Kindes am Hausunterricht dem Bezirksschulrat jeweils vor Beginn des Schuljahres anzuzeigen. Die Abmeldung zum häuslichen Unterricht kann man formlos beim Bezirksschulrat stellen. Darin zeigt man an, dass das Kind seine Schulpflicht durch häuslichen Unterricht erfüllen wird.  Hierbei sind eine Abmeldung der aktuellen Schule, ein positives Zeugnis des letzten Schuljahres, sowie Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis und Meldebescheinigung vorzulegen. Weiter ist nichts vorzuweisen oder gar zu begründen. Der zureichende Erfolg des Hausunterrichts ist jährlich vor Schulschluss durch eine Externistenprüfung an einer entsprechenden Schule mit Externisten Prüfungskommission nachzuweisen. Wird ein solcher Nachweis nicht erbracht, so hat der Bezirksschulrat anzuordnen, dass das Kind seine Schulpflicht künftig in der Schule zu erfüllen hat. Laut Statistik fallen weniger als ein Prozent der Kinder bei der jährlichen Externistenprüfung durch. Mittlerweile absolvieren rund 2200 Kinder den häuslichen Unterricht in Österreich und die Tendenz ist weiter steigend.

Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, die uns hier in Österreich zuteil wurden, habe auch ich mich als liebende Mutter im Sinne meines Kindes für das sogenannte „Homeschooling“ entschieden.

Es bietet in meinen Augen viele sinnvolle Vorteile, die für die Entwicklung eines Kindes sehr positiv und produktiv sein können.

Durch den häuslichen Unterricht wird der Schüler nicht mehr in meist absolut überfüllte Klassen gesteckt, wo einzelne kindliche Individuen gerne im Unterrichtsstoff zu kurz kommen können. Dadurch hat man besser die Möglichkeit sein Kind individuell beim Lernen zu unterstützen und gezielt zu fördern. Talente und Begabungen können hierbei besser erfasst und strukturiert aufgebaut werden. Auch Themen wie negativer Gruppenzwang oder gar Mobbing sind beim Hausunterricht hinfällig.

Zudem ist man nicht auf die eigenen vier Wände gebunden, sondern hat die Möglichkeit den Unterricht auch aufs Freie zu verlegen. Hinzukommen bei uns z.B. regelmäßige Ausflüge in Museen, Zoo oder andere lehrreiche Sehenswürdigkeiten.

Insgesamt ist man zeitlich wesentlich flexibler und beweglicher. So sind wir nicht auf Schulferiendaten gebunden und können verschiedene Plätze der Welt bereisen. Kinder können von Reisen doch sehr profitieren. Zudem erhalten sie durch die Flexibilität mehr Entwicklungsfreiraum für ihr geistiges Potential aus welchem sie stets schöpfen können.

Einige berühmte Persönlichkeiten die Zuhause unterrichtet wurden:

  • Johann Wolfgang von Goethe in Nachahmung adliger Lebensverhältnisse
  • Wolfgang Amadeus Mozart, weil er seine Kindheit zu einem großen Teil auf Konzertreisen verbrachte
  • Mark Twain, Schriftsteller, im Alter von zwölf Jahren begann Mark Twain eine Druckerlehre. Abends ging er jeweils in die öffentlichen Bibliotheken, um sich weiterzubilden. Er hatte keine formelle Schulbildung und sagte: „Ich habe es der Schule nie erlaubt, sich in meine Bildung einzumischen.“
  • Agatha Christie, Krimi-Autorin
  • Christopher Paolini, Bestsellerautor
  • Erik Demaine, Computerspezialist

Stundenplan
Unser persönlich zusammengestellter Wochenplan besteht aus einem geregelten Tagesablauf. Ähnlich auch wie in der Schule beginnt der Unterricht um 8 Uhr und endet um 12:30 Uhr. Hierbei ist uns Kontinuität und Disziplin als Vorgabe durchaus sehr wichtig, da meiner Meinung nach ein strukturierter Tagesablauf für die spätere Entwicklung eines jungen Menschen maßgeblich erforderlich und entscheidend sind.

Täglich werden Fächer wie Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und Englisch bei uns durchgenommen. Für die wichtigen sozialen Kontakte in Gruppen mit gleichaltrigen Kindern sorgen Tanzverein, Chorsingen und Theatergruppe. Einmal die Woche geht meine Tochter zudem in eine Kindergruppe wo verschiedene Aktivitäten wie Spiele spielen, basteln etc. auf dem Programm stehen. Und alle zwei Wochen geht sie regelmäßig in ein Kunsthaus wo verschiedene künstlerische Projekte wie malen und basteln auf dem Programm stehen.

Zum regulären Unterrichtsstoff nutzen wir zusätzlich verschiedene Lernprogramme online auf Seiten wie z.B. (kostenpflichtig) www.sofatutor.at oder (kostenlose) wie www.schlaukopf.at. Dort hat man die Möglichkeit mittels Videoerklärungen und Multiple Choice Fragen zusätzlich sein Kind gut zu unterstützen. Außerdem macht es meinem Kind sichtlich Spaß, wenn sie beim Lernen auch am Computer arbeiten darf. Regelmäßiges ansehen von Dokumentationen, sowie Sachunterrichtsfolgen wie „die Sendung mit der Maus“ oder „PixiTV“ auf YouTube, runden unseren Unterrichtsablauf sinnvoll ab.

Ich bin sehr froh, dass es in Österreich die Möglichkeit zum häuslichen Unterricht gibt und kann mir nur wünschen, dass diese Alternative auch in Deutschland eines Tages zugelassen wird.

Tanja Begerack, Wien

Stromexporte steigen um mehr als 60 %

Jochen Habermann Pressestelle
Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Der Trend zu hohen Exportleistungen wurde im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr gesteigert. In den ersten sechs Monaten wurden netto 15,4 TWh ins europäische Ausland exportiert.

Im Vergleich zum Vorjahr 2012 entspricht dies einer Steigerung von 62 Prozent. Das saisonale Profil mit höheren Exporten in den Wintermonaten wiederholt sich auch im ersten Halbjahr 2013. Im Vergleich zum Vorjahr spiegelt sich vor allem der kalte März dieses Jahres in den Exporten wider. Die Hauptexportländer veränderten sich, die meisten Exporte verzeichnete Deutschland in die Niederlande (9,2 TWh, +32 %), gefolgt von Frankreich (5,9 TWh, +28 %) und Österreich (5,0 TWh, -45 %). Aus Tschechien wurden mit 6,5 TWh wiederum am meisten importiert, was einer Steigerung von einem Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die gesteigerten Ein- und Ausfuhren von elektrischer Energie sind vermutlich auf die kalten Witterungsbedingungen diesen Winter zurückzuführen.

Ein ausführlicher Artikel zur Beschreibung der Im- und Exporte des letzten Jahres wird in Kürze in der Zeitschrift EMW erscheinen.

Datengrundlage:
Bei den analysierten Exportdaten handelt es sich um die Commercial Cross‑Border Schedules (CBS), die von der Entso-E veröffentlicht werden.