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MdL Ruth Müller

Sie hoffen, dass hier bald wieder Veranstaltungen für Patienten, Mitarbeiter und Besucher stattfinden können: Landtagsabgeordnete Ruth Müller, Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, Pflegedienstleitung Ina Stiller, Chefarzt Dr. Robert Bütterich und Standortvertreter Thomas Rohrmeier (v.r.n.l) im Innenhof der Schlossklinik Rottenburg.

Bildquelle: Lohmayer/LAKUMED Kliniken

 

Vorsicht im Umgang miteinander bleibt

Rottenburg. Vergangenen Donnerstag besuchte Ruth Müller (SPD), seit 2013 Mitglied des bayerischen Landtags, die Schlossklinik Rottenburg, um den neuen Chefarzt Dr. Robert Bütterich kennenzulernen und sich über die aktuellen Herausforderungen der Einrichtung bedingt durch das Coronavirus zu informieren. „Auch für die Politik waren die vergangenen Monate eine vollkommen neue Situation. Im Nachhinein ist es nun wichtig zu prüfen: Wo haben wir vielleicht zu spät reagiert, was hätte es eigentlich garnicht gebraucht und wo haben wir richtig gehandelt? Nur so können wir für die Zukunft lernen“, sagte die Landtagsabgeordnete.

Dr. Bütterich ist seit Anfang Mai Chefarzt an der Schlossklinik in Rottenburg und hat sich bereits gut in sein neues Aufgabengebiet eingearbeitet. „Geriatrie lebt von der Atmosphäre, vom Team und von der Stimmung eines Hauses. Das muss passen, und das tut es hier“, erzählte er. Gleichzeitig erkennt er aber auch die Schwierigkeiten der Abteilung, die sich durch die aktuelle Situation ergeben. Vor allem bei älteren Menschen sei die Gefahr der Vereinsamung ein wichtiger Punkt, der durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen noch einmal verstärkt wurde. „Auch wenn die Vorsicht im Umgang miteinander bleibt, dürfen wir Menschen höheren Alters nicht vernachlässigen und unseren gesunden Menschenverstand nicht ausschalten“, sagte der Facharzt.

„Zeichnete sich in den vergangenen Wochen ab, dass ein Patient nach einer Operation eine Rehabilitation benötigt, musste der Platz in einer entsprechenden Reha-Einrichtung schon vor dem Eingriff gesichert sein“, erklärte Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, rückblickend. Dies stellte auch die Schlossklinik Rottenburg vor eine Herausforderung, da gemäß der bis 16. Juni geltenden Allgemeinverfügung 15 Prozent der Normal- und Reha-Betten für Corona-Patienten freigehalten werden mussten. „Viele planbare Operationen mussten aufgrund der Vorhaltung verschoben werden und Patienten lange auf eine begrenzte Anzahl an Reha-Plätzen warten“, bestätigte Standortvertreter Thomas Rohrmeier. Seit 17. Juni gilt eine neue Allgemeinverfügung: Je nach Infektionsgeschehen in der Region halten Krankenhäuser Betten für Corona-Patienten vor.

Erfreuliches hatte Ina Stiller, Pflegedienstleitung an der Schlossklinik, zu berichten. „Durch die Corona-Krise wurde der ohnehin große Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl der Mitarbeiter noch einmal gestärkt“, erzählte sie. „Jeder packt mit an und hilft auch auf anderen Stationen aus, wenn dort gerade Hilfe benötigt wird.“

„Die vergangenen Monate haben uns gezeigt, wie wichtig dezentrale Krankenhäuser, Einrichtungen wie die Schlossklinik Rottenburg und deren Mitarbeiter für unsere Region sind“, merkte Müller an. Sie versprach, die Eindrücke und Informationen, die sie aus dem Gespräch gewonnen hat, mit in den Landtag zu nehmen.

Dank und Respekt für die Mitarbeiter*innen in unserer Gesundheitsversorgung in der Region Landshut

 Keine Panikmache verbreiten – Ausgangsbeschränkungen beachten

Wie wichtig und richtig es ist, in unserem Landkreis Landshut drei kommunale Krankenhäuser zu erhalten, auszustatten und zu finanzieren, zeigt die aktuelle Situation bei der Ausbreitung des Corona-Virus auch bei uns. Zum Glück können wir Kapazitäten freischaufeln, sagen Operationen ab, die nicht sofort stattfinden müssen, um das Personal und die Räumlichkeiten zu entlasten. Auf diese Art und Weise werden auch Beatmungsgeräte für Notfälle freigehalten, habe ich aus erster Hand von LAKUMED erfahren. Als Verwaltungsrätin bin ich seit 24 Jahren dort politisch verantwortlich tätig.

In diesem Zusammenhang möchte ich die heute bekanntgegebenen Ausgangsbeschränkungen in vollster Weise unterstützen.  „Leider ist diese Maßnahme unvermeidbar. Wir müssen an die Selbstdisziplin jeder Bürgerin und jedes Bürgers im Freistaat appellieren, im Haus oder in der Wohnung zu bleiben, um sich selbst und andere Menschen vor der Infektion mit dem gefährlichen Coronavirus zu schützen.“

In den letzten Tagen hatten vermehrt Ärztinnen und Ärzte, Vertreter aus Politik und Wirtschaft, aber auch besorgte Bürgerinnen und Bürger strengere Maßnahmen gegen Menschenansammlungen gefordert. Corona-Parties, Uneinsichtigkeit und Sorglosigkeit führen nun leider zu dieser harschen Maßnahme. Niemand muss im Übrigen Angst haben, dass die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs nicht mehr möglich ist. Der Gang zum Arzt, zum Einkaufen und zur Arbeit sind natürlich weiterhin möglich, sofern nötig. Auch hier gilt es, den gesunden Menschenverstand einzuschalten. Die Corona-Ausgangsbeschränkungen sind für vorläufig 14 Tage geplant.

 

Foto: Büro – Müller

SPD will Finanzierungslösungen für das Stadttheater

MdL Ruth Müller und Stadträtinnen treffen Mitglieder des Vereins Theaterfreunde e.V.

 

Die Landshuter SPD lässt es nicht einfach laufen: „Wir leisten nicht nur mentale Unterstützung, wir wollen uns aktiv beteiligen etwas bewegen. Es gibt sicher einen Weg, wenn nur der Wille da wäre.“, ist das Credo des Treffens mit Mitgliedern der Theaterfreunde e.V., welches von der Landtagsabgeordneten Ruth Müller und der SPD-Vorsitzenden und Stadträtin Patricia Steinberger organisiert wurde. Begleitet wurden sie von der Verwaltungsbeirätin und Stadträtin Maria Haucke und der Fraktionsvorsitzenden Anja König. Die Teilnehmer tauschten sich über den aktuellen Stand aus und fixierten weitere feste Schritte für die politischen Ebenen, über die die Finanzierung und die entsprechenden Beschlüsse laufen.

Zu Beginn berichtete Landtagsabgeordnete Ruth Müller über ihren Antrag, den sie im Landtag eingebracht hat. Hier ist nun die Staatsregierung aufgefordert, im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst über Finanzierungsmöglichkeiten und Perspektiven der weiteren Finanzierung des Landshuter Stadttheaters zu berichten. „Es kann ja nicht sein, dass über mehrere Wahlkämpfe hinweg Minister in Landshut auftauchen, große Versprechungen in den Raum stellen und Hoffnungen wecken, dann aber nicht wirklich aktiv werden.“, so die Landtagsabgeordnete.

„Es muss endlich für alle deutlich werden, dass es weitergeht“, betont die Verwaltungsbeirätin und Stadträtin Maria Haucke. Dass jetzt, wo der Abriss der Zisler-Villa beschlossen ist, Überlegungen für eine Zwischennutzung laut werden, kritisiert sie. Stadträtin Patricia Steinberger ergänzt hierzu: „Das wäre das falsche Signal, auch wenn die Villa nur kurzfristig vermietet oder verpachtet würde, weckt dies weitere Begehrlichkeiten. Denn das Grundstück mit der Villa wurde angekauft, weil es für den Neubau des Stadttheaters benötigt wird. Außerdem müsste viel Geld in die seit vielen Jahren leerstehende Immobilie investiert werden, um diese nutzbar zu machen.“ Die Mitglieder des Vorstandes der Theaterfreunde Ursula Weger und Prof. Dr. Dominik Godde bedankten sich bei der SPD für ihren jahrzehntelangen aktiven Einsatz für das Stadttheater: “Wir halten es für ein wichtiges Signal für die Bevölkerung, wenn neben den nun rasch vorangehenden Planungen auch das Grundstück bereits für die neue Bebauung vorbereitet wird. Alle Überlegungen über zwischenzeitliche Nutzungen wecken ansonsten die Befürchtung, dass nicht wirklich an eine zeitnahe Umsetzung der Planungen gedacht wird und die Landshuter ein weiteres Mal vertröstet werden sollen.”

Für die Belegschaft seien die Zustände im Theaterzelt mittlerweile unerträglich geworden. Fraktionsvorsitzende Anja König erinnerte daran, dass beim Ankauf des Zeltes gesagt wurde, dass dieses für drei bis maximal fünf Jahre benutzt werden solle. „Nun sind sechs Jahre vorbei und es soll mindestens noch fünf weitere Jahre dauern“, so König. Das könne man den Mitarbeitern und Schauspielern so nicht zumuten.

Im Oktober sollen dann die Planungen soweit abgeschlossen sein, dass belastbare Zahlen auf dem Tisch liegen und dann auch die Förderanträge gestellt werden können. Dies wollen die Sozialdemokraten auch weiterhin aktiv begleiten: Landtagsabgeordnete Ruth Müller setzt sich dafür ein, dass über den Freistaat die bestmögliche Förderung zustande kommt, nicht nur für den Neubau und die Sanierung, sondern überhaupt für die laufenden Kosten auch der anderen beiden Häuser im Theaterzweckverband in Passau und Straubing. Die Stadtratsfraktion will sich dafür einsetzen, dass im Stadtrat keine weiteren Steine in den Weg gelegt werden und alle möglichen Fördertöpfe wie zum Beispiel Denkmalschutz, Förderungen zur energetischen Sanierung, Stiftungen und der Kulturfond für eine Unterstützung angerufen werden.

 

Foto: Büro R. Müller

Bildtext: Ruth Müller (mitte), Vertretern der Bürgerinitiative Ortsumfahrung Weihmichl-Arth (BIOWA) und Kommunalpolitikern (r&l)

 

Ortsumfahrungen Weihmichl, Neuhausen und Arth sind wichtig für den nördlichen Landkreis

MdL Ruth Müller im Gespräch mit Vertretern der BIOWA

Im „Haus der Begegnung“ in Weihmichl hatte sich die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller mit den Vertretern der Bürgerinitiative Ortsumfahrung Weihmichl-Arth (BIOWA) und Kommunalpolitikern getroffen, um über die weiteren Schritte hinsichtlich der B299 zu sprechen. Im Jahr 2016 wurden die beiden Ortsumfahrungen an der B299 in die Liste der “Neuen Vorhaben” mit vordringlichem Bedarf im neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen. Bei der Ortsumfahrung Neuhausen wurde für den jeweils zweistreifigen Ausbau der Vermerk mit “Vorentwurf abgeschlossen” und bei der Ortsumfahrung Weihmichl “Vorentwurf genehmigt” bewertet. Mit dem Bundesverkehrswegeplan werden für die kommenden 15 Jahre die entscheidenden Weichen für die bundesweite Verkehrsinfrastruktur gestellt. Der Leidensdruck für die Anlieger an der B299 ist hoch – täglich passieren mindestens 15.000 Fahrzeuge – darunter viele Schwerlastfahrzeuge – die Straße, die durch die vier Ortschaften führt, machte Franz Drachenberg als Sprecher der BIOWA gegenüber der Abgeordneten deutlich.

„Die öffentliche Auslegung ist beendet, als nächstes stehe der öffentliche Erörterungstermin an, zu dem die Regierung von Niederbayern einladen müsse“, erläuterte Müller die weitere Vorgehensweise. Während es in der Gemeinde Weihmichl kaum Änderungswünsche an der Trassenführung und Durchführung gebe, habe die Gemeinde Furth der Planungsbehörde einige „Hausaufgaben“ gegeben, erfuhr Müller. So sei es aus Gründen des Lärmschutzes dringend notwendig, dass der „Knoten Furth“ tiefer gelegt werde, um die Anwohner zu schützen. Und auch bei der Frage zusätzlicher Kreisel bei Arth oder Ampellösung scheiden sich derzeit noch die Geister, welche Variante für den Verkehrsfluss besser sei, da an dieser Stelle auch der Verkehr Richtung Mainburg hinzukomme. BIOWA-Vorstandsmitglied Anna Heidenreich war es auch ein Anliegen, für die Sicherheit der Radfahrer am Kreisel Arth eine Untertunnelung zu fordern. „Was jetzt gebaut wird, müsse für die nächsten vierzig Jahre Bestand haben, deshalb solle man auch an eine sich verändernde Mobilität denken“, brachte sie in die Diskussion ein. Problematisch sehen auch die BIOWA-Vertreter die langfristige Widmung der Bahnstrecke, die nur noch für „Nostalgie-Fahrten“ und für das Abstellen von Waggons genutzt werde und ansonsten die Planungen für die Umfahrung bei der B299 verzögere und verteuere.

 

Bildquelle: Büro R. Müller

 

Bildtext Geburtshilfe VIB: Wertschätzung und Interesse an der Geburtshilfe des Krankenhauses Vilsbiburg sind in der Bevölkerung sehr hoch – v.l. 3. BGM Rudolf Lehner, 2. BGM Johann Sarcher, BGM Helmut Haider, MdL Ruth Müller, die Hebammen Gorica Milovanovicz und Zuzi Kandrikova, Stillberaterin Ruth Maierthaler, Hebamme Ewa Krüger, Leitender Arzt Anatoly Abashin und Kinderkrankenschwester Andrea Schmittner-Wurm 

 

Hebammengeführten Kreißsaal vorgestellt

Tag der offenen Tür der Geburtshilfe am Krankenhaus Vilsbiburg sehr gut besucht

 

Rund 200 Besucher, darunter sehr viele werdende Eltern, nutzten am Samstag den Tag der offenen Tür der Geburtshilfe am Krankenhaus Vilsbiburg, um sich über das neue Konzept des hebammengeführten Kreißsaals zu informieren und die Station zu besichtigen. Leitender Arzt Anatoly Abashin, Hebammen, Pflege und Stillberatung standen in Gesprächen für Fragen bereit. Zusätzlich fand auch das umfangreiche Rahmenprogramm großen Anklang.

 

Die drei Bürgermeister der Stadt Vilsbiburg, Landtagsabgeordnete Ruth Müller, frisch gebackene und sehr viele werdende Eltern sowie am Krankenhaus Vilsbiburg interessierte Bürger – rund 200 Besucher zählte die geburtshilfliche Abteilung bei ihrem Tag der offenen Tür am Samstagnachmittag anlässlich der Umstrukturierung der Geburtshilfe. Bis auf den letzten Platz besetzt präsentierte sich der Vortragssaal, als Leitender Arzt Anatoly Abashin und die Stationsärztin Carolin Schaller das Konzept des hebammengeführten Kreißsaals vorstellten.

 

Neben den Führungen durch Kreißsaal, Still-, Kinder- und Familienzimmer, welche Kinderkrankenschwester Andrea Schmittner-Wurm oder die Hebammen durchführten, herrschte reger Betrieb an den Informationsständen zur Aromatherapie, vonTrend Rebell Kindermode, Sissis Kinderland und Nabelblutspende Eticur)Gmbh. In Vorträgen informierten sich die Besucher beim Tag der offenen Tür über weitgefächerte Themen zu Geburt und Säuglingszeit: Die Kinderkrankenschwester und Kursleiterin für Babymassage Waltraud Brunner zeigte hilfreiche Griffe, mit denen Eltern bei Blähungen und Bauchgrummeln ihrem Neugeborenen helfen können. Stillberaterin Ruth Maierthaler gab Auskunft über die Vorbereitung auf die Stillphase bereits während der Schwangerschaft und wissenswerte Tipps für das Wochenbett und die erste Zeit zuhause. Kleine Besucher – auch diese waren zahlreich vertreten und besichtigten an der Hand der Eltern „ihre“ Geburtsstation – amüsierten sich beim Kinderschminken. Bei Kaffee und Kuchen nutzten viele Besucher die Gelegenheit, mit anderen Eltern und Schwangeren ins Gespräch zu kommen.

 Bildtext Tag der off.Tür: Rund 200 Interessierte informierten sich beim Tag der offenen Tür über die Geburtshilfe am Krankenhaus Vilsbiburg, Aromatherapie oder Stillzeit und kamen mit den Mitarbeiter auf Station ins Gespräch

 

Bildunterschrift Fam.Greimel: Ein ganz besonderer Gast beim Tag der offenen Tür: Leitender Arzt Anatoly Abashin begrüßte den kleinen Johannes mit seinen Eltern Franziska und Patrick Greimel. Mutter Franziska Greimel ist als Kinderkrankenschwester auf der Geburtshilfestation tätig und hatte dort erst am Donnerstag entbunden.

 

Hintergrundinformation zum hebammengeführten Kreißsaal der Geburtshilfe am Krankenhaus Vilsbiburg :

Sicher, familienfreundlich und sehr persönlich

Seit Sonntag können Schwangere ihr Kind in der Geburtshilfe am Krankenhaus Vilsbiburg in einer noch persönlicheren Atmosphäre zur Welt bringen, denn künftig führen die Hebammen den Kreißsaal. Das bedeutet, dass sich ein erfahrener Arzt und Geburtshelfer im Hintergrund aufhält und zwar innerhalb weniger Minuten, jedoch nur dann zur Geburt dazukommt, wenn dies medizinisch erforderlich ist. Eltern können so ihr Kind allein mit der Hebamme bekommen, befinden sich aber zusätzlich in der größtmöglichen Sicherheit eines Krankenhauses.

 

Die Entbindung eines Kindes ist immer ein sehr privater Moment, ein einschneidendes Erlebnis, das das weitere Leben beeinflusst und prägt. „Für jede Frau, jede Familie, ist die Geburt eines Kindes etwas sehr Individuelles und Persönliches, auch wenn es dazu die fachliche Kompetenz einer erfahrenen Hebamme und manchmal auch von Fachärzten braucht“, sagt die geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der LAKUMED Kliniken, Dr. Marlis Flieser-Hartl.  Das neue Konzept des hebammengeführten Kreißsaals soll den Wünschen der werdenden Eltern entgegenkommen und nicht nur die medizinische Versorgung von Mutter und Kind sicherstellen, sondern auf individuelle Vorstellungen abgestimmt sein.

 

„Eine normale, unauffällige Entbindung leitet künftig die Hebamme, sie macht die Geburt direkt mit der Frau zusammen. Es gibt keinen beschlossenen Geburtsplan, sondern die werdende Mutter oder das Elternpaar beschließen gemeinsam mit ihrer erfahrenen Hebamme, wie die Geburt ablaufen soll“, sagt Anatoly Abashin. Er wird die Geburtshilfestation als Leitender Arzt übernehmen, Chefarzt MUDr. Veit Anders geht Ende Juni in den Ruhestand.

 

Die Hebamme führt allein durch die Geburt eines Kindes, aber es sind immer hochqualifizierte Fachärzte im Bereich Geburtshilfe und Anästhesie verfügbar, rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr. Gibt es Probleme bei der Entbindung – z. B. bei Unsicherheit, ob eine spontane Entbindung möglich oder ein Kaiserschnitt notwendig ist oder bei Schmerzunzufriedenheit der Mutter – kann die Hebamme schnell reagieren und in wenigen Minuten Fachärzte hinzuziehen. „Somit verbessert sich die Sicherheit bei einer natürlichen Geburt, da die Hebamme die Frau bereits gut kennt, Komplikationen erkennen kann und kein häufiger Wechsel an Personal stattfindet“, sagt Leitender Arzt Anatoly Abashin. Risikoschwangere sollten sich vorzeitig in der Geburtshilfe vorstellen, um erwünschte Komplikationen während der Geburt zu vermeiden oder im Bedarfsfall an das Perinatalzentrum am Krankenhaus Landshut-Achdorf zu wechseln, das wie das Krankenhaus Vilsbiburg vom Landshuter Kommunalunternehmen für medizinische Versorgung LAKUMED Kliniken getragen wird.

 

Vier Hebammen sind in der Geburtshilfe am Krankenhaus Vilsbiburg beschäftigt und setzen das Konzept des hebammengeführten Kreißsaals um – individuell, familienorientiert und persönlich. Im Regelfall begleitet künftig immer die selbe Hebamme und wenn möglich nur ein Arzt werdende Eltern durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Anatoly Abashin ist künftig als Leitender Arzt für die Geburtshilfestation am Krankenhaus Vilsbiburg verantwortlich. Er ist seit zehn Jahren am Krankenhaus Vilsbiburg in der Geburtshilfe tätig, zuvor arbeitete er zwei Jahre am Krankenhaus Landshut-Achdorf in der Frauenklinik. Dass er Arzt werden möchte, hat Anatoly Abashin, der in Russland geboren wurde, schon in der achten Klasse am Gymnasium entschieden, ein Bruder sowie ein Onkel sind ebenfalls Ärzte. Er studierte Medizin in Omsk in Russland, seit dem Jahr 2006 arbeitet er in Deutschland. In der Gynäkologie ist er seit 1990 tätig. „Frauen entwickeln die Welt weiter. Ein Baby auf die Welt zu begleiten ist mit das Schönste auf der Welt“, sagt Anatoly Abashin auf die Frage, warum er sich auf Gynäkologie und Geburtshilfe spezialisiert hat. Ihn motiviert die Arbeit mit gesunden Menschen und die Betreuung der neuen Erdenbürger ganz besonders.

MUDr. Veit Anders war seit 2013 Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Vilsbiburg. Zum ersten Juli 2018 trat der 66-Jährige gebürtige Tscheche in den Ruhestand. Er setzte zwar den Schwerpunkt seiner medizinischen Tätigkeit in der gynäkologischen Urologie, doch macht ihn besonders stolz, dass die Geburtenzahlen in dieser Zeit gestiegen sind. „Die Patienten, die Bevölkerung haben Vertrauen zu uns aufgebaut“, freut sich MUDr. Veit Anders. Auch die gute Zusammenarbeit im OP, mit der Anästhesie und den Kollegen in der Abteilung lässt ihn seine Zeit am Krankenhaus Vilsbiburg in sehr guter Erinnerung behalten; wenngleich er sich sehr freut, keine Schichtdienste mehr machen zu müssen. Reisen in den Bayerischen Wald, Vorträge und auch die Vermittlung bestimmter Operationstechniken an Medizinernachwuchs werden in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass Veit Anders nicht langweilig wird.

Bildtext Geburtshilfe: Die Geburtshilfe am Krankenhaus Vilsbiburg setzt ab Juli verstärkt auf eine familienortientierte und ruhige Atmosphäre zum Wohlfühlen für Mutter und Kind.

 

 Bildtext Familienzimmer: In den Familienzimmern der Geburtshilfe am Krankenhaus Vilsbiburg fühlen sich Neugeborene und Eltern wohl.

 

Bildtext Flur Geburtshilfe / Storch/ Kreißsaal: Eine Entbindung in familiärer Atmosphäre: der Kreißsaal wird künftig von den Hebammen geführt.

 

Bildquellen: LAKUMED Kliniken

Bildunterschrift: Besprachen die laufenden Planungen, wie die generalistische Pflegeausbildung in der Region Landshut umgesetzt werden könnte: MdL Ruth Müller, Landrat Peter Dreier und der Personalleiter des Landratsamtes, Christian Gruber (v. l.)

 

 

Generalisierung der Pflegeausbildung als Herausforderung

Landrat Peter Dreier informiert über aktuelle Planungen in der Region

 

Die angestrebte Reform der Pflegeausbildung in Deutschland wirkt sich auch deutlich auf die Region Landshut als Gesundheitsstandort aus. Landrat Peter Dreier hat die interessierte Landtagsabgeordnete Ruth Müller über den aktuellen Planungsstand zur Generalisierung der Pflegeausbildung informiert.

 

So hat Dreier bereits 2015 dieses Thema angepackt und alle Beteiligten in der Region laufend zu Runden Tischen eingeladen. Dabei war stets die Führungsebene von Landratsamt, Stadtverwaltung, LAKUMED und Klinikum sowie Vertreter der Regierung von Niederbayern und der Ausbildungsträger samt Schulleitungen in Form des Kompetenzzentrums für Gesundheitsberufe in Vilsbiburg, der privaten Berufsfachschule für Krankenpflege des Klinikums Landshut, der Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege des Kinderkrankenhauses St. Marien, der Berufsfachschulen für Altenpflege der VHS und der Caritas in Landshut eingeladen. Ziel dieser Gespräche ist es, frühzeitig auf künftige Veränderungen nach der Verabschiedung des Pflegeberufe-Gesetzes zu reagieren und für die Region Landshut ein gemeinschaftliches und effizientes Konzept zu erarbeiten. MdL Müller, Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bayerischen Landtages, zeigte sich erfreut, „dass zu diesem wichtigen Thema frühzeitig die Weichen gestellt werden.“

 

Die Generalisierung der Pflegeausbildung sieht vor, dass ab 2020 die Berufe der Altenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Gesundheits- und Krankenpflege zu einem Berufsbild zusammengefasst und mit den jeweiligen Differenzierungen der Altenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege im dritten Ausbildungsjahr untermauert werden. So sollen die Pflegefachkräfte von morgen breit gefächert auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Daher werden die Pflegeschüler in den Praxisblöcken in allen Fachrichtungen ausgebildet, was aber auch eine organisatorische Herausforderung für die Pflegeschulen bedeutet. Bisher waren die Pflegeschüler beim Träger der Ausbildungsstätte angestellt (im Falle des Kompetenzzentrums beim Landkreis Landshut). Durch den fachübergreifenden Einsatz in der Ausbildung müssten die Schüler nun aber theoretisch kündigen und neu angestellt werden, sobald es beispielsweise in die Altenpflege geht. Ein Unding, findet Landrat Peter Dreier. Deshalb hat er – unter Leitung des Landratsamt-Personalleiters Christian Gruber – zusätzlich zu den Runden Tischen eine Arbeitsgruppe einberufen, um hier eine Lösung zu finden: Möglicherweise durch die Bildung eines Zweckverbandes, der die wertvolle Ausbildung bei den Trägern koordinieren könnte.

 

„Ziel ist es, in unserer Region die Ausbildung für die Pflegeschüler möglichst umfassend und flexibel zu gestalten, gleichzeitig aber die bereits ausgezeichneten Qualitätsstandards zu wahren. Nur so bleibt die Ausbildung in einem Pflegeberuf weiterhin attraktiv – denn gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel werden diese Fachkräfte dringend gebraucht“, erklärt Dreier.

 

 

Fairness und Respekt stehen im Vordergrund

Traditionelles Fischessen der Landshuter Sozialdemokraten

 

Am Freitag fand im Saal des Gasthauses Zollhaus das traditionelle Fischessen der Landshuter SPD statt. Bezirkstagskandidat und Stadtrat Gerd Steinberger und die Landtagsabgeordnete Ruth Müller gingen in ihren Reden auf die kommunal-, landes- und bundespolitische Themen ein. Die innerparteiliche Diskussion um das Mitgliedervotum zum Koalitionsvertrag spielten eine große Rolle.

Harald Unfried äußerte sich im Rahmen seiner Begrüßung zum bevorstehenden Mitgliedervotum über den ausgehandelten Koalitionsvertrag. Die Partei werde den Vertrag im Rahmen mehrerer Info-Veranstaltungen und im Rahmen einer Bundeswahlkreiskonferenz auf Herz und Nieren prüfen und über das Für und Wider eine offene Diskussion führen. Unfried, der wie die Stadtvorsitzende Anja König als Delegierter auf dem SPD-Parteitag in Bonn teilnahm, bezeichnete diesen als stilbildend dafür, wie die Diskussion auch vor Ort zu führen sei. Nämlich mit Respekt vor dem Argument der jeweils anderen Sichtweise. “Für beide Sichtweisen gibt es gute Argumente und alle wollen schließlich das Beste für das Land und die Sozialdemokratie.“, so Unfried. Als ganz und gar nicht stilbildend bewerteten Unfried und König hingegen die jüngsten Querelen der unmittelbaren Parteispitze, die der Glaubwürdigkeit nicht zuträglich gewesen seien. Das müsse aufhören. Viel wichtiger sei es, die inhaltliche Erneuerung der SPD in die Wege zu leiten. Denn unabhängig davon, ob die Große Koalition zustande komme, müsse die Politik nachhaltige Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen etwa bei der Alterssicherung oder der digitalen Arbeitswelt von morgen entwickeln.

Gerd Steinberger machte deutlich, dass er eine große Koalition nicht befürworten könne. „Mir fehlen hier zukunftsgewandte Reformen wie etwa die solidarische und paritätisch finanzierte Bürgerversicherung für Gesundheit und Pflege und Erwerbstätigenversicherung für die Rente, in die alle Menschen mit einbezogen werden.“ Gerade unsere Sozialsysteme müssten zukunftssicher gemacht werden und vor den neoliberalen Tendenzen in Richtung „jeder soll für sich selber sorgen“ geschützt werden. Dies funktioniere aber nur mit echten Reformen und nicht durch einzelne Sozialreparaturen. Eine SPD-geführte Regierung sei hierfür die Alternative und dafür müsse die älteste Volkspartei sich erneuern und ihr klares Profil nach außen hin deutlich machen. Dass die SPD in der Stadtpolitik ebenfalls eine Alternative ist, machte Steinberger an den vielen bürgernahen und sozialen Anträgen deutlich, die die SPD-Fraktion gerade in jüngster Vergangenheit gestellt hat. „Landshut könnte eine moderne und bürgerfreundliche Stadt sein,“, so Steinberger. Das Ergebnis von jahrzehntelanger konservativer Mehrheit im Landshuter Stadtrat sei ein Bürgerbegehren Westanbindung ohne Sicherstellung der Weiterführung durch die Landkreisgemeinden, keine kommunale Wohnungsbaugesellschaft, die schon seit vielen Jahren hätte bezahlbaren Wohnraum schaffen können, keine Machbarkeitsstudie zur Auslagerung der Sportstätten West, keine zeitnahe Erschließung von kostbarem Wohnbauland in der Ochsenau, eine vom Gericht gekänzelte Dultvergabe, kein Lehrschwimmbecken mehr in der Woflgangsschule, keine kostenlose Schülerbeförderung für alle Schüler, wo in anderen Kommunen über vollkommen kostenfreien öffentlichen Nahverkehr nachgedacht wird und auch keinen Zuschussfond für Schulessen für bedürftige Familien in Höhe von maximal 4000 Euro pro Jahr und diese Liste könnte man noch fortsetzen. Für viele freiwillige Leistungen sei kein Geld im Haushalt, dagegen stehe jetzt der Antrag auf eine Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für die StadträtInnen in Höhe von 125.000 Euro jährlich, die dem Bürger gegenüber nicht vermittelbar sei. „Ich habe den Amtseid so verstanden, dass wir der Stadt und den Bürgern dienen und nicht an Ihnen verdienen und deshalb lehnt die SPD-Fraktion diesen Antrag auch ab.“

Landtagsabgeordnete Ruth Müller verdeutlichte einmal mehr, dass auch beim Koalitionsvertrag die SPD wieder die Arbeit gemacht habe und ca. 70 % aus der Feder der Sozialdemokraten geschrieben sei und die SPD-Führung hier hart verhandelt habe. Für alle politischen Themen konnten positive Aspekte in den Vertrag aufgenommen werden wie etwa Verbesserungen in der Pflege mit 8000 zusätzlichen Stellen und besserer Bezahlung, Verbesserungen für unsere Rentnerinnen und Rentner mit der Einführung der Solidarrente nach 35 Beitragsjahren oder der Aufhebung des Kooperationsverbotes, dadurch sei nun endlich finanzielle Unterstützung der Schulen durch den Bund möglich. „Leider, das gehört beim Ehrlichmachen dazu, konnten wir Vieles, was die Menschen brauchen, mit den Konservativen und Rechts-Konservativen nicht vereinbaren. Das gilt zum Beispiel für die Einführung der Bürgerversicherung. Völlig klar, dass auch mir ein ebensolcher großer sozialdemokratischer Wurf wesentlich lieber gewesen wäre. Für ein Zweckbündnis ist der Koalitionsvertrag aber dennoch eine ordentliche Basis auf dessen Grundlage ich persönlich sage: Damit lässt sich erst mal arbeiten.“

 

SPD ehrte langjährige Mitglieder und freut sich über massive Neueintritte

 

Geehrt wurden:

Hedi Pable und Heinz Lackermeier für 50 Jahre Mitgliedschaft

Ursula Kalbhenn-Hofmann, Irmtraud Goller und Gerhard Goller für 40 Jahre Mitgliedschaft

Eveline Wimberger und Andreas Weinmann für 30 Jahre Mitgliedschaft

Sandra Köninger, Lucie Pable, Elfriede Steinberger und Gerd Steinberger für 25 Jahre Mitgliedschaft

 

Kürzlich ehrte die Landshuter SPD im Clubzimmer des Bernlochner-Restaurants einige Genossinnen und Genossen für ihre langjährige Treue zur Sozialdemokratie. „Gerade in dieser Zeit, in der die Schere zwischen Arm und Reich trotz enormen Wirtschaftswachstum immer weiter auseinanderklafft, braucht es in unserem Land und in ganz Europa eine starke und beständige Sozialdemokratie.“, so die stellvertretende Vorsitzende Patricia Steinberger bei ihrer Begrüßung. Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Ruth Müller ging in ihrem Grußwort auf das 100-jährige Jubiläum des Freistaates Bayern ein, der durch einen Sozialdemokraten, Kurt Eisner, ausgerufen wurde.

Die beiden stellvertretenden Parteivorsitzenden Patricia Steinberger und Gerhard Wick konnten sich am vergangenen Sonntag bei einigen SozialdemokratInnen ganz persönlich für ihre Treue zur Sozialdemokratie bedanken: „Uns sind die passiven Mitglieder dabei genauso wichtig wie die Aktiven, denn auch sie stützen die Sozialdemokratie und das ist ganz wichtig.“ Die Gründe für eine Mitgliedschaft vor 50, 40, 30 oder 25 Jahren seien sicher unterschiedlich gewesen, aber die Gründe dabeizubleiben, die Grundwerte der Sozialdemokratie: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, würde alle vereinen.

Gerhard Wick ergänzte noch: „Wir freuen uns aber nicht nur über langjährige Treue, sondern auch über viele Neumitglieder seit Januar 2017, denn als Stadt-SPD können wir einen Mitgliederzuwachs von ca. 20 % verzeichnen. Dies geht sicherlich in unsere Geschichte ein.“

Passend zur Jubilarehrung ging die Landtagsabgeordnete Ruth Müller in ihrer Rede auf ein besonderes Jubiläum ein: „Bayern befindet sich in einem Jubiläumsjahr, denn am 7. November jährt sich die Ausrufung des Freistaats durch den Sozialdemokraten Kurt Eisner zum 100. Mal“, so Müller. In einem atemberaubenden Tempo seien damals wesentliche Veränderungen eingeleitet worden, erinnerte Müller beispielsweise an die Einführung des „allgemeinen, direkten und geheimen Wahlrechts“, an die Einführung des Frauenwahlrechts und an die Einführung des Acht-Stunden-Tags am 11. November 1918. „Wir Sozialdemokraten waren in den 100 Jahren immer das Bollwerk der Demokratie und der Freiheit, wenn es darum ging, Menschenrechte zu verteidigen und soziale Verbesserungen zu erstreiten“, erinnerte Müller auch an die Standhaftigkeit der Sozialdemokratie beim Ermächtigungsgesetz 1933.

In dieser Tradition stehe man noch heute und werde dafür kämpfen, beispielsweise ein Bildungsfreistellungsgesetz zu erreichen, dass es auch den bayerischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglicht, sich fortzubilden. „Wir wollen den Wandel gestalten, ob in der digitalen Arbeitswelt oder in Fragen der Integration“, so Müller. Ganz im Sinne Willy Brandts werde man dafür kämpfen, dass in Bayern die Uhren nicht nur anders gehen, sondern auf der Höhe der Zeit sind.

 

STADTRAT GERD STEINBERGER WURDE FÜR 25 jAHRE MITGLIEDSCHAFT GEEHRT

 

*ENDE*

 

Katja Reitmaier als Bezirksvorsitzende der SPD Frauen wiedergewählt.

Die beiden Abgeordneten Rita Hagl-Kehl (MdB) und Ruth Müller (MdL) sprachen zu Lohngerechtigkeit und Rentenpolitik

 

Die Bezirkskonferenz mit Neuwahlen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) am 1. Mai im Hotel Liebl in Plattling stand ganz im Zeichen vom Wert der Lebensarbeitsleistung. Hierzu begrüßte die Vorsitzende der AsF Katja Reitmaier unter anderem die Referentin Rita Hagel-Kehl MdB, Ruth Müller MdL, die Bundestagskandidatin Anja König, den SPD Kreisvorsitzenden von Deggendorf  Ewald Straßer sowie den Bezirksvorsitzenden der SPD Senioren Hartmut Manske.

Einleitend zum Themenkomplex gute Arbeit, faire Bezahlung und eine auskömmliche Rente richtete Anja König die Forderung an die Politik, zu umfassenden Reformen in den Sozialsystemen. „Wir dürfen uns nicht mehr auf kleine Reförmchen und Änderungen einlassen”. In die Sozialsysteme müssen alle Menschen einbezahlen und zwar aus ihrem gesamten Einkommen.  Wir brauchen eine Bürgerversicherung in der Kranken- und Rentenversicherung.” Gerade die Vorsorge für das Alter dürfe nicht den Menschen selbst überlassen werden, hier habe der Staat eine Führsorgepflicht”. Denn es sei bereits bekannt, dass Altersarmut hauptsächlich weiblich sei, gerade in Bayern, so Anja König in ihrem Grußwort.

Die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Müller, MdL ging auf die Einkommenssituation der Frauen ein. Schon in der bayerischen Verfassung, die der  Sozialdemokrat Wilhelm Hoegner 1946 verfasst hat, ist im Artikel 168 festgeschrieben:  „Männer und Frauen erhalten für gleiche Arbeit den gleichen Lohn“, erinnerte Müller an die Grundvoraussetzungen.  „Wir wollen deshalb als SPD ein Lohntransparenzgesetz, dass es Beschäftigten ermöglicht, ihr Gehalt mit männlichen Kollegen zu vergleichen. Auch bei der Rente sollte die Lebensarbeitsleistung besser bewertet werden. Während ein durchschnittlicher Bayer 1.049 Euro Rente bekommt, sind es bei einer Rentnerin in Bayern gerade einmal 616 Euro,             so Ruth Müller MdL.

In ihrem Referat ging Rita Hagel-Kehl MdB auf die Themen gute Arbeit, faire Bezahlung und gerechte Rente ein. Die Koalition hat die Leiharbeit auf ihre Kernfunktion beschränkt um Auftragsspitzen zu bewältigen.  Sind Leiharbeiter/innen länger als 18 Monate in einem Entleihbetrieb beschäftigt, müssen sie dort künftig eingestellt werden. Leiharbeiter haben  nach neun Monaten Beschäftigung in einem Betrieb Anspruch auf den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft.  Weiter dürfen sie nicht als Streikbrecher eingesetzt werden.  Für die SPD-Bundestagsfraktion steht fest, Arbeit darf nicht krank machen, und niemand darf trotz Arbeit arm sein, so die Referentin Rita Hagel-Kehl. Gute Arbeit und faire Bezahlung gehören natürlich zusammen.  Beim Mindestlohn  haben rund 4 Millionen Menschen davon profitiert.

 

Am meisten profitieren Beschäftigte in Branchen, in denen tarifliche Schutzstandards fehlen. Es bedarf aber noch weiterer Verbesserungen im Lohnsektor. Entsprechend dem Lohngerechtigkeitsgesetz  ist das Ziel, gleiche Bezahlung durch mehr Transparenz sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Recht auf Teilzeit- und Telearbeit,  Rückkehrrecht in Vollzeitbeschäftigung muss verankert werden, so die Referentin Rita  Hagel-Kehl. Beim Thema Rente, so die Referentin soll es weiterhin beim Eintrittsalter 63 bleiben. Außerdem muss die erarbeitete Rente für ein würdiges Leben im Alter reichen. Die Mütterrente gilt es entsprechend der Lebenshaltungskosten anzuheben. Das Gleiche auch bei der Erwerbsminderungsrente. Eine Reform der Betriebsrenten sollte für kleine und mittlere Unternehmen attraktiver werden. Nach Meinung der Referentin  Rita Hagel-Kehl ist Österreich ein Vorbild hinsichtlich der Altersversorgung seiner Bürger. Umlagefinanzierte, solidarische gesetzliche Rente muss wieder zur Hauptsäule der Altersvorsorge werden.  Diese muss den Lebensstandard sichern und darf nicht zur Grundsicherung verkommen. Das Rentenniveau sollte  deutlich oberhalb von 50%, stabilisiert werden. Wer in die Rentenkasse eingezahlt hat, muss im Ruhestand mehr erhalten als dies durch die Grundsicherung der Fall wäre. Das Ziel sollte es sein, die Einführung einer Erwerbstätigenrente, in die alle Beschäftigten einzahlen müssen. Abschaffung der Riesterrente bei Vertrauensschutz für bestehende Verträge.

Betriebliche Rente darf nicht zum Schwerpunkt einer künftigen Rentenreform werden, so Rita Hagel Kehl abschließend in ihrem Referat. Einig waren sich die Anwesenden in der anschließenden Diskussion, dass nur ein gesellschaftliches starkes Sozialgefüge die Demokratie stärkt.

Der Rechenschaftsbericht, vorgetragen von der AsF Vorsitzenden  Katja Reitmaier beinhaltete viele frauenpolitische Themen. So wurde im Zusammenwirken mit dem  ASF-Landesverband das Programm Sofia (Sozialdemokratische Frauen Interessieren und Aufbauen) durchgeführt um Frauen für Frauen  für Ämter und Mandate, aber auch für das politische Ehrenamt zu gewinnen, zu qualifizieren und zu stärken.  Weitere Aktionen waren, die Rosenverteilaktionen zum Internationalen Frauentag mit Postkarte mit den inhaltlichen Standpunkten der ASF, die Verleihung des Frauenpreises der NiederbayernSPD, der regelmäßige Austausch und Freundschaftstreffen mit SPÖ-Frauen aus dem Bezirk Schärding sowie die Teilnahme an Veranstaltungen anderer ASF-Gliederungen im Landesvorstand. In der Anschließenden Aussprache lobte Hartmut Manske Bezirksvorsitzender der SPD Senioren die Arbeit der sozialdemokratischen Frauen. Eine besondere Ehre  befand es Ewald Straßer SPD Kreisvorsitzender aus Deggendorf  als Wahleiter die Bezirksvorstandswahlen bei der SPD Frauen durchzuführen.  Die Wahlen ver­liefen in großer Harmonie, bei denen die Vorstandsmitglieder aus den einzelnen Kreisverbänden wie folgt gewählt wurden: Vorsitzende Katja Reitmaier (Passau), stellv. Vorsitzende, Rita Hagl-Kehl MdB ( Deggendorf), Bettina Blöhm  ( Freyung- Grafenau) und Inge Slowik (Deggendorf).  Als Beisitzerinnen wurden gewählt, Gerlinde Saller (Passau), Anja König (Landshut), Patricia Steinberger (Landshut), Maria Manske (Dingolfing-Landau), Irma Plankl (Passau) Sabine Liebhaber (Deggendorf), Marion Winter (Rottal-Inn), Ruth Müller MdL ( Landshut ) und Anna Hagl (Dingolfing-Landau).

In Ihrem Schlusswort zu dieser Konferenz bemerkte die wiedergewählte Vorsitzende  Katja Reitmaier „Wir werden uns weiterhin für die Verwirklichung des  Artikel 3 des Grundgesetzes „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“, in Partei und Gesellschaft engagieren“.

 

Bildbeschreibung:  Die gewählte Bezirksvorstandschaft der sozialdemokratischen Frauen ( AsF ).  v. r. Ewald Straßer Wahlleiter, Irma Plankl, Maria Manske, Ruth Müller MdL Referentin Rita Hagl-Kehl MdB,  Vorsitzende Katja Reitmaier, Anna Hagl, Bettina Blöhm,  Bundestagskandidatin Anja König, Inge Slowig und Hartmut Manske stellv. Wahlleiter.

 

 

 

Zuschüsse des Stiftungsrats für die Denkmalpflege im Landkreis Landshut

Ergoldinger Kirche St. Peter und Schloss Deutenkofen werden bezuschusst

Die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller freut sich, dass der Stiftungsrat der Bayerischen Landesstiftung in seiner letzten Sitzung auch Finanzmittel für die Ergoldinger Kirche St. Peter bereitgestellt hat.

Die Innenrenovierung der Katholischen Filialkirche wird mit 105.000 Euro bezuschusst. “Denkmalpflege ist gut und wichtig, aber eben auch finanziell aufwändig, umso besser ist es, wenn die Träger dann auch Unterstützung bekommen”, berichtet die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller.

„Der Stiftungsrat der Bayerischen Landesstiftung hat in seiner heutigen Sitzung auch den Antrag zur Förderung des Umbaus und zur Sanierung des Schlosses Deutenkofen im Landshut in Höhe von 22.500 € bewilligt”, so Müller weiter.