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Klimaschutz

Dank eines fast verdoppelten Anteils an Biomethan verbessert sich die Klimabilanz von CNG weiter. Der von VW-Chef Diess verkündete, mittelfristige Ausstieg des Konzerns erscheint um so mehr überhastet.

"Grünste verfügbare Technologie": Mit dem immer höheren Biomethan-Anteil sind CNG-Fahrer teils fast klimaneutral unterwegs. | Foto: J. Reichel

“Grünste verfügbare Technologie”: Mit dem immer höheren Biomethan-Anteil sind CNG-Fahrer teils fast klimaneutral unterwegs. | Foto: J. Reichel
Vor dem Hintergrund der Ankündigung des VW-Konzernchefs Herbert Diess, mittelfristig aus der CNG-Technologie aussteigen zu wollen, hat der Erdgasantrieb im vergangenen Jahr weitere Argumente für sein Nachhaltigkeitspotenzial geliefert. So hätten sich sowohl die Anteile von regenerativem Biomethan am CNG-Kraftstoff an deutschen Gas-Tankstellen als auch die Anzahl der CNG-Stationen, die zu 100 Prozent regeneratives Methan als Kraftstoff anbieten, jeweils beinahe verdoppelt, vermeldet der 2017 gegründete CNG-Club e.V.

„Betrug der regenerative Anteil traditionell bis ins vergangene Jahr zwischen 20 und 25 Prozent, so werden wir in Kürze voraussichtlich bei über 50 Prozent Biomethan-Anteil im Kraftstoff landen“, konstatiert der Präsident des CNG-Club e.V., Miklos Graf Dezasse, fest.

Aus seiner Warte sei CNG daher auch für den sofort wirksamen Klimaschutz bei der Mobilitätideal. „Wer einen aktiven Beitrag gegen die Erderwärmung leisten will, kommt an CNG-Fahrzeugen nicht vorbei – dies gilt für Pkwebenso wie für Transporter, Lkw und Busse“, führt der Präsident des Vereins weiter aus. Die CNG-Mobilität liege hinsichtlich der regenerativen Erzeugung und CO2-Einsparung auch deutlich vor der “staatlich massiv geförderten Elektromobilität“, betonte Dezasse weiter.

E-Autos: Nur auf dem Papier “Null-Emissionsfahrzeuge”

Er kritisierte, dass Elektrofahrzeuge auf dem Papier mit null Emissionen geführt würden, der Anteil erneuerbaren Energien aber bei nur 40 Prozent liege. “Würde das E-Fahrzeug jedoch mit dem EU-Strom-Mix bemessen, läge das CNG-Fahrzeug schon mit 40 Prozent erneuerbarem Anteil auf gleicher Höhe”, rechnete Dezasse hoch. Bei CNG-Fahrzeugen tendiere der Anteil aber heut schon in Richtung 50 Prozent, präzisiert der Clubchef. Gegenüber einem mit Benzin oder Diesel betriebenen Fahrzeug sorge ein CNG-Fahrzeug, das mit Biomethan fährt, für eine CO2-Einsparung von 80 bis 95 Prozent, betont der Verband weiter.

„Beim Kraftstoff Biomethan aus überschüssigem Stroh erreicht ein Mittelklasse-Pkw CO2-Emissionen, die die EU-Grenze von 95 g/km mehr als deutlich unterschreiten – man ist nahezu klimaneutral unterwegs“, wirbt Dezasse.

Politik gefordert: Biomethan-Anteil im CNG anerkennen und anrechnen

Dennoch werde ein CNG-Fahrzeug nach wie vor auf fossiler Basis berechnet und damit das Bild so massiv verzerrt. Hier sei nach Ansicht des Clubs die Politik gefordert, den mittlerweile deutlich hohen – und weiter steigenden – Biomethananteil anzurechnen. „Mit keinem Treibstoff schafft man die Dekarbonisierung leichter als mit Biomethan“, führt der CNG-Club Präsident weiter an. Er verweist zudem darauf, dass sich fossiler, erneuerbarer oder synthetischer Kraftstoff in jedem CNG-Fahrzeug ohne technische Veränderungen nutzen lasse.

“Damit ist der CNG-Antrieb für das Autoland Deutschland nicht zuletzt die Chance, Arbeitsplätze zu erhalten und die Wertschöpfung im eigenen Land zu belassen“, resümiert der Vereinschef.

LOGISTRA-Kommentar:

Im Tennis würde man wohl von einem “unforced Error” sprechen, der VW-Konzernboss Herbert Diess da bei der Führungskräfteversammlung jüngst unterlaufen war: Voreilig und völlig unnötig verkündete er, man werde aus der Erdgastechnologie aussteigen. Er meinte natürlich, mittel- und langfristig, was in der Konzerndenke einem Zeithorizont von sieben bis 15 Jahren entspricht. Das geht aber dann im allgemeinen medialen Rummel meist unter, wenn so eine bewusst kernige Aussage erstmal in der Welt ist. Hätte Diess nur geschwiegen, dann hätten sich die jetzt angekündigten neuen und frischen Erdgasmodelle bei VW, bei Seat, bei Skoda, aber auch bei Audi vielleicht mit ein wenig wirklich williger Marketingflankierung noch gut verkauft. Aber vor allem auch die Potenziale bei Vans und Trucks, die mit Bio-LNG eine auch langfristig plausible Perspektive und Alternative zur Elektrifizierung aufweisen, hat der VW-Boss immer weniger im Blick, seit die Töchter Scania und MAN bei Traton zunehmend eigener Wege gehen.

Nun ist höchst fraglich, ob man das Ruder noch einmal herumreißen kann und die öffentliche Meinung drehen zugunsten eines über Jahrzehnte auch von der Politik fahrlässig vernachlässigten und vertändelten Technologie. Diese hätte uns nicht nur die ganzen üblen Diskussionen um Fahrverbote und Luftreinhaltung in den Städten erspart, wir wären auch in Sachen Klimaschutz bei frühem konsequentem Ausbau der Biomethanisierung viel weiter. Und sie würde uns selbst jetzt noch viel schneller über die Brücke ins reine Elektrozeitalter helfen. Stattdessen sucht man sein Heil in der Flucht in die Plug-in-Hybride, die auch noch massiv gefördert werden, obwohl sie tendenziell teure und spritschluckende Feigenblätter und Pseudo-Stromer sind, weit entfernt jedenfalls von der Umweltfreundlichkeit, wie sie sich mit einem CNG-Antrieb und Biomethan erzielen lässt. Jetzt steht mit Schiller zu befürchten: “Zu spät, Du rettest den Freund nicht mehr”.

 

fraktion.csu@landshut.de

CSU Fraktion Landshut   84028 Landshut   Rathaus

 

An den

Stadtrat der

Stadt Landshut

 

Antrag

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Stadt Landshut folgt den sich aus dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ergebenden Empfehlungen, bis zum Jahr 2030 eine klimaneutrale Verwaltung zu erreichen (Art. 11c Satz 2 Bayerisches Naturschutzgesetz), die im Eigentum der Stadt stehenden Gebäude und ihre zugehörigen Freiflächen über das nach Art. 7 Abs. 1 Bayerische Bauordnung geforderte Maß hinaus angemessen zu begrünen oder zu bepflanzen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 BayBO) sowie die begrünten Teile der Trenn- Seiten, Rand und Sicherheitsstreifen, Böschungen und sonstigen straßenbegleitenden Grundstücksteile (Straßenbegleitflächen) bei Kreis- und Gemeindestraßen mit dem Ziel zu bewirtschaften, die Luftreinhaltung, die Artenvielfalt und den Biotopverbund zu fördern.

Begründung:

Die Bayerische Staatsregierung hat das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Form von erheblichen Gesetzesänderungen weitestgehend umgesetzt. Unter anderem verpflichtet sich der Freistaat Bayern in Art. 11c Bayerisches Naturschutzgesetz selbst bis zum Jahre 2030 eine klimaneutrale Verwaltung zu erreichen. Mit einer Ergänzung der Bayerischen Bauordnung verpflichtet sich der Freistaat Bayern zu einer über das übliche Maß hinausgehenden angemessenen Begrünung und Bepflanzung seiner Liegenschaften.

Die Staatsstraßen sollen gemäß einer Änderung des Bayerischen Straßen und Wegegesetzes als Magergrünland bewirtschaftet werden. Lärmschutzanlagen sollen begrünt werden. Die Maßnahmen nach der Bayerischen Bauordnung stehen natürlich in Bezug auf z.B. baurechtliche, denkmalschützende usw. Kriterien unter Vorbehalt, während die Maßnahmen nach dem Bayerischen Straßen und Wegegesetz unter dem Vorbehalt der Verkehrssicherheit stehen. Den kommunalen Gebietskörperschaften (BayNatSchG; BayBO) bzw. den Landkreisen und Gemeinden (BayStrWG) wird jeweils empfohlen, die Selbstverpflichtung des Staates zu übernehmen.

Mit den beschriebenen Maßnahmen kann die Stadt einen wertvollen Beitrag zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität leisten. Das Engagement in diesen Themen wird als weicher Standortfaktor weiter an Bedeutung gewinnen.

 

Rudolf Schnur                                                         Dr. Thomas Haslinger

Anke Humpeneder-Graf                                       Manfred Hölzlein

Lothar Reichwein                                                   Helmut Radlmeier

Gaby Sultanow

 

Foto: klartext.LA

Angelika Niebler, Oberbayern und München • Ausgabe Nummer 105 – Februar 2020

Klimaneutralität bis 2050 – die Größe dieser Herausforderung ist vielen noch gar nicht bewusst. Denn Klimaschutz und Energiewende bedingen sich gegenseitig: Ohne eine stabile und bezahlbare Energieversorgung können wir weder die Energiewende noch ambitionierte Klimaschutzziele umsetzen. Und für eine verlässliche Energieversorgung ist die Infrastruktur wesentlicher Bestandteil. Darum ging es diese Woche bei der Abstimmung über die sogenannte “Liste der Projekte von gemeinsamen Interesse” (PCI-Liste).

Auf Antrag der Grünen und Linken sollte im Europaparlament die Förderung von Gas-Infrastrukturprojekten, die eine wichtige Brückentechnologie für den Übergang zur Klimaneutralität sind, gestoppt werden. Der Antrag richtete sich gegen die PCI-Liste: Da ein Fünftel der 149 Projekte auf der Liste mit Gasinfrastruktur zu tun haben, lehnten Grüne und Linke die gesamte Liste ab. Diese ideologisierte Herangehensweise ist schwer nachzuvollziehen und hat zum Glück keine Mehrheit im Europäischen Parlament gefunden.

Denn auf der PCI-Liste sind wichtige Infrastrukturprojekte zur Vollendung des europäischen Energiebinnenmarkts, die zur Verwirklichung der energie- und klimapolitischen Ziele der EU beitragen sollen – zur Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger mit bezahlbarer, sicherer und nachhaltiger Energie sowie zur langfristigen Umstellung auf eine Wirtschaft mit geringen CO2-Emissionen. Auch bayerische Projekte wie “Südlink” und “Südostlink” stehen auf dieser Liste.

Das Vorgehen der Grünen und Linken in diesem Fall ist nicht nur durchschaubarer politscher Aktionismus, sondern vor allem kontraproduktiv. Der Grüne Deal kann nur funktionieren, wenn wir für eine stabile und leistbare Energieversorgung gerade in der Übergangszeit sorgen. Eine Reihe von Gasinfrastrukturen, die vor allem in Osteuropa die Energiewende erst ermöglichen werden, sind dafür dringend notwendig. Hinzu kommt, dass die Gasnetze und Gasspeicher künftig auch für Transport und Speicherung von Wasserstoff zur Verfügung stehen können.


BürgerbüroAbgeordnetenbüro
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Pressemitteilung

Gemeinsame Presseerklärung mit dem BMWi: Klimabeschlüsse der Bundesregierung umgesetzt: Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren wird jetzt noch attraktiver

2020-01-24T11:01:59      Frankfurt am Main (ots) –

   - Investitions- und Tilgungszuschüsse steigen deutlich
   - Kredithöchstbetrag für Effizienzwohnhäuser steigt von 100.000 
     auf 120.000 EUR

Mit energetisch hochwertigen Neubauten und Sanierungen bares Geld zu sparen und gleichzeitig zum Klimaschutz beizutragen, zahlt sich künftig noch mehr aus: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die KfW verbessern ab 24.01.2020 die Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren im CO2-Gebäudesanierungsprogramm. Damit werden die Klimabeschlüsse der Bundesregierung aus September 2019 umgesetzt. Gleichzeitig wird der Zugang zu den Förderprogrammen mit Hilfe des “Förderwegweisers Energieeffizienz” noch einfacher und transparenter.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: “Das ist ein starkes Signal für mehr Klimaschutz im Gebäudebereich – und eine gute Nachricht für alle Hausbesitzer. Ich freue mich, dass wir diese wichtige Entscheidung des Klimakabinetts gemeinsam mit der KfW so schnell auf den Weg bringen konnten!”

KfW-Vorstandsmitglied Dr. Ingrid Hengster: “40% des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich. Mit ihrer Förderung setzt die KfW Maßstäbe für Energieeffizienz in Gebäuden in Deutschland und unterstützt die Bundesregierung in ihrer Energie- und Klimapolitik. Durch die aktuellen Produktverbesserungen wird die Energieeffizienz für Hausbesitzer und Unternehmen noch attraktiver.”

Von den Anpassungen in den Förderprogrammen profitieren Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen. So steigen die Tilgungszuschüsse in den Kreditprogrammen gemäß den Vorgaben aus dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung um zehn Prozentpunkte. Für Sanierungen von Wohngebäuden werden die Tilgungszuschüsse zudem um weitere 2,5 Prozentpunkte angehoben. Die jährlichen effektiven Kreditzinsen sind dadurch in den meisten Fällen negativ. Der Zuschuss für die Sanierung von Wohngebäuden steigt um 10 Prozentpunkte. Zusätzlich wird der Förderhöchstbetrag für Effizienzhäuser im Kredit und im Zuschuss für Wohngebäude von 100.000 auf 120.000 EUR erhöht.

Die Änderungen im Einzelnen:

   - Sanierung von Wohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse im 
     Kredit um 12,5 Prozentpunkte (Programme Nr. 151, 152) und der 
     Investitionszuschüsse um 10 Prozentpunkte (Programm Nr. 430)
   - Neubau von Wohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse um 10 
     Prozentpunkte (Programm Nr. 153)
   - Sanierung von Nichtwohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse 
     um 10 Prozentpunkte (Programme Nr. 277, 278, 218, 219)
   - Erhöhung des Förderhöchstbetrages für Effizienzhäuser 
     (Wohngebäude) im Neubau und der Sanierung von 100.000 EUR auf 
     120.000 EUR (151, 153, 430)

Bereits zum 01.01.2020 wurde die Förderung von Öl-Heizungen eingestellt. Hauseigentümer, die sich für eine neue Heizungsanlage interessieren, können sich seit 01.01.2020 an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wenden. Dort können sie auch die im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 beschlossene Austauschprämie für Ölheizungen beantragen.

Die Programme “Zuschuss Baubegleitung (431)” und “Zuschuss Brennstoffzelle (433)” bleiben unverändert.

Weitere Informationen: www.kfw.de/inlandsfoerderung/EBS-2020/

Ab jetzt die passende Förderung noch einfacher finden: mit dem neuen “Förderwegweiser Energieeffizienz”

Damit Interessierte für ihr Vorhaben noch schneller geeignete Fördermöglichkeiten finden, steht ab dem 24.01.2020 auch der neue “Förderwegweiser Energieeffizienz” auf www.machts-effizient.de/foerderwegweiser sowie KfW.de und BAFA.de zur Verfügung.

Der Förderwegweiser Energieeffizienz unterstützt dabei, mit wenigen Klicks ein passendes Förder- und Beratungsangebot im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu finden. Sowohl Privatpersonen, Unternehmer als auch Kommunen werden hier fündig.

Die Ochsenau ist Klimaschutz

Zur Plenumsbehandlung der Ochsenau am vergangenen Freitag bedürfen mehrere Dinge einer Kommentierung.

 

Der zurzeit schier unstillbare Wachstumsdruck hat gesiegt – für den Moment. Dennoch ist die Zerstörung der Ochsenau noch lange nicht in trockenen Tüchern, und das müssen auch diejenigen wissen, die hier einmal mehr vorschnell städtische Gelder für Planungen ausgeben wollen, um Fakten zu schaffen – trotz ungelöster, aber vorher kraft Zusage des Herrn Oberbürgermeisters eigentlich erst zu lösender Verkehrsproblematik. Es stellt sich die Frage, welches Landshut jene im Kopf haben, die die zwei Straßenprojekte B15neu und „Westtangente“ dazu nutzen wollen, riesige Bauflächen zu erschließen und Landshut weiter und bis an seine Stadtgrenzen zu urbanisieren. Denn die Ochsenau soll ja erst der Anfang sein, die restlichen Flächen „kommen auch noch dran“, laut Aussage des Oberbürgermeisters vom letzten Jahr.

Bekanntlich liegen zur Ochsenau seit zwei Jahren neue naturschutzfachliche Fakten und Rahmenbedingungen vor, die beachtet werden müssen, auch von einem Kämmerer und einem Oberbürgermeister. Es ist der bei weitem größte noch erhaltene Kalkmagerrasen des Unteren Isartals, daher in seiner Gänze nach §30 Bundesnaturschutzgesetz gesetzlich geschützt, und Heimat extrem seltener Arten, darunter zwei Arten, die deutschlandweit nur hier nachgewiesen worden sind, sowie nach Bundesartenschutzverordnung geschützter Pilzarten, die bayernweit vom Aussterben bedroht sind. Entsprechend wird derzeit durch Naturschutzvereine eine Beschwerde an die EU-Kommission wegen des nicht vollständigen Schutzes der Ochsenau erstellt.

An die Parteien gerichtet, die in diesem Zusammenhang den Klimaschutz thematisiert haben, möchte ich den Hinweis richten, dass altes Grünland wie die Magerrasen der Ochsenau sehr viel CO2 speichern. Und zweitens hat die Ochsenau ein einmaliges Lokalklima, das man durch die halbseitige Bebauung für immer zerstören würde, und damit auch die Lebensgrundlagen für ihre Steppenbewohner. Gerade auch wegen des extrem wichtigen Klimaschutzes muss die Ochsenau erhalten und auch eine klimaschädliche Verkehrslawine für den Landshuter Osten vermieden werden. Man sollte den sozialen Wohnungsbau und Einheimischenmodelle dort realisieren, wo nicht Landshuts wertvollste Natur dafür geopfert werden muss, Platz im Stadtgebiet besteht sicherlich für alle drei Belange.

Mein Dank gilt allen Stadträtinnen und Stadträten, über alle Parteien hinweg, die sich für den Erhalt der Ochsenau oder doch zumindest gegen ein Unter-Druck-Setzen durch die Wachstumstreiber im Rathaus und Stadtrat positioniert haben. Denn so „solide“, wie die LZ titulierte, war die Mehrheit dann doch nicht, zumindest auch im Vergleich mit den ursprünglichen Stimmenverhältnissen.

 

Rudolf Boesmiller, Ehrenmitglied des Naturwissenschaftlichen Vereins Landshut

 

Bildquelle: Archiv – Klartext.LA

CSU-Stadtratsfraktion und OB-Kandidat einig: Bebauung der Ochsenau ja, aber nur bei hoch qualitativer Flächennutzung, also unter konkreten Voraussetzungen

Im Vorfeld der Entscheidung im Plenum am 20.09.2019 über die konkrete Ausgestaltung der Bebauung in der Ochsenau haben CSU-OB Kandidat Dr. Thomas Haslinger und die CSU-Stadtratsfraktion unter Führung von Rudolf Schnur ihre Linie festgelegt. „Wir sehen die Ochsenau als strategisch wichtiges Areal für die weitere Stadtentwicklung. Aber uns ist genauso wichtig, dass wir die Bürger, die bereits im Stadtosten leben, bei der Entwicklung der Geländes mitnehmen, ihre Sorgen ernst nehmen sowie die Probleme lösen“, äußerte Haslinger. Fraktionsvorsitzender Rudolf Schnur ergänzt: “Die Belange des Klimaschutzes müssen vorrangig in die weitere Planung und Abwägung der Faktoren eingebracht werden.” Grundsätzlich werde man einer Bebauung zustimmen. Aber nur wenn vier Punkte erfüllt sind:
Erstens muss sich die Bebauung in die Umgebung einfügen. Das kann nur in Form einer Mischbebauung zwischen Einfamilien-, Reihenhäusern und Doppelhaushälften sowie moderatem Geschosswohnungsbau stattfinden.
Zweitens muss die Infrastruktur für das Baugebiet und den ganzen Landshuter Osten vor der Bebauung gezielt ausgebaut und erweitert werden. Dazu zählt die gesamte Verkehrsinfrastruktur, Einrichtungen der öffentlichen Sicherheit genauso wie Schulen und Betreuungseinrichtungen für Kinder, Sportanlagen und der Einzelhandel.
Drittens muss die Bebauung ökonomisch wie auch ökologisch modernsten Ansprüchen genügen.
Und viertens ist auf städtischen Grundstücksanteilen soweit möglich das von der CSU maßgeblich forcierte und von Stadtrat beschlossene Einheimischenmodell umzusetzen.
Der Oberbürgermeister steht im übrigen mit seiner mehrfachen Zusicherung dass zuerst die Infrastruktur vorhanden sein muss gegenüber den Bürgern im Wort.

Dr. Thomas Haslinger
Stadtrat und stellv. Fraktionsvorsitzender JL/BfL
Kreisvorsitzender der CSU Landshut-Stadt

Anstatt großer Worte besser Handeln dachte sich die “Waldelfe” Elvira und beklebte ihren Privat-Pkw als Werbeträger für den 1. Landshuter Klima-Wald.
Seit dem sie die Projektleiterin des Landshuter Umweltzentrum e.V. für den 1. Landshuter Klima-Wald ist, wirbt sie für dieses gemeinnützige Projekt und bereitet den alljährlichen Planztag, dieses Jahr am 26. Oktober, vor. Besondere erfolgreich war ihr Auftritt auf der Landshuter Umweltmesse im März 2019 bei der zahlreiche Baumpatenschaften entstanden. Über 400 neue Setzlinge werden  am 26. Oktober den Klima-Wald bereichern.

Getreu dem Motto: “Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es” können sich die Landshuter auch weiterhin als Baumpaten in das rein ehrenamtliche Klimaschutz-Projekt einbringen.

Weitere Informationen unter: www.klimawald.bayern
oder bei Elvira Schindelbeck, der Waldelfe
Kontakt: info@klimawald.bayern
Mobil: 0175 8138127 erreichbar in der Zeit von 18 bis 20 Uhr, Freitags ab 10 bis 12 Uhr
Bitte auch auf Mailbox sprechen  – Ich rufe gerne zurück – Danke!

“Der Klimaschutz ist wichtig…” – “Der Haushalt ist klamm…” – “Ernste Mienen bei der Verwaltungsspitze: Kämmerer Rupert Aigner, OB Alexander Putz und Hauptamtsleiter Andreas Bohmeyer” – “Fördermittel können helfen Projekte umzusetzen, die wir uns sonst nicht leisten könnten…”
Bekannte Lippenbekenntnisse, die im Rathaus immer wieder zu hören sind.

Wie geht man mit den sich ergebenden Chancen um?

Am 21.06.2019 ging ein Antrag auf “Nachhaltige urbane Logistik” beim Oberbürgermeister ein. Darin wurde ausdrücklich auf Fördermittel von Bundesministerien hingewiesen. Mittlerweile hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am 26.07.2019 einen Aufruf zur Antragstellung gemäß der “Förderrichtlinie Städtische Logistik erlassen. Die erste Frist ist am 31. August 2019 verstrichen. Die zweite wird am 31. Oktober 2019 und die dritte und letzte am 31.12.2019 verstreichen.
Der Stadtratsantrag wurde bisher nicht behandelt. Nicht vor der Sommerpause in den beiden Umweltsenaten und auch nicht im Feriensenat.
Ein Fördersatz von bis zu 80 % für eine Maßnahme zugunsten des Klimaschutzes wird voraussichtlich erstmals frühestens im Oktober – kurz vor Ablauf der 2. Tranche – im Landshuter Stadtrat behandelt werden.
Dann wird in gewohnter Weise darauf verwiesen werden, dass es nun zu spät sei um ein Konzept zu erstellen das Aussicht auf Erfolg hätte und dem Stadtrat empfohlen werden davon Kenntnis zu nehmen.

Rudolf Schnur, Herausgeber

 

 

 

 

                                                                                                               Juni 2019
An den
Stadtrat der Stadt Landshut
Rathaus
Antrag „Nachhaltige urbane Logistik”
Die Stadtverwaltung prüft die Möglichkeiten um das Verkehrsaufkommen im Bereich der Logistik / der Zustelldienste – ggf. auch in Zusammenarbeit mit dem Landkreis oder den die Stadt umgebenden Gemeinden – zu reduzieren und stellt diese dem Stadtrat zeitnah vor.
Fördermöglichkeiten für die Stadtlogistik der Zukunft sind zu eruieren (z.B.von Bundesministerien).
Begründung:
Insbesondere der Onlinehandel wächst rasant. Die Anzahl der Paketzustellungen steigt daher stetig auf geschätzte 4 Milliarden Pakete im kommenden Jahr in Deutschland. Dadurch steigt das Verkehrsaufkommen an unterschiedlichen Zustelldiensten und auch die daraus resultierenden Umweltbelastungen nehmen enorm zu.
Es ist geboten, dass sich die Logistiker in Form einer Logistik-Kooperative auf der sogenannten „Letzten Meile“ zusammenschliessen und mit umweltschonenden Kfz oder dem Lastenrad von sogenannten „Mikro-Depots” aus gemeinsam ausliefern.
Rudolf Schnur, Stadtrat
Lastenräder ersetzen zwei Drittel der städtischen Pkw
Weitere Informationen zu dem Thema sind unter anderem aus der Logistik-Studie „Bürger wollen Liefer-Kooperativen“ des Marktforschungsinstitutes Kantar zu entnehmen.