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Ökodemokraten

Ökodemokraten und Bayernpartei gründen eine Ausschussgemeinschaft

 

Nach konstruktiven und offenen Gesprächen haben sich die Stadträte Elke März-Granda, Dr. Stefan Müller-Kroehling (beide ÖDP) und Robert Neuhauser (BP) auf die Bildung einer Ausschussgemeinschaft (AG) für die kommende Legislaturperiode geeinigt. Der entsprechende Antrag wird zur ersten Plenarsitzung des neugewählten Stadtrats gestellt.

Durch die Bildung der AG werde es deren Mitgliedern ermöglicht, in den verschiedenen Ausschüssen des Stadtrates vertreten zu sein. Ein derartiger Zusammenschluss ist für die Beteiligten sinnvoll, da sie andernfalls ohne eigenen Fraktionsstatus nicht in der Lage wären, Ausschusssitze zu besetzen und somit weitgehend von der täglichen Stadtratsarbeit abgeschnitten wären.

Im Gegensatz zu einer Fraktion kann bei einer AG nicht von gemeinsamen politischen Zielen ausgegangen werden. Die AG versteht sich daher auch in erster Linie als Zweckgemeinschaft, mit dem Ziel die demokratischen Mitwirkungsrechte der kleineren Gruppierungen zu wahren. „Jeder Beteiligte hat so die Möglichkeit die Ziele, für die er sich im Wahlkampf mit seiner Gruppierung eingesetzt hat, unabhängig zu verfolgen“, so Elke März-Granda.

Die Stadträte sind sich der unterschiedlichen Auffassungen zu diversen Themen bewusst und sind bereit diese zu respektieren. Dort, wo es inhaltliche Gemeinsamkeiten gibt, ist dennoch ein koordiniertes Vorgehen geplant: „Wir sind bereit, zum Wohle der Stadt Landshut und seiner Bürger auch parteiübergreifend zusammenzuarbeiten und wo möglich auch gemeinsam politische Akzente zu setzen“, betonte Dr. Stefan Müller-Kroehling. Die drei Stadträte sehen gemeinsame Ziele unter anderem im Erhalt des Charakters von Landshut, einer Drosselung des überstarken Wachstums und dem Erhalt der bayerischen Heimat, sowohl in Zeiten starken Wachstums als auch in Krisenzeiten.

Den Mitgliedern der AG ist es aber wichtig, dass jedes Ausschussmitglied bei allen politischen Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen entscheidet. „Entscheidungsvorgaben, denen manche Stadträte in den Fraktionen unterworfen sind, wird es bei uns nicht geben“, erläuterte Robert Neuhauser.

„Wir sind überzeugt, mit dieser Konstellation eine sinnvolle und stabile Lösung für die nächsten sechs Jahre gefunden zu haben, denn Demokratie braucht Vielfalt“, resümierten die drei Politiker.

 

Foto: ÖDP

 

Ökodemokraten wollen Ökolandbau auf Stadtgebiet sichern

Die Stadt Landshut wächst und wächst. Immer mehr Wiesen, Gehölze und Ackerland fallen neuen Gewerbeflächen und Wohnbebauung zum Opfer. Allen Anschein nach soll nun auch die BIO Gärtnerei Siebensee dieses Schicksal erleiden. Deshalb besuchten die ÖDP-Stadträtinnen Christine Ackermann und Elke März-Granda gemeinsam mit OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling die BIO Gärtnerei in Siebensee.

„Seit nunmehr über 30 Jahre wird in den Landshuter Auen biologisch gewirtschaftet“, erklärt Frau Andrea Vaas, die Pächterin der landwirtschaftlichen Flächen. „Diese Flächen haben also seit 30 Jahren keinen Kunstdünger und keine Spritzmittel gesehen, das ist nicht oft zu finden“, wie die Fachfrau für Bio-Landwirtschaft erläutert. Allein durch Einsatz von Nützlingen und mechanische Verfahren hält der Betrieb Boden, Luft und das Grundwasser sauber. Selbst auf die im Biobereich zugelassenen Pflanzenschutzmittel wurde bisher erfolgreich verzichtet. Dies kommt somit auch der Artenvielfalt zu gute. „Dieser Betrieb mit seiner schonenden und umweltfreundlichen Landwirtschaft im Stadtgebiet nicht nur ein kostbares Juwel für die Landshuter Bürger“ sondern spätestens seit dem erfolgreichen Volksbegehren und dem neuen Naturschutzgesetzt auch ein Leitbild, so die Politiker.

Denn durch den humusschonenden Ackerbau und durch den Verzicht auf energieaufwändig hergestellte Stickstoffdünger und Pflanzenschutzmittel verursachen Ökolandwirte gegenüber konventioneller Landwirtschaft viel weniger klimaschädlicher Treibhausgasemissionen.

Nicht nur die Nähe zum Trinkwasserschutzgebiet, sondern auch die Wertschöpfung vor Ort, die Regionalität und die kurzen Wege zum Verbraucher machen die Fortführung des Betriebs aus Sicht der Politiker so wichtig.

„Für jede größere Stadt muss es oberstes Gebot sein, den Fortbestand regionaler Erzeuger und dazu noch auf ökologischer Basis zu sichern!“, fordert Müller-Kroehling. „Wir brauchen viel mehr Bio-Flächen, nicht weniger!“

Dies mag möglicherweise nicht für die Stadt Landshut gelten. Denn im vergangenen Jahr hat die Stadt fünfeinhalb Hektar der von Frau Vaas gepachteten Flächen für die dortige Baulandentwicklung gekauft. Das ist die Hälfte der bisher bewirtschafteten Fläche der Gärtnerei. Ob sie den Betrieb dann noch aufrechterhalten kann, ist sich Frau Vaas heute nicht sicher und ihr Pachtvertrag mit der Stadt läuft noch vier Jahre.

„Wir wollen über einen Stadtratsantrag versuchen, dass die landwirtschaftlichen Flächen bei der Rahmenplanung zum neuen Baugebiet von jeglicher Bebauung ausgespart werden“, erläutert März-Granda.

Die Politiker sind sich einig, dass die Stadt diesen Schritt entsprechend ihrer selbstbindenden Beschlüsse konsequenterweise auch gehen muss. Denn Landshut ist seit 2017 Biostadt und im Ökopakt Bayern vertreten. „Dadurch hat sich die Stadt verpflichtet, den regionalen Ökolandbau und Einsatz von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Einrichtungen zu fördern. Auch soll die Bio-Branche im Rahmen der Wirtschaftsförderung unterstützt werden“, führt Ackermann aus.

Ein wichtiges Argument für den Erhalt der Flächen sei auch der sehr gute Ackerboden, der für eine Bebauung zu schade sei. „Ackerland ist nicht vermehrbar – guten Ackerboden zu versiegeln sei daher ein Schritt in die falsche Richtung, ist man sich einig. Denn auch zukünftige Generationen sollten die Chance haben, gesunde Lebensmittel ohne allzu viel Chemie-Einsatz zu erzeugen und eine bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten.

„Es wäre absurd, wenn die Biostadt Landshut einer ihrer wenigen Biolandwirte durch eine Bebauung den Gar ausmachen würde“, findet März-Granda. „Die Stadt sollte vielmehr den Verpflichtungen durch den Ökopakt Bayern und als Biostadt nachkommen und gerade hier mit gutem Beispiel vorangehen!“, schließt sich Müller-Kroehling der Aussage an. Er wolle als OB regionalen Bio-Landbau statt neuer Großmarkt-Hallen von Gemüsehändlern, die ihre Produkte mit LKWs und vom Flughafen klimaschädlich herantransportieren müssen.

 

Bildquelle: ÖDP-Landshut

Ökodemokraten verteilen Taschen-Aschenbecher

 

 

Kleines Ding – große Wirkung

 

Mit dieser Mitmach-Aktion am vergangenen Samstag wollen die Ökodemokraten auf die Verschmutzung der Stadt und der Umwelt durch Zigarettenkippen aufmerksam machen und gleichzeitig eine pfiffige Lösung für Raucher anbieten.

Zigarettenkippen sind weltweit der häufigste Müll in der Landschaft. Sie sind aber weit mehr als nur ein ästhetisches Problem. Denn über jede achtlos weggeworfene Kippe geraten viele zum Teil sehr schädliche Chemikalien in den Boden und in das Grundwasser.

„Noch immer landen viele Zigarettenkippen auf Gehwegen, Straßen, in den Grünanlagen und sogar in der Isar, statt in den öffentlichen Abfallbehältern. Mit unserer Aktion wollen wir die Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, die Überreste ihrer Zigaretten im Aschenbecher statt in der Umwelt zu entsorgen. Mit den kleinen praktischen Aschenbechern lassen sich Zigarettenreste bequem bis zum nächsten Abfalleimer transportieren“, sagt OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling.

 

„Ich glaube nicht, dass sich jemand, der eine Zigarette draußen wegschnippt oder in einem Kanaldeckel verschwinden lässt, Gedanken darüber macht, was er in diesem Moment damit anrichtet“, ist ÖDP-Stadträtin Christine Ackermann überzeugt.

Die ÖDP-Politiker wollen angesichts der sehr schädlichen Auswirkungen der Kippen in der Umwelt, dass das Phänomen nicht länger ignoriert wird. Denn ein Zigarettenstummel verunreinigt bis zu 40 Liter Wasser. Schon ein Zigarettenstummel pro Liter Wasser macht Fischen den Garaus, warnen nun Wissenschaftler von der San Diego State University. Die Hälfte ihrer Fische starb, wenn die Forscher die Tiere vier Tage lang in Wasser hielten, in dem zuvor für einen Tag eine Kippe pro Liter geschwommen war.

Zigaretten enthalten jedoch nicht nur Nikotin, sondern auch Arsen und Schwermetalle wie Kupfer, Blei und Kadmium sowie unzählige andere Chemikalien. Diese Gifte setzen sich in den Kunststofffiltern ab. Viele der Inhaltsstoffe sind laut WHO krebserregend. Mit dem Regen werden die Gifte in den Boden und ins Meer gespült und das Plastik zerfällt in Mikroplastik. Über Fische gelangen so Gifte und Mikroplastik in die Nahrungskette.

„Wir wollen mit der Aktion den Müll in der Stadt reduzieren und vor allem die Bürger sensibilisieren, welche Auswirkungen eine achtlos weggeworfene Kippe auf die Umwelt hat“, erläutert ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda.

Die Resonanz der beschenkten Raucher auf die Aktion war durchweg sehr positiv und mit viel Verständnis für die dahinterstehenden Belange. Dadurch sehen sich die ÖDP-Politiker bestärkt, mit der Sensibilisierung fortzusetzen und in den nächsten Wochen mit der kostenlosen Verteilung des recyclebaren Taschen-Aschenbecher fortzufahren. Wer mitmachen möchte, kann sich unter landshut@oedp.de melden.

 

Bildquelle: Dropbox – ÖDP Landshut

Die ÖDP lädt zum vierten Stadtteilgespräch ein

 

Unter dem Motto “Lebenswertes Landshut – Was bewegt Sie in Ihrem Stadtteil?” machen sich die Ökodemokraten übers Jahr verteilt auf den Weg durch ganz Landshut. Das vierte Stadtteilgespräch – für die Stadtteile Achdorf und Berg – findet am Dienstag, den 8. Oktober um 19.30 Uhr in der Gaststätte Zollhaus im Saal, Äußere Münchener Str. 83 in Landshut statt.

Dort können Interessierte mit dem OB-Kandidaten Dr. Stefan Müller-Kroehling und den Stadträtinnen Christine Ackermann und Elke März-Granda ins Gespräch kommen. Alle Landshuter Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu einem gegenseitigen Kennenlernen und Austausch eingeladen.

 

Foto: ÖDP