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Bildunterschrift: Die Landshuter Start-ups IFOX Systems und MilkScout werden vom Freistaat gefördert. Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) (3.v.l.) informierte sich im Gründerzentrum LINK bei (v.l.) Franz Kirchisner (MilkScout), Wirtschaftsförderer Michael Luger, dem neuen Netzwerk-Manager Sebastian Öllerer, Johannes Fürst (IFOX Systems) und Andreas Hoferer (MilkSccout) über die Start-ups.

Abgeordneter Radlmeier im Gründerzentrum

Landshut. Im Landshuter Gründerzentrum sollen Start-Ups ihre Ideen und Innovationen entwickeln können. Seit der Eröffnung im Juli sind 15 Gründer eingezogen. Zwei davon erhalten nun eine Förderung durch den Freistaat. Mit dieser guten Nachricht im Gepäck besuchte Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) die Start-Ups.

Ein Unternehmen zu gründen, ist kein leichter Schritt. Gerade die Anfangsphase bringt Hürden mit sich. Der Freistaat greift hier mit seinem Förderprogramm “Start?Zuschuss!” Start-Ups unter die Arme. 27 Jung-Unternehmen in Bayern werden nun gefördert. Unter den Gewinnern der aktuellen Wettbewerbsphase sind auch die Landshuter Unternehmen IFOX Systems und MilkScout. Beide sitzen im neuen Landshuter Gründerzentrum LINK und wurden erst vor wenigen Monaten gegründet.

Großes Innovationspotenzial

Beim Besuch des Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier stellten die Start-Ups sich vor. Johannes Fürst präsentierte IFOX Systems: Die Gründer von IFOX haben eine Software entwickelt, die Optimierungsmöglichkeiten in Unternehmen aufzeigt. Das Besondere am IFOX-Programm: Es kann ineffiziente Strukturen und damit Verschwendung von Ressourcen in einem Unternehmen mit einem konkreten Euro-Betrag beziffern. „Das ist die Königsklasse. Das kann bisher niemand“, so Fürst. Perspektivisch zeigt IFOX dem Kunden anschließend Wege auf, wie man diese Kosten einsparen könne. Die Software würde bereits bei Firmen in der Region als Pilotprojekt laufen. „Wir sind eine Art Fitnesstracker für Unternehmen. Wir zeigen im Detail an, wo das Unternehmen steht und woran man arbeiten kann“, fasste Fürst zusammen.

Während IFOX Unternehmen analysiert, nimmt das Team von MilkScout den Milchmarkt unter die Lupe: Das Start-up digitalisiert den Handel von Milchprodukten und hat eine dafür eine Online-Handelsplattform entwickelt. Auf dieser bringe man in einem schnelllebigen Geschäftsumfeld Käufer und Verkäufer zusammen. „Das gibt es in der Form bisher auf dem Milchmarkt noch nicht. Das technische Grundgerüst steht. Im April soll die Plattform starten“, erläuterte Andreas Hoferer. Mit der Plattform wolle man den europäischen Markt erschließen.

Ideale Startbedingungen

Die Jungunternehmer freuten sich über die Schützenhilfe durch den Freistaat: Das Förderprogramm sei gut aufgebaut und unbürokratisch. Der Zuschuss sei eine willkommene Hilfe, zumal die Mittel sehr flexibel in den Unternehmensbereichen eingesetzt werden könnten. Die Förderung helfe am Anfang sehr, waren sich Hoferer und Fürst einig.

Helfen würde auch das Gründerzentrum LINK mit seinem Umfeld. Beide Start-ups hatten sich bewusst für Landshut entschieden. Die Startbedingungen seien ideal: Neben den Räumlichkeiten sei die Nähe und Vernetzung zur Hochschule für die Unternehmen besonders wichtig. Unter den Gründern finden sich einige, die selbst an der Hochschule Landshut studiert haben. Neues Personal, wie etwa Werksstudenten könne man über die Hochschule leicht gewinnen. Ein weiterer Pluspunkt des Gründerzentrums: Die gute Beratung durch Netzwerkmanager und Wirtschaftsförderer.

„Seit Juli ist das Landshuter Gründerzentrum LINK eröffnet. Es ist schon eine Auszeichnung, dass bereits nach so kurzer Zeit Landshuter Start-Ups sich im bayernweiten Wettbewerb behaupten. IFOX und MilkScout haben sich gegen über 100 Bewerbern durchgesetzt. Das belegt nicht nur das große Potenzial der Firmen, sondern auch, dass das Konzept Gründerzentrum aufgeht“, meinte Radlmeier anerkennend.

Foto: René Spanier

Stadt Landshut wird Modell-Kommune

Landshut. Ob Hitze oder Hochwasser: Landshut spürt die Folgen der Klimaveränderungen. Aus diesem Grund forderte Helmut Radlmeier zusammen mit Rudolf Schnur (beide CSU) im Juni in einem Dringlichkeitsantrag, dass sich die Stadt für das geförderte Modellprojekt „Klimagerechter Städtebau“ bewirbt. Mit Erfolg: Landshut wird eine von acht Modell-Kommunen in Bayern.

Als „besonders geeignet“ sieht das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr die Landshuter Bewerbung an. Deshalb gab Staatsministerin Kerstin Schreyer nun den Startschuss für das Modellprojekt. Durch die Umsetzung in den Modellkommunen erwartet sich der Freistaat Erkenntnisse, die auf ganz Bayern übertragen werden können. „Mit den Impulsen auch aus Landshut soll der Klimaschutz und die Klimaanpassung in Bayern vorangebracht werden. Ich freue mich natürlich sehr, dass die Initiative erfolgreich war. Mit Unterstützung des Freistaates haben wir nun in Landshut die Chance, eine umfassende Strategie zu erarbeiten, bei denen die Maßnahmen ineinandergreifen“, so Initiator Radlmeier, der der Staatsministerin für die gute Nachricht dankte.

Das Projekt unterstützt Kommunen bei der Erarbeitung eines Stadtklimakonzepts, das die städtebaulichen Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel im Stadtgebiet darstellt. Die Auswirkungen von geplanten Maßnahmen auf das Stadtklima können künftig beurteilt werden. „Dadurch kann Landshut etwas schaffen, was ich seit langem anmahne: Dass die Aspekte des Klimaschutzes und der Klimaanpassung bei Planungsentscheidungen möglichst frühzeitig berücksichtigt werden“, so Rudolf Schnur, Vorsitzender der CSU/LM/JL/BfL-Stadtratsfraktion.

Im Rahmen einer gesamtörtlichen Betrachtung werden die klimarelevanten Schutzgüter Boden, Wasser, Luft, Landschaft, Artenvielfalt und Gesundheit der Menschen in der Stadt einbezogen. Auch ökonomische Gesichtspunkte werden berücksichtigt. Begleitet wird die Untersuchung vom Bauministerium und Wissenschaftlern. Darüber hinaus kann das Konzept als Grundlage zur Umsetzung von konkreten Projekten oder zur Ausarbeitung vertiefter Einzelplanungen dienen.


Foto: Helmut Radlmeier

Foto: Rudolf Schnur

Auf dem Foto ist die Planung des Anschlussbereiches der B 15neu an die LAs 14 im Bereich der ehemaligen Schießanlage der Bundeswehr zu sehen. 

Aufgrund des einstimmigen Beschlusses des Stadtratsplenums vom 30. April 2020 wurde der Antrag der drei Stadträte Ludwig Graf, Lothar Reichwein und Rudolf Schnur auf Prüfung der Möglichkeiten einer vorübergehenden Sperrung der Strecke B 15neu – LAs 14 – Kasernenknoten für den Schwerlast-Durchgangsverkehr an die derzeitigen Landtagsabgeordneten in der Region weitergeleistet. Einzig Ruth Müller hat sich der Sache bisher angenommen und sich sowohl an das Bundesverkehrsministerium als auch das Staatliche Bauamt gewandt.
Die Antworten wurden von Ruth Müller gesammelt an die Antragsteller weitergegeben:


Betreff: Antrag einstimmig angenommen

Datum: 3. Mai 2020 um 11:46:36 MESZ
Pressemitteilung
 
Die Antragsteller freuen sich, dass der Stadtrat einstimmig die Belange der Bewohner des Stadtostens unterstützt und die Regierung von Niederbayern durch den Oberbürgermeister gebeten wird zu prüfen, ob es eine rechtliche Möglichkeit gibt die LAs 14 für eine Übergangszeit vom Schwerlast-Durchgangsverkehr zu befreien.
Sobald die B 15 neu an der Kreisstraße LAs 14 ankäme würde die Belastung der Straße insbesondere in Richtung Kasernenknoten zunehmen. Diese Befürchtung der Bevölkerung aus dem Stadtosten veranlasste die Stadträte Ludwig Graf, Lothar Reichwein und Rudolf Schnur eine Prüfung auf vorübergehende Sperrung der Strecke für den Schwerlast-Durchgangsverkehr zu beantragen. Dem wurde nun gestern im letzten Plenum des alten Stadtrates (2014 bis 2020) einstimmig stattgegeben.
Ein entsprechender Passus ist nun in den Brief des Oberbürgermeisters an die Regierung von Niederbayern aufgenommen worden. Das selbe gilt auch für den Lärmschutz in dem Bereich zwischen LA der Einmündung der B 15 neu in die LA 14 und dem Kasernenknoten.
Die drei Antragsteller werden nun auch die Landtagsabgeordneten im Stimmkreis Landshut anschreiben und diese in die Pflicht nehmen den Beschluss des Stadtrates nach Kräften zu unterstützen.
 
Auszug aus dem Schreiben des Oberbürgermeisters an die Regierung von Niederbayern hinsichtlich der bisherigen Angaben zur Planung:
“Schwerlastverkehr auf der LAs 14
Beim Ausbauzustand der B15neu bis zur LAs 14 ergeben sich für den Abschnitt der LAs 14 westlich von Auloh bis zum Kasernenknoten gemäß des Verkehrsgutachtens der Planfeststellung keine Mehrbelastungen durch Schwerverkehre.

Die Gründe, weshalb der Schwerverkehr zwischen der Kreuzung der B 15neu mit der A 92 und dem Kasernenknoten weiterhin über die bisherige Route B 15 und B 299 verläuft und somit kein Durchgangsschwerverkehr auf der LAs 14 auftritt, sind vom Staatlichen Bauamt detailliert, auch unter Berücksichtigung verkehrslenkender Maßnahmen, wie beispielsweise einer Sperrung des Abschnitts für Durchgangsverkehre, darzustellen. Dabei sind die Schwerverkehre über 3,5t zu betrachten.”

Philip Landerer (links) und Michael Luger (rechts) während der Führung durch das Gründerzentrum LINK, sowie MdL Helmut Radlmeier (rechts an der Wand). Foto: Rudolf Schnur

Einige Mitglieder des Ortsverbandes Landshut-Ost der Landshuter CSU haben sich am Dienstag vor Ort über  das Gründerzentrum LINK in der Kiel-Pauli-Straße informiert.
Unter der Führung von Netzwerkmanager Philipp Landerer und dem Wirtschaftsförderer Michael Luger wurde das gesamte Gebäude begangen und die darin gebotenen Möglichkeiten für die Startup-Szene ausführlich dargestellt. Mit Interesse wurden die Angebote der einzelnen Unternehmen zur Kenntnis genommen.
Erfreut wurde zur Kenntnis genommen, dass auch der Bistrobetrieb, der allen Bürgern zur Nutzung freistehen wird in Kürze eröffnet.

Helmut Radlmeier stellte den Weg zur Finanzierung des LINK, insbesondere durch einen Zuschuss des Freistaates Bayern dar und Stadtrat und Ortsvorsitzender Rudolf Schnur lies den Bausenatsbeschluss vom 17.11.2017 Revue passieren, in dem die Eckpunkte der baulichen Ausführung festgelegt wurden. Er zeigte sich erfreut, dass der Bau letztlich aus Ziegelmauerwerk mit einer Grundkühlung und einer energieeffizienten Lüftungsanlage erstellt wurde um die Nutzung individueller Klima-Kleingeräte mit hohem Strombedarf zu vermeiden. Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach rundet dieses klimaschutzfreundliche Bauwerk ab.

 

 

Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (m.) sprach mit Inspektionsleiter Helmut Eibensteiner (r.) und dessen Stellvertreter Rainer Kroschwald.


Radlmeier gegen Gewalt gegen Polizei

Landshut. Demonstrationen, Anfeindungen und Angriffe – die Polizei hat es aktuell nicht leicht. Der Landtagsabgeordnete Helmut Radlmeier (CSU) sprach bei seinem Besuch in der Landshuter Polizeiinspektion Inspektionsleiter Helmut Eibensteiner und dessen Stellvertreter Rainer Kroschwald ein klares Bekenntnis zur Polizei aus. „Nicht die Polizei, sondern die Gewalt gegen Polizisten ist das Problem“, machte der Abgeordnete deutlich. Ein weiteres Thema im Jahresgespräch war der baldige Führungswechsel in der Inspektion.

Leitender Polizeidirektor Eibensteiner und Polizeioberrat Kroschwald legten dar, dass Corona-Pandemie für die tägliche Polizeiarbeit eine Herausforderung sei. Die Kollegen müssten einige Bürger immer wieder an die Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen erinnern. Dazu kämen Corona-Demonstrationen und feiernde Jugendliche, die sich Ausweichmöglichkeiten suchen würden, nachdem Bars und Discotheken nicht öffnen dürfen.

Hervorragende Sicherheitslage

Davon abgesehen hob Polizei-Chef Helmut Eibensteiner hervor, dass die Sicherheitslage in Landshut hervorragend sei, auch wenn das subjektive Sicherheitsgefühl einzelner Bürger manchmal ein anderes sei. So gab es 2019 bei den Straftaten – nach einem Rückgang in den drei vorherigen Jahren – nur einen ganz leichten Anstieg. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsrate. „Auf die hohe Aufklärungsquote sind wir stolz. Denn das ist der Beweis für die gute Arbeit, die die Kolleginnen und Kollegen leisten“, so Eibensteiner. Als eine Bereicherung haben sich die Fahrradstreifen erwiesen: „Die Fahrräder sind bei den Kollegen beliebt und haben sich in der Arbeit bewährt. Wir erreichen damit auch Örtlichkeiten, an die wir früher nicht hinkamen“. Damit könne man nun an abgelegenen Plätzen kontrollieren.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Während man das allgemeine Geschehen sehr gut im Griff habe, nehme man an anderer Stelle leider einen negativen Spitzenplatz ein: Bei den von Innenminister Joachim Herrmann veröffentlichten Zahlen zu Gewaltdelikten gegen Polizeibeamte steht Landshut bei den Städten Niederbayerns an oberster Stelle. Ob es dafür einen einzelnen Grund oder mehrere Faktoren gibt, wisse man noch nicht. Die Zahlen analysiere man deshalb ganz genau. „Das Wichtigste für uns ist, dass alle Kolleginnen und Kollegen wieder gesund nach Hause kommen“, betonten Eibensteiner und Kroschwald. Die Aggressivität nehme aber leider immer mehr zu. Gleichzeitig habe man manchmal das Gefühl, unter Generalverdacht zu stehen, wenn man sich die Äußerungen mancher Politiker andernorts anhöre. „Ich finde es erschreckend, welches Ausmaß die Gewalt gegen die Polizei einnimmt. Daher muss man der Polizei den Rücken stärken – und ihr nicht auch noch verbal in denselben fallen“, unterstrich Radlmeier. Der Freistaat stehe zu seinen Einsatzkräften. Auch lokal wolle man ein Zeichen setzen.
Deshalb habe die CSU/LM/JL/BFL-Fraktion im Landshuter Stadtrat eine Unterstützungsaktion für die Polizei und die Rettungskräfte gefordert.

Radlmeier lobte in diesem Zusammenhang nicht nur die Arbeit, sondern auch die gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Hilfs- und Rettungsorganisationen. „Die funktioniert wirklich reibungslos“, bestätigte Eibensteiner. Über das gute Miteinander von Stadt, Behörden, Organisationen und Justiz sei man froh. Eibensteiner dankte Radlmeier ebenfalls für die stets gute Zusammenarbeit – die aber nun zu Ende gehe. Der Grund: Der Chef der Polizeiinspektion geht zum 1. November in Pension. Auch sein Stellvertreter Rainer Kroschwald wird die PI Landshut bald verlassen: Schon zum 1. September übernimmt Kroschwald die Leitung der Polizeiinspektion Erding. „Beides ist ein großer Verlust für uns in Landshut. Aber für Sie privat freue ich mich sehr für den Eintritt in die neuen Lebensabschnitte“, verabschiedete sich Radlmeier von Eibensteiner und Kroschwald.

Foto: Büro Radlmeier, MdL / Polizeiinspektion Landshut

Bildunterschrift (v.l.): Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) und Landrat Peter Dreier (FW) setzen sich für eine engere Zusammenarbeit in der Region ein.


Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier und Landrat Peter Dreier wollen Kooperation in der Region voranbringen
 

Landshut. Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Wochen und Monaten alles überlagert. Dennoch müsse man auch an anderer Stelle vorankommen, waren sich Landrat Peter Dreier (FW) und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) beim Jahresgespräch der beiden einig. Zumal einiges auf der gemeinsamen To-do-Liste steht.

Im letzten Jahr war es Radlmeier und Dreier gelungen, dass die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt personell verstärkt wird. Auf Bitten von Dreier hatte sich Radlmeier beim Umweltministerium dafür eingesetzt. Aufgrund der großen Arbeitsbelastung der Abteilung war die zusätzliche Stelle auch dringend nötig. Auf ihren Erfolg wollen sich Landrat und Landtagsabgeordneter aber nicht ausruhen: Die Belastung der Naturschutzbehörde wird nämlich größer. Grund dafür ist unter anderem das Volksbegehren „Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern“ und seine Folgen. Die Aufgaben nehmen dadurch zu. Helfen soll an den Landratsämtern nun ein Biodiversitätsberater. Dem Landratsamt Landshut wurde bisher allerdings kein solcher Berater zugewiesen. „Ein Biodiversitätsberater kann die Akzeptanz von Maßnahmen fördern und direkt vor Ort bei der Umsetzung beraten. Beides ist mir wichtig“, erläuterte Landrat Dreier. „Auch das Landratsamt Landshut braucht einen Biodiversitätsberater“, bekräftigte Radlmeier. Er sagte zu, sich bei der Staatsregierung für die Zuweisung einzusetzen.

Pflegestützpunkt aufbauen

 Auch der Abgeordnete hatte ein Anliegen an den Landrat: „Die Region braucht in meinen Augen einen Pflegestützpunkt“, betonte Radlmeier. Bürger können sich in einem Pflegestützpunkt kostenlos zu allen Themen rund um die Pflege beraten lassen. „Damit hätte man endlich eine zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis“, warb Radlmeier für die Idee. Den Aufbau fördere der Freistaat, die laufenden Kosten könnten sich Kommunen, Bezirk und Pflegekassen teilen, sodass die finanzielle Belastung gering sei, so Radlmeier, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Pflege. Die Notwendigkeit dafür könnte die Pflegebedarfsanalyse untermauern, die für Stadt und Landkreis in Auftrag gegeben wurde, wie Dreier anfügte.

Gemeinsames Ausbildungszentrum

 Voranbringen wollen die beiden auch ein gemeinsames Schulzentrum für Gesundheitsberufe. Dort könnte man etwa Röntgenassistenten und Operationstechnische Assistenten ausbilden. Bisher muss man dafür zum Beispiel nach München oder Ingolstadt. Wenn das Landratsamt nach Essenbach ziehe, biete sich der jetzige Standort dafür gerade zu an. Mit einem eigenen Schulzentrum gewinne man die dringend benötigten Fachkräfte direkt vor Ort, sind Dreier und Radlmeier überzeugt. Beide sehen in einem solchen Zentrum das Fundament für eine Zusammenarbeit der Krankenhäuser der Region: „Wir müssen ein Zeichen setzen!“

Unterstützen könnte dabei ein Regionalausschuss, wie von der CSU/LM/JL/BFL-Fraktion im Landshuter Stadtrat vorgeschlagen. Der neue Regionalausschuss soll konkrete Projekte, die Stadt und Landkreis betreffen, anpacken. „Im Rahmen der Zukunftsstrategie soll das Regionalmanagement ohnehin ein derartiges Gremium bilden. Dafür haben wir vom Freistaat 99.000 Euro an Förderung erhalten“, führte Dreier aus. Die Initiative komme damit zur rechten Zeit. Denn die Region müsse noch enger zusammenwachsen, so Dreier und Radlmeier.

Foto: Helmut Radlmeier

Bildunterschrift: Die Landshuter Stadtratsfraktion CSU/LM/JL/BfL steht weiterhin zu einem Grünen Zentrum für die Region Landshut

PRESSEMTTEILUNG 24.07.2020 

CSU / LM / JL / BfL – Fraktion bekennt sich zum Grünen Zentrum 

Landshut. “Wir stehen weiter voll und ganz hinter dem Grünen Zentrum”, macht Rudolf Schnur, Vorsitzender der CSU/LM/JL/BfL-Stadtratsfraktion deutlich. Nach jahrelanger Planung und Vorbereitung dürfe man dieses Projekt nicht in Frage stellen. Mehr noch: “Wir wollen eine rasche Umsetzung im Interesse von Stadt und Landkreis Landshut”, so Schnur im Namen aller Fraktionsmitglieder. 

Seit Jahren laufen die Planungen für ein Grünes Zentrum in Landshut. Dort soll neben dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem Bauernverband, dem Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern auch der Tiergesundheitsdienst einziehen. Nachdem aufgrund mangelnder Schülerzahlen die Abteilung Landwirtschaft der Landwirtschaftsschule künftig geschlossen wird, kamen Zweifel über das Grüne Zentrum im Gesamten auf. 

Die Stadtratsfraktion CSU/LM/JL/BfL will Spekulationen über ein mögliches Aus des Grünen Zentrums entschieden entgegentreten: “Wegen 6 Schülern, die nun nicht mehr in die Landwirtschaftsschule gehen können, darf man nicht das komplette, millionenschwere Projekt beenden”, betont stellvertretender Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Summer. 

“Viele Jahre lang haben Stadt und Landkreis Landshut in München für das Grüne Zentrum gekämpft”, ergänzt Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier. Nun liege endlich Baurecht vor. Auch der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan für das Areal wurde geändert. Das Landwirtschaftsministerium hat im März den Planungsauftrag erteilt. Man dürfe jetzt nicht bremsen, sondern das Projekt vorantreiben, so Radlmeier. 

“Das Grüne Zentrum muss kommen”, unterstreicht auch Dr. Thomas Haslinger, 2. Bürgermeister der Stadt Landshut. Alles andere wäre ein herber Schlag für die Region – auch mit Blick auf die Glaubwürdigkeit: “Seit Jahren fordern wir das Grüne Zentrum. Wenn die Region jetzt einen Rückzieher macht, wo die Sache am Laufen ist, machen wir uns unglaubwürdig”. 

Einfach hinnehmen will die Fraktion CSU/LM/JL/BfL auch das Aus der Landwirtschafsschule nicht: Hier sprach sich die Fraktion für ein gemeinsames Vorgehen aller Unterstützer in der Region aus. Da Landrat Dreier schon seit über zwei Monaten von der Schließung wisse, habe er vielleicht bereits Ansatzpunkte erarbeiten lassen, wie man die Schule noch retten könnte. Zudem habe man mit Hubert Aiwanger einen Staatsminister aus der Region am Kabinettstisch. Diese Schlagkraft wolle man nutzen: Sowohl für den Erhalt der Landwirtschaftsschule als auch für eine zügige Realisierung des Grünen Zentrums, bekräftigt die Stadtratsfraktion. 

 

Ruth Müller, MdL trifft Weihmichls Bürgermeister Hans-Peter Deifel zum Informationsgespräch

Die Gemeinde Weihmichl hat sich viel vorgenommen. Das wird beim Antrittsbesuch der Pfeffenhausener Landtagsabgeordneten Ruth Müller bei Bürgermeister Hans-Peter Deifel schnell klar. Nicht nur hatte der ehemals dritte Bürgermeister der Kommune aufgrund der Corona-Pandemie, wie viele seine Kolleginnen und Kollegen, einen eher ungewöhnlichen Start ins Amt. Auch sonst steht viel an in der Kommune. Die aktuelle laufende Sanierung zweier Brücken und eines Fahrbahnabschnitts zwischen Unterneuhausen und Weihmichl laufe planmäßig, so Deifel. Einzig der Umleitungsverkehr, der sich teilweise „Schleichwege“ durch die Siedlung suche, dabei jedoch oft die Geschwindigkeitsbegrenzungen missachte, generiere hier Probleme. In Sachen Ortsumgehung der Bundesstraße B299, für deren Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des Straßenverkehrswegeplans die Gemeinde, die Bürger*innen, sowie die Politik über 40 Jahre lang gekämpft hatten, wie Ruth Müller betont, geht ebenfalls vieles voran. „Wir werden den Erörterungstermin für den ersten Bauabschnitt voraussichtlich noch in diesem Jahr durchführen können“ gibt sich Hans-Peter Deifel zuversichtlich. Der Zeitpunkt der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts solle dabei zeitlich mit der fertigen Planung für den zweiten Abschnitt überlappen, damit nahtlos weitergebaut werden könne und die Bevölkerung endlich vom Schwerlastverkehr entlastet werden kann. „Die Zustimmung der Bevölkerung zur Ortsumgehung um Weihmichl, Arth und Unterneuhausen ist daran erkennbar, dass sie eines der wenigen solchen Projekte ist, bei dem sich nur eine einzige – und zwar unterstützende – Bürgerinitiative formiert hat“, betont Ruth Müller die Bedeutung der nun endlich anlaufenden Maßnahmen in Sachen Ortsumgehung.

 

Doch auch sonst ist viel in Bewegung. Mit der kürzlich erfolgten Eröffnung eines Discountmarktes habe sich die Kommune ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, da der nächste Discounter erst wieder entweder in Pfeffenhausen oder Altdorf zu finden sei, so Hans-Peter Deifel. Auch der Dorfmarkt, ein eigenes Projekt der Gemeinde, laufe sehr gut und habe vor allem große Bedeutung als sozialer Treffpunkt bei Kaffee und Kuchen. Eine neue Kneippanlage mit einem flachen Bachzugang und extra Kneippbecken entlang des Radweges bestehe seit Kurzem, konnte aber aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht offiziell eingeweiht werden. Ein weiteres großes Projekt, um die Kinderbetreuung zu optimieren sei der Bau einer neuen Kindertagesstätte in Unterneuhausen. Um die Betreuung der Kinder schon möglichst zeitnah sicherzustellen, lässt die Gemeinde als Interimslösung demnächst Container auf dem Sportplatzgelände in Unterneuhausen aufstellen. Bei diesem Projekt würde sich Hans-Peter Deifel lediglich mehr Planungssicherheit von der Staatsregierung wünschen, da viel Unklarheit darüber herrsche, zu welchem Zeitpunkt der Antragsstellung welche Förderung in welcher Höhe zu erhalten sei.

 

Ein Projekt für dessen weitere Umsetzung der Bürgermeister auf jeden Fall noch in der Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause grünes Licht für eine schnell umzusetzende Kleinkuppel erteilen will, ist die Sternwarte, die als europäisches LEADER-Projekt gefördert wird und mit großem Engagement seitens des Maristen-Gymnasiums und der Sternenfreunde Furth e.V. getragen wird. „Das Thema Astronomie stößt auf reges Interesse, nicht nur in der ansässigen Bevölkerung. Es werden immer wieder Vorträge organisiert, für die die Leute teilweise bis von München zu uns nach Niederbayern kommen“ lobt Ruth Müller das außergewöhnliche Projekt in Hans-Peter Deifels Gemeinde.