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Landratsamt Landshut

Insgesamt elf Infektionen ermittelt und häusliche Quarantäne angeordnet

Landkreis/Stadt Landshut. Nach der Corona-Reihentestung in einem metallverarbeitenden Betrieb in der Marktgemeinde Ergolding sind noch keine weiteren Testergebnisse im Landratsamt Landshut eingetroffen: Am gestrigen Sonntag sind bis in die Abendstunden die Ergebnisse von zirka drei Viertel der rund 100 Tests eingegangen, bei denen elf Personen positiv auf das Virus getestet worden sind. Bislang sind keine weiteren Testergebnisse bekannt geworden (Stand: Montag, 6. Juli, 15.30 Uhr). Das Gesundheitsamt am Landratsamt Landshut hat für die Betroffenen und ihre direkten Angehörigen umgehend häusliche Quarantäne angeordnet. Die Ermittlung von Kontaktpersonen der Infizierten läuft weiterhin auf vollen Touren. Diese werden ebenfalls noch durch das Gesundheitsamt getestet.

Von Seiten des Landratsamts wird die kooperative und zuvorkommende Zusammenarbeit mit dem Betrieb lobend hervorgehoben. Der Betrieb, bei dem rund 100 Mitarbeiter tätig sind, verfügt darüber hinaus bereits seit März, also seit hier zu Lande mit Vorsichtsmaßnahmen gegen das Virus begonnen worden ist, über ein schlüssiges und angemessenes Hygiene-Konzept. Wie es zu der Häufung von Infektionen in dem Betrieb kommen konnte, ist derzeit noch nicht eindeutig nachvollziehbar.

Landrat Peter Dreier sieht trotz des erneuten Infektionsgeschehens für die Bevölkerung keinen Grund zur Beunruhigung. Er appelliert aber an alle, sich dringend weiterhin an die Vorgaben von Mindestabständen und Maskenpflicht zu halten: „Wir können zwar nie ausschließen, dass es zu weiteren Infektionen kommt. Doch wer die Maßnahmen befolgt, ist am besten geschützt.“ Der Fall des Betriebs in Ergolding beweist nach den Worten Dreiers, dass das Corona-Virus weiterhin im Alltag präsent ist.

Durch die neuen Infektionen ist die Zahl der Indexpatienten in der Region Landshut seit Beginn des Infektionsgeschehens im März auf insgesamt 967 angestiegen. Die Zahl der Kontaktpersonen liegt nun bei rund 2 900.

PM des LRA-Landshut

 

 

 Gärtnerei-Verkauf eingeschränkt möglich

 

Grundsätzlich bleibt der Verkauf von Lebensmitteln auch während der Corona-Pandemie weiterhin erlaubt. Nach Ansicht des Landratsamtes Landshut können auch Obst, Gemüse, Salat und Gemüsepflanzen, -setzlinge unter den Begriff „Lebensmittel“ gefasst werden.

Somit ergeben sich für den Gärtnerei-Verkauf folgende Konstellationen:

    • Über 50 Prozent des Gesamtsortiments besteht aus „Lebensmitteln“:
    • Die Öffnung der gesamten Verkaufsfläche ist erlaubt. Damit dürfen auch beispielsweise Schnittblumen und Zierpflanzen (Non-food-Artikel) weiterhin verkauft werden.
  • Unter 50 Prozent des Gesamtsortiments besteht aus „Lebensmitteln“: 

 

  • Es ist nur der Verkauf von Lebensmitteln gestattet. Das restliche Sortiment darf den Kunden nicht zugänglich sein. Hier empfiehlt es sich eine räumliche Trennung der Waren, beispielsweise durch ein Zelt im Freien, vorzunehmen.

Im Übrigen bleibt die Auslieferung sämtlicher Artikel allen Gärtnereien weiterhin erlaubt.

Der Mindestabstand von 1,50 Metern muss während des Kaufs und auch bei den Warteschlangen immer gewährleistet sein, beispielsweise durch das Anbringen von Markierungen. Auch jegliche Gruppenbildung sollte vermieden und unterbunden werden.

Auf Wochen- und Bauernmärkte dürfen die Gärtnereien auch Obst, Gemüse und Setzlinge verkaufen. Sollte auf dem Markt der Verkauf von Lebensmitteln überwiegen, dürfen Gärtnerstände auch Zierpflanzen verkaufen.

Große Gartencenter bzw. Gartenmärkte bleiben weiterhin geschlossen.

 

Foto: h.j.lodermeier

Bildtext: Die langjährigen Landratsamts-Sachgebietsleiter Josef Hiergeist (Mitte) und Josef Wering (4. v. r.) wurden von Landrat Peter Dreier (rechts) und ehemaligen Kollegen in den Ruhestand verabschiedet.

 

Miteinander fast 90 Jahre im Dienst des Landkreises

Langjährige Sachgebietsleiter am Landratsamt verabschiedet

 

Fast 45 Jahre im Dienst desselben Arbeitgebers zu stehen – das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Josef Wering und Josef Hiergeist haben dies aber geschafft – zum Jahreswechsel gingen die beiden Sachgebietsleiter am Landratsamt in den Ruhestand. Sie wurden nun von Landrat Peter Dreier und ehemaligen Kolleginnen und Kollegen verabschiedet.

„Öffentliche Sicherheit und Ordnung – diese Begriffe sind im Landratsamt und unseren Gemeinden fast schon untrennbar mit dem Namen Josef Hiergeist verbunden“, schmunzelte Landrat Dreier bei der Verabschiedung. Kein Wunder, hatte Josef Hiergeist doch 25 Jahre dieses Sachgebiet geleitet. Feuerwehrwesen, Katastrophenschutz, Waffen-, Jagd- und Fischereirecht – für all diese Bereiche war Hiergeist der erste Ansprechpartner für Bürger und Gemeinden.

Zahlen, Bilanzen und Abschlüsse: Das waren Jahrzehnte die Welt von Josef Wering, zuvor in der Kämmerei, ab 2004 lagen als Leiter der Kreiskasse die Geschicke des Zahlungsverkehrs und der Buchhaltung des Landkreises in seiner Verantwortung. „Dabei sind die Zahlen und Anforderungen im Laufe der Jahre immer größer geworden“, bemerkte Dreier.

Er dankte den beiden langjährigen Mitarbeitern für ihr Engagement und für ihre Verdienste, die sie während der Jahrzehnte ihres Wirkens für den Landkreis erbracht haben. „Sie beide haben 1975 gemeinsam begonnen, werden heute gemeinsam verabschiedet. Für Sie geht es nun beide in einen neuen Lebensabschnitt, für den ich Ihnen alles Gute, viel Gesundheit und Erfüllung wünsche“, so Dreier. Den Ehefrauen überreichte der Landrat zum Dank einen Blumenstrauß.

René Hofmann hat zum Jahresbeginn die Nachfolge von Josef Hiergeist als Sachgebietsleiter für Öffentliche Sicherheit und Ordnung angetreten, Ronny Hofmann leitet in Zukunft die Kreiskasse. Beide sind bereits seit Beginn ihrer Ausbildung im Landratsamt Landshut tätig und waren zuletzt als stellvertretende Sachgebietsleiter im Immissionsschutz bzw. der Kraftfahrzeugzulassung eingesetzt. „Mit Ihnen nehmen zwei engagierte junge Führungskräfte diese neuen Herausforderungen an – ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Schaffenskraft zum Wohle unseres Landkreises“, gab ihnen der Landrat mit auf den Weg.

 

Foto: Landratsamt

Selbständigkeit geplant – gewusst wie!

Aktivsenioren bieten am Landratsamt kostenlose Sprechstunde an

 

Die Aktivsenioren geben ihre Erfahrungen an die jüngere Unternehmergeneration im Landkreis Landshut weiter: Die nächste kostenfreie Sprechstunde der Aktivsenioren im Landratsamt Landshut findet am Dienstag, den 1. Oktober 2019, von 10.00 bis 12.00 Uhr in Raum 113 (Besprechungszimmer im 1. Stock) statt.

Die Aktivsenioren Bayern e.V. sind ein gemeinnütziger Verein, der seit mehr als 30 Jahren besteht und in ganz Bayern tätig ist. Sie helfen bei der Erstellung eines Businessplans, Finanzierung und Geschäftsmodellanalysen, beraten bei Vertriebs- oder Marketingthemen. Die Mitglieder sind ehemalige Unternehmer, Selbstständige sowie Führungs- und Fachkräfte aus Wirtschaft und Verwaltung, die im Ruhestand ihre umfassenden Berufs- und Lebenserfahrungen zum Nutzen von Existenzgründern, kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch Schülern und Studenten weitergeben. Sie arbeiten ehrenamtlich, ohne Honorar.

Für die Teilnahme ist eine Terminvereinbarung beim Landratsamt Landshut unter Telefon 0871/408-1103 oder poststelle@landkreis-landshut.de erforderlich.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.aktivsenioren.de

 

Foto: Archiv – KLARETXT.LA

Bildtext: Gut ausgerüstet für den Einsatz: Die Mitglieder der Kreisbrandinspektion erhielten eine neue Persönliche Schutzausrüstung vom Landkreis, vertreten durch Landrat Peter Dreier (Mitte).

 

 

Gut ausgerüstet für den Ernstfall

Kreisbrandinspektion mit neuer Persönlicher Schutzausrüstung

 

Bei jedem Einsatz stehen sie mit in der Verantwortung – die Mitglieder der Kreisbrandinspektion im Landkreis Landshut. Damit sie an der Einsatzstelle schneller identifiziert und als Ansprechpartner dienen können, wurden Kreisbrandrat Thomas Loibl und die Kreisbrandinspektoren und -meister mit neuer persönlicher Schutzausrüstung ausgestattet, die kürzlich im Landratsamt Landshut übergeben wurde.

Im Einsatz praktikabel und für alle Eventualitäten gerüstet – nach diesen Maßgaben hat eine Arbeitsgruppe die neue Schutzkleidung, bestehend aus Arbeitsjacke und –hose, unter verschiedenen Anbietern ausgewählt. Dabei kam den Führungsdienstgraden im Auswahlverfahren ihre langjährige Einsatzerfahrung zu Gute – so konnte ein detailliertes Anforderungsprofil erstellt werden.

„Die Freiwilligen Feuerwehren leisten einen unverzichtbaren Dienst für unsere Heimat. Besonders unsere Feuerwehrführungsgrade auf Kreisebene sind ständig im Einsatz, da sie regelmäßig auch überörtlich tätig werden und nicht nur bei ihren Heimatwehren aktiv sind. Deshalb war es uns als Landkreis ein Anliegen, dass wir hier eine Persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen können, um dieses Engagement auch durch eine passende Ausstattung unterstützen zu können“, erklärte Landrat Peter Dreier.

 

Foto: Landkreis Landshut

Bildunterschrift (v.l.): Trafen sich zum Jahresgespräch: Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier und Landrat Peter Dreier.Jahresgespräch von Landtagsabgeordnetem Radlmeier und Landrat Dreier

Auch wenn man sich nahezu im Wochentakt trifft: Einmal im Jahr nehmen sich der Landtagsabgeordnete Helmut Radlmeier (CSU) und Landrat Peter Dreier (FW) die Zeit, wichtige Projekte für die Region Landshut in Ruhe durchzusprechen. Beim schon fast traditionellen Jahresgespräch zeigte sich, dass man mit der gemeinsamen Agenda wieder gut vorangekommen ist.

Beim letzten Jahresgespräch hatte Landrat Peter Dreier den Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier um Unterstützung bei der Bewilligung einer zusätzlichen Stelle für die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt gebeten. Der Hintergrund der Bitte: Die Unteren Naturschutzbehörde ist mit nur zwei Planstellen seit Jahren unterbesetzt. Die Mitarbeiter sind bei Genehmigungen von Straßen, Leitungstrassen, Hochwasserschutzmaßnahmen und Wohngebieten beteiligt. Nachdem die Einwohnerzahlen im Landkreis aber stetig wachsen und auch große Infrastrukturprojekte anstehen, steigt auch die Zahl der Vorgänge, bei denen die Naturschutzbehörde eingebunden ist. Die Zusammenarbeit zwischen Landrat und Landtagsabgeordneten war mittlerweile erfolgreich: Die Verstärkung ist bewilligt und soll voraussichtlich zum 1.10. die Arbeit aufnehmen.

Fortschritte erkennbar

Gleiches gilt bekanntermaßen für den Hebammenstudiengang an der Hochschule Landshut, für den sich beide im letzten Jahr stark gemacht hatten. Die Planungen für den Start des Studiengangs laufen auf Hochtouren. Wie wichtig der Studiengang als Standortfaktor werden kann, zeigen die aktuellen Entwicklungen am Krankenhaus Vilsbiburg: Nicht nur dort werden Hebammen dringend gesucht.

Auch bei einem weiteren Projekt gibt es Fortschritte: Die Verkehrspolizei Landshut und die Autobahnpolizeistation in Wörth haben den Wunsch geäußert, an einen neuen Standort in Nähe des Kreuzes B 15neu und der A 92 verlagert zu werden. Dieses Anliegen hat Dreier im Gespräch mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann weiter vorangetrieben, Radlmeier hatte Minister und Landrat den Kontakt vermittelt. Ein geeignetes Grundstück in der Marktgemeinde Essenbach konnte in unmittelbarer Nähe zur künftigen Integrierten Leitstelle (ILS) und dem neuen Landratsamt bereits gefunden werden. Der Kreisausschuss hat den Verkauf bereits abgesegnet, der Freistaat könne also nun in die weiteren Planungen einsteigen, so Dreier.

Gleichstromtrasse thematisiert

Zur Sprache kam auch in diesem Jahr wieder der geplante Bau der Gleichstromtrasse SuedOstLink. Gerade die Frage, wohin der Konverter, der den Gleich- in Wechselstrom umwandelt, beschäftigte die Gesprächspartner. „Zusätzliche Freileitungen lehne ich entschieden ab“, bekräftigte Landrat Dreier. „Man soll möglichst die vorhandene Infrastruktur nutzen“, stimmte Radlmeier zu. Nachdem beide sich die vergangenen Jahre gegenüber dem Netzbetreiber Tennet und der Bundesnetzagentur für eine möglichst bürgerfreundliche Trasse eingesetzt hatten, gilt es nun abzuwarten. Die Beteiligungsphase ist mittlerweile beendet, die Einwände werden von der Bundesnetzagentur bearbeitet und schließlich in einem Erörterungstermin thematisiert. Erst dann wisse man, wo das Vorhaben stehe.

Unabhängig vom Ausgang: Derartige Großprojekte binden auch Kräfte am Landratsamt. Die Arbeit sei in manchen Abteilungen schlichtweg nicht mehr zu stemmen, berichtete Dreier. Gezielte personelle Verstärkungen seien daher dringend notwendig. Radlmeier sagte seine Unterstützung im Zuge der kommenden Haushaltsberatungen zu. Die gemeinsame Agenda wird also nicht kürzer.

 

Landratsamt erteilt Teilfreigabe – Firma muss unverzüglich Brandschutz-Maßnahmen umsetzen – Behörde schreibt 13 Meter hohe Trennmauern vor – Beschränkung der täglichen Materialmengen

Landkreis Landshut.Das Landratsamt Landshut hat der Recycling-Firma Iwan Koslow GmbH&Co.KG (Wörth an der Isar), bei der in der Nacht vom 3. auf 4. Juni ein Großbrand ausgebrochen war, heute (Dienstag, 18. Juni) eine Teilfreigabe des Betriebs ab dem morgigen Mittwoch erteilt. Die Rücknahme des Entzugs der Betriebsgenehmigung ist mit einer Reihe von strengen Auflagen verbunden, die das Unternehmen zu einem Teil sofort, zu anderen Teil so schnell wie möglich zu erfüllen hat. Wie Landrat Peter Dreier, der dabei stets Kontakt zum Wörther Bürgermeister Stefan Scheibenzuber hält, am Dienstag betonte, ist auch eine zuverlässige Überwachung der Maßnahmen nicht nur, aber vor allem durch das Landratsamt gewährleistet.

Das Auflagen-Bündel steht im Zeichen einer wirksamen Brandschutz-Vorsorge. Ab sofort hat die Recycling-Firma zu gewährleisten, dass die Erstbehandlung (Schadstoff-Entfrachtung und Behandlung durch Schredder) sämtlichen Materials, das angeliefert wird, täglich bis Arbeitsschluss abgeschlossen ist. „Damit muss gewährleistet sein, dass keine Brandlast über Nacht und über Wochenenden auf dem Gelände des Unternehmens unbeaufsichtigt liegen bleibt“, unterstreicht Landrat Peter Dreier. Der Landrat hat heute – Dienstag – unter anderem einen Bericht von Mitarbeitern des Landratsamts über eine interne Schulung der Recycling-Firma unter Aufsicht der Behörde entgegengenommen.

Das Landratsamt verlangt von der Firma bis zum 1. November diesen Jahres die Fertigstellung von mehreren massiven Mauern mit einer Höhe von 13 Metern, die als Trennwände zwischen einzelnen Haufen der diversen Abfallsorten hochgezogen werden. Die Abfallhaufen dürfen dabei nicht höher als fünf Meter unter Oberkante der Wände aufgerichtet werden. Wie wiederholt berichtet, hat eine solche massive Trennmauer in der Brandnacht eine nochmalige Ausweitung des Großfeuers verhindert.

In Absprache mit der Freiwilligen Feuerwehr Wörth an der Isar sind zudem in den nächsten Wochen geeignete Schaum-Löschmittel in ausreichender Menge auf dem Firmengelände zu lagern. In der Brandnacht waren bekanntlich rund 25.000 Liter Schaum-Löschmittel zum Einsatz gekommen – sowie rund drei Millionen Liter Löschwasser.

Um die Löschwasser-Versorgung unter allen Umständen so sicher wie möglich zu gestalten, verpflichtet das Landratsamt das Recycling-Unternehmen dazu, ebenfalls in den nächsten Wochen zwei auf dem Firmengelände bereits errichtete Brunnen „zu ertüchtigen“: Das heißt konkret, dass die Firma in Zusammenarbeit mit einem Brandschutz-Gutachter und in Kontakt mit dem zuständigen Sachgebiet des Landratsamts die Brunnen so nach einer DIN-Norm auszustatten hat, dass Feuerwehren ihre Schläuche problemlos anschließen können.

Das Landratsamt verlangt des weiteren, dass innerhalb eines Monats ein Betriebsfunk und Rundumleuchten eingerichtet werden, die bei einem Brand warnen. So schnell dies möglich ist, sind darüber hinaus sämtliche Risiko-Bereiche des Firmengeländes mit Notruf-Telefonen auszustatten, die direkt auf die Integrierte Leitstelle (ILS) aufgeschaltet sind.

Der Brandvorsorge dienen insbesondere auch andere wichtige Festlegungen in Bezug auf die Mengen an Material, die angeliefert werden dürfen. Ab sofort sind für die verschiedenen Abfallsorten wie Elektro-Schrott und Mischschrott bestimmte Höchstmengen vorgeschrieben.

Für den Fall, dass es zu Störungen oder Defekten der Schredder-Anlage des Unternehmens kommt, hat das Landratsamt eine ganze Reihe von zusätzlichen Auflagen festgelegt. So sind zum Beispiel für diesen Fall Altautos in das Landshuter Werk der Firma zurückzubringen, wo auch jetzt bereits die sogenannte Trockenlegung der Pkws erfolgt.

Inzwischen sind verschiedene Prüfberichte über Boden- und Fruchtproben im Landratsamt eingegangen. So hat die international renommierte Firma Agrolab (Hauptsitz: Bruckberg) Untersuchungsergebnisse von ersten Bodenproben übermittelt. Der Leiter des Gesundheitsamts am Landratsamt Landshut, Privatdozent Dr. habil. Heribert Stich, stellt dazu fest, dass „bei den Feststoffen die absoluten Konzentrationsangaben der Feststoffe Arsen, Chrom, Kupfer, Nickel und Zink über den Bestimmungsgrenzen, ebenso vereinzelte polychlorierte Dibenzo-Dioxine und –furane“ liegen.  

Diese „Überschreitungen“ seien in Anbetracht des Großbrandes nicht verwunderlich und nicht besorgniserregend: „In der Gesamtsicht kann aus humanmedizinischer Sicht festgestellt werden, dass nach den vorliegenden Probe-Ergebnissen keine (unmittelbare) Gesundheitsgefährdung für die Menschen bestand.“ Auch Proben von Kirschen und Erdbeeren aus dem Lehr- und Beispielsbetrieb des Bezirks Niederbayern aus Deutenkofen (Gemeinde Adlkofen), die Lebensmittel-Überwachungsmitarbeiter des Landratsamt genommen haben, sind laut der Beurteilung von Fachleuten des Landesamts für Umweltschutz (LfU) als „unauffällig“ beurteilt worden.

Nach Großbrand: Landrat Peter Dreier ordnet  weitere Boden-, Pflanzen- und Wasserproben an

 

Landratsamt Landshut hält engen Kontakt mit Dingolfing-Landau – Neue Mess-Ergebnisse werden Mittwoch oder Donnerstag erwartet

 

Der Appell des Landratsamts Landshut an die Bürger, Beobachtungen über Folgen des Großbrandes auf dem Gelände einer Recycling-Firma in Wörth an der Isar zu melden, hat zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung erbracht: Auf der Grundlage konkreter Hinweise und weiterer neuer Informationen hat Landrat Peter Dreier angeordnet, dass auf dem Gebiet des Landkreises Landshut an den entsprechenden Orten weitere Boden-, Pflanzen- und Wasserproben genommen und auf Rückstände von Dioxin, Furanen und anderen Schadstoffen untersucht werden.

 

Eine ganze Reihe von Mitarbeitern des Landratsamts Landshut steht in engem Kontakt mit den Kollegen des Landratsamts Dingolfing-Landau: Denn nach allem, was man derzeit über Windrichtungen in der Nacht von Montag auf Dienstag, 3./4. Juni, rekonstruieren kann, scheint die Hauptmasse der womöglich mit Schadstoffen belasteten Brandschwaden auf Landstriche im Landkreis Dingolfing-Landau niedergegangen zu sein. Meldungen sind aus Frontenhausen und Reisbach und sogar aus Aufhausen (Markt Eichendorf) an der Vils eingetroffen, im Südosten des Nachbarlandkreises. Auch aus dem zum Landkreis Landshut gehörenden Abschnitt des Vilstals liegen Beobachtungen über Brandgeruch und Ablagerungen vor, aus Vilsbiburg und Aham zum Beispiel.

Landrat Peter Dreier hat am Dienstag zu einer Sitzung einer Experten- und Mitarbeiter-Runde des Landratsamts auch drei Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Ahrain eingeladen und dabei das großartige Engagement der FF-Helfer hervorgehoben: Sie hatten in der Brandnacht als erste an verschiedenen Orten in der Gemeinde Wörth Wisch- und Bewuchs-Proben genommen, die unverzüglich zum Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) geschickt worden sind. Das LfU brachte die Ergebnisse dieser ersten Messungen auf den Nenner, dass die Untersuchungen für „die polychlorierten Dioxine und Furane“ ebenso wie „für Schwermetalle unauffällig“ sind (wir berichteten).

Bei der Experten- und Mitarbeiterrunde im Landratsamt wurde darauf hingewiesen, dass die aufgeheizten Brandwolken weit übers Land gezogen sind: Daher sind bereits an den Tagen nach dem Brand aus dem weiteren Umkreis des Brandherds Proben von Erdbeeren und Kirschen von Mitarbeitern der Lebensmittelüberwachung des Landratsamts (Veterinäramt) genommen und an Fachbehörden und –institute geschickt worden. Dabei handelt es sich um Betriebe in den Gemeindegebieten von Wörth, Essenbach und Adlkofen. Die Lebensmittelproben werden beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL, Erlangen) untersucht.

Erwartet werden in dieser Woche auch die Ergebnisse von Bodenproben, die die international renommierte Fachfirma Agrolab (Bruckberg) im Auftrag des Landratsamts auswertet. Auf der Grundlage der inzwischen vorliegenden Informationen über das Geschehen in der Brandnacht wird Agrolab beauftragt, weitere Proben zu untersuchen. Das Landratsamt hat zudem Untersuchungen von Grund- und Oberflächenwasser in Auftrag gegeben, darunter das Wasser von Badeseen und –weihern wie dem „Wakelake“ in Wörth.

Mitarbeiter des Landratsamts stehen in Verbindung mit dem Bayerischen Bauernverband (BBV). Der BBV ist gebeten worden, über Landwirte in den betroffenen Gebieten Proben von Heu, Gras, Getreide und anderen Feldfrüchten zu ermöglichen. Denn außer an kurzfristige Folgen muss auch an mögliche mittel- und langfristige Folgen eines Schadstoffeintrags gedacht werden. Für diese Untersuchungen sind Fachleute der Regierung von Oberbayern zuständig.

Von Seiten des Landratsamts Landshut wird darauf hingewiesen, dass auf dem Gelände der Recycling-Firma in Wörth/Isar derzeit ausschließlich Aufräumarbeiten stattfinden und jegliche Anlieferung von Abfall untersagt ist. Der Landkreis Landshut lagert den neu hinzukommenden Metall- und Elektro-Schrott aus dem Kreisgebiet derzeit in seiner Reststoff-Deponie in Spitzlberg.

 

Foto: Archiv – KLARTEXT.LA

 

Bildtext: Trotz herrlicher Frühlingstage sollten Spaziergänger und Hundebesitzer aus Rücksicht auf die Wildtiere und ihre Setzzeit nur befestigte Wege nutzen.

 

 

Artenvielfalt durch rücksichtsvolles Verhalten fördern

Untere Jagdbehörde bittet um Rücksichtnahme beim Aufenthalt in der Natur

 

Die Artenvielfalt und die Bewahrung der Natur ist nach dem Volksbegehren in aller Munde – doch auch der Einzelne sollte mehr als nur seine Unterschrift beitragen: Beispielsweise durch achtsamen Umgang während Spaziergängen im Wald oder auf den Feldern. Deshalb weist die Untere Jagdbehörde am Landratsamt Landshut die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises unter anderem auf das besondere Schutzbedürfnis von Jungtieren während ihrer ersten Lebenstage hin. Dies gilt für alle heimischen Wildtiere.

Im Mai und Juni bringen beispielsweise die Rehe ihre Kitze zur Welt. Um die Rehkitze und auch die weitere Tierwelt zu schützen, bittet das Landratsamt die Bürgerinnen und Bürger, bei Spaziergängen die befestigten Wege nicht zu verlassen und sich Jungtieren nicht zu nähern. Viele Wildtiere verstoßen ihre Jungen, sobald sie menschlichen Geruch daran bemerken. Daher sollten Jungtiere keinesfalls angefasst oder gar mit nach Hause genommen werden, auch wenn sie hilflos und verlassen erscheinen. Dem ist jedoch nicht so. Die Elterntiere bleiben für gewöhnlich in sicherem Abstand in der Nähe ihrer Jungen, damit mögliche Fressfeinde nicht auf die Jungtiere aufmerksam werden.

Besondere Vorsicht ist auch bei Hundebesitzern gefragt. Ende 2017 wurde im Landkreis Landshut ein Fall des Aujeszky-Virus (auch Pseudowut genannt) bei einem Jagdhund festgestellt. Die Pseudowut endet für Hunde immer tödlich. Deshalb bittet die Untere Jagdbehörde, Hunde zu deren eigenem Schutz generell an der Leine zu halten und nur befestigte Wege zu nutzen. Insbesondere in Waldnähe sollten die Tiere nicht frei laufen, um unbedingt den Kontakt zu womöglich verendeten Wildschweinen zu vermeiden.

Mit Ausnahme der Muttertiere darf Schwarzwild mittlerweile das ganze Jahr über bejagt werden, um das Ausbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest zu senken.

Wildschweine können zwar Pseudowut und Afrikanische Schweinepest übertragen: Dies hat aber keinerlei Auswirkungen auf die Qualität des Fleisches. Die genannten Viren sind außerdem nur innerhalb der Tierwelt übertragbar, keinesfalls auf den Menschen. Es besteht in diesem Zusammenhang also kein Grund, auf Wild zu verzichten, versichert die Untere Jagdbehörde.

Weitere Informationen zu den einzelnen Viruskrankheiten finden Sie auch auf der Homepage des Landratsamtes (www.landkreis-landshut.de) oder dem Wildtierportal Bayern (www.wildtierportal.bayern.de). Im Wildtierportal können Sie sich auch über die heimischen Wildtiere informieren.

 

Fotos: Johann Jungbauer/Irene Neuhof