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Klinikum Landshut

Programm der Elternschule im März

Die Elternschule der Frauenklinik am Klinikum Landshut bietet im März wieder einige Kurse und Informationsangebote an.

Am Montag, 9. März, beginnt ein Rückbildungsgymnastik-Kurs. Der Kurs unter der Leitung von Hebamme Friederike Kufer besteht aus acht Einheiten und findet jeweils von 17 bis 18.15 Uhr in der Elternschule des Klinikums statt. Abweichende Termine am Dienstag, 14. April, von 16.30 bis 17.45 Uhr (statt Ostermontag, 13. April) und am Dienstag, 24. März, um 17 Uhr (statt 23.3.). Anmeldung per E-Mail an kufer.klinikum-landshut@web.de.

Auch ein Säuglingspflegekurs steht wieder auf dem Programm. Am Donnerstag, 12. März, um 18 Uhr informiert eine Kinderschwester über die Pflege des Neugeborenen. Dies beinhaltet auch praktische Übungen (Wickelkurs) sowie Stillberatung und Fragen zur Flaschenernährung. Ort ist die Elternschule (Ebene 2) im Klinikum. Eine Anmeldung für den Kurs ist erforderlich unter Telefon 0871/698-3225.

Die Elternschule bietet Mamas und Papas mit ihrem Nachwuchs beim Krümeltreff jeweils dienstags, am 3. und 17. März, von 10 bis 11.30 Uhr, die Gelegenheit, sich in lockerer, ungezwungener Atmosphäre zu treffen. „Unser Angebot richtet sich an Eltern mit Kinder von etwa acht Wochen bis zwölf Monate“, erklärt Karina Brötzenberger. Sie ist Kinderkrankenschwester mit der Weiterbildung zur Familienkinderkrankenschwester und begleitet die offene Eltern-Kind-Gruppe. „Meistens drehen sich die Fragen der Eltern rund ums Essen und Schlafen.“ Sie gibt auch Tipps zum Stillen und zur Beikost. Die Eltern können sich austauschen und Erfahrungen teilen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zudem findet ein Elterninformationsabend am Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr statt. Werdende Eltern erfahren alles über die geburtshilfliche Abteilung und das Team der Geburtsstation am Klinikum. Die Mitglieder des Ärzte- und Hebammenteams informieren über Abläufe, Ausstattung und Angebot sowie das Konzept einer familienorientierten Geburt in harmonischer Atmosphäre. Anschließend werden die werdenden Eltern, soweit möglich, durch den Kreißsaal und die Entbindungsstation geführt. Treffpunkt ist der Raum Hammerbach, Ebene 0, Gebäude B. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Infotreff mit der Hebamme findet am Donnerstag, 19. März, um 17 Uhr statt.

 

Foto: Klinikum Landshut

Dr. Tobias Kiel ist neuer Chefarzt am Klinikum Landshut

Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Bildtext: Ein Buchskranzerl als Zeichen der Freundschaft: der neue Chefarzt Dr. Tobias Kiel (2.v.l.) mit (v.l.) Pflegedirektor Jürgen Bacher, Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald und Ärztlichem Direktor Prof. Dr. Stephan Holmer.

 

Dr.Tobias Kiel ist geborener Bad Tölzer und war zuletzt drei Jahre lang als Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin an den Arberkliniken Viechtach-Zwiesel tätig. Dr. Kiel ist ausgebildeter Rettungsassistent und besitzt außerdem die Qualifikation des “European Diploma in Anaesthesia and Intensive Care” (DESA) der European Society of Anaesthesiologie und erlangte an der Munich Business School einen Master of Business Admnistration (MBA) im Fach General Mangement & Health Care Management. Dr. Tobias Kiel wohnt in Landshut-Altstadt und möchte, wenn möglich bis zu seiner Pensionierung in Landshut am Klinkum bleiben, wie er sagte.

“Seit dem 1. Februar ist Dr. Tobias Kiel am Klinikum Landshut neuer Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Mit Dr. Kiel haben wir einen jungen, dynamischen und hochprofessionellen Chefarzt an Bord – ein großer Gewinn für das Klinikum”, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Bei einer Pressekonferenz am Montag wurde der Mediziner offiziell vorgestellt.

Sicherheit, Komfort und Schmerzfreiheit – diese drei Punkte bestimmen Dr. Kiels Anspruch an die moderne Narkosemedizin. „Wir wollen ein möglichst angenehmes Erlebnis für die Patienten schaffen”, betont Dr. Kiel. Seit rund zwei Wochen ist der 42-Jährige der neue Chefarzt am Klinikum Landshut. Zu seiner Abteilung gehört die Anästhesie mit acht Operationssälen, die anästhesiologische Intensivstation 2i sowie die Tagesklinik für Schmerztherapie, die von Dr. Edda Gehrlein-Zierer geleitet wird. Die Abteilung gewährleistet außerdem tagsüber die notärztliche Versorgung von Landshut und Umgebung. „Am meisten beeindruckt mich der herausragende Teamgeist der Anästhesie-Abteilung im Klinikum”, so Kiel. „Unseren Patienten am Klinikum Landshut möchte ich eine evidenzbasierte medizinische Versorgung anbieten, die stets auch die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt”, so der Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin.

Fast keinem anderen Arzt muss ein Patient so viel Vertrauen entgegenbringen, wie dem Anästhesisten. Denn dieser ist verantwortlich, den Patienten in so einen tiefen Schlaf zu versetzen, dass die komplette Wahrnehmung ausgeschaltet wird, so der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Stephan Holmer.

 

Fotos: h.j.lodermeier

 

Bildtext: Theresa Eberl, Sprecherin der Hebammen am Klinikum Landshut

 

Fortbildung für Hebammen

Gestose, Risikomanagement und Freiberuflichkeit sind nur einige Themen bei der Fortbildung für Hebammen am Mittwoch, 5. Februar. Die Frauenklinik am Klinikum Landshut lädt von 8.50 bis 14 Uhr in den Raum Hammerbach ein.

Nach der Begrüßung durch Dr. Ingo Bauerfeind, Chefarzt der Frauenklinik, geht es um 9 Uhr los mit dem ersten Vortrag „Gestose – Präeklampsie und Hellp: Von der Diagnose bis zur Therapie” von Susann Reinhardt, Oberärztin der Frauenklinik. Von 9.50 bis 10.40 Uhr referiert Tanja Brembs, Qualitätsmanagement-Beraterin und Hebamme, zum Thema „Chancen der Freiberuflichkeit – Pflichtfortbildung Risikomanagement”. Nach einer Pause geht es um 11.20 Uhr weiter mit „Verwaltung und Abrechnung in der Freiberuflichkeit” mit Hadi Al-Wakil, Geschäftsführer der Abrechnungszentrale für Hebammen. Das nächste Thema ab 12.10 Uhr von Sophia Stadermann, Pädiaterin am Kinderkrankenhaus, lautet „Hyperbilirubinämie – aktuelle Empfehlungen”. Als Abschluss findet von 13.15 bis 14 Uhr der Workshop „Voraussetzungen für den (Wieder-)Einstieg in die freiberufliche Tätigkeit” mit Tanja Brembs statt.

Weitere Informationen unter Tel. 0871/698-3239 (Kreißsaal Klinikum) oder per Mail unter beleghebammen@klinikum-landshut.de.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden per E-Mail an beleghebammen@klinikum-landshut.de entgegengenommen. Bitte für den Workshop separat anmelden. Anmeldeschluss ist am Mittwoch, 29. Januar.

 

Foto: Klinikum Landshut

 

Bildtext: Dr. Anna Eder, Oberärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

Operative Therapien bei Schilddrüsenerkrankungen

Eine Schilddrüsenveränderung ist eine weit verbreitete Diagnose

 

Jeder Dritte hat entweder eine Schilddrüsenvergrößerung oder Knoten in der Schilddrüse. Im Alter nimmt die Häufigkeit zu, so dass jeder Zweite über 65 Jahren betroffen sein kann. Bösartige Schilddrüsenerkrankungen manifestieren sich oft früher zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Aber welche Therapie ist für welche Erkrankung die richtige? Prinzipiell gibt es drei Behandlungsmöglichkeiten: medikamentöse Therapie, Radiojodtherapie und Operation. Die Entscheidung ergibt sich nach Stellung der Diagnose durch eine eingehende Diagnostik mit SD-Sonographie, SD-Szintigraphie, Laborwerten unter Einbeziehung des Alters und der Lebenssituation der Patienten. Die medikamentöse Therapie wird bei kleinen Knoten angewendet. Ziel ist es, das Wachstum zu verzögern oder im Langzeitverlauf die Knoten zu verkleinern. Die Radiojodtherapie kommt bei sogenannten heißen Knoten mit vermehrter Jodspeicherung zur Anwendung. Ebenso wird die Radiojodtherapie zur Nachbehandlung bestimmter Schilddrüsen-Karzinome nach operativer Therapie eingesetzt. Die Indikation für eine Operation besteht in erster Linie bei beschwerlichen Schilddrüsenveränderungen, deren Therapie aufgrund ihrer Größe für eine Radiojodbehandlung nicht zugänglich ist, oder der Verdacht auf Bösartigkeit besteht. Der Vortrag am Donnerstag, 16. Januar, von Dr. Anna Eder, Oberärztin der Chirurgischen Klinik I, gibt einen Überblick über die Therapiemöglichkeiten, über die Durchführung der jeweiligen Behandlung sowie deren Grenzen und Risiken.

Beginn ist um 18 Uhr im Raum Hammerbach, Ebene 0, Klinikum Landshut. Im Anschluss steht die Referentin für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Bildquelle: Klinikum Landshut

 

Bldtext: Zwei neue Aromaexpertinnen hat das Klinikum Landshut. Karin Ingerl (l.) und Mirjam Scheugenpflug (r.). Barbara Kempf, Vorsitzende von lebensmut Landshut, gratulierte herzlich zur bestandenen Fachweiterbildung.

 

 

Duftende Lebensfreude dank Lebensmut

 

Zwei neue Aromaexperten am Klinikum

Lavendel bringt Ruhe, Zitrone wirkt belebend und Orange weckt neuen Lebensmut: Ätherische Öle haben eine wohltuende und gesundheitsfördernde Wirkung. Die Aromapflege wird schon seit längerem am Klinikum Landshut als ergänzendes Begleitprogramm angeboten. Jetzt gibt es zwei neue Aromaexpertinnen.

Tannenduft an Weihnachten, gerösteter Kaffee oder frisch gemähtes Gras im Sommer: Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Lieblingsdüfte. Diese fördern das ganzheitliche Wohlempfinden und können auch den Genesungsprozess unterstützen. „Lavendel, Orange, Zitrone und Zirbel sind bei unseren Patienten besonders beliebt”, erzählen Karin Ingerl und Mirjam Scheugenpflug. Sie sind beide Gesundheits- und Krankenpflegerinnen auf der onkologischen Schwerpunktstation im Klinikum und haben kürzlich ihre Fachweiterbildung zur Aromaexpertin abgeschlossen. Die Weiterbildung wurde genauso wie die ätherischen Öle und Duftlampen von lebensmut Landshut e.V. finanziert. „Die Aromapflege ist ein tolles Projekt. Vielen Dank an all unsere Unterstützer, die das möglich gemacht haben”, so Barbara Kempf, Vorsitzende von lebensmut.

Unter Aromapflege versteht man die Anwendung 100% naturreiner ätherischer Öle. Diese kommen als Raumduft oder Duftsäckchen zum Einsatz. Auch Waschungen, Hautpflege und Einreibungen sind möglich. Am Klinikum kommt die Aromapflege vor allem Patienten der Onkologie und Palliativmedizin zugute, aber auch in der Intensivmedizin, Wundbehandlung und anderen Bereichen. Die wohlriechenden Düfte sollen bei Unruhe, Übelkeit oder Schlaflosigkeit unterstützen. Zwei ganz besondere Duftmischungen haben Karin Ingerl und Mirjam Scheugenpflug im Rahmen der Weiterbildung selbst kreiert. „Waldlichtung” ist ein Heimatduft und riecht nach Zirbe, Melisse, Lavendel und Zeder. Orange, Rose, Neroli (Blüten des Bitterorangenbaum), Sandelholz und Weihrauch ergeben den Duft „Abendrot” Die genaue Zusammensetzung der „Klinikums-Düfte” bleibt aber das Geheimnis der beiden neuen Aromaexpertinnen. „Bei den Patienten sind unsere eigenen Düfte sehr beliebt. Das freut uns natürlich.” Insgesamt dauerte die Weiterbildung berufsbegleitend eineinhalb Jahre mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung. Schwerpunkte waren u.a. Aromachemie und der gezielte Einsatz der Aromapflege bei Stress, Angst, Unruhe und depressiven Verstimmungen.

Kontakt mit der Aromapflege kann über die Onkologische Tagesklinik, Tel. 0871/698-3297, oder die behandelnde Station aufgenommen werden.

 

Bildquelle: Klinikum

Brustkrebs: Selbsthilfegruppe und Einzelgespräche

 

Die Selbsthilfegruppe für Brustkrebs trifft sich das nächste Mal am Mittwoch, 18. Dezember. Das Thema ist diesmal: Aroma-Öle im Alltag – wo kann ich sie verwenden und wozu sind sie gut? Mit Christa Zacher, Gesundheits- & Krankenpflegerin und zertifizierte Aromaexpertin am Klinikum, kann man einige Öle kennenlernen. Die Selbsthilfegruppe trifft sich von 16.30 bis 18 Uhr im Raum Kompass, der sich im Gesundheitszentrum direkt neben dem Klinikum befindet.

Außerdem werden ab 15.30 Uhr im Raum Kompass zwei Einzelgespräche je 30 Minuten angeboten. Für diese Einzeltermine wird um Anmeldung gebeten unter Tel. 0871/698-3219.

„Je nachdem, wo die Frauen gerade stehen, z. B. am Anfang ihres Behandlungsprozesses, benötigen sie unglaublich viele Informationen”, so Renate Haidinger, Ansprechpartnerin im Klinikum Landshut. „Gemeinsam sortieren wir die vielen Eindrücke und Informationen von den Ärzten und Therapeuten und erklären, warum was gemacht werden soll.” Im Vordergrund stehen insbesondere Hilfestellungen, was die Frauen für sich selbst tun können und wo sie weitere Unterstützung finden können – „was immer sie auch brauchen”, so Haidinger. „Außerdem werden Fragen wie z. B. „macht es überhaupt Sinn regelmäßig zur Mammographie zu gehen?” oder „in meiner Familie gab es schon mehrere Krebserkrankungen, habe ich ein großes Risiko?” besprochen. Auch für sozialrechtliche Fragen steht sie zur Verfügung. Die Angebote stehen für alle betroffenen Frauen zur Verfügung, ganz unabhängig vom behandelnden Arzt bzw. Krankenhaus.

 

Foto: Renate Haidinger

 

Bildtext v.l. Franz-Josef Knehler, Heidrun Ludwig, Elke Hüls, Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald und Hans-Christoph Ludwig

 

2000 Schoko-Nikoläuse für Patienten und Mitarbeiter

Aktion des Förderkreises am Klinikum Landshut

 

Eine kleine Freude zum Nikolaus hat der Förderkreis des Klinikums den Patienten und Mitarbeitern bereitet: Am Donnerstag und Freitag wurden insgesamt 2000 Schoko-Nikoläuse im Klinikum verteilt. „Mit unserer traditionellen Nikolaus-Aktion wollen wir den Patienten, die den 6. Dezember im Klinikum verbringen, den Tag ein wenig versüßen”, so Hans-Christoph Ludwig vom Förderkreises. „Für die Mitarbeiter ist die Aufmerksamkeit eine Anerkennung ihrer Leistung zum Wohle der Patienten.” Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald dankte dem Förderkreis für die Nikolaus-Aktion: „Die Nikolaus ist seit einigen Jahren eine schöne Tradition. Vielen Dank an die Mitglieder des Förderkreises für ihr Engagement.”

Die Nikoläuse haben Heidrun und Hans-Christoph Ludwig sowie Dr. Franz-Josef Knehler und Elke Hüls vom Förderkreis am gestrigen Donnerstag an die Mitarbeiter des Klinikums verteilt. Die Patienten erhalten die kleinen Aufmerksamkeiten am heutigen Freitag auf dem Frühstückstablett. Zusammen mit der Firma Brandt Zwieback-Schokoladen und der Druckerei Dullinger hat der Förderkreis die Nikoläuse gespendet.

 

Bildquelle: Klinikum Landshut gGmbH Regina Kaindl

Bildtext: Zum Herzabend am Freitag, 8. November, lädt die Herzklinik rund um Chefarzt Prof. Stephan Holmer (vorne Mitte) ein.

 

Wider dem plötzlichen Herztod

Herzabend mit vier Vorträgen am Freitag, 8. November, im Klinikum

 

Er tritt plötzlich und unerwartet auf – und trotzdem kann man sich schützen: Der Sekunden-Herztod ist das große Thema beim diesjährigen Herzabend im Klinikum. Wer ist besonders gefährdet, welche Vorerkrankungen müssen behandelt werden und was ist im Ernstfall zu tun? Die Antworten gibt es am Freitag, 8. November, in vier Vorträgen von 16 bis 18 Uhr.

Mit lebensbedrohlichem Kammerflimmern fängt der plötzliche Herztod in den meisten Fällen an: Es folgen Kreislaufkollaps und Herzstillstand, der Blutdruck sinkt auf null. Nach vier Sekunden verspürt der Betroffene eine Leere im Kopf, nach acht Sekunden bricht er bewusstlos zusammen. Nach zwei bis drei Minuten hört er auf zu atmen, nach ca. zehn Minuten tritt der Tod ein. So beschreibt die Deutsche Herzstiftung den Ablauf des plötzlichen Herztodes. Jedes Jahr fallen dem plötzlichen Herztod in Deutschland ca. 65.000 Menschen zum Opfer. Diesmal hat die Stiftung die bundesweiten Herzwochen im November unter das Motto „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?” gestellt. Das Klinikum Landshut beteiligt sich mit dem Herzabend am Freitag, 8. November, an der Aufklärungskampagne. Von 16 bis 18 Uhr werden Patienten, Angehörige und Interessierte in vier Vorträgen und an zahlreichen Informationsständen aufgeklärt. „Mein Ärzteteam und ich möchten Sie an diesem Abend umfassend zum plötzlichen Herztod informieren”, so Prof. Dr. Stephan Holmer, Chefarzt der Medizinischen Klinik II für Kardiologie, Pneumologie, Elektrophysiologie und Intensivmedizin.

Im ersten Vortrag des Herzabends informiert Chefarzt Prof. Holmer zu „Risikofaktoren und Ursachen: Was können wir tun?” „Dem plötzlichen Herztod geht oft eine langjährige Herzkranzgefäßerkrankung voraus”, so Prof. Holmer. Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste zugrundeliegende Erkrankung, also die Verengung der Herzkranzgefäße. Wie wird diese Herzkrankheit ausgelöst und wie kann ich gegensteuern? Mit welchen Symptomen macht sie sich bemerkbar? Auf diese Fragen geht Prof. Holmer in seinem Vortrag ein.

Wie die koronare Herzkrankheit im Anschluss behandelt wird, darum geht es im nächsten Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Joachim Seegers, Leiter der Sektion Elektrophysiologie. Er geht auf die verschiedenen Therapieoptionen von Medikamenten, Stent-Implantation bis hin zum Bypass ein. Doch auch der Betroffene selbst ist gefragt: Eine Anpassung des eigenen Lebensstils ist häufig notwendig. Welche Faktoren die koronare Herzkrankheit positiv beeinflussen, erklärt Dr. Seegers ebenfalls in seinem Vortrag.

Über „Defibrillator und Herzschrittmacher: Was hilft das?” spricht danach Oberarzt Dr. Frank Schütze. Ein Herzschrittmacher schützt vor einem zu langsamen Herzschlag und ermöglicht oft erst den Einsatz spezieller Medikamente bei Rhythmusstörungen. Ein Defibrillator wird zum Schutz vor dem plötzlichen Herztod eingesetzt, manchmal mit einer speziellen Schrittmacherfunktion zur Behandlung der schweren Herzschwäche.

Wiederbelebung – wie geht’s?: Im letzten Vortrag des Herzabends beschäftigt sich Priv.-Doz. Dr. Julia Langgartner, Oberärztin und Leiterin der internistischen Intensivstation, mit diesem Thema. Nur ein kleiner Prozentsatz der Betroffenen überlebt den Herzstillstand – dank einer erfolgreichen Reanimation innerhalb weniger Minuten. Wie wird die Wiederbelebung am besten durchgeführt? Mund-zu-Mund-Beatmung ja oder nein? Wie funktioniert die Herzdruckmassage und wie lange muss ich sie ausüben? Dies erläutert Dr. Langgartner am Freitag, 8. November.

Die Vorträge dauern jeweils ca. 20 Minuten, im Anschluss können die Besucher Fragen stellen. Eine Anmeldung zum Herzabend ist nicht erforderlich.

Das Programm im Überblick:

 – Risikofaktoren und Ursachen: Was können wir tun?, Chefarzt Prof. Dr. Stephan Holmer

 – Gefahren und Behandlungsmöglichkeiten, Priv-Doz. Dr. Joachim Seegers, Leiter Sektion Elektrophysiologie

 – Defibrillator und Herzschrittmacher: Was hilft das?, Oberarzt Dr. Frank Schütze

 – Wiederbelebung – wie geht’s?, Priv.-Doz. Dr. Julia Langgartner, Oberärztin und Leiterin der internistischen Intensivstation

 – Informationsstände: EKG, Herzkatheter-Info-Stand, Elektrophysiologie, Blutdruck, Medikamente, Blutsalze, Wiederbelebung, Deutsche Herzstiftung

 

Bildquelle: Klinikum Landshut

 

Bildtext: Carsten Raab, Chefarzt der Unfallchirurgie am Klinikum Landshut

 

Die schonende Hüft-Operation mit AMIS

 

Bei der AMIS-Methode wird das Hüftgelenk möglichst schonend operiert, Muskeln und Sehnen werden „beiseitegeschoben” und nicht wie üblich durchtrennt. Der Zugang zur Hüfte erfolgt von schräg vorne, seitlich der Leistenbeuge. Für die Patienten ist der Eingriff mit weniger Schmerzen verbunden und sie erholen sich schneller. Die AMIS-Methode ist vor allem geeignet für Patienten, bei denen die Hüftpfanne beschädigt oder gelockert ist. Carsten Raab, Chefarzt der Unfallchirurgie am Klinikum Landshut, klärt am Donnerstag, 24. Oktober, über Vor- und Nachteile der Methode dieser minimal-invasiven Hüftendoprothetik auf.

Beginn ist um 18 Uhr im Raum Hammerbach, Ebene 0, Klinikum Landshut. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der ursprünglich an diesem Datum terminierte Vortrag „Update Schulterendoprothetik – knochensparend und minimalinvasiv” findet am Donnerstag, 12. Dezember, statt.

 

Bildquelle: Klinikum Landshut