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ÖDP

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat sich aufgrund eines Videos in dem die Firma Nestle positiv dargestellt wurde einigen Ärger zugezogen und musste sich den Vorwurf gefallen lassen, dass die Grenze zur Werbung überschritten ist. Die CDU-Politikerin ist neben dem Vorstandschef von Nestlé Deutschland, Marc-Aurel Boersch, zu sehen – und lobt dessen Unterstützung im Kampf für gesündere Lebensmittel.

Im Landshuter Stadtrat mehren sich Anträge, die auf den Kauf oder einen Vertragsschluss / eine Genehmigung mit konkreten Firmen und Produkten abzielen.
So hat nun die SPD-Fraktion beantragt einer bestimmten GmbH (siehe Foto) die Nutzung einer Surfanlage auf der Isar im Bereich des Marschallsteges zu gestatten.
Vor Monaten hatte der Fraktionschef der Grünen, Stefan Gruber beantragt Elektromobile eines bestimmten Herstellers durch die Stadt zu beschaffen. Stadträtin März-Granda hat kürzlich im Zusammenspiel mit der Umweltverwaltung der Stadt Landshut erreicht, dass eine bestimmte Firma (Recup) einen Auftrag über 25.000 wiederverwendbare Heißgetränkebecher erhält.
So richtig und sinnvoll die einzelne Vergabeentscheidung am Ende auch sein mag, so deutlich ist das Geschmäckle in einem Antrag bereits einen bestimmten Anbieter zu benennen. Nach dem Vergaberecht und den Anti-Korruptionsgrundsätzen sollten lediglich die gewünschten Eigenschaften und Kriterien genannt werden und durch eine neutrale Ausschreibung der  (Dienst-)Leistung oder eines Produkts dem gesamten Markt eine reale Chance gegeben werden.

 

ÖDP und „Fridays for Future” beim Ramadama in der Bayerwaldsiedlung

Gemeinsam mit einigen Aktiven von “Fridays For Future” und einer engagierten Gruppe Landshuter Bürgerinnen und Bürger hat die ÖDP am vergangenen Samstag eine Säuberungsaktion in der nördlichen Bayerwaldsiedlung durchgeführt.

 

Innerhalb von knapp zwei Stunden wurde ein stattlicher Haufen Müll von Plastik, Glasflaschen und ein großer Eimer Zigarettenkippen gesammelt. OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling, auf dessen Anregung die Aktion stattfand, wies darauf hin, dass Mikroplastik eine tickende Zeitbombe sei und es weltweit in absehbarer Zeit zu einem der größten Probleme werde. Er forderte daher: „Mikroplastik muss an der Quelle gestoppt werden!“. Es belastet in hohen Konzentrationen bereits die Isar und sein Bachbett 87,9 Partikel Mikroplastik pro Kubikmeter Flusswasser fanden Forscher der Universität Bayreuth 2018 oberhalb von Landshut Tendenz steigend.

Erschrecken war die große Menge an giftigen Zigarettenstummeln, die man in der kurzen Zeit fand. Denn die Filter der weggeworfenen Kippen stecken voller Giftstoffe. Beim Rauchen sammeln sich Nikotin, Arsen, Blei und viele andere Chemikalien in den Filtern. Immer wenn es regnet, sickern diese Stoffe mit dem Regenwasser in den Boden oder in die Kanalisation. Laut Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vergiftet schon ein einziger weggeworfener Zigarettenstummel schätzungsweise 40 Liter Grundwasser. Auf diesem Weg gelangen jedes Jahr weltweit etwa 90 Tonnen an Nikotin und über eine Tonne Arsen in die Umwelt. Gefährdet werden dadurch nicht nur Fische, auch Kleinkinder fallen dieser Umweltverschmutzung immer wieder direkt zum Opfer. Bei ihnen kann schon eine einzige verschluckte Kippe zu ernsthaften Vergiftungssymptomen bis hin zum Tod führen.

„Diese Mengen an giftigem Müll in Landschaft, Boden und Grundwasser können wir nicht einfach übersehen”, so ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda. Auch Stadträtin Christine Ackermann und die fleißigen Helfer zeigten sich entsetzt über die zustande gekommene Menge an Kippen, die aufgrund ihrer hohen Giftstoffkonzentration eigentlich im Sondermüll zu entsorgen wären.

Ein weiterer, global bedeutsamer Aspekt der Exkursion war die nur auf den ersten Blick „landschaftlich unspektakuläreÖrtlichkeit im Gewerbegebiet am nördlichen Stadtrand. Ein Teil des Gebietes liegt auf einem entwässerten Niedermoor, und das sei für Landshut eine Besonderheit. Dr. Müller-Kroehling erklärte, woran man den Moorboden erkennt, und warum sein aktueller, stark zersetzter Zustand sehr schlecht für das Weltklima ist. Wegen des großen Interesses an dem Thema wird es hierzu auch eine eigene Führung geben (Termin wird in der LZ und auf der Homepage der ÖDP bekanntgegeben). Den Brotzeitzuschuss der Stadt spendete die Gruppe dem Verein ‘Rettet den Regenwald e.V

 

Foto: ÖDP

“beziehungsweise!“ mit Christian Grote

 Mittwoch, den 13. März um 20 Uhr im Literaturcafé im Röcklturm

Die ÖDP lädt im Rahmen des Internationalen Frauentags zu einem humorvoller Benefizabend mit Liedermacher Christian Grote ein. An diesem Abend steht die Beziehung zwischen Frau und Mann im Vordergrund. Passen die beiden Geschlechter wirklich zusammen? Ist Liebe nur eine undurchsichtige Laune der Natur, die nur noch nicht richtig erforscht worden ist? Antworten auf diese Fragen und Einblicke in das Phänomen Liebe gibt die literarisch-musikalische Liebes-Erklärung „beziehungsweise!“

Genießen Sie einen unterhaltsamen Abend für einen guten Zweck.
Beginn 20 Uhr / Eintritt frei – Spenden erwünscht / freie Platzwahl /
Reservierung unter c.s.m.kurtenbach@t-online.de

Die Spenden kommen vollumfänglich den Landshuter Frauenhäusern zugute.

 

Foto: ÖDP

Bayern braucht eine vernünftige Politik und kein Raumfahrtprogramm

ÖDP-Kandidaten positionierten sich klar zu ihrem Programm und nahmen kritisch Bezug zu aktuellen politischen Themen

 

Mit chilenischem Essen und einer Drehorgeleinlage feierte die ÖDP ihren Wahlabschluss im voll besetzten Nebenzimmer des Gasthauses Casa Alejandro. Dabei positionierten sich die ÖDP-Kandidaten klar zu ihrem Programm und nahmen kritisch Bezug zu aktuellen politischen Themen.

Marie-Sophie Vogel, Direktkandidatin für den Landtag, machte sich für eine dringend notwendige Bildungsreform stark. „Dem Anspruch auf Förderung der Persönlichkeit wird das aktuelle Schulsystem in keiner Weise gerecht“, so die Politikerin. Die bisherigen Reformen führten eher zu einer Verschlechterung für Schüler, Studierende und Lehrkräfte. „Die furchtbare Konsequenz ist die sprunghaft steigende Zunahme von Ritalin oder Antidepressiva“, bedauerte Vogel. Auch für Lehrkräfte sei nach wie vor die psychische Belastung der Hauptgrund für deren Frühpensionierung. Die Politikerin forderte kleinere Klassen und zwei pädagogische Fachkräfte pro Klasse. Dies entlaste nicht nur die Lehrkräfte, sondern ermögliche eine individuellere Förderung der Schüler.

Beim Thema Wohnungsbau kritisierte Elke März-Granda, Direktkandidatin für den Bezirkstag die Vorgehensweise der Bayerischen Staatsregierung. „Jahrzehntelang wurden wirkungsvolle Förderprogramme für den sozialen Wohnungsbau auf Eis gelegt“, so die Politikerin. Anstatt hier tätig zu werden, habe man vor fünf Jahren noch rund 33.000 GBW-Wohnungen an einen privaten Investor verkauft. „Und nun versucht Herr Söder mit seiner Weltraummission für 700 Millionen Euro Wähler zu gewinnen, anstatt sich den aktuellen irdischen Problemen, wie der Wohnungsnot zu widmen“, bemängelte die ÖDP-Politikerin.

„Der Dieselskandal ist ein Lehrbeispiel wie Konzernspenden aktuell die Politik beeinflussen“, so Lorenz Heilmeier, Listenkandidat für den Landtag. Anstatt die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und für ordentliche Schadensersatzregelungen zu sorgen, wird die Automobilindustrie geschont. Völlig ohne Rechtsgrundlage sollen sich jetzt auch noch die Steuerzahler an den Milliardenschaden beteiligen. „Hier haben sich die Millionenspenden der Autoindustrie an die Regierungsparteien für die Konzerne richtig bezahlt gemacht“, kritisiert der Politiker. „Die ÖDP hingegen ist frei von Firmenspenden und garantiert deshalb eine unabhängige Politik“, so Heilmeier.

Wolfgang Hiemer, Listenkandidat für den Bezirkstag, bezweifelte, dass die Bundesregierung die geplanten 8.000 Pflegestellen kurzfristig schaffen könne. Es gäbe viel zu wenig Bewerber und deren Qualifizierung dauere Jahre. „Dies wird dazu führen, dass wegen fehlender Fachkräfte und klarer gesetzlicher Vorgaben, trotz freier Plätze in den Heimen und Krankenhäusern, keine Aufnahmen mehr möglich sind“, prognostizierte Hiemer. Eine langfristige Lösung wäre ein verpflichtendes soziales Jahr für junge Menschen. Diese erhielten dadurch Einblick in soziale Berufsfelder und könnten so Verantwortung übernehmen.

Der Landshuter Ortsvorsitzende Heiko Helmbrecht erinnerte an die erfolgreich abgeschlossene erste Phase des von der ÖDP initiierten Volksbegehrens für Artenvielfalt. Er appellierte an die Wähler in Sachen Klimaschutz nicht auf ´Klimawandel-Nichtwahrhaben-Woller` hereinzufallen. „Niemand kann der ÖDP in Sachen Klimaschutz und ´Bewahrung unserer Heimat` das Wasser reichen. Denn die ÖDP vertritt eine wachstumskritische Grundhaltung, bei der nicht Profit, sondern das Gemeinwohl im Vordergrund steht“, so Helmbrecht.

 

Foto: ÖDP

Wahlkampfabschluss der ÖDP

 

Die Ökologisch-Demokratische Partei lädt für Sonntag, den 7. Oktober zum offiziellen Wahlkampfabschluss mit den Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl ein.

Mit dabei sind die Landshuter Stimmkreiskandidatin für die Landtagswahl, Marie-Sophie Vogel, sowie Listenkandidat Lorenz Heilmeier, die Stimmkreiskandidatin für die Bezirkstagswahl, Elke März-Granda, und Listenkandidat Wolfgang Hiemer. “Bayern braucht eine ehrliche und vernünftige Politik, die den Bürgern und dem Land zugute kommt. Mondfahrtprogramme gehören sicherlich nicht dazu! Vielmehr wollen wir uns verstärkt für eine sichere und lebenswerte Zukunft in unserer Heimat einsetzen”, sagt Elke März-Granda. Die Wahlkampfabschlussveranstaltung mit einem musikalischen Schmankerl findet um 19 Uhr im Nebenzimmer des Gasthauses Casa Alejandro in Landshut in der Klötzlmüllerstraße 6 statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich über das Programm der ÖDP zu informieren und mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen.

 

 

Mehr Lebensqualität vor der Haustüre

Landshut bekommt eine Freiflächengestaltungssatzung – Plenum stimmt einstimmig für den ÖDP Antrag

 

Wir alle haben den Klimawandel in den letzten Monaten hautnah erlebt. Hitze, endlose Trockenheit, Ernteausfälle, leere Flüsse, sterbende Bäume, brennende Moore und vertrocknende Wälder. „In einer Stadt wie Landshut mit dicht bebauten und weitgehend versiegelten Bereichen kühlt sich die Luft über Nacht kaum noch ab. Die Nachttemperaturen sind in Städten bis zu zehn Grad höher als auf dem Land“, erläutert die ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda. Wir haben mit Hitzeinseln zu kämpfen. Je mehr Versiegelung, desto weniger Grün, desto verheerender sind die Auswirkungen der Hitzeinseln, die sich in der Stadt bilden. Besonders ältere Menschen und kleine Kinder haben zunehmend gesundheitliche Probleme und leiden unter dieser großen Hitze.

„Landshut ist dieser Herausforderung bisher in keiner Weise gewachsen“, kritisiert sie.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde einer klimagerechten Bauleitplanung viel zu wenig Beachtung geschenkt, ist die Stadträtin der Auffassung. „Insgesamt wurde zu wenig begrünt und zu viel versiegelt“, moniert März-Granda.

„Momentan steht die Schaffung von Wohnraum in Landshut an oberster Stelle in der Stadtplanung. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die vielen Bewohner auch Erholungsräume mit ausreichend Grün vor ihrer Haustüre brauchen. Dafür soll eine Freiflächengestaltungssatzung einen verbindlichen Rahmen schaffen“, so die Politikerin.

„Je intensiver der Ruf nach weiterer Verdichtung beim Bauen ertönt, umso gefährdeter sind gleichzeitig die noch bestehenden innerstädtischen Naturräume“, mahnt die Stadträtin. Ihrer Ansicht nach müssen weitere Grünflächen ausgewiesen werden, wenn die Einwohnerzahl Landshuts steigt und neue Baugebiete entstehen. Gerade bei größeren Freiflächen, wie Parkplätze und Flachdächer, seien Vorgaben für die Begrünung zielführend. So können “Steinwüsten” vermieden, der Versiegelungsgrad der Fläche reduziert und die Lebensqualität erhöht werden.

Im Gegensatz zu anderen Städten, wie etwa München oder Lindau, hat Landshut keine einheitlichen Standards bei der Gestaltung von Freiflächen. Dies zeigten die Diskussionen im Bausenat, in dem auch März-Granda sitzt. „Bei jedem Bauvorhaben wird bisher nach den Vorgaben des Planers oder nach Ermessen entschieden, wie die Freiflächen zu gestalten sind“, so die Stadträtin. Deshalb sollten ihrer Meinung nach endlich verbindliche Mindeststandards bei der Gestaltung von Freiflächen definiert werden, die dann für jedes Bauvorhaben gelten. Damit werden alle Bauherren gleichbehandelt und es werde auch Rechtssicherheit für den Bauwerber geschaffen.

„Eine eigene Freiflächengestaltungssatzung kann gute Dienste leisten und trotz verstärkten verdichteten Bauens die Qualität der Freiflächen erhalten und eine hochwertige Begrünung der Baugrundstücke sichern“, erläutert die Stadträtin.

 

Auf der nachfolgenden Seite ein paar Beispiele im Vergleich ohne und mit Begrünung:

 

 

*ENDE*

Bildtext: Marie-Sophie Vogel und Dirk Hellmann

 

Unsere Kinder müssen uns etwas wert sein!

ÖDP veranstaltet Benefizkonzert

 

Am vergangenen Sonntag lud die ÖDP zum Benefizkonzert im Wintergarten am Dreifaltigkeitsplatz in Landshut ein. Im gut besetzten Lokal zauberten die Geschwister Sonja und Konrad Horsch mit eigenen Balladic-Rock-Kompositionen und Cover-Versionen englisch- und deutschsprachiger Poprock-Klassiker einen farbenfrohen Klangteppich.

Marie-Sophie Vogel, die Landtagsdirektkandidatin der ÖDP begrüßte die anwesenden Gäste und stellte kurz den ÖDP Kreisvorsitzenden Lorenz Heilmeier und ÖDP Stadträtin Elke März-Granda vor. Heilmeier kandidiert als Listenkandidat für den Landtag und März-Granda als Direktkandidatin für den Bezirkstag.

Seit 37 Jahren ist das “Gute Land” in Schnedenhaarbach bei Vilsbiburg eine Anlaufstelle für Suchtkranke. Mit ganzer Hingabe unterstützt das Team der therapeutischen Wohngemeinschaft die Betroffenen dabei, sich ins Leben zurück zu kämpfen – sei es, um einen neuen Freundeskreis aufzubauen, eine Wohnung zu finden oder eine Ausbildung nachzuholen.

„Als politisch engagierte Studentin der Hochschule Landshut ist es mir wichtig, solche Randgruppen unserer leistungsorientierten Gesellschaft nicht aus den Augen zu verlieren“, so Vogel. Um die mittlerweile legendäre Arbeit des “Guten Landes” den Konzertbesuchern vorzustellen, interviewte sie den Leiter des “Guten Lands”, Dirk Hellmann, zu seiner Arbeit und seiner Autobiographie “Die neuen Abenteuer eines Taugenichts”.

Hellmann fasst sein Buch kurz zusammen. Er berichtet, dass er als eines von sechs Kindern in einer Arbeiterfamilie groß wurde. Die Eltern waren beide Alkoholiker. „Ich habe mich nie wirklich gewollt gefühlt und fragte mich, was eigentlich der Sinn meines Lebens ist“, fügt er an. In seinem Buch beschreibt er die Suche danach mit Drogen und Spiritualität. Und auch, wie er letztendlich den Sinn seines Lebens gefunden hat.

Jetzt habe sich die Situation der Kinder aus sozial schwachen Familien noch verschlechtert. Das läge vor allem daran, dass sich die Nachbarschaftsbeziehungen drastisch verschlechtert haben. „Uns hat das damals ein bisschen aufgefangen, dass unsere Nachbarn sich unser angenommen haben, sich mit verantwortlich gefühlt haben“, erläutert Hellman. Heute sind diese Beziehungen unbeständiger, es gibt viel mehr Alleinerziehende und man fühlt sich oft weniger mitverantwortlich. Deshalb schaut man auch schneller mal weg. Auf der anderen Seite sei das Angebot für solche Familien gewachsen. Das Jugendamt biete mehr Hilfen an als früher.

Hellmann betont, dass die Politik die Situation solcher Kinder nachhaltig verbessern könnte, indem man sich diesen Kindern durch individuelle Förderung und durch kleinere Klassen mehr annehmen könnte.

Präventionsarbeit bei Kindern und Jugendlichen hält Hellmann für besonders wichtig. „Kinder brauchen Selbstwirksamkeits-Erfahrungen, also Erfolgserlebnisse, wo sie merken, das kann ich, darin bin ich gut und das honoriert auch jemand“, erläutert der Leiter der Wohngemeinschaft. In diese Richtung müsse sich auch der Schulunterricht verändern und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder unterstützen. „Und es braucht dringend Menschen, die hinschauen und zuhören, wenn ein Kind erzählt, wie es Zuhause läuft“, fährt Hellmann fort. Damit Präventionsarbeit das leisten kann müsse der Personalschlüssel deutlich angehoben werden, sowohl in Schulen, als auch in der Sozialen Arbeit. „Unsere Kinder müssen uns etwas wert sein!“, schlussfolgert Hellmann.

Von der Legalisierung sogenannter sanfter Drogen, wie Cannabis hält er nichts. Denn jede Droge sei gefährlich. Auch Alkohol und Tabakprodukte fordern jährlich viele Todesopfer. Cannabis sei bei den meisten seiner Klienten der Anfang ihrer Drogenkarriere. Die Anwendung von Cannabis im medizinischen Bereich sei ein anderes Thema und durchaus sinnvoll.

Laut Hellmann könne die Politik unterstützend helfen. Um Hilfe zu bekommen sei der Anfahrtsweg zu bürokratisch. „Mir wäre wichtig, dass die Aufnahme unbürokratisch und schnell geht, dass der Mensch im Vordergrund steht und erst danach die Kosten, oder die Zahlungsfähigkeit und Zuständigkeit geprüft werden“, so Hellmann. Eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen, Regierungsbezirken und Bundesländern wäre wünschenswert. Bayern sei da zwar im Gegensatz zu anderen Bundesländern schon sehr gut. Aber es sei trotzdem schwierig, wenn ein Mann zu uns kommen will, der nicht im Einzugsgebiet lebe.

Die ÖDP-Politikerin bedankte sich bei Dirk Hellmann für das sehr offene Gespräch und überreichte ihm am Ende der Veranstaltung eine Spende in Höhe von 275,– Euro für die weitere Arbeit des „Guten Landes“.

 

Foto: ÖDP

Auf dem Foto von links nach rechts: Heiko Helmbrecht (Ortsvorsitzender ÖDP Landshut), Urban Mangold (ÖDP Bezirksrat), Agnes Becker (stellv. ÖDP Landesvorsitzende), Klaus Mrasek (ÖDP Landesvorsitzender) und Elke März-Granda

 

ÖDP übergibt Unterschriftenlisten zum Artenschutz-Volksbegehren

Mittlerweile hat die Landshuter ÖDP in den letzten Wochen über 850 Unterschriften für das Volksbegehren “Rettet die Bienen, Vögel und Schmetterlinge – stoppt das Artensterben” gesammelt. Am vergangenen Bezirksparteitag in Bogenberg überreichten der ÖDP Ortsvorsitzende Heiko Helmbrecht und Stadträtin Elke März-Granda die gesammelten Unterschriften. Mit dem Volksbegehren wollen die ÖDP und über 50 Bündnispartner das bayerische Naturschutzgesetz ändern. Es sieht umfassende Ergänzungen des bayerischen Naturschutzgesetzes vor, um die Artenvielfalt in Bayern zu erhalten. “Das Sterben der Bienen steht als Symbol für eine aus den Fugen geratene Natur”, sagte ÖDP-Landesvizin Agnes Becker. Die moderne intensive Landwirtschaft lasse kaum noch Raum für Wildkräuter, Insekten und Vögel. “Wir erleben damit die desaströsen Konsequenzen der CSU-Agrarpolitik, der auch immer mehr kleine Landwirte zum Opfer fallen”, klagte Becker. Das Volksbegehren habe zum Ziel, die Landwirtschaft mit dem Artenschutz zu versöhnen.

Die ÖDP wird auch in den nächsten Samstagen jeweils von 10 bis 14 Uhr in der Altstadt und vor dem Ländtor mit einem Infostand und Unterschriftslisten präsent sein und weiter für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ werben.

 

 

Flächenfraß: Die Antwort der ÖDP auf das Gerichtsurteil zum Volksbegehren

Erst in der vergangenen Woche hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof  das Volksbegehren gegen Flächenfraß „Betonflut eindämmen“ abgelehnt.

 

Laut dem Gericht schränken die Ziele des Volksbegehrens die kommunale Planungshoheit unzulässig ein. Trotzdem will die ÖDP den Kampf gegen den Flächenfraß mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen fortsetzen. Dazu hat die örtliche ÖDP den Flächenfraß pro Minute in Bayern anschaulich dargestellt (siehe Foto). Jeden Tag verschwindet etwa die Fläche von 14 Fußballfeldern unter Beton und Asphalt. Damit wird in weniger als zwei Jahren eine Fläche verbraucht, die dem gesamten Stadtgebiet von Landshut entspricht.

 

Foto: ÖDP

Auf dem Foto von links nach rechts:
stellv. Vorsitzender Herbert Eichner, Beisitzerin Marie-Sophie Vogel, Vorsitzender Heiko Helmbrecht, Stadträtin u. Pressesprecherin Elke März-Granda, Beisitzer Peter Keil und Kreisvorsitzender Lorenz Heilmeier.

Der amtierende Orstvorsitzende, Herbert Eichner, begrüßte die Mitglieder recht herzlich. In seinem Jahresrückblick ging er vor allem auf den zurückliegenden Bürgerentscheid zur Westtangente ein. „Wir hätten uns gewünscht, dass bei den Politikern, die das neue Begehren initiierten, eine moralische Bindung gegenüber dem Bürgerwillen aus dem ersten Bürgerentscheid vorhanden gewesen wäre“, so Eichner enttäuscht. „Jetzt hat die Stadt ein großes Finanzierungsproblem“, ergänzt der ÖDP-Mann. Damit Landshut eine Förderung für das gigantische Straßenbauprojekt bekomme, müsse eine Klassifizierung der Straße als „Staatsstraße“ erfolgen. Dazu benötige aber die Stadt ein teures Fachgutachten zur Vorlage bei der Regierung. „Für uns ist dies nach wie vor ein überflüssiges, naturzerstörendes Straßenbauprojekt, das im Nirvana endet und weite Teile des Stadt-Westens verlärmen wird“, führt Eichner fort „und das während um uns herum ein Artensterben enormen Ausmaßes stattfindet“.

Eichner lobte die erfolgreiche Arbeit der beiden ÖDP-Stadträtinnen Christine Ackermann und Elke März-Granda. Aufgrund ihre Initiative hat der Landshuter Stadtrat den Beitritt zum Netzwerk der Bio-Städte beschlossen. Große Schritte gelang der ÖDP auf naturschutzfachlicher Ebene. Die Stadt kommt nach Jahrzehnten endlich ihrer Verpflichtung nach, die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen im Zusammenhang mit Baumaßnahmen umzusetzen. Auch werden nun Seitens der Stadt die grünordnerischen Festsetzungen in Bebauungsplänen, zum Beispiel das Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern, Ort kontrolliert.„Beides sind wichtige Maßnahme zum Arten- und Biotopschutz“, erläutert März-Granda. Die Stadt habe für diese Aufgaben ihr Personal aufgestockt.

Einig waren sich alle Anwesenden, dass das wertvolle Gebiet der Ochsenau zu erhalten ist. Seit mehr als zwei Jahrzehnten blieb die Ochsenau von jeglicher Landwirtschaft verschont und die Natur war hauptsächlich sich selbst überlassen. „Die Experten schätzen das Gebiet nach ersten Untersuchungen als unbedingt schützenswert mit deutschlandweit einmaliger Tier-, Pflanzen- und Wiesenpilzwelt ein“, erläutert März-Granda. Deshalb war es nach ihrer Meinung ein völlig falsches Signal des Stadtrates nicht einmal artenschutzfachliche Erhebungen dort zuzulassen. „Wir dürfen die kostbaren Bereiche unserer Stadt nicht einem ungezügelten Bauwahn preisgeben!“, fordert die Stadträtin. Deshalb spricht sich die ÖDP ausdrücklich für den Erhalt der Ochsenau aus und unterstützt die Bürgerinitiative „Schützt die Ochsenau bei Auloh“. „Nachdem die Stadt sowieso weitere Ausgleichsflächen benötigt, wäre dies eine elegante und sinnvolle Lösung und gleichzeitig wäre der Erhalt der Ochsenau gesichert“, so die Stadträtin.

Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Heiko Helmbrecht als neuer Vorsitzender gewählt. Helmbrecht ist freiberuflicher Informatiker und Familienvater. „Ich möchte die Themen der ÖDP voranbringen, und dabei neue Akzente in den sozialen Medien setzen, damit die ökologischen, ökonomischen und sozialen Ziele der ÖDP die Aufmerksamkeit erhalten, die sie auch verdienen“, betont der neue Vorsitzende.

Der bisherige Vorsitzende Eichner will sich nach seiner langjährigen Tätigkeit etwas mehr seiner Familie widmen und gratulierte dem frisch designierten Vorsitzenden zur Wahl. Eichner wird künftig als stellvertretende Vorsitzender dem neuen ÖDP-Chef unterstützend zur Seite stehen. Als Beisitzer gewählt vervollständigen die erweiterte Vorstandschaft Martin Hanselmann, Peter Keil und Marie-Sophie Vogel. Die Pressesprecherin Elke März-Granda wird erneut in ihrem Amt bestätigt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.