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Lichtverschmutzung

CSU Fraktion Landshut   84028 Landshut   Rathaus  www.rathaus.LA

An den

Stadtrat der Stadt Landshut

Rathaus

Dringlichkeitsantrag

Umsetzung des Naturschutzgesetzes seit 1. August 2019

hier: Lichtverschmutzung

Die Verwaltung stellt dar, wie die seit 1.8.2019 geltenden Regelungen bezüglich der Vermeidung von Lichtverschmutzungen durch die dafür zuständige untere Immissionsschutzbehörde  überwacht werden und welche Änderungen diesbezüglich vorgenommen wurden um die Vorgaben zu erfüllen. Die Bevölkerung ist entsprechend in Kenntnis zu setzen und bei einer etwaigen überfälligen Umsetzung zu beraten und unterstützen.

Begründung:

Bayerisches Naturschutzgesetz ab 1.8.2019:

“Eingriffe in die Insektenfauna durch künstliche Beleuchtung im Außenbereich sind zu vermeiden. Himmelstrahler und Einrichtungen mit ähnlicher Wirkung sind unzulässig.” BayNatSchG, Art. 11a

Für öffentliche Gebäude wie Rathäuser, Kirchen, Schulen und auch für Werbeanlagen ist seit dem 1. August außerdem das Imissionsschutzgesetz verschärft:

“Nach 23 Uhr und bis zur Morgendämmerung ist es verboten, die Fassaden baulicher Anlagen der öffentlichen Hand zu beleuchten. Im Außenbereich nach §35 des Baugesetzbuchs sind beleuchtete oder lichtemittierende Werbeanlagen verboten.” BayImSchG, Art. 15

Für die Fraktion:

Rudolf Schnur, Vorsitzender

Weihnachtlicher Lichterglanz von 17 Mrd. Lämpchen

Weihnachtliche Lichterketten, strahlende Fensterbilder und leuchtende Bögen: In Deutschland funkeln Häuser und Wohnungen in diesem Winter ganz besonders hell. Etwa 17 Mrd. Lichtlein sollen in den kommenden Wochen in Deutschland für festliche Stimmung sorgen. Aufgrund der sich immer stärker durchsetzenden LED-Technik steigt die Zahl der einzelnen Lämpchen pro Weihnachts-Leuchtartikel deutlich an, gleichzeitig soll der Stromverbrauch sinken (zur Erinnerung siehe Beitrag „LED-Lampen lassen Stromverbrauch steigen“ vom 7.12.2010). 71% der Verbraucher geben an, aus­schließ­lich oder überwiegend LED-Weihnachtsbeleuchtung zu verwenden. Nur 19% setzen noch ganz oder hauptsächlich auf herkömmliche Lichterketten – zu diesen Erkenntnis­sen kommt die 7. LichtBlick-Weihnachtsumfrage. Im Auftrag des Energie- und IT-Un­ter­nehmens hat das Marktforschungsinstitut YouGov im November 2.082 Verbrau­cher in einer repräsentativen Umfrage zur Weihnachtsbeleuchtung befragt.

„Weihnachtliche Beleuchtung und sparsamer Stromverbrauch müssen sich nicht widersprechen. Inzwischen setzen die meisten Haushalte auf LED-Weihnachtsdeko. Das sorgt für festlichen Lichterglanz und schont gleichzeitig den Geldbeutel. Denn LED-Lämpchen verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Lichter“, erläutert LichtBlick-Sprecher Ralph Kampwirth.

Insgesamt wird die festliche Beleuchtung bei einer angenommenen Betriebsdauer von 180 Stunden pro Lichterkette etwa 660 Mio. kWh Strom verbrauchen. Das entspricht dem Jahresverbrauch einer Großstadt mit 220.000 Haushalten. Die Energiekosten belaufen sich auf 197 Mio. Euro.

Ein Durchschnittshaushalt wird laut Befragung mit vier bis fünf verschiedenen Leucht­artikeln geschmückt – wie zum Beispiel Lichterketten, blinkenden Fensterbildern oder Leuchtfiguren. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Weihnachtslämpchen nach Berechnungen von LichtBlick nahezu verdoppelt. Das liegt vor allem daran, dass die LED-Weihnachtsbeleuchtungen in der Regel mit mehr einzelnen Lämpchen aus­ge­stat­tet sind. LED-Lichterketten enthalten beispielsweise oft doppelt so viele einzelne Lämp­chen wie eine herkömmliche Lichterkette.

80% freuen sich über illuminierte Städte

Eine große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich laut der LichtBlick-Weih­nachts­umfrage auch, dass Städte und Gemeinden öffentliche Plätze und Gebäude in der Adventszeit festlich illuminieren. Für 80% gehören leuchtender Straßenschmuck und strahlende Weihnachtsbäume auf dem Markt dazu. Nur 11% der Befragten lehnen den kommunalen Lichterglanz ab, da er ihrer Meinung nach zu viel Energie und Geld verschwendet. … Und noch eine Spaßbremse am Rande: Das Thema Licht­ver­schmut­zung ist bislang kaum im öffentlichen Be­wusst­sein präsent, und dies obwohl Be­ein­träch­ti­gungen durch nächt­liches Licht mittlerweile dramatische Ausmaße angenommen haben – siehe Magazin-Seite zum Thema Lichtverschmutzung / Lichtsmog.

Quelle: Bauletter