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LAKUMED

Landshut / Vilsbiburg / Rottenburg. Die Vorschriften für Besucher konnten in den Häusern der LAKUMED Kliniken weiter gelockert werden: Jeder Patient darf pro Tag einen Besucher für beliebige Zeit innerhalb des Besucherzeitraums empfangen. Die Besuchszeiten am Krankenhaus Landshut-Achdorf, am Krankenhaus Vilsbiburg und in der Schlossklinik Rottenburg sind von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.
Der Besucher muss vorab nicht mehr registriert werden und darf bei medizinischen Gründen eine Begleitperson mitbringen. Zudem dürfen minderjährige Kinder mitgebracht werden, wenn der Partner besucht wird und sonst keine Kinderbetreuung möglich ist.
In den Geburtskliniken am Krankenhaus Landshut-Achdorf und am Krankenhaus Vilsbiburg dürfen Geschwisterkinder zum Besuch mitgebracht werden. Bei Besuchen mit Kindern gilt eine zeitliche Beschränkung von einer Stunde. Stellt sich eine Schwangere mit Wehen vor, darf der Partner nach dem Screening direkt mit in den Kreißsaal bzw. Wartebereich kommen – unter der Voraussetzung, dass ausreichend Platz vorhanden ist.
Weiterhin gilt in allen Häusern der LAKUMED Kliniken, dass Personen mit Erkältungssymptomen, mit Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall sowie nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet laut RKI in den vergangenen zwei Wochen die Krankenhäuser nicht betreten dürfen. Der Zutritt erfolgt jeweils über den Haupteingang mit Mund-Nasen-Schutz. Im Eingangsbereich wird eine Risikoeinschätzung durchgeführt.
Jeder Besucher ist verpflichtet, sich an die vorgegebenen Hygieneregeln zu halten: Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, Mindestabstand von eineinhalb Metern zu anderen Personen sowie Händedesinfektion vor / bei Betreten und nach dem Verlassen des Patientenzimmers. Zudem sind Besuche nur in den Patientenzimmern sowie in ausgewiesenen Außenbereichen erlaubt. Den Besuchern wird bei der Zutrittskontrolle ein Informationsblatt mit diesen und weiteren Verhaltensregeln ausgehändigt, dessen Erhalt und Kenntnisnahme sie schriftlich bestätigen.
Aktuelle Informationen finden Sie unter www.LAKUMED.de/coronavirus<http://www.LAKUMED.de/coronavirus>.

Foto: LAKUMED

Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender Jakob Fuchs, Stationsleitung Anita Schaller, Hebamme Marion Schmidt und die Leitende Oberärztin Dr. Silvia Sabus (v.l.n.r.) gratulierten den stolzen Eltern Soumaya Hocine und Amor Boulkroune zur Geburt ihrer Tochter Hana.


Ein Jubiläums-Baby in Corona-Zeiten

Landkreis Landshut. Am vergangenen Montag um 03:28 Uhr fand die eintausendste Geburt in den Kreißsälen der Geburtsklinik am Krankenhaus Landshut-Achdorf statt. Das Jubiläums-Baby heißt Hana und ist das zweite Kind der stolzen Eltern Soumaya Hocine und Amor Boulkroune aus Landshut. Die kleine Hana wog 3 350 Gramm, hatte einen Kopfumfang von 34 Zentimetern und war 51 Zentimeter groß.

Anlässlich der eintausendsten Geburt in den Kreißsälen der Geburtshilfe am Krankenhaus Landshut-Achdorf in diesem Jahr überreichte Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, einen Geschenkgutschein und einen Blumenstrauß an die glücklichen Eltern. „Zum Jubiläums-Baby in dieser außergewöhnlichen Corona-Zeit darf ich Ihnen herzlich gratulieren“, sagte er. Auch die Leitende Oberärztin Dr. Silvia Sabus, Stationsleitung Anita Schaller, Hebamme Marion Schmidt und das gesamte geburtshilfliche Team schlossen sich den Glückwünschen an.

In den hochmodernen und farbenfroh gestalteten Kreißsälen der Geburtsklinik am Krankenhaus Landshut-Achdorf werden jährlich mehr als 2 000 Kinder geboren. Die Geburtshilfe unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. Lorenz Rieger ermöglicht eine familienorientierte und individuelle Geburt mit hoher medizinischer Kompetenz und in größtmöglicher Sicherheit. Der Geburtsstation angeschlossen ist das gemeinsam mit dem Kinderkrankenhaus St. Marien betriebene Perinatalzentrum Niederbayern, ein Zentrum der höchsten Stufe zur besonderen Versorgung von Risikoschwangerschaften sowie Früh- und Neugeborenen vor, während und nach der Geburt.

Die Geburtshilfe am Krankenhaus Landshut-Achdorf wird durch die Regierung von Oberfranken gefördert.

Bildquelle: Maria Klaus / LAKUMED Kliniken

LAKUMED Kliniken bauen medizinisches Versorgungsangebot im Landkreis weiter aus

Landkreis Landshut. Das Team der Physiotherapeuten der LAKUMED Kliniken unter der Leitung von Ulrike Wille unterstützt seit vielen Jahren stationäre Patienten bei der Wiederherstellung der körperlichen Belastbarkeit nach einer Erkrankung, Verletzung oder Operation. Nun bauen die LAKUMED Kliniken ihr Angebot weiter aus und bieten auch ambulanten Patienten mit einer Heilmittelverordnung des Haus- oder Facharztes ein breites physiotherapeutisches Angebot am Krankenhaus Landshut-Achdorf, am Krankenhaus Vilsbiburg und in der Schlossklinik Rottenburg an.

„Es freut uns, dass unsere Physiotherapeuten ihre langjährige Erfahrung in der stationären Patientenversorgung nun auch auf den ambulanten Bereich ausweiten dürfen“, sagt Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken. Die Physiotherapeuten unterstützen nun stationäre und ambulante Patienten dabei, ihre Funktionalität zu erhalten, Schmerzen zu reduzieren, Bewegungsabläufe zu verbessern oder die Atemarbeit zu optimieren. Die Leistungen umfassen ein breites Spektrum der Physiotherapie: Von der Krankengymnastik und der Manuellen Therapie über neurophysiologische Behandlungen bis hin zur manuellen Lymphdrainage.

„Um den Patienten eine umfassende individuelle Betreuung zukommen zu lassen, arbeiten die Physiotherapeuten Hand in Hand mit Ärzten, Pflegekräften, dem Sozialdienst, den Orthopädiemechanikern und anderen Therapeutengruppen“, so Wille, Leitung Therapie der LAKUMED Kliniken.

 

Die ambulante Physiotherapie der LAKUMED Kliniken ist folgendermaßen erreichbar:

  • Krankenhaus Landshut-Achdorf (Praxis im Ärztehaus I im 3. Stock):

0871 / 404 – 1678 oder physio-praxis.la@lakumed.de

  • Krankenhaus Vilsbiburg (Praxis im Erdgeschoss):

08741 / 60 – 3195 oder physio-praxis.vib@lakumed.de

  • Schlossklinik Rottenburg (Therapieabteilung im Erdgeschoss):

08781 / 9499 – 6450 oder physio-praxis.rol@lakumed.de

 

Aktuelle Informationen finden Sie auch unter www.LAKUMED.de.

 

 

Bildunterschrift: Jakob Fuchs machte sich mit Ulrike Wille ein Bild von den neuen Räumlichkeiten der ambulanten Physiotherapie im Ärztehaus I am Krankenhaus Landshut-Achdorf.

Bildquelle: Maria Klaus / LAKUMED Kliniken

 

 

Dr. Tobias Nickel, Unternehmenssprecher der DRÄXLMAIER Group, übergab 200 Gesichtsschirme an Jakob Fuchs, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, Prof. Dr. Christian Pehl, Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Vilsbiburg, und Gabriele Riess, Pflegedienstleitung am Krankenhaus Vilsbiburg (v.l.n.r).


Pressemitteilung

Vilsbiburg. Vergangenen Dienstag übergab die Firma DRÄXLMAIER 200 Schutzvisiere im Wert von rund 2.000 Euro an die LAKUMED Kliniken. Gesichtsschirme dieser Art sind Teil der Schutzausrüstung, die das Krankenhauspersonal zum Beispiel bei der Behandlung von Corona-Patienten trägt, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. „Wir sind sehr dankbar für diese großzügige Spende, die einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus leistet“, sagte Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken.

Anfangs noch aufwändig im 3D-Drucker gefertigt, produziert der Automobilzulieferer DRÄXLMAIER die Schutzvisiere mittlerweile in einem eigens dafür entwickelten Spritzgusswerkzeug. Dadurch können rund Tausend sogenannte „D-Shields“ pro Tag hergestellt und vorrangig an Einrichtungen in der Region verteilt werden, die diese dringend benötigen. „Wir wollen mit den D-Shields, die von unserem eigenen Präzisionswerkzeugbau entwickelt und gefertigt werden, Menschen und Einrichtungen unterstützen, die im medizinischen und sozialen Bereich großartige Arbeit für unsere Gesellschaft leisten“, so Dr. Tobias Nickel, Unternehmenssprecher bei DRÄXLMAIER.

Die Gesichtsschirme sind vom TÜV CE-zertifiziert und im Sterilisator desinfizierbar. Die Hygiene-Abteilung der LAKUMED Kliniken hat DRÄXLMAIER bei der Entwicklung des medizinischen Produkts unterstützt, sodass dieses in den Infektionsbereichen der Krankenhäuser optimal eingesetzt werden kann und zuverlässigen Schutz für Mitarbeiter und Patienten bietet. „Mithilfe dieses Schutzschilds können wir sicherstellen, dass das Risiko einer Tröpfcheninfektion zum Beispiel auf den Corona-Stationen so gering wie möglich gehalten wird“, bestätigt Prof. Dr. Christian Pehl, Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Vilsbiburg.

Foto: LAKUMED Kliniken

Sie freuen sich über die Auszeichnung des Darmkrebszentrums: Jakob Fuchs, Prof. Dr. Konstantin Holzapfel, Sigrid Büttner, Prof. Dr. Johannes Schmidt, Susanne Werner, Mohamed Aly und Manuela Denk (v.l.n.r.).

Top Behandlung bei Darmkrebs

Landkreis Landshut. Der Darm ist ein hochkomplexes Organ, das bei Erkrankung einer umfassenden Behandlung durch Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen bedarf. Kürzlich hat die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) dem Darmkrebszentrum der LAKUMED Kliniken wiederholt die Auszeichnung „Darmkrebszentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.“ verliehen.

„Im Darmzentrum arbeiten Spezialisten aus den Bereichen Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Radiologie und Onkologie eng zusammen, um jedem einzelnen Patienten die bestmögliche individuelle Therapie auf höchstem medizinischen Niveau zukommen zu lassen“, erklärt Prof. Dr. Johannes Schmidt, Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Landshut-Achdorf und Chefarzt im Darmkrebszentrum. „Die mehrmalige Zertifizierung des Darmkrebszentrums zeigt, dass im Darmzentrum der LAKUMED Kliniken höchste medizinische Standards in der Diagnostik und Therapie von Darmkrebs vorgehalten werden“, sagt Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken.

Das Darmkrebszentrum der LAKUMED Kliniken bietet zudem die Möglichkeit, falls medizinisch aufgrund der Diagnose möglich, Eingriffe minimal-invasiv durchzuführen. Die große Erfahrung in diesem Bereich beweist die Zertifizierung „Referenzzentrum für minimal-invasiven Chirurgie“ durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Das Darmkrebszentrum der LAKUMED Kliniken wurde im Mai 2014 erstmals von der DKG ausgezeichnet.

Bildquelle: LAKUMED Kliniken

Bild: Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken (li), und Prof. Dr. Johannes Schmidt, Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Landshut-Achdorf (re) gratulierten Oberärztin Dr. Sandra Brenner (2.v.l.), Annett Fichtner, Stationsleitung des Schlafmedizinischen Zentrums (2.v.r.) sowie dem gesamten Team zur Auszeichnung.

Erneute Zertifizierung durch Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin

Landkreis Landshut. Rund ein Drittel der Deutschen schläft regelmäßig schlecht oder nicht durch – für solche Schlafstörungen gibt es verschiedene Ursachen, die in einem Schlaflabor untersucht werden können. Kürzlich hat die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) das Schlafmedizinische Zentrum am Krankenhaus Landshut-Achdorf unter der Leitung von Oberärztin Dr. Sandra Brenner zum vierten Mal in Folge für seine herausragende Strukturqualität ausgezeichnet.

„Wir freuen uns sehr über dieses Siegel, denn es bestätigt uns, dass wir die nationalen und internationalen wissenschaftlichen Standards der Schlafmedizin hier am Krankenhaus Landshut-Achdorf in hohem Maß erfüllen“, sagt Oberärztin Dr. Sandra Brenner. Die Strukturqualität des Schlaflabors wurde von unabhängigen Gutachtern auf Grundlage von Entlassungsberichten, Nachtprotokollen sowie weiteren Dokumenten der Patientenakte überprüft, verglichen und als überdurchschnittlich gut eingeschätzt. Die Anerkennung gilt für zwei Jahre – mit Ablauf wird sich das Schlafmedizinische Zentrum erneut der Prüfung unterziehen.

Die Zertifizierung zeige, dass im Schlaflabor am Krankenhaus Landshut-Achdorf auf hohem Niveau Ursachen von Schlafstörungen untersucht und behandelt werden. Dr. Brenner dankt besonders den Mitarbeitern des Schlafmedizinischen Zentrums für die gute Zusammenarbeit. „Denn Schlafmedizin ist Teamwork“, sagte sie. Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, gratulierten dem Team des Schlafmedizinischen Zentrums zu der Auszeichnung: „Durch Ihre hervorragende Arbeit können Sie vielen Menschen zu einem deutlich besseren Schlaf verhelfen.“

Im Schlafmedizinischen Zentrum am Krankenhaus Landshut-Achdorf werden Patienten während des Schlafes beobachtet und verschiedene Parameter wie unter anderem Herzschlag, Bewegungen, Atmung und Sauerstoffsättigung aufgezeichnet. Anhand der erhobenen Daten können Ursachen von Schlafstörungen identifiziert und Erkrankungen anschließend gezielt behandelt werden.

Weitere Informationen über das Schlaflabor am Krankenhaus Landshut-Achdorf unter www.LAKUMED.de.

Bildquelle: LAKUMED Kliniken

 

Ärztliche Abklärung dringend empfohlen

Landshut / Vilsbiburg / Rottenburg. Seit einigen Wochen ist in den Notaufnahmen des Klinikums Landshut und der LAKUMED Kliniken ein Rückgang der Notfallpatienten zu beobachten. „Derzeit kommen zahlreiche Patienten sehr spät in die Notaufnahme. Die Erkrankungen sind dann schon sehr weit fortgeschritten und manche Patienten sogar bereits instabil“, sagt Oliver Zorn, Chefarzt der Notaufnahme am Klinikum Landshut. Viele Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung einer dringenden Behandlung in der Notaufnahme bedürften, bleiben fern – möglicherweise aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus oder aus Unsicherheit, wie dringend die Behandlung bei einem bestimmten Krankheitsbild erforderlich ist.

Da es immer wieder Patienten gibt, die aufgrund ihres Erkrankungsbildes deutlich früher in die Notaufnahme hätten kommen sollen, appellieren die LAKUMED Kliniken und das Klinikum Landshut, bei Verdacht auf eine lebensbedrohliche Erkrankung oder bei starken Schmerzen eine Notaufnahme aufzusuchen und die Beschwerden ärztlich abklären zu lassen. „Alle Patienten, die vor der Coronakrise aufgrund ihrer Erkrankung ein Fall für die Notaufnahme waren, dürfen auch in der jetzigen Situation rund um die Uhr in die Notaufnahme kommen – und müssen nicht vorher anrufen“, sagt Dr. Harald Dietz, Chefarzt der Notaufnahme am Krankenhaus Landshut-Achdorf.

„Patienten mit akuten Beschwerden wie anhaltenden Brustschmerzen, schwerer Atemnot, kurzer Bewusstlosigkeit, neuen Lähmungserscheinungen oder Verletzungen sollten unbedingt den Notruf wählen und eine Notaufnahme aufsuchen“, sagt Prof. Dr. Stephan Holmer, Ärztlicher Direktor am Klinikum Landshut. „Trotz der Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in den Krankenhäusern werden alle Notfall-Patienten umgehend untersucht und kompetent versorgt“, erklärt Prof. Dr. Johannes Schmidt, Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Landshut-Achdorf.

Rasche Behandlung kann entscheidend sein

Eine verspätete Behandlung bestimmter Beschwerden kann ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen oder sogar lebensbedrohlich sein. Beispielsweise bei Patienten mit Symptomen, die auf einen Schlaganfall hinweisen, sind eine rasche Diagnostik und Therapie entscheidend.  „Je schneller das Blutgerinnsel aufgelöst oder entfernt werden kann, umso weniger Gehirnzellen sterben und umso besser ist die Genesung des Patienten“, sagt Prof. Dr. Christian Pehl, Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Vilsbiburg. Gleiches gilt bei einem Herzinfarkt: „Ein Herzinfarkt ist lebensgefährlich, die schnelle Behandlung ist hier lebensrettend. Je früher das verschlossene Herzkranzgefäß wieder durchblutet wird, umso weniger wird der Herzmuskel geschwächt und umso besser die Langzeitprognose“, sagt Prof. Dr. Stephan Holmer.

Bei starken Schmerzen, beispielsweise im Bauch, sollte ebenfalls zeitnah eine ärztliche Abklärung erfolgen. „Eine Entzündung der Gallenblase oder des Blinddarmfortsatzes, ein Leisten- oder Bauchwandbruch mit Einklemmung oder eine Divertikelerkrankung können sehr schmerzhaft und gefährlich sein, wenn sie nicht zeitnah behandelt werden“, erklärt PD Dr. Bruno Neu, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Onkologie am Krankenhaus Landshut-Achdorf. „Auch endoskopische Notfälle werden in der Gastroenterologie wie gewohnt rund um die Uhr versorgt. Dazu gehören beispielsweise Blutungen aus Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren“, sagt Prof. Dr. Dr. Matthias Dollinger, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie, Nephrologie und Leberheilkunde am Klinikum Landshut. „Bluthochdruck, Blut im Urin und weitere Faktoren können auf eine Autoimmunerkrankung der Nieren hinweisen, die dringend abzuklären ist.“  Zu den klassischen Notfällen mit heftigen Schmerzen im Oberbauch gehören auch die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung sowie die Gallengangskolik, die behandelt werden müssen.

„Besteht der Verdacht auf einen Knochenbruch, muss zeitnah ein Röntgenbild gemacht werden“, erklärt Dr. Andreas Ganslmeier, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Krankenhaus Landshut-Achdorf. „Aber auch Patienten mit Sehnen- oder Bandverletzungen an der Schulter, am Knie oder am Sprunggelenk profitieren eindeutig von einer zügigen OP oder entsprechenden äußeren Ruhigstellung.“ Auch bei Wirbelbrüchen aufgrund von Osteoporose oder nach einem Trauma können aufrichtende Maßnahmen nur erreicht werden, wenn Diagnose und Therapie zeitnah erfolgen.

Dringend erforderliche Behandlungen werden auch in der Onkologie und Hämatologie durchgeführt. „Selbstverständlich stellen wir auch in der aktuellen Situation die optimale Versorgung unserer onkologischen Patienten sicher. Dies beinhaltet Abklärungen bei Verdacht auf Tumorerkrankung, operative, lokale und systemische Therapien und auch die Nachsorge nach Tumorerkrankungen, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich“, so Dr. Christian Bogner, Chefarzt der Onkologie und Hämatologie am Klinikum Landshut.

Getrennte Wege für Corona-Patienten und Notfall-Patienten

Im Klinikum Landshut und bei den LAKUMED Kliniken wird der Weg von Patienten mit Verdacht auf das Coronavirus bereits vor der Notaufnahme vom Weg der Notfall-Patienten getrennt. Auch die Unterbringung von Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion erfolgt in abgetrennten Isolierbereichen. Damit wird sichergestellt, dass sich Corona-Patienten und Patienten mit anderen Erkrankungen nicht begegnen und infizieren können.

Der Krankenhausalltag hat sich in vielen Krankenhäusern zum Teil sehr verändert. Zum Schutz für Mitarbeiter und Patienten arbeiten im Klinikum Landshut und bei den LAKUMED Kliniken alle Mitarbeiter mit einem Mund-Nasen-Schutz. Um einen Überblick zu haben, wer die Krankenhäuser betritt, werden im Eingangsbereich Risikoeinschätzungen in Bezug auf das Coronavirus durchgeführt. Das Besuchsverbot gilt weiterhin – Besucher im Rahmen eines Ausnahmefalls müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Ich bin allen unseren Mitarbeitern sehr dankbar, die den Krankenhausbetrieb in diesen herausfordernden Zeiten so verantwortungsbewusst am Laufen halten“, so Dr. Philipp Ostwald, Geschäftsführer des Klinikum Landshut. „Die Bewältigung der aktuellen Situation ist uns bisher gut gelungen“, so Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken. „Dies verdanken wir unseren hochmotivierten Mitarbeitern, die hier Teamfähigkeit, Zusammenhalt und Motivation bewiesen haben und deutlich über das übliche Arbeitspensum hinausgegangen sind.”

Wohin bei leichten Beschwerden und Erkältungssymptomen?

Bei leichten Beschwerden (z.B. Unwohlsein, Sodbrennen, Abgeschlagenheit) sollte sich der Patient beim niedergelassenen Hausarzt vorstellen. Dieser wird den Patienten untersuchen und behandeln sowie – falls nötig – zur weiteren Abklärung an einen Facharzt überweisen. Bei Erkältungssymptomen (z.B. Husten, Schnupfen, Fieber), die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen können, sollte zuerst telefonisch mit dem Hausarzt Kontakt aufgenommen werden. Der Hausarzt bespricht das weitere Vorgehen mit dem Patienten und vermittelt diesen gegebenenfalls in die Corona-Schwerpunktpraxis am Volksfestplatz in Ergolding.

Für hausärztliche Themen außerhalb der üblichen Sprechzeiten ist die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung oder die Rufnummer 116 117 die richtige Anlaufstelle.


Fotos: Klinikum Landshut gGmbH

Landshut (Landkreis),
05.03.2020 16:02 Uhr

Übliche Hygienemaßnahmen der beste Schutz
Bei Verdachtsfällen zunächst Hausarzt kontaktieren, nicht Notaufnahmen aufsuchen

„Es gibt keinen Grund zur Panik“, stellte der Leiter des Gesundheitsamtes Landshut, Dr. Heribert Stich, gleich zu Beginn eines Treffens im Landratsamt fest. Weder in Stadt und Landkreis Landshut, für beide Gebiete ist das Gesundheitsamt zuständig, wurde bisher ein Corona-Fall festgestellt, einzelne Verdachtsfälle haben sich nicht bestätigt. Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz haben sich mit Vertretern des Gesundheitsamtes, der Regierung von Niederbayern, der LAKUMED-Kliniken, des Klinikums Landshut und der Rettungsdienste getroffen, um die aktuelle Lage in der Region Landshut in Sachen Corona-Virus zu besprechen.

„Wir sind natürlich laufend mit den niedergelassenen Ärzten und den Kliniken in Kontakt, informieren über die aktuelle Lage und beraten über die Vorgehensweise bei Patienten, die Symptome zeigen und noch dazu erst kürzlich in einem Risikogebiet waren“, erklärte Stich weiter. Da sich die Auswirkungen des Corona-Virus größtenteils nicht von einem bekannten grippalen Infekt oder einer Influenza unterscheiden, bedeutet nicht jedes Auftreten dieser Symptome gleich, dass ein Patient an Corona erkrankt ist – „das ist ziemlich unwahrscheinlich“, erklärte Gesundheitsamtsleiter Dr. Stich. Noch dazu hat die Zahl der nachgewiesenen Influenza-Erkrankten in der Region Landshut eine neue Rekordmarke erreicht – seit Jahresbeginn wurden über 1 000 Fälle festgestellt.

Risikogebiete sind nach Definition des Robert Koch-Instituts derzeit die chinesische Provinz Hubei (inkl. der Stadt Wuhan), in Iran die Provinz Ghom und Teheran, in Italien die Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. Auch die südkoreanische Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang) gehört zu den Risikogebieten.

Das Corona-Virus wird durch Tröpfchen-Infektion übertragen. Aus diesem Grund raten sowohl das Gesundheitsamt als auch die Vertreter von LAKUMED und dem Klinikum Landshut, weiter auf etablierte Hygienemaßnahmen zu setzen, wie sie auch zur Vermeidung aller Krankheiten zu empfehlen sind: Regelmäßiges Händewaschen, Niesen und Husten in die Armbeuge statt in die Hände, näheren Kontakt mit offensichtlich hüstelnden oder niesenden Personen vermeiden. „Die Lage in unserer Region unterscheidet sich nicht vom restlichen Bundesgebiet. Deshalb schließen wir uns den Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums, des Robert Koch-Instituts und des Bayerischen Gesundheitsministeriums an, da es einfach keine weitergehenden Möglichkeiten gibt, sich zu schützen – vor allem nicht regional bezogen.“ Auch gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund, dass Kitas oder Schulen in Stadt und Landkreis geschlossen werden sollten, da kein einziger bestätigter Fall vorliegt.

Sollte ein begründeter Verdacht der Infektion mit dem Virus bestehen – die Person zeigt entsprechende Symptome und war in den vergangenen zwei Wochen in einem der genannten Risikogebiete und/oder mit einer nachweislich infizierten Person mindestens 15 Minuten in direktem Kontakt – ist unbedingt folgende Vorgehensweise zu beachten: Der Patient meldet sich telefonisch bei seinem Hausarzt und schildert seine Lage und bespricht das weitere Vorgehen. Denn die Praxen müssen auch Vorkehrungen treffen, damit diese Person nicht mit weiteren Patienten, beispielsweise im Wartezimmer, in Berührung kommen kann. Der Hausarzt untersucht den Patienten daraufhin und nimmt einen Abstrich, der in einem Labor untersucht wird. Bis die Ergebnisse vorliegen (in der Regel ein bis zwei Tage), sollte der Kontakt zu anderen Personen möglichst vermieden werden.

Sollte sich der Verdacht tatsächlich bestätigen, werden seitens des Gesundheitsamtes weitere Maßnahmen ergriffen, beispielsweise eine häusliche Quarantäne oder die Verlegung in eine Isolierstation eines Krankenhauses. Die Mediziner bitten die Bevölkerung, nicht selbstständig die Notaufnahme eines Krankenhauses aufzusuchen oder den Rettungsdienst zu alarmieren: „Die Kapazitäten dort werden dringend für akute Notfälle, wie beispielsweise Unfallopfer oder verletzte Personen gebraucht.“

Eine weitere Frage war, wie denn mit Veranstaltungen umzugehen sei, bei der eine größere Menge an Menschen erwartet werden – eine Berufsinfomesse wurde bereits abgesagt, es stehen in Kürze aber auch noch sportliche Großereignisse oder andere Verbrauchermessen an. Eine pauschale Antwort darauf zu geben, ist nicht möglich: „Natürlich würde es eine mögliche Ansteckungsgefahr komplett ausschließen, wenn die Menschen gar nicht erst zusammenkommen. Doch es liegt immer noch im Ermessen des Veranstalters, ob er die Veranstaltung durchführt oder nicht.“ Selbiges gilt auch für mögliche temporäre Betriebsschließungen, Absage von Besprechungen oder Feiern. Eine klassische Einzelfallentscheidung – das Gesundheitsamt kann hier lediglich beratend zur Seite stehen.

Alle Informationen sind auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html), des Bayerischen Gesundheitsministeriums (https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/) oder des Robert-Koch-Instituts
(https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html) verfügbar. Das Bundesgesundheitsministerium hat ein Bürgertelefon eingerichtet (Tel. 030 346 465 100) und auch unter der Tel. 116 117 steht der Ärztliche Bereitschaftsdienst zur Verfügung.

Absender der Meldung:
Landkreis Landshut, Pressestelle

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  27.01.2020

Krankenhausversorgung soll damit auch langfristig in kommunaler Hand belassen werden

Das Stadtratsplenum hat sich am Freitagabend im Grundsatz für eine langfristige Fusion des Klinikums Landshut mit den im Landshuter Kommunalunternehmen für Medizinische Versorgung (Lakumed) zusammengefassten Krankenhäusern des Landkreises ausgesprochen. Ziel müsse es sein, eine gemeinsame medizinische Versorgung im Bereich der Krankenhäuser auf den Weg zu bringen. Dafür seien insbesondere eine gemeinsame Kasse und eine gemeinsame Strategie nötig, heißt es in der Resolution. Ein entsprechender parteiübergreifender Antrag, den die Fraktionen von CSU, Grünen, FW und JL/BfL eingebracht hatten, wurde von Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) und einer breiten Mehrheit der Stadträte unterstützt.

„Die von der Bundespolitik gesetzten Rahmenbedingungen einerseits, die gerade kleineren Häusern einen wirtschaftlichen Betrieb leider zunehmend erschweren, und der auch vor Ort immer stärker spürbare Mangel an Pflegekräften andererseits machen aus meiner Sicht eine engere Kooperation der Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft zwingend erforderlich“, so Putz. Deshalb bemühe er sich mit Landrat Peter Dreier und ganz im Sinne der Antragsteller seit Jahren darum, die Zusammenarbeit zu vertiefen. In vielen Bereichen, etwa in der Onkologie, der Neurochirurgie und der Palliativmedizin, ziehe man bereits erfolgreich und zu beiderseitigem Nutzen an einem Strang, betonte der Oberbürgermeister: „Stadt und Landkreis sollten die Kräfte auf diesem Gebiet weiter bündeln und die Synergieeffekte nutzen, um den Bürgerinnen und Bürgern der Region Landshut auch künftig eine optimale Krankenhausversorgung anbieten zu können.“

Die am Freitag verabschiedete Resolution möchten die Antragsteller und OB Putz als Einladung an den Landkreis zu weiteren Gesprächen und als „große politische Willensbekundung“ verstanden wissen. Von dem klaren Bekenntnis zur Kooperation solle eine Signalwirkung für das weitere gemeinsame Vorgehen in Stadt und Landkreis ausgehen.


Foto: klartext.LA

…und möglicherweise ein Vorzeigeprojekt für ganz Deutschland!”
so bezeichnete Ulrike Anzinger, die Pflegedienstleiterin von LAKUMED die bevorstehende Umsetzung des Konzeptes “Home an Care” das federführend Ele Schöfthaler, die Quartiersmanagerin der Stadt Landshut für den Bereich der “Sozialen Stadt Nikola” ist, entworfen hat.

Der Rückblick:
Am 22.11.17 fragte Stadtrat Schnur bei der Fördermittel-Scoutin der Stadt Landshut an, welche Erkenntnisse über das Programm www.uia-initiative.EU bei ihr vorliegen:

Eine weitere Anfrage erfolgte am 13.10.2018 auf die Rudolf Schnur nachfolgende Antwort erhielt:

E-Mail vom 17. Oktober 2018, 11:57:

“Sehr geehrter Herr Stadtrat Schnur,

nun wurden die Förderkriterien des aktuellen Aufrufs der EU-Initiative “Urban Innovative Actions” (UIA) veröffentlicht. Im Folgenden habe ich die Eckdaten der Förderung zusammengestellt. 

Die Initiative gewährt Förderungen in Höhe von bis zu 80% für sehr innovative, experimentelle Ideen zur Lösung gemeinsamer Herausforderungen, die in komplexen, realen Situationen erprobt werden. In der Ausschreibungsrunde, die bis 31.01.2019 läuft, können Anträge zu folgenden Themen eingereicht werden:

– Digitaler Wandel (z.B. nachhaltiger Verkehr, intelligente Straßenbeleuchtung)

– Nachhaltige Landnutzung, naturbasierte Lösungen

– Armut in Städten

– Sicherheit in Städten

Stadt Landshut.   Amt für Liegenschaften und Wirtschaft Europafragen/Förderberatung”

Daraufhin erstellte der Fraktionsvorsitzende Rudolf Schnur den Dringlichkeitsantrag und brachte ihn in die CSU-Fraktion ein. Dort wurde er einstimmig unterstützt und unverzüglich beim Oberbürgermeister eingereicht.

Einen Monat später wurde der Dringlichkeitsantrag im Plenum am 23.11.2018 behandelt. Dabei räumte die Verwaltung dem Antragsbegehren in Ihrer Vorlage keine Erfolgsaussichten ein und stellte folgenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung:

„1. Vom Bericht des Referenten wird Kenntnis genommen.

2. Von einer Teilnahme an der EU-Initiative „Urban Innovative Actions (UIA)“ – Armut in Städten ist abzusehen.“

3. Der allgemeine Auftrag der Verwaltung, sich nach geeigneten Fördermitteln zu erkundigen, besteht im Rahmen des Grundsatzes der sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltsführung weiterhin.“

Das Plenum beschließt aber dementgegen einstimmig:

“…
„Es wird ferner davon Kenntnis genommen, dass die Verwaltung bezüglich anderer Förderungsbereiche mit Teilen der relevanten Akteure weiterhin versucht, bis zur nächsten Sitzung ein antragsfähiges Projekt zu ermitteln.“

Der Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU, Maximillian Götzer, hatte im Vorfeld zu der Plenarsitzung am 21.11.2018 ein Anschreiben an alle Stadtratsmitglieder und alle „relevanten Akteure“ erstellt und um deren Unterstützung ersucht. Die CSU-Stadtratsfraktion hatte bereits Anfang Dezember 2017 das Thema “Obdachlosigkeit und Wohnungsnot” in einem Fraktionsforum aufgegriffen und mehrere Anträge zu diesem Thema gestellt.
Kurz darauf fand ein weiteres Treffen von Teilen der CSU-Fraktion mit den in Landshut einschlägig tätigen Vereinigungen und Personen statt, wobei um Vorschläge, Konzepte und Impulse gebeten wurde um die Chance für Landshut nutzen zu können:

“CSU-Fraktion im Landshuter Stadtrat

21.11.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bereits am 22.10.2019 hat die CSU Fraktion im Landshuter Stadtrat einen Antrag eingereicht,der darauf abzielt, dass die Stadt Landshut sich um Teilnahme am Förderprogramm „UIA“ der Europäischen Kommission bewirbt.

Mit diesem Schreiben erhalten Sie die wichtigsten Informationen über das „Urban Innovative Actions“-Programm, dessen Internetauftritt leider nur auf Englisch und Französisch zur Verfügung steht sowie einige Hinweise, wieso sich eine Bewerbung lohnen würde.

Was ist UIA?

„Urban Innovative Actions“ ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die Städte in Europa beim Test neuer und innovativer Lösungsansätze für Stadtentwicklung und Stadtplanung unterstützt. Gefördert werden Projekte, die von der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit wichtigen örtlichen Einrichtungen (Hochschulen, Gruppierungen etc.) für ein bestimmtes Thema – in unserem Fall „Armut in Städten“ – ausgearbeitet werden. Die Förderung von bis zu 80% bezieht sich u.a. auf Personalkosten, Expertisen, Infrastruktur etc. Insgesamt standen und stehen für den Zeitraum 2014-2020 rund 372 Mio. Euro an Fördergeldern zur Verfügung.

(Quelle: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung)

Voraussetzungen für die Teilnahme am UIA-Programm:

– Frist zur Eingabe der Bewerbung: 31.01.2019

– Mindestens 50.000 Einwohner

– Antragsstellung durch Stadtverwaltung

– Vier mögliche Themenbereiche: Digitaler Wandel, Nachhaltige Landnutzung, Armut in Städten, Sicherheit in Städten

– Die Europäische Kommission rät Kommunen bei ihrer Bewerbung für den

Themenbereich „Armut in Städten“, folgende Teilaspekte zu berücksichtigen:

  • soziale, bildungsbezogene und räumliche Ausgrenzung;
  • Energiearmut;
  • Kinderarmut;
  • Obdachlosigkeit;
  • Nahrungs- und Lebensmittelsicherheit;
    schlechte Gesundheit und schlechter Zugang zu Gesundheitsversorgung;
  • Regeneration benachteiligter städtischer Gegenden und Viertel; –
  • soziale Integration von Roma; –
  • Zugang zu Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und anderen Leistungen.

Was muss jetzt geschehen?

– Wichtig ist, dass die Stadt Landshut unverzüglich handelt und ein belastbares Konzept entwickelt, mit dem sie sich bei der Europäischen Kommission um die Teilnahme am UIA Programm bewirbt (bis 31.01.2019)

– Die Stadtverwaltung muss zu allen relevanten Einrichtungen (Hochschule,

Sozialverbände, Ehrenamtliche Helfer) Kontakt aufnehmen, um die Bewerbung auf ein breites Fundament stellen zu können
Die Chance, die sich für die Stadt Landshut durch eine Teilnahme an den „UIAs“ ergeben könnte, darf auf keinen Fall vertan werden! Seit unserem Antrag vom 22.10.2019 sind bereits wertvolle Wochen verstrichen, ohne dass die Stadtverwaltung tätig geworden ist. Es liegt an uns allen, weiterhin Druck zu machen, damit dieses Anliegen zum Erfolg führt.

Maximilian Götzer, Stellv. Fraktionsvorsitzender

Stadtratsplenum vom 14.12.2018 – erneut einstimmig – 

“1. Es wird davon Kenntnis genommen, dass derzeit kein im Programm “Urban Innovative Actions (UIA)” förderfähiges Projekt in Betracht kommt.

2. Es wird ferner davon Kenntnis genommen, dass die Verwaltung bezüglich anderer Förderungsbereiche mit Teilen der relevanten Akteure weiterhin versucht, bis zur nächsten Sitzung ein antragsfähiges Projekt zu ermitteln.”

Stadtratsplenum vom 18.01.2019 – einstimmig –

„Das Plenum befürwortet grundsätzlich die Bewerbung für die EU-Initiative „UIA“ – Armut in Städten mit dem Projekt „Tür an Tür“ …“

Letztlich ist es der Verwaltung erfreulicherweise mit Unterstützung von Frau Schöfthaler und weiteren Akteuren gelungen das Konzept fristgerecht einzureichen.

Nachdem der gesamte Stadtrat einschließlich Oberbürgermeister von Anfang an der Bewerbung aufgeschlossen waren und alle Beschlüsse, auch im Verwaltungssenat, einstimmig waren, stand die Bewerbung von Anfang an unter einem “guten Stern”.

Beschluss_Plenum-23 vom 18.01.2019