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In neuem Glanz

Bildtext: Die Kabinen im Nord-West-Trakt des Eisstadions wurden neu möbliert und erhielten unter anderem eine moderne Lüftungsanlage. Auch die Sanitärbereiche wurden umgestaltet.

 

Kabinen im Eisstadion erstrahlen in neuem Glanz

Umbau und Modernisierung des Funktionstrakts Nord-West ist abgeschlossen

 

 

Die Eishockey-Nachwuchsteams des EV Landshut, aber auch viele Hobby-Eissportler aus der Region werden sich künftig im Eisstadion am Gutenbergweg noch wohler fühlen: Seit wenigen Tagen erstrahlen nämlich viele Kabinen in neuem Glanz. Nach rund zehnmonatiger Bauzeit und einigen Verzögerungen wurden nun Umbau und Modernisierung des sogenannten Funktionstrakts Nord-West abgeschlossen.

 

Die Hauptbauzeit dauerte von April bis Oktober 2018, die Fertigstellung der Ausstattung zog sich aber bis in den Februar hin. Probleme gab es nach Angaben des mit der Projektleitung betrauten Amts für Gebäudewirtschaft, weil eine der ausführenden Firmen zunächst die Leistung nicht ordnungsgemäß erbracht hatte und dann Insolvenz anmelden musste. Deswegen war eine Neuausschreibung dieses Gewerks erforderlich, was zu Zeitverlusten führte. Jetzt aber sind alle Schwierigkeiten beseitigt – und die Arbeiten abgeschlossen.

Insgesamt rund 1,7 Millionen Euro hat sich die Stadt Landshut als Eigentümerin des Stadions dieses Vorhaben kosten lassen, wobei der Freistaat Fördermittel in Höhe von rund 800.000 Euro beisteuert. Und diese Investitionen haben sich gelohnt: Die doch arg in die Jahre gekommenen, entsprechend abgenutzten und miefigen Umkleidekabinen erhielten nicht nur neue Böden und Möbel, sondern auch eine moderne Lüftungsanlage. Ebenfalls saniert und umgebaut wurden die Sanitärbereiche, also die Toiletten und Duschen: Sie entsprechen nun wieder zeitgemäßen Standards. Im Obergeschoss des Nord-West-Trakts wurden darüber hinaus Büros renoviert und ein Kraftraum neu eingerichtet. Aber auch die Gebäudehülle wurde ertüchtigt. Nicht betroffen von den Baumaßnahmen war übrigens der Bereich, in dem die Oberliga-Mannschaft des EVL untergebracht ist.

Über den Umbau dürfen sich indes nicht nur hunderte Jugend- und Freizeitsportler aus der Region freuen, sondern auch der Bayerische Eissport-Verband (BEV), der in Landshut bekanntlich seit Jahrzehnten sein Landesleistungszentrum für Eishockey betreibt und im Stadion am Gutenbergweg unter anderem viele Trainingslehrgänge für seine Auswahlteams veranstaltet. Der Verband hatte zuletzt vehement auf eine rasche Modernisierung des Nord-West-Trakts mitsamt der Kabinen gedrängt und sogar damit gedroht, andernfalls das Landesleistungszentrum an einen anderen Standort zu verlagern. Deshalb wurde das Projekt auch als Vorwegmaßnahme zur voraussichtlich in wenigen Wochen anlaufenden Generalsanierung des Eisstadions umgesetzt: Davon wird der Nord-West-Trakt nun weitestgehend unbeeinträchtigt bleiben.

Oberbürgermeister Alexander Putz bezeichnete die erfolgreich abgeschlossene Modernisierung als „deutliches Signal dafür, dass die Stadt Landshut nach wie vor zum Landesleistungszentrum für Eishockey steht“. Die Neugestaltung der Kabinen sei aber auch im Interesse der vielen Nachwuchs- und Breitensportler überfällig gewesen: „Gerade die Sanitär- und Lüftungsanlagen waren in einem wirklich beklagenswerten Zustand, den man keinem Aktiven mehr zumuten konnte.“ Die Entscheidung, das Projekt vorzuziehen, sei deswegen richtig gewesen. „Jetzt müssen wir uns der zeit- und kostenintensiven Generalsanierung des Eisstadions und insbesondere dem überfälligen Austausch der Dachkonstruktion widmen.“

 

Fotos:

Stadt Landshut

 

 

LANDSHUTER KRIEGERDENKMAL IN NEUEM GLANZ

Nach langem Hin und Her im Landshuter Stadtrat endlich restauriert

 

 

Seit kurzem können die Landshuter Bürgerinnen und Bürger die „Deutsche Eiche“ Wilhelm Lechners in der Neustadt in vollem Glanze wieder bestaunen.

Das Denkmal wurde am 24. Juni 1928 unter Teilnahme von Honoratioren der Stadt sowie der in Landshut stationierten Truppen der Reichswehr in der Landshuter Neustadt eingeweiht. Anlässlich dieser Veranstaltung gestaltete der Künstler ein dem Zeitgeist entsprechendes „Erinnerungsblatt“, das gleichzeitig das Programm der Skulptur in Worte fasst.

Das Denkmal ist sämtlichen 2.091 aus Landshut stammenden bzw. dort vor und während des Ersten Weltkriegs stationierten gefallenen Soldaten gewidmet. Den Entwurf lieferte der aus Oberammergau stammende Bildhauer Wilhelm Lechner, dessen Arbeit im Zuge eines Wettbewerbs aus 164 Einsendungen ausgewählt worden war. Die Landshuter Zeitung feierte das Denkmal anlässlich seiner Enthüllung als „eine der größten Bildhauerarbeiten der Nachkriegszeit“ und als „eine Schöpfung von solcher Kühnheit, dass sie allgemeines Interesse beanspruchen darf. Der Künstler selbst war als Lehrer an der Oberammergauer Schnitzschule tätig und von 1938 bis 1945 ihr Direktor. Bereits Anfang der 1920er Jahre war er Mitglied des Bundes Oberland, seit 1930 der NSDAP und für diese ab 1933 im Gemeinderat Oberammergaus. Wegen seiner politischen Tätigkeit wurde er nach 1945 von den Alliierten interniert. Er verstarb 1977 im Alter von 87 Jahren in Kempten.

Das Denkmal wurde am 24. Juni 1928 unter Teilnahme von Honoratioren der Stadt sowie der in Landshut stationierten Truppen der Reichswehr in der Landshuter Neustadt eingeweiht. Anlässlich dieser Veranstaltung gestaltete der Künstler ein dem Zeitgeist entsprechendes „Erinnerungsblatt“, das gleichzeitig das Programm der Skulptur in Worte fasst.

 

 

Die „Deutsche Eiche“ Wilhelm Lechners

Das Denkmal selbst stellt einen auf einem dreistufigen Sockel aufgesetzten Steinblock dar, der einerseits als Inschriftenort fungiert, andererseits durch einen auf der Nordseite im Relief dargestellten toten Soldaten zum Sarkophag erklärt wird. Diesen umschling zudem ein Schriftband mit den Worten „FUERS VATERLAND“. In diesem Steinsarg wurzelt die „Deutsche Eiche“, ein verstümmelter und durch Scharten und Kerben verletzter Baum, der allerdings bereits wieder junge Triebe zeigt. Dieser steht offensichtlich für das durch den Versailler Vertrag verstümmelte Deutsche Reich. Dem Stamm entwachsen drei Figuren, die ihrerseits wiederum auf die Inschriften auf den Außenseiten des Sargdeckels bezogen sind. Obenauf steht, gefesselt und mit Pfeilen durchbohrt, der Stadtheilige Sebastian, der Patron der Sterbenden und Soldaten.

Die zuunterst aus dem Stamm wachsende Figur zeigt einen Jüngling, der mit ernstem und traurigem Blick einen Schild mit dem Wappen Landshuts in Händen hält. Entsprechend dem Text des Erinnerungsblatts von Wilhelm Lechner wendet sich die Figur an die junge Generation.

 

Quelle: Wikipedia

 

Fotos: h.j.lodermeier