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Menschen mit Behinderung

Bildtext: Die Vorstandmitglieder der Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe Niederbayern Peter Weiß (li), Geschäftsführer Sozialteam, und Thomas Hochbrückl, Geschäftsführer der Lebenshilfe Passau, im Gespräch mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (re.)

 

Menschen mit Behinderung sollen selbstbestimmter leben

Vorsitzende der ARGE Behindertenhilfe und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich tauschen sich aus

 

Seit 2017 gilt in Deutschland das neue Bundes-Teilhabe-Gesetz (BTHG). Es soll die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen und ermöglichen, dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmter leben können. Das BTHG wird in vier Stufen eingeführt, zum 1. Januar  2020 tritt die dritte Stufe in Kraft. Leistungen sollen dabei stärker auf den persönlichen Bedarf des Einzelnen ausgerichtet werden. Für die Träger der Eingliederungshilfe und den Bezirk Niederbayern bedeutet die Umsetzung der komplexen Regelungen einen erheblichen Mehraufwand an Zeit und Personal. Bei einem Fachgespräch in der Bezirkshauptverwaltung in Landshut erörterte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich mit den Vorsitzenden der ARGE Behindertenhilfe unter anderem die Umsetzung des Gesetzes.

Laut Heinrich wird der Bezirk in der Sozialverwaltung im kommenden Jahr mehr als 30 neue Stellen schaffen, um die mit dem BTHG verbundenen Aufgaben zu meistern. Thomas Hofbrückl, 1. Vorsitzender der ARGE und Geschäftsführer der Lebenshilfe Passau, sowie sein Stellvertreter Peter Weiß, Geschäftsführer Sozialteam Niederbayern in Regensburg, lobten ausdrücklich die „gute Zusammenarbeit und intensive Abstimmung“ zwischen dem Bezirk und den Trägern in einem für beide Seiten komplizierten und komplexen Prozess.

Die ARGE ist ein Zusammenschluss aller Träger, die im Bereich der Behindertenhilfe tätig sind. Die Initiative wurde 2011 auf Initiative der Lebenshilfen Niederbayerns und verschiedener katholischer Träger gegründet, um den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, gemeinsame Positionen zu entwickeln und gemeinsame Interessen im Bereich der Behindertenhilfe insbesondere gegenüber dem Bezirk zu vertreten.

Aus dem Verwaltungshaushalt des Bezirks Niederbayern fließt mit 442,9 Millionen Euro der Löwenanteil (knapp 90 Prozent) in den Bereich Soziales, wobei die Aufwendungen für Leistungen im Rahmen der „Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“ sowie die Aufwendungen für die „Hilfe zur Pflege“ an erster Stelle stehen.

Der Bezirkstagspräsident betonte, dass es wichtig sei, die Kultur des Zuhörens und des gegenseitigen Austausches beizubehalten – gerade auch mit Blick auf die Zukunft, in der der Druck durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wohl wachsen werde. Heinrich: „Dem Bezirk Niederbayern und mir als dessen Präsident liegt ein steter Dialog sehr am Herzen.“ Die Herausforderung werde es sein, das bestehende soziale Netz auch in Zukunft weiter knüpfen zu können, nicht nur personell, sondern auch finanziell.

 

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Bildquelle: Bezirk Niederbayern, Bäter

 

Bildtext: Bezirksrätin Martina Hammerl (r.), Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (2.v.r.) und Mitglieder der CSU Rottenburg um Fraktionsvorsitzenden Laurentius Seidl (3.v.l.) besuchten die Landshuter Werkstätten in Rottenburg. Sie erhielten Informationen aus erster Hand von Werkstattleiter Markus Huber (2.v.l.), Vorsitzendem Josef Deimer (4.v.l.) und Geschäftsführerin Dr. Hannelore Omari (3.v.r.).

 

“Hier wird berufliche und soziale Rehabilitation gelebt!”

MdL Radlmeier und Bezirksrätin Hammerl besuchen Landshuter Werkstätten – Menschen mit Behinderung bereichern unser Leben 

Rottenburg. Helmut Radlmeier, Stimmkreisabgeordneter für die Region Landshut, Bezirksrätin Martina Hammerl und Mitglieder der CSU Rottenburg besuchten die Landshuter Werkstätten am Standort Rottenburg. Die Delegation erlebte, dass die Menschen mit Behinderung hier als eine Bereicherung der Gesellschaft angesehen werden. Der Fokus wird auf ihre Fähigkeiten gelegt. Radlmeier resümierte: “Hier wird berufliche und soziale Rehabilitation gelebt”.

Die Delegation wurde vom Vorsitzenden der Lebenshilfe, Josef Deimer, der Geschäftsführerin Dr. Hannelore Omari und dem Werkstattleiter Markus Huber empfangen. Deimer informierte, dass die Landshuter Werkstätten GmbH an acht Standorten in Landshut, Altdorf, Mainburg, Kelheim, Rottenburg a.d. Laaber, Vilsbiburg, Landau und bald auch in Dingolfing insgesamt rund 900 Arbeitsplätze in anerkannten Werkstätten für Menschen mit Behinderung anbietet. Darunter sind auch 18 Plätze in Rottenburg im Haus Lebensraum speziell für Menschen mit psychisch-seelischen Erkrankungen. Ziel ist es, Personen, die nicht, noch nicht oder nicht wieder eine Beschäftigung am „Allgemeinen Arbeitsmarkt“ erlangen können, berufliche Qualifikation und Arbeitsplätze anzubieten. Berufliche und soziale Rehabilitation geht einher mit qualitativ hochwertiger Arbeit für Kunden aus Industrie und Handwerk.

Herausforderungen 

Dr. Omari führte aus, dass das neue Bundes-Teilhabe-Gesetz (BTHG) viele Veränderungen mit sich bringe, welche auch die Landshuter Werkstätten vor Herausforderungen stelle. Sie äußerte die Hoffnung, dass diese Umstellungen nicht Einsparungen mit sich bringen werden. Sie bat weiterhin um eine gute finanzielle Unterstützung. Dr. Omari appellierte an die Politiker, beim Bundes-Teilhabe-Gesetz die Lebenshilfe im Auge zu behalten. Man erfuhr ferner, dass die Werkstätten immer auch Plätze für Rückkehrer aus dem allgemeinen Arbeitsmarkt bereithalten müssen. Zudem habe man es nicht leicht, Fachkräfte für die Einrichtungen zu finden. Deimer und Dr. Omari baten Radlmeier und Hammerl abschließend, sich den Sorgen der sozialen Einrichtungen anzunehmen.

Diese Unterstützung sicherten beide zu. Sowohl Radlmeier als auch Hammerl würdigten dabei explizit das Café am Dom im Erdgeschoss der Landshuter Lebenshilfe-Geschäftsstelle. Die Menschen mit Behinderung arbeiten sehr engagiert im Café am Dom. Die Freundlichkeit des Teams wird allseits geschätzt, es ist gelebte Inklusion. Dr. Omari bekräftigte ebenso: “Wir müssen wegkommen vom Defizit-Denken. Alle Menschen haben Fähigkeiten und Begabungen. Auch Menschen mit Behinderung können viel zur Gesellschaft beitragen”.

Neue Wohnungen

Beim anschließenden Rundgang machte sich die Delegation ein Bild aus der Praxis. Man erlebte, mit wie viel Freude die Menschen mit einem Handicap bei der Arbeit waren. Das Haus Lebensraum wurde ebenfalls besichtigt. Dort arbeiten Menschen mit psychisch-seelischen Erkrankungen und fühlen sich sichtlich gut aufgehoben. Abschließend schaute sich die Delegation einen Wohnblock an, der in Kürze saniert wird. Hier sollen Wohnungen für 15 Erwachsene mit Behinderung entstehen.

Damit wird die Erfolgsgeschichte der Lebenshilfe weiter fortgeschrieben. Vor 51 Jahren haben sich in Landshut engagierte Persönlichkeiten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zusammen mit betroffenen Eltern auf den Weg gemacht, Menschen mit einer geistigen Behinderung Förderung und Betreuung zukommen zu lassen. Die Aufbaujahre in unserem Land sollten auch diejenigen einbinden, die besonderen Schutz und Fürsorge benötigen. Seit der Vereinsgründung am 14. Dezember 1967 sind 46 Einrichtungen in Stadt und Landkreis Landshut, in den Landkreisen Dingolfing-Landau und Kelheim entstanden, die den Personenkreis und ihre Angehörigen von frühester Kindheit bis ins Alter begleiten.

 

Bildunterschrift: Bezirksrätin Martina Hammerl (r.), Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (2.v.r.) und Mitglieder der CSU Rottenburg um Fraktionsvorsitzenden Laurentius Seidl (3.v.l.) besuchten die Landshuter Werkstätten in Rottenburg. Sie erhielten Informationen aus erster Hand von Werkstattleiter Markus Huber (2.v.l.), Vorsitzendem Josef Deimer (4.v.l.) und Geschäftsführerin Dr. Hannelore Omari (3.v.r.).

Diakonie baut Onlineportal für Menschen mit Behinderung auf

Bundestagsabgeordneter Florian Oßner: Bund fördert das Projekt mit rund 383.000 Euro

 

Das Beratungsnetzwerk für Menschen mit Behinderung im Raum Landshut wird noch dichter. Wie der Bundestagsabgeordnete Florian Oßner (CSU) mitteilt, wird ein Projekt des Diakonischen Werks Landshut zur ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung vom Bundessozialministerium bis Ende 2020 mit rund 383.000 Euro gefördert. Mit dem Geld wird der Aufbau eines Onlineportals finanziert, über das Betroffene und Angehörige das passende Beratungsangebot in der Region finden können. Außerdem können sie sich über aktuelle Meldungen und Veranstaltungen rund um Körperbehinderungen, Sinnesminderungen, geistige Behinderung und psychische Erkrankungen informieren.

 

Zusätzlich soll mindestens einmal im Halbjahr ein Newsletter mit Neuigkeiten zum Beratungsangebot in der Region und allgemein interessanten Themen rund um das Leben mit Behinderung erscheinen. Den soll es auch in einfacher Sprache und als Podcast zum Anhören geben.

 

Die Diakonie wird auch eine persönliche Beratung anbieten, bei der es um Unterstützung für die Suche nach Hilfsangeboten, den Kontakt zu Selbsthilfegruppen und den Austausch mit Kosten- und Leistungsträgern wie Bezirk, Krankenkassen und Rentenversicherung geht. Wo genau diese Beratungsstelle eingerichtet wird, stimmen die Verantwortlichen mit den weiteren Trägern der ergänzenden Teilhabeberatung in Niederbayern ab. Der Verein für ergänzende unabhängige Teilhabeberatung in den Bezirken Oberpfalz und Niederbayern mit Sitz in Regensburg hat bereits den Aufbau eines Beratungsstandorts in Landshut angekündigt. „Wir tauschen uns aus, um gemeinsam eine möglichst flächendeckende Beratung in Niederbayern zu gewährleisten“, sagt Diakonie-Geschäftsführer Holger Peters.

 

Oßner lobt diese Initiative: „So bekommen Betroffene in der gesamten Region wohnortnahe Hilfe. Das ist ein praktischer Ansatz, der die Menschen in ihrem schwierigen Alltag tatsächlich weiterbringen kann. Damit leistet die Diakonie einen unschätzbaren Wert für unser Zusammenleben.“

 

Nähere Informationen gibt es bei Diakonie-Geschäftsführer Holger Peters unter hpeters@diakonie-landshut.de und Telefon 0871/60 94 00.

 

 

Wegweiser für Menschen mit Behinderung vorgestellt

Broschüre gibt Auskunft über behindertengerechte Geschäfte und Lokale

Welches Geschäft ist barrierefrei erreichbar? Wo findet man das nächste Restaurant mit Behinderten-WC? Und wie steht es um die behindertengerechte Ausstattung von Kultur- und Sporteinrichtungen in Landshut? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es ab sofort im neuen „Wegweiser für Menschen mit Behinderung”, den Vertreter des Behindertenbeirats der Stadt am Montag Oberbürgermeister Alexander Putz vorgestellt haben.

Als Alt- und Neustadt entstanden sind, war Barrierefreiheit noch kein großes Thema. Daher stellen gerade die teils viele Jahrhunderte alten Gebäude in der Innenstadt mit ihren baulichen Besonderheiten Behinderte auch heute noch vor enorme Herausforderungen. Aber selbst moderne Bauten würden nicht automatisch den Bedürfnissen von Menschen mit körperlichen Handicaps gerecht, sagte Stefan Tutsch. Vorsitzender des Behindertenbeirats. In einer 24 Seiten starken Broschüre, die der Behindertenbeirat unter Federführung der Projektleiterin Ursula Radius in akribischer Kleinarbeit erstellt hat, wurden deshalb Geschäfte, Gaststätten, Sport-und Kultureinrichtungen sowie Behörden aufgelistet, die behindertenfreundlich ausgerichtet sind. Zudem sind unter anderem Behindertenparkplätze und öffentliche Behindertentoiletten verzeichnet. „Der neue Wegweiser soll für gehandicapte Landshuter, aber auch für alle Auswärtigen und Touristen eine Hilfestellung im Alltag sein”, so Tutsch. OB Putz zeigte sich von der Idee sehr angetan: „Ich finde es toll, dass diese praktische Übersicht nun fertig ist. Mein Dank gilt allen Mitgliedern des Behindertenbeirats und der Verwaltung, die an der Umsetzung beteiligt waren.”

Obwohl sich in Sachen „Barrierefreiheit” in den vergangenen Jahren viel zum Positiven verändert hat: Rundum zufriedenstellend ist die Situation für Behinderte auch in Landshut noch immer nicht. Als „wunden Punkt” bezeichnete Tutsch vor allem den Hotel- und Gaststättenbereich. Ob Behindertentoiletten in Restaurants oder behindertengerechte Zimmer in Hotels: Beides ist in der Stadt laut Jürgen Haak, stellvertretender Vorsitzender des Behindertenbeirats, weiterhin Mangelware. Seine ernüchternde Schätzung: „Rund 65 Prozent der Lokale und Läden in Landshut sind leider nicht behindertengerecht; eine Behindertentoilette fehlt wohl in rund 95 Prozent der Gaststätten.” Er appellierte an die Stadt, angesichts einiger geplanter Hotel- Neubauten bei der Genehmigung darauf zu achten, „dass dort einige Zimmer mit behindertengerechter Ausstattung angeboten werden”.

Diesen Hinweis griff Putz sofort dankbar auf und versprach, dass sich der Bausenat in einer seiner nächsten Sitzungen mit diesem Thema beschäftigen wird. Der

 

Ein halbes Jahrhundert voller Einsatz für Menschen mit Behinderung

Landtagsabgeordneter Florian Hölzl informiert sich bei Lebenshilfe in Landshut

Im Jahre 1967 wurde die Lebenshilfe Landshut als Selbsthilfeverein für Menschen mit Behinderung gegründet. Ziel der Lebenshilfe ist bis heute die erfolgreiche Eingliederung von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft, eine möglichst selbstständige und selbstbestimmte Lebensführung der Menschen mit Behinderung und auch die Vertretung der Rechte und Belange derer. „Am 23. November diesen Jahres feiern wir unser 50-jähriges Bestehen“, so Altoberbürgermeister und Vorsitzender der Lebenshilfe Josef Deimer bei der Begrüßung des Pfeffenhausener Landtagabgeordneten Florian Hölzl (CSU) in der Geschäftsstelle des Vereins. Hölzl informierte sich über aktuelle Anliegen und Entwicklungen des sozialen Trägers. „Ich freue mich sehr, mit der Lebenshilfe einen der großen Sozialträger in unserer Heimat und deren Anliegen kennenzulernen“, so Hölzl, der parteiübergreifend der einzige niederbayerische Vertreter im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration im Bayerischen Landtag ist.

Geschäftsführerin Dr. Hannelore Omari stellte Hölzl die Landshuter Lebenshilfe mit ihren Kennzahlen vor: 46 Einrichtungen betreibe die Lebenshilfe derzeit im westniederbayerischen Raum.  Dazu gehörten die Landshuter Werkstätten mit acht Betrieben in Landshut, Altdorf, Landau, Kelheim, Vilsbiburg, Mainburg und Rottenburg. Dort würden Menschen beschäftigt werden, die aufgrund ihrer geistigen, körperlichen oder seelischen Beeinträchtigung keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erlangen können. „Rund 1.230 Beschäftigte arbeiten derzeit in den Werkstätten, darunter 890 Menschen mit Behinderung“, führte Dr. Omari aus. Neben den Werkstätten betreibe die Lebenshilfe Wohnheime, ambulant betreute Wohneinrichtungen, integrative Kindertagesstätten, Schulen und auch sozial- sowie heilpädagogische Tagesstätten. „Die Lebenshilfe deckt mit ihrem Angebot für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung viele Bereiche von der frühesten Kindheit bis ins hohe Alter ab. Insgesamt betreuen wir derzeit rund 2.000 Menschen mit Behinderung“, so Dr. Omari weiter. Landtagsabgeordneter Florian Hölzl zeigte sich beeindruckt von dem breiten Aufgabenfeld und den vielschichtigen Angeboten der Lebenshilfe: „Durch Ihr Tun wird der Gedanke der Inklusion lebendig, wenn beispielsweise Kinder mit und ohne Behinderung zusammen in der Schule lernen oder gemeinsam den Kindergarten besuchen.” Sodann erläuterten die Gesprächsteilnehmer die Auswirkungen des neuen Bundesteilhabegesetzes auf die Behindertenhilfe. Auch das kürzlich für die Pestalozzischule beim Freistaat Bayern beantragte Schulprofil Inklusion war Thema des Gesprächs. Dr. Omari erläuterte den Ansatz sowohl mit Partnerklassen der Pestalozzischule in Grundschulen,(z.B. derzeit in der Carl-Orff Grundschule in Landshut und der Grund- und Mittelschule Bruckberg-Gündlkofen) wie auch durch Aufnahme von Partnerklassen der Grundschulen in die Räume der Pestalozzischule eine gemeinsam Beschulung unter einem Dach zu erreichen. „In Regel- und Förderklassen werden die Schüler zwar entsprechend ihrer Fähigkeiten und Bildungsplänen getrennt beschult, bestimmte Unterrichtseinheiten besuchen die Kinder aber gemeinsam.“ Florian Hölzl zeigte sich davon überzeugt, dass die bisherige Handhabung in Bayern, in welchem die Eltern dem Kindeswohl folgend selbst zwischen einem Besuch einer Regel- oder einer Förderschule entscheiden können, richtig sei. „Mit dem unlängst in der CSU-Landtagsfraktion beschlossenen Bildungspaket nehmen wir vor allem die Förderschulen und die Aufgabenstellung der Inklusion in den Blick. Allein bis zum Jahr 2020 schaffen wir an den Förderschulen zusätzlich 250 Lehrerstellen, wobei der Stellenaufwuchs auf diesem Niveau über das Jahr 2020 hinaus fortgesetzt werden soll. Hinzu kommen in 2019 und 2020 jährlich 100 zusätzliche Stellen für Inklusion an den Regelschulen”, so MdL Hölzl.

Beeindruckt zeigte sich der 31-jährige Hölzl beim anschließenden Rundgang durch das Gebäude in der Spiegelgasse 207, welches seit 2014 Sitz der Zentrale der Landshuter Lebenshilfe ist: „Es ist wirklich toll, was die Lebenshilfe aus diesen Räumlichkeiten gemacht hat.” Das im Erdgeschoss befindliche Café am Dom biete 34 Sitzplätze im Innenbereich sowie 25 Außenplätze und verwöhne seine Gäste mit einer wöchentlich wechselnden Mittagskarte, so Vorsitzender Josef Deimer. „Vierzehn Menschen mit geistiger Behinderung arbeiten in unserem Café und werden dabei von zwei Köchinnen und zwei Teilzeitkräften unterstützt und angeleitet“, berichtete Geschäftsführerin Dr. Omari. Im sich gleich nebenan befindenden Werkstattladen würden Produkte unterschiedlicher Werkstätten aus ganz Deutschland angeboten. Zur Angebotspalette gehörten unter anderem Kinderdirndl, Bio-Weine, handgefertigter Modeschmuck, Holzarbeiten, Taschen und Kerzen.

Vorsitzender Josef Deimer und Geschäftsführerin Dr. Hannelore Omari bedankten sich abschließend sehr herzlich bei Florian Hölzl für dessen großes Interesse. „Wir freuen uns, mit Ihnen einen kompetenten Ansprechpartner im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration im Bayerischen Landtag zu haben“, so beide übereinstimmend.

 

BU: Landtagsabgeordneter Florian Hölzl (Mitte) informierte sich bei Dr. Hannelore Omari und Altoberbürgermeister Josef Deimer über aktuelle Themen der Lebenshilfe Landshut