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Kritik an Bauernregel-Kampagne

Freie Wähler kritisieren Bauernregel-Kampagne

Jutta Widmann: Bundesumweltministerium verhöhnt Landwirte

 

Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht, dass zeigt sich momentan an der aktuellen Kampagne von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, die auf große Kritik bei Landwirten stößt. Mit um getexteten Bauernregeln auf großen Plakaten soll auf die Tierhaltung aufmerksam gemacht werden, so das Ziel der Aktion. MdL Jutta Widmann, Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, ist von der Kampagne nicht begeistert:

“Hier wird ein ganzer Berufsstand verhöhnt und an den Pranger gestellt, die Landwirte werden als Tierquäler dargestellt. Es ist schon merkwürdig, welches Verständnis hier die Bundesregierung hat”, kritisiert Jutta Widmann. Sprüche wie “Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein” oder “Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm”, würden mit ihren pauschalen Vorurteilen einen kompletten Berufszweig unter Generalverdacht stellen.Die Freie Wähler Landtagsfraktion fordert daher in einem entsprechenden Dringlichkeitsantrag zur aktuellen Plenarsitzung im Landtag einen sofortigen Stopp der Kampagne, die rund 1,6 Mio. € kostet.

“Dieses Geld könnte man wesentlich sinnvoller ausgeben, es ist eine Frechheit, dass ein Bundesministerium mit Steuerzahlergeldern öffentlichkeitswirksam quasi Rufmord an einer ganzen Branche betreibt”, so MdL Jutta Widmann. Es dürfe nicht sein, dass ein Bundesministerium mit pauschalisierenden Aussagen, die nichts mit der Realität zu tun haben, Stimmung gegen die Landwirtschaft mache.

“Unsere Landwirte leisten hervorragende Arbeit, sie produzieren tagtäglich unsere Lebensmittel, setzen sich für das Wohl ihrer Tiere und den Erhalt und die Pflege der Landschaft ein. Zum Dank werden sie mit immer neuen bürokratischen Vorschriften drangsaliert und von einer Ministerin öffentlich diffamiert. Da braucht man sich dann nicht wundern, wenn immer mehr Landwirte aufgeben”, erklärt MdL Jutta Widmann.