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Marktgemeinde Essenbach

Der Gemeinderat Essenbach zu Besuch bei MIPA

 

Die MIPA SE informierte den Essenbacher Bürgermeister Neubauer und den gesamten Gemeinderat vor Ort über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung und die Herausforderungen am Standort.

Am vergangenen Mittwochabend hatten Bürgermeister Dieter Neubauer und der Gemeinderat von Essenbach die Gelegenheit, den Hauptsitz der MIPA SE zu besichtigen. Bei einem Rundgang durch das Werk erklärte der Vorstand der MIPA SE den Ablauf der Produktion von Lacken und zeigte die maschinellen und räumlichen Entwicklungen bei einem der größten Arbeitgeber im Landkreis Landshut. Im Logistikzentrum konnten die Besucher die internationale Prägung des Unternehmens hautnah erleben: In rund 100 verschiedene Länder werden Mipa Produkte aus Essenbach von hier aus versendet. Auch das im vergangenen Jahr neu errichtete automatische Hochregallager machte das anhaltende Wachstum und die damit einhergehende Erweiterung des Unternehmens am Standort Essenbach deutlich. Die sich bereits im Bau befindende Erweiterung des Mipa Schulungszentrums, welches aktuell mehr als 1.000 Gäste aus aller Welt im Jahr aufnimmt, machte deutlich, wie wichtig die umliegende Infrastruktur wie Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten für MIPA und deren Kunden ist.

Nach der Werksführung waren Bürgermeister Neubauer und der Gemeinderat noch dazu eingeladen, sich über die geplanten Entwicklungen am Standort zu informieren. Vorstandsvorsitzender Markus Fritzsche stellte zunächst die Geschichte und die Geschäftsfelder des Lackherstellers sowie die verschiedenen Standorte der Mipa Gruppe vor, bevor er auf einige aktuelle Thematiken einging.

Durch das anhaltende Wachstum des Unternehmens, welches seit Jahren ein maßgeblicher Gewerbesteuerzahler in der Gemeinde ist, stehe man bei MIPA vor einer großen Herausforderung, was die räumliche Erweiterung betreffe. Für einen geplanten Verwaltungsneubau der 1.200 Mitarbeiter zählenden Mipa Gruppe fehle aktuell die notwendige Planungssicherheit durch entsprechende Erweiterungsflächen am Hauptsitz in Essenbach. Diese Problematik wurde bei einer regen Unterhaltung mit dem Gemeinderat diskutiert.

Auch bezüglich der zukünftigen Verkehrswegeplanung, nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Bauprojekt des neuen Landratsamts, wurde die Situation des Unternehmens erörtert. Bürgermeister Neubauer und die Gemeinderäte betonten, dass eine Lösung dieser Probleme auch im Interesse der Marktgemeinde sei. Immerhin stammen auch mehr als 100 Mitarbeiter der MIPA SE allein aus dem Gemeindegebiet Essenbach. Nach dem Informationsabend waren sich die Teilnehmer einig: Am Standort Essenbach die Weichen für die Zukunft zu stellen sei nicht nur für die MIPA SE von großer Bedeutung.

 

Foto: MIPA

Das letzte Wort hat der am Montag, 18. Dezember, tagende Kreistag

Der Kreisausschuss des Kreistages des Landkreises Landshut hat sich am Montagnachmittag, 11. Dezember, einstimmig dafür ausgesprochen, das neue Landratsamt in der Marktgemeinde Essenbach zu errichten. Dieser Beschluss des 13-köpfigen Gremiums (Vorsitz: Landrat Peter Dreier) ist eine Empfehlung an den Kreistag (60 Mitglieder und Landrat), der am kommenden Montag, 18. Dezember, heuer zum letzten Mal tagt und dabei die endgültige Entscheidung über den Standort des neuen Landratsamts fällen wird.

Der Entscheidung für Essenbach waren Diskussionen in einem nichtöffentlichen und in einem öffentlichen Teil der Kreisausschuss-Sitzung vorhergegangen. Im nichtöffentlichen Teil waren auch die Preisvorstellungen der Grundstückseigentümer dargelegt worden. Im öffentlichen Teil der Sitzung wurden die Ergebnisse der Bewertung von zuletzt fünf möglichen Standorten für das neue Landratsamt dargelegt. Dem Beschluss des Kreisausschusses liegen die Ergebnisse einer Entscheidungsmatrix zugrunde, auf deren Basis die Landkreis-Verwaltung Vor- und Nachteile der jeweiligen Standorte untersucht hatte. Bewertungskriterien waren unter anderem Quadratmeterpreis, Größe, Bürgernähe, Parkplätze sowie Erweiterungsmöglichkeiten. Zwei der offerierten Standorte, Altfraunhofen und Berggrub (Stadt Landshut) schieden aus aufgrund ihres vergleichsweise schlechten Abschneidens im Licht einer Gesamtschau dieser Kriterien.

Am Schluss waren noch die drei Standorte Altdorf, Essenbach und Kumhausen „im Rennen“, wobei gemäß der Entscheidungsmatrix Kumhausen 1,764, Altdorf 2,259 und Essenbach 2,978 Punkte von vier möglichen Punkten erhielten. Die objektiven Vorzüge des demgemäß besten Standorts Essenbach überzeugten auch die Mitglieder des Kreisausschusses, der die Beratungen des Kreistages vorbereitet.