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Hygienekonzept

PRESSEMITTEILUNG
Nach der am 30. Mai in Kraft getretenen „Fünften Infektionsschutzmaßnahmenverordnung“ dürfen Schwimmbäder unter strengen Voraussetzungen ab 8. Juni wieder öffnen. Im Fall der Gretlmühle, bei der es sich um ein Naherholungsgebiet mit Badesee handelt, muss der Bausenat entscheiden, der erst am 18. Juni tagen wird. Den Stadträten stellen sich dabei viele schwierige Fragen; außerdem wären mit der Überwachung der ministeriellen Hygieneauflagen sehr hohe Kosten verbunden. Oberbürgermeister Alexander Putz legt trotzdem grundsätzlich großen Wert darauf, dass die Einrichtung sobald wie möglich geöffnet werden kann. Er ist sich dabei über die Schwierigkeiten bei der Erstellung und Umsetzung des Hygienekonzepts bewusst. Keinesfalls dürfe die Gretlmühle zu einem Infektionsherd werden.

Foto: Klartext.LA

Bildunterschrift: Noch sind die Kinosäle leer, die Kinos geschlossen. Michael Wohlgemuth, Betreiber des Kinopolis Landshut, und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (l.) sprachen über die Hürden und Chancen einer Wiedereröffnung.

 

Landshut. Kinos sind noch geschlossen. Wie sichert man das Kinoerlebnis in Zeiten von Corona? Kreative Ideen könnten die Lösung sein. Welche Chancen es gibt, besprachen Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) und Kinobetreiber Michael Wohlgemuth vom Kinopolis Landshut.

Michael Wohlgemuth und der Landshuter Stimmkreisabgeordnete waren sich einig, dass der Kurs des Freistaats der richtige ist. „Wir hatten eine klare Linie und es gab klare Entscheidungen. Die Gesundheit unserer Gäste und unserer Mitarbeiter geht vor“, so Michael Wohlgemuth. Genauso richtig sei es jetzt aber auch, bei einer entspannten Lage wieder zu lockern. „Als Arbeitgeber hat man eine soziale Verantwortung. Ich will niemanden ausstellen, sondern beschäftige mein Team weiterhin. Das kostet, genauso wie Miete, Wartung und Technik“, gab der Unternehmer zu Bedenken.

Kreativität und Innovation

Damit man bald wieder starten kann, muss ein Hygienekonzept vorhanden sein. Das Kinopolis habe dabei seine Hausaufgaben gemacht. „Wir stehen in den Startlöchern“, versicherte Wohlgemuth im Gespräch mit Helmut Radlmeier. Der Kinobetreiber in vierter Generation setzt darüber hinaus auf innovative Ideen. Großen Wert legt er auf den Schutz der Besucher. So hat man ein Konzept entwickelt, wie sich die Gäste vor und nach der Vorstellung nicht begegnen. Ebenso hat der Schutz seiner Mitarbeiter für Wohlgemuth Priorität. Sie werden in feste Teams eingeteilt, die nicht durchmischt werden. Selbstverständlich erhalten alle Angestellten Schulungen, Masken und Handschuhe. Desinfektionsmittel stehen bereit.

Um den Kontakt und damit eine mögliche Gefährdung der Gäste und Mitarbeiter nochmals zu reduzieren, wird der Online-Verkauf der Tickets forciert: „Auch online kann man künftig kostenlos stornieren. Ebenfalls möglich ist es, Snacks und Getränke schon mit den Tickets online zu kaufen. So gibt es keine Schlangen vor dem Verkauf im Kino“, erläuterte Wohlgemuth.

Landshut kann zeigen, was es kann

Im Falle einer Wiedereröffnung stünden im Kinopolis aufgrund des Hygienekonzepts nur ein Viertel der eigentlichen Kapazität zur Verfügung. Um die Verluste etwas aufzufangen, seien weitere Projekte nötig, meinte Wohlgemuth. Die aktuell schwierige Lage sehe er auch als Chance, bei der Landshut zeigen könne, was es kann. Dabei sollen die Übergänge zwischen Kunst, Kino und Kultur fließend sein. Erste Gespräche habe er diesbezüglich bereits geführt. Michael Wohlgemuth ist sich sicher, dass nach den vergangenen Wochen mit den notwendigen Einschränkungen jetzt in der Bevölkerung ein Bedürfnis nach Kino vorhanden sei: „Kino ist ein Erlebnis. Wir verkaufen Urlaub vom Alltag“. Vom modernen Multiplexkino bis zum Traditionshaus könne man den Besuchern schöne Stunden schenken. „Ich bin mir sicher, dass die Leute wieder kommen werden“.

Auch Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier betonte: „Das Kino gehört zur kulturellen Landschaft“. Der Freistaat unterstütze Kinos deshalb auf verschiedene Wege: Zum einen gebe es die Soforthilfe des Wirtschaftsministeriums. Speziell für Kinos wurden zusätzlich Sofortprämien in Höhe von insgesamt 1,2 Mio. Euro aufgelegt. Außerdem sei eine Starthilfe für die Wiedereröffnung von 12 Mio. Euro auf den Weg gebracht worden. Die Krux dabei: Diese Hilfe gibt es nur von Kinos mit maximal sieben Leinwänden. Radlmeier sicherte zu, sich für eine Anpassung dieser Vorgabe einzusetzen.

Ein weiteres Anliegen Wohlgemuth: Der Start in der Branche müsse möglichst deutschlandweit einheitlich sein. Ein Flickenteppich von Bundesland zu Bundesland würde dazu führen, dass keine neuen Filme starten würden. Das wäre für die Verleiher schlicht zu teuer.

Foto: Helmut Radlmeier

Oberbürgermeister Alexander Putz, Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger und Benedikt Neumeier vom Ordnungsamt trafen sich am Samstag mit Gastronomen, um über die Umsetzung der Hygiene- und Abstandsregeln zu informieren.
PRESSEMITTEILUNG
Die Corona-Pandemie und die deshalb erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen haben die Gastronomiebetriebe in den vergangenen rund zwei Monaten hart getroffen: Nur ein Abhol- und Lieferservice war erlaubt, die Gaststätten selbst mussten dagegen geschlossen bleiben. Am Montag, 18. Mai, traten nun in Bayern und damit auch in Landshut erste Lockerungen der Beschränkungen in Kraft: In Außenbereichen und Biergärten dürfen Gastronomiebetriebe ab sofort wieder Gäste bewirten. Nächste Woche ist auch die Öffnung der Restaurants mit Innenplätzen wieder gestattet. Allerdings gelten jeweils strenge Auflagen, insbesondere hinsichtlich eines von den Betrieben einzuhaltenden Hygienekonzepts. Wie die bayernweit gültigen Bestimmungen vor Ort umgesetzt werden sollen und welche Hilfen die Stadtverwaltung dabei anbieten kann, besprachen Oberbürgermeister Alexander Putz, Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, Wirtschaftsförderer Michael Luger und Benedikt Neumeier vom Amt für öffentliche Ordnung und Umwelt am Samstag mit Vertretern der Gastronomiebetriebe.

Das Treffen im Rathaus, um das Gastronomen gebeten hatten, wurde von Haslinger kurzfristig organisiert. „In dieser so schwierigen Situation ist es wichtig, dass Stadt und Betriebe sich als Partner verstehen“, so der Bürgermeister. „Dass ein solcher Termin binnen 24 Stunden und am Wochenende zustande kommt, ist keine Selbstverständlichkeit und der beste Beleg für die Flexibilität unserer Verwaltung.“

OB Putz warb bei den Gastronomen zunächst erneut um Verständnis für die Maßnahmen: „In Bayern, auch in der Region Landshut, sind die Infektionszahlen im März exponentiell gestiegen; die Situation war zwischenzeitlich sehr kritisch. Ich bin deshalb nach wie vor davon überzeugt, dass die von der Staatsregierung erlassenen strikten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen angemessen und richtig waren. Dennoch ist mir bewusst, dass die Gastronomiebetriebe natürlich besonders stark darunter gelitten haben.“ Mittlerweile habe sich die Lage deutlich entspannt, folgerichtig seien erste Lockerungen auch in diesem Bereich vertretbar. „Für eine Entwarnung ist es aber noch zu früh“, so Putz. „Deswegen müssen wir alle, so schwer es manchen inzwischen fallen mag, weiter die bekannten
Infektionsschutzregeln befolgen.“

Das gelte für die Gastronomie in ganz besonderer Weise, betonten Putz und Haslinger: „Die Abstands- und Hygienevorschriften sind auch bei der nun möglichen Bewirtung im Freien und erst recht nach Öffnung der Innenräume strikt zu befolgen.“ Die nach Maßgabe des Freistaats von den Betrieben zu erstellenden Hygienekonzepte seien deswegen zwingende Voraussetzung, um das Infektionsrisiko für Gäste und Beschäftigte gleichermaßen so gering wie möglich zu halten. „Diese Anforderungen sind für die Gastronomie natürlich eine weitere Herausforderung. Dennoch muss und wird die Stadtverwaltung die Einhaltung im Interesse der Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger konsequent kontrollieren“, stellte der OB klar.

Welche Punkte bei der Erstellung eines betrieblichen Hygienekonzepts konkret beachtet werden müssen, stellte Benedikt Neumeier anschließend kurz und kompakt vor. Auf Anregung der Gastronomen hat die Stadt diese Informationen mittlerweile in einem Merkblatt zusammengefasst, das nun in Absprache mit Wirtschaftsförderer Michael Luger an alle Gaststätten verschickt wird. Das Hygienekonzept muss demnach anhand des – sehr umfangreichen – ministeriellen Rahmenkonzepts erstellt werden. Wesentlich sind dabei vor allem folgende Eckpunkte: Der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern zwischen Gästen, Servicepersonal und weiteren Personen ist stets einzuhalten; ausgenommen davon sind nur Familien oder Mitglieder desselben Hausstands, die an einem Tisch sitzen. Entsprechend der seit 8. Mai geltenden Kontaktbeschränkungen können auch Mitglieder eines zweiten Hausstands am selben Tisch sitzen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist für Servicepersonal im Gastraum immer vorgeschrieben, für Gäste entfällt diese Pflicht ausschließlich dann, wenn sie am Tisch sitzen. Personal in der Küche muss dagegen nur dann eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Gegebenenfalls kann aber auch eine Befreiung von der Tragepflicht beantragt werden. Außerdem sind die Lüftungs- und Reinigungspläne an die aktuelle Pandemie-Lage anzupassen. Um im Fall von Infektionen die Infektionsketten sicher nachverfolgen und rasch unterbrechen zu können, werden darüber hinaus die Kontaktdaten der bewirteten Gäste aufgenommen. Wer Symptome einer Atemwegserkrankung aufweist oder in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einer Person mit Covid-19-Symptomen hatte, darf keine Gaststätte besuchen – und natürlich auch nicht dort arbeiten.

Das Merkblatt listet anschließend die einzelnen Arbeitsschritte auf, die Gastwirte bei der Öffnung der Außengastronomie derzeit einhalten müssen. Dabei werden drei Phasen unterschieden: Phase 1 umfasst die Schritte bis zur Öffnung, Phase 2 die Vorkehrungen, die bei der Gestaltung des Zugangs zum Biergarten bzw. zur Freischankfläche zu treffen sind, und Phase 3 behandelt schließlich jene Punkte, die beim Aufenthalt der Gäste beachtet werden müssen. „Wir wollen den Gastronomen damit das doch recht umfangreiche und für Nichtjuristen nur schwer verständliche ministerielle Rahmenkonzept erläutern und auf diese Weise unseren Beitrag dazu leisten, dass die Vorgaben im Alltag auch praktikabel umgesetzt werden können“, so Benedikt Neumeier. „Wir sehen uns in dieser schwierigen Zeit nicht nur als Ordnungsbehörde, sondern auch als Partner.“

Info: Das Merkblatt zum Hygienekonzept für Außenbewirtungsflächen steht auf der Homepage der Stadt unter www.landshut.de  zum Herunterladen bereit.

Foto: Stadt Landshut

Geöffnete Geschäfte müssen Hygienekonzept vorlegen

Stadt Landshut gibt Merkblatt zu Anforderungen heraus

 

Zahlreiche Geschäfte sind derzeit aufgrund der bayernweit gültigen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus geschlossen. Aber auch Inhaber von Läden, die während der Pandemie geöffnet sein dürfen, müssen ein Hygiene- und Parkplatzkonzept ausarbeiten, das die Ansteckungsgefahr für Kunden und Angestellte minimieren soll. Diese Verpflichtung ergibt sich aus der Zweiten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die das Bayerische Gesundheitsministerium mit Wirkung zum 20. April 2020 erlassen hat. Die Stadt Landshut gibt in einem Merkblatt nun Hinweise, die bei der Ausarbeitung solcher Konzepte beachtet werden sollen. Dieses Merkblatt, das – soweit erforderlich – ständig aktualisiert wird, steht ab sofort auf der Homepage der Stadt unter der Adresse www.landshut.de zum Herunterladen bereit.

Bis Freitag, 24. April, erkennt die Stadt Landshut die tatsächliche Befolgung der im Merkblatt aufgelisteten Anforderungen an. Danach muss jedes geöffnete Geschäft über ein oben beschriebenes, formelles Konzept verfügen. Dieses muss der Stadt Landshut auf Verlangen vorgelegt werden.

 

Foto: Archiv/Klartext.LA