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Leiter der Hauptverwaltung Pogodda

Ergolding will Mittelzentrum werden

Helmut Radlmeier bei Bürgermeister Andreas Strauß 

 

Ergolding. Die Bewerbung Ergoldings um den Status als Mittelzentrum, die Zukunft der Integrierten Leitstelle und Pläne des Marktes hinsichtlich der Schaffung von Wohnraum waren Themen eines Austausches zwischen dem Stimmkreisabgeordneten für die Region Landshut, Helmut Radlmeier, und Ergoldings Bürgermeister Andreas Strauß.

 

Hauptanliegen von Bürgermeister Andreas Strauß und Günther Pogodda, Leiter der Hauptverwaltung, war die gewünschte Einstufung der Marktes Ergolding als Mittelzentrum. Um sich als Mittelzentrum bewerben zu können, muss eine Kommune 20 von 27 sogenannter Zentralitätskriterien erfüllen. Der Ort muss beispielsweise weiterführende Schulen, vielseitige Einkaufsmöglichkeiten und Fachärzte vorweisen können. „Wir erfüllen 22 dieser Kriterien. Deshalb wollen wir im Landesentwicklungsprogramm als Mittelzentrum aufgenommen werden“, führt Bürgermeister Strauß aus. „Ergolding ist ein zentraler Ort in unserer Region“, bekräftigte Stimmkreisabgeordneter Helmut Radlmeier. Er werde den Antrag des Marktes daher unterstützen.

 

Standortsuche für ILS

 

Ebenfalls zur Sprache kam die Zukunft der Integrierten Leitstelle (ILS). Diese muss bekanntlich aus Platzmangel aus ihrem bisherigen Standort in der Landshuter Hauptfeuerwache ausziehen. Radlmeier, stellvertretendes Mitglied des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, plädiert seit längerem für einen neuen Standort. „Der Bedarf ist gestiegen. Sowohl Feuerwehr als auch die ILS brauchen mehr Platz. In der Stadt haben wir deshalb mehrere Liegenschaften geprüft. Leider ist keiner davon geeignet“, erläutert der Stadtrat. Ihm sei es, vor allem mit Blick auf die Mitarbeiter, wichtig, dass die Leitstelle in der Region Landshut bleibe. Der ganz große Teil der Mitarbeiter der ILS komme aus dem Landkreis Landshut. Eine möglichst zentrale Lage wäre aus diesem Grund von Vorteil, so Radlmeier. Bürgermeister Strauß bekundete grundsätzliche Bereitschaft des Marktes, eine Liegenschaft für die Leitstelle zu suchen.

 

Lob gab es vom Abgeordneten für den Markt für dessen kommunale Flächenpflege. Anstatt Wiesen in kurzen Abständen abzumähen, belässt Ergolding sie naturnah als Blühflächen. Das sieht nicht nur gut aus, sondern kommt auch Bienen und anderen Tieren zugute. So wird Nahrung und Lebensraum erhalten. Weitere 50.000 m² sollen hinzukommen, so Strauß. „Der Markt Ergolding nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Es wäre zu begrüßen, wenn andere hier nachziehen“, hält Radlmeier fest.

 

Vorreiter beim Wohnungsbau

 

Vorreiter ist Ergolding auch bei der Schaffung von Wohnraum. Solcher wird in der Region Landshut dringend benötigt. Dabei komme auch der soziale Wohnungsbau nicht zu kurz, wie Strauß betonte. Entsprechende Geschosswohnungen baue der Markt in Eigenregie. Außerdem werde explizit für Senioren Wohnraum geschaffen. Dabei werden verschiedene Formen realisiert, wie etwa betreutes Wohnen. Auch Plätze für Tagespflege soll es geben. Darüber hinaus sollen in Zusammenarbeit mit der Landshuter Lebenshilfe Wohnungen für behinderte Erwachsene entstehen. „Respekt, diese Gesamtpalette überzeugt“, so Radlmeier anerkennend. Als Mitglied im Gesundheitsausschuss sei ihm vor allem der Ausbau der Tagespflege ein großes Anliegen. „Der Bedarf ist in der ganzen Region groß. Gleiches gilt auch für die Kurzzeitpflege“, wie der Abgeordnete aus Gesprächen mit Pflegeeinrichtungen weiß. „Dass der Markt Ergolding hier tätig wird, ist absolut lobenswert“.

 

 

Bildunterschrift (v.r.): Im Ergoldinger Rathaus besprachen Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, Bürgermeister Andreas Strauß und Günther Pogodda, Leiter der Hauptverwaltung, zahlreiche Themen.