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Internet

In den vergangenen Jahrzehnten waren es allein die Hausbanken, die in Deutschland für Finanzgeschäfte aller Art zur Verfügung standen. Das World Wide Web bot der Branche dann die Möglichkeit, sich allein digital auf den Kontakt mit den Kunden zu konzentrieren. Doch wo liegen die Vorteile dieser Offerten und wo können Grenzen festgesetzt werden? Wir werfen einen Blick auf die wichtigen Aspekte dieses so zeitnahen Themas.

Der klare Kostenvorteil

Bereits der Blick auf die Kosten, die mit den Bankgeschäften in Verbindung stehen, ist mit einer eindeutigen Wertung verbunden. Direktbanken waren dazu in der Lage, ihren strategischen Vorteil klar auszuspielen. Sie können ihr Angebot auf die Beine stellen, ohne dafür einen hohen Personalaufwand betreiben zu müssen. Auch die fehlenden Filialen tragen dazu bei, dass die Kosten im operativen Geschäft deutlich niedriger angesiedelt sind, als dies im Falle der Hausbank festgestellt werden kann.

Einigen Direktbanken gelingt es, diesen wirtschaftlichen Vorteil bis auf die Kunden zu übertragen. Diese profitieren dann von günstigen Konditionen und können die Dienstleistungen bei einem guten Verhältnis von Preis und Leistung in Anspruch nehmen. Damit ist für sie letztlich die Chance verbunden, teure Gebühren zu umgehen.

Dennoch müssen eindeutige Differenzen hinsichtlich der Attraktivität der Direktbanken festgestellt werden. Für die Kunden ist es aus diesem Grund besonders wichtig, sich schon im Vorfeld über das Verhältnis von Preis und Leistung zu informieren, welches ihnen angeboten wird. Auf dieser Seite finden Sie zahlreiche Direktbanken online im Überblick.

Ständige Erreichbarkeit

Im Hinblick auf mögliche Beratungen scheint wiederum die Hausbank klar die Nase vorn zu haben. Dort ist es schließlich möglich, sich im Nebenraum mit den Angestellten zu unterhalten und auf diese Weise zu neuen Finanzprodukten zu kommen. Tatsächlich ist diese Gesprächssituation ein Aspekt, der bislang nicht von den Direktbanken geboten werden kann. Dabei punkten sie mit einer idealen Erreichbarkeit, wie sie sich kaum übertreffen lässt.
Wer sich dazu entschließt, die Dienste einer Direktbank in Anspruch zu nehmen, kann rund um die Uhr im Internet auf das persönliche Konto zugreifen. Besonders deutlich tritt dieser Vorteil bei der Eröffnung eines Depots in den Vordergrund. Wer mit Aktien handeln möchte, profitiert davon, zu jeder Zeit selbst Trades durchführen zu können. Bei der Hausbank wäre wiederum ein Anruf erforderlich, um eine Order in die Wege zu leiten oder sich gar über den Stand der Papiere in Kenntnis zu setzen.

Eine Verschärfung der Konkurrenz

Insgesamt lässt sich auf dem Markt der Banken aktuell ein dichtes Drängen beobachten. Da viele Institute darum kämpfen, den Kunden die besten Offerten mit an die Hand zu geben, profitieren wiederum die Verbraucher davon. Sie schöpfen aus dem Vollen, indem sie eine große Auswahl unterschiedlicher Offerten vor sich ausgebreitet wissen. Hier ist es von Bedeutung stets den Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zu behalten und sich genug Zeit für die Auswahl der passenden Angebote zu nehmen. Hausbanken und Direktbanken locken inzwischen mit zusätzlichen Rabatten, um auf diese Weise die Entscheidung noch leichter zu machen. Der gezielte Vergleich der Angebote kann so manch attraktives Angebot aufzeigen, wie es noch vor wenigen Jahren nicht zur Verfügung gestanden hätte.

Foto: Joshua Hoehne, unsplash.com

Stadtwerke verschicken Rechnungen

Interaktive Rechnungserläuterung im Internet abrufbar

 

Die Stadtwerke Landshut versenden im Zeitraum vom Freitag, 11. Januar 2019, bis Ende Januar rund 67.000 Rechnungen für Strom, Erdgas, Fernwärme, Wasser- und Abwasser an ihre Kunden.

Trotz der vielen rechtlichen Vorgaben, die Energieversorger grundsätzlich bei der Darstellung der Rechnung berücksichtigen müssen, sind die Stadtwerke bestrebt, die Rechnungen möglichst kundenfreundlich und verständlich zu gestalten. Sollten dennoch Fragen zu Bestandteilen auf der Jahresverbrauchsabrechnung offen sein, gibt es auf www.stadtwerke-landshut.de eine interaktive Rechnungserläuterung. Hier erhalten Kunden zusätzliche Erklärungen, was die einzelnen Elemente auf der Rechnung bedeuten.

Fragen beantworten selbstverständlich auch die Mitarbeiter des Kundenzentrums in der Altstadt 74, telefonisch unter Service-Nummer 0800 0871 871 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz) oder per E-Mail unter info@stadtwerke-landshut.de. Da über 67.000 Abrechnungen versandt werden, bitten die Stadtwerke um Verständnis, wenn es vorübergehend zu Engpässen kommen und die Beantwortung der Fragen länger als gewöhnlich dauern kann. Es wird sichergestellt, dass jede Anfrage bearbeitet wird.

Änderungen und Korrekturen können auch in den folgenden Wochen erledigt werden. Viele Angelegenheiten, zum Beispiel Erhöhung der monatlichen Abschlagsrate, lassen sich über das Online-Kundenportal auf der Homepage ändern (www.stadtwerke-landshut.de/kundenportal).

Foto: Stadtwerke-Kundenzentrum in der Altstadt. © Stadtwerke Landshut

Susanne Franck

 

Drei Tage vor dem Ende der Bartlmä-Dult ist es nun der Stadtverwaltung gelungen auf der Internetseite der Stadt Landshut die entsprechenden Hinweise und Inhalte über die Verkaufsdult darzustellen.

Unter:

http://www.landshut.de/portal/kultur/veranstaltungstipps/bartlmaedult/attraktionen/verkaufsdult.html

ist der Übersichtsplan und das Ausstellerverzeichnis zu finden.

Bisher war nur der Hinweise “Gerade in Arbeit” (siehe Foto) zu sehen.

In der Dultversammlung (siehe LZ-Bericht vom 22.08.18) wurde die Verkaufsdult als “Ein Sorgenkind der beiden Volksfeste in Landshut” bezeichnet. „Sie wird von den Besuchern leider etwas stiefmütterlich behandelt“, räumte auch Neumeier ein…

Nun ist die Versorgung in Landshut fast überall auf dem Stand der Zeit.

Dazu bedurfte es vielfältiger Anstrengungen. Zahlreicher Gespräche, Ortstermine, Fahrten zu Fachfirmen, Veranstaltungen, Stadtratsanträge und Anfragen.

Nicht immer eine leichte Zeit sich für den Ausbau einzusetzen. Manche Verantwortliche fühlten sich in zeitlicher Bedrängnis und reagierten ungehalten, ja sogar abstrafend.

Am Ende war wie immer bei einem guten Ausgang einer Sache schon immer dafür und hat sich dafür mit voller Kraft eingesetzt.

Diejenigen können sich nun auch noch um den Rest des Stadtgebietes kümmern: Frauenberg, Stallwand und Aubach.

Der Unterzeichner jedenfalls hat seit 1998 im Stadtrat auf die Schaffung einer zeitgemäßen Schaffung der Infrastruktur gepocht.

Der erste Rückschlag kam kurz danach im Werksenat. Damals war eine große Mehrheit ernsthaft der Meinung, dass sich die Telekommunikation niemals rechnen würde und schwarze Zahlen damit geschrieben werden könnten.

Irren ist menschlich! Die Entwicklung schreitet voran und wir in Landshut sind hoffentlich zeitnah an ihrer Seite.

Rudolf Schnur, Stadtrat

LZ 08 05 Schnelles Internet

LZ Nov 04 Schnelles Internet

So bewegen Sie sich sicher mit dem Smartphone im Internet       https://www.eteleon.de

Das Smartphone wird heutzutage für viele Online-Aktivitäten genutzt, die vor einigen Jahren noch ausschließlich mit dem Computer erledigt wurden, was dazu führt, dass eine Vielzahl von sensiblen Daten wie Passwörter und Co. über das Mobilgerät gesendet werden. Diese Entwicklung ist auch vielen Hackern und Datendieben nicht entgangen, sodass die Sicherheit des Smartphones immer wichtiger wird. Wie Sie Ihre Daten auf dem Smartphone richtig schützen, erfahren Sie hier.

Mit der richtigen App zum sicheren Betriebssystem

Egal ob Android, iOS oder Windows: Die Sicherheit auf dem Smartphone sollte unter keinen Umständen dem Zufall überlassen werden, denn im schlimmsten Fall kann ein gehacktes Gerät hohe Folgekosten für den Nutzer nach sich ziehen. Damit das nicht passiert, finden sich in den jeweiligen App-Stores eine ganze Reihe von Sicherheits-Apps, die das eigene Betriebssystem effektiv vor Datenklau und Missbrauch schützen. Einige Smartphone Tarife sind sogar direkt an ein Schutzprogramm gekoppelt, sodass Nutzer gleich bei der Tarifauswahl mit einer Sicherheitsapp ausgestattet werden. In anderen Fällen kann eine Sicherheitsoption dem aktuellen Tarife mit nur wenigen Klicks hinzu gebucht werden, was in jedem Fall empfehlenswert ist. Generell sollte ein gutes Sicherheitsprogramm das Betriebssystem vor sämtlichen Viren schützen und über eine Live-Scan- sowie einer Browser-Schutzfunktion verfügen. Für weiteren Schutz sollten ebenfalls alle Basisfunktionen im Bereich der Sicherheit aktiviert werden. Dazu gehören vor allem der Pin-Code und die Telefonsperre, die eine Inbetriebnahme des Handys aus dem Stand-By-Modus durch Unbefugte verhindert. Weitere Informationen finden Sie bspw. im umfangreichen Info-Bereich auf https://www.eteleon.de.

Vorsicht vor offenen und fremden W-LAN-Netzen.
Ein weiteres Sicherheitsrisiko bei Smartphones stellt die Nutzung von fremden oder freien W-LAN-Netzwerken dar. So sollten innerhalb dieser Netze keine persönlichen Daten – beispielsweise über Whatsapp – versendet werden, da das Abfangen dieser Übertragungen durch Dritte hier relativ einfach ist. Aus diesem Grund sollten unter gar keinen Umständen Passwörter und Zugangsdaten über ein derartiges Netzwerk übertragen werden. Grundsätzlich sollten Nutzer stets aufmerksam bei ihren Internetaktivitäten mit dem Smartphone sein und zum Beispiel keine E-Mail-Anhänge oder Ähnliches von Unbekannten Quellen auf dem Gerät öffnen.

 

Juni Monatstreffen im Landshuter Osten

Der Ortsvorsitzende Rudolf Schnur konnte am Freitag Abend (13. Juni 2014) beim Juni-Monatstreffen im Sportheim des TSV Landshut-Auloh trotz bestem Sommerwetter erfreulicherweise 34 interessierte Bürger begrüßen.

Der Stadtrat und Fraktionsvorsitzende der CSU hob hervor, dass beim Ortsverband aus Tradition und Bürgernähe seit Jahren niemand ausgegrenzt wird und sogar Mitglieder anderer Parteien gerne gesehen sind. Es sei seiner Ansicht nach immer besser miteinander zu sprechen, als hinterrücks übereinander zu reden oder zu schreiben.

Hinsichtlich der Sachthemen ging er zunächst auf die zunehmenden Verkehrsprobleme im Osten ein und erkannte in den Äußerungen des neuen Landrats und des neuen 1. Bürgermeisters von Ergolding ein kleines Licht am Ende eines immer länger werdenden Staus zwischen Landshut und Ergolding. Er habe bereits ein Gespräch erbeten um die Thematik B 15 neu und Entlastungsstraße Ost vorurteilsfrei besprechen zu können. Selbstverständlich würde er den Plan mitnehmen, der im November 2012 im Ergoldinger Rathaus ausgehängt war, als der jetzige 1. Bürgermeister dagegen stimmte. Schnur stellte noch einmal klar, dass es sich niemals um ein Straßenprojekt handelte, das mit der Brechstange umgesetzt werden sollte, sondern nur unvoreingenommen anhand der Vor- und Nachteile aufbereitet werden sollte.

Ein Besucher ersuchte die Anwesenden für die B 15 neu zu unterschreiben und stellte deren Vorteile heraus.

Schnur verwies auf die vielen kleinen Anliegen und den teilweise langen Weg zur Klärung oder gar Umsetzung und nannte aktuelle Beispiele dafür. Gute Ausdauer sei nötig und Beharrungsvermögen zugunsten der Bürger. So dauerte die Verbreiterung des Radweges in Höhe der Wildbachstraße unter Belassung einer Leitplanke bereits seit 2007 an. Der Betonklotz an der Pulverturmstraße dagegen wurde bereits nach fünf Monaten entfernt. Viele kleine und größere Engagements zugunsten einer besseren Lebensqualität der Landshuter werden der Öffentlichkeit des Öfteren nicht bekannt.

Derzeit wartet der Ortsverband unter anderem auf die Umsetzung seines Impulses bezüglich der Anlegung von Parkflächen neben der Fahrbahn der Unteren Auenstraße um den Verkehrsfluss zu verbessern und auch Stadtbussen die Durchfahrt zu ermöglichen.

Des weiteren auf die Durchsetzung einer Aufstufung der Kreisstraße LA 14 (im Hinblick auf die B 15 neu) oder einer anderen Finanzierungsmöglichkeit, damit diese endlich saniert werden könnte.

Ergänzend zum Spektrum Verkehr wurde die Herausforderung der nicht in gleichem Maße und zur selben Zeit vorliegenden Infrastrukturangebote bei wachsender Einwohnerzahl angesprochen. Insbesondere die Beispiele der außer gewöhnlichen Belastung an der Grundschule Konradin mit den Problemen der Zunahme der Schülerzahlen mit Übergangslösungen fertig zu werden und der bereits völlig ausgebuchten Kinderinsel während des Einzuges in den Neubau. Einmal mehr wurde deutlich, dass das Ausweisen von Baugebieten zeitnah mit dem Ausbau der Daseinsvorsorge wie Schule, Kindergarten, Sportplatz usw. ein her gehen muss.

Mit großer Freude konnte Schnur eine Verbesserung in einem Teilbereich der Infrastruktur bekannt geben: nach aktuellster Auskunft der Telekom wird Auloh bereits ab dem Herbst 2014 das schnelle Internet nutzen können. Es ist seitens der Telekom geplant vor der Inbetriebnahme eine Promotion Aktion durchzuführen und die Kunden einzeln zu informieren. Auch dieser Einsatz zieht sich bereits über zwei Wahlperioden.

Die bereits vor der Stadtratswahl von Schnur beantragte Informationsveranstaltung für Stallwang und Frauenberg zur Versorgung mit Breitbandanschlüssen wurde im Stadtrat bisher leider nicht behandelt oder gar beschlossen.

Dabei wurde das Vorhaben sich mit den Gemeinden im Umkreis um den Stadtosten auf sachlicher Ebene ins Benehmen zu setzen, zustimmend aufgenommen. Gerade Verkehr und Breitbandausbau sind Themen, die sich hier anbieten.

Diskutiert wurde unter anderem auch über die Parkplatzgebühren im Naherholungsgebiet Gretlmühle, den aufgeschobenen Ausbau der Kanalstraße, der Mobilfunkmasten neben dem Sportheim, die Busanbindung vom Hauptbahnhof, die Zukunft des Neckarplatzes, der vor allem aus seinem Dasein als Sackgasse erlöst werden sollte und auch das Thema Denkmalschutz in Landshut.

Lange nach dem offiziellen Ende des Monatstreffens wurden an den Tischen weiter gute Gespräche geführt.

Das nächste Monatstreffen der CSU im Stadtosten findet am Freitag, den 11. Juli um 19.30 Uhr in der Taverna Olympia auf Mitterwöhr statt.

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SPIEGEL Online 06.08.2013

Die Menschen teilen heute im Internet selbst mit, was sie sehen, erleben und denken, sagt der Reporter und Blogger Jeff Jarvis. Darum haben sich die Aufgaben der Journalisten verändert, sie müssen ordnen, einordnen, Zusammenhänge deutlich machen. Und sie haben das Monopol verloren, die veröffentlichte Meinung zu dominieren.

Es war die großartige Maschine von Johannes Gutenberg, die einst Information und Kommunikation industrialisierte. Fast 600 Jahre dauerte dieser Zustand an, und jetzt zwingt uns das Internet, sämtliche Annahmen aus dem Industriezeitalter in jedem Bereich zu hinterfragen – auch in dem der Nachrichten.

 

Journalisten hatten die Funktion von Wächtern, die darüber entschieden, welche Nachricht das Tor zur Öffentlichkeit passieren durfte, die aus diesen Informationen Geschichten bastelten, über die sie die Kontrolle behielten. Ihre Arbeit wurde finanziert, indem diese Nachrichten zusammen mit Nicht-Nachrichten – Unterhaltung, Sport, Lifestyle – ausgeliefert wurden, die Leser und Anzeigenkunden lockten. Journalisten besaßen auf diese Weise ein herrliches Oligopol. Doch damit ist es nun vorbei. Die Satirezeitschrift “The Onion” hat bereits den Nachruf auf das Printmedium geschrieben.Wer sagt denn überhaupt, Nachrichten müssten auf Papier erscheinen, in Form von Artikeln, einmal am Tag, und zwar für alle die gleichen, aus einer Nachrichtenredaktion, verfasst von Journalisten? Handeln wir denn mit Inhalten? Produzieren und schützen wir ein knappes Gut? Oder sollten wir nicht vielmehr dazu übergehen, Nachrichten als Dienstleistung zu verstehen, deren Ergebnis nicht Produkte auf Papier oder auf dem Bildschirm sind, sondern gut informierte Menschen und Gesellschaftsgruppen?

Das Internet bietet Journalisten die noch nie dagewesene Chance, einige

Dinge ganz neu zu erfinden: unsere Beziehung zur Öffentlichkeit, der wir

dienen; die Form, in der Nachrichten erscheinen; und Geschäftsmodelle, die

diese finanzieren können.

Die Beziehung zur Öffentlichkeit

Die Öffentlichkeit kann heute selbst mitteilen, was sie mit eigenen Augen gesehen hat und was sie weiß, indem sie die Dienste des Internets nutzt – Google, Facebook, Twitter, YouTube, Instagram. Sie braucht die Medien nicht mehr als Vermittler. Trotzdem werden Journalisten weiterhin benötigt, vielleicht sogar mehr denn je. Journalisten müssen diesem Informationsfluss einen Mehrwert geben, sie müssen Fakten überprüfen, Gerüchte entlarven, Quellen aufstöbern, Zusammenhänge und Erklärungen hinzufügen und, was am wichtigsten ist, Fragen stellen und Antworten finden, die nicht in dem Fluss enthalten sind – also: berichten.

Nachrichtenunternehmen können darüber hinaus als Plattformen dienen, auf der Gesellschaftsgruppen Informationen austauschen können. Nehmen wir zum Beispiel die App “Waze”, die Google gerade zu kaufen versucht. Sie ermöglicht unzähligen Pendlern, Verkehrsinformationen untereinander auszutauschen – überall, automatisch und kostengünstig – und bietet dem Einzelnen damit einen viel höheren Nutzen als die Massenmedien, etwa Radiomeldungen, es jemals könnten. “Waze” ist außerdem in der Lage, Zusatzinformationen zu verarbeiten – wo wir leben und wo wir arbeiten. Weiß Ihre Zeitung das auch von Ihnen?

Die Form der Nachrichten

Genau wie ganze Publikationen derzeit auseinandergenommen werden, so geschieht das auch mit einzelnen Nachrichtenartikeln. Die einzelne Erzählung wird in verschiedene Posten aufgeteilt: Das Neueste kommt zum Beispiel von Twitter, Hintergründe von Wikipedia, Einzelheiten aus einer Datenbank, Zitate von YouTube, Erklärungen aus einer Grafik. So kann jeder ein Ereignis auf seine eigene Art erleben. Sind Journalisten weiterhin Geschichtenerzähler? Nur wenn das noch die beste Art ist, Informationen zu vermitteln.

Neue Geschäftsmodelle

Tja, das ist die wirklich schwierige Frage. Wir können die alten Modelle nicht in eine neue Realität hinüberretten. Nur weil wir den Zugang zu Inhalten früher kostenpflichtig zur Verfügung gestellt haben und die Anzeigenpreise bestimmen konnten, heißt das nicht, wir hätten ein Recht, weiterhin so zu verfahren.

Die neue Bilanz sagt, das Internet ist effizienter in der Wirkung und bringt erhebliche Kosteneinsparungen: Herstellungs- und Vertriebskosten fallen weg, dafür wird Spezialisierung und kollektive Zusammenarbeit einfacher. Ich sage immer: Tue das, was du am besten kannst, und verlinke den Rest.

Ich denke, unser neuer Wert wird sich ergeben, indem wir zu Menschen als Individuen eine Beziehung aufbauen – nicht mehr als eine Masse. Das ist zum Beispiel auch das Geschäftsmodell von Google: Google bietet Relevanz und erkennt Werte, weil Google weiß, wonach jeder von uns sucht, wo wir uns aufhalten und was wir wollen. Diese Daten zu sammeln, auszuwerten und auf sie zu reagieren, darauf ist Google ausgerichtet. Medieninhalte erzeugen Daten über Interessen und Bedürfnisse. Auch wir, die wir in den Medien arbeiten, müssen lernen, diese Daten als Basis zu verwenden, um neue Beziehungen aufzubauen und mehr Wert aus ihnen herauszuholen.

 

Es ist meine größte Hoffnung, dass Amazon-Gründer Jeff Bezos durch seine Fähigkeit, Beziehungen aufzubauen, dem Kauf der “Washington Post”Bedeutung verleiht. Dass er sie von einer Content-Fabrik in eine Plattform mit Informationsservice verwandelt und Washington damit ein Stück klüger macht.

Ich habe Zeitungen geliebt. Mein Keller ist voll von Zeitungsausschnitten, weil ich immer noch stolz bin, unter ihnen meinen eigenen Namen zu lesen. Ich habe Zeitschriften geliebt. Ich habe das Magazin “Entertainment Weekly” ins Leben gerufen und es jede Woche stapelweise gekauft. Wenn ich heute den Untergang der Printmedien voraussage, sagt immer jemand, “die Menschen lieben aber Papier”. Ja, erwidere ich dann, so wie die Menschen früher Pferde geliebt haben. Aber Pferde waren ökonomisch (und ökologisch) nicht mehr vertretbar, und wir sind weitergezogen.

Ziehen wir also weiter. Was zählt, sind nicht Zeitungen. Was zählt, sind Nachrichten und der Journalismus. Und wie sie der Gesellschaft dabei helfen können, ihr Wissen zu organisieren, um sich selber besser zu organisieren. So würde ich Journalismus definieren.

 

 

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pte20130730004 Medien/Kommunikation, Bauen/Wohnen
Streit um Netzausbau in Wasserleitungen entbrannt
Einbau von Internet-Glasfaserkabeln in Trinkwasserrohren mit Risiken
Oberirdisches Wasserrohr: Streitpunkt Netzausbau (Foto: flickr/Martin Strattner)
Oberirdisches Wasserrohr: Streitpunkt Netzausbau (Foto: flickr/Martin Strattner)

Saarbrücken/Berlin (pte004/30.07.2013/06:15) – Die EU-Kommission plant im Zuge des Ausbaus der Internet-Infrastruktur den Einbau von Glasfaserkabeln in Trinkwasserrohren. Die deutsche Bundesregierung stellt sich bei diesem Vorhaben allerdings quer. Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, teilt sie “die hygienisch begründeten Bedenken und Sorgen” von Experten. In Brüssel betonen die Verantwortlichen indes die Kosteneinsparungen, die eine Integration der Glasfaserkabel in die bereits verlegten Rohe mit sich bringen würde.

Bedenken nicht ausgeräumt

Laut Bundeswirtschaftsministerium ist eine Mitbenutzung von Trinkwasserrohren aber nur dann möglich, “wenn alle diesbezüglichen Bedenken ausgeräumt werden können”. Das sei nicht erfolgt. Nach Angaben der Zeitung sind angesichts der möglichen Gesundheitsrisiken auch die Trinkwasserkommission des Umweltbundesamtes und die Verbände der Wasserwirtschaft gegen die heiklen Pläne aus dem fernen Brüssel.

Das Glasfaserkabel würde – in einem Mikrorohr verpackt – in die Wasserleitung eingebaut, erläutert der Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft http://bdew.de . Aus den Strängen der Glasfaserkabel und den Mikrorohren könnten sich allerdings unerwünschte Substanzen lösen. Zudem würden die Mikrorohre die Oberfläche in den Leitungen vergrößern, wodurch sich zusätzliche Lebensräume für Biofilme entwickeln könnten, so der Bundesverband auf eine Anfrage.

Öffnungen des Netzes nötig

Sollten dementsprechende Kabel in den Rohren verlegt werden, müsste das Trinkwassernetz für deren Einbau und Wartung häufiger als bisher geöffnet werden. Dies berge Gefahren für die Trinkwasserqualität, meinen Kritiker der Vorhaben. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes: “Selbst wenn die Daten-Kabelsysteme sterilisiert sind, besteht durch die zusätzlichen Bauarbeiten am Trinkwassernetz immer die Gefahr, dass Schmutz, Mikroorganismen und Krankheitserreger ins Trinkwasser gelangen.”

 

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pte20130110003 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation
Wikipedia-Scherz bleibt jahrelang unentdeckt
Eintrag zu erfundenem Konflikt überdauert halbes Jahrzehnt
Goa: falscher Ursprung bei Wikipedia (Foto: pixelio.de, m. gade)
Goa: falscher Ursprung bei Wikipedia (Foto: pixelio.de, m. gade)

Wien (pte003/10.01.2013/06:10) – Der Eintrag in der englischen Wikipedia, der sich mit dem “Bicholim Conflict” beschäftigt, ist kürzlich gelöscht worden, wie der Daily Dot berichtet. Die militärische Auseinandersetzung zwischen Portugal und dem indischen Maratha-Reich zwischen 1640 und 1641, ist, wie sich jetzt herausgestellt hat, komplett erfunden. Fünf Jahre lang konnte sich jeder bei Wikipedia über den angeblichen militärischen Zwischenfall informieren. Der 4.500 Wörter lange Erklärungstext ist von den Nutzern der Online-Enzyklopädie sogar in den Status “good article” erhoben worden und wurde, wenn auch vermutlich vom Autor selbst, für die Kategorie “Featured Article” vorgeschlagen.

Hartnäckige Lügen

Der Zutritt zum Olymp der Wikipedia-Einträge wurde dem Bicholim-Artikel jedoch verwährt, da die Wikipedia-Schreiber befanden, dass er sich in zu hohem Ausmaß auf wenige, schwache Quellen berief. Es hat ganze fünf Jahre gedauert, bis ein neugieriger Wikipedia-Nutzer mit Usernamen ShelfSkewed auf den Artikel aufmerksam wurde. Eine Überprüfung durch den eifrigen Wikipedianer ergab, dass alle Erwähnungen des Bicholim-Konflikts, die zu finden sind, ihren Ursprung in dem betreffenden Eintrag bei Wikipedia haben. “Meine Nachforschungen haben ergeben, dass es sich um einen Streich handelt”, so ShelfSkewed gegenüber TechCrunch.

Wikipedia hat den Eintrag daraufhin aus dem Online-Lexikon gestrichen. Dass der Eintrag sich so lange halten konnte, liegt auch an der aufwendigen Machart des Textes. Der angebliche Konflikt passt in die Kolonialvergangenheit Portugals in Indien. Die Geschichte wurde von den Scherzbolden, die sie geschrieben haben, in den richtigen Kontext gebettet. Laut dem gelöschten Eintrag haben die Friedensverhandlungen nach der Auseinandersetzung den Weg für die Unabhängigkeit des indischen Bundesstaates Goa von Portugal geebnet. Andere Beispiele für inkorrekte Informationen in der englischsprachigen Wikipedia, die jahrelang unangetastet blieben, gibt es einige.

Keine Posaunen im Dritten Reich

Das Folterinstrument “Krokodilsschere”, das einige Zeit über einen Eintrag verfügte, hat genau wie das angeblich von Goebbels gegründete “Reichs-Corps der Posaunen” nie existiert. Acht Jahre lang hielt sich im Beitrag zu Julius Caesar die Erwähnung seines erfundenen Mörders Gaius Flavius Antonius. Das ist die Schattenseite eines Nachschlagewerks mit offener Architektur. Die Menge an Information ist so groß, dass die oft propagierte Kontrolle durch die Masse von Nutzern von Vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Zudem verbreiten sich die Scherze auf anderen Portalen weiter und halten sich so auch dann noch, wenn Wikipedia bereits reagiert hat.

Allerdings handelt es sich bei den erwähnten Beispielen immer nur um Einzelfälle. Die Qualität der Wikipedia ist im Großen und Ganzen gut. Den Vergleich mit Standard-Nachschlagewerken braucht das Online-Lexikon nicht zu scheuen, wie mehrere Vergleichstests bewiesen haben. Bei Zweifeln kann es aber ratsam sein, eine zweite Quelle zu konsultieren.