Home Tags Posts tagged with "Landratsamt Landshut"

Landratsamt Landshut

Nach Großbrand: Landrat Peter Dreier ordnet  weitere Boden-, Pflanzen- und Wasserproben an

 

Landratsamt Landshut hält engen Kontakt mit Dingolfing-Landau – Neue Mess-Ergebnisse werden Mittwoch oder Donnerstag erwartet

 

Der Appell des Landratsamts Landshut an die Bürger, Beobachtungen über Folgen des Großbrandes auf dem Gelände einer Recycling-Firma in Wörth an der Isar zu melden, hat zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung erbracht: Auf der Grundlage konkreter Hinweise und weiterer neuer Informationen hat Landrat Peter Dreier angeordnet, dass auf dem Gebiet des Landkreises Landshut an den entsprechenden Orten weitere Boden-, Pflanzen- und Wasserproben genommen und auf Rückstände von Dioxin, Furanen und anderen Schadstoffen untersucht werden.

 

Eine ganze Reihe von Mitarbeitern des Landratsamts Landshut steht in engem Kontakt mit den Kollegen des Landratsamts Dingolfing-Landau: Denn nach allem, was man derzeit über Windrichtungen in der Nacht von Montag auf Dienstag, 3./4. Juni, rekonstruieren kann, scheint die Hauptmasse der womöglich mit Schadstoffen belasteten Brandschwaden auf Landstriche im Landkreis Dingolfing-Landau niedergegangen zu sein. Meldungen sind aus Frontenhausen und Reisbach und sogar aus Aufhausen (Markt Eichendorf) an der Vils eingetroffen, im Südosten des Nachbarlandkreises. Auch aus dem zum Landkreis Landshut gehörenden Abschnitt des Vilstals liegen Beobachtungen über Brandgeruch und Ablagerungen vor, aus Vilsbiburg und Aham zum Beispiel.

Landrat Peter Dreier hat am Dienstag zu einer Sitzung einer Experten- und Mitarbeiter-Runde des Landratsamts auch drei Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Ahrain eingeladen und dabei das großartige Engagement der FF-Helfer hervorgehoben: Sie hatten in der Brandnacht als erste an verschiedenen Orten in der Gemeinde Wörth Wisch- und Bewuchs-Proben genommen, die unverzüglich zum Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) geschickt worden sind. Das LfU brachte die Ergebnisse dieser ersten Messungen auf den Nenner, dass die Untersuchungen für „die polychlorierten Dioxine und Furane“ ebenso wie „für Schwermetalle unauffällig“ sind (wir berichteten).

Bei der Experten- und Mitarbeiterrunde im Landratsamt wurde darauf hingewiesen, dass die aufgeheizten Brandwolken weit übers Land gezogen sind: Daher sind bereits an den Tagen nach dem Brand aus dem weiteren Umkreis des Brandherds Proben von Erdbeeren und Kirschen von Mitarbeitern der Lebensmittelüberwachung des Landratsamts (Veterinäramt) genommen und an Fachbehörden und –institute geschickt worden. Dabei handelt es sich um Betriebe in den Gemeindegebieten von Wörth, Essenbach und Adlkofen. Die Lebensmittelproben werden beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL, Erlangen) untersucht.

Erwartet werden in dieser Woche auch die Ergebnisse von Bodenproben, die die international renommierte Fachfirma Agrolab (Bruckberg) im Auftrag des Landratsamts auswertet. Auf der Grundlage der inzwischen vorliegenden Informationen über das Geschehen in der Brandnacht wird Agrolab beauftragt, weitere Proben zu untersuchen. Das Landratsamt hat zudem Untersuchungen von Grund- und Oberflächenwasser in Auftrag gegeben, darunter das Wasser von Badeseen und –weihern wie dem „Wakelake“ in Wörth.

Mitarbeiter des Landratsamts stehen in Verbindung mit dem Bayerischen Bauernverband (BBV). Der BBV ist gebeten worden, über Landwirte in den betroffenen Gebieten Proben von Heu, Gras, Getreide und anderen Feldfrüchten zu ermöglichen. Denn außer an kurzfristige Folgen muss auch an mögliche mittel- und langfristige Folgen eines Schadstoffeintrags gedacht werden. Für diese Untersuchungen sind Fachleute der Regierung von Oberbayern zuständig.

Von Seiten des Landratsamts Landshut wird darauf hingewiesen, dass auf dem Gelände der Recycling-Firma in Wörth/Isar derzeit ausschließlich Aufräumarbeiten stattfinden und jegliche Anlieferung von Abfall untersagt ist. Der Landkreis Landshut lagert den neu hinzukommenden Metall- und Elektro-Schrott aus dem Kreisgebiet derzeit in seiner Reststoff-Deponie in Spitzlberg.

 

Foto: Archiv – KLARTEXT.LA

 

Bildtext: Trotz herrlicher Frühlingstage sollten Spaziergänger und Hundebesitzer aus Rücksicht auf die Wildtiere und ihre Setzzeit nur befestigte Wege nutzen.

 

 

Artenvielfalt durch rücksichtsvolles Verhalten fördern

Untere Jagdbehörde bittet um Rücksichtnahme beim Aufenthalt in der Natur

 

Die Artenvielfalt und die Bewahrung der Natur ist nach dem Volksbegehren in aller Munde – doch auch der Einzelne sollte mehr als nur seine Unterschrift beitragen: Beispielsweise durch achtsamen Umgang während Spaziergängen im Wald oder auf den Feldern. Deshalb weist die Untere Jagdbehörde am Landratsamt Landshut die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises unter anderem auf das besondere Schutzbedürfnis von Jungtieren während ihrer ersten Lebenstage hin. Dies gilt für alle heimischen Wildtiere.

Im Mai und Juni bringen beispielsweise die Rehe ihre Kitze zur Welt. Um die Rehkitze und auch die weitere Tierwelt zu schützen, bittet das Landratsamt die Bürgerinnen und Bürger, bei Spaziergängen die befestigten Wege nicht zu verlassen und sich Jungtieren nicht zu nähern. Viele Wildtiere verstoßen ihre Jungen, sobald sie menschlichen Geruch daran bemerken. Daher sollten Jungtiere keinesfalls angefasst oder gar mit nach Hause genommen werden, auch wenn sie hilflos und verlassen erscheinen. Dem ist jedoch nicht so. Die Elterntiere bleiben für gewöhnlich in sicherem Abstand in der Nähe ihrer Jungen, damit mögliche Fressfeinde nicht auf die Jungtiere aufmerksam werden.

Besondere Vorsicht ist auch bei Hundebesitzern gefragt. Ende 2017 wurde im Landkreis Landshut ein Fall des Aujeszky-Virus (auch Pseudowut genannt) bei einem Jagdhund festgestellt. Die Pseudowut endet für Hunde immer tödlich. Deshalb bittet die Untere Jagdbehörde, Hunde zu deren eigenem Schutz generell an der Leine zu halten und nur befestigte Wege zu nutzen. Insbesondere in Waldnähe sollten die Tiere nicht frei laufen, um unbedingt den Kontakt zu womöglich verendeten Wildschweinen zu vermeiden.

Mit Ausnahme der Muttertiere darf Schwarzwild mittlerweile das ganze Jahr über bejagt werden, um das Ausbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest zu senken.

Wildschweine können zwar Pseudowut und Afrikanische Schweinepest übertragen: Dies hat aber keinerlei Auswirkungen auf die Qualität des Fleisches. Die genannten Viren sind außerdem nur innerhalb der Tierwelt übertragbar, keinesfalls auf den Menschen. Es besteht in diesem Zusammenhang also kein Grund, auf Wild zu verzichten, versichert die Untere Jagdbehörde.

Weitere Informationen zu den einzelnen Viruskrankheiten finden Sie auch auf der Homepage des Landratsamtes (www.landkreis-landshut.de) oder dem Wildtierportal Bayern (www.wildtierportal.bayern.de). Im Wildtierportal können Sie sich auch über die heimischen Wildtiere informieren.

 

Fotos: Johann Jungbauer/Irene Neuhof

Bildtext: Zeigten sich beeindruckt vom Neubau des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt: Die Mitglieder des Bau- und Kreisausschusses des Landkreises Landshut und Landratsamtsmitarbeiter, gemeinsam mit Landrat Peter Dreier und seinem mittelfränkischen Amtskollegen Alexander Tritthart.

 

In Mittelfranken Anregungen geholt

Mitglieder des Bau- und Kreisausschusses besuchten Neubau
des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt

 

Noch wird es ein paar Jahre dauern, bis das Landratsamtes Erlangen-Höchstadtsein neues Amtsgebäude in Essenbach beziehen kann – der Landkreis Erlangen-Höchstadt hat das bereits geschafft. Deshalb haben die Mitglieder des Bau- und Kreisausschusses des Landkreises, gemeinsam mit einigen Verwaltungsmitarbeitern, das neue Landratsamt des mittelfränkischen Landkreises besichtigt und sich einige Anregungen für den eigenen Neubau geholt.

 

Wie der Erlanger Landrat Alexander Tritthart schilderte, stimmte im April 2014 der Kreistag von Erlangen-Höchstadt für den Bau eines neuen Landratsamtes auf Gebiet der kreisfreien Stadt Erlangen – eine Außenstelle verbleibt in Höchstadt an der Aisch. Auf rund 6 000 Quadratmetern fanden die rund 370 Mitarbeiter des Hauptgebäudes vor rund einem halben Jahr eine neue berufliche Heimat. Das frühere Landratsamt, nur wenige hundert Meter vom ursprünglichen Dienstsitz entfernt, war einfach zu klein geworden.

Der modern gestaltete „kleeblattförmige“ Bau im Herzen Erlangens umfasst auch eine zweigeschossige Tiefgarage, Mitarbeiter und Besucher gelangen über einen zentralen, barrierefreien Eingang in das Haus. Das gesamte Dach ist mit einer Photovoltaik-Anlage bestückt, die den eigenen Stromverbrauch deckt. Das Gebäude wird über die Abwärme der Server-Räume beheizt und ist die meisten Monate im Jahr energieautark, erklärte Kreisbaumeister Thomas Lux. Eine Deckenkühlung sorgt für Wärme im Winter und Kühle in den Sommermonaten.

 

Als Landrat Tritthart seinen Landkreis Erlangen-Höchstadt vorstellte, zeigten sich im Gespräch viele Parallelen zwischen den beiden Landkreisen: Rund 133.000 Menschen wohnen in den einzelnen kreisangehörigen Städten, Märkten und Gemeinden, angrenzend an die kreisfreie Stadt Erlangen. Durch die Nähe zu Nürnberg ist auch dieser Landkreis wie der Landshuter eine Wachstumsregion: Der Zuzug hält stetig an, was aber auch zu mehr Verkehr, steigenden Grundstückspreisen und knappem Wohnraum führt. Das alles sind Themen, die auch den Landkreis Landshut bewegen.

Landrat Peter Dreier bedankte sich bei seinem mittelfränkischen Kollegen für die hervorragende Gastfreundschaft und die vielen interessanten Anregungen, die er und die Kreisräte wieder mit nach Niederbayern nehmen können.

 

Der Architektenwettbewerb für das neue Landratsamt in Essenbach wird in Kürze ausgelobt. Eine Jury, bestehend aus Kreisräten und externen Sachverständigen – beraten durch Mitarbeiter der Landkreisverwaltung – wird entscheiden, welcher der eingereichten Entwürfe verwirklicht werden soll.

 

Fotos: Landratsamt

Bildtext (von links): PP Herbert Wenzl, Landrat Peter Dreier, PVP Manfred Jahn

 

Antrittsbesuch im Landratsamt Landshut

Führungsspitze des Polizeipräsidiums Niederbayern bei Landrat Peter Dreier

 

Am Mittwoch, 31.10.2018, statteten Polizeipräsident Herbert Wenzl und sein ständiger Vertreter, Polizeivizepräsident Manfred Jahn, Landrat Peter Dreier ihren Antrittsbesuch ab.

Natürlich stand im Rahmen eines regen Informationsaustausches die Sicherheitslage im Landkreis Landshut auf der Agenda. Erfreulich zeigte man sich in Anbetracht des Rückgangs der Gesamtkriminalität im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent, obgleich auch das subjektive Sicherheitsgefühl in Form einer hohen Polizeipräsenz gewährleistet sein muss, so die einhellige Meinung.

Wenzl sicherte Landrat Dreier zu, dass die niederbayerische Polizei auch künftig alles daran setzen werde, einerseits die objektive Sicherheit zu erhöhen und zudem auch „die gefühlte Sicherheit“ der Bevölkerung im Landkreis Landshut zu stärken. Für eine gute und professionelle Polizeiarbeit ist sowohl der Kontakt mit der Bevölkerung aber auch eine gute Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden unerlässlich.

Auch Landrat Dreier sagte weiterhin die volle Unterstützung seiner Behörde zu und bedankte sich zum Schluss des Gesprächs für die aus seiner Sicht hervorragende Zusammenarbeit.

 

Quelle:

Landratsamt Landshut

 

Bildtext: Die Datensicherheit am Landratsamt wurde nun offiziell zertifiziert – Landrat Peter Dreier und der Informationssicherheitsbeauftragte am Landratsamt, Bernhard Wiedemann, nahmen das Zertifikat entgegen. ISIS12-Auditor Andreas Mann, Berater Sascha Kuhrau von der Firma a.s.k. Datenschutz und Landkreis-Geschäftsleiter Peter Poesze (hinten, v. l.) freuten sich über den erfolgreichen Abschluss des Prozesses.

 

Audit zur Informations- und Datensicherheit
erfolgreich abgeschlossen

Landratsamt Landshut erhält als erster Landkreis Niederbayerns
das Zertifikat „ISIS12“

 

Die Daten der Bürger am Landratsamt und seiner Außenstellen sind sicher, die Standards des Datenschutzes und der Informationssicherheit werden mustergültig eingehalten: Zu diesem Ergebnis ist das Audit des unabhängigen Zertifizierungsunternehmens DQS GmbH gekommen und hat den Landkreis Landshut mit dem Standard „ISIS12“ („Informationssicherheit in zwölf Schritten) zertifiziert. Landrat Peter Dreier und der Leiter der Landkreis-Informationssicherheitsbeauftragte, Bernhard Wiedemann, konnten das Zertifikat entgegennehmen.

 

Damit hat man nicht zuletzt die gesetzliche Forderung des Freistaats Bayern nach einem Informationssicherheitskonzept für alle Behörden erfüllt. In der ersten Phase hat eine Gruppe von Landkreis-Mitarbeitern interne Leitlinien zur Informationssicherheit erarbeitet und alle Mitarbeiter zu den Gefahren von Cyber-Angriffen informiert und sensibilisiert. Während des Zertifizierungsprozesses wurde das Landratsamt von der Firma a.s.k Datesnchutz begleitet, unterstützt und beraten.

 

In der Folge wurde im vergangenen Jahr die gesamte IT-Struktur unter Sicherheitsgesichtspunkten unter die Lupe genommen, um mögliche Schwachstellen aufzudecken. „Wir wollten damit einen fortlaufenden Prozess anstoßen, in dem wir ständig an der Verbesserung unserer IT-Sicherheit arbeiten. Das wird auch nach dem Erhalt des Zertifikats weitergehen“, beschreibt Wiedemann die Vorgehensweise bei der Umsetzung von ISIS12.

 

Informationssicherheit umfasst neben IT-Systemen auch Papierunterlagen, beispielsweise in Form von Akten, und Daten im allgemeinen Sinn. Der Begriff beschreibt die Summe aller organisatorischen, personellen und technischen Maßnahmen, um die Sicherheit der Informationen zu gewährleisten.

 

Auch wenn dieser zeit- und arbeitsaufwendige Prozess in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werde, sei es doch von großer Bedeutung, die sensiblen Daten der Landkreisbürger auch in Zukunft effektiv vor kriminellen Angriffen zu schützen, waren sich die Beteiligten einig.

 

Das Landratsamt Landshut ist nach Starnberg die zweite Kreisverwaltungsbehörde bayernweit, die den Zertifizierungsprozess erfolgreich abgeschlossen hat. Die Einhaltung der Informationssicherheitsrichtlinie wird auch nach dem Initial-Prozess in darauffolgenden Auditverfahren regelmäßig überprüft.

 

Foto: Landratsamt

„Verurteilen diesen Angriff zutiefst“

Stellungnahme von Landrat Peter Dreier zum gestrigen Angriff eines abgelehnten Asylbewerbers im Landratsamt Landshut

 

Die Attacke eines abgelehnten Asylbewerbers, der gestern Mittag am Landratsamt zwei Mal versucht hat, auf Polizisten zu schießen, hat bei Landrat Peter Dreier Entsetzen ausgelöst: „Wir sind schockiert über diesen Vorfall und in Gedanken bei den drei Polizisten, die so massiv bedroht und auch verletzt wurden – wir hoffen, dass sie wieder auf dem Weg der Genesung sind“, erklärt der Landrat.

 

Dabei übt er massive Kritik an der Asylpolitik auf Bundes- und europäischer Ebene: „Es kann nicht sein, dass sich bei einem rechtsstaatlichen Vorgang, und die Eröffnung der anstehenden Abschiebung nach einem abgeschlossenen, negativ beschiedenen Asylverfahren gehört nun einmal dazu, die begleitenden Polizisten und die Behörden-Mitarbeiter solchen Gefahren aussetzen und Gewalt und Aggression fürchten müssen. Bundeskanzlerin Merkel hat bereits 2015 einen großen Fehler begangen, sich auf die Solidarität der EU-Staaten zu verlassen – und das rächt sich nun.“

 

Für Dreier ist nun der Zeitpunkt gekommen, an dem Deutschland endlich eigene und vor allem konsequentere Wege der Abschiebung finden muss, damit die Rechtsstaatlichkeit nicht weiter mit Füßen getreten wird: „Bei solchen Vorfällen ist es für mich kein Wunder, dass die Stimmung im Land gegenüber Flüchtlingen weiter sinkt und die Bevölkerung spaltet“, so der Landrat abschließend.

 

Foto: lodermeier

Stellvertretender Landrat Fritz Wittmann eröffnete die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. konzipierte Ausstellung „1. Weltkrieg – 14/18 Mitten in Europa“.
Sie vermittelt Kern-Informationen nicht nur über die Kriegshandlungen, sondern beleuchtet auch Schicksale von Soldaten wie Zivilisten und wirft Schlaglichter auf Ost- und Südost-Europa sowie den Nahen Osten, wo die Folgen des 1. Weltkriegs bis heute die politische Landschaft prägen.  

Nahe den einstigen Fronten des 1. Weltkriegs zeugen viele, zum Teil riesige Friedhöfe von Leid und Tod.

Im Bild: Jüdische und christliche deutsche Gefallene sind in der Kriegsgräberstätte von Hohrod in den Vogesen bestattet, wo im 1. Weltkrieg erbitterte Schlacht stattfanden. (Foto: Stöttner)

 

Sieger und Besiegte: Wir alle haben verloren

Stellvertretender Landrat Fritz Wittmann eröffnete Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

 

„Es gab Sieger und Besiegte: Wir alle haben verloren“, zitierte stellvertretender Landrat Fritz Wittmann den großen französischen Staatsmann Charles de Gaulle (1890-1970) bei der Eröffnung der Ausstellung „1. Weltkrieg – 14/18 Mitten in Europa“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Foyer des Landratsamtes. Mit dem Satz, mit dem de Gaulle eine klare, knappe Bilanz der Weltkriege des 20. Jahrhunderts gezogen hat, ging Wittmann der Frage auf den Grund, was die Menschen von heute mit den Ereignissen vor 100 Jahren verbindet: Über 70 Jahre Frieden, „der schönste Gewinn aus dem europäischen Einigungsprozess“, verdanke man den Menschen, die sich über die Gräben und buchstäblich über die Gräber der Kriege hinweg die Hände zur Versöhnung gereicht haben, sagte Wittmann.

Dank der Einsicht, der geistigen Haltung und des Handelns so vieler Menschen in der Zeit nach 1945 konnte sich das Wort des deutsch-französischen Arztes, Theologen und Friedens-Nobelpreisträgers Albert Schweitzer bewahrheiten, dass die Kriegsgräber als die „großen Prediger des Friedens“ wirkten, führte Wittmann bei der Ausstellungseröffnung aus. Vor zahlreichen Zuhörern, Vertretern von Krieger- und Soldatenkameradschaften und des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge mit dessen Bezirksgeschäftsführer Walter Stierstorfer an der Spitze, würdigte Wittmann besonders die Verdienste dieser Verbände für die Versöhnung unter den europäischen Brudervölkern nach zwei entsetzlichen Kriegen.

Heute sei das alles weitgehend in Vergessenheit geraten, Frieden, Freiheit und Wohlstand, die längste Friedens-Periode in der Geschichte des Kontinents, würden in Westeuropa nach über 70 Jahren allermeistens als Selbstverständlichkeiten genommen – und entsprechend nicht mehr als das geschätzt und gewürdigt, was sie seien: „ein wunderbares Geschenk“, betonte der stellvertretende Landrat. Die Schrecken, die Orgie der Gewalt, die der Erste Weltkrieg mit seinen 17 Millionen Toten und 21 Millionen Kriegsversehrten darstellt, sei in Deutschland weitgehend vergessen – anders übrigens als in Frankreich und Großbritannien.

„Vergessen ist heilsam. Doch für dieses Trauma ist es die falsche Medizin“, zitierte Wittmann den weltweit renommierten Militär-Historiker John Keegan: „Europa muss sich erinnern an die Millionen Toten, die in den Gräben starben und an das Leid, das die Nachricht von ihrem Tod in die Familien trug. Europa muss sich erinnern, dass die Organisation von Massentötungen aus ideologischen Motiven unter Hitler und Stalin ihren Ursprung hatte im massenhaften Abschlachten von oft hilflosen jungen Soldaten in der Mondlandschaft der Schlachtfelder.“

Es war ein langer, am Anfang recht schwerer Weg, die Wunden zu heilen, die die Kriege Europas Völkern geschlagen haben, und gemeinsam eine gute Zukunft aufzubauen. Gerade der Volksbund habe in dieser Phase eine große und segensreiche Rolle gespielt: Vielfältige Kontakte, internationale Jugend-Begegnungen und gemeinsame Arbeit auf den riesigen Friedhöfen und an Denkmälern „haben viele Türen geöffnet, Verbindungen hergestellt, Vertrauen und Freundschaften wachsen lassen“, sagte Wittmann.

Die Folgen des Ersten Weltkriegs prägten die Gegenwart in vielen Lebensbereichen, nicht nur die Politik. Aber gerade auf dem Gebiet der Politik sollten die Menschen von heute die Lehren aus der Geschichte annehmen, betonte Wittmann und zitierte den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker: „Wer an Europa zweifelt und wer an Europa verzweifelt, der soll über die Soldatenfriedhöfe gehen, dann zweifelt er nicht mehr.“

Maximilian Fügen, der Schul- und Bildungsreferent beim Landesverband Bayern des Volksbundes, stellte im Anschluss an die Rede Wittmanns die Friedensarbeit des Volksbundes dar und gab Erläuterungen zu der Ausstellung, mit der man sich besonders auch an Schüler und junge Leute wende. Der 1919 gegründete Volksbund ist ein gemeinnütziger Verein, der die Gräber von über 2,7 Millionen Kriegstoten auf 833 Friedhöfen in 46 Ländern der Welt pflegt. In diesen Grabstätten sind natürlich in der Mehrzahl gefallene Soldaten beerdigt – aber auch Zivilisten, Opfer des Holocaust, Bombenopfer und Kriegsgefangene.

Die Ausstellung „14/18 Mitten in Europa, legt nach Fügens Worten den Schwerpunkt nicht, wie oft üblich, ausschließlich auf die Westfront, sondern versucht, eine gesamteuropäische Perspektive einzunehmen einschließlich Ost- und Südost-Europas und der Ereignisse im Nahen Osten. Denn „bis heute sind die Folgen des vier Jahre andauernden Krieges immer wieder spürbar“, führte Fügen aus: Viele Brandherde im Nahen Osten, Konflikte in der Türkei, aber auch auf dem Balkan „sind ohne den Einblick in die Zusammenhänge und Ergebnisse des Ersten Weltkriegs nicht zu verstehen“.

In fast allen anderen Staaten liegt die Kriegsgräberfürsorge in staatlicher Hand; in Deutschland trägt der Volksbund Sorge dafür. Seine Arbeit finanziert er zu gut 70 Prozent aus Spenden. Fügen stattete an dieser Stelle den Bürgern im Raum Landshut und in Niederbayern Dank ab: Bei der Herbstsammlung 2017 des Volksbundes kamen rund 261000 Euro zusammen, das beste je in Niederbayern erzielte Ergebnis. Rund 43000 Euro entfielen dabei auf den Kreis-Krieger- und Soldatenverband Landshut, weitere 6000 Euro auf die Reservistenkameradschaft Landshut. Eine Einzelleistung hob Fügen besonders hervor: Georg Stigler aus Vilsbiburg hat ganz allein rund 9000 Euro für die gute Sache gesammelt.

Info:

Die Ausstellung „1. Weltkrieg – 14/18 Mitten in Europa“ im Foyer des Landratsamts Landshut, Veldener Straße 15, 84036 Landshut, ist bis Freitag, 27. April, zu den üblichen Geschäftszeiten des Amts geöffnet: Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, Montag 13.30 bis 15.30 Uhr und Donnerstag 13.30 bis 17 Uhr.

 Fotos: Elmar Stöttner, LRA Landshut

 

Bildtext (Karte): Das Veterinäramt am Landratsamt Landshut hat den ursprünglichen Sperrbezirk (rote Linie) wegen des Ausbruchs der Bienen-Seuche Amerikanische Faulbrut deutlich erweitert, auf drei Kilometer im Umkreis des Ausbruchsorts (blaue Linie). (Karte: Landratsamt Landshut)

 

Bienen-Seuche: Sperrbezirk um Neufahrn erweitert

Allgemeinverfügung des Landratsamts Landshut – Radius um Ausbruchsort der Amerikanischen Faulbrut auf drei Kilometer ausgedehnt

 

Das Landratsamt Landshut hat den Bienenseuchen-Sperrbezirk aufgrund des Ausbruchs der sogenannten Amerikanischen Faulbrut im Bereich von Neufahrn in Niederbayern vor dem Hintergrund der aktuellen Seuchenlage mit sofortiger Wirkung erheblich erweitert: Der Radius, der Ende Dezember 2017 um den Ausbruchsort der Bienen-Seuche, die Ortschaft Salzburg (Markt Ergoldsbach), geschlagen worden ist, ist von einem auf drei Kilometer ausgeweitet worden.

 

Das Sperrgebiet umfasst nunmehr folgende Ortschaften in den Gemeinden Neufahrn und Markt Ergoldsbach im Landkreis Landshut: Neufahrn in Niederbayern, Neufahrnreut, Einkreut, Aumühle, Eselmühle, Gämelkofen, Humpl, Iffelkofen, Jellenkofen, Langenhettenbach, Winklsaß, Asenkofen, Frauenwies bei Ergoldsbach, Moosmühle und Salzburg. Im Landkreis Straubing-Bogen sind im Bereich des Gebiets der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg einige Anwesen betroffen. Das zuständige Landratsamt des Nachbarlandkreises ist informiert und eingeschaltet.

Alle Besitzer von Bienenvölkern, deren Stöcke in diesem Gebiet liegen, haben dies unverzüglich dem Landratsamt Landshut, Veterinäramt, Veldener Straße 15, 84036 zu melden – Telefon 0871/408-4000. Im Rahmen der Allgemeinverfügung, die das Landratsamt wegen des Ausbruchs der Bienen-Seuche erlassen hat, ist unter anderem festgelegt, dass bewegliche Bienenstände in dem betroffenen Gebiet nicht von ihrem Standort entfernt werden dürfen.

Umgekehrt gilt, dass, so lange die Allgemeinverfügung in Kraft ist, auch keine Bienenvölker oder Bienen in den Sperrbezirk gebracht werden dürfen. Und bei Stöcken, die von Bienen nicht mehr besetzt sind, ist sicherzustellen, dass sie bienendicht verschlossen sind. Durch die Tierseuche sind nicht die ausgewachsenen Bienen betroffen, sondern die Larven. Die Seuche, die auch Bienen-Pest genannt wird, kann daher zum Aussterben von Bienenvölkern führen.

Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk werden unverzüglich von Amtstierärzten auf die Amerikanische Faulbrut untersucht. Diese Untersuchungen werden frühestens nach zwei, spätestens nach neun Monaten wiederholt, nachdem Bienenvölker im Sperrbezirk getötet oder behandelt worden sind. Rechtsgrundlagen für die Allgemeinverfügung sind das Tiergesundheitsgesetz und die Bienenseuchen-Verordnung.

Von Seiten des Veterinäramts wird im Übrigen darauf hingewiesen, dass keine Gefährdung von Verbrauchern durch den Verzehr von Honig zu befürchten ist. Das Veterinäramt hat auch wiederholt an die Verbraucher appelliert, keine halbleeren oder noch mit Honigresten versehenen Honiggläser über die Altglas-Container zu entsorgen. Es ersucht die Verbraucher, die Honiggläser sorgfältig auszuwaschen oder anderweitig so sicher zu entsorgen, dass keine Bienen an die Honigreste kommen können. Der Grund: Über Fremd- und oft Billig-Honig in alten Gläsern, den Bienen bei ihren Flügen aufsammeln, sind, wie Experten wissen, schon häufig die Erreger der Amerikanischen Faulbrut in heimische Bienenstöcke eingeschleppt worden.

 

 

Ausstellung über Baudenkmalpflege im Landkreis

Im Foyer des Landratsamtes werden erfolgreich umgesetzte Projekte vorgestellt

 

Weit über 1 300 Baudenkmäler aus allen Stilepochen, von Kirchen, über Burgen, Höfe und anderen besonderen Gebäuden, zeugen von einer langen und kulturhistorisch bedeutenden Geschichte des Landkreises Landshut. Die Bauten müssen aber auch unterhalten werden, um ihren Wert für die Gegenwart und Zukunft sicherzustellen. Die Untere Denkmalschutzbehörde am Landratsamt Landshut sieht sich in diesem Prozess als Helfer der Bauherren. Sieben ausgewählte, hervorragend sanierte Denkmalschutzobjekte, verteilt über den ganzen Landkreis, werden derzeit in einer Ausstellung im Foyer des Landratsamtes vorgestellt. Die Ausstellung läuft noch bis Mitte März und ist zu den üblichen Öffnungszeiten frei zugänglich.

 

Bildtext: Besprachen die Pendleranalyse für Stadt und Landkreis Landshut (v. l.): Regionalmanager Kai Goldmann, Landrat Peter Dreier und der Leiter der Kreisentwicklung, Ludwig Götz.

 

Landshut und Umlandgemeinden Pendlerziel Nummer 1

Neuer Regionalmanager am Landratsamt, Kai Goldmann, analysierte die Pendlerströme in der Region

 

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Stadt Landshut, aber auch die Umlandgemeinden Ergolding, Altdorf und Essenbach, verzeichnen die größten Pendlerströme in der Region. Im Anschluss folgen die Stadt Vilsbiburg und die Gemeinden Kumhausen und Geisenhausen als weitere Ziele.

 

Kai Goldmann, seit Mitte November 2017 als Regionalmanager für Stadt und Landkreis am Landratsamt beschäftigt, hat die Analyse gemeinsam mit dem Leiter der Kreisentwicklung, Ludwig Götz, bei Landrat Peter Dreier vorgestellt. Unterschieden wird dabei nach Auspendlern (die ihre Wohnortgemeinde für ihren Arbeitsplatz verlassen) und Einpendlern, die in eine Gemeinde zum Arbeiten kommen.

 

Die Studie unterstreicht noch einmal die die wichtige Verbindung von Stadt und Landkreis Landshut in der Region: Nicht nur als Arbeitsplatzstandort, sondern auch als Verkehrsknotenpunkt kommt der Stadt eine tragende Rolle zu. Besonders interessant bei der kleinteiligen Analyse sind die Bewegungen zwischen den einzelnen Gemeinden. Zwar liegt auch hier die Stadt Landshut bei der Anzahl der Einpendler vorne, doch daneben lassen die Bewegungen innerhalb der Landkreisgemeinden Rückschlüsse auf die Wirtschaftskraft zu. Außerdem wird aufgezeigt, wo der Öffentliche Personennahverkehr, vor allem im ländlichen Raum, noch Ausbaupotenzial besitzt, bessere Taktungen oder gar neue Linien Erfolg versprechen könnten.

 

Ebenfalls werden regionsübergreifende Erkenntnisse durch die Analyse deutlich: Durch seine zentrale Lage, gute Anbindung und Lebensqualität pendeln viele Landkreis-Bürger auch in andere Nachbarlandkreise oder in die Landeshauptstadt München. Mit dem prognostizierten starken Zuzug in die Region ist zu erwarten, dass diese Entwicklung noch weiter voranschreiten wird.

 

Landrat Peter Dreier dankte Regionalmanager Goldmann und Kreisentwicklungsleiter Götz für die Erstellung dieser hilfreichen Analyse. Diese Untersuchung zeige noch einmal, wie sehr die B15neu als entlastende Verkehrsachse gebraucht werde – auch um den vielen Pendlern in der Region, die größtenteils mit dem Auto unterwegs sind, mehr Lebenszeit und -qualität zu schenken.

 

Die Pendler-Statistik ist auf der Homepage des Regionalmanagements Landshut zu finden: http://region.landshut.de/