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Kunstverein Landshut

Kunstverein Landshut

 

Klaus Leidorf. Luftbildfotografie

‘Ich sehe was, was Du nicht siehst’

 

  1. Februar bis 12. März 2017

Donnerstag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr, Samstag 11 bis 17 Uhr.

Eröffnung:

Freitag, 17. Februar 2017, 19.30 Uhr

Einführung: Helmut Wartner, Landschaftsarchitekt BDLA

 

Galerieräume: Herrngasse 375, 84028 Landshut

 

Der besondere Blickwinkel von oben gibt mit dieser Ausstellung „Luftbildfotografie. Ich sehe was, was Du nicht siehst“ mit Luftaufnahmen von Klaus Leidorf dem Betrachter ein paar Rätsel auf. Es gibt viele interessante Formen, Muster und Farben zu sehen, die sich oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen geben. Abstrakt, stimmungsvoll und abwechslungsreich sind die großformatigen Luftbilder, aber alles real.

Helmut Wartner schreibt zum Werk seines Freundes und Weggefährten: ‚Schon der Titel dieser Ausstellung bringt es auf den Punkt: der Luftbildarchäologe Klaus Leidorf sieht etwas, was uns als Erdlingen verwehrt ist: er hat den Blick von Oben, von einer Dimension außerhalb unserer normalen Realität. Er eröffnet uns somit eine völlig neue Wirklichkeit. Im Bruchteil einer Sekunde, in einem Augenblick, erblicken seine Augen etwas Besonderes und er hält es dank seiner Erfahrung und technischen Möglichkeiten fest. Wie es schon Goethe im “Faust” so trefflich formulierte: “Augenblick, verweile doch, Du bist so schön!”‘

Seit Jahrzehnten erkundet Klaus Leidorf, der zur Welt als Schöpfung schon durch sein Theologiestudium einen besonderen Zugang hat, nun die Welt von oben. Durch die ungewohnte Perspektive abstrahiert sich das Bild der Landschaft – oder der Topographie einer Stadt, eines Industriegebietes oder eines Freizeitparks.

Die kostbarsten Blicke Leidorfs auf die Welt warten nun in den Galerieräumen des Landshuter Kunstvereins auf Ihre Entdeckung – und vielleicht Enträtselung!

Die Vernissage mit Gitarrenlivemusik zu einer Luftbildschau findet am Freitag, den 17. Februar 2017 um 19 Uhr 30 in den Räumen des Kunstvereins Landshut statt. Die Eröffnungsrede hält Helmut Wartner.

 

Luftbild von den neu angelegten Siedlungsstraßen in der Neubausiedlung Landshut-Nördlich Wolfgangsiedlung, noch ohne Häuser

 

Luftbild vom SZ-Hochhaus in München, in dessen Fassade sich der blaue Himmel und die Baustelle spiegelt

 

Bilder: Klaus Leidorf, Abdruck honorarfrei

 

Viererbande

Marile Holzner, Steffen Kern, Melanie Siegel, Pia Winkenstern
Mixed Media

18. April – 10. Mai 2015

Eröffnung: Freitag, 17. April 2015, 19.30 Uhr

Einführung: Ursula Bolck-Jopp

Führungen durch den Künstler: Sonntag 8.2. und 22.1. jeweils um 15 Uhr

Öffnungszeiten: Do., Fr., u. So. 14 – 17 Uhr, Sa. 11 – 17 Uhr

Mit der Ausstellung ‚Viererbande: Marile Holzner, Steffen Kern, Melanie Siegel, Pia Winkenstern. Mixed Media‘ eröffnet sich ein Blick auf das aktuelle Schaffen jüngster Künstlergeneration: Die vier Künstler haben bei Prof. Karin Kneffel an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert und sich autonome Positionen erarbeitet.

In der Landshuter Schau erproben sie die Korrespondenzen ihres Werkes untereinander.

Die Bilder Marile Holzners Bilder kreisen um das Interesse an Form als Volumen und ihrer Verortung im Raum.

Form entsteht durch unterschiedlichste Ursachen und ist im stetigen Wandel. Sie verändert sich durch Ausdehnung, Kompression, Reibung, Anpassung oder bildet aus eigener Bewegung neues Volumen und nimmt daraus Gestalt an.

Wie viel oder welchen Platz nimmt sie im Bildträger ein? Wie definiert sich Bildraum und wo endet dieser? Kann dieser gedehnt oder überschritten werden? Kann die Form den Bildraum ersetzten?

Dieser Fragestellung folgend, entstehen Zeichnung, Malerei sowie Collage unter Einsatz von Zirkel, Lineal und anderen technischen Hilfsmitteln. Papiere, Pappen oder MDF tragen durch ihre stoffliche Qualität zu einer reduzierten Farbgebung der Arbeiten bei.

Steffen Kern entwirft in seinen Zeichnungen Interieurs als Zeugnisse denkbarer Ereignisse. Sie bieten die Möglichkeit, tatsächlich geschehene oder erfundene Geschichten hineinzudenken und diese somit virtuell zu erleben. Steffen Kern konstruiert die Bilder ohne Zuhilfenahme von Vorlagen und erzeuge durch den Einbezug fotografischer Momente (Blooming, Blitzschatten, Schärfentiefe etc.) eine fotografische Anmutung – diese wirft die Frage nach dem Realitätsanspruch sowohl von Gesehenem als auch Gedachtem auf. Die Präsentation folgt, gemäß dem Konzept der fotografischen Anmutung, Konventionen aus der Fotografie. Sofern Malerei als der Umgang mit der Fläche betrachtet wird, befinden sich Zeichnungen größeren Formats, die flächig gearbeitet sind, sowohl an der Grenze zur Fotografie als auch zur Malerei.

Melanie Siegel interessiert sich für das Wechselspiel von Menschenwerk und Natur und stellt sich Fragen nach Werden und Vergehen, Natürlichkeit und Künstlichkeit. Organischen Wuchsformen und Landschaften begegnen Eingriffe, Ordnungsstrukturen, räumliche Eingrenzungen und Umformungen durch den menschlichen Willen. Die realistische Malerei dient ihr nicht als Medium zur Darstellung der objektiven Wirklichkeit. Aus dem Bedürfnis, sich die Welt anzueignen und sie mittels der Malerei neu zu erfinden, entsteht ein neuer ästhetischer Entwurf von Wirklichkeit, der vertraut und fremd zugleich erscheint.

Der gemeinsame Nenner der Arbeiten von Pia Winkenstern, die Malerei, Installationen und Objekte umfassen, liegt in der Verfänglichkeit von Vorurteilen, welche sich hinter einer trügerischen Vordergründigkeit verbergen. Der ästhetische Oberflächenreiz ist Indiz für den immanenten Protest, der die polarisierende Wirkung zwischen privater Intimität, zwischenmenschlicher Machtdynamik und Kontrolle behandelt. Geschlechtsspezifische, individuelle, gesellschaftliche, politische oder kulturelle Bezüge werden sichtbar.

Foto von links: Rudolf Schnur, Ursula Bolck-Jopp, Raimund Reiter, Gertraud Rößl, Dr. Dagmar Kaindl, Anke Humpeneder-Graf, Wilhelm Hess, Ludwig Zellner, Dr. Max Fendl).
Nicht auf dem Bild: Maximilian Götzer, als Fotograf
Der Vorsitzende des Kunstvereins Landshut Raimund Reiter sowie die 2. Vorsitzende und zugleich die Künstlerin der aktuellen Ausstellung
Ursula Bolck-Jopp , begrüßten vor kurzem die Mitglieder der CSU – Stadtratsfraktion in den neuen Räumen des Kunstvereins in der Herrngasse.
Die anwesenden Fraktionsmitglieder zeigten sich von der großzügigen und hellen Atmosphäre, einer gelungenen Komposition aus historischem Ambiente und moderner Kunst, angetan.
Gegenstand der Gespräche war sowohl das Jahresprogramm des Kunstvereins sowie dessen Geschichte, sein Wirken und Anliegen des Vereins.