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MdB Nicole Bauer

Zurück an alter Wirkungsstätte: Hochschul-Alumni und MdB Nicole Bauer stattete Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher einen Antrittsbesuch ab.

PRESSEINFORMATION Landshut, 20. Mai 2020
Hochschul-Alumni und FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer zu Gast am Campus der Hochschule Landshut
Vor elf Jahren schloss Nicole Bauer, die seit 2017 für die FDP im Deutschen Bundestag sitzt, an der Hochschule Landshut ihr Studium des Wirtschaftsingenieurwesens mit Diplom ab. Ihre Abschlussarbeit betreute damals Prof. Dr. Fritz Pörnbacher, der am 15. März 2020 das Amt des Hochschulpräsidenten übernahm. Am Montag trafen sich beide wieder, um über Bundespolitik, die Hochschule und gemeinsame Ansatzpunkte zu sprechen.

 

„Die Hochschule liegt mir nicht nur als regionale Abgeordnete, sondern auch persönlich am Herzen“, betonte Bauer bei ihrem Antrittsbesuch. „Hier liegen meine Wurzeln. In Landshut wurden mir alle Werkzeuge an die Hand gegeben, die mir meine bisherige berufliche Laufbahn ermöglicht haben.“ Bauer, die unter anderem im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sitzt, möchte in der Hochschulpolitik künftig stärkere Akzente setzen. So ging es im Gespräch vor allem um mögliche Kooperationsprojekte.

 

Politik und Hochschule wollen sich gegenseitig unterstützen

 

Eines davon ist ein Wasserstoffenergietransferzentrum, das Bauer gerne in die Region Landshut holen würde. „Besonders mit dem technischen Forschungsbereich der Hochschule Landshut würden sich hier viele Kooperationsmöglichkeiten bieten“, so Bauer. Pörnbacher stimmte dem zu und griff in diesem Zusammenhang die Forschungsprojekte im Bereich regenerative Energien auf, die am Campus und vor allem am Technologiezentrum Energie der Hochschule Landshut in Ruhstorf a. d. Rott im Fokus stünden. Verantwortlich hierfür zeichnen sich Prof. Dr. Josef Hofmann, Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger und Prof. Dr. Raimund Brotsack.

 

Auch in den Bereichen Genderforschung, gesellschaftlicher Wandel und Diversität sehen Bauer und Pörnbacher eine wichtige Basis für einen intensiveren Austausch zwischen Hochschule und Politik. „Die Kolleginnen und Kollegen der Fakultät Soziale Arbeit genießen in der deutschen und internationalen Forschungslandschaft einen hervorragenden Ruf“, betonte Pörnbacher. Das zeige sich vor allem an den zahlreichen internationalen Fachkonferenzen, die regelmäßig am Campus oder mit Beteiligung Landshuter Dozierender stattfinden.

 

Hochschule als regionaler Attraktivitätsfaktor

 

Ein wichtiger Punkt des MdB-Besuchs war außerdem die Attraktivität des Hochschulstandorts Landshut, der laut Bauer nicht nur sichergestellt, sondern auch weiter ausgebaut werden sollte. „Für die Region Landshut hat die Hochschule einen unschätzbaren Wert“, betonte Bauer. Um Studierendenzahlen zu sichern und diese weiter auszubauen, umriss Pörnbacher die Hochschulstrategie für die kommenden Jahre. Diese beinhaltet neben den bald startenden Studiengängen Hebammenwesen, Ingenieurpsychologie sowie Systems Engineering und Management, weitere neue Studiengänge, die es bisher im näheren Umkreis noch nicht gibt. „Wir wollen den Studieninteressierten attraktive Studiengänge bieten, um uns auch perspektivisch im äußerst umkämpften Hochschulumfeld zu behaupten“, erklärte Pörnbacher.

 

Abschließend war auch die Corona-Pandemie Thema. Sowohl Bauer wie auch Pörnbacher sehen in der Krise enormes Potenzial für die Zukunft. „Die Digitalisierung hält mehr und mehr Einzug in unseren Alltag“, so Bauer. Das sei auch an der Hochschule zu spüren gewesen, bestätigte Pörnbacher. „In kürzester Zeit haben wir auf einen Digitalbetrieb, sowohl in der Verwaltung als auch im Forschungs- und Lehrbetrieb, umgestellt. Eine außerordentliche Leistung, die nicht zuletzt Wissenschaftsminister Bernd Sibler bei seinem Besuch am Campus als bayernweit vorbildlich lobte.“

Bauer und Pörnbacher waren sich am Ende des Gesprächs vor allem in einer Sache einig: Der Besuch der FDP-Abgeordneten an der Hochschule soll nicht einmalig bleiben. Beide Seiten wollen sich regelmäßig austauschen.

FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer und Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher sprachen unter anderem über die Zukunft der Hochschule und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gesellschaft.


Foto: Hochschule Landshut

 

Erfolgreiche Ausbildungsunterstützung für Jugendliche und Unternehmen

Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer besucht das bfz am bayerischen Tag der Ausbildung

 

Wenn Schulabschluss und Traumberuf nicht auf den ersten Blick zusammenpassen, müssen Jugendliche nicht gleich aufgeben. Für junge Menschen, die Unterstützung brauchen, sowie Betriebe, die auf Lehrlingssuche sind, bietet das bfz Landshut die Projekte „Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung“ und „Assistierte Ausbildung“ an.

Dabei werden die Azubis auf Prüfungsniveau gebracht, persönlich gecoacht und die Firmen intensiv bei der Betreuung der Nachwuchskräfte unterstützt. Der Landshuter Daniel Töpfl verwirklicht so seinen Traum von der Ausbildung zum Fachinformatiker bei PC Gärtner in Nandlstadt im Landkreis Freising. Am Montag hat sich die Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer im Rahmen des bayerischen Tags der Ausbildung im bfz Landshut über dieses erfolgreiche Praxisbeispiel und die Bildungsangebote, die von der Agentur für Arbeit Landshut gefördert werden, informiert.

Weil Daniel Töpfl mit dem qualifizierenden Mittelschulabschluss keinen Erfolg bei der Bewerbung für eine Ausbildung zum Fachinformatiker hatte, bekam er im Sommer 2015 Hilfe vom bfz Landshut und dessen Kooperationspartner PC Gärtner. Im Rahmen des Projekts „Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung“ konnte das Unternehmen den Lehrling in der betrieblichen Praxis testen und während der Ausbildungszeit entscheiden, ob es ihn übernimmt. Der Unterricht von Fachtheorie und zur Vertiefung der praktischen Inhalte fand im bfz Landshut statt. Die Ausbildungsvergütung finanzierte die Agentur für Arbeit. „Das ist eine gute Lösung für Jugendliche und Betriebe“, sagte bfz-Leiterin Ingrid Schmidt. „So fällt den Firmen die Entscheidung noch leichter, Jugendliche mit Förderbedarf einzustellen. Schließlich fehlt es in vielen Branchen an Nachwuchs und Fachkräften.“

Weil Daniel Töpfl guten Einsatz zeigte und das bfz den Geschäftsführer und Ausbilder Erhard Schönegge intensiv bei der Betreuung unterstützte, übernahm der Betrieb den Jugendlichen schließlich als Lehrling mit „Assistierter Ausbildung“ durch das bfz Landshut. Dabei werden die Inhalte unter anderem durch wöchentlichen, gezielten Stütz- und Förderunterricht vertieft. Außerdem übernimmt das bfz intensive Prüfungsvorbereitung und steht dem Betrieb als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung, um den Auszubildenden langfristig in der Firma zu stabilisieren.

Für Daniel Töpfl und seinen Arbeitgeber war das die richtige Kombination für einen erfolgreichen Berufsstart. „Dieses Ausbildungsmodell lohnt sich“, sagte Schönegge. „Die schulische Unterstützung durch das bfz ist sehr wichtig. Alleine wäre ich überfordert gewesen, Daniel auf das mathematische Niveau zu bringen, das in der Berufsschule vorausgesetzt wird.“ Auch Daniel Töpfl ist zufrieden: „Dank des bfz habe ich in familiärer Atmosphäre die richtige Hilfe bekommen – und die Chance, meinen Traumberuf in einem tollen Betrieb zu lernen.“ Der junge Mann hat sich hervorragend ins Team integriert und ist auf einem guten Weg in Richtung Ausbildungsabschluss in diesem Frühjahr.

Die Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer lobte das bfz Landshut und die Agentur für Arbeit als Brückenbauer zwischen Jugendlichen und Betrieben: „Die Initiative ist wichtig für unsere Gesellschaft, weil sie junge Menschen in einer entscheidenden Phase ihres Lebens stärkt.“ Mit diesem Modell rückten die Talente und Interessen der Jugendlichen zu Recht wieder mehr in den Vordergrund. „Gute Noten sind nicht alles und bedeuten nicht automatisch gute berufliche Leistungen. Der Fokus muss auf den Menschen und seine Motivation zum Erfolg gelegt werden.“

Mit dem richtigen Willen können Jugendliche auch trotz Startschwierigkeiten an ihr Ziel kommen, betonte Karl-Heinz Krenn, Bereichsleiter in der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen: „Die Ausbildungsanforderungen nehmen zwar in allen Branchen und Berufsbildern zu, aber man kann die jungen Leute trotzdem gut an das notwendige Niveau heranführen. Daniel Töpfl hat es vorgemacht.“

Am bayerischen Tag der Ausbildung weisen Politik und Agentur für Arbeit auf die aktuelle Lage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt hin und stellen besondere Initiativen von Unternehmen und Bildungseinrichtungen im Freistaat in den Mittelpunkt.

Mehr Informationen gibt es bei bfz-Jugendkoordinatorin Eva Wolff unter 0871/96 226 63 oder eva.wolff@bfz.de.

 

Über das bfz Landshut

Das bfz begleitet Jugendliche von der Berufswahlentscheidung bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Es kümmert sich in der Erwachsenenbildung um die Eingliederung von Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt und um die berufsbegleitende Weiterbildung von Fachkräften, damit sie Schlüsselpositionen übernehmen können. Außerdem setzt es sich für die berufliche Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen sowie für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben ein.