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Landrat Peter Dreier

Der Landshuter Landrat Peter Dreier zu Besuch bei Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher

 

PRESSEINFORMATION Landshut, 13. August 2020
Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher und Landrat Peter Dreier sprechen über die Corona-Krise sowie gemeinsame Projekte, um die Region weiterzuentwickeln
Mit Stadt und Landkreis ist die Hochschule Landshut hervorragend vernetzt. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit möchte Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher auch in Zukunft fortsetzen. Nach Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz lud der Hochschulpräsident deshalb Ende Juli Landrat Peter Dreier zu einem Vier-Augen-Gespräch an den Campus ein, dem ersten Besuch nach der Wahl Pörnbachers zum Hochschulpräsidenten.

 

Die beiden tauschten sich unter anderem über das Krisen-Management während der Corona-Zeit aus, das nicht nur wochenlang das Tagesgeschäft beherrschte, sondern weiterhin noch große Auswirkungen auf die tägliche Arbeit hat. Sowohl Hochschulpräsident als auch Landrat mussten an verschiedenen Fronten kämpfen, vom Ausbruch von Covid-Erkrankungen im ganzen Landkreis und dem monatelang andauernden Katastrophenfall bis zur Umstellung der Lehrveranstaltungen auf Digitalbetrieb.

 

Pörnbacher und Dreier waren sich einig, dass Landkreis und Hochschule in der Corona-Krise schnell und couragiert reagiert haben. „Wir konnten diese Ausnahmesituation deshalb auch hervorragend meistern“, so Pörnbacher. Gleichwohl gelte es die Lage weiterhin genau zu beobachten, dass ein weiterer Shutdown im Landkreis sowie an der Hochschule vermieden werden könne, mahnte Dreier.

 

LINK als wichtiges Gemeinschaftsprojekt

 

Im Fokus des Gesprächs standen aber nicht nur die Corona-Krise, sondern vor allem die erfolgreichen Kooperationsprojekte von Hochschule und Landkreis. Dazu zählt beispielsweise die enge Zusammenarbeit im Rahmen des LINK-Gründerzentrums. „Was Hochschule, Stadt und Landkreis Landshut hier gemeinsam schaffen, ist ein absoluter Gewinn für die Region“, erklärte Dreier. Für die Hochschule sei es eine große Freude, das Gründerwesen und die Start-up-Szene zu stärken und zu fördern, ergänzte Pörnbacher. „Das Gründerzentrum ist dabei ein echter Innovationsmotor für die regionale Wirtschaft.“

 

Weitere Themen des Gesprächs von Landrat und Hochschulpräsident waren außerdem die Personal- und Parkplatzsituation an der Hochschule sowie die Realisierung weiterer Baumaßnahmen am Campus. Dreier und Pörnbacher vereinbarten, auch in Zukunft eng in Kontakt zu bleiben und über fortlaufende Kooperationen die Region weiter voranzubringen.

 

Foto: Hochschule Landshut

 

Über die Hochschule Landshut:
Die Hochschule Landshut steht für exzellente Lehre, Weiterbildung und angewandte Forschung. Die sechs Fakultäten Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Interdisziplinäre Studien, Maschinenbau und Soziale Arbeit bieten über 30 Studiengänge an. Das Angebot ist klar auf aktuelle und künftige Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Die rund 5.000 Studierenden profitieren vom Praxisbezug der Lehre, der individuellen Betreuung und der modernen technischen Ausstattung. Für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet die Hochschule eine breite Palette an Projektthemen, die von wissenschaftlichen Fachkräften mit bestem Know-how betreut und umgesetzt werden. Über 118 Professorinnen und Professoren nehmen Aufgaben in Lehre und Forschung wahr.

Bildunterschrift (v.l.): Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) und Landrat Peter Dreier (FW) setzen sich für eine engere Zusammenarbeit in der Region ein.


Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier und Landrat Peter Dreier wollen Kooperation in der Region voranbringen
 

Landshut. Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Wochen und Monaten alles überlagert. Dennoch müsse man auch an anderer Stelle vorankommen, waren sich Landrat Peter Dreier (FW) und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) beim Jahresgespräch der beiden einig. Zumal einiges auf der gemeinsamen To-do-Liste steht.

Im letzten Jahr war es Radlmeier und Dreier gelungen, dass die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt personell verstärkt wird. Auf Bitten von Dreier hatte sich Radlmeier beim Umweltministerium dafür eingesetzt. Aufgrund der großen Arbeitsbelastung der Abteilung war die zusätzliche Stelle auch dringend nötig. Auf ihren Erfolg wollen sich Landrat und Landtagsabgeordneter aber nicht ausruhen: Die Belastung der Naturschutzbehörde wird nämlich größer. Grund dafür ist unter anderem das Volksbegehren „Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern“ und seine Folgen. Die Aufgaben nehmen dadurch zu. Helfen soll an den Landratsämtern nun ein Biodiversitätsberater. Dem Landratsamt Landshut wurde bisher allerdings kein solcher Berater zugewiesen. „Ein Biodiversitätsberater kann die Akzeptanz von Maßnahmen fördern und direkt vor Ort bei der Umsetzung beraten. Beides ist mir wichtig“, erläuterte Landrat Dreier. „Auch das Landratsamt Landshut braucht einen Biodiversitätsberater“, bekräftigte Radlmeier. Er sagte zu, sich bei der Staatsregierung für die Zuweisung einzusetzen.

Pflegestützpunkt aufbauen

 Auch der Abgeordnete hatte ein Anliegen an den Landrat: „Die Region braucht in meinen Augen einen Pflegestützpunkt“, betonte Radlmeier. Bürger können sich in einem Pflegestützpunkt kostenlos zu allen Themen rund um die Pflege beraten lassen. „Damit hätte man endlich eine zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis“, warb Radlmeier für die Idee. Den Aufbau fördere der Freistaat, die laufenden Kosten könnten sich Kommunen, Bezirk und Pflegekassen teilen, sodass die finanzielle Belastung gering sei, so Radlmeier, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Pflege. Die Notwendigkeit dafür könnte die Pflegebedarfsanalyse untermauern, die für Stadt und Landkreis in Auftrag gegeben wurde, wie Dreier anfügte.

Gemeinsames Ausbildungszentrum

 Voranbringen wollen die beiden auch ein gemeinsames Schulzentrum für Gesundheitsberufe. Dort könnte man etwa Röntgenassistenten und Operationstechnische Assistenten ausbilden. Bisher muss man dafür zum Beispiel nach München oder Ingolstadt. Wenn das Landratsamt nach Essenbach ziehe, biete sich der jetzige Standort dafür gerade zu an. Mit einem eigenen Schulzentrum gewinne man die dringend benötigten Fachkräfte direkt vor Ort, sind Dreier und Radlmeier überzeugt. Beide sehen in einem solchen Zentrum das Fundament für eine Zusammenarbeit der Krankenhäuser der Region: „Wir müssen ein Zeichen setzen!“

Unterstützen könnte dabei ein Regionalausschuss, wie von der CSU/LM/JL/BFL-Fraktion im Landshuter Stadtrat vorgeschlagen. Der neue Regionalausschuss soll konkrete Projekte, die Stadt und Landkreis betreffen, anpacken. „Im Rahmen der Zukunftsstrategie soll das Regionalmanagement ohnehin ein derartiges Gremium bilden. Dafür haben wir vom Freistaat 99.000 Euro an Förderung erhalten“, führte Dreier aus. Die Initiative komme damit zur rechten Zeit. Denn die Region müsse noch enger zusammenwachsen, so Dreier und Radlmeier.

Foto: Helmut Radlmeier

Bildunterschrift: Die Landshuter Stadtratsfraktion CSU/LM/JL/BfL steht weiterhin zu einem Grünen Zentrum für die Region Landshut

PRESSEMTTEILUNG 24.07.2020 

CSU / LM / JL / BfL – Fraktion bekennt sich zum Grünen Zentrum 

Landshut. “Wir stehen weiter voll und ganz hinter dem Grünen Zentrum”, macht Rudolf Schnur, Vorsitzender der CSU/LM/JL/BfL-Stadtratsfraktion deutlich. Nach jahrelanger Planung und Vorbereitung dürfe man dieses Projekt nicht in Frage stellen. Mehr noch: “Wir wollen eine rasche Umsetzung im Interesse von Stadt und Landkreis Landshut”, so Schnur im Namen aller Fraktionsmitglieder. 

Seit Jahren laufen die Planungen für ein Grünes Zentrum in Landshut. Dort soll neben dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem Bauernverband, dem Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern auch der Tiergesundheitsdienst einziehen. Nachdem aufgrund mangelnder Schülerzahlen die Abteilung Landwirtschaft der Landwirtschaftsschule künftig geschlossen wird, kamen Zweifel über das Grüne Zentrum im Gesamten auf. 

Die Stadtratsfraktion CSU/LM/JL/BfL will Spekulationen über ein mögliches Aus des Grünen Zentrums entschieden entgegentreten: “Wegen 6 Schülern, die nun nicht mehr in die Landwirtschaftsschule gehen können, darf man nicht das komplette, millionenschwere Projekt beenden”, betont stellvertretender Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Summer. 

“Viele Jahre lang haben Stadt und Landkreis Landshut in München für das Grüne Zentrum gekämpft”, ergänzt Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier. Nun liege endlich Baurecht vor. Auch der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan für das Areal wurde geändert. Das Landwirtschaftsministerium hat im März den Planungsauftrag erteilt. Man dürfe jetzt nicht bremsen, sondern das Projekt vorantreiben, so Radlmeier. 

“Das Grüne Zentrum muss kommen”, unterstreicht auch Dr. Thomas Haslinger, 2. Bürgermeister der Stadt Landshut. Alles andere wäre ein herber Schlag für die Region – auch mit Blick auf die Glaubwürdigkeit: “Seit Jahren fordern wir das Grüne Zentrum. Wenn die Region jetzt einen Rückzieher macht, wo die Sache am Laufen ist, machen wir uns unglaubwürdig”. 

Einfach hinnehmen will die Fraktion CSU/LM/JL/BfL auch das Aus der Landwirtschafsschule nicht: Hier sprach sich die Fraktion für ein gemeinsames Vorgehen aller Unterstützer in der Region aus. Da Landrat Dreier schon seit über zwei Monaten von der Schließung wisse, habe er vielleicht bereits Ansatzpunkte erarbeiten lassen, wie man die Schule noch retten könnte. Zudem habe man mit Hubert Aiwanger einen Staatsminister aus der Region am Kabinettstisch. Diese Schlagkraft wolle man nutzen: Sowohl für den Erhalt der Landwirtschaftsschule als auch für eine zügige Realisierung des Grünen Zentrums, bekräftigt die Stadtratsfraktion. 

 

Landrat Peter Dreier zur geplanten Schließung der Landwirtschaftsschule in Landshut und zur Fusionierung der Landwirtschaftsämter Abensberg und Landshut.

„Für den landwirtschaftlich geprägten Landkreis und den Raum Landshut sind die auf bayerischer Regierungsebene getroffenen Entscheidungen sehr wohl ein herber Einschnitt.

Offenkundig wird das Landshuter Landwirtschaftsamt zu einer Außenstelle des neu geschaffenen Amts Abensberg-Landshut, die bisherige Landwirtschaftsschule wird abgezogen, aufgelöst. Begründet wird dies mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft.

In Landshut verbleibt nur noch die Fachschule für Ökologischen Landbau (unter der Trägerschaft des Bezirks Niederbayern) bestehen.

Vor diesem Hintergrund halte ich es – vorbehaltlich der Beschlüsse unserer Landkreis-Gremien – nicht mehr für verantwortbar, dass der Landkreis Landshut in ein geplantes Grünes Zentrum für den Raum Landshut investiert.

Ich bin der Meinung, dass für die am Standort Landshut verbleibende Hauswirtschaftsschule andere Räumlichkeiten gefunden werden müssen als die jetzigen an der Klötzlmüllerstraße in Landshut. Sinnvoll wäre meines Erachtens, die Hauswirtschaftsschule mit der Fachschule für Ökologischen Landbau zusammenzuführen.

Insgesamt hätte ich mir schon etwas mehr an Engagement und Sensibilität der Staatsregierung für einen so stark von der Landwirtschaft geprägten Kernraum Bayerns wie der Region Landshut erwartet. Die euphorisch formulierten Begründungen für die Entscheidungen, dass alles noch besser und effizienter wird, können dieses Manko nun wirklich nicht wettmachen.“

Foto: Landkreis Landshut/Peter Dreier

Landkreis Peter Dreier (Freie Wähler) fordert die „große Politik“, namentlich die Bundesregierung, mit allem Nachdruck auf, der Region Landshut im Rahmen des Süd-Ost-Link-Baus nicht Belastungen aufzuerlegen wie sonst keiner anderen Region in Deutschland.

Landshut, 25. Juni 2020

Landrat des Landkreises Landshut kündigt erbitterten Widerstand gegen Pläne an, die Kapazität der Mega-Stromtrasse von zwei auf vier Giga-Watt zu erhöhen

Landkreis Landshut. Die Planungen für die Mega-Stromtrasse (Süd-Ost-Link) von Norddeutschland nach Bayern stellen nach den Worten von Landrat Peter Dreier (Freie Wähler) eine „bodenlose Unverschämtheit“ und „beispiellose Rücksichtslosigkeit“ dar. Als einzige von 47 geplanten Höchstspannungs-Leitungen, die durch Deutschland gezogen werden, soll die bei den bisherigen Atomkraftwerken Isar endende Leitung für eine doppelte Kapazität ausgelegt werden – für vier statt zwei Gigawatt Stromleistung. Was sich zunächst banal anhört, würde für den Raum Landshut den doppelten Flächenverbrauch für eine Strom-Konverter-Anlage sowie gigantische Freiland-Stromleitungen zur Folge haben.

„Heimlich, durch die Hintertür“ ist diese Weichenstellung vorgenommen worden, erklärt Landrat Peter Dreier. „Klammheimlich hat man im Gesetz über den Bundesbedarfsplan, kurz BBPlG, eine kleine, vordergründig unscheinbare Änderung vorgenommen, die aber für unsere Region massive Belastungen mit sich bringen würde“, erklärt Dreier, der mit den Bürgermeistern mehrerer Landkreis-Gemeinden (Essenbach, Niederaichbach, Bayerbach und Postau) sowie Landes- und Bundespolitikern aus der Region an zahlreichen Veranstaltungen des Unternehmens Tennet, des Vorhaben-Trägers, teilgenommen hat.

„Belastungen vergleichbar mit der WAA in Wackersdorf“

Diese Termine hätte man sich letztlich sparen können, betont Landrat Dreier: „Hier wurden nur Öffentlichkeits-Beteiligung und Rücksichtnahme vorgegaukelt. Auf keinen der Vorschläge aus den Reihen der Kommunalpolitiker und damit der Vertreter der Bürger, des Souveräns in einem demokratischen Staat, ist ernsthaft eingegangen worden.“ Stattdessen ist nun für die Stromleitungen auf der Trasse Magdeburg-Niederbayern vorgesehen, neben den zuerst zu füllenden Erdkabel-Rohren noch Leer-Rohre für zwei Gigawatt zusätzlicher Übertragungs-Leistung zu verlegen.

„Die Belastungen für die Region Landshut wären aus meiner Sicht so gravierend wie seinerzeit die durch eine Atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA) in Wackersdorf für die mittlere Oberpfalz“, zieht Landrat Dreier einen anschaulichen Vergleich: Die Berliner Pläne führten dazu, dass man die doppelte Fläche für eine Konverter-Anlage (Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom) bräuchte, nämlich statt sechs oder sieben Hektar dann zwischen zwölf und 15 Hektar. Darüber hinaus würden zusätzliche Freileitungen vom Konverter zum Umspannwerk und zum Verteilerknoten Altheim/Gaden notwendig.

Niederbayern – keine Deppen und keine Dummköpfe

Dies alles würde für die Region fatale Nachteile und massive Folgelasten bringen, betont Landrat Dreier. „Wir Niederbayern sind ja gutmütige Menschen, aber die Zeiten sollten vorbei sein, in denen man uns für Deppen hält und uns wie Dummköpfe behandeln will“, schimpft der Landkreis-Chef.

Die Region Landshut leistet seit den 1960er Jahren einen weit überdurchschnittlichen Beitrag für die Energie-Versorgung Bayerns und Deutschlands, wie Dreier betont: „Bei uns sind drei Atomkraftwerke (AKW) gebaut worden, zwei Atomkraftwerke bei Ohu – Gemeinden Essenbach und Niederaichbach – bildeten jahrzehntelang das Rückgrat der Stromversorgung Bayerns.“

„Wir werden auch künftig unseren Anteil leisten, aber es kann nicht sein, dass wir zusätzlich zum atomaren Zwischenlager für Brennelemente am AKW-Standort Isar und alsbald einer neuen Bereitstellungshalle für schwach- und mittelradioaktive Abfälle nun auch im Rahmen der Energie-Wende mehr Lasten zu tragen haben als jede andere Region Deutschlands.“ Landrat Dreier kündigt erbitterten Widerstand gegen diese Berliner Pläne an. Und er fordert die Bundesregierung und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit allem Nachdruck auf, sich über die Situation kundig zu machen, bevor, wie geplant, die Nord-Süd-Stromtrassen im Juli im Bundeskabinett behandelt werden.

Foto: Landkreis Landshut

Zusammen auf dem Landshuter Wochenmarkt (in Vor-Corona-Zeiten): Gemeinsam rühren Landrat Peter Dreier und OB Alexander Putz nunmehr auch die Werbetrommel für die Direktvermarkter in der Region Landshut. Eine Info-Broschüre, in der sich 114 Anbieter regionaler Produkte vorstellen, liegt in den Rathäusern zwischen Neufahrn und Velden sowie im Landratsamt Landshut aus.


Medieninformation

Landshut, 23. Juni 2020

60-seitige Broschüre gibt Überblick über Direktvermarkter in Stadt und Landkreis Landshut

Landkreis Landshut. Wenn das keinen Appetit macht! Knackige, kerngesunde Äpfel im Vordergrund, saftige Erdbeeren und dahinter ein Glas prallvoll mit Erdbeer-Marmelade. Dazu ein Blumenstrauß und das Schild „Direkt ab Hof!“ Recht viel einladender kann die Titelseite einer Broschüre nicht sein, in der sich 114 Direktvermarkter aus Stadt und Landkreis Landshut vorstellen, von Adlkofen über die Stadt Landshut bis Wurmsham, von Biohöfen über Gärtnereien und Hofmolkereien bis zu Wildfleisch-Anbietern.

Frische Produkte, der direkte Kontakt zwischen Lebensmittel-Produzenten und ihren Kunden, kurze Transportwege, Transparenz bei den Methoden, die die Erzeuger anwenden: Diese und noch viele andere gute Argumente sprechen für die Direktvermarktung: „Kein Wunder, dass sich immer mehr Verbraucher für die Direktvermarktung begeistern – für den Einkauf in Hofläden, auf Wochenmärkten, über Abo-Kisten, die zuhause angeliefert werden, und bisweilen auch direkt vom Acker“, stellen Landrat Peter Dreier und Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz im Vorwort zu der Broschüre fest.

Aus der Region – für die Menschen der Region

Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Landkreis Landshut, diese Broschüre, die Kontaktdaten und Produkte von Anbietern unterschiedlichster Art knapp, übersichtlich und in einem handlichen Heft-Format präsentiert. Erstellt und gestaltet wurde die Info-Broschüre vom motivmedia-Verlag (Velden), der in Sachen Werbetrommel-Rühren für Direktvermarkter schon einiges erfolgreich auf die Beine gestellt hat.

Ob frisches, regionales Gemüse, biologisch angebautes Obst, Milch und frischer Käse, Fleisch von der Hofmetzgerei – bei den Direktvermarktern in der Region Landshut kaufen Kunden hochwertige Produkte ein. Heimische Produkte – aus der Region, für die Region – haben Konjunktur, schon seit Jahren: Aber die corona-bedingte Krise hat wohl noch mehr Menschen ins Bewusstsein gerufen, was für einen Wert doch jene Güter haben, die im eigenen Land ausreichend und sicher erzeugt werden.

Unbezahlbar: Vertrauen in die Produzenten

Direktvermarktung stärkt nach den Worten von Landrat Dreier und OB Alexander Putz zudem ein unbezahlbares Gut – das Vertrauen zwischen Produzenten und Kunden. Und es führt zu höherer und ehrlicher Wertschätzung der Arbeit in allen Bereichen der Landwirtschaft, aber zum Beispiel auch der Gärtnereien, Imkereien oder von „Exoten“ wie Schafhaltern.

Ergänzt werden die Kurzdarstellungen der Direktvermarkter durch ein breites Spektrum weiterer Informationen: darunter eine Auflistung der Bauern- und Wochenmärkte in der Region, ein Beitrag des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut sowie über „Regionales Verbrauchen“, zwei Rezepte und ein Interview.

Bauernhof: Erlebnisse besonderer Art

In dem Interview berichten zwei langjährige und erfolgreiche Direktvermarkter aus ihrem Alltag – und sie sprechen darüber, was ihrer Sicht den Kern ihrer Arbeit ausmacht. „Einen kleinen, familiengeführten Betrieb mit Hofladen zu leiten, das ist eine wunderschöne, erfüllende Arbeit, sozusagen mein Traumberuf“, bekennt dabei Andrea Löffler, Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft aus Bayerbach.

Dass Direktvermarkter aber auch unter Druck stärkerer Bataillone auf dem großen Lebensmittelmarkt stehen, verschweigt Josef Degenbeck nicht, ein Gärtnermeister aus Vilsbiburg: Supermärkte setzten den Direktvermarktern zu, in dem sie Produkte unter dem – weitgehend ungeschützten – Etikett „regional“ vermarkten, stellt er fest.

Dass heimische, ihre Produkte direkt vermarktende Bauernhöfe außer ihren Waren auch viele Erlebnisse zu bieten haben, ist in der Broschüre auch zu lesen. Mit Engagement und pfiffigen Ideen wenden sich diese Landwirte mit vielfältigen Aktionen an alle Altersgruppen, von Kindern bis zu Senioren, an Vereine und Familien ebenso wie an Busgruppen.

Die buchstäblich viel-seitige Broschüre ist kostenfrei im Landratsamt Landshut erhältlich im Rathaus der Stadt Landshut und in den Rathäusern der Landkreis-Gemeinden.

INFO:

Die Broschüre „Direktvermarkter in Stadt und Landkreis Landshut“ wird in absehbarer Zeit neu aufgelegt. Direktvermarkter, die in die Info-Broschüre aufgenommen werden wollen, wenden sich bitte an das Landratsamt Landshut, Frau Carina Heigl, Telefon 0871/408-1151, E-Mail: wirtschaft@landkreis-landshut.de; die kostenlosen Broschüren können übers Internet bestellt werden beim Landratsamt Landshut unter www.tourismus-landshut.de und bei der Stadt Landshut unter www.landshut-tourismus.bayern.

 

 

60 Seiten prallvoll mit Informationen über die Angebote von Direktvermarkter in der Region Landshut und noch einige interessante Texte und Tipps obendrauf: Die Direktvermarkter-Broschüre, ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Landkreis Landshut.

Fotos: Landkreis-Landshut, Pressestelle

von links: Freuen sich über ein neues, durch EU-Fördergelder ermöglichtes soziales Projekt, von links: Landrat Peter Dreier, der Geschäftsführer des Landshuter Netzwerks Jürgen Handschuch, Sozialpädagogin Nicole Smolin, Karoline Bartha, Managerin der Lokalen LEADER-Aktionsgruppe für den Landkreis Landshut, und Nadja Limmer, Leiterin des Seniorenbildungs- und Kulturzentrums des Landshuter Netzwerks. (Foto: LRA Landshut/Stöttner)


Medieninformation

Landshut, 9. Juni 2020

LEADER-Programm: Zwei neue Stellen können beim Landshuter Netzwerk besetzt werden

Landkreis Landshut. Das LEADER-Förderprogramm der Europäischen Union (EU) für ländliche Regionen macht es möglich: Die Arbeit für Demenzkranke und ihre Angehörigen wird durch das Landshuter Netzwerk e. V. als Projektträger für den Verbund DemenzLA spürbar ausgeweitet und auf eine professionelle Grundlage gestellt. Das unterstrichen Landrat Peter Dreier und der Geschäftsführer des Netzwerks, Jürgen Handschuch, bei einem Gespräch im Landratsamt, an dem auch eine von zwei Sozialpädagoginnen teilnahm, die diese Demenz-Arbeit leisten werden und deren Stellen dank des Förderprogramms geschaffen werden konnten.  

Sie ist eine der großen Herausforderungen an die Medizin, vor allem aber an die Gesellschaft in Ländern, in denen ältere Menschen einen immer größeren Anteil ausmachen – die Demenz: Rund eine Viertelmillion Menschen in Bayern sind an einer der vielfältigen Formen von Demenz erkrankt, wie drei Vertreter des Landshuter Netzwerks darlegten: Geschäftsführer Jürgen Handschuch, die Abteilungsleiterin des Seniorenbildungs- und Kulturzentrums des Netzwerks, Nadja Limmer, und die Sozialpädagogin Nicole Smolin, eine der beiden Sozialpädagoginnen, die die Demenz-Arbeit leisten.

Dreier: Bündel von Maßnahmen auf den Weg gebracht

Zur Hälfte werden die Sozialpädagoginnen-Stellen durch Mittel aus dem EU-Förderprogramm LEADER finanziert, 40 Prozent der Kosten übernimmt der Landkreis Landshut, die restlichen zehn Prozent der Verbund DemenzLA mit Alzheimergesellschaft, Arbeiterwohlfahrt, BRK Landshut, Christlichem Bildungswerk, Diakonie und Landshuter Netzwerk. Landrat Peter Dreier brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass erneut ein wichtiges Projekt für den Landkreis Landshut mit Hilfe von Mitteln aus Fördertöpfen der EU angepackt werden kann.

Er erinnerte daran, dass der Landkreis Landshut erst seit 2015 LEADER-Mittel erhält – während andere Landkreise, der Nachbarlandkreis Kelheim etwa, längst viele Projekte mit EU-Mitteln umgesetzt haben. Es freue ihn sehr, dass in den vergangenen Jahren ein Bündel unterschiedlichster Vorhaben dank LEADER auf den Weg gebracht werden konnten, vom Skatepark in Geisenhausen bis zur Schaubrauerei in Furth.

Lotsin durch den Paragraphen-Dschungel

Einen erheblichen Anteil daran hat, da zeigten sich Landrat Dreier und die Vertreter des Netzwerks absolut einig, Karoline Bartha, die Managerin der Lokalen LEADER-Aktionsgruppe im Landkreis Landshut. Wie Jürgen Handschuch und Nadja Limmer unterstrichen, hat Bartha sie zuverlässig durch den Paragraphen- und Formblätter-Dschungel der EU- Bürokratie gelotst und ans fachlich und sachlich richtige und gewünschte Ziel gebracht.

Die zwei neuen Halbtagskräfte beim Netzwerk sollen eine große Lücke schließen helfen – nämlich die notwendige Hilfestellung für Demenzkranke und ihre Angehörigen. Sie packen Aufgaben an, die bislang überwiegend durch ehrenamtlich tätige Frauen und Männer geleistet werden – und von den Angehörigen, denen ohnehin so vieles abverlangt wird.

Mit der Demenz-Erkrankung eines Familienmitglieds verändert sich auch das Leben der Angehörigen, der Ehepartner und Kinder. Sie leiden nicht nur mit, sie stehen auch vor ganz neuen Herausforderungen. Sie haben es mit einer oft schweren Krankheit zu tun; und sie müssen überdies miterleben, dass ein Mensch, der ihnen sehr nahesteht, sich in seiner Persönlichkeit verändert.

Beratung, Multiplikatoren-Schulungen, Aufklärung

So drängend die Probleme sind, die die zwei Sozialpädagoginnen der neuen Koordinierungsstelle Demenz beim Landshuter Netzwerk bearbeiten, so breitgefächert sind ihre Aufgaben und das Spektrum ihrer Ansprechpartner. Neben Angehörigen von Demenz-Kranken stehen sie vielen anderen beratend zur Seite: Kommunen, Behörden, Senioren-Beauftragten, sozialen Einrichtungen, Sozialverbänden, Vereinen bis hin zum örtlichen Einzelhandel und Busunternehmen.

Schulungen, Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zum Thema „Umgang mit Demenz im Alltag“ stehen ebenso auf ihrem Arbeitsprogramm wie telefonische Beratung für Angehörige von Demenzkranken. Und natürlich die Öffentlichkeitsarbeit, damit sich Menschen, die um Hilfen, Rat und Tat nachsuchen, nicht länger alleingelassen sehen, unterstrich Landrat Peter Dreier einen wesentlichen weiteren Aspekt der neuen, LEADER-gestützten Initiative im Landkreis Landshut.

Von großem Vorteil wird dabei sein, dass die neugeschaffene „Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern“ beim Landshuter Netzwerk angesiedelt worden ist, in seiner Geschäftsstelle in der Nähe des Landshuter Hauptbahnhofs. Im Wettbewerb mit zwei weiteren niederbayerischen Trägern hat das Landshuter Netzwerk den Zuschlag bekommen im Rahmen einer Ausschreibung dieser Stelle durch die bayerische Staatsregierung. Informationen gibt es zu dem Themenkreis auch im Internet unter www.demenz-landshut.de.

 

 

Landrat Peter Dreier (r.) und Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken (l.) freuen sich, mit Prof. Dr. Julinda Mehilli eine kompetente und engagierte Nachfolgerin für Chefarzt Prof. Dr. Bernhard Zrenner gefunden zu haben.
Prof. Dr. Julinda Mehilli wird Nachfolgerin von Prof. Dr. Bernhard Zrenner

Landshut. Bereits im vergangenen Jahr wurde mit der Suche nach einer Nachfolge für Chefarzt Prof. Dr. Bernhard Zrenner, der zum 31. August 2020 in den Ruhestand gehen wird, begonnen. Nun steht fest, wer ab 1. September 2020 die Leitung der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und internistische Intensivmedizin am Krankenhaus Landshut-Achdorf übernimmt: Prof. Dr. Julinda Mehilli heißt die zukünftige Chefärztin der Medizinischen Klinik I. Sie wird damit die erste weibliche Chefärztin einer Abteilung der LAKUMED Kliniken sein.

Die Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie hat sich gegen zahlreiche Bewerber durchgesetzt und mit ihrer fachlichen Kompetenz und ihrem Engagement in der Patientenbetreuung überzeugt. „Mir ist wichtig, dass jeder Patient mit einem kardiologischen Problem heimatnah betreut werden kann und zur medizinischen Versorgung keine weiten Wege in entfernte Städte zurücklegen muss“, sagt Prof. Dr. Mehilli. „Deshalb möchte ich hier in Landshut auch weiterhin das breite Spektrum der interventionellen Kardiologie abbilden und alle medizinischen Verfahren anwenden können, die uns die moderne Kardiologie bietet.“

Prof. Dr. Mehilli war zuletzt als leitende Oberärztin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig. Parallel zu ihrer klinischen Tätigkeit ist sie seit über 20 Jahren in der Patientenversorgungsforschung aktiv. Sie hat maßgeblich zur Entwicklung neuer Therapiekonzepte beigetragen und damit die nationalen und europäischen Behandlungsleitlinien der Herzpatienten gestaltet. Ganz besonders liegt Prof. Dr. Mehilli die Ausbildung und Wissensweitergabe an Ärzte, Studierende und Pflegepersonal am Herzen.

„Bei der Nachbesetzung der Chefarztstelle war uns wichtig, das ausgesprochen hohe Niveau der medizinischen Versorgung in der Klinik für Kardiologie auch in der Zukunft beizubehalten“, sagt Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken. „Wir freuen uns sehr, mit Prof. Dr. Mehilli eine ausgezeichnete Ärztin und hoch motivierte Nachfolgerin für Prof. Dr. Zrenner gefunden zu haben.“ Auch Landrat Peter Dreier überzeugte sich bei einem Antrittsbesuch der neuen Chefärztin von deren Kompetenz und stimmte als Vorsitzender des Kreistages der Einstellung von Prof. Dr. Mehilli zu. „Prof. Dr. Mehilli tritt als Nachfolgerin von Prof. Dr. Zrenner in große Fußstapfen – er hat die kardiologische Abteilung, aber auch die LAKUMED Kliniken selbst stark geprägt. Wir sind aber froh, dass wir eine solch kompetente und in medizinischen Fachkreisen hoch anerkannte Chefärztin für uns und unsere Region gewinnen konnten“, so Dreier.

Bereits jetzt ist Prof. Dr. Mehilli in Projekte ihrer zukünftigen Abteilung, wie zum Beispiel den Aufbau eines neuen Herzkatheterlabors, eingebunden und bereitet sich intensiv auf ihr neues Aufgabengebiet am Krankenhaus Landshut-Achdorf vor. Prof. Dr. Bernhard Zrenner, mit dem sie schon am Deutschen Herzzentrum zusammengearbeitet hat, weist sie in ihren neuen Tätigkeitsbereich ein, sodass in einigen Wochen ein nahtloser Übergang möglich und die Versorgung der Patienten zu jeder Zeit in gewohnt hervorragender Weise sichergestellt ist.

 

Bildquelle: Lohmayer/LAKUMED Kliniken

 

Bildunterschrift: Landrat Peter Dreier, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender Jakob Fuchs, Standortvertreter Thomas Rohrmeier, Pflegedienstleitung Ina Stiller und Vorstand Prof. Dr. Johannes Schmidt (v.l.n.r.) begrüßten Dr. Robert Bütterich (vorne mitte) als neuen Chefarzt in der Schlossklinik Rottenburg.

Rottenburg. Seit Anfang Mai wird Dr. Robert Bütterich, Facharzt für Innere Medizin mit den Weiterbildungen Geriatrie und Palliativmedizin, als neuer Chefarzt der Schlossklinik Rottenburg eingearbeitet. Am vergangenen Freitag wurde der neue Chefarzt von Landrat Peter Dreier, Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, Vorstand Prof. Dr. Johannes Schmidt sowie Standortvertreter Thomas Rohrmeier und Pflegedienstleitung Ina Stiller offiziell begrüßt.

„Die Schlossklinik Rottenburg mit ihrer Reha und Geriatrie ist ein wichtiges Standbein für die Versorgung älterer Patienten in der Region Landshut“, sagte Landrat Peter Dreier. „Die erste bayerische Klinik für Geriatrische Rehabilitation wurde 1994 gegründet und genießt einen überregional herausragenden Ruf“, so Fuchs. Landrat Dreier und Jakob Fuchs freuten sich, mit Dr. Robert Bütterich einen jungen neuen Chefarzt begrüßen zu dürfen, der sich mit großem Interesse den älteren Patienten widmen und neuen Schwung in die Schlossklinik bringen wird. „In meinen ersten zwei Wochen an der Schlossklinik habe ich viele freundliche und motivierte Mitarbeiter kennen lernen und die familiäre Atmosphäre in diesem schönen Ambiente spüren dürfen“, sagte Dr. Bütterich.

Vor 15 Jahren wurde das Interesse des Internisten für den Fachbereich Geriatrie geweckt. Mit viel Empathie und Leidenschaft widmet sich Dr. Bütterich den Symptomen und Bedürfnissen der älteren Patienten und behält dabei stets den Menschen in seiner Gesamtheit im Blick. Wichtig ist ihm der persönliche Kontakt mit dem Patienten. „Im hohen Alter verursachen Verletzungen und akute Krankheiten häufig bedrohliche Situationen und das gesamte Lebensgefüge wird derangiert“, so Dr. Bütterich. Die Rehabilitanden auf diesem beschwerlichen Weg zu begleiten und ihre Selbständigkeit und Selbsthilfemöglichkeit zu verbessern, stellt die Motivationsgrundlage dar – nach dem Grundsatz: Es gibt keine „Spitzenmedizin“ ohne Rehabilitation. Verschlechtert sich der Zustand eines schwerkranken älteren Menschen zunehmend, sollte jedoch auch ein Sterben mit Achtung und Würde ermöglicht werden.

Nach mehreren Jahren in der Akutgeriatrie und fünf Jahren im Bereich der Rehabilitation entschied sich Dr. Bütterich für eine neue Herausforderung. „Die Schlossklinik Rottenburg hat einen exzellenten Ruf und ein noch eindrücklicheres Ambiente“, sagt er. „Gemeinsam mit dem Team möchte ich mich den Herausforderungen des neuen Jahrzehnts stellen und qualitativ das abbilden, was das Haus an Möglichkeiten bietet – und das auf möglichst stabilen ökonomischen Beinen.“ Wichtig ist dem neuen Chefarzt die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern: „Die Geriatrie lebt von den Mitarbeitern und daher sollte diese Ressource ganz besonders gepflegt werden.“

Bildquelle: LAKUMED Kliniken

Bildtext: Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier analysieren gemeinsam mit dem Ärztlichen Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Jürgen Königer, den Verlauf der stationär behandelten COVID-Patienten in der Region.

 

 

Wichtiges Etappenziel in der Region Landshut erreicht

Landrat und Oberbürgermeister appellieren, Ausgangsbeschränkungen unbedingt weiter zu beachten

 

„Flatten the curve“, also das „Abflachen“ der Zahl an Corona-Infektionen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten – das ist das oberste Ziel von Bundes- und Staatsregierung, um dieser Pandemie begegnen zu können. Auch Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz haben sich das für die Region Landshut zur Aufgabe gemacht – und können einen Zwischen-Erfolg verzeichnen: Die Entwicklung der Zahlen stationär behandelter COVID-Patienten in den regionalen Krankenhäusern gibt leisen Grund zur Hoffnung. Denn sie decken sich mit dem erhofften Verlauf, an den regionalen Kliniken waren bisher stets noch Kapazitäten frei.

Jürgen Königer, der Ärztliche Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, wertet täglich die aktuellen Abfragen aus, die die Kliniken in das zentrale Erfassungsprogramm IVENA befüllen. Dabei wird deutlich, dass die „Normalbetten“ für Corona-Patienten einer deutlich größeren Schwankung unterliegen: Die Kliniken testen vorsorglich alle Patienten mit einem Atemwegsinfekt, ob doch eine Corona-Erkrankung vorliegt. Bis das Testergebnis vorliegt, bleibt der Patient auf dieser Station. Bei den Intensivbetten gestaltet sich die Situation etwas anders: „Hier wird deutlich, dass die Patienten meist über einen längeren Zeitraum intensivmedizinisch betreut werden müssen“, stellt Königer fest.

„Unsere Kliniken leisten hervorragende Arbeit“, stellten Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz fest. Sie zeigten sich erleichtert, dass die Ausgangsbeschränkungen offenbar die erhoffte Wirkung erbringen und ein wichtiges Etappenziel erreicht wurde. Zugleich warnten sie aber, sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen: „Wir dürfen diese hoffnungsvollen Entwicklungen nicht aufs Spiel setzen, indem wir vorschnell wieder zum Normalbetrieb wie vor der Krise übergehen. Eine vorsichtige und dafür nachhaltige Öffnung ist die beste Lösung.“ Deshalb appellieren Dreier und Putz, sich bereits jetzt an die anstehende Maskenpflicht zu halten, auch wenn sie offiziell erst ab Montag gilt. Und trotz Maske: „Sie ersetzt nicht den Mindestabstand und das regelmäßige Händewaschen.“ Das gilt auch für die Ausgangsbeschränkungen, die weiter unbedingt befolgt werden müssten.

Dem Ärztlichen Leiter Königer sprachen Landrat und Oberbürgermeister ihren großen Dank aus: „Er ist quasi permanent im Einsatz und koordiniert, wertet aus und entwickelt Strukturen, damit das regionale Gesundheitssystem trotz dieser schwierigen Zeit stets voll einsatzfähig bleibt. Er ist ein enorm wichtiger Mittler zwischen den Kliniken, der Verwaltung und den Rettungsdiensten. Seine große Erfahrung in diesem Bereich ist für uns wirklich Gold wert.“ Ihren Dank richteten sie zusätzlich an alle, die täglich alles geben, um diese Krise bewältigen zu können – Ärzte, Pflegepersonal, Verwaltung, freiwillige Helfer, Handel, Wirtschaft und noch viele mehr: „In diesen Krisenzeiten müssen wir mehr denn je zusammenhalten – jetzt und auch in Zukunft.“

In der Region Landshut wurden bisher 863 Corona-Infektionen festgestellt. Die Zahl der Kontaktpersonen liegt bei 2 486. Bisher sind 28 Infizierte, bei denen ein Zusammenhang mit COVID19 möglich ist, verstorben (Stand: 24.04.2020, 11.00 Uhr). Die Anzahl der nachgewiesenen Infektionen bildet das gesamte Geschehen seit der KW11 ab, als der erste Corona-Fall in der Region nachgewiesen wurde. Zwischenzeitlich Genesene und aus der häuslichen Quarantäne entlassene Personen (577 insgesamt) sind noch in der Summe enthalten.

Derzeit werden in den Krankenhäusern in der Region 42 Patienten stationär behandelt, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, hinzu kommen 15 die intensivmedizinisch betreut werden müssen (Beatmung und Intermediate Care-Betten (IMC)) (Stand: 24.04.2020, 10.00 Uhr).

 

Fotos: Landkreis Landshut