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Melanie Huml

Huml: Corona-Bonus ist Zeichen der Anerkennung für Pflege- und Rettungskräfte –

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin: Anträge können beim Landesamt für Pflege gestellt werden

Bayern Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat am Dienstag den neuen Corona-Bonus im Gesundheits- und Pflegebereich erläutert. Huml betonte in München: “Pflegerinnen und Pfleger sowie Rettungskräfte stehen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie an vorderster Front. Daher freue ich mich sehr, dass wir heute im bayerischen Kabinett als Zeichen der Anerkennung dieses außergewöhnlichen Engagements den neuen Bonus in Höhe von 500 Euro beschlossen haben.”

Diese einmalige finanzielle Zuwendung bekommen Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen und ambulanten Pflegediensten sowie Notfallsanitäter und Rettungsassistenten. Wer regelmäßig mehr als 25 Stunden pro Woche arbeitet, erhält 500 Euro. Berechtigte, die regelmäßig 25 Stunden pro Woche oder weniger arbeiten, erhalten 300 Euro.

Die Ministerin fügte hinzu: “Die Finanzierung erfolgt aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie. Wer Anspruch auf die Prämie hat, kann einen Antrag beim Landesamt für Pflege stellen. Benötigt wird lediglich eine Bestätigung des Arbeitgebers. Nach aktuellem Stand soll die Prämie unabhängig von derzeit auf Bundesebene diskutierten Pflegebonus in Höhe von 1.500 Euro gewährt werden.”

Huml unterstrich: “Ein Hauptschwerpunkt der Staatsregierung liegt zudem in der Besorgung von Schutzmaterial und Desinfektionsmitteln. Klar ist: Der Bedarf an Schutzausrüstung jeglicher Art wird weiter steigen. Alle Beteiligten arbeiten deshalb mit Hochdruck daran, weiteres Material zu beschaffen.”

 

Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerisches Gesundheitsministerium: Bis Dienstagnachmittag keine neuen bestätigten Coronavirus-Fälle in Bayern

Ein weiterer Fall aus der München Klinik Schwabing entlassen

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Dienstag über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum frühen Dienstagnachmittag keine neuen Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit hat es bislang (Stand 15.00 Uhr) insgesamt 14 bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern gegeben.

Davon befindet sich nur noch ein Fall in der München Klinik Schwabing. Denn mittlerweile ist ein weiterer Fall aus der München Klinik Schwabing entlassen worden. Grundlage dafür waren die RKI-Kriterien zur Aufhebung von Isolierungsmaßnahmen und zur Entlassung aus dem Krankenhaus (siehe Link unten). Einzelheiten zur Person werden wegen des erforderlichen Persönlichkeitsschutzes nicht genannt.

Zu der Coronavirus-Lage in Italien gab es am Dienstag im Gesundheitsministerium in München ein Gespräch mit Ärzteverbänden und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft. Besprochen wurden dabei unter anderem Details für das Vorgehen im Fall möglicher Infektionen von Reisenden, die aus Italien zurückkehren. Dieser Personenkreis wird zudem gezielt informiert.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml erläuterte nach dem Treffen: “Wir müssen jetzt alles daran setzen, einzelne Infektionen so früh wie möglich zu erkennen. Wichtig ist zunächst zu klären, ob überhaupt ein begründeter Verdachtsfall vorliegt.”

Wer dies befürchtet, sollte sich telefonisch an den Hausarzt wenden. Ein begründeter Verdachtsfall besteht bei Personen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden.

Huml betonte: “Aktuell hat die WHO noch keinen Pandemiefall ausgerufen. Bayerns Gesundheitsbehörden sind aber dennoch gut gerüstet. Die Gesundheitsbehörden haben durch das Infektionsschutzgesetz verschiedene Möglichkeiten und Befugnisse, um Infektionsschutzmaßnahmen einzuleiten und durchzusetzen. Wichtig ist aber, immer im konkreten Einzelfall zu entscheiden und dabei mit Augenmaß vorzugehen.”

Huml verwies darauf, dass die bayerischen Krankenhäuser auf mögliche Krankheitsfälle vorbereitet sind: “Bayerns Krankenhäuser stellen sich auf die Versorgung stationär behandlungsbedürftiger Patienten ein und halten im Rahmen ihrer Kapazitäten entsprechende qualifizierte Versorgungangebote vor.”

(https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Entlassmanagement.html)

 

Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml informiert über die aktuelle Coronavirus-Entwicklung in Bayern

Derzeit keine neuen Fälle – LGL testet weitere enge Kontaktpersonen

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat am Mittwoch über die aktuelle Entwicklung zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Die Ministerin betonte in München: “Mittlerweile liegen die Ergebnisse von weiteren Tests vor. Darunter befanden sich keine neuen Fälle. Damit bleibt es derzeit bei dem Stand von gestern Abend.”

Demzufolge haben sich bislang insgesamt vier Menschen in Bayern mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Alle sind Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der bereits der erste Betroffene beschäftigt ist. Dieser Mann hatte sich offensichtlich am 21. Januar während einer Fortbildungsveranstaltung bei einer chinesischen Kollegin angesteckt. Diese Kollegin ist am 23. Januar nach China zurückgeflogen. Am 27. Januar wurde das Gesundheitsamt von der Firma von der Erkrankung der Frau aus China unterrichtet.

Der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Dr. Andreas Zapf unterstrich: “Das LGL hat heute damit begonnen, weitere enge Kontaktpersonen aus der Firma eingehend zu befragen und zu testen. Dies geschah vor Ort bei der Firma im Landkreis Starnberg. Die Ergebnisse dieser Tests werden voraussichtlich am morgigen Donnerstag vorliegen. Die Kontaktpersonen sollen vorerst zuhause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen meiden.”

Bereits am Dienstagabend war bekannt geworden, dass sich drei weitere Menschen in Bayern mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch diese Patienten sind Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der bereits der erste Betroffene beschäftigt ist. Es handelt sich dabei um zwei Männer (27 und 40 Jahre alt) und eine Frau (33 Jahre alt).

Der behandelnde Chefarzt Prof. Dr. Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing betonte: “Die vier Patienten sind symptomfrei und in klinisch gutem Zustand. Das ist eine wirklich gute Nachricht. Sie sind bei uns aktuell weiterhin zur klinischen Beobachtung. Mit der Zimmer-Isolierung besteht keine Ansteckungsgefahr für andere Patienten und Besucher in der München Klinik Schwabing.”

Huml unterstrich: “Wir nehmen die Lage weiterhin sehr ernst. Wir behalten die aktuelle Entwicklung im Blick und stehen mit dem Robert Koch-Institut und dem Bund intensiv im Austausch.”

Die Ministerin ergänzte: “An der gestern am LGL eingerichteten Telefon-Hotline besteht hohes Interesse. Wir haben die Hotline daher personell aufgestockt. Unter der Nummer 09131/6808-5101 können Bürgerinnen und Bürger täglich Fragen stellen.” Huml fügte hinzu: “Auch die Familien der bislang positiv getesteten Personen wurden ausführlich aufgeklärt und über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert.”

 

Foto: Bayer. Gesundheitsministerium

 

Huml wirbt zum Jahreswechsel für Verzicht aufs Rauchen –

Bayerns Gesundheitsministerin: Auch Gefahren durch Shishas nicht unterschätzen

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat anlässlich des bevorstehenden Jahreswechsels für einen Verzicht aufs Rauchen geworben. Huml betonte am Sonntag: “Der Start ins neue Jahr ist eine gute Gelegenheit, das Rauchen aufzugeben. Klar ist: Gerade für langjährige Raucher kann die Entwöhnung schwierig sein. Rat kann hier zum Beispiel der Hausarzt geben. Auch die meisten Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern Unterstützung bei der Entwöhnung an.”

Die Ministerin warnte: “Durch das Rauchen verringert sich die Lebenserwartung im Schnitt um zehn Jahre. An den Folgen des Rauchens sterben in Deutschland jährlich rund 120.000 Menschen. Dies entspricht jedem siebten Todesfall. In Bayern kommt es nach Einschätzung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit pro Jahr zu 15.000 bis 18.000 vorzeitigen Sterbefällen infolge von Tabakkonsum.”

Huml erläuterte: “Wer das Rauchen aufgibt, wird schnell positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden feststellen. Durch die Entwöhnung kann sich beispielsweise der Geruchs- und Geschmackssinn verbessern und die Kurzatmigkeit zurückgehen. Wer konsequent aufs Rauchen verzichtet, hat außerdem ein geringeres Risiko für Krebserkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall.”

In Bayern nimmt die Zahl der Raucher seit einigen Jahren deutlich ab. Diese Entwicklung trifft sowohl auf Erwachsene als auch auf Kinder und Jugendliche zu. Bundesweit hat Bayern zusammen mit Sachsen die niedrigste Raucherquote. Konkret sank die Raucherquote bei den Erwachsenen von 27,1 Prozent im Jahr 2010 auf 21 Prozent im Jahr 2015. Bei den 12- bis 17-Jährigen ist die Quote im gleichen Zeitraum von 12,9 Prozent (2010) auf 7,8 Prozent (2015) zurückgegangen.

Die Ministerin betonte: “Der Rückgang der Zahl der Raucher ist sehr erfreulich. Mit Präventionskampagnen möchte das bayerische Gesundheitsministerium weiterhin insbesondere Kinder und Jugendliche schützen. So können beispielsweise E-Zigaretten und E-Shishas ein getarnter Einstieg in die Nikotinsucht sein. Darüber wird Bayern auch künftig intensiv aufklären. Denn E-Shishas und E-Zigaretten gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen. Die Bayerische Staatsregierung hat sich 2016 erfolgreich dafür eingesetzt, dass dies mit der Novellierung des Jugendschutzgesetzes auch rechtlich eindeutig geregelt ist.”

Huml fügte hinzu: “Es ist wichtig, die gesundheitlichen Gefahren durch Shishas nicht zu unterschätzen. Durch das Rauchen von Wasserpfeifen entstehen gefährliche Schadstoffe.”

So konnten in der Raumluft ultrafeine Partikel und krebserregende Substanzen gemessen werden. Das gilt auch, wenn tabakfreie Produkte verwendet werden. Außerdem kann es zu lebensgefährlichen Kohlenmonoxid-Vergiftungen kommen. Das giftige Gas entsteht bei der Verbrennung von Wasserpfeifenkohle. Es wird insbesondere dann zur Gefahr, wenn in geschlossenen Räumen ohne ausreichende Luftzufuhr geraucht wird.

Das bayerische Gesundheitsministerium beteiligt sich an zahlreichen Präventionsprojekten. So fand in Bayern in diesem Jahr bereits zum 20. Mal der Nichtraucherwettbewerb “Be Smart – Don’t Start!” statt. 2018 beteiligten sich 974 Schulklassen in Bayern. Das bayerische Gesundheitsministerium fördert dieses Projekt mit rund 30.000 Euro pro Jahr.

Darüber hinaus wird an den bayerischen Schulen ein Mitmachparcours in Kofferversion mit dem Titel “KlarSichtParcours” eingesetzt, um Suchtprävention spielerisch und altersgerecht zu vermitteln. Durch Rollenspiele und Quiz-Fragen können sich Jugendliche mit den Gesundheitsgefahren des Zigarettenkonsums auseinandersetzen.

 

Foto: Archiv KLARTEXT.LA

Huml warnt vor Allergiepflanze Ambrosia – Bayerns Gesundheitsministerin: Bayernweites Aktionsprogramm soll Ausbreitung bremsen

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt vor den Gefahren durch die Allergie-Pflanze Ambrosia. : “Huml betonte am Freitag: Die Pollen der nordamerikanischen Beifuß-Ambrosie gehören zu den stärksten Allergieauslösern. Schon geringe Mengen können gesundheitliche Beschwerden auslösen, und zwar selbst bei Nicht-Allergikern. Deshalb ist es unser Ziel, die Ausbreitung der Pflanze in Bayern so weit wie möglich zu stoppen.”

Aktuell sind in Bayern 424 größere Ambrosia-Bestände dokumentiert. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen. Huml unterstrich: “Bei den Untersuchungen im Jahr 2017 wurden 31 neue große Ambrosia-Bestände gefunden, so dass die Gesamtzahl der erkannten großen Bestände auf 424 anstieg.”

Mit dem bayerischen Aktionsprogramm “Ambrosiabekämpfung” begann 2007 im Freistaat eine systematische Erfassung mit wissenschaftlicher Begleitung. Dieses Programm setzt auf die Information der Bürger und die Bekämpfung der Ambrosia auf freiwilliger Basis. Die Ministerin erläuterte: “Jährlich investiert der Freistaat rund 85.000 Euro in die Ambrosia-Bekämpfung. Auf freiwilliger Basis ist es gelungen, die unkontrollierte Ausbreitung der Allergiepflanze zu verlangsamen. Aber wie unser begleitendes Monitoring zeigt, steigen die Zahlen immer noch an.”

Huml beteiligte sich am Donnerstag (19.7.) selbst an der Beseitigung eines Ambrosia-Bestandes im Regensburger Ortsteil Burgweinting. Das Grünamt der Stadt Regensburg ist bei dieser Aufgabe besonders aktiv und erfolgreich. Seit 2007 ist es durch intensive Bekämpfungs- und Kontrollaktionen gelungen, die Ausbreitung der Ambrosia im Stadtgebiet zu stoppen und die Bestände zu reduzieren.

Huml fügte hinzu: “Große Ambrosia-Bestände ab rund 100 Pflanzen sollten den Landratsämtern oder Kreisverwaltungsbehörden gemeldet werden. Wer Einzelpflanzen entdeckt, kann diese auch selbst beseitigen. Wichtig ist, die Pflanze nur mit Handschuhen auszureißen und bei bereits blühenden Pflanzen einen Mundschutz zu tragen. Die Pflanzenreste sollten in einer Plastiktüte mit dem Hausmüll entsorgt werden.”

Die ursprünglich in den USA beheimatete Pflanze Beifuß-Ambrosie breitet sich seit den 1990er Jahren auch in Bayern aus. Eine Ambrosia-Pflanze kann zwischen 3.000 und 60.000 Samen in ihrem einjährigen Lebenszyklus abwerfen. Außerdem kann sie bis zu eine Milliarde Pollen in die Luft entlassen. Zur Hauptblüte kommt Ambrosia erst spät im Jahr – je nach Wetterlage zwischen August und September.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/umwelteinwirkungen/ambrosia-bekaempfung/

 

Foto: Huml

Huml: Bereits 970 Keuchhusten-Fälle in diesem Jahr in Bayern – Bayerns Gesundheitsministerin warnt vor hochansteckender Krankheit und rät zur Impfung

 

Die Zahl der Keuchhusten-Fälle in Bayern steigt. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml verwies am Donnerstag darauf, dass in diesem Jahr bereits 970 Erkrankungen registriert worden sind. Huml warnte: “Keuchhusten ist hochansteckend. Nur eine Impfung bietet wirksamen Schutz – für sich und für andere Menschen.”

Konkret wurden dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in diesem Jahr bis zum 26. März 2018 bislang 970 Keuchhustenfälle gemeldet. Das sind 34 Fälle mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum (936 Fälle), im Jahr 2016 waren es 637 Fälle und im Jahr 2015 631 Fälle.

Fast die Hälfte aller Keuchhusten-Erkrankungen wurde in diesem Jahr bisher aus Oberbayern gemeldet (480 Fälle). Es folgen Unterfranken mit 219, Schwaben mit 66 und Mittelfranken mit 57 Fällen. Aus Niederbayern wurden 51, aus der Oberpfalz 61 und aus Oberfranken 36 Keuchhusten-Erkrankungen gemeldet.

Die Ministerin unterstrich: “Unter Einjährige haben ein besonders hohes Risiko, schwer an Keuchhusten zu erkranken. Zudem kann es gerade bei Säuglingen bei Keuchhusten auch zu untypischen Krankheitsverläufen mit Atemstillständen kommen.”

Huml fügte hinzu: “Deshalb ist es wichtig, dass Eltern, Großeltern, Geschwister und andere Bezugspersonen von Neugeborenen ausreichend geimpft sind, um diese nicht anzustecken. Auf diese Bedeutung des ‘Nestschutzes’ weisen wir auch im Rahmen der 5. Bayerischen Impfwoche vom 23. bis 29. April 2018 hin.”

Bislang kam es in der Altersgruppe der unter Einjährigen zu sieben Keuchhusten-Fällen in diesem Jahr. Damit lag die Keuchhusten-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner in der jeweiligen Altersgruppe) bei 6,37 Prozent. Im Vorjahreszeitraum wurden dem LGL 19 Keuchhustenfälle bei unter Einjährigen gemeldet.

Huml erläuterte: “Die Impfung gegen Keuchhusten wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen. Die Grundimmunisierung der Säuglinge und Kleinkinder sollte zum frühestmöglichen Zeitpunkt, das heißt unmittelbar nach Vollendung des zweiten Lebensmonats begonnen und fortgeführt werden. Auffrischungsimpfungen erfolgen zuerst mit 5 bis 6 Jahren, eine weitere Dosis erfolgt zwischen 9 und 17 Jahren.”

Die Ministerin ergänzte: “Erwachsene sollten die nächste fällige Impfung gegen Tetanus und Diphtherie einmalig als Kombinationsimpfung auch gegen Keuchhusten erhalten. Frauen im gebärfähigen Alter, enge Haushaltskontakte und Betreuer eines Neugeborenen sowie Personal im Gesundheitsdienst und in Gemeinschaftseinrichtungen sollten eine Dosis Keuchhusten-Impfstoff erhalten, sofern in den letzten zehn Jahren keine entsprechende Impfung erfolgt ist.”

Bei Keuchhusten leiden die Patienten wochenlang unter zum Teil heftigen Hustenanfällen. Die häufigste Komplikation ist eine Lungenentzündung. Die durch Bakterien verursachte Atemwegsinfektion führt bei Betroffenen anfangs zu leichten Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen, Husten und Schwächegefühl. Später ist ein langwieriger, trockener Husten typisch.

 

 

Thiel vertritt Interessen der Pflegenden in Bayern

Angelika Thiel ist ins Präsidium des Gründungsausschusses der Vereinigung der Pflegenden in Bayern gewählt worden

 

Die erste Spitze der neuen Vereinigung der Pflegenden in Bayern steht jetzt fest. Bei der konstituierenden Sitzung des Gründungsausschusses in München wurde am vergangenen Dienstag Angelika Thiel aus Pfeffenhausen als 1. Vizepräsidentin direkt hinter Präsident Georg Sigl-Lehner aus Simbach am Inn gewählt.

Die 49-jährige Krankenschwester Angelika Thiel absolvierte ihre Ausbildung in der Krankenpflegeschule Vilsbiburg des Landkreises Landshut von 1986 bis 1989. Anschließend übte sie ihren Beruf bis 1999 im Klinikum Landshut aus. Seit 2001 ist sie in einem Seniorenzentrum im Raum Landshut beschäftigt. Aus den Reihen des 25-köpfigen Gründungsausschusses der bayerischen Pflegevereinigung wurde Thiel als 1. Vizepräsidentin der Interessenvertretung vorgeschlagen und gewählt.

Thiel engagiert sich schon viele Jahre ehrenamtlich für die Aufwertung der Pflegeberufe. „Ich freue mich sehr, nun auch offiziell die Interessen der Pflegenden politisch vertreten zu können. Endlich hat die Pflege in Bayern ein echtes Sprachrohr,“ so Thiel.

Melanie Huml, die bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, unterstrich: “Wer sich engagiert um andere Menschen kümmert, muss selbst in der Gesellschaft Gehör finden. Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern wird die Interessen der Pflege in Bayern wirkungsvoll vertreten. Die Politik erhält mit der Vereinigung der Pflegenden in Bayern einen Ansprechpartner auf Augenhöhe, der genauso behandelt wird wie die klassischen Kammern – zum Beispiel bei der Beteiligung an Gesetzgebungsverfahren.” Melanie Huml wünschte persönlich Vizepräsidentin Angelika Thiel viel Erfolg und bedankte sich für die Bereitschaft dieses Ehrenamt zu übernehmen.

 

Foto (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege): Die neugewählte Vizepräsidentin der Pflegevereinigung Angelika Thiel (li.) nimmt die Glückwünsche der bayerischen Pflegeministerin Melanie Huml (re.) entgegen.

 

Huml: Gefahren durch Wespen- und Bienenstiche nicht unterschätzen – Bayerns Gesundheitsministerin: Allergikern droht Herz-Kreislauf-Stillstand – Pilotprojekt untersucht Allergien bei Vorschulkindern

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml rät zur Vorsicht bei Wespen- und Bienenstichen. Huml betonte am xxx: “Ein Wespen- oder Bienenstich ist nicht nur schmerzhaft, er kann auch zu heftigen allergischen Reaktionen und sogar zum Tod führen. Deshalb sollten die Gefahren durch Wespen- und Bienenstiche nicht unterschätzt werden. ”

Experten zufolge reagieren zirka 3,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland allergisch auf Insektengift. Über 17 Prozent zeigten dem Gesundheits-Survey des Robert Koch-Instituts zufolge in medizinischen Tests eine Immunreaktion auf Wespengift, bei Bienengift liegt diese Rate bei knapp über 11 Prozent. Huml ergänzte: “Um Allergien und Überreaktionen unter anderem für Insektengifte bei Vorschulkindern in Bayern zu untersuchen, fördert das Bayerische Gesundheitsministerium ein Pilotprojekt des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit rund  50.000 Euro Im Landkreis Günzburg. Dabei nehmen Kinderärzte bei der U9-Untersuchung Blutproben. Darüber hinaus füllen die Eltern einen Fragebogen aus, in dem auch auf allergische Reaktionen eingegangen wird.  Das Wissen, ob man an einer Insektenstichallergie leidet, ist für eine schnelle Therapie im Ernstfall entscheidend.”

Huml, die approbierte Ärztin ist, erläuterte: “Bienen und Wespen gehören in Mitteleuropa zu den häufigsten Auslösern von Insektengiftallergien. Allergiker bekommen bei einem Stich etwa einen rasch auftretenden Hautausschlag am ganzen Körper, Schweißausbruch, Schwindel oder Atemnot, sie verlieren häufig das Bewusstsein und es kann zu einem Herz-Kreislaufstillstand kommen. Im schlimmsten Fall tritt ein anaphylaktischer Schock ein, eine allergische Extremreaktion des Organismus. Hier muss dem Patienten sofort Adrenalin gespritzt werden.”

Huml fügte hinzu: “Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie gegen Wespen- oder Bienengift allergisch sind. Bei Verdacht auf eine allergische Reaktion sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Anhand von Hauttests und dem Nachweis spezifischer Antikörper im Blut kann man untersuchen lassen, ob man tatsächlich an einer Wespen- oder Bienengiftallergie leidet. Auskünfte erteilen Haus- und Fachärzte.”

In jedem Fall sollten Wespen- und Bienengiftallergiker ein Notfallset mit sich führen, um bei einem Stich mit Antihistamin und Adrenalin einen allergischen Schock sofort verhindern zu können. Für Personen mit einer nachgewiesenen Wespen- oder Bienengiftallergie kommt als Therapie unter anderem die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) in Frage. Dabei wird das jeweilige Insektengift unter sorgfältiger ärztlicher Aufsicht in jeweils ansteigenden Konzentrationen über einen längeren Zeitraum unter die Haut gespritzt. Ziel ist, heftige und potentiell lebensbedrohliche Reaktionen nach einem erneuten Stich zu vermeiden. Gerade bei der Insektengiftallergie können mit der Hyposensibilisierung Erfolgsraten bis zu 95 Prozent erreicht werden.

 

Huml dringt auf Schutz für Familien von Pflegebedürftigen vor finanzieller Überforderung – Neuer Vorstoß von Bayerns Gesundheitsministerin: Beteiligung an Pflegekosten erst ab 100.000 Euro Jahreseinkommen

 

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml dringt darauf, dass Angehörige pflegebedürftiger Menschen besser vor einer finanziellen Überforderung geschützt werden.

Huml betonte am Sonntag: “Es ist ein wichtiges Ziel, dass sich Kinder von Pflegebedürftigen erst ab einem Jahreseinkommen von mehr als 100.000 Euro an den Pflegekosten beteiligen müssen. Zwar ist meine entsprechende Initiative in der laufenden Legislaturperiode im Bundesrat blockiert worden. Ich lasse aber nicht locker – und werde nach der Bundestagswahl im September dieses Jahres einen neuen Vorstoß unternehmen!“

Die Ministerin erläuterte: “Bei Leistungen der Grundsicherung im Alter werden bereits jetzt Kinder nur dann zu Unterhaltsleistungen herangezogen, wenn ihr Jahreseinkommen über 100.000 Euro liegt. Diese Regelung ist auch bei Pflegebedürftigkeit sinnvoll. Unter diesem Betrag sollten nach meiner Ansicht Kinder keinen Rückgriff des Sozialhilfeträgers zu befürchten haben, wenn ihre Eltern pflegebedürftig werden und die Kosten für die Hilfe nicht selbst tragen können. Denn mein Ziel ist, die Angehörigen von Pflegebedürftigen so gut wie möglich zu unterstützen.”

Huml fügte hinzu: “Die Versorgung eines pflegebedürftigen Angehörigen stellt die Familie ohnehin vor eine Herkulesaufgabe. Mit der von mir geforderten Entlastung wollen wir sie von der Sorge befreien, durch die Pflegebedürftigkeit ihrer Eltern finanziell überfordert zu werden. Gleichzeitig können wir den Eltern die Angst nehmen, bei eigener Pflegebedürftigkeit ihren Kindern auf der Tasche zu liegen.”

Die Ministerin unterstrich: “Klar ist natürlich: Die Pflegeversicherung ist kein Erbenschutzprogramm. Wenn pflegebedürftige Eltern selbst über ein ausreichendes Einkommen oder Vermögen verfügen, um den Eigenteil der Kosten der Pflege zu tragen, sollen sie hierzu nach wie vor verpflichtet sein. Kinder, die sehr gut verdienen, sind auch an den Kosten der Hilfe zur Pflege ihrer Eltern zu beteiligen.”

 

Huml wirbt mit Präventionskampagne “Sonne(n) mit Verstand” für konsequenten Sonnenschutz – Bayerns Gesundheitsministerin: Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko – Kampagnenstart in Nürnberg mit neuem Kooperationspartner The Walt Disney Company

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat am Donnerstag in einem Nürnberger Kindergarten die diesjährige Präventionskampagne “Sonne(n) mit Verstand” gestartet. Huml betonte: “Mit unserer Kampagne werben wir bei Kindern und Eltern für einen konsequenten Sonnenschutz. Denn gerade die Haut von Kindern ist besonders empfindlich bei Sonneneinstrahlung. Aber auch Erwachsene sollten nicht nachlässig sein, sondern mit gutem Beispiel vorangehen. Denn mit jedem Sonnenbrand steigt das Hautkrebs-Risiko.”

Bayern ist das einzige Bundesland mit einer eigenen Präventionskampagne gegen Hautkrebs. Unterstützt wird die Aktion in diesem Jahr von der Disney-Figur Olaf, die Kindern und Eltern aus dem Animationsfilm “Die Eiskönigin – Völlig unverfroren” als liebenswerter Schneemann bekannt ist. Die Walt Disney Company ist diesjähriger Kooperationspartner und stellt mit Olaf einen seiner derzeit beliebtesten Charaktere für die Kampagne zur Verfügung, um vor allem die junge Zielgruppe spielerisch auf das Thema Sonnenschutz hinzuweisen.

Die Ministerin unterstrich: “Die Gefahren durch die Sonne dürfen nicht unterschätzt werden! Ich setze darauf, dass wir gemeinsam mit unserem neuen Kooperationspartner noch mehr Familien als bisher mit unseren Informationen erreichen.”

Huml erläuterte: “Um sich ausreichend zu schützen, ist es wichtig, eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu wählen und konsequent einzucremen – auch noch einmal nach dem Baden. Nicht vergessen sollten Eltern darüber hinaus eine geeignete Kopfbedeckung für ihre Kinder und eine Sonnenbrille mit UV-Filter.”

Huml fügte hinzu: “Für Eltern mit kleinen Kindern gilt: Kinder unter zwei Jahren dürfen nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Es ist auch ratsam, die Mittagshitze zu meiden.”

In Bayern erkranken pro Jahr rund 3.000 Menschen am schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom). Der Hautkrebs wird durch starke UV-Belastung und Sonnenbrände insbesondere im Kindesalter ausgelöst. Eine Rolle spielt auch die erbliche Veranlagung.

Die Ministerin betonte: “Hautkrebs ist oft nicht leicht erkennbar, da die Veränderungen an der Haut sehr unterschiedlich sein können. Deswegen ist es so wichtig, regelmäßig zur Früherkennung zum Facharzt zu gehen. Seit 2008 haben alle gesetzlich Krankenversicherten ab 35 alle zwei Jahre Anspruch darauf. Doch nur jeder Dritte nutzt das Angebot. Klar ist: Wenn schwarzer Hautkrebs früh genug erkannt wird, gibt es gute Heilungschancen.”

Die Aktion “Sonne(n) mit Verstand” wird im Rahmen der Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern. mit jährlich ca. 53.000 Euro gefördert.