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Landestheater Niederbayern

BEZIRK NIEDERBAYERN

Pressemitteilung

Landshut, 14.11.2019

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich hält ein Theater in Landshut für unverzichtbar

Landshut. „Der Fortbestand des Theaters in Landshut liegt mir sehr am Herzen“, sagt Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Die überregionale Bedeutung des Landestheaters Niederbayern werde dadurch dokumentiert, dass der Bezirk den laufenden Betrieb mitfinanziert. Der Bezirk Niederbayern ist neben den Städten Landshut, Passau und Straubing Mitglied im Zweckverband Landestheater Niederbayern. Laut Verbandssatzung wird „der gesamte ungedeckte Bedarf auf die umlagepflichtigen Verbandsmitglieder“ – die Städte Landshut und Passau sowie auf den Bezirk Niederbayern je 5/16 und die Stadt Straubing 1/16 umgelegt. Für das Haushaltsjahr 2020 wurde vom Bezirk eine Summe von rund 2,1 Millionen Euro veranschlagt. „Das ist die mit Abstand höchste Förderung im kulturellen Bereich, die der Bezirk jährlich im Haushalt einplant. Das unterstreicht, welche Bedeutung wir dem Landestheater Niederbayern beimessen“, so Heinrich. Darüber hinaus gibt der Bezirk Niederbayern für das Landestheater einen Barzuschuss in Höhe von 52.000 Euro.

Spielfähige Theater zur Verfügung zu stellen, sei ausschließlich Aufgabe der örtlichen Kommunen. Gleichwohl hält der Bezirkstagspräsident in der Regierungshauptstadt Niederbayerns ein Theater für unverzichtbar. Der Bezirk habe großes Interesse daran, dass das Landshuter Theater in einen spielfähigen Zustand versetzt werde.

 

Foto (Stefanie Starke): (v.l.) MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Staatsminister Bernd Sibler, MdL Helmut Radlmeier und MdL Josef Zellmeier.


Niederbayerische CSU-Abgeordnete tauschen sich aus

München/Passau/Straubing/Landshut. „Die Stadt Landshut ist am Zug und muss nun eine Entscheidung treffen und Einsparungen und Priorisierungen vornehmen“, betont Staatsminister Bernd Sibler im Gespräch mit den CSU-Abgeordneten Prof. Dr. Gerhard Waschler (Passau), Josef Zellmeier (Straubing) und Helmut Radlmeier (Landshut).

Gemeinsam bereite der mögliche Sanierungsstopp am Landestheater Niederbayern Sorge. „Kultur verdient Wertschätzung und Förderung, sie ist ein wichtiger Faktor für die Attraktivität des ländlichen Raums. Die Stabilität des Landestheater Niederbayern ist daher gerade für Niederbayern von großer Bedeutung“, ist auch MdL Josef Zellmeier aus Straubing überzeugt. Im Austausch mit Kunstminister Bernd Sibler haben die CSU-Kollegen mögliche Konsequenzen diskutiert und weitere Handlungsschritte besprochen. „Sollte die Sanierung tatsächlich ausgesetzt werden, wird man vermutlich nicht mehr die hohe künstlerische Qualität an das Landestheater bekommen“, so Sibler. Für ihn werde sich die derzeitige Unsicherheit auch auf die Attraktivität des gesamten Hauses niederschlagen – „das werden wir im Verbund dann auch an den Standorten in Passau und Straubing zu spüren bekommen“, merkt MdL Waschler weiter an. „Der Freistaat muss Landshut bestmöglich unterstützen. Hierbei lohnt der Blick aus die riesige Kulturförderung der Ballungszentren in Bayern“, so Waschler weiter.

Dass nun dringender Handlungsbedarf seitens der Stadt Landshut bestehe, weiß auch der zuständige Stimmkreisabgeordnete Helmut Radlmeier: „Das Landestheater ist eine Erfolgsgeschichte, die weitergeschrieben werden muss. Deshalb werden wir in Landshut nichts unversucht lassen, um die Rückkehr in die alte Spielstätte Bernlochner zu ermöglichen. Zusammen werden wir nun mit dem Freistaat nach Lösungen suchen, wie wir die Sanierung des Stadttheaters stemmen können“, so Radlmeier. Man sei sich der Reichweite der Auswirkungen auf das kulturelle Leben in der gesamten Region durchaus bewusst – „am Zug ist jetzt jedoch zunächst die Stadt Landshut“, so Sibler mit Nachdruck.

 

Dringlichkeitsantrag an den Stadtrat der Stadt Landshut

 

04.11.2019

Der Stadtrat beauftragt den Oberbürgermeister und die Verwaltung der Stadt Landshut umgehend damit, mit dem Landrat in Gespräche über eine eventuelle finanzielle Beteiligung des Landkreises bei Sanierung / Neubau und Unterhalt des Stadttheaters Landshut einzutreten.

Ebenso werden der Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung beauftragt, mit dem Freistaat Bayern in Gespräche einzutreten, ob eine eventuelle Trägerschaft des Landestheaters Niederbayern durch den Freistaat (Staatstheater) realisierbar wäre.

 

:Begründung

Das Stadttheater ist für die Region und das Oberzentrum Landshut von enormer kultureller Bedeutung. Weit mehr als 50 Prozent der Theaterbesucher kommen dabei aus dem Umland und nicht aus der Stadt Landshut, auch bei der Petition ist die überwiegende Anzahl der Unterzeichner nicht in der Stadt Landshut beheimatet.

Wir sind uns der Verantwortung als Oberzentrum bewusst und wollen ihr nach bestem Wissen und Gewissen nachkommen. Aber aufgrund der finanziellen Lage der Stadt wollen wir den Landkreis um Unterstützung bitten. Parallel dazu wollen wir auch den Haushalt der Stadt einer kritischen Würdigung im Hinblick auf Sparmaßnahmen unterziehen. Zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Landshut sollten wir gemeinsam an einer Lösung arbeiten.

Der Freistaat Bayern ist ein Kulturstaat. In mehreren Regionen Bayerns wurden bereits Staatstheater realisiert. Daher sollte auch für die Region Niederbayern diese Variante geprüft werden.

 

Für die CSU-Fraktion

Rudolf Schnur – Fraktionsvorsitzender Stadtrat –

Dr. Thomas Haslinger – Stadtrat

 

Bildquelle: Archiv – KLARTEXT.LA

Stadtrat und CSU-Kreisvorsitzender Dr. Thomas Haslinger bat seinen Parteifreund Staatsminister Bernd Sibler nochmals eindringlich um rasche und wirkungsvolle Unterstützung der Staatsregierung.

Staatsminister Bernd Sibler stellte kurzfristig seine Termine um und besuchte gemeinsam mit MdL Radlmeier, dem CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Thomas Haslinger, Stadtrat und Fraktionsvorsitzenden Rudolf Schnur und Stadtrat Willi Hess vor der Premiere von “Amadeus” das Stadttheater Landshut auf um sich sowohl mit den Mitarbeitern auszutauschen, als auch zu den Gästen der Premierenvorstellung zu sprechen. Die Künstler und deren Unterstützer nutzten die Gelegenheit um ihre Sorgen und Nöte vorzutragen. Staatsminister Sibler nahm diese auf und sicherte zu bereits am heutigen Sonntag mit dem Ministerpräsidenten und dem Finanzminister ein erstes Gespräch führen zu wollen. Er stellte klar, dass er kein Ergebnis versprechen kann, sicherte jedoch seinen stetigen Einsatz zu. Bei der Gelegenheit erwähnte er auch, dass das Stadttheater Landshut für den laufenden Spielbetrieb mehr Staatszuschüsse erhalten könnte, wenn man diese beantragen würde. In diesem Sinne hat er den Intendanten Stefan Tisch bereits informiert. Für die Landshuter CSU-Stadtratsfraktion beginnen die Beratungen über die finanzielle Zukunft des Stadttheaters am Montag Abend in der regulären Sitzung der Stadtratsfraktion. Fraktionsvorsitzender Rudolf Schnur kündigte an alle Optionen die der Haushalt und die mittelfristigen Planungen bieten zu prüfen um den Bestand des Stadttheaters zu erhalten.

Fotos: Klartext.LA

 

 

Bildunterschrift: Suchen nach Lösungen für eine Zukunft des Stadttheaters (v.l.): Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, Intendant Stefan Tilch, Geschäftsführer Rudi Senff und Stadtrat Ludwig Zellner. 

Die Stadtspitze hat vorgeschlagen, die Sanierung des Theaters auf Eis zu legen. Intendant Stefan Tilch befürchtet daher das Ende des Landestheaters Niederbayern. Zusammen mit den CSU-Stadträten Helmut Radlmeier und Ludwig Zellner suchen Tilch und Rudi Senff, Geschäftsführer des Theaters, nach Lösungen.

Eine Stadt der Größe Landshuts ohne Theater? Für die Vertreter des Theaters wie auch für die CSU-Stadträte schwer vorstellbar, wie im Gespräch rasch klar wurde. Doch die Situation ist verfahren. Landshut muss etliche Großprojekte stemmen, so auch den Neubau dreier Schulen. Stadtspitze und Kämmerei sehen keine Möglichkeit, die eigentlich seit langem geplante Sanierung des Stadttheaters im Bernlochner-Komplex anzupacken. Für Ludwig Zellner, der für die CSU im Bildungs- und Kultursenat sitzt, ist das Theater dagegen ein „unverzichtbarer Bestandteil der Stadt Landshut“, wie er gegenüber Tilch und Senff betonte. Schon 2017 hatten Zellner und Radlmeier mit weiteren CSU-Fraktionsmitgliedern in einem Haushaltsantrag Finanzmittel für das Stadttheater gefordert. Ebenso wie ihr Fraktionskollege Manfred Hölzlein, der zugleich dem Zweckverband Landestheater vorsteht, stünden sie auch weiterhin zum Theater, unterstrichen die Stadträte.

Radlmeier erinnerte dabei an das lange Ringen mit dem Freistaat über die Förderhöhe. Zusammen mit dem damaligen Oberbürgermeister Hans Rampf habe man erreicht, dass die Sanierung zu satten 75 Prozent der förderfähigen Kosten vom Freistaat übernommen wird. Diese starke Förderung müsse man nutzen. Alles könne der Freistaat aber nicht übernehmen, so Zellner und Radlmeier. Deshalb seien alle – ob Vertreter des Theaters, der Stadt und der Stadtrat – gefragt, nach Lösungen zu suchen. „Jetzt muss jeder seinen Beitrag leisten“, plädierte Zellner. Alle Optionen müsse man durchdenken, alle Möglichkeiten ausloten. „Man darf das Theater nicht komplett fallenlassen“, so der CSU-Stadtrat. Landtagsabgeordneter Radlmeier konnte Tilch und Senff berichten, dass er bereits in Kontakt mit Bayerns Kunstminister Bernd Sibler stehe. Auch werde er das Gespräch mit Finanzminister Albert Füracker suchen, versprach Radlmeier. Vielleicht gebe es eine Möglichkeit, die FAG-Fördermittel des Freistaats vorzuziehen, warf der Abgeordnete ein.

Einig war man sich auch, dass der Zweckverband Landestheater Niederbayern ein absolutes Erfolgsmodell sei. Schon seit 1952 verbinde er Kultur mit Wirtschaftlichkeit. Dadurch könne man in Landshut, Straubing und Passau hochwertige kulturelle Veranstaltungen anbieten, für die andernorts ein Vielfaches an Geldern aufgebracht wird.

Im Gespräch machte Tilch außerdem deutlich, dass die Zukunft des Stadttheaters keine Frage sei, die nur wenige interessiere. Ganz im Gegenteil: Der Verein Theaterfreunde Landshut habe mittlerweile rund 1.000 Mitglieder. Wie sehr das Theater den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt, sehe man auch an der starken Unterstützung in der aktuellen Debatte. Nur einen Tag nach dem Start einer Online-Petition, die zum Erhalt des Landestheaters aufruft, haben sich schon 4.000 Unterstützer dort eingetragen. Und die Zahl steigt weiter.