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Klinikum

Coronavirus: Aktuelle Informationen aus dem Klinikum

Weitere Kapazitäten bei Intensivmedizin – Besucherverbot – Aufruf an Freiwillige

Das Klinikum Landshut bündelt seine Kräfte gegen das Coronavirus:

Mehrere Stationen des Klinikums sind in der vergangenen Woche zu Covid-19-Stationen umfunktioniert worden. Damit setzt das Klinikum eine Anordnung der Bundesregierung und des örtlichen Gesundheitsamtes um. „Unsere oberste und wichtigste Aufgabe als Krankenhaus ist es nun, uns auf die Versorgung der vielen Coronavirus-Patienten vorzubereiten. Wir müssen derzeit damit rechnen, dass es auch bei uns so viele Intensiv-Patienten wie in Italien geben könnte“, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Der Schwerpunkt liege darin, mehr Beatmungs- bzw. Intensiv-Betten für lebensbedrohliche Coronavirus-Verläufe zu schaffen. Am Klinikum steht dafür inzwischen eine eigene Intensivstation zur Verfügung. In drei weiteren Ausbaustufen könne dann die Kapazität an Intensivplätzen weiter gesteigert werden. Für krankenhauspflichtige Covid-19-Patienten stehen weitere Normalstationen zur Verfügung. „Für uns gilt allerdings mittlerweile, dass jeder Patient potentiell corona-positiv sein kann, da die Ausbreitung schon so weit fortgeschritten ist.“

Um diese Covid-19-Stationen aufzubauen, werden seit vergangener Woche nicht dringliche und planbare Operationen und Behandlungen abgesagt. Grundsätzlich werden im Klinikum Landshut nur Patienten stationär behandelt, die eine so schwere Coronavirus-Erkrankung haben, dass ein Krankenhaus-Aufenthalt wirklich notwendig ist. „Für reine Isolationen haben wir keine Kapazitäten. Alle anderen Notfälle werden natürlich weiterhin behandelt“, so Dr. Ostwald. Das Klinikum Landshut arbeitet bei der Krisenvorbereitung eng mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FÜGK) der Stadt Landshut zusammen. Diese wurde nach Ausrufen des Katastrophenfalles gebildet. Gemeinsam wird an der Beschaffung von zusätzlichen Beatmungsgeräten, Einsatz von zusätzlichem Personal, Versorgung mit Material und Sicherung des Klinikumsgebäudes gearbeitet. Über diese Einrichtung des Katastrophenschutzes findet auch eine Abstimmung mit den Aktivitäten des Landkreises statt.

Besucherverbot:

Seit Samstag gilt außerdem gemäß der bayernweiten Ausgangsbeschränkung ein Besucherverbot. Ausnahmen sind nur nach Rücksprache für werdende Väter und im Sterbeprozess möglich. Um dies zu kontrollieren, sind die Eingänge des Klinikums jederzeit mit Sicherheitskräften besetzt. Einzelne persönliche Gegenstände (keine Blumen und Lebensmittel) können am Haupteingang abgegeben werden. Für Geburten gilt aktuell am Klinikum Landshut: Werdende Mütter sollen sich nicht mehr persönlich, sondern telefonisch zur Geburt anmelden unter Tel. 0871/698-12493. Werdende Väter dürfen bei der Geburt im Kreißsaal oder während des Kaiserschnitts dabei sein. Sie müssen jedoch einen Mundschutz tragen und frei von Erkältungssymptomen (z.B. Fieber, Husten, Schnupfen) sein. Außerdem dürfen sie 14 Tage vor Geburt nicht in Risikogebieten gewesen sein und keinen Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Patienten gehabt haben. Im Wochenbett dürfen Väter eine Stunde pro Tag zu Besuch kommen. Hier gelten die gleichen Voraussetzungen (keine Erkältungssymptome, kein Kontakt zu positiven Fällen, kein Aufenthalt in Risikogebieten). Bei weiteren Fragen können sich werdende Mütter an den Kreißsaal, Tel. 0871/698-3239, wenden.

Aufruf an freiwillige Helfer:

Limitierender Faktor für die Versorgung von Covid-19-Patienten wird auf Dauer sicherlich die Verfügbarkeit von medizinischem Personal sein. Das Klinikum sucht deshalb Helfer: Ärzte, Medizinstudenten im Praktischen Jahr, Pflegekräfte, Rettungssanitäter oder sonstiges medizinisches Personal. Auch weitere Helfer ohne medizinische Vorkenntnisse für Hilfstätigkeiten bzw. unterstützende Tätigkeiten in der Wirtschaft und Versorgung können sich gerne melden. Falls Sie bereit sind, uns mind. 20 Stunden pro Wochen zu unterstützen, melden Sie sich bitte unter Tel. 0871/698-3017 oder per Mail an personal@klinikum-landshut.de. Bitte angeben: Name, Kontaktmöglichkeit, medizinisches oder pflegerisches Vorwissen und Verfügbarkeit.

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de

 

Foto: Archiv/Klartext.LA

Bildtext: Dr. Ingo Bauerfeind, Chefarzt der Frauenklinik, bei der Hebammenfortbildung. Fotos: Klinikum Landshut

 

Großes Interesse bei Hebammenfortbildung im Klinikum

 

Gestose, Risikomanagement und Freiberuflichkeit waren am Mittwoch nur einige Themen bei der Hebammenfortbildung im Klinikum Landshut. Mit rund 40 Hebammen aus dem Großraum Landshut und aus allen möglichen Tätigkeitsbereichen war die Fortbildung im Raum Hammerbach gut besucht. Dr. Ingo Bauerfeind, Chefarzt der Frauenklinik, ging in seiner Begrüßung auf den berufspolitischen Wandel ein, dem die Hebamme von heute unterliegt. Danach standen vier Vorträge und ein Workshop auf dem Programm.

 

Neben medizinischen Aspekten wurden auch organisatorische und betriebswirtschaftliche Aspekte in den Vorträgen thematisiert. Hautaugenmerk der Fortbildung war neben dem persönlichen Austausch und der Vernetzung miteinander ein Sensibilisieren für Risiken, die mit der Ausübung der freiberuflichen Hebammentätigkeit verbunden sind. Als erste Referentin sprach Susann Reinhardt, Oberärztin der Frauenklinik am Klinikum Landshut, über „Gestose – Präeklampsie und HELLP: Von der Diagnose bis zur Therapie“. Die weiteren Vorträge beschäftigten sich mit den Themen „Chancen der Freiberuflichkeit – Pflichtfortbildung Risikomanagement“, mit Verwaltung und Abrechnung und „Hyperbilirubinämie – aktuelle Empfehlungen“. Mit dem Workshop „Voraussetzungen für den (Wieder-)Einstieg in die freiberufliche Tätigkeit“ ging die Hebammenfortbildung zu Ende.

 

Fotos: Klinikum Landshut

Presseerklärung
Doris Dinkel, Stadtratskandidatin Bürger für Landshut, Liste 8 Platz 9

Universitätsklinikum Landshut – Niederbayern

Gemeinsam wohnortnahe Versorgung der höchsten Stufe sichern

Ein neues Konzept dem Ärztemangel abzuhelfen, die Krankenhausversorgung verbessern und dabei Kosten zu sparen, stellte Stadtratskandidatin Doris Dinkel bei einer Veranstaltung der Bürger für Landshut am Donnerstag im Gasthaus Krodinger zur Diskussion.

Chronische Unterfinanzierung der Krankenhäuser in Deutschland haben diese seit Jahren in eine schwierige Lage gebracht. Auch Stadt und Landkreis Landshut müssen ihre Krankenhäuser jährlich mit hohen Summen bezuschussen. Kosten mit steigender Tendenz, wegen der Altersstruktur der Bevölkerung -immer mehr ältere Einwohner- und weiter steigendem Zuzug in die Region.

Wie sichern wir künftig die für Landshut beste Krankenhausversorgung?

Sämtliche Landshuter Krankenhäuser müssen gebündelt und an einem neuen, verkehrsgünstigen Ort aufgestellt werden: gut angebunden an Autobahn/Stadt und Landkreis/öffentliche Verkehrsmittel und mit ausreichend Parkplätzen versehen.

Ein zentraler Anlaufpunkt spart Kosten: durch zentrale Verwaltung, kurze Wege, schnelle Kommunikation und Versorgung.

Während einer Übergangsphase werden die bisherigen Kliniken an ihren Standorten erhalten und in einem Verbund weitergeführt. Gemeinsame Planung muss mittelfristig zu einem gemeinsamen Standort führen.

Mit dem Klinikum Landshut (Versorgungsstufe II), dem Kreiskrankenhaus Achdorf (Versorgungsstufe I) und dem Kinderkrankenhaus St. Marien hat Landshut beste Voraussetzungen für ein großes überregionales Zentrum der höchsten Stufe (Versorgungsstufe III), einem Universitätsklinikum.

Durch diese Aufwertung könne man gleichzeitig dem Ärztemangel abhelfen, so Doris Dinkel. Indem man Ärzte vor Ort selbst ausbildet und in der Region verwurzelt.

Landshut soll Universitätsklinikum werden

Ein Universitätsklinikum erhält Fördermittel des Freistaates. Die kommunalen Finanzen werden entlastet. In Kombination mit Forschung und Lehre entstehen attraktive Arbeitsplätze. Mit Impulswirkung in die gesamte niederbayerische Region.

Im akademischen Umfeld wäre zudem die Einrichtung neuer hochspezialisierter Fachrichtungen denkbar. Ebenso die Einrichtung von Ausbildungsstätten für neu entstandene medizinische Berufe im Pflegebereich.

Nicht nur in Landshut, sondern in ganz Niederbayern droht eine Unterversorgung mit Ärzten

Der Freistaat Bayern ist jetzt in der Pflicht zu handeln.

Wir brauchen ein Universitätsklinikum Niederbayern mit Standorten in Landshut, Deggendorf und Passau. Mit einander ergänzenden Schwerpunkten und Fachzentren.

Für Landshut ein Vorbild: Augsburg, wo kürzlich das bestehende Klinikum zum Universitätsklinikum erweitert wurde. Jüngstes Beispiel – Bayreuth: seit dem Wintersemester 2019/20 gibt es den „Medizincampus Oberfranken“, ein Innovationsprojekt des Klinikums Bayreuth mit dem Uniklinikum Erlangen unter Beteiligung der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Bayreuth.

Das Projekt Universitätsklinikum Landshut-Niederbayern muss aktiv von Stadt und Landkreis auf den Weg gebracht werden.

Nicht verschlafen- jetzt aktiv handeln!

Landshut 14.02.2020

Doris Dinkel

Email: dodinkel@web.de

Foto: klartext.LA

Bildtext: Drei Schulen an einem Tisch: (vorne v.l.) Ulrike Sölch (Schulleitung Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe, vhs Landshut), Sabine Wurzer (Schulleitung Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe, Caritasverband Diözese Regensburg) und Marie-Luise Emslander (Schulleitung Berufsfachschule für Krankenpflege, Klinikum Landshut) mit (hinten v.l.) Robert Kloss (1. Vorsitzender vhs Landshut), Matthias Treiber (Geschäftsführer vhs Landshut), Diakon Michael Weißmann (Diözesan-Caritasdirektor) und Dr. Philipp Ostwald (Geschäftsführer Klinikum Landshut). Foto: Klinikum Landshut

 

 

„Starke Partner” für die Pflege-Ausbildung

Drei Berufsfachschulen unterzeichnen Netzwerkvereinbarung

 

Ab 1. Januar wird die Pflege-Ausbildung bundesweit neu strukturiert. Dafür müssen auch die Praxiseinsätze neu koordiniert werden. Jetzt haben Klinikum, Caritas und vhs Landshut gemeinsam eine Netzwerkvereinbarung unterzeichnet.

Noch sind nicht alle Rahmenbedingungen für die generalistische Pflegeausbildung final geregelt. Fest steht, dass die pflegerische Ausbildung in ganz Deutschland einheitlich neu geregelt wird. Das Klinikum bildet dann nicht mehr Gesundheits- und Krankenpfleger aus, sondern Pflegefachmänner und -frauen. Auch für die Alten- und Kinderpflege heißt der Berufsabschluss ab 1. Januar nicht mehr Alten- bzw. Kinderkrankenpfleger, sondern ebenfalls Pflegefachmann. Diese Vereinheitlichung der dreijährigen Ausbildung geht mit einigen Veränderungen und einem großen Umstrukturierungsprozess einher. So müssen auch die externen Praxiseinsätze neu geregelt werden. Pflegefachmänner und -frauen, die ab nächstes Jahr ihre Ausbildung beginnen, haben einen größeren Stundenanteil auf einer Sozialstation, einem Altenheim, einer Pädiatrie sowie einer Psychiatrie zu leisten.

Kürzlich haben die Berufsfachschule für Krankenpflege (Träger Klinikum Landshut), die Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe der vhs Landshut und die Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe des Caritasverbandes Diözese Regensburg eine Netzwerkvereinbarung unterzeichnet. Das Ziel: Genau bei diesen externen Praxiseinsätzen enger zusammenzuarbeiten. „Starke Partner, starkes Ergebnis”, fasst es Dr. Philipp Ostwald, Geschäftsführer des Klinikums, zusammen. „Damit sind wir für die Zukunft besser gerüstet und können unsere Ausbildung der kurzen Wege beibehalten.” Alle Praxiseinsätze können im Stadtgebiet Landshut absolviert werden. „Diese Nähe ist vor allem für Schüler unter 18 Jahren und Auszubildende ohne eigenes Auto wichtig”, sagt Marie-Luise Emslander, Schulleiterin der privaten Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum Landshut. Mit der Netzwerkvereinbarung habe man „eine Vorreiter-Rolle” eingenommen. „Heute haben wir ein Fundament geschaffen für die generalistische Ausbildung”, so Matthias Treiber, Geschäftsführer der vhs Landshut. „Auch für unsere Kooperationspartner ist das ein wichtiger Schritt.” Diakon Michael Weißmann, Diözesan-Caritasdirektor, lobt die gute Zusammenarbeit der Schulen und der Träger. „Wir sind uns in vielerlei Dingen einig und wollen weiterhin eine qualitativ hochwertige Ausbildung anbieten. Mit dem heutigen Tage sind wir arbeitsfähig.” Auch für weitere Partner sind die Schulen offen.

 

Bildquelle: Klinikum

Klinikum legt Jahresabschluss für 2018 vor


Trotz Leistungszuwachs negatives Gesamtergebnis – Onkologischer Schwerpunkt weiter ausgebaut

Mehr Geburten, eine verbesserte Auslastung und eine gestiegene Fallschwere: Das sind die positiven Entwicklungen, die das Klinikum Landshut im Geschäftsjahr 2018 verzeichnen konnte. Trotz des Leistungszuwachses wurde das Jahr aber mit einem negativen Gesamtergebnis von 7,05 Millionen Euro (2017: -2,86 Millionen Euro) abgeschlossen. In der vergangenen Woche wurde der Jahresabschluss ausführlich im nichtöffentlichen Teil der Plenarsitzung des Stadtrats diskutiert, zuvor hatte bereits der Aufsichtsrat des Klinikums das Zahlenwerk verabschiedet.

„Dieses Ergebnis lässt sich im Wesentlichen durch die gestiegenen Personalaufwendungen und die hohen Materialkosten erklären“, so Dr. Philipp Ostwald, der im Januar 2019 als Geschäftsführer im Klinikum Landshut angetreten ist. Insgesamt wurden 59.410 Patienten im Jahr 2018 versorgt: 23.576 Fälle (inkl. Dialyse) stationär und 35.834 Fälle ambulant. Der Case Mix Index, der die Fallschwere beschreibt, fiel höher aus: Der CMI wurde von 1,069 (2017) auf 1,078 im Jahr 2018 gesteigert. Die Auslastung ist ebenfalls um über drei Prozent auf 74,93 Prozent gestiegen. „Das ist der hervorragenden Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken“, sind sich Dr. Ostwald und Oberbürgermeister Alexander Putz, der zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates am Klinikum ist, einig. Insgesamt schenkten mehr Eltern dem Klinikum Landshut ihr Vertrauen: 804 Kinder sind im Klinikum zur Welt gekommen, das sind 74 mehr als 2017. In der Notaufnahme wurden 33.516 Patienten behandelt. 41 Auszubildende konnten ihre Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger abschließen. Hier kooperiert das Klinikum unter anderem mit dem Kinderkrankenhaus St. Marien, dem BKH Landshut, dem BRK Landshut und dem Kompetenzzentrum für Gesundheitsberufe in Vilsbiburg.

Den positiven Entwicklungen steht ein enormer Kostendruck gegenüber. „70 Prozent unserer Kosten sind Personalkosten. Für eine hochwertige medizinische Versorgung brauchen wir aber unsere hervorragend ausgebildeten Fachkräfte. Das ist ein Bereich, in dem wir nicht sparen wollen und dürfen“, betont Dr. Ostwald. Gerade Fachpflegekräfte werden massiv gesucht. Etwas Entspannung erwartet Ostwald durch die neu geregelte Vollfinanzierung der Pflegepersonalkosten ab 2020. „Aber: Wir leiden unter dem Fachkräftemangel und den schwierigen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen mit einer überbordenden Bürokratie und einer Unterfinanzierung der Krankenhäuser. Für die Unterstützung des Unternehmens durch unseren Träger, die Stadt Landshut, sind wir deshalb sehr dankbar“, so Ostwald weiter.

Kritik an den von der Bundespolitik vorgegebenen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser übt auch OB Putz: „Das Gesundheitswesen ist sehr stark reguliert. Wie die Vorjahre war auch 2018 durch einen hohen wirtschaftlichen Druck gekennzeichnet, unter denen viele Kliniken zu leiden haben. Unser Klinikum ist da also keine Ausnahme.“ In der Tat verzeichneten laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung KPMG 2018 sechs von zehn Krankenhäuser in Süddeutschland Verluste, bei öffentlichen Kliniken sind es sogar 78 Prozent. „Die bestehende Schere zwischen den stark steigenden Personalkosten und den dazu nur relativ gering ansteigenden Basisfallwerten belastet die Krankenhäuser bundesweit und auch das Klinikum Landshut“, ergänzt der Klinikums-Geschäftsführer.

Ungeachtet dessen konnte das Klinikum die hohe Qualität in der medizinischen Versorgung 2018 weiter steigern. So wurde das Klinikum von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Onkologisches Zentrum zertifiziert – ein Meilenstein in der Versorgung von Krebspatienten in der Region. Generell wurde der onkologische Schwerpunkt weiter ausgebaut. Durch zahlreiche weitere (Re-)Zertifizierungen – beispielsweise die Rezertifizierung des Alterstraumazentrums – wurden die hohen Qualitätsstandards bestätigt. Und mit Carsten Raab trat in der Unfallchirurgie ein hervorragender neuer Chefarzt an, der die Schulter- und Ellbogen-Chirurgie weiter ausbaute. „All das zeigt: Pflegepersonal und Ärzte des Klinikums leisten tagtäglich sehr gute Arbeit zum Wohl der Patienten. Diese optimale medizinische Betreuung wollen wir unseren Bürgern auch künftig vor Ort anbieten können“, sagt OB Putz.

Dafür wurden auch 2018 wieder wichtige Weichen gestellt. So ist beispielsweise die Bau- und Ausstattungsplanung für den Neubau der Bettenhäuser des Klinikums freigegeben worden. Die geplanten neuen Bettenhäuser sollen die in die Jahre gekommenen bestehenden Gebäude ersetzen. Der Neubau der Küche ist bereits in vollem Gange. Mitte des Jahres 2018 wurden außerdem die neuen Klinikum-Apartments mit insgesamt 111 Wohnungen für die Mitarbeiter und insbesondere für Auszubildende eröffnet. Das moderne Wohnheim ist laut Geschäftsführer Dr. Ostwald ein wichtiger Baustein, um weiter qualifiziertes Personal zu halten und zu gewinnen.

Auch für 2019 bleibt die wirtschaftliche Situation angespannt. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, so Ostwald. „Unser Dilemma ist, dass wir in gutes Personal investieren, und das kostet Geld. Diese Kosten müssen wir an anderer Stelle wieder reinholen – etwa indem wir effizienter werden, die Infrastruktur verschlanken und Mittel gezielter einsetzen. Unseren hohen medizinischen Qualitätsanspruch werden wir beibehalten.“ Um das wirtschaftliche Ergebnis nachhaltig zu verbessern, sei aber nicht zuletzt die Bundesregierung in der Pflicht, sagt der Geschäftsführer: „Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht unser Auftrag, die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung in und um Landshut, weiterhin im Mittelpunkt. Das Haus ist sehr gut gefüllt und wir sehen, dass viele Patienten das Klinikum zufrieden verlassen.“

Foto: Archiv – KLARTEXT.LA

 

Bildtext (v. l. n. r.): Fraktionsvorsitzender Rudolf Schnur, Stadtrat Maximilian Götzer, Kreisvorsitzender Dr. Thomas Haslinger, Stadträtin Dagmar Kaindl, Stadtrat Ludwig Zellner

 

CSU-LANDSHUT AUF GUTEM WEGE

Die CSU war in diesem Jahr von Teamgeist beseelt — Das Vertrauen der Landshuter soll wieder zurückgewonnen weren

 

In der Gaststätte Zollhaus, trafen sich der CSU-Kreisvorsitzende Dr. Thomas Haslinger, der Stadtrat und Fraktionsvorsitzende Rudolf Schnur, die Stadträte und stellv. Kreisvorsitzenden Dr. Dagmar Kaindl, Ludwig Zellner und Maximilian Götzer zu einem Gespräch mit den Landshuter Medien, um den momentanen Zustandsbericht über die CSU-Landshut abzugeben.

Das vergangene Jahr war von Teamgeist und Geschlossenheit geprägt, so Stadtrat Zellner in seinen Einführungsworten. Ein Miteinander hat dazu geführt, dass die CSU in ihrer politischen Arbeit überzeugen konnte und damit versucht, die Landshuter Wähler wieder zurückzugewinnen. Gemeinsames Auftreten für die Partei, wie auch die erfolgreiche Betätigung der Stadtratsfraktion hat dazu geführt, dass wenig Dissens zu verzeichnen war. Es gab eine einheitliche Linie in der Fraktion, wie sie in kleineren Stadtratsfraktionen kaum zu finden sei. Wenn nämlich alle in die gleiche Richtung ziehen geht es anders vorwärts, als wenn Querelen in den einzelnen Fraktionen vorherrschen. Verstärkung erfuhr die CSU allgemein durch die Aktion in diesen Tagen durch den Ministerpräsidenten Markus Söder mit seiner Aktion, Kreuze in die öffentlichen Gebäude zu hängen. Kein Verständnis hat Ludwig Zellner, wenn von katholischer und evangelischer Seite von „vergiftetem Angebot“ gesprochen wird. Wahlkampfthema sei die Aktion von Söder keineswegs, gerade die politischen Gegner und Kritiker machen es zu einem Wahlkampfthema. Ministerpräsident Söder wollte damit zeigen, zu welchen Werten wir in Bayern stehen wollen, nämlich zu Nächstenliebe, Toleranz, Opferbereitschaft für Andere, Barmherzigkeit, Solidarität und Mitmenschlichkeit. Für die CSU sei es wichtig, Sensibilität für die eigene Kultur zu entwickeln um damit die Wertewelt des Abendlandes in den Vordergrund zu stellen.

Die Begrenzung der Amtszeit des Ministerpräsidenten auf zwei Amtszeiten, d.h. zehn Jahre, sei ebenfalls in der Bevölkerung sehr gut angekommen. Ludwig Zellner meinte dazu, „was der Chef einer Regierung in zehn Jahren nicht erreicht, wird er in einer längeren Amtszeit auch nicht erreichen.“ Die Bevölkerung akzeptiert heute längere Amtszeiten kaum mehr. Die Rechtssicherheit in Bayern ist ein Thema, für die sich die CSU im Besonderen einsetzt. Eine Bayerische Grenzpolizei, für die sich der Bundesinnenminister und CSU Parteivorsitzende Seehofer in Abstimmung mit dem Bund hoffentlich ein- und auch durchsetzen wird, soll im Bereich der Landesgrenzen für Sicherheit sorgen und wird auch wieder mehr Rechtssicherheit im Land herstellen. In rechtsfreien Räumen kann man nicht wissen, wer woher zu uns kommt und wo sich geflüchtete und zugewanderte Menschen aufhalten. Zellner sieht die CSU auch in Bayern auf einem guten Weg und hat die Hoffnung, dass bei der Landtagswahl eine Mehrheit erreicht werden kann.

Der Mannschaftsgeist in der CSU wächst ständig. Verantwortlich sei der Kreisvorsitzende Thomas Haslinger, der es schon als Vorsitzender der dahindümpelnden JU geschafft habe, die Mitgliederzahl zu verdreifachen, so das Fazit von Stadtrat Maximilian Götzer. Der Mitgliederzuwachs bei der CSU-Landshut erhöhe sich stetig. Man kann jeden Posten in der Vorstandschaft mit kompetenten Personen besetzen. Die CSU sei die einzige Partei, die eine funktionierende Jugendorganisation habe. Mit Ludwig Schnur in der Jungen Union und Johannes Alvery in der Schüler Union an der Spitze, hat die Partei zwei junge Männer, die ihre Freizeit für die politische Arbeit in der CSU opfern. Für die Zukunft braucht man sich keine Sorgen zu machen.

Der Stadtverwaltung Landshut bestätigt Götzer grundsätzlich eine gute Arbeit, dennoch kritisierte er das Eigenleben, das sich schon vor der Amtszeit von Oberbürgermeister Putz in Teilen der Verwaltung entwickelt habe. Stadtratsanträge sind zum Teil gar nicht behandelt worden oder unter den „Tisch gefallen.“ Auf Nachfrage von Götzer, was mit seinem Antrag vor zwei Jahren auf einen Biergartenbetrieb im  Stadtpark passiert sei musste er feststellen, dass in dieser Sache eben nichts geschehen sei. Götzer möchte in der Zukunft die Öffentlichkeit über ähnliche Vorgänge verstärkt informieren.

Wirtschaftlich gesehen, ob bei den produzierenden Großbetrieben wie BMW oder ebm-papst, wie auch bei den vielen Handwerksbetrieben im Mittelstand, haben wir in Landshut eine tolle Situation, meinte Dagmar Kaindl. Wieder in die Vorstandschaft des CSU-Mittelstandes gewählt, möchte sie sich verstärkt um die Probleme der Handwerker kümmern. Man möchte zu Lösungen kommen wo sie wichtig seien, dazu wäre eine gut ausgebaute Infrastruktur notwendig. Die B15n wird scheinbar wieder auf die Warteliste geschoben. Sinnvoll wäre es die Westumgehung notfalls auch nur bis zur B11 zu bauen, um den Stau auf den zuführenden Straßen zu minimieren. Was die Wirtschaft braucht sei auch eine Ausweisung von Bauland, besonders in der Nähe der Autobahn. Der Hebesatz und die damit verbundene Gewerbesteuer sind immer wieder ein Thema und führen sehr oft zu großem Geschrei im Plenum. Im Gegensatz zu Landshut mit einem Hebesatz von 420, hat der Markt Ergolding lediglich einen Hebesatz von 340. Diese Fakten seien gerade für Firmengründer keine große Motivation, sich in Landshut niederzulassen. Hilfe brauchen auch die Geschäfte in der Stadt, die besonders gegen das ONLINE-Geschäft ankämpfen müssen. Die CSU muss dahinter sein, die vielen offenen Fragen diesbezüglich zu lösen.

Ein für ihn sehr wichtiges Thema sprach der CSU-Fraktionsvorsitzende Rudolf Schnur an, nämlich die Situation des Klinikums Landshut. Wichtig sei eine gute Zusammenarbeit der Stadt mit dem Landkreis und das sei eine Chefsache. Hier ist  Rückendeckung für den Oberbürgermeister wichtig und öffentliches Störfeuer, wie kürzlich von der SPD-Fraktion sollte man unbedingt unterlassen. Für Schnur ist es ganz klar, dass das Klinikum eine der wichtigsten Einrichtungen der Stadt sei, denn es geht um die Gesundheit der ganzen Bevölkerung. Die Entscheidung einer Mehrheit des Stadtrates, den Vertrag mit dem jetzigen Geschäftsführer zu verlängern sieht Schnur als nicht zukunftsweisend an und sagt ganz klar, dass er gegen diese Entscheidung war. Die Entscheidung ist für das Personal wie für die Zusammenarbeit mit dem Landkreis und auch für die Patienten nicht zukunftsweisend, außerdem war es eine mutlose und in seinen Augen auch eine verantwortungslose Entscheidung.

Schnur plädierte für eine zweijährige naturschutzfachliche Untersuchung der sog. Ochsenau oder ehem. Panzerwiese, wie vom naturwissenschaftlichen Verein Landshut und einer Bürgerinitiative eingefordert. In dieser Zeit wird nach der mehrfachen Zusicherung von OB Putz ohnehin keine Bebauung erfolgen. Zuerst sei nämlich eine entsprechende Infrastruktur zu schaffen (Verkehr, B 15neu, Grundschule ohne Container usw.) Nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse muss der Stadtrat dann endgültig über Form und Ausmaß einer Bebauung der Fläche entschieden werden, die im Eigentum der Heilig-Geist-Stiftung steht.

In der Sache Martinsschule, die in die zweite Lesung gegangen ist, geht es nur um die Vereine. Vor zehn Jahren wurde auf Antrag der CSU beschlossen, dass ein Haus der Vereine/Haus der Heimat installiert werden soll. Es war damals beabsichtigt, die Kasernenblöcke zu kaufen, die vom Bund sehr günstig angeboten wurden. Die Stadt vertreten durch OB Rampf hat damals das Angebot nicht nachvollziehbar abgelehnt. Damit hätte man auf Dauer ein Haus der Vereine inklusive dem Haus der Heimat etablieren und die jetzt mit einem Verkauf der Martinsschule verbundenen Probleme lösen können.
Abschließend zeigte sich Stadtrat Schnur angetan vom Erfolg beim Thema Obdachlosenfürsorge. Hier hatte die CSU bereits Ende vergangenen Jahres aufgrund alarmierender Informationen aus der Bevölkerung ein Fraktionsforum einberufen und unmittelbar im Anschluss daran zwei Abhilfeanträge gestellt. Im gemeinsamer Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister den damit befassten und erfreulich aufgeschlossenen Teilen der Stadtverwaltung, sowie einer von Schnur initierten Anhörung eines erfahrenen und erfolgreichen ehemaligen Kollegen von der Stadt Freising wurde in weniger als fünf Monate im Sozialauschuss bereits ein richtungsweisender Beschluss gefasst.

Der Kreisvorsitzende Thomas Haslinger sieht die CSU als die gestaltende Partei in der Stadt Landshut, die den Oberbürgermeister unterstützt aber auch kritisch hinterfragt, wenn Dinge nicht so laufen, wie es sich die CSU sich vorstellt. Bei Themen wie Westumgehung, Klinikum und noch verschiedenen anderen Themenfeldern erwartet sich Haslinger noch mehr Intensität von Oberbürgermeister Putz, bei denen er und seine Verwaltung noch nacharbeiten müssen. Die Landshuter sollen schon sehen, dass es in weiten Bereichen ein gutes Miteinander mit der Verwaltung und der CSU-Stadtratsfraktion gibt. Selbstverständlich scheut man sich auch nicht, Themen gegenüber dem Oberbürgermeister und seiner Verwaltung anzusprechen, bei denen es nicht so gut läuft. Was die Haushaltsführung anbelangt, sei die CSU-Fraktion mit OB Putz auf einer Linie. Wenn man sich anschaut, was die anderen Stadtratsfraktionen für Wunschträume gegenüber den Bürgern produzieren wohlwissend, dass sie alleine nicht die Größe haben, verantwortungsvolle Politik  gestalten zu können. Hier muss so Haslinger, immer das Ganze im Auge behalten werden. Die CSU-Fraktion sei immer bestrebt mit den anderen Fraktionen im Stadtrat gut zusammen zu arbeiten und der Stadtrat sei doch besser als sein Ruf. Haslinger hofft, dass die Zusammenarbeit gerade bei Sachthemen in Zukunft noch besser sein wird.

Was die Bundes- und Landespolitik anbelangt hätte Ludwig Zellner alles Wichtige gesagt. Die CSU wird in Bayern die letzte Chance bekommen mit einem neuen Spitzenkandidaten und mit dem  Einsehen, dass die Bundespolitik der letzten zwei Jahre falsch war. Das prägendste Ereignis nach Meinung Haslingers, war nach der Wiedervereinigung, das Jahr 2015. Die Bundeskanzlerin hat mit ihrer Entscheidung die Grenzen zu öffnen eine falsche Maßnahme getroffen und das Land damit gespalten. Sehr skeptisch sieht Haslinger die Spaltung, die durch die Zuwanderung von Migranten und Merkels Politik entstanden sei. Die Spaltung zieht sich durch Familien, durch Freundeskreise, durch Arbeitskollegen und auch durch Vereine. Die Spaltung der Gesellschaft wird das Prägende bleiben, was der Bundeskanzlerin Merkel auf Ihre „geschichtliche Fahne“ geschrieben werden wird. Es war grundfalsch, dass die CSU diese Politik unterstützt habe und die CSU müsse nun alles tun, um diese Scharte wieder auszuwetzen. Über sechzig Prozent der Menschen in Bayern sagen, Markus Söder sei ein guter Ministerpräsident und die Menschen wünschen sich weiterhin eine Regierung, die von der CSU angeführt werden soll, sei es mit oder ohne absolute Mehrheit im Bayerischen Landtag. Sollte sich in der Flüchtlings- und Migrationspolitik nichts Grundlegendes ändern, seien es die Kosten und allem was damit zusammenhängt, befürchtet Haslinger in seiner Bewertung innerhalb der nächsten Dekade, dass die jetzige Parteienlandschaft der Vergangenheit angehören wird. Man hat es jetzt in Ellwangen gesehen, es gibt Menschen die zu recht zu uns kommen können, weil sie vertrieben werden. Es gibt aber auch eine sehr große Zahl von Wirtschaftsmigranten, deren persönliche Situation Haslinger verstehen kann, aber es sei eine Utopie, weiterhin viele Hunderttausende oder Millionen in der Bundesrepublik Deutschland aufzunehmen. Die Migrationswelle wird dadurch nicht schlimmer oder besser gemacht. In seinem Grundsatzantrag, den der CSU-Kreisvorsitzende in der nächsten Kreishauptversammlung einbringen wird steht, dass über die Flüchtlinge in den Aufnahmezentren vor Ort entschieden wird, ob diese Menschen eine Berechtigung haben zu uns zu kommen oder nicht. Die Menschen, die über das Mittelmeer kommen und dabei Tausende zu Grunde gehen, sei immens inhuman. Ohne Polemik müssen diese Dinge offen angesprochen und von der Politik müssen Lösungen angeboten werden, um  beide Parteien wie Flüchtlinge und die Menschen im eigenen Lande zu schützen. Ein 2015 darf sich nicht wiederholen.

„Mich würden einmal die Austrittszahlen der katholischen und evangelischen Gläubigen der letzten Woche interessieren“, so Dr. Thomas Haslinger. Der Erzbischof und Kardinal von München-Freising Marx inklusive mehrere religiöse Würdenträger, haben sich mit ihrer Aussage über die Kreuz-Aktion vom Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder einen Bärendienst erwiesen. Wenn Würdenträger aus vorgeschobenen Gründen ihr religiöses Zeichen wie das Kreuz in Jerusalem ablegen, sei man kein glaubwürdiger Repräsentant der Kirche. Die Bundeswehr trägt das stilisierte Eiserne Kreuz, das ursprünglich den Deutsch-Ordensherren zuzuführen sei oder das Rote Kreuz, auch mit einem stilisierten Kreuz gekennzeichnet, das vielen Menschen Hilfe und Rettung zu Teil werden lässt, wenn gerade dieses Kreuz thematisiert wird, kommt man in eine unsägliche Debatte, die aber zeigt, wie Markus Söder mit seiner Aktion den Nerv der Menschen getroffen hat. Wenn sich die Mehrheit der Bürger offen positiv über die Aktion Söders ausspricht, sei das ein gutes Zeichen für die Partei und außerdem sei das Kreuz auch außerhalb der Religion ein kulturelles Zeichen. In jedem Dorf in Europa findet man eine Kirche mit einem Kreuz auf der Turmspitze und es sei jedem der zu uns kommt und einer anderen Religion angehört zuzumuten, dass sie damit permanent konfrontiert sein werden.

Der CSU-Kreisvorsitzende Dr. Thomas Haslinger glaubt, dass der von  der CSU  eingeschlagene Weg mit dem klaren Bekenntnis zum eigenen Kulturraum und zur Religion, die diese Kulturlandschaft entscheidend geprägt hat, der richtige Weg sei. „Wer zu uns kommt, muss die deutsche Sprache lernen, deutsche Gesetze achten und bereit sein in einem Kulturraum zu leben, der nicht sein eigener ist. Religiöse Gesetze können keine staatlichen Gesetze aushebeln. Die eigenen Gebräuche und Sitten können weiter gepflegt werden, aber es sei völlig klar, dass die Mehrheitsgesellschaft so weiterlebt, wie sie ihre Kultur Jahrhunderte gestaltet und gelebt hat. Kulturen dürfen nicht nebeneinander existieren um Parallelgesellschaften zu verhindern. Menschen die zu uns kommen, sollen sich in den nächsten ein bis zwei Generationen heimisch fühlen. Die Integration wie sie heute gemacht wird, sei eine vollkommen falsche und die CSU wird sein Augenmerk besonders darauf legen und hinwirken, wie richtige Integration laufen soll.

Der vierzehnjährige Streit in der CSU, wie sie Haslinger ansprach, lässt sich nicht komplett bereinigen, sei aber nun beendet. Die Schuld sei bei allen zu finden. Bei der CSU bezeichnet man Meinungsverschiedenheiten als Streit, bei anderen Parteien lobt man deren Meinungsvielfalt. Die CSU in Landshut stand vor eineinhalb Jahren vor dem finanziellen Kollaps. Durch Umstrukturierung einer Organisation, durch eine bessere Haushaltsführung und durch Sparmaßnahmen konnte ein Wandel herbeigeführt werden. Die Spenden fließen und wenn der Wirtschaftsplan so eingehalten wird, kann die Partei dieses Jahr sogar Geld zurücklegen. Die Mitgliederzahlen steigen ständig und die Altersstruktur soll durch junge Mitglieder kompensiert werden.

Ab Herbst wird alles ausgerichtet auf die Stadtratswahl 2020. Im Vorfeld der Kommunalwahl wird die CSU ein Konzept mit dem Titel „Landshut 2030“ vorlegen, das alle Aspekte umfasst. Was hat der Ausbau des Flughafens München für Auswirkungen auf die Stadt, was passiert wenn die B15neu über die Isar kommt, wie sieht es mit dem Wohnraum aus, wird der Zuzug nach Landshut in der Geschwindigkeit wie er heute besteht weiter anhalten, welche und wie viele Menschen sollen zu uns kommen? Wollen wir nicht nur Zuwanderer sondern auch die eigenen Leute in der Stadt behalten, nicht, dass einheimische Landshuter gezwungen sind an die angrenzenden Landkreise abwandern zu müssen? Über 30 Prozent aller ausländischen Kinder in Landshut leben von Hartz IV. Bildung und Migration muss verbessert werden, die Stadt Landshut hat aber in dieser Frage überhaupt kein Konzept. Es wird lediglich gefordert, die Landshuter Bürgerschaft soll sich noch mehr öffnen. Entscheidend ist nicht, dass die Stadtgesellschaft noch mehr Angebote bereithält, entscheidend ist, dass die Menschen die zu uns kommen und bleiben wollen nicht nur einfordern, sondern sie selber müssen aktiv werden und die vielfältigen Angebote annehmen. Die Integration sei keine Einbahnstraße, so Haslinger.

Im Konzept 2030 wird die CSU für die nächste Legislaturperiode die richtigen Antworten geben. Die CSU freut sich auf einen Wahlkampf für den vorgibt personell sehr gut aufgestellt zu sein.

Auf Nachfrage von klartext.LA über eine Kandidatur zur Oberbürgermeisterwahl von Thomas Haslinger bekam man zur Antwort: „Im Frühjahr nächsten Jahr ist dieses Thema geklärt und vom Tisch.“

 

-hjl-

 

Foto: lodermeier

 

 

Pressemeldung der SPD vom 26.04.2018

Die SPD- Stadtratsfraktion und die SPD-Kreistagsfraktion waren sich nach einem gemeinsamen Informationsbesuch im Krankenhaus Vilsbiburg einig: Verstärkte Kooperationen von LAKUMED und Klinikum ja, wenn es die medizinische Versorgung der Menschen in der Stadt und im Landkreis verbessert, Fusion nein.

Die Geschäftsführerin von LAKUMED Frau Dr. Flieser- Hartl empfing die Fraktionen bewusst im Krankenhaus Vilsbiburg, um die Bedeutung dieses Hauses für die medizinische Versorgung im südlichen Landkreis und die Stellung innerhalb der LAKUMED-Kliniken zu verdeutlichen. Neben den Spezialbereichen wie Endoprothetik,  Schilddrüsenchirurgie und weiterer Bereiche, in denen das Haus zu den zertifizierten Spitzenkliniken in Deutschland gehört, leistet  Vilsbiburg eine Notfallversorgung rund um die Uhr und eine medizinische Grundversorgung in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Dr. Flieser-Hartl verwies darauf, dass bei der zuletzt grassierenden Influenza-Welle alle Krankenhäuer in Stadt und Landkreis und darüber hinaus völlig überlastet waren. Es dürfe daher aus Ihrer Sicht keinesfalls daran gedacht werden, Kapazitäten in der Region abzubauen, um nicht die Versorgung der Bevölkerung zu verschlechtern. „Es gibt in der akutstationären Versorgung in der Region Landshut eine hohe Bettenauslastung und keine Überkapazitäten,“ so das Fazit von Dr. Flieser-Hartl. Wenn man weiterhin bedenke, dass sowohl Stadt wie auch Landkreis eine wachsende Bevölkerung erwarten, kann in der Zukunft eher eine Ausweitung der Kapazitäten erforderlich sein, als der Abbau von Versorgungsstrukturen.

Die wohnortnahe medizinische Grundversorgung dürfe nach ihrer Meinung nicht zu Gunsten weiterer Spezialisierungen vernachlässigt werden, auch wenn diese vielleicht wirtschaftlich für Krankenhäuser attraktiver seien.

Ruth Müller, MdL die im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags tätig ist, pflichtete diesem Ansinnen bei. Zur Stärkung der Krankenhäuser insbesondere in ländlichen Regionen habe die SPD-Landtagsfraktion einen Gesetzesentwurf eingebracht, der eine Erhöhung der staatlichen Investitionen in die Krankenhäuser vorsieht. „In der Vergangenheit wurden die Haushaltsmittel in Bayern zurückgefahren, deshalb müssen viele Krankenhäuser aus Eigenmitteln und damit auch aus Pflegesätzen finanzieren“, so Müller.

Stadtrat Gerd Steinberger warf ein: „Der Freistaat muss endlich seine Hausaufgaben machen und die gesamten Investitionskosten als förderfähig anerkennen.“ Es sei nicht Sinn und Zweck, dass die Krankhäuser mit dem Geld, was sie für die medizinische Versorgung der Menschen erhalten, die Löcher bei den Investitionskosten stopfen.

Frau Dr. Flieser Hartl legte dar, dass aus ihrer Sicht, vor politischen Entscheidungen über eine Veränderung der Krankenhauslandschaft sich die Akteure erst gemeinsam über Ziel und Zweck der Veränderung  abstimmen müssen.

Die Fragen, gibt es Versorgungslücken, die gemeinsam geschlossen werden können, gibt es wirtschaftliche Zwänge, die sich gemeinsam auflösen lassen, müssen vorab geklärt werden, denn die Krankenhauslandschaft zeige, dass Wirtschaftlichkeit und Qualität der medizinischen Leistung nicht durch die Größe einer Klinik bestimmt werden. Sie betonte, dass alle strukturellen Entscheidungen Sache der politisch Verantwortlichen in Stadt und Landkreis seien. Diese müssten den Geschäftsführern der Kliniken deutlich vorgeben, in welche Richtung und mit welchem Ziel Kooperationen verstärkt und neu begründet werden sollten. Politische Diskussionen ohne diese klaren Vorgaben würden beiden Krankenhäusern schaden. Es sei nämlich völlig klar, dass Ärzte und Belegschaft durch ständig neue politische Auseinandersetzungen um die Krankenhäuser verunsichert würden und das die Suche nach den besten Ärzten und qualifiziertem Personal nicht gerade fördere.

Die Fraktionen aus Stadt und Landkreis waren sich über eine gemeinsame Linie einig: Eine Fusion der Häuser ist unnötig und brächte keine erkennbaren Verbesserungen. Stattdessen würde man sich auf lange Zeit damit beschäftigen, die unterschiedlichen Strukturen von Klinikum und LAKUMED in welche gemeinsame Form auch immer überzuführen, ohne Aussicht auf medizinische und wirtschaftliche Vorteile.

Eine verstärkte Kooperation sahen alle Beteiligten immer da möglich, wo echte Vorteile entstehen würden. Im Bereich Schulung, Fort- und Weiterbildung in gemeinsamen Bildungseinrichtungen könne man Kosten sparen und Qualität verbessern. Vor allem könne man kooperieren in den Bereichen Labor und Pathologie. Die Transfusionsmedizin in einer gemeinsamen Gesellschaft zu bündeln könne sehr effektiv sein hinsichtlich Kosten und Qualität.

Nach ihrem persönlichen Statement gefragt äußerte Flieser -Hartl als klaren Standpunkt: Keine voreilige öffentliche Diskussion, die die Sacharbeit nur behindert, das Festhalten an öffentlicher Trägerschaft und im Interesse der Landkreisbürger der Erhalt der Standorte Vilsbiburg und Rottenburg.

Die beiden Fraktionsvorsitzenden Anja König und Sebastian Hutzenthaler dankten Frau Dr. Flieser-Hartl und sicherten ihr zu, alle Prozesse zu unterstützen, die der bestmöglichen Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis dienen würden: „Im Vordergrund steht der Mensch, nicht die Kosten oder Gewinne,“ so das gemeinsame Statement der beiden Fraktionen.

Mehrfache Anläufe und Ankündigungen sind den vergangenen Jahren in der Landshuter Kommunalpolitik ergebnislos geblieben. Das Wettrüsten und der Wettbewerb ging ungehindert weiter. Nun haben die Chefs von Landkreis und Stadt erneut dieses Thema aufgegriffen.
Der Landshuter Kreisvorsitzende der CSU Dr. Thomas Haslinger und der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion drängen rechtzeitig vor existentiellen Entscheidungen und prägenden Investitionen beider Einrichtungen auf Klarheit über ein tatsächliches Interesse auf beiden Seiten.

Der offener Brief an Landrat und Oberbürgermeister aufgrund des Artikels vom 16.12.2017 in der LZ:

Klinikum: Tafelsilber der Stadt

Radlmeier: Kommune hält Heft in der Hand

 

Für den OB-Kandidaten der CSU Helmut Radlmeier zählt der Klinikum Landshut zum „Tafelsilber der Stadt“, das die Kommune im Interesse ihrer Bürger auf keinen Fall aus der Hand geben darf: Wie Radlmeier bei einem seiner „Stadtgespräche“ vor über 70 Zuhörern im Gasthaus Schwimmschule unterstrich, ist es von größter Bedeutung, dass die Kommune Träger des Krankenhauses ist – und nicht eine der großen privatwirtschaftlichen Klinik-Ketten, die keinen Bezug zur Region hätten und deren oberstes Ziel die Gewinn-Maximierung sei.

 

Die Trägerschaft der Stadt und eine gute Zukunft des Klinikums seien gesichert, weil Landshut dank einer massiven Unterstützung durch den Freistaat Bayern rund 100 Millionen Euro in den Neubau der Bettenhäuser des Klinikums investieren wird, führte Radlmeier bei der Versammlung aus, die Dieter Gierth moderierte, der Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Landshut-West.

 

Eine solche Summe schüttele auch der finanzkräftige Freistaat „nicht einfach aus dem Ärmel“, sagte Radlmeier: Er freue sich, dass er als Landtagsabgeordneter und Mitglied im Landtagsausschuss für Gesundheit und Pflege an dieser Weichenstellung Anteil gehabt habe. Im Februar hatten die Gesundheitspolitiker der CSU-Landtagsfraktion im Klinikum getagt: Die Argumente und detaillierten Informationen, die Klinikums-Geschäftsführer Nicolas von Oppen vortragen konnte, haben die Abgeordneten nach den Worten Radlmeiers überzeugt, das Projekt zu unterstützen.

 

Am Klinikum würden medizinische und pflegerische Spitzenleistungen erbracht. Die wohnortnahe medizinische Versorgung der Bürger sei ausgezeichnet und auf höchstem Niveau. Radlmeier sprach dabei auch die „vielen Arzt- und Facharztpraxen, das Achdorfer Krankenhaus und das Kinderkrankenhaus“ an. Es sei kein Wunder, dass Landshut auch auf diesem Sektor ein Einzugsgebiet habe, das weit in die umliegenden Landkreise hineinreiche.

 

Mit Lakumed, dem Medizinunternehmen des Landkreises, werde es eine engere und gezielte Zusammenarbeit geben, aber keine Fusion: Gemeinsam werden Stadt, Landkreis und weitere Partner ein Kompetenzzentrum für Gesundheitsberufe ins Leben rufen, in dem junge Leute in den Pflegeberufen ausgebildet werden. „Damit halten wir unsere Fachkräfte bei uns in der Region“, so Radlmeier.

 

 

 

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