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Klinikum Landshut

Bildtext: Beim Brustkrebs-Patientinnentag am 10. Oktober informieren Chefarzt Dr. Ingo Bauerfeind und weitere Brustkrebs-Experten über aktuelle Diagnostik- und Therapie-Möglichkeiten sowie über Nebenwirkungen.

 

 

Brustkrebs-Patientinnentag am Klinikum Landshut

Informationstag mit sieben Vorträgen am 10. Oktober

 

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Mehr als 70.000 erkranken pro Jahr in Deutschland. Am Donnerstag, 10. Oktober, lädt das Brustkrebszentrum am Klinikum Landshut erneut zu einem großen Patientinnentag ein. „Uns ist wichtig, Sie umfassend aufzuklären und zu informieren”, so Chefarzt Dr. Ingo Bauerfeind. Sieben Vorträge stehen von 16 bis 19 Uhr auf dem Programm, der Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von akuten und chronischen Nebenwirkungen.

Die Fortschritte in der Früherkennung, Diagnostik sowie der operativen und medikamentösen Therapie haben die Chance, wieder gesund zu werden, deutlich verbessert. „Wissenschaft und Forschung sind jedoch im Fluss, ständig werden neue Erkenntnisse und Ergebnisse präsentiert und es ist schwer, sich bei der Menge an Informationen auszukennen”, so Dr. Ingo Bauerfeind, Leiter des Brustkrebszentrums und Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum Landshut. „Sich auszukennen ist aber nicht nur Sache des behandelnden Arztes. Es ist uns wichtig, Sie über Fortschritte in der Behandlung zu informieren.” In sieben Vorträgen klären Ärzte und Experten am Donnerstag, 10. Oktober, auf. Beginn ist um 16 Uhr im Raum Hammerbach, Klinikum Landshut. Viele Therapien verursachen Nebenwirkungen und die hinterlassen ihre Spuren – der Fokus des diesjährigen Brustkrebstages liegt deshalb auf der Behandlung von akuten und chronischen Nebenwirkungen. Auch hier sei Information wichtig: Was ist normal, wie können Nebenwirkungen gelindert werden, was kann frau selbst tun? „Wir wollen mit kurzen Vorträgen Informationen liefern und damit Gelegenheit geben, den Einstieg in gemeinsame Gespräche zu ermöglichen”, so Dr. Bauerfeind.

Den Anfang macht um 16 Uhr Chefarzt Dr. Bauerfeind: Er informiert über Neues und Wichtiges in der Behandlung des Mammakarzinoms. Danach spricht Sibyll Michaelsen, Fachschwester für Onkologie und Breast Care Nurse am Klinikum, über Nebenwirkungsmanagement. Welche Tipps und Tricks kann ich während der Chemotherapie anwenden? Darüber berichtet Claudia Tillmann, Patientin am Brustkrebszentrum, aus eigener Erfahrung. Über Sexualität nach Brustkrebs referiert im Anschluss Renate Haidinger, 1. Vorsitzende von Brustkrebs Deutschland e.V. Nach einer kurzen Pause geht es weiter mit dem Thema „Das Lymphödem – Möglichkeiten der Physiotherapie nach Brustkrebs“. Darüber informiert Physiotherapeutin Christina Jakob-Ertel, die eine Lymphologische Schwerpunktpraxis bzw. Praxis für Psychotherapie in Wolfratshausen besitzt. Über Kompressionsverband bei Lymphödem informiert Rosemarie Reindl-Erhard vom Sanitätshaus Zimmermann in Landshut. „Brustwarzenrekonstruktion – Neue Möglichkeiten“ lautet der letzte Vortrag von Andy Engel. Er ist Tattoo Artist und Experte für medizinische Brustwarzenrekonstruktion in Marktsteft.

Eine Anmeldung zum Brustkrebstag ist nicht erforderlich.

Das Programm im Überblick:

 -Neues und Wichtiges in der Behandlung des Mammakarzinoms, Chefarzt Dr. Ingo Bauerfeind

 -Nebenwirkungsmanagement, Sibyll Michaelsen, Fachschwester für Onkologie und Breast Care Nurse

 -Tipps und Tricks während der Chemotherapie, Claudia Tillmann, Patientin

 -Sexualität nach Brustkrebs, Renate Haidinger, 1. Vorsitzende Brustkrebs Deutschland e.V.

 -Pause – Imbiss

 -Das Lymphödem – Möglichkeiten der Physiotherapie nach Brustkrebs, Christina Jakob-Ertel,

 -Lymphologische Schwerpunktpraxis / Praxis für Psychotherapie, Wolfratshausen

 -Kompressionsverband bei Lymphödem, Rosemarie Reindl-Erhard, Sanitätshaus Zimmermann

 -Brustwarzenrekonstruktion – Neue Möglichkeiten, Andy Engel, Tattoo Artist und Experte für medizinische Brustwarzenrekonstruktion

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de/zentren/brustkrebszentrum

 

Foto: Klinikum Landshut

 

Bildtext: Die 18 frisch examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger

 

 

„Bleiben Sie dem Pflegeberuf treu“


18 Gesundheits- und Krankenpfleger am Klinikum erlangen ihr Examen

 

Am Donnerstag sind 18 frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger des Klinikums Landshut ins Berufsleben entlassen worden. Redner, Gratulanten und auch die Schüler selbst warfen einen Blick zurück auf die „manchmal harte und anspruchsvolle“ Ausbildung. Elf ehemalige Schüler starten nun ihr Berufsleben am Klinikum.

 

„Wir haben Sie über drei Jahre, mindestens 4600 Stunden lang, in Theorie und in der Praxis belehrt, informiert, aufgeklärt, phasenweise sicher auch gelangweilt“, so Marie-Luise Emslander, Schulleiterin der privaten Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum. Am Donnerstag haben 18 frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen ihr Examen im Klinikum Landshut gefeiert. Die Prüfungsbesten sind mit einem Gesamtdurchschnitt von 1,3 Martina Berg, Friedrich Berthold und Sophia Muth sowie mit einem Schnitt von 1,6 Lisa-Marie Bruno. Ebenfalls ihren Abschluss in der Tasche haben Sophie Bauer, Nadine Ebner, Janina Ganslmeier, Zahra Ghorbani, Alena Glabasnia, Jasmin Gruber, Sebastian Haas, Iryna Kashutina, Elina Kinikeev, Jacqueline-Maria Lehotzki, Ramona Prex, Essa Sillah, Christina Vogel und Lou Ann Walker.

Die Schulleiterin komme immer wieder zu der Erkenntnis: „Pflegende benötigen gleichwohl kognitive Fähigkeiten (Kopf, Verstand) wie emotionale Kompetenzen (Herz) und manuelle Geschicklichkeiten (die Hand).“ Emslander stellte am Donnerstag die Zielorientierungen der modernen Gesellschaft und die Erwartungen an die Pflege und die medizinische Versorgung gegenüber. Hier gebe es eklatante Unterschiede: auf der einen Seite die immer größere Selbstdarstellung und Ich-Zentriertheit der Gesellschaft. Und auf der anderen Seite solle eine Pflegekraft immer sich selbst zurückstellen und rund um die Uhr für die Wünsche und Sorgen jedes einzelnen im Einsatz sein. „Wie sollen sich aber in dieser Dissonanz junge Menschen finden, die den Pflegeberuf lernen möchten und dann auch in diesem arbeiten werden?“, fragte Emslander und hatte auch einige Vorschläge dabei. So solle man die eigenen Ansprüche etwas zurücknehmen und Rechte und Pflichten gleich bewerten.

„Ihnen stehen alle Türen offen“, betonte in seiner Rede Aufsichtsrat Robert Mader, der Oberbürgermeister Alexander Putz vertrat. Er überbrachte – auch im Namen des OB – seine herzlichen Glückwünsche. „Sie haben eine anspruchsvolle und hochwertige Ausbildung, das darf gefeiert werden. Seien Sie stolz auf Ihre Prüfung und den wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft“, so Mader weiter.

„Für viele Menschen sind Sie der Begleiter in den schwersten Zeiten. Neben den Ärzten spielen Sie die entscheidende Rolle am Klinikum. Nur durch Sie erreichen und erhalten wir das hohe Niveau, das wir haben“, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald bei der Examensfeier in der Glasdachhalle. „Mit dem heutigen Tag haben wir 18 brandneue Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen. Über die Hälfe, 11 von Ihnen, werden ihre berufliche Laufbahn bei uns am Klinikum beginnen. Das freut mich ganz besonders. Zwei von Ihnen werden außerdem ihr duales Studium fortsetzen.“ Sein Wunsch an die frisch examinierten Pflegekräfte: „Denken Sie auch an sich selbst. Wer unentwegt für andere da ist, übersieht sich selbst schnell.“

Auch der Ärztlicher Direktor Prof. Stephan Holmer gab der Klasse einige Ratschläge mit auf den Weg. „Gehen Sie immer offen, zugewandt und mit einer positiven Einstellung zu Ihren Patienten, auch wenn die Situation manchmal schwierig ist.“ Er appellierte an die neuen Pflegekräfte, sich stets weiter zu qualifizieren und immer weiter zu lernen. „Bleiben Sie dem Pflegeberuf treu und Sie werden viel Erfüllung finden.“ Prof. Holmer ging in seinem Grußwort auch auf die neuen gesetzlichen Regelungen im Gesundheitssystem ein: „Ihr Beruf macht eine starke Entwicklung durch und auf Ihre Berufsgruppe wird ein besonderes Augenmerk gelegt. Dies wird Ihnen eine große Chance eröffnen. Arbeitslos werden Sie sicher nicht. Die Gesellschaft und besonders wir als Krankenhaus brauchen Sie.“

„Dieser Abschluss ist nicht das Ende, sondern ganz im Gegenteil der Anfang einer hoffentlich lebenslangen Karriere in der Krankenpflege“, sagte Pflegedirektor Jürgen Bacher am Donnerstagabend. „Man wird sich um Sie reißen.“ Dringend, händeringend oder zwingend notwendig: Das seien die wohl am meisten verwendeten Adjektive, wenn es um die Bedeutung der Krankenpflege-Ausbildung geht. Die ersten hohen Wellen des Pflegepersonalmangels seien bereits spürbar. Bacher appellierte an die frisch Examinierten, fach- und berufsgruppen-übergreifend zu arbeiten, „denn wir werden die künftigen Herausforderungen nur zusammen bewältigen“.

Auch Klassenleiterin Stephanie Müller gratulierte den neuen Pflegekräften herzlich zu ihrem Abschluss. „Sie haben eine anspruchsvolle Ausbildung absolviert und mit dem heutigen Tag alle Prüfungen erfolgreich be- und überstanden.“ Zwar sei der Weg manchmal hart und steinig gewesen und die Klasse habe Höhen und Tiefen durchschritten. „Aber Sie haben Geduld und Ausdauer bewiesen und sind nun am Ziel Ihrer Ausbildung angekommen. Dazu haben Sie hohen Respekt verdient.“

Zum Schluss bedankten sich die beiden Klassensprecher Sophia Muth und Sebastian Haas bei allen, die sie bei der Ausbildung begleitet hatten. „Wir haben viel gemeinsam erlebt“.

Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgten „The Narcoleptic“ und Friedrich Berthold. Werner Ehlen stieg außerdem besinnlich in den Abend ein.

 

Foto: Klinikum Landshut

 

„Danke für die unglaublich intensive Zeit“: Chefärztin Barbara Kempf (2.v.l.) mit (v.r.) Prof. Wolfgang Hiddemann, Prof. Wolfgang Herr, Prof. Stephan Holmer,Sabrina Klein und Dr. Maria Fick.

Pressemitteilung

Über 15 Jahre war Barbara Kempf am Klinikum Landshut tätig, baute die Hämatologie und internistische Onkologie auf und setzte viele weitere Impulse. Mit Standing Ovations und in feierlichem Rahmen verabschiedeten sich vergangene Woche mehr als 200 Gäste von der Chefärztin.

„Sie war der ärztlichen Sache mit ihrem ganzen Wesen verpflichtet und setzte sich außerordentlich für ihre Patienten ein. Mit kriminalistischem Spürsinn hat sie medizinische Fälle löst“: So würdigte am Mittwochabend, 31. Juli, Prof. Dr. Stephan Holmer, Ärztlicher Direktor und Chefarzt am Klinikum Landshut, den großen Verdienst von Barbara Kempf. Die Chefärztin der Medizinischen Klinik III für Hämatologie, Internistische Onkologie und Palliativmedizin sowie stellvertretende Leiterin des Onkologischen Zentrums war über 15 Jahre am Klinikum tätig. Vergangene Woche wurde sie von mehr als 200 Gästen feierlich in der Glasdachhalle des Klinikums verabschiedet. „Die Medizinische Klinik III und das Klinikum verlieren heute die Gründerin der Abteilung“, so Prof. Holmer. In der Therapie von Krebs- und Bluterkrankungen habe die Fachabteilung dank Barbara Kempf einen hohen überregionalen Ruf erreicht. Auch der große Zuspruch zur feierlichen Verabschiedung zeige die Wertschätzung und den Respekt, der Barbara Kempf entgegen gebracht wird.

Zunächst als Oberärztin der Medizinischen Klinik I hat Barbara Kempf mit dem Aufbau der Onkologie sowie der Tagesklinik begonnen. 2005 initiierte sie den Verein Lebensmut in Landshut. 2008 folgte die Gründung einer eigenen Fachabteilung für Hämatologie, Internistische Onkologie und Palliativmedizin, 2018 wurde das Klinikum als Onkologisches Zentrum zertifiziert. „Immer wieder mussten neue Allianzen geschmiedet und Widerstände überwunden werden“, so Prof. Holmer, der auch ein langjähriger Weggefährte von Barbara Kempf ist. Auf ihr wesentliches Betreiben wurde beispielsweise die interdisziplinäre Tumorkonferenz vor 15 Jahren etabliert. Hier beraten Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen bis heute über die beste Therapie für jeden einzelnen Patienten. „Eine runde Sache mit großartigem Abschluss“ – so fasste Prof. Holmer das Wirken von Barbara Kempf am Klinikum zusammen. Prof. Holmer dankte ihr auch im Namen von Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald und dem gesamten Chefarzt-Gremium.

Aufsichtsrätin Dr. Maria Fick überbrachte in ihrem Grußwort den Dank und die guten Wünsche von Oberbürgermeister Alexander Putz sowie dem Stadt- und Aufsichtsrat. „Frau Kempf hat hervorragende Arbeit am Klinikum Landshut geleistet. Ihr Engagement für Lebensmut ist außerordentlich“, so Dr. Fick. Für den weiteren Lebensweg wünschte sie Barbara Kempf alles Gute. „Ich wünsche mir, dass Ihr Werk in Ihrem Sinne fortgeführt wird.“

„Ihr Enthusiasmus hat mich fasziniert und inspiriert“, so Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann. Er ist Gründer und 1. Vorsitzender von Lebensmut e.V. in München und ehemaliger Direktor der Medizinische Klinik III am Klinikum der Universität München in Großhadern. Mit Barbara Kempf ist er vor allem über Lebensmut verbunden – vor fast 15 Jahren gründete sie die Initiative auch in Landshut. Lebensmut bietet Krebspatienten in der Region eine psycho-onkologische Betreuung. Diese wird von den Krankenkassen nicht bezahlt und ist rein spendenfinanziert. „Wir brauchen nicht nur Medikamente und Operationen, sondern auch ein Netz für die Seele“, so Prof. Hiddemann am Mittwoch. In Landshut werden Atem- und Kunsttherapie, Qi Gong, kosmetische Beratung und vieles mehr angeboten. „Das gibt es nur an wenigen Krankenhäusern in ganz Deutschland.“ Barbara Kempf habe außerdem Hochleistungsmedizin mit Menschlichkeit verbunden.

Für die starke Zusammenarbeit dankte bei der Verabschiedung auch Prof. Dr. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Regensburg. Mit Barbara Kempf und der Medizinischen Klinik III verbindet ihn ein bayernweit einmaliges Projekt. Patienten mit einer Krebserkrankung, die eine autologe Stammzell-Transplantation erhalten haben, können seit einigen Monaten am Klinikum Landshut weiterbehandelt werden. Bei dem gemeinsamen Projekt des Comprehensive Cancer Center Ostbayern (CCCO) arbeiten verschiedene Einrichtungen und Fachdisziplinen eng zusammen, um eine bestmögliche wohnortnahe Versorgung der Patienten zu fördern. Diese Art der Zusammenarbeit ist laut Prof. Herr enorm wichtig. Für die Zukunft wünschte er Barbara Kempf außerdem „viel Glück und viel Freude“.

„Niemand geht bei uns ohne Arztbrief“, das hätten Sie und ihre Kollegen von der Chefärztin gelernt, berichtete Funktionsoberärztin Sabrina Klein und fuhr mit einem Augenzwinkern fort:„Deshalb bekommen Sie heute einen Entlassungsbericht von uns ausgestellt.“ Barbara Kempf sei von 1.1.2003 bis 31.7.2019 „ambulant und teilweise auch stationär in unserer Einrichtung“ gewesen. Zustand bei Einlieferung: allseits orientiert. Besonders hob Sabrina Klein die „analytischen Kenntnisse und den unermüdlichen Einsatz“ von Kempf hervor. Sie habe immer entsprechend der Leitlinien gehandelt. „Dabei hatte sie stets alles im Blick: Patienten, Angehörige, Mitarbeiter, Flora und Fauna.“ Zustand bei Entlassung: allseits orientiert. „Wir empfehlen keine Dauermedikation.“

„Der Abschied fällt mir nicht leicht“, sagte Barbara Kempf in ihrem Grußwort. „Aber es ist Zeit aufzubrechen und neue Wege zu beschreiten.“ Sie dankte Kollegen und Wegbegleitern im Klinikum sowie den niedergelassenen Ärzten und auch den Patienten, die ihr das Vertrauen geschenkt hatten. Ein ganz besonderes Dankeschön galt auch dem Team der Onkologie, bestehend aus Ärzten, Pflegekräften, Psychoonkologen, Sekretärinnen und weiteren Mitarbeitern. Kempf hob unter anderem die „einzigartige und starke Pflege“ hervor, die sich mit großer Kompetenz und Fürsorge um Krebs-Patienten kümmert. „Ohne Ihr Vertrauen, Wohlwollen und Engagement würden wir nicht da stehen, wo wir heute sind“, so Kempf zu ihren Gästen. Ihre Mission sei es gewesen, die Onkologie als Schwerpunkt-Abteilung zu etablieren und weiterzuentwickeln. Mit der Zertifizierung zum Onkologischen Zentrum sei außerdem ein wichtiger Meilenstein für Krebs-Patienten erreicht worden. „Danke für die unglaublich intensive Zeit“, so Kempf am Ende der Verabschiedung.

Bei einem Stehempfang klang der Abend im Klinikum aus. Die Feier wurde musikalisch umrahmt vom Duo Stefan Amannsberger/Richard Köll sowie von Josie Malegria.

Mehr als 200 Gäste verabschiedeten sich vergangene Woche im Klinikum von Barbara Kempf.

„Ohne Ihr Vertrauen, Wohlwollen und Engagement würden wir nicht da stehen, wo wir heute sind“, so Kempf zu Gästen“, so Barbara Kempf bei ihrer Verabschiedung.

Fotos: Klinikum Landshut

Am Mittwochmorgen wurde die Landshuter Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung in einer im Keller befindlichen Registratur des Landshuter Klinikums alarmiert. Auf Grund des besonderen Objektes und der unklaren Lage wurde zur Sicherheit ein Großaufgebot an Rettungskräften in Marsch gesetzt. Vor Ort wurde von den ersten Kräften die Rauchentwicklung bestätigt und auch einzelne Melder der Brandmeldeanlage des Objektes hatten angeschlagen. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Haustechnik begann nun die umfangreiche Suche nach der Ursache. Da sich im Laufe des Einsatzes die Rauchentwicklung verflüchtigt hatte, hatten die Kräfte keinerlei Anhaltspunkte, wo die Ursache liegen könnte. Zur Sicherheit wurde deshalb der komplette Bereich intensiv mit mehreren Trupps und Wärmebildkameras durchsucht. Ebenso wurden sämtliche in der Nähe befindliche elektrischen Anlagen und Aufzüge kontrolliert. Nachdem diese Suche nach gut 90 Minuten weiter ohne Ergebnis verlief, wurde ein Großteil der Kräfte aus dem Einsatz genommen. Am Objekt wurde von den verbleibenden Kräften und der Haustechnik die Suche bis etwa 11:00 fortgesetzt, ebenfalls ohne Feststellung. Auch eine Nachschau gegen 13:00 verlief ohne Ergebnis. Das Objekt wurde daraufhin der Haustechnik übergeben. Der betroffene Bereich wird in den nächsten Stunden und Tagen durch die Betreiber weiter intensiv kontrolliert. Der medizinische Betrieb am Klinikum war zu keiner Zeit gefährdet. 

Bildtext: Auch Oberbürgermeister Alexander Putz weiß, wie es geht, und führte mit Notaufnahme-Chefarzt Oliver Zorn die Reanimation mit Druckmassage unter Einsatz eines halbautomatischen Defibrillators bei einem Herzstillstand durch. Geballtes Expertenwissen und Beratung sowie Messungen gab es unter anderem auch durch (von links) Chefarzt Prof. Stephan Holmer, Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald, Leitender Oberarzt Dr. Christian Fuchs, Chefarzt Prof. Josef Heckmann, Christine Weinzierl vom Herzbüro, Christel Walter vom Schlaganfallbüro, Stationsassistentin Sieglinde Spannfellner, Mandy Grätz, Pflegerische Leitung Notaufnahme, Oberarzt Dr. Maximilian Roeder und Dr. Gerhard Trost von Boehringer Ingelheim.

Im Rhythmus von „Staying alive”

 

Leben retten, ob präventiv oder im Ernstfall: Wie das einerseits durch einen gesunden Lebensstil, andererseits in Notsituationen wie einem akuten Herzstillstand gelingt – darüber haben Experten des Klinikums die Bevölkerung anschaulich aufgeklärt. Am Montag machte der auffällige rote amerikanische Schulbus der Kampagne „Herzenssache Lebenszeit” in der Fußgängerzone in der Landshuter Altstadt Halt. Dort berieten Ärzte, Pflegepersonal und weitere Experten in geballter Form, um dazu beizutragen, Risiken für Diabetes, Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Dass auch ein Ohrwurm zur Lebensrettung beitragen kann, wussten wohl die wenigsten.

Typ-2-Diabetes ist die häufigste Form von Diabetes, bleibt jedoch oft lange unbemerkt. Aufgrund von Begleiterkrankungen wie hohem Blutzucker, Bluthochdruck und Übergewicht, sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenschäden mögliche Folgeerkrankungen. Patienten mit Typ-2-Diabetes entwickeln deutlich häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Ziel der Initiative ist daher Aufklärung über die Zusammenhänge zwischen Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen wie Schlaganfall, Vorhofflimmern, Herzinfarkt oder Herzschwäche. Die Klinikum-Experten vermittelten am Infobus vor dem Rathaus in Gesprächen mit den Besuchern Informationen, um das Risikobewusstsein der Landshuter zu fördern. Denn nur wer sein persönliches Risiko kennt, kann gezielt vorbeugen. Vor Ort waren Ärzte aus den Bereichen Kardiologie, Gastroenterologie, Diabetologie, Nierenheilkunde, Neurologie und Notfallmedizin. Viele Fragen wurden in den Gesprächen geklärt – Fragen wie: Wie messe ich meinen Blutdruck richtig? Wie erkenne ich eine Herzschwäche? Welche Blutzuckerwerte sind gut? Der Andrang war groß. Die Besucher konnten vor Ort von Pflegekräften des Klinikums auch Blutdruck und Blutzuckerwerte messen lassen. Chefarzt Oliver Zorn und die pflegerische Leiterin Mandy Grätz von der Notaufnahme demonstrierten an einer Übungspuppe, wie eine Herzdruckmassage bei einem akuten Herzstillstand durchgeführt wird. Außerdem zeigten sie den richtigen Umgang mit einem halbautomatischen Defibrillator, wie er beispielsweise auch neben dem Eingang des Rathausprunksaals hängt. Dieses Angebot nutzten viele Interessierte, die ihre Kenntnisse zur Ersten Hilfe auffrischen wollten. „Wir konnten vielen die Angst nehmen, dabei etwas falsch zu machen. Falsch ist eigentlich nur, wenn man im Notfall gar nichts unternimmt”, so Zorn. Auch Oberbürgermeister Alexander Putz besuchte den Infobus und stellte dabei sein Rhythmusgefühl bei einer Herzdruckmassage unter Beweis. Denn wer im Notfall Erste Hilfe leisten muss, sollte an Musik denken: der Refrain des Bee-Gees-Hits „Stayin’ Alive” gibt den Takt der Massage vor – das wusste auch Putz, der sich auch den Umgang mit einem Defibrillator erklären ließ.

„Unser Engagement als Klinik geht über die Behandlung von Patienten hinaus. Wir wollen nicht nur versorgen, sondern auch vorbeugen und durch Beratung zur Aufklärung beitragen”, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Informationen wurden außerdem durch das Schlaganfall- und das Herzbüro zur Verfügung gestellt. Trotz der Hitze war die Resonanz groß. Viele Passanten nutzen die Angebote und konnten viele nützliche Informationen und Gesundheitstipps mitnehmen.

Weitere Informationen gibt es unter www.klinikum-landshut.de.

Fotos: klinikum landshut

 

Klinikum zählt erneut zu Deutschlands besten Kliniken

F.A.Z.-Institut zeichnet hohe Behandlungsqualität am Klinikum Landshut aus

 

Das Klinikum Landshut wurde nun erneut als eines der besten Krankenhäuser Deutschlands ausgezeichnet

„Deutschlands beste Krankenhäuser”: Das F.A.Z.-Institut, das zur Verlagsgruppe Frankfurter Allgemeine Zeitung gehört, hat mehr als 2200 Qualitätsberichte von Kliniken sowie Daten aus Bewertungs- und Befragungsportalen ausgewertet und eine Empfehlungsübersicht zusammengestellt. Zu den Spitzenreitern zählt auch dieses Jahr wieder das Klinikum Landshut. In der Auswertung (Klinikgröße 500 bis 800 Betten) liegt das Klinikum deutschlandweit auf Rang zwölf – innerhalb Bayerns sogar auf dem dritten Platz.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Die überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft unserer Patienten ist für uns ein besonderer Qualitätsmaßstab”, sagt Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Für die Studie „Deutschlands beste Krankenhäuser” des F.A.Z.-lnstituts wurden aktuelle Qualitätsberichte der Krankenhäuser aus der Patientenperspektive ausgewertet. Die Daten aus den Qualitätsberichten stellte der Gemeinsame Bundesausschuss zur Verfügung. Darüber hinaus flossen Daten aus dem TK-Klinikführer (Techniker Krankenkasse), der „Weissen Liste” und des Bewertungsportals Klinikbewertungen.de in die Studie ein. Mit Hilfe der Qualitätsberichte und ergänzenden Daten aus Bewertungs- und Befragungsportalen wurde eine Rangliste derjenigen Krankenhäuser erstellt, die aus „emotionaler und sachlicher Sicht” in ihrem Gesamtangebot glänzen konnten. Die Qualitätsberichte liefern Informationen zur Qualifikation der Mitarbeiter, dem Leistungsspektrum des Krankenhauses, besonderer Geräteausstattung, medizinisch-pflegerischen Angeboten, der Qualität in definierten Leistungsbereichen sowie der Häufigkeit von Komplikationen. Meinungen von Patienten wurden zusätzlich über ein gezieltes Screening der genannten Portale erfasst. Somit wurde eine Vielzahl an Informationsangeboten für die Patienten handhabbar gemacht.

Bewertet werden konnten nach einer Verdichtung der zur Verfügung stehenden Datenbasis insgesamt 1.546 Kliniken. Im Ranking sind nur die Krankenhäuser ausgewiesen, die zu den Top-25 Prozent der jeweiligen Größenklasse gehören. Die Daten der Bewertungsportale flossen in die „emotionale Bewertung” ein, die im Endergebnis der Bewertung 50 Prozent einnimmt. Gleiches gilt für die Zahlen aus den Qualitätsberichten bei der „sachlichen Bewertung”. Bei allen Datenquellen ging es unter anderem um die Gesamtzufriedenheit und Weiterempfehlung durch die Patienten, die Qualität der medizinischen und pflegerischen Behandlung, Organisation und Service, aber auch die Anzahl der Fachärzte und Pflegekräfte sowie das Hygiene- und Qualitätsmanagement. Insgesamt wurden 403 Kliniken ausgezeichnet. Das Klinikum Landshut liegt in der Größenklasse 500 bis unter 800 Betten auf Rang zwölf. In dieser Kategorie zählen insgesamt 36 Kliniken zu den besten 25 Prozent. Betrachtet man nur Kliniken innerhalb Bayerns, liegt das Klinikum sogar auf Rang 3. Ärztlicher Direktor und Chefarzt Prof. Dr. Stephan Holmer sagt dazu: „Wir sind stolz darauf, hier eine patientennahe, hochqualifizierte Versorgung anzubieten. Umso mehr freut es uns natürlich, dass das auch von den Patienten so wahrgenommen wird.”

Weitere Informationen gibt es unter www.klinikum-landshut.de und unter https://www.faz.net/asv/beste-krankenhaeuser/.

 

Foto: Klinkum Landshut

Über die Zertifizierung zum Gefäßzentrum freuen sich v.l. Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald, Dr. med. Gerhard Oberst (Ltd. Oberarzt und Leiter der Interventionellen Radiologie), PD Dr. Dr. Georgios Meimarakis (Chefarzt Gefäßchirurgie), Norbert Schrank (Ltd. Oberarzt Gefäßchirurgie), Martin Wilke (Pflegerischer Bereichsleiter Gefäßchirurgie und Wundexperte) und Carina Loose (Leiterin Gefäßchirurgische Ambulanz). Foto: Klinikum Landshut

Kürzlich haben die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) und die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) die Qualität des Gefäßzentrums am Klinikum bescheinigt. Das Team aus Ärzten, Pflegern und weiteren Fachkräften stellt den Patienten in den Mittelpunkt. „Patientenzentriertes Handeln – optimale Behandlung gepaart mit sprechender Medizin – macht uns aus!“, sagt Gefäßchirurgie-Chefarzt PD Dr. Dr. Georgios Meimarakis.

Wenn beim Spazierengehen die Schmerzen in den Waden unerträglich werden, spricht man von der sogenannten Schaufensterkrankheit – eine weit verbreitete Erkrankung der Gefäße. „Enge oder gar verschlossene Gefäße behindern den Blutfluss und können die betroffenen Körperteile nicht mehr ausreichend versorgen“, so Privatdozent Dr. Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie. Der Mediziner spricht von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK). Diese Durchblutungsstörung ist nur eine von zahlreichen Krankheiten, die am neu zertifizierten Gefäßzentrum am Klinikum Landshut behandelt werden. Anfang 2019 haben die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) und die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) das Zertifikat ausgestellt. „Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die an der erfolgreichen Zertifizierung mitgewirkt haben“, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Bundesweit sind knapp 100 Zentren zertifiziert, davon weniger als die Hälfte gleich von beiden Fachgesellschaften DGG und DRG.

„Unser Leitgedanke ist, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“, so Chefarzt Meimarakis. „Wir gehen mit viel Empathie auf unsere Patienten zu. Unsere Herzensangelegenheit ist, die optimale Behandlung mit der sprechenden Medizin zu vereinen.“ Dass sich die Patienten besonders gut aufgehoben fühlen, diese Rückmeldung bekommen die Mitarbeiter des Gefäßzentrums immer wieder – von den Patienten persönlich und in einer repräsentativen Patientenumfrage, genauso wie von Hausärzten. Auch die Auditoren der beiden Fachgesellschaften DGG und DRG haben die Strukturen im Gefäßzentrum überaus positiv bewertet: „Unsere Prozesse und Ergebnisse wurden gleichermaßen gelobt“, so der Chefarzt.

Hinter dem Zentrum steht ein starkes Team aus Ärzten, Pflegekräften und weiteren Mitarbeitern. Hauptkooperationspartnern im Gefäßzentrum sind die Klinik für Gefäßchirurgie und die Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, die von Chefarzt Privatdozent Dr. med. Hans-Peter Dinkel geleitet wird. Weitere Kooperationen bestehen mit den Fachdisziplinen Nierenheilkunde, Neurologie, Kardiologie, Diabetologie, Angiologie, Rheumatologie und Anästhesiologie. „Wir arbeiten bei sämtlichen Gefäß-Krankheitsbildern fachabteilungs-übergreifend“, so Dr. Meimarakis. Regelmäßig finden Gefäßkonferenzen statt, bei denen sich Gefäßchirurgen und Radiologen mit den anderen Fachdisziplinen absprechen. Zum Gefäßzentrum gehören außerdem Gefäßassistenten, Wundexperten und Fachtherapeuten. „Unsere Stärke besteht darin, dass jeder Patient im Klinikum immer die bestmögliche Behandlung bekommt.“

Das Gefäßzentrum deckt das gesamte Spektrum von Gefäßkrankheiten mittels umfangreicher Diagnostik und moderner Therapieverfahren ab. Das hat auch die Zertifizierung bestätigt. „Gefäßerkrankungen sind auf dem Vormarsch. Wir behandeln stets möglichst schonend, das heißt vornehmlich mit minimal-invasiven Methoden und verzichten häufig komplett auf einen Hautschnitt. Falls nötig kommt die körpereigene Vene als Ersatzteil zum Einsatz, alternativ andere biologische Materialien und möglichst kein Kunststoff.“

Zu den Schwerpunkten des Gefäßzentrums gehören neben der Schaufensterkrankheit (pAVK) die Verengung der Halsschlagader (Carotisstenose), die Erweiterung der Hauptschlagader (Aneurysma) und Krampfadern (Varizen). Auch Patienten mit diabetischem Fuß oder chronischen Wunden werden im Gefäßzentrum erfolgreich behandelt. Im Rahmen der Zertifizierung bestätigten die Fachgesellschaften auch die lückenlose Rund-um-die-Uhr-Betreuung für Gefäßpatienten, die leitlinien-gerechte Behandlung und die konsequente Teilnahme an Qualitätssicherungsprojekten. „Klare Behandlungspfade sorgen für eine zügige Diagnose und individuelle Therapie sowie eine angepasste Nachsorge, damit jeder Patient bald nach seiner Genesung in der häuslichen Umgebung gut versorgt ist“, so Chefarzt Meimarakis.

Um die Bevölkerung zu modernen Diagnostik- und Therapie-Verfahren zu informieren, findet am Samstag, 11. Mai, ein großer Gefäßtag im Klinikum Landshut statt.

Mehr Informationen finden Sie unter www.klinikum-landshut.de/fachbereiche/gefaesschirurgie

Bildtext:Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (r.) und der neue Geschäftsführer des Klinikums Landshut Dr. med. Philipp Ostwald vereinbarten in einem ersten Kennenlern-Gespräch eine enge Zusammenarbeit.

 

Landtagsabgeordneter Radlmeier beim Antrittsbesuch beim neuen Geschäftsführer

„Mit ihrem großen Erfahrungsschatz werden sie dem Klinikum gut weiterhelfen können“, hielt Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) am Ende seines Besuches beim neuen Geschäftsführer des Klinikums, Dr. med. Philipp Ostwald, deutlich. Ostwald kann auf langjährige Erfahrung im Krankenhausmanagement und als Arzt zurückblicken. Der 52-jährige kündigte an, das Klinikum so zu optimieren wollen, dass alle davon profitieren – Mitarbeiter wie Patienten.

 Helmut Radlmeier war der Antrittsbesuch ein großes Anliegen: Der Abgeordnete ist Mitglied des Gesundheitsausschusses. Eine gute Zusammenarbeit mit den Akteuren im Gesundheitssektor liegt ihm daher sehr am Herzen. Seit drei Monaten ist nun der Dr. Philipp Ostwald neuer Geschäftsführer des Landshuter Klinikums. Der gebürtige Münchner hat beeindruckende Referenzen: Er war Geschäftsführer des Klinikums Freising, Kaufmännischer Direktor und Vorstandsmitglied Rechts der Isar sowie Alleinvorstand des Kommunalunternehmens Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Ostwald arbeitete zudem als Arzt, unter anderem in der Klinik für Anästhesiologie der LMU München. Dr. Ostwald bekannte im Gespräch: „Ich bin im Krankenhaus groß geworden. Ich habe quasi Krankenhaus im Blut“. Philipp Ostwald ging auch auf seine Aufgaben in Landshut ein: So sehe er es erst einmal als seine wichtigste Aufgabe an, alle die im Krankenhaus arbeiten, immer wieder an einen runden Tisch zu bringen. „Kommunikation ist alles“, brachte es der Krankenhausmanager auf einen Nenner.

Noch besser werden

Außerdem gelte es, die hohe medizinische Qualität aufrecht zu erhalten, aber auch die Wirtschaftlichkeit im Blickfeld zu haben. Dr. Ostwald erklärte im Fachgespräch, man könnte einige Abläufe im Klinikum noch dahingehend verbessern, dass sowohl Mitarbeiter als auch Patienten profitieren könnten. Der neue Geschäftsführer sprach in diesem Zusammenhang dem Personal des Hauses ein großes Lob aus: „Alle hier machen hier weitaus mehr nur als ihren Job. Alle arbeiten sehr engagiert“. Als erstes wolle er daher im Rahmen der Möglichkeiten die Mitarbeiter entlasten. Davon würden letztlich auch die Patienten des Klinikums profitieren.

Bitte um Unterstützung

Ostwald gab dem Landshuter Stimmkreisabgeordneten noch einen Wunsch mit auf den Weg: Die Verlagerung des Hubschrauberlandesplatzes auf das Krankenhausdach. Der bestehende Platz sei nicht optimal gelegen. Mit der Verlagerung auf das Dach und damit hin zu den Funktionsabteilungen könnte man die überregionale Traumaversorgung optimieren und zugleich den Standort stärken. Helmut Radlmeier sicherte hier zu, sich für diesen Wunsch einzusetzen. Außerdem bot er dem neuen Geschäftsführer eine enge Zusammenarbeit an – ob als Stadtrat, Stimmkreisabgeordneter oder als Mitglied des Gesundheitsausschusses. Für das Klinikum wünsche er sich mit Blick auf den Geschäftsführerposten endlich Kontinuität. „Das Haus und seine Mitarbeiter brauchen Ruhe an dieser Front“, bekräftigte Radlmeier seine Meinung.

 

Foto: Klinikum

Pressemitteilung

Innovative Behandlung von Leberkrebs am Klinikum Landshut

Leberkrebs bleibt bei vielen Patienten lange unerkannt, oft wird der Tumor erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Für einen größeren Befall gibt es am Klinikum Landshut eine neue Behandlungsmethode: Dabei fließen Millionen radioaktive Mikro-Kügelchen direkt in die Leber. Die ersten Patienten wurden bereits erfolgreich behandelt.

Gezielte Behandlung von Lebertumoren: Die winzigen radioaktiven Kügelchen werden direkt in die Lebertumore eingebracht.

(v.l.) Dr. Bernhard Scher, Chefarzt der Nuklearmedizin, Eva Schneider, Leitende Medizinisch-Technische Radiologieassistentin, und Dr. Gerhard Oberst, Leitender Oberarzt der Radiologie, überprüfen die Mikrosphären. Fotos: Klinikum Landshut

Bei den ersten vier Patienten ist der Eingriff problemlos verlaufen. Das berichtet Prof. Dr. Dr. Matthias Dollinger, Chefarzt der Medizinischen Klinik I und Leberspezialist am Klinikum Landshut. Die vier Patienten wurden mit der selektiven internen Radiotherapie, kurz SIRT, behandelt. „Gedacht ist SIRT für Patienten, bei denen der Lebertumor nicht operativ entfernt werden kann“, erklärt Prof. Dollinger. Dabei kann es sich sowohl um primären Leberkrebs als auch um Metastasen handeln. „Das ist ein medizinischer Quantensprung für Landshut“, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Die selektive interne Radiotherapie ist nur an hepatologischen Zentren an Universitätskliniken angesiedelt.

Das Ziel der Therapie: den Lebertumor möglichst stark zu verkleinern. „Wir wollen die Lebensqualität unserer Patienten steigern und ihre Lebenserwartung verlängern“, so Prof. Dollinger. Das Verfahren bringt ähnlich gute Ergebnisse wie eine Chemotherapie, kommt aber ohne deren Nebenwirkungen aus und ist damit schonender, so Dollinger. „Im Idealfall wird die Chemotherapie unnötig oder wir können sie verzögern.“

Bei dem Verfahren werden Millionen radioaktive Kügelchen direkt in den Lebertumor eingebracht. Der Eingriff dauert etwa 90 Minuten unter lokaler Betäubung – sechs Experten des Klinikums betreuen den Patienten, u.a. ein Radiologe, ein Nuklearmediziner und ein Gastroenterologe. Durch eine kleine Punktion wird ein Katheter durch die Arterie zur Leber geführt – durch diesen kleinen, biegsamen Schlauch fließen die radioaktiven Kugeln in den Tumor. Die Mikrosphären sind klein genug, um durch die Leberarterien zu gelangen, aber zu groß für die Blutgefäße im Tumor, wo sie hängen bleiben. Ihre Wirkung entfalten die Substanzen ausschließlich in der Leber, wo sie die bösartigen Zellen gezielt bestrahlen und schließlich verkleinern. Verschiedene klinische Studien haben gezeigt, dass die selektive interne Radiotherapie Lebertumore stark verkleinern kann. Einige Tumoren schrumpfen so weit, dass sie schließlich operativ entfernt werden können.

Vor der Strahlung müssen die Patienten keine Angst haben: Die radioaktiven Mikrosphären haben eine sehr geringe Reichweite von wenigen Millimetern. „Das gesunde Gewebe wird so wenig wie möglich belastet“, erklärt Dr. Bernhard Scher, Chefarzt der Nuklearmedizin am Klinikum. Im Normalfall werden die Patienten ein bis zwei Tage nach dem Eingriff nach Hause entlassen. Das Behandlungsteam überwacht die Fortschritte. Erforderlich für das neue Therapieangebot SIRT war auch eine neue Angiographie-Anlage, die auf dem neuesten technischen Stand ist.

Etwa ein bis zwei Wochen bevor die eigentliche Behandlung beginnt, muss der Patient einige Voruntersuchungen durchlaufen. Ein sog. Mapping bereitet die Leber auf die radioaktiven Mikrokugeln vor. Mittels Angiographie verödet ein Radiologe die Gefäße im Organ, damit die Mikrosphären ihren Dienst nur im kranken Gewebe tun und nicht außerhalb der Leber gelangen. „In dieser Testphase bekommt der Patient außerdem erste Kügelchen verabreicht“, so Prof. Dollinger. Erst dann steht fest, ob der Patient mit SIRT behandelt werden kann. Außerdem sollte die Leber ausschließlich oder hauptsächlich erkrankt sein. Gleichzeitig muss das Organ einigermaßen gesund sein und zufriedenstellend arbeiten.

Keine Angst vor der Strahlung müssen die Patienten laut Dr. Bernhard Scher, Chefarzt der Nuklearmedizin und Prof. Dr. Dr. Matthias Dollinger, Chefarzt der Medizinischen Klinik I, haben.

Drei Fachabteilungen sind an dem rund 90-minütigen Eingriff beteiligt, hier mit (v.l.) Oberarzt Dr. Robert Matzberger (Gastroenterologie), Leitendem Oberarzt Markus Büchner (Nuklearmedizin), Oberarzt Dr. Dominik Quaiser (Radiologie) und Leitendem Oberarzt Dr. Gerhard Oberst (Radiologie).

Außergewöhnliche Trainingseinheit: (v.l.) die Assistenzärzte Martin Simkovic, Stoil Terziyski und Dr. David John mit Geschäftsführender Oberärztin Manuela Weis, Leitendem Oberarzt Sandro Reinhardt, Oberärztin Dr. Kerstin Meier und Chefarzt Carsten Raab

Chirurgen trainieren im Operations-Truck

Mobiler OP-Saal am Klinikum Landshut

 

Operationssaal auf vier Rädern: Zwei Tage lang machte ein schwarzer OP-Truck am Klinikum Station. Assistenzärzte und Fachpersonal trainierten gezielt, unter realen Bedingungen verschiedene Gelenke zu operieren.

Außergewöhnliche Trainingseinheit: (v.l.) die Assistenzärzte Martin Simkovic, Stoil Terziyski und Dr. David John mit Geschäftsführender Oberärztin Manuela Weis, Leitendem Oberarzt Sandro Reinhardt, Oberärztin Dr. Kerstin Meier und Chefarzt Carsten Raab. Foto: Klinikum Landshut

In dem mobilen OP mangelt es an nichts. Instrumente, Monitore, Kameras – der schwarze Truck ist voll ausgestattet. Zwei arthroskopische Arbeitsplätze standen am Montag und Dienstag auf dem Klinikums-Parkplatz bereit. Jeweils zwei bis drei Operateure durften gleichzeitig an einem Platz üben. Die zwölf Assistenzärzte der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie widmeten sich dabei Schulter-, Knie- und Handgelenk – sie trainierten neueste arthroskopische Techniken und vertieften ihre Kenntnisse. Die Ärzte trugen Schutzkleidung und Handschuhe, auf Mundschutz und OP-Haube durften sie ausnahmsweise verzichten. „Das Ganze findet unter so realen Bedingungen wie möglich statt“, erklärt Carsten Raab, Chefarzt der Unfallchirurgie. „Heutzutage gibt es glücklicherweise Möglichkeiten wie diesen Übungs-OP.“ Zusammen mit dem Medizinunternehmen Arthrex, das den Trainings-OP anbietet, hat er die außergewöhnliche Aktion initiiert. Der Truck ist in ganz Deutschland und Europa unterwegs.

 

Trainiert wurde die Arthroskopie, das bedeutet Gelenkspiegelung. Dabei wird eine winzige Kamera in das Gelenk eingeführt. Die Operationstechnik wird minimal-invasiv durchgeführt, also nur mit kleinen Schnitten – für den Heilungsprozess ein großer Vorteil. Am Klinikum wird die Arthroskopie an Knie, Schulter, Ellbogen, Hand und Sprunggelenk durchgeführt – ab Mitte des Jahres auch an der Hüfte.

 

Ein Arbeitsplatz im OP-Truck wird vorbereitet

 

Fotos: Klinikum Landshut