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Luitpoldstraße

Stadtgebiet Landshut

Mehrere Jugendliche beschädigen einen Zigarettenautomaten

LANDSHUT. Am Donnerstag, den 21.05.20 gegen 01:36 Uhr konnte ein Zeuge in der Hopfenstraße 4 ca. 5-6 Jugendliche beobachten die einen dort befindlichen Zigarettenautomaten aus der Bodenverankerung rissen. Als ein PKW an der Örtlichkeit vorbeifuhr flüchteten die Jugendlichen. Eine genauere Beschreibung kann nicht abgegeben werden. Hinweise bitte an die Polizei Landshut unter Tel. 0871 9252-0.

Verkehrsunfallflucht durch Fahrradfahrerin

LANDSHUT. Am Mittwoch, den 20.05.20 gegen 15.30 Uhr kam es in der Luitpoldstraße zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrradfahrern. Zur Unfallzeit befuhr ein 53-Jähriger aus Landshut den Fahrradweg, der an der Luitpoldstraße verläuft, stadteinwärts. Neben ihm fuhr ein bislang unbekannter Mann in gleicher Richtung. Dieser Unbekannte musste einer entgegenkommenden Dame, ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs, ausweichen und erfasste dabei den 53-Jährigen. Dieser stürzte zu Boden und verletzte sich dabei an seinen Armen. An seinem Fahrrad entstand ein Schaden im unteren dreistelligen Bereich. Der Unbekannte und die unbekannte Dame entfernten sich von der Unfallörtlichkeit ohne ihren rechtlichen Pflichten nachzukommen. Eine genauere Beschreibung kann nicht abgegeben werden. Hinweise bitte an die Polizei Landshut unter Tel. 0871 9252-0.

Die CSU-Fraktion besichtigte vor kurzem das von der Firma Oberhauser sanierte Gebäude an der Luitpold – Ecke Schwimmschulstraße.

Die Mitglieder der Fraktion konnten sich von der fachgerechten Sanierung überzeugen, die zur Bereicherung des gesamten Areals beiträgt.

 

Das dreigeschossige Eckhaus (ehemals Metzgerei Fischer) mit Hausfigur eines hl. Florian in der Luitpoldstraße 11 ist als Einzeldenkmal in der Denkmalliste der Stadt Landshut geführt.

Erbaut wurde es im Jahr 1907 von der Landshuter Baufirma Cormeau als Wohn- und Geschäftshaus. Von den folgenden Besitzern wurde im Keller eine Metzgerei mit Geschäft im Erdgeschoss betrieben, welche nach Erwerb des Gebäudes von der Familie Fischer bis 2013 weitergeführt wurde.

Die Firma Oberhauser begann im Sommer 2017 mit der Sanierung des Hauses und hat diese im April abgeschlossen.

An der Fassade wurden neben dem neuen Anstrich, einer neuen Dacheindeckung mit Biberschwanzziegeln und Spenglerarbeiten in Kupfer, auch sämtliche vorher eingebauten Kunststofffenster durch denkmalgerechte Holzfenster mit Schallschutzverglasung ersetzt.

Die Farbgestaltung der Fassade wurde nach Durchführung einer Befunduntersuchung durch die Denkmalschutzbehörde vorgegeben.

Eine komplette Überarbeitung von Elektro, Heizung und Sanitär, eine Neugestaltung der Bäder, Instandsetzung aller Innenwände, Neumontage der abgehängten Decken und Dämmung des Dachgeschosses, bringen das Denkmal auch technisch wieder auf Vordermann.

Um den Altbau-Charme des Gebäudes zu betonen, wurden stilprägende Bauteile wie die Innentüren mit ihren Messingbeschlägen, die Metallbalkone, die Holzwangentreppe und die Fischgrät-Parkettböden erhalten und aufwändig saniert bzw. passend ergänzt.

So sind 8 großzügige Einheiten von 90 bis 130 m² entstanden, welche als Büro- bzw. Wohnräume genutzt werden.

 

Foto:: klartext.LA

Bausenat vom 16.06.2016:

Aufgrund der nachfolgenden Stellungnahme und Aufforderung wurde mit 9 zu 1 Stimme beschlossen:

Ein bauaufsichtliches Einschreiten mit Beseitigungsanordnung gegen die Farbgestaltung wird vorgenommen und konsequent weiter verfolgt.

 

Stellungnahme Landesamt für Denkmalpflege

Die Fassaden der angrenzenden Baudenkmäler sind nach einheitlichen Gesichtspunkten durchgestaltet und stehen in direktem gestalterischen Kontext zueinander. Dabei spielt u.a. die Wechselwirkung der verwendeten Materialien und Farben eine gewichtige Rolle. Die Gestaltung der Fassaden und Fenster wie auch das Zusammenwirken der Farben und Formen sind in der für das 19. Jahrhundert typischen Art und Weise so präzise, ja geradezu perfektionistisch gehandhabt, dass jede Veränderung eine Verschlechterung des Gesamterscheinungsbildes des Ensembles bedeuten muss. Diese fast immer nachteilige Veränderung beschränkt sich bei den nachträglich modernisierten historischen Gebäuden und neuen Wohngebäuden der Nachkriegszeit meist auf eine Reduzierung der Gliederungs- und Verzierungselemente und ist geprägt durch meist schmucklose einfarbige Fassaden mit ungegliederten gleichmäßig über die Fassade verteilten Fensteröffnungen. In ganz seltenen Fällen (wie z.B. in den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts) erhalten die Fassaden eine sparsame Gliederung durch Bänderungen oder aufgemalte Blendfelder, die sich jedoch an den jeweiligen Fensterachsen orientieren und meist nur leicht farblich abgesetzt sind. Diese Veränderungen waren hinzunehmen, da sie entweder vor Inkrafttreten des Denkmalschutzgesetzes entstanden sind oder bei einer erneuten Überarbeitung in Absprache mit der Denkmalpflege hinsichtlich ihrer Farbgebung und ihrer Kontrastwirkung zugunsten der benachbarten Baudenkmäler korrigiert wurden.

Die hier zur Diskussion stehende Farbgebung des Hauses Schwimmschulstraße 2c ist jedoch ohne Abstimmung mit der Denkmalpflege, demnach ohne die notwendige Erlaubnis nach Denkmalschutzgesetz ausgeführt worden.

Die gewählte Farbgebung, ein grelles künstliches Grün in mehreren Helligkeits- und Farbabstufungen, wirkt verunstaltend auf das Gebäude selbst und seine Umgebung.

Die Fassadengestaltung steht in krassem Gegensatz zur klassischen Architektur des historischen Vorstadtensembles, das durch ästhetisch qualitätvolle Bauten des 19. Jahrhunderts mit wohlproportionierten Fassaden und gedeckter Farbgebung geprägt und vorbildgebend ist. Verstärkt wird der negative Gesamteindruck durch die schachbrettartige Anordnung der einzelnen Farbfelder, die sich zwar vertikal an den Fensterachsen zu orientieren scheinen, jedoch durch ihr willkürliches Verspringen, das keinerlei Rücksicht auf die Geschossigkeit des Gebäudes nimmt, dermaßen unruhig und aggressiv wirken, dass sie das äußere Erscheinungsbild der benachbarten Baudenkmäler und des Ensembles nicht nur nachhaltig stören, sondern auch in ihrer historischen Aussagekraft mindern. Der negative Gesamteindruck wird noch dadurch verstärkt, dass es hier zu einer ungünstigen Überschneidung der Fassade mit der auf Fernwirkung konzipierten Turmfassade der Christuskirche kommt. Die Beeinträchtigung entsteht vor allem dadurch, da das Hauptaugenmerk im Verlauf der Luitpoldstraße nun nicht mehr auf den historischen Kirchturm, sondern auf das plakativ angemalte Haus gezogen wird.

Aus den o.g. Gründen wird die Farbgebung des Hauses Schwimmschulstraße 2c mit Entschiedenheit abgelehnt. Die Stadt Landshut wird gebeten, die Baustelle einzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass die bereits ausgeführten Anstriche wieder entfernt und durch eine denkmal- bzw. ensemblegerechte Farbgebung ersetzt werden. Entsprechende Farbmuster sind anzusetzenund rechtzeitig vor Ausführung zu begutachten.