Home Tags Posts tagged with "Oberbürgermeister Alexander Putz"

Oberbürgermeister Alexander Putz

26 Tage und rund 1600 Kilometer liegen hinter Oliver Trelenberg (links), als er am Samstag auf seiner 5000 Kilometer langen Benefiz-Radtour von Oberbürgermeister Alexander Putz vor dem Rathaus empfangen wurde.

PRESSEMITTEILUNG
Zwischenstopp in Landshut: OB Putz empfängt und würdigt Spendenradler „Oli“
Unter dem Motto „Krebspatient radelt für guten Zweck“ tritt Oliver Trelenberg aus Hagen/Westfalen jährlich tausende Kilometer in die Pedale, um Spenden für krebs- und schwerstkranke Menschen zu sammeln. Seit 6. Juli ist Trelenberg mit seinem Herzensprojekt „Oli radelt“, das er vor sechs Jahren ins Leben rief, wieder kreuz und quer durch Deutschland unterwegs. Rund 5000 Kilometer in 83 Tagen hat er sich heuer auf die Fahnen geschrieben. Auf seinem Weg liegen 81 Gemeinden und Städte, darunter auch die Stadt Landshut, in der er am Samstag – voll im Zeitplan – nach 26 Tagen on tour und rund 1.600 Kilometern in den Beinen einen Zwischenstopp einlegte. Vor dem Rathaus wurde er schon von Oberbürgermeister Alexander Putz und der Sportbeauftragten Sabrina Högl erwartet, die ihn herzlich willkommen hießen.
Der Rathauschef würdigte Trelenbergs herausragendes Engagement und zeigte sich beeindruckt, mit wie viel Herzblut und Hingabe sich der 55-Jährige für die Belange von Krebspatienten einsetzt. Vor allem seine Lebensgeschichte und Beweggründe beeindruckten den Oberbürgermeister: Nach einem schweren Lebensweg schaffte der damals 38-Jährige nach ärztlicher und therapeutischer Behandlung die Kehrtwende aus der Alkoholabhängigkeit. Besonders das Radfahren, das er 2009 für sich entdeckte, beeinflussten ihn und seine seelische Gesundheit überaus positiv. 2013 dann, im Alter von 48 Jahren, ereilte ihn ein weiteres Schicksal: Schockdiagnose Kehlkopfkrebs. Schritt für Schritt kämpfte er sich ins Leben zurück. Durch regelmäßige Bewegung, vor allem das Radfahren, gelang es ihm, neuen Lebensmut zu schöpfen.

Die Erfahrungen mit dieser Krankheit haben dazu geführt, dass er 2014 das Projekt „Oli radelt“, das unter der Schirmherrschaft von Hagens Oberbürgermeister Erik Schulze steht, ins Leben rief. Sein Herzensanliegen: „Ich möchte Menschen mit ähnlichen Schicksalen ermutigen“, betont Trelenberg. Auf seinen Radtouren zeigt er deshalb auch Wege aus persönlichen Lebenskrisen auf und sammelt Spenden. Allein in den vergangenen fünf Jahren „erradelte“ er einen Spendenbetrag von über 30.400 Euro, unter anderem zugunsten des Deutschen Kinderhospizvereins, um mittellosen Krebspatienten Urlaub zu ermöglichen oder um sterbenskranken Menschen einen letzten Wunsch zu erfüllen. Alle Spenden kommen zu 100 Prozent einer jährlich wechselnden Institution zugute. In diesem Jahr fließen sie in den Spendentopf der Hilfsorganisation „Flying Hope“. Dieser gemeinnützige Verein, dem Piloten mit langjähriger Flugerfahrung angehören, vermittelt Flüge für Kinder, die dringend in Hospize, zu medizinischen Sonderbehandlungen oder zu Kuraufenthalten geflogen werden müssen und deren Familien selbst nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen. Trelenbergs großes Engagement führte dazu, dass er bereits zweimal vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier empfangen wurde.

Über 3000 Kilometer liegen jetzt noch vor ihm, um das Ziel, am 26. September wieder in seiner Heimatstadt Hagen zurück zu sein, zu erreichen.
Bevor es für Trelenberg auf in die nächste Etappe über Landau nach Deggendorf ging, überreichte ihm Putz als Zeichen der Verbundenheit ein Buchskränzchen und wünschte ihm auf seiner Tour viel Kraft, Ausdauer und gutes Wetter.
Wer das Projekt mit einer Spende unterstützen möchte – die Bankverbindung lautet: Stadt Hagen, Sparkasse Hagen Herdecke, IBAN: DE23 4505 0001 0100 0004 44. Bitte unbedingt den Verwendungszweck angeben: Spende Flying Hope. Informationen gibt es auch online unter www.oli-radelt.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/oliradelt.

Foto: Stadt Landshut

 

Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU, links) und Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) steckten gemeinsame Ziele insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Pflege sowie Verkehr und Mobilität ab.

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  31.07.2020

Beide Politiker betonen beim Jahresgespräch die Gemeinsamkeiten und wollen die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Interesse der Region weiter vertiefen

Mobilität, Gesundheit und Pflege – diese Themen standen am Mittwoch im Mittelpunkt des Jahresgesprächs zwischen Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) und dem im Stimmkreis Landshut direkt gewählten Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU). Bei ihrem rund 90-minütigen Treffen im Rathaus betonten die beiden Politiker ihre zahlreichen inhaltlichen Gemeinsamkeiten und vereinbarten, gerade in den genannten Bereichen künftig noch enger zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig nutzten Putz und Radlmeier die Gelegenheit, um der Polizei demonstrativ den Rücken zu stärken. „Was einige namhafte Politiker im Bund und in anderen Bundesländern in jüngster Vergangenheit von sich geben, ist unerträglich. Nicht die Polizei ist das Problem, sondern die Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten“, machte Putz deutlich. „Unsere Einsatzkräfte brauchen Unterstützung – keine Anfeindungen“, pflichtete Landtagsabgeordneter Radlmeier bei. „Wir stehen voll hinter der Polizei.“

„Hundertprozentig einig“ waren sich der Oberbürgermeister und der Landtagsabgeordnete auch in der Frage, wie die Zukunft der Krankenhäuser in der Region aussehen sollte: „Es führt kein Weg an einer Kooperation vorbei“, ist sich OB Putz sicher. Doppelvorhaltungen in den Häusern seien weder medizinisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Hinzu komme der wachsende Druck aus dem Bund, die Krankenhausversorgung zu zentralisieren. „In Bayern halten wir diesem Drängen noch stand“, betonte Radlmeier. Doch mit der geplanten Reform der Notfallversorgung drohe der nächste Schlag: Künftig sollen nur noch in ausgewählten Krankenhäusern sogenannte „integrierte Notfallzentren“ geschaffen werden, in denen Notfälle behandelt würden. „Der Freistaat lehnt den entsprechenden Gesetzentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium in dieser Form ab“, bekräftigte Radlmeier, der dem Ausschuss für Gesundheit und Pflege des Bayerischen Landtags angehört. Statt im Krankenhausbereich radikal neue Strukturen zu schaffen, solle man lieber die bewährten verbessern.

Eine Verbesserung vor Ort könnte der Aufbau eines Schulzentrums für Gesundheitsberufe sein, meint der Abgeordnete. Dort könnten Stadt und Landkreis gemeinsam zum Beispiel Röntgenassistenten ausbilden. Diese Idee von Landrat Peter Dreier hatte Radlmeier aufgegriffen und ihr mit einem Antrag an den Landshuter Stadtrat neuen Schwung gegeben. „Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist ein echtes Problem. Ein solches Schulzentrum finde ich daher gut“, so Putz. Der Unterstützung des Oberbürgermeisters versicherte sich Radlmeier auch für eine weitere Initiative: „Ein Pflegestützpunkt muss her. Wer in Sachen Pflege Hilfe braucht, läuft von Pontius zu Pilatus“, so der Abgeordnete. Eine zentrale Stelle wie ein Pflegestützpunkt biete dagegen für die Region Beratung aus einem Guss. „Dank der gemeinsamen Pflegebedarfsanalyse von Stadt und Landkreis könnten wir hier einen guten Schritt vorankommen“, so Putz.

Vorankommen – das war auch das Stichwort für ein weiteres Themenfeld, mit dem sich Putz und Radlmeier ausführlich beschäftigten: die Verkehrsinfrastruktur. „In Landshut geht es oft nur um Staus und zu wenig ums Vorankommen“, merkte Radlmeier an. Deshalb müsse man neue Formen der Mobilität umsetzen. Der CSU-Politiker brachte in diesem Zusammenhang „on-demand-ridepooling“-Angebote ins Spiel, wie sie die Initiative „Landbewegung“ angeregt hatte. Dieses Konzept könnte in der Region zur Verkehrsentlastung beitragen, so Radlmeier. Außerdem gelte es natürlich, den Landshuter Verkehrsverbund (LAVV) weiterzuentwickeln. Auch überregional könnte man einen Mehrwert schaffen, waren sich Putz und Radlmeier einig: Mit der Gründung eines niederbayerischen Verkehrsverbunds ließen sich mehrere Landkreise vernetzen. Zudem könne man dann mit starker Stimme sprechen und etwa einen Tarifverbund mit dem MVV ins Auge fassen, erläuterte Putz. Zusammen mit leistungsfähigen Entlastungsstraßen wie der Westtangente und der B 15neu wären solche neuen Projekte ein echter Fortschritt für die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis Landshut, betonten der OB und der Landtagsabgeordnete. Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit wollen beide daher auch in diesem Bereich fortsetzen.

Foto: Stadt Landshut

 

Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher (links) und der Landshuter Oberbürgermeister Alexander Putz waren sich bei ihrem Treffen einig, dass sie die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Stadt weiter vorantreiben wollen.

PRESSEINFORMATION Landshut, 20. Juli 2020
Hochschule als Leuchtturm
Oberbürgermeister Alexander Putz hob bei seinem Besuch an der Hochschule Landshut die Bedeutung des Campus für die ganze Region hervor
Seit 127 Tagen im Amt beziehungsweise seit 80 Tagen wiedergewählt – zum ersten Mal in ihrer Amtszeit hatten der neue Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher und der Landshuter Oberbürgermeister Alexander Putz Gelegenheit, sich intensiv auszutauschen. Neben den Auswirkungen der Corona-Krise rückten Pörnbacher und Putz vor allem eine engere Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Stadt Landshut in den Fokus ihres Treffens.

An Gesprächsstoff mangelte es Hochschulpräsident und Oberbürgermeister nicht, fiel ihre Wahl doch mitten in die Hochphase der Corona-Pandemie. Von einer „großen Herausforderung“ sprach Pörnbacher, die er aber mit vollem Engagement und viel Einsatz angenommen habe und die ihn gleich zu Beginn seiner Amtszeit bestens für spätere Herausforderungen gewappnet habe. Auch Putz wollte der Corona-Situation nicht nur Negatives abgewinnen und stellte den neu gewonnenen Zusammenhalt in der Gesellschaft heraus.

„Hochschule, Stadt und Landkreis sind auf besondere Art und Weise zusammengewachsen und haben eine tolle Anpack-Mentalität bewiesen“, betonte Putz. Als Beispiel nannte er die Mithilfe der Hochschule bei der Produktion von Gesichtsschutzschilden. Die Anfrage dazu kam vom Zivilschutz. Dafür könne er allen Beteiligten nur seinen tiefsten Dank ausdrücken. Auch bei der Entwicklung von Beatmungsgeräten waren Hochschulangehörige eng eingebunden. „Glücklicherweise hatten wir letztendlich keinen Bedarf“, so Putz. „Wir hoffen alle sehr, dass das auch künftig so bleibt“, ergänzte Pörnbacher.

Stadt und Hochschule noch enger verzahnen

Im Zentrum des Gesprächs sollten aber nicht nur die Corona-Herausforderungen stehen, sondern Anknüpfungspunkte für eine intensivere Zusammenarbeit. „Die Kooperation mit der Hochschule auszubauen ist nicht nur ein Lippenbekenntnis“, sagte Putz. „Der Campus ist für mich ein echter Leuchtturm in der Region.“

Im Bereich der Gründerszene funktioniere die Zusammenarbeit bereits hervorragend, waren sich Putz und Pörnbacher einig. So sind sowohl die Hochschule als auch die Stadt Landshut eng mit dem LINK-Gründerzentrum verzahnt.

Großes Potenzial gibt es darüber hinaus laut Hochschulpräsident und Oberbürgermeister unter anderem bei der Steigerung der Studierendenattraktivität. Aber auch das Thema Internationalisierung sehen Putz und Pörnbacher noch weiter ausbaufähig. Neben einer Campusbar, neuen Studiengängen und englischsprachigen Kursangeboten kamen gemeinsame Marketingaktivitäten zur Sprache, die zwischen den Verantwortlichen von Stadt und Hochschule noch koordiniert werden.

Foto: Hochschule Landshut

Über die Hochschule Landshut:
Die Hochschule Landshut steht für exzellente Lehre, Weiterbildung und angewandte Forschung. Die sechs Fakultäten Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Interdisziplinäre Studien, Maschinenbau und Soziale Arbeit bieten über 30 Studiengänge an. Das Angebot ist klar auf aktuelle und künftige Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Die rund 5.000 Studierenden profitieren vom Praxisbezug der Lehre, der individuellen Betreuung und der modernen technischen Ausstattung. Für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet die Hochschule eine breite Palette an Projektthemen, die von wissenschaftlichen Fachkräften mit bestem Know-how betreut und umgesetzt werden. Über 118 Professorinnen und Professoren nehmen Aufgaben in Lehre und Forschung wahr.

Die Leitung hat der bisherige Chef des Fachbereichs Umweltschutz, Thomas Rottenwallner

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  08.07.2020

Die Stadt Landshut erhält ein unter dem Dach des Rechtsreferats angesiedeltes Amt für Umwelt, Klima- und Naturschutz. Diese Grundsatzentscheidung hat Oberbürgermeister Alexander Putz bereits vor Wochen getroffen, die entsprechende Verfügung ist in der finalen Abstimmung. „Umweltthemen genießen in unserer Stadt traditionell einen hohen Stellenwert, zudem gewinnt der Klimaschutz weltweit immer mehr an Bedeutung“, so der Rathauschef. Folgerichtig habe die Verwaltung in diesem Bereich auch eine stetig steigende Aufgabenfülle zu bewältigen. „Ein eigenständiges Amt für Umwelt, Klima- und Naturschutz, in dem unsere Initiativen und Zuständigkeiten gebündelt werden, ist die richtige Antwort darauf.“ Die Entscheidung sei zudem als Signal an die Bürgerinnen und Bürger zu verstehen, betonte Putz: „Die Stadt Landshut nimmt Umwelt- und Klimaschutz sehr ernst und räumt diesen Schlüsselthemen deshalb künftig auch organisatorisch eine herausgehobene Stellung ein.“

Für die Belange des Umwelt- und Klimaschutzes war bislang das Amt für öffentliche Ordnung und Umwelt zuständig. Dieses wird nun quasi aufgeteilt: Das Ordnungsamt steht weiterhin unter der bewährten Leitung von Fritz van Bracht. Das neugeschaffene Amt für Umwelt, Klima- und Naturschutz wird Thomas Rottenwallner leiten, der bislang dem Fachbereich Umweltschutz vorstand und auch die stellvertretende Leitung des Amts für öffentliche Ordnung und Umwelt innehatte.

OB Putz sieht in Rottenwallner die Idealbesetzung für den verantwortungsvollen Posten: „Ich habe Herrn Rottenwallner in meiner dreieinhalbjährigen Amtszeit als hoch kompetente, vielseitige, fleißige und belastbare Führungskraft kennengelernt. Das gilt ganz besonders für die vergangenen Monate, als er eine ganz wesentliche Rolle bei der Bewältigung der Corona-Pandemie gespielt und praktisch rund um die Uhr gearbeitet hat. Sein Engagement für und seine Identifikation mit dieser Stadt sind vorbildlich “, sagte der Oberbürgermeister. „Ich bin mir deshalb sicher, dass das neue Amt für Umwelt, Klima- und Naturschutz unter seiner Führung rasch zu einem Aktivposten der Verwaltung wird, wo für zentrale Zukunftsthemen praktikable Lösung erarbeitet und dann auch zügig umgesetzt werden.“

Für Verwunderung in der Stadtverwaltung und bei OB Putz sorgte vor diesem Hintergrund ein Antrag der Grünen-Stadträte Hedwig Borgmann, Sigi Hagl und Dr. Thomas Keyßner, der just am Dienstagmittag eingegangen war. Darin forderte die Fraktion, ein Amt für Umwelt und Klimaschutz einzurichten. „Die Idee ist gut – allerdings bereits in die Tat umgesetzt“, sagte Putz. „Der Anregung der Grünen hätte es daher gar nicht mehr bedurft. Dennoch freue ich mich, dass meine Initiative offensichtlich parteiübergreifend befürwortet wird.“

Foto: Klartext.LA

von links nach rechts: Regierungspräsident Rainer Haselbeck, Staatsministerin Kerstin Schreyer und Oberbürgermeister Alexander Putz. 

(03.07.2020 PM 110/2020)

Bauministerin Kerstin Schreyer besichtigt Wohnungen des Modellvorhabens “Effizient Bauen, leistbar Wohnen – mehr bezahlbare Wohnungen für Bayern” in der Breslauer Straße

  • Modellprojekt schafft neue, bezahlbare Wohnungen in Landshut
  • Erster von drei Bauabschnitten erfolgreich fertiggestellt
  • Bauministerin Schreyer: „Ich will, dass die Menschen überall in Bayern leben können, unabhängig vom Einkommen.“

In Landshut sind die ersten 21 von insgesamt 107 geförderten Wohnungen fertig. Davon hat sich Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer bei einem Ortstermin überzeugt. „Corona hat uns erneut gezeigt, wie wichtig es ist, dass alle Menschen, egal mit welchem Einkommen und in welcher Lebensphase, überall in Bayern leben und wohnen können. Ich freue mich, dass wir diese Neubauten im Rahmen unseres Experimentellen Wohnungsbaus aufgesetzt haben und mit über 21 Millionen Euro staatlichen Fördermitteln unterstützen“, so Schreyer.

Im Rahmen des Modellvorhabens entstehen bayernweit 13 Pilotprojekte mit über 1.000 Wohnungen. Mehr als 270 davon sind bereits fertig, darunter auch die neuen Wohnungen in der Breslauer Straße. Insgesamt investiert der Freistaat rund 21 Millionen Euro in das Landshuter Projekt, davon 8,2 Millionen Euro Zuschuss. Für den nun fertiggestellten ersten Bauabschnitt hat der Freistaat bereits Fördermittel von knapp 3,3 Millionen Euro gewährt. Vor Kurzem wurden die Gelder für den dritten Bauabschnitt bewilligt. Die Fördermittel haben Bauministerin Kerstin Schreyer und Niederbayerns Regierungspräsident Rainer Haselbeck heute symbolisch an die Stadt Landshut als Bauherrin übergeben.

Regierungspräsident Rainer Haselbeck: „Bezahlbarer Wohnraum ist auch in Niederbayern eine zentrale Herausforderung. Ich freue mich, dass gerade im Ballungszentrum Landshut ein so großer Schritt gelungen ist. Die Chancen der staatlichen Förderung wollen wir im ganzen Regierungsbezirk weiter kräftig nutzen.“

Oberbürgermeister Alexander Putz hob die Bedeutung der staatlichen Förderung hervor: „Für eine Stadt unserer Größe ist ein Projekt dieser Dimension gerade finanziell eine enorme Herausforderung. Wir sind deswegen sehr froh und dankbar, dass der Freistaat uns und andere Kommunen im Rahmen des Modellvorhabens ‚Effizient bauen, leistbar wohnen‘ so kräftig unterstützt. Das ist ein ermutigendes Signal.“ Die entstehenden 107 geförderten Wohnungen seien ein wichtiger Beitrag, um die vor Ort stetig steigende Nachfrage besser decken zu können, so Putz: „Landshut zählt seit mehr als einem Jahrzehnt zu den am stärksten wachsenden Städten Bayerns. Die Schaffung von zusätzlichem, bezahlbaren Wohnraum für unsere Bürgerinnen und Bürger ist und bleibt daher eine der zentralen Herausforderungen, der sich Stadt und Freistaat mit dem Bauvorhaben an der Breslauer Straße gemeinsam stellen.“

Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Häuser in der Breslauer Straße können sich über zeitgemäße, energieeffiziente Wohnungen freuen. Die Wohnungsgrößen reichen von Zwei-Zimmer-Wohnungen mit knapp 40 Quadratmetern Wohnfläche bis zu geräumigen Vier-Zimmer-Wohnungen mit 85 Quadratmetern Wohnfläche. So bietet der neue Wohnkomplex Platz für Familien, Singles, Paare und Senioren. Die Wohnungen sind zudem barrierefrei und verfügen alle über einen Balkon oder eine Terrasse. Die Planung sieht insgesamt neun neue Wohngebäude vor, die sich um einen gemeinschaftlichen Innenhof gruppieren. Die alten, nicht mehr wirtschaftlich zu modernisierenden Gebäude werden abgebrochen und durch eine drei- bis fünfstöckigen Neubebauung ersetzt. Aus den bisher 48 Wohneinheiten werden dann 107 moderne Wohnungen. Aufzüge erschließen die drei fünfgeschossigen Gebäude, die anderen Häuser können bei Bedarf nachgerüstet werden.

Ministerin Schreyer: „Danke an die Regierung von Niederbayern für die Projektbegleitung und vor allem an die Stadt Landshut. Unsere Kommunen sind beim Wohnungsbau ja maximal zuständig. Wir als Freistaat leisten ebenfalls einen großen Beitrag. Gemeinsam setzen wir uns für das große Ziel ein: mehr bezahlbare Wohnungen für Bayern!“

Fotoquelle: StMB

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  19.06.2020

Beinahe drei Monate haben Stadt und Landkreis Landshut im Messezentrum an der Niedermayerstraße eine eigene Corona-Teststation betrieben. Am Donnerstag öffnete die Einrichtung zum vorerst letzten Mal ihre Pforten. Weil sich das Infektionsgeschehen in der Region seit Wochen auf sehr niedrigem Niveau bewegt und gleichzeitig niedergelassene Hausärzte, die mobilen Teams der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) und das Staatliche Gesundheitsamt ihre Testkapazitäten ausgeweitet haben, ist der Betrieb der Teststation derzeit nicht mehr erforderlich – könnte bei Bedarf aber jederzeit wieder aufgenommen werden. Den letzten Testtag nutzte Oberbürgermeister Alexander Putz, um sich vor Ort persönlich beim Team der Station zu bedanken. „Mit Ihrem Engagement haben Sie es in den vergangenen Wochen und Monaten ermöglicht, hunderte Bürgerinnen und Bürger kompetent und unkompliziert auf das Coronavirus zu testen. Dafür möchte ich mich im Namen der Stadt Landshut sehr herzlich bei Ihnen bedanken“, lobte Putz die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und überreichte den Damen zudem einen Blumenstrauß als kleine Anerkennung. Zudem kündigte Putz an, dass die Stadt für das gesamte Team einen Grillabend ausrichten werde – „sobald die Abstands- und Hygieneregeln eine solche Feierlichkeit wieder zulassen“. Mit der frühzeitigen Einrichtung der Teststation bereits Mitte März hätten Stadt und Landkreis eine Vorreiterrolle in Bayern eingenommen, betonte Putz. „Davon hat die gesamte Region profitiert, weil wir dadurch gerade zum Höhepunkt der Infektionswelle Patienten rasch testen konnten und auch relativ schnell Ergebnisse erhalten haben. Unsere Teststation hat also einen ganz wichtigen Beitrag geleistet, um die Pandemie bei uns vor Ort in den Griff zu bekommen.“

Foto: Stadt Landshut

Oberbürgermeister Alexander Putz gratulierte der neuen Sportbeauftragten Sabrina Högl zu ihrer Ernennung und bedankte sich bei ihrem Vorgänger Thomas Heilmeier für dessen sehr gute Arbeit in den vergangenen 13 Jahren.

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  17.06.2020

Die Verwaltungswirtin verfügt als ehemalige Fußballerin und Funktionärin über beste Kontakte zu Vereinen und Verbänden in der Region

Landshut hat eine neue Sportbeauftragte: Seit Monatsbeginn fungiert Sabrina Högl als zentrale Ansprechpartnerin der Stadt für alle Angelegenheiten des Sports und damit als Bindeglied zu sämtlichen Sport- und Schützenvereinen. Die 39-jährige Verwaltungswirtin, die auch bisher schon im Sachgebiet Organisation und Sport tätig war und damit über reichlich Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt, löst Thomas Heilmeier ab, der sein Amt nach rund 13 Jahren abgab. Er wird sich künftig im Rahmen des Sachgebiets schwerpunktmäßig um die Verwaltungsorganisation und die Städtepartnerschaften kümmern.

Oberbürgermeister Alexander Putz bedankte sich bei Heilmeier für dessen hervorragende Arbeit, die sich nicht nur auf das normale Tagesgeschäft beschränkt habe: „In der Amtszeit von Thomas Heilmeier hat sich die Stadt Landshut auch mehrfach als Ausrichter sportlicher Großveranstaltungen hervorgetan“, so Putz. Er erinnerte an das Bayerische Landesturnfest 2011 sowie die beiden Fußballiaden 2015 und 2019. „Alle drei Ereignisse waren beste Werbung für die Sportstadt Landshut. Die Organisation hat jeweils reibungslos geklappt, Teilnehmer und Zuschauer waren ebenso wie die ausrichtenden Verbände voll des Lobes“, betonte der OB. „Das ist nicht zuletzt ein Verdienst unseres scheidenden Sportbeauftragten und seines Teams.“ Heilmeier wiederum dankte insbesondere den Verantwortlichen der Sport- und Schützenvereine für die „stets angenehme und sehr gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Auch deswegen hat mir dieses Amt viel Freude bereitet. Umso wichtiger ist es mir, den Staffelstab nun an eine qualifizierte Nachfolgerin weiterreichen zu dürfen.“

Dass Sabrina Högl sämtliche Voraussetzungen für eine Sportbeauftragte in geradezu idealer Weise erfüllt, findet auch OB Alexander Putz. „Als ehemalige Fußballerin, langjährige Vereinsfunktionärin und Verwaltungsbeamtin kennt sie die regionale Sportszene aus allen Blickwinkeln und ist mit den Vereinen und Verbänden der Region bestens vernetzt“, lobte der Rathauschef. „Sie wird dafür sorgen, dass die Interessen des Sports in der Stadt Landshut auch in Zukunft mit starker Stimme in der Verwaltung vertreten werden. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit!“

Im Dienst der Stadt Landshut steht Sabrina Högl seit 2003. Bis 2005 absolvierte sie an der Bayerischen Verwaltungsschule eine Ausbildung im mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst. Nach zweijähriger Tätigkeit im Sozialamt folgte 2007 der Wechsel ins Sachgebiet Organisation und Sport im Hauptamt der Stadt – eine Position, die Högl, die 2008 in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit übernommen wurde, bis zu ihrer Ernennung zur Sportbeauftragten mit Wirkung zum 1. Juni 2020 ausübte. Berufsbegleitend legte sie 2019 erfolgreich die Prüfung zur modularen Qualifizierung für die dritte Qualifizierungsebene („gehobener Dienst“) ab.

Sportlich zählte Sabrina Högl viele Jahre lang zu den prägenden Figuren des Frauenfußballs in Landshut und ganz Niederbayern. Im Jugendbereich noch für ihren Heimatverein SV Münchnerau aktiv, war sie im Seniorenbereich als Spielmacherin, Stürmerin und Kapitänin die Leitfigur des erfolgreichen Frauenteams der Spielvereinigung Landshut, mit dem sie unter anderem 2004 die Bayerische Hallenmeisterschaft und mehrfach den niederbayerischen Pokal gewann. Auch in die niederbayerischen und bayerischen Auswahlmannschaften wurde Högl regelmäßig berufen. Eine Reihe teils schwerer Verletzungen zwang sie dazu, ihre Fußballkarriere relativ früh zu beenden. Dem Sport blieb sie dennoch eng verbunden und engagiert sich momentan als Vereinsfunktionärin für ihren Heimatklub SV Münchnerau: Als Beisitzerin gehört sie dem Vereinsausschuss des SVM an.

Diese ehrenamtliche Tätigkeit betrachtet Högl übrigens als Vorteil in ihrem neuen Amt: „Dadurch sehe ich nicht nur, wie Vereinsarbeit gelebt wird, sondern habe auch einen direkten Einblick in die Belange, Bedürfnisse und Nöte der Landshuter Sportvereine“, sagt sie. Wer über die Sportstadt Landshut spreche, denke zumeist an die bundesweit bekannte Eishockey-Profimannschaft des EVL oder den Speedway-Rekordmeister ACL Devils. Doch gesellschaftlich mindestens ebenso wichtig wie diese beiden Aushängeschilder sei der Breiten- und Jugendsport, betont Högl: „Gerade in diesen Bereichen wird wertvolle Integrationsarbeit geleistet, die entscheidend zum sozialen Zusammenhalt der verschiedensten Bevölkerungsschichten und Altersgruppen beiträgt. Dieses zumeist von Ehrenamtlichen geleistete Engagement hat auch in Zukunft die besondere Unterstützung der Stadt verdient. Dafür werde ich mich als Sportbeauftragte mit aller Kraft einsetzen.“

Foto: Stadt Landshut

 

 

Dr. Matthias Kurbel wird ab 1. Juli die Leitung des von Oberbürgermeister Alexander Putz wieder eingerichteten Sozialreferats übernehmen.

PRESSEMITTEILUNG                                                                                                                    29.05.2020

Die Leitung übernimmt Dr. Matthias Kurbel – Das Rechtsreferat besteht künftig aus der bisherigen Abteilung 3.1. und wird weiter von Harald Hohn geführt

Die Stadt Landshut erhält mit Wirkung zum 1. Juli 2020 wieder ein Sozialreferat: Eine entsprechende Verfügung hat Oberbürgermeister Alexander Putz am Donnerstag unterschrieben. Das künftige Referat 4 wird demnach die bislang im Rechtsreferat angesiedelte Abteilung 3.2 für Soziales, Jugend und Schulen und damit das Schulverwaltungsamt, Sozialamt und Versicherungsamt, das Stadtjugendamt, das Amt für Migration und Integration sowie die Stabstellen Beihilfe, Bildungsmanagement und EU-Projekt „home and care“ umfassen. Als Referent wird der bisherige Leiter der Abteilung 3.2, Rechtsdirektor Dr. Matthias Kurbel, fungieren. Beim Referat 3 (Rechtsreferat) verbleiben die bisher in der Abteilung 3.1 zusammengefassten Bereiche Recht, Sicherheit und Ordnung. Chef des Rechtsreferats wird auch künftig Leitender Rechtsdirektor Harald Hohn sein.

Mit dem Gedanken, das 2005 im Zuge einer Verwaltungsreform aufgelöste Sozialreferat wieder aufleben zu lassen, trug sich OB Putz nach eigenen Worten schon seit längerer Zeit. „Seit Jahren nimmt die Aufgabenfülle im Sozialbereich gerade für Kommunen immer weiter zu. Das gilt für unsere Stadt wegen des anhaltend starken Wachstums in besonderem Maße, hat aber auch viel mit gesellschaftlichen Veränderungen zu tun – zwei Beispiele sind der mittlerweile weit fortgeschrittene Ausbau der Kinderbetreuung und der stetig steigende Bedarf an Jugendsozialarbeit an Schulen“, so Putz. In der Folge seien sowohl der Personal- als auch der Finanzbedarf in diesem Bereich deutlich gewachsen. Und ein Ende dieser Entwicklung sei nicht zu erwarten. „Schon aus organisatorischen Gründen müssen wir daher reagieren: Es ist nun meines Erachtens an der Zeit, wieder ein eigenständiges Sozialreferat zu schaffen“, betont der Oberbürgermeister. Seine Entscheidung will er aber auch als Signal verstanden wissen: „Dadurch möchte ich die überragende Bedeutung unterstreichen, die den Themenfeldern Soziales, Jugend und Schule gerade in diesen schwierigen Zeiten zukommt.“

Was die Besetzung der neuen Referentenstelle betrifft, vertraut Putz auf eine bewährte Führungskraft: Rechtsdirektor Dr. Matthias Kurbel. Der 42-jährige Jurist übernahm 2018 die Leitung der Abteilung 3.2 und genießt verwaltungsintern, aber auch im Stadtrat über die Parteigrenzen hinweg hohes Ansehen. „Herr Dr. Kurbel kennt unsere Stadt, er ist hervorragend vernetzt und in alle Sozialthemen vor Ort bestens eingearbeitet“, lobt der OB seinen designierten neuen Referenten. „Ich bin deshalb sicher, dass das Sozialreferat bei Herrn Dr. Kurbel in den besten Händen ist.“

Gleichzeitig sieht Putz auch das künftige Rechtsreferat mit seinen Ämtern – dem Rechtsamt, dem Amt für öffentliche Ordnung und Umwelt, Straßenverkehrsamt, Einwohner-  und Standesamt, dem Fleischhygieneamt sowie den Stabstellen Geschäftsstelle Gutachterausschuss und Bodenordnung sowie Oberer Gutachterausschuss – voll ausgelastet.und Standesamt, dem Fleischhygieneamt sowie den Stabstellen Geschäftsstelle Gutachterausschuss und Bodenordnung sowie Oberer Gutachterausschuss – voll ausgelastet. „Gerade in den vergangenen Wochen und Monaten haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich, speziell im Amt für öffentliche Ordnung und Umwelt sowie im Zivil- und Katastrophenschutz, überragende Leistungen gebracht und mit ihrem weit über die dienstlichen Pflichten hinausgehenden Engagement entscheidend dazu beigetragen, dass wir die Corona-Pandemie in unserer Stadt bisher so gut bewältigen konnten“, sagt Putz. Die Bedeutung dieser Bereiche werde in den kommenden Jahren eher noch weiter zunehmen. Das gelte ebenso für die Themen Umwelt, Natur und Klima, die nach wie vor im Referat 3 angesiedelt sein werden. „Diese Aufgabenfülle zu bewältigen, ist für ein Fachreferat deshalb sicher Herausforderung genug.“

Personell werde es keine Veränderungen geben, betont der Oberbürgermeister: „Die Referatsleitung obliegt natürlich weiter Herrn Hohn.“ Eine Entscheidung, wer nach dem altersbedingten Ausscheiden Hohns zum 1. Dezember 2020 die Leitung des Rechtsreferats übernehmen wird, ist dagegen noch offen.

Foto: Stadt Landshut

 

 

PRESSEMITTEILUNG                                                                                                                  20.05.2020

Wegen der beengten Platzverhältnisse sind die Abstandsregeln dort nicht jederzeit einzuhalten – Kundgebungen an zentralen Alternativstandorten weiter möglich

Die Landshuter Altstadt bleibt ab sofort zwischen der Heiliggeistkirche und dem Dreifaltigkeitsplatz und damit auch im Bereich der Fußgängerzone für Demonstrationen und Versammlungen gesperrt. Auf diesen Schritt haben sich Vertreter des Rechtsreferats und der Polizei am Dienstagvormittag bei einem von Oberbürgermeister Alexander Putz anberaumten Gespräch im Rathaus verständigt. Der Grund: Die Erfahrungen der vergangenen beiden Wochen haben nach einhelliger Auffassung von Polizei und Ordnungsbehörden gezeigt, dass die zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus geltenden Abstandsregeln trotz aller Bemühungen nicht jederzeit eingehalten werden können. Dennoch sollen Kundgebungen weiter in der Innenstadt möglich sein: Als möglichst zentrale Alternativstandorte für angemeldete Demonstrationen stellt die Stadt deshalb die Ringelstecherwiese, den Dreifaltigkeitsplatz und die Mühleninsel zur Verfügung. Die Organisatoren der für das kommende Wochenende angesetzten Kundgebungen wurden über die Maßnahme bereits informiert und einvernehmliche Lösungen für alle Veranstaltungen gefunden.

„Das Demonstrationsrecht ist in einem freiheitlich-demokratischen Staat ein hohes Gut, in das auch in schwierigen Zeiten nur aus zwingenden Gründen eingegriffen werden darf“, betont OB Putz. Solche Gründe seien momentan aber gegeben, denn: „Auch Gesundheit und körperliche Unversehrtheit sind Grundrechte, die der Staat zu bewahren hat.“ Während einer Pandemie seien daher im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Regelungen zu treffen, die einen möglichst wirksamen Infektionsschutz gewährleisten und damit das Risiko einer Erkrankung minimieren sollen. „Das Ergebnis sind die bekannten, bayernweit gültigen und nach meiner festen Überzeugung nach wie vor nötigen Kontaktbeschränkungen sowie Abstands- und Hygieneregeln, die auch bei Demonstrationen zuverlässig einzuhalten sind.“

Genau das ist aber im Bereich der Fußgängerzone derzeit nicht möglich. Darin waren sich Oberbürgermeister Alexander Putz, Helmut Eibensteiner, Leiter der Polizeiinspektion Landshut, und Vertreter des Rechtsreferats der Stadt um Ordnungsamtsleiter Fritz van Bracht einig. „Gerade jetzt, da Gaststätten und Cafés ihre Außenbewirtungsflächen wieder nutzen können und die Besucherfrequenz in der Innenstadt generell spürbar zunimmt, reicht der Platz beispielsweise vor dem Rathaus einfach nicht aus, um zusätzlich noch eine Demonstration mit den zu beachtenden Mindestabständen und den ebenfalls erforderlichen Rettungswegen zu organisieren“, sagt Putz. „Wir haben das an den beiden vergangenen Wochenenden versucht – es hat aber vor allem nach den Kundgebungen leider nicht so funktioniert, wie das mit Blick auf den Infektionsschutz speziell der unbeteiligten Passanten nötig gewesen wäre.“

Dass die augenfälligen Probleme bei künftigen Veranstaltungen besser gelöst werden könnten, ist nach Einschätzung der Polizei und Ordnungsbehörden zudem nicht zu erwarten. Im Gegenteil: „Einerseits dürften nach den bevorstehenden weiteren Lockerungen für den Gastronomiebereich noch mehr Menschen die Innenstadt besuchen, andererseits müssen baustellenbedingt vorübergehend auch mehrere Stadtbuslinien durch die Fußgängerzone umgeleitet werden, was eine zusätzliche Gefahrenquelle nicht zuletzt für die Demonstranten selbst darstellen würde“, so Putz. „Bei einer Abwägung aller Umstände sind wir deswegen gemeinsam mit der Polizei zu dem Ergebnis gekommen, dass Versammlungen und Kundgebungen aller Art ab sofort und voraussichtlich bis zur vollständigen Aufhebung der Kontaktbeschränkungen nicht mehr im Bereich der Fußgängerzone genehmigt werden können. Dafür bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis.“

Ungeachtet dessen sollen Demonstrationen weiterhin auch im Zentrum möglich sein. „Das ist den Ordnungsbehörden und der Polizei, aber auch mir persönlich sehr wichtig“, betont Putz: Um einen angemessenen Ausgleich zwischen den Grundrechten auf Gesundheitsschutz und auf Versammlungsfreiheit herzustellen, hat die Stadt deswegen in Abstimmung und im Einvernehmen mit den Organisatoren für die fünf am kommenden Wochenende geplanten Veranstaltungen bereits alternative Standorte für die Kundgebungen gefunden. Dabei handelt es sich insbesondere um die Mühleninsel, die Ringelstecherwiese und den Dreifaltigkeitsplatz. „Auch dort ist eine große öffentliche Aufmerksamkeit gegeben“, sagt Putz. „Die Demonstranten werden also nicht an den Rand und aus dem Blickfeld gedrängt. Mit dieser Lösung können, so hoffe ich, alle Beteiligten gut leben.“

Foto: klartext.LA

Oberbürgermeister Alexander Putz, Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger und Benedikt Neumeier vom Ordnungsamt trafen sich am Samstag mit Gastronomen, um über die Umsetzung der Hygiene- und Abstandsregeln zu informieren.
PRESSEMITTEILUNG
Die Corona-Pandemie und die deshalb erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen haben die Gastronomiebetriebe in den vergangenen rund zwei Monaten hart getroffen: Nur ein Abhol- und Lieferservice war erlaubt, die Gaststätten selbst mussten dagegen geschlossen bleiben. Am Montag, 18. Mai, traten nun in Bayern und damit auch in Landshut erste Lockerungen der Beschränkungen in Kraft: In Außenbereichen und Biergärten dürfen Gastronomiebetriebe ab sofort wieder Gäste bewirten. Nächste Woche ist auch die Öffnung der Restaurants mit Innenplätzen wieder gestattet. Allerdings gelten jeweils strenge Auflagen, insbesondere hinsichtlich eines von den Betrieben einzuhaltenden Hygienekonzepts. Wie die bayernweit gültigen Bestimmungen vor Ort umgesetzt werden sollen und welche Hilfen die Stadtverwaltung dabei anbieten kann, besprachen Oberbürgermeister Alexander Putz, Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, Wirtschaftsförderer Michael Luger und Benedikt Neumeier vom Amt für öffentliche Ordnung und Umwelt am Samstag mit Vertretern der Gastronomiebetriebe.

Das Treffen im Rathaus, um das Gastronomen gebeten hatten, wurde von Haslinger kurzfristig organisiert. „In dieser so schwierigen Situation ist es wichtig, dass Stadt und Betriebe sich als Partner verstehen“, so der Bürgermeister. „Dass ein solcher Termin binnen 24 Stunden und am Wochenende zustande kommt, ist keine Selbstverständlichkeit und der beste Beleg für die Flexibilität unserer Verwaltung.“

OB Putz warb bei den Gastronomen zunächst erneut um Verständnis für die Maßnahmen: „In Bayern, auch in der Region Landshut, sind die Infektionszahlen im März exponentiell gestiegen; die Situation war zwischenzeitlich sehr kritisch. Ich bin deshalb nach wie vor davon überzeugt, dass die von der Staatsregierung erlassenen strikten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen angemessen und richtig waren. Dennoch ist mir bewusst, dass die Gastronomiebetriebe natürlich besonders stark darunter gelitten haben.“ Mittlerweile habe sich die Lage deutlich entspannt, folgerichtig seien erste Lockerungen auch in diesem Bereich vertretbar. „Für eine Entwarnung ist es aber noch zu früh“, so Putz. „Deswegen müssen wir alle, so schwer es manchen inzwischen fallen mag, weiter die bekannten
Infektionsschutzregeln befolgen.“

Das gelte für die Gastronomie in ganz besonderer Weise, betonten Putz und Haslinger: „Die Abstands- und Hygienevorschriften sind auch bei der nun möglichen Bewirtung im Freien und erst recht nach Öffnung der Innenräume strikt zu befolgen.“ Die nach Maßgabe des Freistaats von den Betrieben zu erstellenden Hygienekonzepte seien deswegen zwingende Voraussetzung, um das Infektionsrisiko für Gäste und Beschäftigte gleichermaßen so gering wie möglich zu halten. „Diese Anforderungen sind für die Gastronomie natürlich eine weitere Herausforderung. Dennoch muss und wird die Stadtverwaltung die Einhaltung im Interesse der Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger konsequent kontrollieren“, stellte der OB klar.

Welche Punkte bei der Erstellung eines betrieblichen Hygienekonzepts konkret beachtet werden müssen, stellte Benedikt Neumeier anschließend kurz und kompakt vor. Auf Anregung der Gastronomen hat die Stadt diese Informationen mittlerweile in einem Merkblatt zusammengefasst, das nun in Absprache mit Wirtschaftsförderer Michael Luger an alle Gaststätten verschickt wird. Das Hygienekonzept muss demnach anhand des – sehr umfangreichen – ministeriellen Rahmenkonzepts erstellt werden. Wesentlich sind dabei vor allem folgende Eckpunkte: Der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern zwischen Gästen, Servicepersonal und weiteren Personen ist stets einzuhalten; ausgenommen davon sind nur Familien oder Mitglieder desselben Hausstands, die an einem Tisch sitzen. Entsprechend der seit 8. Mai geltenden Kontaktbeschränkungen können auch Mitglieder eines zweiten Hausstands am selben Tisch sitzen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist für Servicepersonal im Gastraum immer vorgeschrieben, für Gäste entfällt diese Pflicht ausschließlich dann, wenn sie am Tisch sitzen. Personal in der Küche muss dagegen nur dann eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Gegebenenfalls kann aber auch eine Befreiung von der Tragepflicht beantragt werden. Außerdem sind die Lüftungs- und Reinigungspläne an die aktuelle Pandemie-Lage anzupassen. Um im Fall von Infektionen die Infektionsketten sicher nachverfolgen und rasch unterbrechen zu können, werden darüber hinaus die Kontaktdaten der bewirteten Gäste aufgenommen. Wer Symptome einer Atemwegserkrankung aufweist oder in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einer Person mit Covid-19-Symptomen hatte, darf keine Gaststätte besuchen – und natürlich auch nicht dort arbeiten.

Das Merkblatt listet anschließend die einzelnen Arbeitsschritte auf, die Gastwirte bei der Öffnung der Außengastronomie derzeit einhalten müssen. Dabei werden drei Phasen unterschieden: Phase 1 umfasst die Schritte bis zur Öffnung, Phase 2 die Vorkehrungen, die bei der Gestaltung des Zugangs zum Biergarten bzw. zur Freischankfläche zu treffen sind, und Phase 3 behandelt schließlich jene Punkte, die beim Aufenthalt der Gäste beachtet werden müssen. „Wir wollen den Gastronomen damit das doch recht umfangreiche und für Nichtjuristen nur schwer verständliche ministerielle Rahmenkonzept erläutern und auf diese Weise unseren Beitrag dazu leisten, dass die Vorgaben im Alltag auch praktikabel umgesetzt werden können“, so Benedikt Neumeier. „Wir sehen uns in dieser schwierigen Zeit nicht nur als Ordnungsbehörde, sondern auch als Partner.“

Info: Das Merkblatt zum Hygienekonzept für Außenbewirtungsflächen steht auf der Homepage der Stadt unter www.landshut.de  zum Herunterladen bereit.

Foto: Stadt Landshut