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OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kröhling

Abschlussfeier der ÖDP-Landshut im Zollhaus

 

Am kommenden Freitag, den 6. März lädt die ÖDP alle interessierten BürgerInnen zu ihrer Abschlussveranstaltung um 19 Uhr ins Zollhaus ein. OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling und die ÖDP-Stadträtinnen Elke März-Granda und Christine Ackermann stellen ihre politischen Schwerpunkte und konkreten Ziele für Landshut vor. Die Horsch-Geschwister sorgen an diesem Abend für die musikalische Umrahmung. Es besteht die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit den Spitzenkandidaten/innen der ÖDP.

 

Foto: ÖDP-Landshut

Protest-Wanderung für den Erhalt der Ochsenau

 

Das überregional bedeutsame Naturareal ist durch Bebauung bedroht. Deshalb will die ÖDP mit einer Wanderung durch diese wertvolle Landschaft auf die Einmaligkeit und Schutzwürdigkeit ihrer Flora und Fauna aufmerksam machen. Der OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling wird bei der Wanderung erläutern, welche Möglichkeiten es zum Erhalt gibt. Die beiden ÖDP-Stadträtinnen werden zu den bisherigen politischen Entscheidungen Auskunft geben.

Die etwa 1,5-stündige Wanderung findet am Sonntag, den 12. Januar um 13:30 Uhr, bei jedem Wetter außer bei Dauerregen, statt. Treffpunkt ist der Buswendehammer gegenüber vom Parkplatz der Handwerkskammer (ÖPNV-Anreise: Buslinie 3 – Richtung Auloh, Haltestelle „Am Lurzenhof“).

 

Foto: Klaus Leidorf

Ökologisch, bunt und prominent

ÖDP stellt ihre Kandidatenliste zur Stadtratswahl auf

 

Am vergangenen Freitag fand die Aufstellung der ÖDP-Stadtratsliste im voll besetzten Saal in der Tafernwirtschaft in Schönbrunn statt. Nach der Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden Heiko Helmbrecht, übernahm der Kreisvorsitzende Lorenz Heilmeier die Wahlleitung. Anschließend gab es inhaltliche Statements des OB-Kandidaten, der amtierenden Stadträtinnen und einiger prominenter Listenkandidatinnen und -kandidaten.

 

Dr. Stefan Müller-Kroehling

 

Die ersten zehn Kandidaten.  Dr. Stefan Müller-Kroehling war bereits im Mai vom Ortsverband zum OB-Kandidaten gewählt worden. So war seine Wahl zum Listenführer an diesem Abend keine Überraschung. Er machte in seiner kurzen Rede nochmals deutlich, dass die Bürger im Stadtrat eine starke ÖDP brauchen. Keine Partei habe mehr für den Umwelt-und Naturschutz in der Stadt getan, und dies sogar ohne Fraktionsstatus. Die ÖDP vertritt ausschließlich die Interessen der Bürger, da sie als einzige Partei nicht über Firmenspenden beeinflussbar ist. „Eine Partei mit Rückgrat und ohne Spezlwirtschaft.“ Gefolgt wird Müller-Kroehling von den beiden langjährigen

 

ÖDP-Stadträtinnen Elke März-Granda (Bild oben) und Christine Ackermann. März-Granda stellte in einem Kurzvortrag wichtige Erfolge der Stadtratsarbeit der vergangenen Jahre vor: Energie-und Klimaschutzkonzept, Klimaschutzmanagerin, Landshut wurde Biostadt, Erhalt gefährdeter Baudenkmäler, Personal für die Überwachung der Grünordnungspläne, bayerisches Pilotprojekt für effektiven Gewässerschutz, solare Bauleitplanung, Ausgleichsflächenmanagement, Landschaftsschutz-und Wasserschutzgebiets-Erweiterungen –so hat die ÖDP in vielen Punkten etwas zum Besseren bewegt. Allein die Fischtreppe bringe nicht nur einen Benefit für die Umwelt, sondern in den nächsten Jahren über 20 Millionen Euro Mehrerlöse für die Stadtwerke. Christine Ackermann als langjährige Haushaltsexpertin der ÖDP äußerte sich sehr kritisch zur aktuellen Haushaltsmisere und monierte, dass die Mehrheit im Stadtrat in der Vergangenheit nicht zum Sparen bereit war. Deshalb votiere sie beispielsweise für eine kleine Lösung beim Stadttheater: Die schnelle Sanierung des Bestandes und gleichzeitig die Übernahme durch den Freistaat als Staatstheater. Auf dem vierten Platz folgt Herbert Eichner, der viele Jahre als Ortsvorsitzender amtierte, gefolgt vom jetzigen Ortsvorsitzende Heiko Helmbrecht auf Platz Fünf. Beide stehen für Tradition und Moderne dieser lebendigen Partei. Jüngster Kandidat will mitmischen. Schon der sechste Platz gehört dem parteifreien Youngster der ÖDP-Liste, Felice Elia Cafariello. Der achtzehnjährige Schüler möchte sich besonders für Familien, für die Jugend und mehr Umweltschutz stark machen. Durch diverse Sprecherfunktionen und als Wertebotschafter ist der engagierte Jugendliche kein Unbekannter in Landshut. Mit Heike Ziegler auf Platz sieben, holt sich die Umweltpartei eine Expertin im Bereich Energieeinsparung im Bausektor mit ins Boot. Die selbständige Energieberaterin mit eigenem Ingenieurbüro ist auch bekannt durch kompetente und überzeugende Vorträge in Sachen Klimaschutz am Bau. Sie möchte sich für dieKlimawende vor Ort einsetzen. Wahlempfehlung der Tierschutzpartei für die ÖDP. Über die Überraschungskandidatur von Gertraud Götz-Volkmann von der Tierschutzpartei (Partei Mensch Umwelt Tierschutz) auf Platz zehn,  freuen sich die ÖDP-Vorstandsmitglieder ganz besonders. Die Politikerin der Tierschutzpartei ist auch im Vorstand des bayerischen Landesverbandes und direkte Ansprechpartnerin für ihrePartei vor Ort. Aufgrund ihres unermüdlichen Einsatzes für das Tierwohl ist Götz-Volkmann zu einem “Gesicht der Partei” in Landshut geworden. „Ich kann mit gutem Gewissen und von Herzen unseren Wählern empfehlen, bei den kommenden Stadtratswahlen die ÖDP und deren OB-Kandidaten Dr. Stefan Müller-Kroehling zu unterstützen, erklärt Götz-Volkmann. „Unsere Themen, wie Tier-und Naturschutz, aber auch Umwelt-, Verkehrs-und Energiepolitik haben inhaltlichgroße Schnittmengen mit dem ÖDP-Programm“, betont die Politikerin. Deshalb überzeugt Müller-Kroehling von allen OB-Kandidatinnen und -kandidaten mit den meisten gemeinsamen politischen Zielen.Weitere kompetente und bekannte KandidatenMit Dr. Christian Thurmaier konnte man einem ökologischen Tausendsassa gewinnen. Der parteilose Kandidat ist bekannt durch seine Vorstandschaft beim Bund Naturschutz und durch zahlreicheweitere Ehrenämter in Umweltgruppierungen und in der Kirche. Ein weiterer Allrounder im Kreis der Kandidaten ist der parteilose Christoph Neub. Der Dipl. Kaufmann und Geschäftsführer einer Firma im Bereich erneuerbarer Energien ist auch Hochschuldozent. Ehrenamtlich ist er stellvertretender Vorsitzender vom Stiftungsvorstand einer Kinder-und Jugendstiftung, Mitglied des Kuratoriums der Diakonie Landshut und im MINT-Forum Bayern. Aktuell bringt er sich als Mitinitiator für die Gründung einer evangelischen Schule in Landshut ein.Ein ebenso großes ehrenamtliches Engagement zeichnet den parteilosen Wirtschaftsingenieur Rudolf Fleischmann in Sachen „alternatives Wirtschaftsmodell“ aus. Fleischmann war an der Gründung der Regionalgruppe der Gemeinwohlökonomie(GWÖ) in Landshut ausschlaggebend beteiligt. Als Koordinator der Regionalgruppe setzt er sich dafür ein, dass sich auch in Landshut weitere Betriebe finden, die sich beim Wirtschaften mehr am Gemeinwohl orientieren. Claus Sixt, ehemaliger grüner Stadtrat, kandidiert nun bereits zum zweiten Mal auf der ÖDP-Liste. Als ehemaliger Haushaltsexperte im Stadtrat will er die ÖDP in diesem wichtigen Bereich unterstützen. Mit der Leiterin des AWO-Frauenhauses, Angelika Hirsch, rundet sich das Bild einer kompetenten und prominenten Liste ab. Die Sozialpädagogin erhielt aufgrund ihres großen sozialen Engagements in diesem Jahr die Bürgermedaille verliehen und ist der ÖDP seit vielen Jahren treu. Ein bunter Mix auf der bunten und vielseitigen Stadtratsliste finden sich Lehrer, Informatiker, Lokführer, ein Richter des Bayerischen Obersten Landesgericht, Rechtsanwälte, Erzieher oder Krankenpfleger und Handwerker. Die Geschlechter verteilen sich ausgewogen mit einem Frauenanteil von fast 50%, was sich ganz zwanglos aus der gelebten Gleichstellung ergibt und nicht aus einer starren Quote. Von den 44 Kandidaten sind 28 parteifreie „Quereinsteiger“. „Wir sind stolz, dass so viele parteifreie Bürgerinnen und Bürger die Arbeit unserer Stadträtinnen gut finden und sie mit ihrer Kandidatur unterstützen wollen“, so Heilmeier in seinem Resümee zu der harmonischen und kurzweiligen Aufstellungsversammlung.

 

18 ÖDP – Mitglieder, 28 Parteifreie-Quereinsteiger, 2 Frauen von 44 Plätzen

 

Bildquelle: ÖDP – Dropbox

 

Ökodemokraten wollen Ökolandbau auf Stadtgebiet sichern

Die Stadt Landshut wächst und wächst. Immer mehr Wiesen, Gehölze und Ackerland fallen neuen Gewerbeflächen und Wohnbebauung zum Opfer. Allen Anschein nach soll nun auch die BIO Gärtnerei Siebensee dieses Schicksal erleiden. Deshalb besuchten die ÖDP-Stadträtinnen Christine Ackermann und Elke März-Granda gemeinsam mit OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling die BIO Gärtnerei in Siebensee.

„Seit nunmehr über 30 Jahre wird in den Landshuter Auen biologisch gewirtschaftet“, erklärt Frau Andrea Vaas, die Pächterin der landwirtschaftlichen Flächen. „Diese Flächen haben also seit 30 Jahren keinen Kunstdünger und keine Spritzmittel gesehen, das ist nicht oft zu finden“, wie die Fachfrau für Bio-Landwirtschaft erläutert. Allein durch Einsatz von Nützlingen und mechanische Verfahren hält der Betrieb Boden, Luft und das Grundwasser sauber. Selbst auf die im Biobereich zugelassenen Pflanzenschutzmittel wurde bisher erfolgreich verzichtet. Dies kommt somit auch der Artenvielfalt zu gute. „Dieser Betrieb mit seiner schonenden und umweltfreundlichen Landwirtschaft im Stadtgebiet nicht nur ein kostbares Juwel für die Landshuter Bürger“ sondern spätestens seit dem erfolgreichen Volksbegehren und dem neuen Naturschutzgesetzt auch ein Leitbild, so die Politiker.

Denn durch den humusschonenden Ackerbau und durch den Verzicht auf energieaufwändig hergestellte Stickstoffdünger und Pflanzenschutzmittel verursachen Ökolandwirte gegenüber konventioneller Landwirtschaft viel weniger klimaschädlicher Treibhausgasemissionen.

Nicht nur die Nähe zum Trinkwasserschutzgebiet, sondern auch die Wertschöpfung vor Ort, die Regionalität und die kurzen Wege zum Verbraucher machen die Fortführung des Betriebs aus Sicht der Politiker so wichtig.

„Für jede größere Stadt muss es oberstes Gebot sein, den Fortbestand regionaler Erzeuger und dazu noch auf ökologischer Basis zu sichern!“, fordert Müller-Kroehling. „Wir brauchen viel mehr Bio-Flächen, nicht weniger!“

Dies mag möglicherweise nicht für die Stadt Landshut gelten. Denn im vergangenen Jahr hat die Stadt fünfeinhalb Hektar der von Frau Vaas gepachteten Flächen für die dortige Baulandentwicklung gekauft. Das ist die Hälfte der bisher bewirtschafteten Fläche der Gärtnerei. Ob sie den Betrieb dann noch aufrechterhalten kann, ist sich Frau Vaas heute nicht sicher und ihr Pachtvertrag mit der Stadt läuft noch vier Jahre.

„Wir wollen über einen Stadtratsantrag versuchen, dass die landwirtschaftlichen Flächen bei der Rahmenplanung zum neuen Baugebiet von jeglicher Bebauung ausgespart werden“, erläutert März-Granda.

Die Politiker sind sich einig, dass die Stadt diesen Schritt entsprechend ihrer selbstbindenden Beschlüsse konsequenterweise auch gehen muss. Denn Landshut ist seit 2017 Biostadt und im Ökopakt Bayern vertreten. „Dadurch hat sich die Stadt verpflichtet, den regionalen Ökolandbau und Einsatz von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Einrichtungen zu fördern. Auch soll die Bio-Branche im Rahmen der Wirtschaftsförderung unterstützt werden“, führt Ackermann aus.

Ein wichtiges Argument für den Erhalt der Flächen sei auch der sehr gute Ackerboden, der für eine Bebauung zu schade sei. „Ackerland ist nicht vermehrbar – guten Ackerboden zu versiegeln sei daher ein Schritt in die falsche Richtung, ist man sich einig. Denn auch zukünftige Generationen sollten die Chance haben, gesunde Lebensmittel ohne allzu viel Chemie-Einsatz zu erzeugen und eine bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten.

„Es wäre absurd, wenn die Biostadt Landshut einer ihrer wenigen Biolandwirte durch eine Bebauung den Gar ausmachen würde“, findet März-Granda. „Die Stadt sollte vielmehr den Verpflichtungen durch den Ökopakt Bayern und als Biostadt nachkommen und gerade hier mit gutem Beispiel vorangehen!“, schließt sich Müller-Kroehling der Aussage an. Er wolle als OB regionalen Bio-Landbau statt neuer Großmarkt-Hallen von Gemüsehändlern, die ihre Produkte mit LKWs und vom Flughafen klimaschädlich herantransportieren müssen.

 

Bildquelle: ÖDP-Landshut

Ökodemokraten verteilen Taschen-Aschenbecher

 

 

Kleines Ding – große Wirkung

 

Mit dieser Mitmach-Aktion am vergangenen Samstag wollen die Ökodemokraten auf die Verschmutzung der Stadt und der Umwelt durch Zigarettenkippen aufmerksam machen und gleichzeitig eine pfiffige Lösung für Raucher anbieten.

Zigarettenkippen sind weltweit der häufigste Müll in der Landschaft. Sie sind aber weit mehr als nur ein ästhetisches Problem. Denn über jede achtlos weggeworfene Kippe geraten viele zum Teil sehr schädliche Chemikalien in den Boden und in das Grundwasser.

„Noch immer landen viele Zigarettenkippen auf Gehwegen, Straßen, in den Grünanlagen und sogar in der Isar, statt in den öffentlichen Abfallbehältern. Mit unserer Aktion wollen wir die Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, die Überreste ihrer Zigaretten im Aschenbecher statt in der Umwelt zu entsorgen. Mit den kleinen praktischen Aschenbechern lassen sich Zigarettenreste bequem bis zum nächsten Abfalleimer transportieren“, sagt OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling.

 

„Ich glaube nicht, dass sich jemand, der eine Zigarette draußen wegschnippt oder in einem Kanaldeckel verschwinden lässt, Gedanken darüber macht, was er in diesem Moment damit anrichtet“, ist ÖDP-Stadträtin Christine Ackermann überzeugt.

Die ÖDP-Politiker wollen angesichts der sehr schädlichen Auswirkungen der Kippen in der Umwelt, dass das Phänomen nicht länger ignoriert wird. Denn ein Zigarettenstummel verunreinigt bis zu 40 Liter Wasser. Schon ein Zigarettenstummel pro Liter Wasser macht Fischen den Garaus, warnen nun Wissenschaftler von der San Diego State University. Die Hälfte ihrer Fische starb, wenn die Forscher die Tiere vier Tage lang in Wasser hielten, in dem zuvor für einen Tag eine Kippe pro Liter geschwommen war.

Zigaretten enthalten jedoch nicht nur Nikotin, sondern auch Arsen und Schwermetalle wie Kupfer, Blei und Kadmium sowie unzählige andere Chemikalien. Diese Gifte setzen sich in den Kunststofffiltern ab. Viele der Inhaltsstoffe sind laut WHO krebserregend. Mit dem Regen werden die Gifte in den Boden und ins Meer gespült und das Plastik zerfällt in Mikroplastik. Über Fische gelangen so Gifte und Mikroplastik in die Nahrungskette.

„Wir wollen mit der Aktion den Müll in der Stadt reduzieren und vor allem die Bürger sensibilisieren, welche Auswirkungen eine achtlos weggeworfene Kippe auf die Umwelt hat“, erläutert ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda.

Die Resonanz der beschenkten Raucher auf die Aktion war durchweg sehr positiv und mit viel Verständnis für die dahinterstehenden Belange. Dadurch sehen sich die ÖDP-Politiker bestärkt, mit der Sensibilisierung fortzusetzen und in den nächsten Wochen mit der kostenlosen Verteilung des recyclebaren Taschen-Aschenbecher fortzufahren. Wer mitmachen möchte, kann sich unter landshut@oedp.de melden.

 

Bildquelle: Dropbox – ÖDP Landshut

ÖDP-Radlsafari zu Landshuter Stadtbäumen

 

Fast 50 Teilnehmer konnten der OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling und die ÖDP Stadträtinnen Christine Ackermann und Elke März-Granda bei der Radltour zum Thema „Bäume in der Stadt“ begrüßen, zu der kürzlich die ÖDP eingeladen hatte. Ungefähr genauso viele Bäume wurden in einer etwa zweistündigen Radlsafari durch den städtischen Baumbestand erkundet. Das entspricht auch etwa dem Verhältnis von Baum zu Einwohner in den meisten deutschen Städten, wie der Forstwissenschaftler erläuterte, also etwa ein Baum pro Einwohner.

Gleich am Ausgangspunkt plädierte der OB-Kandidat für die stärkere Berücksichtigung seltener heimischer Bäume wie der Flatterulme. Die kerngesunden Exemplare rund um das Bahnhofsgebäude zeigten, dass diese Baumart für städtische Verhältnisse sehr gut geeignet ist. An erster Stelle sollten diese Bäume durch frostharte südeuropäische Arten ergänzt werden, wie die entlang der Route besichtigten Silberlinden, Flaum-, Zerr- und Ungarische Eichen.

Auch die „Netzwerkplatane“ wurde besichtigt, mit ihren 3,92 m Stammumfang ist sie ein echter Gigant. Studien der TU München hätten ergeben, dass eine 75jährige Platane einer jährliche Kühlleistung von 92.000 Kilowattstunden entspreche. Mit ihrer ausladenden Krone trägt diese Hybridplatane also wesentlich zu einem gesünderen Kleinklima am Bahnhofsvorplatz und im Netzwerkgebäude bei. Der Baumfachmann zählte die zahlreichen weiteren Leistungen von Bäumen auf. Pro Baum und Jahr werden etwa 30 Kilogramm Kohlendioxid in Holz und Wurzeln und durch die Blätter stolze zwei Gramm Feinstaub gebunden, sowie etwa 300 Liter Regenwasserrückhalt geleistet – durch Rückhalt in der Krone und Versickerung im Boden. Der Spiegel des Stresshormons Cortisol könne durch den Kontakt mit Bäumen nachweislich um 25 bis 50% gesenkt werden, was man heute als „Waldbaden“ bezeichnet und bei Bertold Brecht noch als „Menschenfreude“ beschrieben wurde. Die Nutzholzfunktion gebe es obendrein nach der Fällung und erzeugt wertvolle, klimaneutrale Energie. Die Lebensraumfunktion der Bäume konnte der Entomologe anhand der winzigen Larven der Gitternetz-Platanenwanze erläutern, deren filigrane Schönheit sich freilich erst unter einer Lupe dem Betrachter erschließe. „Die Gitternetz-Wanze an der Netzwerkplatane“ zeige somit auf, dass dieser Baum auch einen Beitrag gegen das Insektensterben leiste. Er sei durch die Baumschutzsatzung aus gutem Recht geschützt und solle keinesfalls drei Parkplätzen weichen dürfen, forderte Müller-Kroehling.

Leider muss der der seit 1987 in der Stadt bestehende Baumschutz jedoch im Vollzug immer wieder erkämpft werden. Dies musste an verschiedenen Stellen immer wieder an Beispielen illustriert werden. Illegale Fällungen und eine große Zahl von Genehmigungen für Fällungen sorgen dafür, dass der Baumbestand unter Druck ist. Bei Baustellen sei es sehr wichtig, wirkungsvolle technische Schutzmaßnahmen einschließlich des Wurzelraumes vorzusehen und den Baumerhalt in den Baubescheid aufzunehmen.

Dass Baum und Boden eine Einheit darstellen, sah man an einer absterbenden Roteiche in Nachbarschaft der Platane. In der viel zu kleinen Baumscheibe kann sich weder Bodenleben entwickeln noch genügend Wasser versickern, und beides braucht der Baum. In den immer stärker verdichteten Städten bleibt zu wenig Raum für Bäume und Natur – die auch unsere Lebensgrundlage sind, und im Klimawandel noch an Bedeutung gewinnen. Etwa drei Grad beträgt der Unterschied zwischen einer Fläche mit und einer ohne Bäumen im Mittel, im Extremfall an heißen Tagen sogar bis zu 10 Grad.

Fast mystisch vor dem alten Kirchengemäuer der Christuskirche wirkten gleich drei bemerkenswerte Baumarten, der älteste Gingko-Baum Landshuts, von der Stadt als Naturdenkmal ausgewiesen und als Baumgattung 250 Millionen Jahr alt, sowie zwei Amerikanische Zürgelbäume und eine Lawson-Scheinzypresse. Dieser Nadelbaum, meist als Heckenkonifere gepflanzt, zeige hier sein Potenzial als echter Waldbaum, der in seiner westamerikanischen Heimat bis 60 Meter hoch und für Kanus und Totempfähle verwendet wird. Der Bedarf daran sei zwar in Landshut überschaubar, so der Referent schmunzelnd, aber das Holz dennoch vielseitig verwendbar und im Außenbereich haltbar.

Alle Sinne werden von den Bäumen angesprochen, auch der Geruchssinn, wie beim Röcklturm zu erfahren war. Die zerriebenen Blätter des auch als „Pfannkuchenbaum“ bezeichneten Katsurabaumes verströmen diesen leckeren Duft.

Auch einige gefällte Bäume wurden besichtigt, wie die Sibirischen Ulme in der Papiererstraße, die noch dazu zur Hälfte auf Stadtgrund stand. Hier sollte als Ersatz eine Flatterulme gepflanzt werden, wünschte sich der Referent. „Sie wäre eine wesentliche Bereicherung für das Stadtbild und das Stadtklima und zusätzlich eine Zierde für den Platz vor dem Hotel, sowie ein Schattenspender“, betonte Müller-Kroehling.

Schräg gegenüber zeigte eine schlanke, hochgewachsene Blaufichte den Teilnehmern eindrucksvoll, auf welch schmalen Flächen vitale und stadtbildprägende Bäume noch wachsen können, wenn ihr Wurzelraum ausreichend sei. Das seien ausdrücklich auch Nadelbäume, so  Müller-Kroehling, denn sie böten im Winter den Vögeln einen Lebensraum. Besichtigt wurden als Beispiele hierfür auch stattliche Exemplare von Gemeiner Fichte, Stechfichte, Douglasie, Coloradotanne und Weißtanne. Letzterer Baum leide allerdings in der Stadt nach wie vor unter der Luftverschmutzung.

Die vorletzte Station führte zu der dicksten Flatterulme Landshuts an der Nikolakirche. Sie hat sogar die Bombardierung des nahegelegenen Bahnhofs zum Ende des zweiten Weltkriegs überstanden und strotzt mit ihren 4,32 m Umfang nur so vor Vitalität. Nur an dieser Baumart leben die hübsche Hahnkammgallmilbe und der Ulmenblattfloh. Der Referent lobte, dass die Stadt seit einigen Jahren verstärkt diese Baumart pflanzt, besonders entlang der Isar-Radwege. Sie sind kerngesund und sehr wüchsig und haben auch die Trockensommer gut überstanden.

Den Abschluss der Baumführung bildete eine Manna-Esche am Kopf der Bahnhofsüberführung. Der in Südeuropa heimische Baum blüht und duftet im Juni. Da er gegen das Eschentriebsterben nicht empfindlich ist, sollte er verstärkt berücksichtigt werden, gerade dort, wo die Bäume nicht zu hoch werden dürfen. In Europa heimische Baumarten sind laut dem Referenten zu bevorzugen, da deren Fauna leichter ihrem Wirtsbaum zu uns folgen könne, als bei einem Exoten aus fernen Kontinenten.

Mit sehr vielen positiven Aspekten des Baumschutzes in der Stadt und dem gemeinsamen Wunsch, eher mehr als weniger Bäume in der Stadt zu wollen, entließen die ÖDP-Politiker nach dieser klimaneutralen Radlsafari die Teilnehmer in den Sommerabend. Müller-Kroehling will als OB das Wachstumsziel von mindestens 1000 neuen Bäumen in den ersten zwei Jahren umsetzen, um Landshut fit für den Klimawandel zu machen und als lebenswertes Landshut zu erhalten.

 

Foto: ÖDP

“Artenschutz im Fokus“

Dialogveranstaltung mit Experten 

 

 

 

Die Bienenretterin Agnes Becker, Initiatorin des Volksbegehrens “Rettet die Bienen” und Tierärztin, trifft Dr. Andreas Segerer, den bekannten und renommierten Schmetterlingskundler und Buchautor in einem moderierten Expertengespräch. Nach Kurzvorträgen der beiden Referenten werden sie diskutieren, ob das nun Gesetz gewordene Volksbegehren und die von der Staatsregierung geplanten ergänzenden Vorschriften für eine Trendwende beim Insekten- und Artensterben ausreichen werden. Dazu wird Agnes Becker über den aktuellen Stand des Volksbegehrens berichten und auch auf die Europäische Bürgerinitiative (EBI) für mehr Artenschutz eingehen.

Die ÖDP lädt am Donnerstag, den 25.7. um 19.30 Uhr zu dieser Veranstaltung im Gasthaus “Zur Insel” ein. Ab 19 Uhr besteht die Möglichkeit, das Buch zum Insektensterben von Dr. Segerer signieren zu lassen und mit den beiden Referenten ins Gespräch zu kommen. Anwesend sind auch die beiden ÖDP-Stadträtinnen Elke März-Granda und Christine Ackermann und der OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling, die sich in ihrer Stadtratsarbeit und ihrem Wahlkampf für mehr Artenschutz in Landshut stark machen.

 

Flyer Veranstaltung Dr. Segerer und Agnes Becker

 

Foto: ÖDP

Die ÖDP lädt zum dritten Stadtteilgespräch ein

Unter dem Motto “Lebenswertes Landshut – Was bewegt Sie in Ihrem Stadtteil?” machen sich die Ökodemokraten übers Jahr verteilt auf den Weg durch ganz Landshut. Das dritte Stadtteilgespräch – für die Stadtteile Frauenberg, Schönbrunn und Peter u. Paul  findet am Montag, den 8. Juli um 19.30 Uhr in der Tafernwirtschaft Schönbrunn im Raum Hofmark, Schönbrunn 1 in Landshut statt.

Dort können Interessierte mit dem OB-Kandidaten Dr. Stefan Müller-Kroehling und den Stadträtinnen Christine Ackermann und Elke März-Granda ins Gespräch kommen. Alle Landshuter Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu einem gegenseitigen Kennenlernen und Austausch eingeladen.

 

Fotos: ÖDP

ÖDP und „Fridays for Future” beim Ramadama in der Bayerwaldsiedlung

Gemeinsam mit einigen Aktiven von “Fridays For Future” und einer engagierten Gruppe Landshuter Bürgerinnen und Bürger hat die ÖDP am vergangenen Samstag eine Säuberungsaktion in der nördlichen Bayerwaldsiedlung durchgeführt.

 

Innerhalb von knapp zwei Stunden wurde ein stattlicher Haufen Müll von Plastik, Glasflaschen und ein großer Eimer Zigarettenkippen gesammelt. OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling, auf dessen Anregung die Aktion stattfand, wies darauf hin, dass Mikroplastik eine tickende Zeitbombe sei und es weltweit in absehbarer Zeit zu einem der größten Probleme werde. Er forderte daher: „Mikroplastik muss an der Quelle gestoppt werden!“. Es belastet in hohen Konzentrationen bereits die Isar und sein Bachbett 87,9 Partikel Mikroplastik pro Kubikmeter Flusswasser fanden Forscher der Universität Bayreuth 2018 oberhalb von Landshut Tendenz steigend.

Erschrecken war die große Menge an giftigen Zigarettenstummeln, die man in der kurzen Zeit fand. Denn die Filter der weggeworfenen Kippen stecken voller Giftstoffe. Beim Rauchen sammeln sich Nikotin, Arsen, Blei und viele andere Chemikalien in den Filtern. Immer wenn es regnet, sickern diese Stoffe mit dem Regenwasser in den Boden oder in die Kanalisation. Laut Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vergiftet schon ein einziger weggeworfener Zigarettenstummel schätzungsweise 40 Liter Grundwasser. Auf diesem Weg gelangen jedes Jahr weltweit etwa 90 Tonnen an Nikotin und über eine Tonne Arsen in die Umwelt. Gefährdet werden dadurch nicht nur Fische, auch Kleinkinder fallen dieser Umweltverschmutzung immer wieder direkt zum Opfer. Bei ihnen kann schon eine einzige verschluckte Kippe zu ernsthaften Vergiftungssymptomen bis hin zum Tod führen.

„Diese Mengen an giftigem Müll in Landschaft, Boden und Grundwasser können wir nicht einfach übersehen”, so ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda. Auch Stadträtin Christine Ackermann und die fleißigen Helfer zeigten sich entsetzt über die zustande gekommene Menge an Kippen, die aufgrund ihrer hohen Giftstoffkonzentration eigentlich im Sondermüll zu entsorgen wären.

Ein weiterer, global bedeutsamer Aspekt der Exkursion war die nur auf den ersten Blick „landschaftlich unspektakuläreÖrtlichkeit im Gewerbegebiet am nördlichen Stadtrand. Ein Teil des Gebietes liegt auf einem entwässerten Niedermoor, und das sei für Landshut eine Besonderheit. Dr. Müller-Kroehling erklärte, woran man den Moorboden erkennt, und warum sein aktueller, stark zersetzter Zustand sehr schlecht für das Weltklima ist. Wegen des großen Interesses an dem Thema wird es hierzu auch eine eigene Führung geben (Termin wird in der LZ und auf der Homepage der ÖDP bekanntgegeben). Den Brotzeitzuschuss der Stadt spendete die Gruppe dem Verein ‘Rettet den Regenwald e.V

 

Foto: ÖDP