Home Tags Posts tagged with "Krankenhäuser und Pflegeheime"

Krankenhäuser und Pflegeheime

Huml und Füracker: Wir unterstützen Krankenhäuser und Pflegeheime bei der Verpflegung des Personals

Anträge können seit heute gestellt werden

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bayerischen Krankenhäuser, Universitäts- und Reha-Kliniken sowie Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen werden ab sofort vom Freistaat Bayern mit einem Zuschuss zur Verpflegung unterstützt. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Mittwoch in München hingewiesen. Huml betonte: “Um die Unterstützung ab dem 1. April 2020 möglichst unbürokratisch sicherzustellen, können betroffene Einrichtungen Anträge beim Landesamt für Finanzen einreichen. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie.”

Einen entsprechenden Beschluss hatte der Bayerische Ministerrat als Zeichen der Anerkennung für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen während der Corona-Pandemie am 24. März 2020 getroffen. Mit der Abwicklung des Programms wird das Landesamt für Finanzen beauftragt.

Bayerns Finanzminister Albert Füracker betonte: “Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Krankenhäusern leisten täglich großartige Arbeit. Sie sind die, die Erkrankte versorgen, die Hoffnung hochhalten und sich bei ihrer Arbeit selbst der Gefahr einer Ansteckung aussetzen. Für diesen unermüdlichen Einsatz wollen wir ein Zeichen der Dankbarkeit setzen und übernehmen unbürokratisch für alle Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bis auf Weiteres die Kosten für die Verpflegung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.”

Huml ergänzte: “Die Maßnahme soll für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen greifen, da auch alle ihren Teil zur Bewältigung der Pandemie betragen. Somit sind ärztliches und pflegerisches Personal genauso umfasst wie Verwaltungspersonal und alle anderen Berufsgruppen wie z.B. Ergotherapeuten oder Reinigungspersonal. Ferner gilt die Unterstützung auch in Krankenhäusern sowie Universitätsklinika und Rehabilitationseinrichtungen sowie Pflegeeinrichtungen und für ambulante Pflegedienste, die derzeit keine Covid-19-Patienten versorgen.”

Der Freistaat übernimmt dabei in Form einer Erstattungspauschale von 6,50 Euro pro Tag für jeden Mitarbeiter Kosten für die Verpflegung. Anträge können ab dem 1. April 2020 eingereicht werden unter: verpflegung-personal@lff.bayern.de.

 

Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Huml: Zwei neue Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft getreten – Besuchsrechte für Krankenhäuser und Pflegeheime werden zum Schutz älterer Menschen und von Patienten eingeschränkt

In Bayern sind am Samstag neue Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft getreten. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Vormittag hingewiesen. So gilt ab sofort eine Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Jeder Patient oder Betreute darf jetzt nur noch einen Besucher pro Tag für je eine Stunde empfangen. Ausnahmen sind möglich, etwa beim Besuch von Kindern, im Notfall oder in der Versorgung von Sterbenden. Ferner dürfen Personen, die in einem Risikogebiet waren, innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nach Verlassen dieses Gebiets diese Einrichtungen nicht betreten. Am Freitagabend waren vom Robert Koch-Institut auch das österreichische Bundesland Tirol und Madrid in Spanien als Coronavirus-Risikogebiete eingestuft worden.

Die Ministerin betonte: “Es ist sehr wichtig, dass der Schutz von älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen verstärkt wird. Dies gilt auch für Krankenhäuser, in denen ebenfalls besonderes schutzbedürftige Menschen sind.”

Eine weitere Allgemeinverfügung regelt die am Freitag beschlossene bayernweite Schließung von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten ab dem kommenden Montag bis einschließlich 19. April. Huml unterstrich:  “An diesem Schritt führt im Kampf gegen weitere Infektionen kein Weg mehr vorbei. Klar ist auch: Die Folgen von so einschneidenden Maßnahmen müssen gut überlegt werden. Und genau das haben wir getan. Deshalb wird es eine Notfallbetreuung für bestimmte Personengruppen geben – etwa für die Kinder von Pflegekräften.”

Huml fügte hinzu: “Bayern hat beim Thema Coronavirus von Anfang an große Entschlossenheit gezeigt Das wird auch an den zwei neuen Allgemeinverfügungen deutlich.Es bleibt dabei: Der Schutz der Bevölkerung in Bayern hat für uns oberste Priorität.”

Links zu den Allgemeinverfügungen:

Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege