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Leipfinger-Bader

Nachhaltige Mauerziegelproduktion: In der neuen Recyclinganlage in Puttenhausen (Niederbayern) werden Ziegelbruch und Dämmstoffe getrennt und anschließend wiederverwertet. Auf diese Weise sorgt Leipfinger-Bader für einen geschlossenen Wertstoffkreislauf. Foto: Leipfinger-Bader


Kooperationspartner der LEIPFINGER-BADER Ziegelwerke erhält Zertifizierung – grünes Licht für Recycling von sortenreinem Ziegelbruch von Fremdanbietern

Die Leipfinger-Bader Ziegelwerke mit Stammsitz in Vatersdorf (Landkreis Landshut) setzen den nächsten Meilenstein auf dem Weg zu einem geschlossenen Wertschöpfungskreislauf in der Bauwirtschaft. Am Donnerstag, 26. November, hat der Kooperationspartner, die Firma Ziegel Recycling Bayern GmbH mit Sitz in Puttenhausen (Mainburg, Landkreis Kelheim), das Zertifikat zum Entsorgungsfachbetrieb erhalten. Damit hat die von der Ziegel Recycling Bayern betriebene Anlage auch grünes Licht für die Aufbereitung von sortenreinem Ziegelmaterial, das von Fremdanbietern stammt. Aus dem Recyclingmaterial wird Leipfinger-Bader unter anderem einen besonders nachhaltigen Mauerziegel herstellen, der nicht mehr gebrannt werden muss.

Seit Sommer 2020 ist die weltweit einzigartige Recycling-Anlage für Ziegelmaterial auf dem Werksgelände in Puttenhausen in Betrieb. Dort wurden bislang allerdings nur Material-Reste verarbeitet, die als Ziegelbruch von Leipfinger-Bader-Produkten auf Baustellen angefallen sind. „Mit der Zertifizierung werden wir nun zukünftig auch Ziegel recyceln, die von Mitbewerbern der Leipfinger-Bader Ziegelwerke produziert wurden“, sagt Thomas Bader, Geschäftsführer der Ziegel Recycling Bayern GmbH.

Hat im Frühjahr die Genehmigung des Landratsamtes zur Inbetrieb­nahme der einzigartigen Mauerziegel-Recyclinganlage erhalten: Thomas Bader, Geschäftsführer der Ziegelwerke Leipfinger-Bader. Foto: Leipfinger-Bader

Zunächst werden nur Reste von unverfüllten Fremdziegeln, also ohne integrierte Dämmstoffe, recycelt. Doch für die Ziegel Recycling Bayern GmbH ist das nur eine Übergangslösung: „Als nächsten Schritt prüfen wir die Annahme und das Recycling von verfüllten Fremdziegeln“, so Thomas Bader. Verfüllte Ziegel von Leipfinger-Bader werden in der Anlage bereits recycelt.

Für das Ziegel-Recycling hat Leipfinger-Bader ein so genanntes Big-Bag-System entwickelt: Die Ziegelreste kommen auf den Baustellen in große “Transportsäcke“, die zur Recycling-Anlage in Puttenhausen gebracht werden. Mit der Zertifizierung werden ab sofort auch die sortenreinen Ziegel-Reste von Fremdanbietern auf diesem Weg angenommen. Die Entsorgung von Bauschutt ist für die Bauwirtschaft ein großes Problem. Jahr für Jahr landen laut einer bundesweiten Statistik 58,5 Millionen Tonnen auf den Deponien, die immer häufiger an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Und nicht nur das: Wertvolle Rohstoffe werden im wahrsten Sinne des Wortes achtlos weggekippt und dem Wertstoffkreislauf entzogen. „Eine gigantische Verschwendung“, so Thomas Bader.

Mit ihrer innovativen Recycling-Anlage begegnet die Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader-Ziegelwerke diesem Problem. Im Rahmen eines Forschungsprojektes mit dem Namen „Kaltziegel“ macht der Ziegelhersteller zudem vor, wie aus wiederaufbereiteten Abrissmaterialien innovative, nachhaltige und umweltschonende Produkte entstehen. So hat Leipfinger-Bader einen Innenwand-Vollziegel entwickelt, der aus recycelten Ziegelresten sowie mineralischen Bindemitteln besteht und in einem speziellen Verfahren gepresst und anschließend an der Luft getrocknet wird. Ein energieintensives Brennen der Ziegel ist damit nicht mehr nötig. „Damit haben wir den Grundstein für eine völlig neue Generation von Mauerziegel gelegt“, so Thomas Bader.

Die LB-Praxistage können 2021 coronabedingt nicht vor Ort stattfinden. Als Alternative zeichnet Leipfinger-Bader nun lehrreiche Fachvorträge auf und stellt sie Bauprofis ab Mitte Januar online zur Verfügung. Foto: Leipfinger-Bader

Die Corona-Pandemie lässt die Durchführung von Präsenzveranstaltungen aktuell nicht zu.

Auch bei den Ziegelwerken Leipfinger-Bader (Vatersdorf) rücken daher alternative Formate in den Fokus: So finden die „LB-Praxistage“ im Januar 2021 erstmals in rein digitaler Form statt. Das Unternehmen zeichnet hierfür lehrreiche Fachvorträge auf und stellt sie interessierten Bauprofis zusammen mit den Seminarunterlagen online zur Verfügung. Im Nachgang können Nutzer mithilfe eines Formulars Fragen einreichen, die von den Referenten schnellstmöglich beantwortet werden. Dabei decken die Praxistage erneut eine Bandbreite aktueller Themen ab: Während LB-Bauberater Oliver Hartel das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) diskutiert, zeigt Vertriebsprofi Raimund Griebel, wie der Bau von KfW-Effizienzhäusern 40 plus problemlos mit Unipor-Ziegel und Systemprodukten von Leipfinger-Bader möglich ist. Dazu trägt etwa das neue LB-Lüftungssystem bei. Außerdem soll es um die zunehmende Digitalisierung auf dem Bausektor gehen. „Auch das Thema ‚Nachhaltigkeit‘ kommt bei den Praxistagen nicht zu kurz. Hier konnten wir in diesem Jahr mit unserer neuen Recyclinganlage einen technischen Durchbruch erzielen“, erläutert LB-Geschäftsführer Thomas Bader. Eine kostenlose Registrierung ist ab Mitte Dezember unter www.leipfinger-bader.de (Rubrik: Aktuelles/ Seminare) möglich. Dort stehen allen Teilnehmern ab 14. Januar sowohl die Vorträge als auch Seminarunterlagen zur Verfügung.

 

Kirchbergs Bürgermeister, Dieter Neumaier (rechts), gemeinsam mit seinem Stellvertreter Martin Strobl (2 v.l) Thomas Bader (3.v.l), Geschäftsführer der Leipfinger-Bader Ziegelwerke, zu Besuch in Vatersdorf.

Dieter Neumaier verschafft sich Einblicke intraditionsreiches Familienunternehmen

Vatersdorf. Erstmals seit der Kommunalwahl im Mai 2020 stattete der Neu-Bürgermeister der Gemeinde Kirchberg, Dieter Neumaier, zusammen mit seinem Stellvertreter Martin Strobl den Leipfinger-Bader Ziegelwerken (LB) amStandort Vatersdorf einen Besuch ab. In einem gemeinsamen Gespräch mit den Geschäftsführern Thomas Baderund Paul Simmerbauer sowie Betriebsleiter Anton Härtl ging es neben einem allgemeinen Austauschauch um die Ist-Situation der Grube Sinnering.

Thomas Bader ging im Rahmen des Termins auf die Entwicklung des Gesamtunternehmensein und präsentierte die geplanten, richtungsweisenden Innovationen für dieZukunft. Das mittelständische Familienunternehmen hat sich in den letzten Jahren zum Innovationsführer der Branche entwickelt. Mit dem bisher erreichten gibt man sich freilich nicht zufrieden und plant auch in naher Zukunft weitere Investitionen zur Weiterentwicklung des Gesamtunternehmens. Erst im März dieses Jahres hat LB beispielsweise 100 Prozent der Anteile an der Tonality GmbH erworben. Die Akquisition verspricht viele Vorteile im Markt und ermöglicht Synergien für die Bauwirtschaft: So gelten sowohl Leipfinger-Bader als auch Tonality als Premium-Anbieter in ihrem jeweiligen Segment, wobei sich Tonality auf die Herstellung ausdrucksstarker, belastbarer Ziegelfassaden in verschiedensten Farben und Formen konzentriert.

Auch im Produktbereich war und ist das Unternehmen umtriebig. Gleich drei Neuheiten stellt man den ausschließlich regionalen Kundenin diesem Jahr zur Verfügung. Innovative Stützendämmschalungen, Rollladenkästen sowie eigens entwickelte dezentraleLüftungssysteme räumen Bauprofis künftig noch größere Freiheiten bei der Gestaltung und technischen Ausführung von Gebäuden ein und sorgen für mehr Effizienz auf der Baustelle.

Ein Hauptaugenmerk liegt auch immer auf der energetischen Optimierung im Bereich der Ziegelproduktion. „Der Ziegel ist ein ökologischer Vorzeige-Baustoff, der aus natürlichen Rohstoffen aus der Region hergestellt wird. Nichtsdestotrotz investieren wir auch künftig in Forschung und Entwicklung, um das Produkt und die Ziegel-Produktion vor Ort noch nachhaltiger zu gestalten. Hier hoffen wir auch auf die Unterstützung aus der Gemeinde und der Verwaltung“, so Geschäftsführer Thomas Bader.

In diesem Zusammenhang kam auch die Ist-Situation rund um den Rohstoffabbau und die Zwischenlagerung in der der Grube Sinnering zur Sprache. Hier will Leipfinger-Bader im Dezember den Gemeinderat Kirchberg über den aktuellen Abbaufortschritt informieren.„Ich bin begeistert wie sich Leipfinger-Baderin den letzten Jahren entwickelt hat und welche Bereiche neben dem Kerngeschäft Ziegel abgedeckt werden.Über den offenen und sicherlich auch gewinnbringenden Austausch in dieser Runde bin ich sehr erfreut“ zeigt sich Bürgermeister Neumaier sehr angetanvon dem Gespräch. Für ihn ist dieser Kontakt nach eigenem Bekunden auch deshalb wichtig, weil seit Generationen viele Bürger aus der Gemeinde Kirchberg über die Regierungsbezirksgrenze hinwegbeider FirmaLeipfinger-Bader einen wohnortnahenund sicherenAusbildungs-oder Arbeitsplatzhaben.

Über die Leipfinger-Bader Ziegelwerke

Leipfinger-Bader ist ein in fünfter Generation produzierendes Familienunternehmen mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut und eines der führenden Unternehmen der deutschen Baustoffindustrie. Rund 220 Mitarbeiter stellen jährlich Ziegel für etwa 8.000 Wohneinheiten her. Neben dem Stammwerk in Vatersdorf und dem LB-Werk in Puttenhausen bei Mainburg gibt es ein weiteres Werk in Schönlind bei Amberg. Von den drei Standorten aus gehen innovative und ökologisch nachhaltige Produkte wie Ziegel mit integriertem Schall-und Wärmeschutz auf Baustellen in ganz Deutschland. Durch die Übernahme der Tonality GmbH, einem Fassadenziegel-Hersteller im Premiumsegment aus dem Westerwald, im Jahr 2020 geht das mittelständische Traditionsunternehmen konsequent den Weg der dynamischen Unternehmensentwicklung weiter.

Foto: Leipfinger-Bader

Der neue „Innenwand-Vollziegel“ ist das Ergebnis eines langjährigen Forschungsprojektes der Ziegelwerke Leipfinger-Bader: Er besteht aus recyceltem „Ziegelsand“ und trocknet an der Luft, um seine finale Druckfestigkeit sowie Rohdichte zu erlangen. Foto: Leipfinger-Bader

Aus Ziegelsand ohne Brand

Ein Ziegel, der nicht gebrannt wird und kaum neue Ressourcen verbraucht? Diese Vorstellung schien bisher im Bereich des Unmöglichen zu liegen. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Kaltziegel“ haben die Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Vatersdorf) nun jedoch den Grundstein für eine völlig neue Generation von Mauerziegel gelegt – und stellen einen besonders nachhaltigen Vollziegel vor. Bestehend aus recycelten Ziegelresten und mineralischen Bindemitteln wird er in einem speziellen Verfahren gepresst und anschließend an der Luft getrocknet. „Ziel unserer Forschung war es, einen Mauerziegel mit hoher Rohdichte und Druckfestigkeit zu entwickeln, der die Anforderungen tragender Innenwände erfüllt. Das ist uns gelungen“, erklärt Firmenchef Thomas Bader. Für eine Serienfertigung des Vollziegels hofft das Familienunternehmen auf staatliche Investitionsförderung, die die hohen Anfangskosten zumindest teilweise auffangen soll.

Ziegel werden bei hohen Temperaturen gebrannt – zu Urzeiten im Feuer, bis heute traditionell im Tunnelofen. Die Ziegelwerke Leipfinger-Bader aus Vatersdorf (Niederbayern) beweisen nun mit ihrer neuesten Forschungsarbeit, dass es auch anders geht: Als erster Ziegelhersteller präsentierten sie im Rahmen der „Europäischen Woche für Abfallvermeidung“ ein neues Innovationsprodukt – einen Vollziegel, der an der Luft trocknet. Damit setzen sie einen neuen Meilenstein im Mauerwerksbau. „Wichtiger Aspekt unseres jetzt abgeschlossenen Forschungs-projektes war die Entwicklung eines Wandbaustoffes, der nicht gebrannt werden muss und somit nur über einen geringen Energieeinsatz verfügt. Darüber hinaus sollte er aus rezyklierten Ziegelmaterialien bestehen“, erklärt Thomas Bader, Geschäftsführer von Leipfinger-Bader.

 

Zusammen mit ihren Kooperationspartnern haben die Ziegelwerke Leipfinger-Bader geeignete Rezepturen entwickelt, um einen Vollziegel aus recycelten Ziegelresten herzustellen Foto: Leipfinger-Bader

Der Weg zum ungebrannten Mauerziegel

Um die Idee eines maximal energie- und ressourceneffizienten Baustoffes umzusetzen, benötigten die Ziegelwerke geeignete Kooperationspartner. Erste Gespräche mit dem Osnabrücker Mörtel- und Putzspezialisten Sievert Baustoffe – früher firmierend als „quick-mix Gruppe“ – bahnten sich bereits im Jahr 2015 an. Gemeinsam stellten die Partner einen Projektantrag beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (München) zur Teilnahme am „Bayerischen Programm – neue Werkstoffe“. Unter dem Projekttitel „Kaltziegel – ein Recycling-Funktionswerkstoff“ konnte die Forschungsarbeit im August 2016 offiziell beginnen. Von Anfang an waren auch die Forscher von „rent a scientist“ (Regensburg) am Projekt beteiligt. Sie erarbeiteten im Auftrag von Leipfinger-Bader theoretische Grundlagen, übernahmen in großen Teilen die Projekt-Organisation und führten praktische Versuchsreihen durch.

Der Erfolgsweg begann im ersten Schritt mit der Aufbereitung von Grundmaterialien. Die Basis bilden hier sortenreine Ziegelreste in besonders feinen Körnungsgrößen wie sie regelmäßig beim Schleifen von Planziegel anfallen. Daneben können auch Fraktionen von recyceltem Ziegelbruch verwendet werden. Solche liefert etwa die einzigartige Recyclinganlage bei Leipfinger-Bader, die seit September 2020 am Standort Puttenhausen (Landkreis Kelheim) in Betrieb ist. Dieser Ziegelsand wird mit einer speziellen Bindemittel-Mischung versetzt, wobei hier ein ganzer Baukasten an Rezepturen entwickelt werden konnte. Die verschiedenen Materialkombinationen lassen sich langfristig auch für unterschiedliche Produkte zum Einsatz bringen.

In Form gepresst und luftgetrocknet

In einem zweiten Schritt wurden Versuchsreihen mit kleinen Probekörpern durchgeführt. Erst an diesem Punkt fiel die Entscheidung für eine bestimmte Fertigungsmethode, um Produkte in Originalgröße herzustellen. Zu Testzwecken wurde dazu eine Anlage von Knauer Engineering (Geretsried) umgerüstet und am Standort Vatersdorf aufgebaut. Mit dieser gelang die Entwicklung eines innovativen Pressverfahrens. Dabei werden die Vollziegel-Rohlinge anschließend an der Luft bei Umgebungstemperatur getrocknet – ein Brennvorgang entfällt. Das Resultat ist ein Wandbaustoff, der eine besonders hohe Rohdichte aufweist sowie über eine entsprechend hohe Druckfestigkeit verfügt. Dank seiner Masse erfüllt er nicht nur die statischen Voraussetzungen für tragende Innenwände, sondern auch deren spezielle Schallschutzanforderungen. Wie herkömmliche Planziegel lässt er sich im Dünnbettverfahren verarbeiten. Unabhängige Prüfinstitute haben in bauphysikalischen Tests bereits die Tauglichkeit des „kalt hergestellten“ Innenwand-Vollziegels bestätigt. So wurden die statischen Parameter von Kiwa Deutschland (Augsburg) überprüft, während das Prüfzentrum für Bauelemente (PfB, Rosenheim) den hohen Schallschutz verifizierte. Frost- und Taufestigkeit nahm zuweilen das Institut für Ziegelforschung (IZF, Essen) unter die Lupe. Alle Prüfverfahren lieferten letztlich positive Ergebnisse, sodass das Projekt Anfang 2020 zu einem erfolgreichen Abschluss kommen konnte.

 

In aufwendigen Prüfverfahren wurde der Vollziegel-Prototyp von verschiedenen unabhängigen Instituten getestet – mit Erfolg: Die Ergebnisse für Druckfestigkeit, Rohdichte, Wärmespeicher-fähigkeit, Schallschutz sowie Frost- und Taubeständigkeit fielen allesamt positiv aus Foto: Leipfinger-Bader


Ende gut, alles gut?

Der Prototyp des Vollziegels steht nun zu Anschauungszwecken bei Thomas Bader im Büro. Für eine Zulassung sind erste Abstimmungsgespräche bereits erfolgt. „Wir stehen am Beginn einer völlig neuen Generation von Mauerziegel. Um eine eigene Produktionslinie zu schaffen, muss jedoch auch ein völlig neuer Betriebszweig entstehen“, erklärt er. Neben den technischen Anlagen und Hallen werden große Lagerflächen für die Materialien benötigt. Zusätzlich ist der logistische Aufwand relativ hoch, da es große Mengen an Ziegelbruch zu bewegen gilt – eben dann, wenn zu recycelndes Material von den Baustellen zurück ins Werk befördert werden muss. Darüber hinaus bedarf es einer anspruchsvollen Qualitätskontrolle, denn nur hochwertiger Ziegelsand darf ins Endprodukt geraten. Ohne eine Investitionsförderung von staatlicher Seite ist diese Herausforderung kaum zu stemmen. Aber im Zuge von „Urban Mining“ und „Green Deal“ besteht die Hoffnung, dass der innovative Vollziegel in Zukunft auf deutschen Baustellen zum Einsatz kommen wird. „Wir wissen, wie unser Innenwand-Vollziegel ressourcenschonend und energiearm produziert werden kann. Nun gilt es, in Gesprächen mit Vertretern von Fachbehörden die Finanzierung und Planung der Serienfertigung zu sichern“, so Bader.

 

Foto: Leipfinger-Bader
Geschlossener Wertstoffkreislauf: In der neuen Recyclinganlage in Puttenhausen (Niederbayern) werden Ziegelbruch und Dämmstoffe sauber getrennt. Während Mineral- und Holzfasern wieder in die Ziegelproduktion eingehen, lassen sich die keramischen Bestandteile als Substrat etwa für die Dachbegrünung aufbereiten.

Als erster deutscher Hersteller gewährleisten die Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Niederbayern) ab sofort einen geschlossenen Wertstoffkreislauf für ihre massiven Mauerziegel. Bereits seit vielen Jahren verfolgt das Familienunternehmen das Ziel, den auf Baustellen anfallenden Ziegelbruch wieder in die Wertschöpfungskette zurückzuführen. Eine eigens hierfür entwickelte Recyclinganlage am Standort Puttenhausen vollbringt nun diese Leistung: Dabei werden Ziegelbruch und Dämmstoffe zunächst sauber voneinander getrennt und anschließend wiederverwertet. Während der Ziegelbruch etwa bei Dachbegrünungen erneut zum Einsatz kommt, werden die Dämmstoffe wieder der Produktion zugeführt. „Wir sehen den Mauerziegel auch über seine erste Lebensphase hinaus als wertvolle Materialressource an. Mit der Entwicklung unserer speziellen Recyclinganlage freuen wir uns als Baustoffproduzent über einen umwelttechnischen Durchbruch“, erläutert Firmenchef Thomas Bader.

Die Debatten rund um nachhaltiges Wirtschaften machen auch vor der Baubranche nicht halt – im Gegenteil: Jährlich fallen in Deutschland etwa 58,5 Millionen Tonnen Bauschutt an. Davon gehen wiederum etwa 10 Millionen Tonnen auf Abbruchziegel oder ziegelreiche Stoffgemische zurück. Geschlossene Wertstoffkreisläufe könnten Abhilfe schaffen, um Ressourcen zu schützen und Abfallaufkommen zu reduzieren. Hier beschreitet das Familienunternehmen Leipfinger-Baderseit September offiziell neue Wege: „Aus unserer Sicht sind auch Schnittreste von der Baustelle eine wertvolle Ressource, die nicht ungenutzt bleiben sollte“, erklärt Geschäftsführer Thomas Bader. „Zu diesem Zwecke haben wir eigens eine neue Recyclinganlage in Puttenhausen errichtet. So bieten wir als erstes Ziegelwerk in Deutschland einen vollständig geschlossenen Wertstoffkreislauf an.“ In Zukunft soll auch Material aus Abbrüchen für das Recycling angenommen werden. Ein besonderer Service ist dabei die kostenfreie Abholung des Ziegelbruchs auf der Baustelle. Dazu werden „Big Bags“ zur Verfügung gestellt, in denen das Material fachgerecht verpackt und sicher abtransportiert werden kann.

Foto: Leipfinger-Bader
Wiederverwertung von Bauabfällen: In sogenannten Big Bags gelangt der Ziegelbruch von der Baustelle zum Recycling-Standort. Hier wird er der Recyclinganlage zugeführt und wiederaufbereitet.

Recycling erfordert innovative Technik

Die Idee einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft haben die Ziegelwerke auf Grundlage jahrelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit verwirklicht. Dabei bestand die Herausforderung darin, den Ziegelbruch mit Dämmstoff-Anteil zunächst wieder in seine einzelnen Bestandteile zu zerlegen. Die Lösung lag in einem alten mechanischen Trennverfahren, das sich Gravitation, Masse und Fliehkräfte zunutze macht – der Windsichtung. Dieses bildet das Herzstück der Recyclinganlage. Bekannt aus der Landwirtschaft ist es in der Lage, nicht nur sprichwörtlich die Spreu vom Weizen zu trennen. So gelangen die mithilfe einer Separator-Schaufel vorgebrochenen Baureste in einen Windkanal, der zwei Wege eröffnet: Leichte Dämmstoffpartikel werden nach oben hin abgesaugt, während der schwere Ziegelbruch nach unten fällt. Über einen Zyklonabschneider abgeschieden und anschließend fein ausgesiebt, ist der Dämmstoff dann wieder als solcher einsatzbereit. Das Prinzip funktioniert sowohl bei Mineral- als auch Holzfasern, die bei Leipfinger-Bader als Füllung jeweils in hochwärmedämmenden CORISO- oder SILVACOR-Ziegeln zum Einsatz kommen. Daneben wird der keramische Ziegelbruch weiter zerkleinert und in unterschiedlichen Körnungsstärken als Substrat zur Dachbegrünung oder für den Wegebau wiederverwendet.

Foto: Leipfinger-Bader
Ziegel-Recycling in Puttenhausen: Bei der Wiederaufbereitung wird der Ziegelbruch in unterschiedliche Körnungsgrade zerkleinert. Im Anschluss ist er als Substrat zur Dachbegrünung oder beim Wegebau wieder für eine neue Anwendung einsetzbar.

Nachhaltige Unternehmensführung als Maxime

Im Sinne der Nachhaltigkeit optimieren die Ziegelwerke Leipfinger-Bader sämtliche internen Prozesse und Produkte kontinuierlich entlang ihrer Wertschöpfungskette. Das vollständige Recycling eigener Mauerziegel-Abfälle bildet hier einen Höhepunkt. Aber schon beim Abbau der Rohstoffe greift der Umweltgedanke: So werden ehemalige Lehmgruben stets aufwendig renaturiert und auf dem Betriebsgelände Biotope angelegt. Als Teilnehmer am Emissionshandel leistet das Unternehmen zudem einen Ausgleich für den CO2-Ausstoß, der bei der Ziegelproduktion entsteht. Weniger fossile Brennstoffe heißt weniger CO2: Daher sind bei der Produktion eine Rauchgasreinigungsanlage mit Wärmetauscher und ein hochmoderner Brennofen im Einsatz. Die für die Betriebsführung notwendige Energie stammt aus dem hauseigenen Solarpark und dem Zukauf von Ökostrom. Jeglicher Optimierungsbedarf der letzten Jahre konnte über das Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001 genau ermittelt werden. „Alle Maßnahmen sind darauf ausgelegt, unseren Energiebedarf in sämtlichen Unternehmensbereichen zu reduzieren. Aber auch unsere Unipor-Mauerziegel selbst tragen dazu bei: Denn ihr hoher Wärmeschutz macht sie zu effizienten Energiesparern – jetzt auch gefüllt mit recyceltem Dämmstoff“, erklärt Bader.

Nähere Informationen zum Recycling- und Energiemanagement von Leipfinger-Bader erhalten interessierte Bauherren und Fachleute direkt beim Unternehmen per Telefon (08762-7330) oder E-Mail (info@leipfinger-bader.de).

Foto: Leipfinger-Bader
Hat die Idee des vollständigen Mauerziegel-Recyclings jahrelang verfolgt und jetzt offiziell die deutschlandweit erste Recyclinganlage dieser Art in Betrieb genommen: Thomas Bader, Geschäftsführer der Ziegelwerke Leipfinger-Bader.

Bildunterschrift: Deutschlands erster „Ziegel-Online-Shop“: Nach erfolgreichem Start im Frühjahr steht er nun auch Baustoffhändlern zur Verfügung, wie der Firma Kipp & Grünhoff in Leverkusen. Eine Registrierung ist über die Webseite www.leipfinger-bader.de möglich.

Zuerst nur für Bauunternehmer, jetzt auch für Fachhändler: Nach erfolgreicher Einführungsphase öffnet sich der Online-Shop der Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Vatersdorf, Niederbayern) nun auch für den Baustoffhandel. Ab sofort können dessen Vertreter alle Vorzüge von Deutschlands erstem „Ziegel-Online-Shop“ nutzen, zu denen insbesondere Flexibilität sowie Einfachheit und Übersichtlichkeit gehören. Der Shop bietet Fachhändlern die Möglichkeit, Baustellen online zu verwalten und Lagerbestellungen zügig digital abzuwickeln. Der Vorgang gestaltet sich dabei denkbar unkompliziert: Einfach die Art der Lieferung sowie den gewünschten Liefertermin auswählen – und danach die Produkte von Leipfinger-Bader in den Warenkorb legen. Eine Info zur maximalen Ladekapazität der LKWs stellt hier eine möglichst effiziente Ausladung sicher. Im Anschluss erhält der Nutzer per E-Mail den Lieferschein und kann die Richtigkeit der Bestellung überprüfen – oder diese bis kurz vor der Verladung anpassen. Die Baustellenübersicht und alle getätigten Bestellungen sind jederzeit online abrufbar. „So sind Baustoffhändler und weitere Mauerwerks-Profis unabhängig von Öffnungszeiten und können das Angebot rund um die Uhr nutzen“, ergänzt Firmenchef Thomas Bader. Interessierte Fachhändler können sich unter www.leipfinger-bader.de für den Online-Shop registrieren (Rubrik: Shop).

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Bild: 20-04 Online-Shop_k; Foto: Leipfinger-Bader/ Kipp & Grünhoff

Ziegel- und Systemlösungen aus einer Hand: Um Mischbauweisen zu vermeiden, Arbeitsabläufe zu erleichtern und schnelle Baufortschritte zu erzielen, bieten die Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Vatersdorf) ein umfassendes Zubehörsortiment an. Dieses reichte bisher von Hilfsmitteln zur Mauerwerksverarbeitung – wie Rührgeräte, Schlitten oder Mörtelpads – bis zu Höhenausgleichsziegeln oder Deckenrandelementen als Ergänzungsprodukte. Jetzt erweitern die Ziegelwerke ihr Angebot um drei weitere praktische Neuerungen: Innovative Stützendämmschalungen, Rollladenkästen sowie Lüftungssysteme räumen Bauprofis künftig noch größere Freiheiten bei der Gestaltung und technischen Ausführung ein. In Kombination mit hochwärmedämmenden Unipor-Mauerziegeln entsteht so ein homogenes Qualitätsmauerwerk.

Foto: Leipfinger-Bader

Besonders leise und von außen „unsichtbar“: Das neue LB-Lüftungssystem „Novarius RK“ ist für den direkten Einbau in Rollladenkästen konzipiert und punktet dabei mit einem Schallpegel von lediglich 3,1 Dezibel.

Neue Zubehörprodukte ergänzen ab sofort das umfangreiche Mauerziegel-Sortiment für den Hochbau der niederbayerischen Ziegelwerke Leipfinger-Bader: Formstabile Stützendämmschalungen, einbruchsichere Rollladenkästen sowie „unsichtbare“ Lüftungssysteme sollen den Bauprozess künftig deutlich effizienter gestalten. Sie erleichtern dabei nicht nur die Maurerarbeiten auf der Baustelle: Während der Nutzungsphase des Gebäudes profitieren auch die Bewohner von vielen bauphysikalischen Vorteilen der neuen Zubehör-Systeme, wie beispielsweise hohem Schall- und Wärmeschutz.

Effizient und einzigartig

Wenn beim Bau aus statischer Sicht der Einsatz von Pfeilern notwendig ist, sind Planer mit den neuen „LB-Stützendämmschalungen“ gut beraten. Sie beschleunigen den Hausbau erheblich, da aufgrund einer integrierten Dämmung aufwendige Zuschneide- und Klebearbeiten entfallen. Außerdem sind die Stützendämmschalungen im Ziegelrastermaß gefertigt und geschosshoch mit Beton verfüllbar, sodass eine zusätzliche Schalung überflüssig ist. Damit sparen Verarbeiter Zeit und profitieren von einfachen Arbeitsschritten, die weniger fehleranfällig sind als beim ursprünglichen Verfahren. „Mit seinem einzigartigen, geschäumten Material garantiert die Stützendämmschalung eine hohe Stabilität bei geringem Eigengewicht. Ganz egal bei welcher Witterung bleibt sie formstabil und trocken“, erklärt Thomas Bader, Geschäftsführer von Leipfinger-Bader. „Zudem ist das Produkt recyclebar, was durch die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Entsorgung bestätigt wird.“

Foto: Leipfinger-Bader

Hohe Stabilität bei geringem Eigengewicht: Stützendämmschalungen von Leipfinger-Bader sind im Ziegelrastermaß gefertigt und geschosshoch mit Beton verfüllbar. Dank einer integrierten Dämmung entfallen sonst übliche Zuschneide- und Klebearbeiten.

Rollladenkasten mit integrierter Lüftung

Währenddessen setzt das neue Rollladenkasten-System von Leipfinger-Bader hohe Maßstäbe in Sachen Schall- und Wärmeschutz. Ein weiterer großer Pluspunkt: Es erreicht problemlos die polizeilich empfohlene Widerstandsklasse RC2. Das Institut für Fenstertechnik (ift Rosenheim) bescheinigt dies in einem entsprechenden Prüfzeugnis nach EN 1627:2011-05. Je nach Wunsch können Rollläden, Jalousien und Textilscreens mit Insektenschutzrollos eingebaut werden. Die Rollladenkästen sorgen in Kombination mit dem neuen LB-Lüftungssystem „Novarius RK“ für ein wohngesundes und wohltemperiertes Raumklima. Dabei zeichnet sich auch dieses Zubehörprodukt durch eine Besonderheit aus: Es ist von außen „unsichtbar“, da es für den direkten Einbau in Rollladenkästen konzipiert wurde. Des Weiteren punktet das Lüftungssystem aufgrund seiner einfachen Installation und Bedienung. So lassen sich mit nur einem Schalter sämtliche Einstellungen vornehmen – vom simplen An- und Ausschalten über die Wahl von fünf verschiedenen Leistungs- und Feuchtigkeitsstufen bis hin zur Bestimmung der Temperatur. Die maximale Lüftungsleistung entspricht dabei bis zu 50 Kubikmetern Luft pro Stunde bei einem Schallpegel von lediglich 3,1 Dezibel. Das macht den „Novarius RK“ zu einem besonders leisen Wohnraumlüftungsgerät, das mit einem Stromverbrauch von 1,9 Watt nur etwa halb so viel Energie benötigt als andere Systeme mit vergleichbaren Leistungswerten.

Foto: Leipfinger-Bader

Das neue Rollladenkasten-System von Leipfinger-Bader punktet vor allem in Sachen Schall- und Wärmeschutz. Zudem erreicht es problemlos die polizeilich empfohlene Widerstandsklasse RC2.

„Als Familienunternehmen mit langjähriger Erfahrung im Bausektor sind uns die Bedürfnisse des Marktes wichtig. Dementsprechend entwickeln wir auch unser Ziegelsortiment stetig weiter. Mit den neuen Zubehörlösungen können wir unseren Kunden nun aus einer Hand die passende Lösung für ihr Projekt anbieten“, erklärt Thomas Bader. Zudem sind mit der Erweiterung des Sortiments KfW-Effizienzhäuser noch leichter zu realisieren – bis hin zum KfW-Effizienzhaus-Standard 40plus. Weitere Informationen zu den neuen Zubehörlösungen von Leipfinger-Bader finden Planer und Mauerwerks-Profis auf der Webseite der Ziegelwerke – unter www.leipfinger-bader.de.

Bilduntext: Mauerziegel-Bestellung per Mausklick – der Online-Shop von Leipfinger-Bader macht es möglich. Neben den klassischen Wegen per Telefon oder Fax können die Unipor-Qualitätsziegel jetzt auch rund um die Uhr bestellt werden

Mauerziegel per Mausklick

Leipfinger-Bader launcht ersten Mauerziegel-Online-Shop

Die Welt wird immer digitaler und so liegt es in der Natur der Sache, dass auch die Baubranche beständig nach neuen Lösungen sucht. Leipfinger-Bader (Vatersdorf) geht nun ebenfalls neue Wege in Sachen Digitalisierung: als bundesweit erster Mauerziegel-Hersteller mit einem eigenen Online-Shop. Registrierte Kunden können ihre Wunsch-Baustoffe ab sofort bequem im Internet bestellen – auch von unterwegs. Denn die Anwendung ist so konzipiert, dass sie problemlos auf Smartphones oder Tablets funktioniert.

Ob Planung mit Hilfe von Building Information Modeling (BIM) oder spezielle Mauerziegel aus dem 3D-Drucker – die Digitalisierung in der Bauwirtschaft schreitet voran. Studien wie etwa der „Digitalisierungsindex Deutschland“ zeigen, dass IT-basierte Prozesse den Alltag einfacher und effizienter machen. Mit diesem Ziel vor Augen haben die niederbayerischen Ziegelwerke Leipfinger-Bader (Vatersdorf) nun ihren neuen Online-Shop gestartet. Damit erhalten Bauprofis eine zusätzliche Möglichkeit, die durchaus nachgefragten Unipor-Mauerziegel des Traditionsunternehmens zu ordern.

Einfache Anwendung und flexible Bestellung

Bei der Entwicklung von Deutschlands erstem Mauerziegel-Online-Shop wurde insbesondere auf Nutzerfreundlichkeit und intuitive Bedienung Wert gelegt. Daher ist die Anwendung so konzipiert, dass sie auf allen gängigen mobilen Endgeräten beziehungsweise Browsern reibungslos funktioniert. So kann die Mauerziegel-Bestellung im Internet bequem von unterwegs erfolgen und Bestandskunden sind fortan vollkommen unabhängig von Öffnungszeiten.

„Mit dem LB-Online-Shop wollen wir unsere Kunden dabei unterstützen, ihre Logistik mühelos digital abzuwickeln“, erklärt Thomas Bader, Geschäftsführer der Ziegelwerke Leipfinger-Bader. Auch online steht folglich das gesamte Produkt-Sortiment zur Verfügung. So können Nutzer etwa aus der hochwärmedämmenden mineralisch gefüllten „Unipor Coriso“-Serie wählen oder sich für innovative „Unipor Silvacor“-Ziegel mit Nadelholzfüllung entscheiden. Mit den gewünschten Mauerziegeln im Warenkorb werden direkt im Anschluss Lieferfahrzeug und -termin festgelegt. Die Userfreundlichkeit des Webshops zeichnet sich aber nicht nur durch intuitive Anwendung, sondern auch eine hohe Transparenz der Bearbeitungsprozesse aus: Der Status der Bestellung kann online stets eingesehen und nachverfolgt werden, sodass Bauunternehmer hier immer auf dem aktuellen Stand sind. Sollte sich nach dem Bestellvorgang eine Änderung ergeben, kann der Auftrag mit einem gewissen Vorlauf vor Auslieferung online angepasst werden.

Erste Reaktionen positiv

Nach einer ersten erfolgreichen Pilotphase wurde die Anwendung zum digitalen Baustellenmanagement im Rahmen der Seminarreihe „LB-Praxistage“ offiziell vorgestellt. Die teilnehmenden Bauunternehmer zeigten sich aufgeschlossen für die Idee und so stößt der Webshop bereits auf gute Resonanz – mit über 100 Registrierungen in den Anfangswochen. „Das bestärkt uns, dass wir auf einem guten Weg in Richtung digitale Zukunft sind“, äußert sich Bader zufrieden. „Auch wenn der Online-Shop zunächst nur unseren Bestandskunden zur Verfügung steht, sehen wir hier mittelfristig noch viel Entwicklungspotenzial.“

Wer sich einen Eindruck von Deutschlands erstem Mauerziegel-Online-Shop verschaffen möchte, kann das auf der Website des Herstellers tun – unter www.leipfinger-bader.de in der Rubrik „Shop“.

 

Fotos: Leipfinger-Bader

 

Gehört ab sofort zu Leipfinger-Bader: das Fassadenziegel-Werk der Tonality GmbH in Weroth (Rheinland-Pfalz).

Strategischer Ausbau: Ziegel-Mittelständler erwirbt ehemaligen Creaton-Geschäftsbereich Fassade

Vatersdorf/Weroth (d-pr) – Der Fassadenziegel-Hersteller Tonality aus Weroth (Rheinland-Pfalz) hat einen neuen Eigentümer: Die Ziegelwerke Leipfinger-Bader aus Vatersdorf (Bayern) haben 100 Prozent der Anteile am Unternehmen erworben, welches bis Ende 2017 noch als „Geschäftsbereich Fassade“ von Creaton im Markt agierte. Mit dem Kauf der exportstarken Tonality GmbH strebt der süddeutsche Familienbetrieb Leipfinger-Bader einen strategischen Ausbau seiner Geschäftsbereiche an – und erweitert zugleich seine keramische Produktpalette für Wohn-, Gewerbe- und Industrieobjekte.

1999 leitete die Creaton AG mit der Präsentation ihrer Produktreihe „TONALITY“ ein neues Zeitalter der keramischen Fassadengestaltung ein. 2004 wurde dafür das Werk Weroth im Westerwald extra zum „Kompetenzzentrum für keramische Premiumprodukte“ ausgebaut und als neuer „Geschäftsbereich Fassade“ des renommierten Dachziegel-Herstellers vorgestellt. Seitdem konzentrierte sich die Produktion zunehmend auf hochwertige Ziegellösungen für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF). Im Dezember 2017 trennte sich Creaton aus strategischen Gründen von diesem Geschäftsbereich und veräußerte ihn als neu gegründete Tonality GmbH an Siavash Djamali und Farrokh Sabokrouh, die bereits im Unternehmen tätig waren. Anfang März 2020 hat nun der bayerische Ziegelhersteller Leipfinger-Bader 100 Prozent der Anteile an der Tonality GmbH erworben.

Die Akquisition verspricht viele Vorteile im Markt und ermöglicht Synergien für die Bauwirtschaft: So gelten beide Unternehmen als Premium-Anbieter in ihrem jeweiligen Segment, wobei sich Tonality auf die Herstellung ausdrucksstarker, belastbarer Ziegelfassaden in verschiedensten Farben und Formen konzentriert. Die Fassadenziegel werden dabei im Sinterbrandverfahren hergestellt, bei dem nur erstklassige Tone zum Einsatz kommen. Neben seinem breiten und individuellen Fassadenziegelprogramm produziert das Unternehmen auch Sicht- und Sonnenschutzelemente aus Keramik. Eine Besonderheit im Produktportfolio sind zudem mechanische, nicht sichtbare Befestigungssysteme, die auch außergewöhnliche Gestaltungsideen wie Rundungen zulassen und das Mischen unterschiedlicher Formathöhen problemlos ermöglichen. „So können wir unseren Kunden künftig nachhaltige, designorientierte Komplettlösungen aus Keramik für Wohn-, Gewerbe- und Industrieobjekte anbieten. Mit den individuell gefertigten und damit flexibel einsetzbaren Ziegelfassaden lassen sich ausdrucksstarke Gebäude erschaffen, die hinsichtlich Ästhetik, Brandsicherheit, Langlebigkeit und Verarbeitbarkeit höchsten Anforderungen entsprechen“, erklärt Firmenchef Thomas Bader.

Unabhängigkeit und Sicherheit

Durch die Übernahme von Tonality geht Leipfinger-Bader konsequent den Weg der dynamischen Unternehmensentwicklung weiter. „Tonality-Ziegelprodukte werden überwiegend ins Ausland verkauft und ermöglichen uns den Zugang zu internationalen Märkten. Damit können wir Schwankungen in der deutschen Baukonjunktur besser ausgleichen. Gleichzeitig bewegen wir uns aber in einem Geschäftsbereich, in dem wir unsere klassischen Kernkompetenzen Keramik und Mauerwerk sinnvoll einbringen und ausbauen können“, so Thomas Bader. Zudem sei man auch von der Produktentwicklung in Weroth überzeugt und erwarte dort hoch innovative Ansätze. Im Gegenzug schaffe die Übernahme strategische Sicherheit für Tonality und seine Belegschaft. Vor diesem Hintergrund werden auch die 35 Mitarbeiter in Weroth vollständig übernommen. „Wir sind voller Anerkennung und Dankbarkeit für Herrn Siavash Djamali und Herrn Farrokh Sabokrouh, dass wir die traditionsreiche und langjährige Fassadenproduktion am Standort Weroth in die Zukunft führen dürfen. Dabei wollen wir uns weiterentwickeln und auch künftig nachhaltige, ökologische Ziegelfassaden für großartige Gebäude produzieren“, so Thomas Bader.

Die bayerischen Ziegelwerke Leipfinger-Bader zählen seit rund 150 Jahren zu den führenden, familiengeführten Mauerziegel-Herstellern in Deutschland. Das Unternehmen unterhält drei Werke in Vatersdorf und Puttenhausen (Niederbayern) sowie in Schönlind (Oberpfalz) und produziert mit insgesamt rund 200 Mitarbeitern hochwärme- und schalldämmende Hintermauerziegel sowie Sonderlösungen aus gebranntem Ton. Für ihr ökologisches Engagement erhielten der mittelständisch geprägte Ziegelproduzent und seine Vertreter in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen.

Titelbild: 20-02 Werk Weroth_k; Foto: Tonality, Weroth

Bild: 20-02 The Wave_k; Foto: Jacob Due/ Tonality, Weroth
Wohnanlage „The Wave“ in Vejle (Dänemark): Mit ausdrucksstarken Fassadenziegel-Lösungen von Tonality werden international zahlreiche Bauprojekte errichtet.

Bildtext: Paul Simmerbauer (rechts), Prokurist und Ausbildungsleiter der Bürokaufleute, begrüßt mit Ausbilderin Martina Fromberger (links) die neue Auszubildende Verena Rosenwirth bei Leipfinger-Bader in Vatersdorf.

 

 

Ausbildungsbeginn bei Leipfinger-Bader

Eine neue Auszubildende im Ziegelwerk Vatersdorf

 

Am Standort Vatersdorf der Leipfinger-Bader (LB) Ziegelwerke hat Verena Rosenwirth ihr Berufsleben begonnen. Die 16-Jährige aus Eching/Viecht absolviert eine zweieinhalbjährige Lehre zur Industriekauffrau. Mit sieben weiteren Azubis im Stammwerk Vatersdorf und am Standort Puttenhausen bei Mainburg sind nun insgesamt acht Lehrlinge in dem Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern beschäftigt.

„Wir freuen uns, dass wir unser Team in Vatersdorf mit einer talentierten Nachwuchskraft verstärken können“, sagte LB-Prokurist Paul Simmerbauer, der gleichzeitig Ausbildungsleiter für die Industriekaufleute im Betrieb ist. Leipfinger-Bader bilde eigene Fachkräfte aus, um die Firma langfristig leistungsfähig zu halten. „Damit unsere Azubis schnell und häufig Erfolgserlebnisse erleben, dürfen sie spannende Projekte mit erfahrenen Kollegen bearbeiten und von Anfang an ihre eigenen Ideen einbringen.“ Außerdem werden die LB-Lehrlinge laut Simmerbauer fachlich intensiv gefördert – und haben trotzdem genug Zeit und Freiraum, um sich privat weiterzuentwickeln.

Leipfinger-Bader bildet auch im kommenden Jahr wieder in den Berufen Industriemechaniker, Industrieelektriker und Industriekaufmann/-frau aus. Interessierte Jugendliche können sich ab sofort für 2020 bewerben. Informationen dazu gibt es unter michael.mayr@leipfinger-bader.de oder Telefon 08762/733 153.

 

Foto: Bragulla