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Huml

Huml ruft zum konsequenten Befolgen der “Maskenpflicht” auf

 Bayerns Gesundheitsministerin: Es ist wichtig, sich und andere Menschen vor einer Corona-Infektion zu schützen

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dazu aufgerufen, die ab Montag geltende „Maskenpflicht“ im Freistaat konsequent zu befolgen. Huml betonte am Sonntag: „Bayern hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie schon Fortschritte erzielt. Es ist aber weiterhin wichtig, sich und andere vor einer Infektion zu schützen. Deshalb sollte jeder darauf achten, dass er zum Beispiel in Supermärkten und Geschäften sowie in Bus und Bahn eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt.“

Die sogenannte Maskenpflicht gilt ab dem 27. April für Personen ab sechs Jahren beim Einkaufen sowie bei der Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs und der hierzu gehörenden Einrichtungen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss ab Montag auch das Personal von Geschäften tragen, die wie zum Beispiel Supermärkte bereits vorher geöffnet haben durften. Ab dem Montag dürfen zudem alle Einzelhandelsgeschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von maximal 800 qm öffnen, unabhängig von den verkauften Sortimenten.

Huml unterstrich: “Medizinische Schutzmasken sind weiterhin nur für Ärzte oder Pflegekräfte gedacht. Die Bayerische Staatsregierung arbeitet intensiv daran, noch mehr zertifizierte Schutzausrüstung zu besorgen. Außerdem treiben wir die Schaffung von zusätzlichen Produktionskapazitäten in Bayern in Kooperation mit den bayerischen Unternehmen weiter voran.” Bislang wurden nach LGL-Angaben rund 25 Millionen Masken in Bayern ausgeliefert.

Für die Erfüllung der „Maskenpflicht“ reicht eine Alltagsmaske. Die Ministerin erläuterte: „Es sollte aber zusätzlich darauf geachtet werden, möglichst einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Außerdem gelten weiter die üblichen Hygiene-Regeln.“

Tipps zum richtigen Verwenden der Masken:

Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen bestehen aus handelsüblichen Stoffen und können daher selbst genäht oder auch gekauft werden. Der Stoff sollte möglichst dicht sein und aus 100 % Baumwolle bestehen. Ferner ist darauf zu achten, dass die Mund-Nasen-Bedeckung groß genug ist, um Mund, Nase und Wangen vollständig zu bedecken und dass sie an den Rändern möglichst eng anliegt. Wenn ein Schal diese Bedingungen erfüllt, kann dieser auch verwendet werden. Andere Materialien wie z.B. Staubsaugbeutel oder Karton sind nicht geeignet.

Alltags-Masken kann man, abhängig von der körperlichen Aktivität, maximal drei bis vier Stunden tragen. Bei Durchfeuchtung sollten sie allerdings sofort gewechselt werden. Vor einer erneuten Benutzung muss die Alltags-Maske bei 60-90°C mit ausreichend Waschmittel gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Zusätzlich trägt das anschließende Bügeln der Maske bei mindestens 165°C (höchste Stufe) zur Desinfektion bei.

Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Daher sollten die Hände vorher gründlich mit Seife gewaschen werden. Die Alltags-Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.

Die Alltags-Maske darf während des Tragens nicht zurecht gezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden. Beim Ablegen der Maske ist darauf zu achten, dass die Außenseite der Maske nicht berührt wird, da diese Erreger enthalten kann. Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife). Die Masken sollten nach dem Abnehmen trocken an der Luft aufbewahrt  und zwischengelagert werden, so dass Kontaminationen der Innenseite der Alltags-Maske, aber auch Verschleppungen auf andere Oberflächen vermieden werden.

Weitere Informationen stehen im Internet unter https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/faq.htm#mns

 

Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Huml: Arztpraxen von Coronavirus-Verdachtsfällen entlasten

 Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin eröffnet Corona-Schwerpunktpraxis in Deggendorf

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will Arztpraxen von Covid-19-Verdachtsfällen entlasten. Die Ministerin betonte anlässlich der Eröffnung einer sogenannten Schwerpunktpraxis in Deggendorf am heutigen Samstag: “Wir wollen Praxispersonal und Patienten besser schützen. Mit der Einrichtung von Schwerpunktpraxen in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) wollen wir das Infektionsrisiko stärker eingrenzen.”

Huml erläuterte: “Hier sollen  durch die Konzentration der Untersuchung und Behandlung von Infektpatienten weniger Personen unmittelbaren Kontakt mit potentiell Sars-CoV-2-infizierten Patienten haben als bei einer Behandlung durch viele Praxen. Nicht zuletzt ermöglicht die Einrichtung von Schwerpunktpraxen auch einen ressourcenschonenderen Einsatz zum Beispiel von Schutzausrüstung als bei einer gleichmäßigen Verteilung auf alle Arztpraxen. Ziel ist die flächendeckende Einrichtung von Schwerpunktpraxen.”

Huml besuchte in Deggendorf außerdem das neben der Praxis liegende Testzentrum. Mittlerweile sind in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt Testzentren eingerichtet worden. Sie sollen sowohl Krankheitsverdächtige untersuchen, die aufgrund der Gefahr von Ansteckung des Praxispersonals eine Praxis nicht betreten sollen, als auch Kontaktpersonen abstreichen, die das Gesundheitsamt ermittelt hat. Damit werden die ambulanten Praxen spürbar entlastet.

Das Konzept zur Einrichtung der Testzentren in jedem Landkreis wurde vom bayerischen Gesundheitsministerium in Abstimmung mit der KVB, den Hilfsorganisationen und dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erstellt. Danach erfolgen Aufbau und Betrieb der Teststation unter Verantwortung der Kreisverwaltungsbehörden bzw. der örtlichen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK). Hinsichtlich bestehender Teststationen und Drive-through-Teststationen können die FüGKs entscheiden, ob diese unverändert bestehen bleiben sollen, ausgebaut oder zugunsten einer neuen, zum Beispiel zentraleren Teststation aufgegeben werden sollen.

Huml unterstrich: “Mit diesen dezentralen Entscheidungen können die Umstände vor Ort am besten berücksichtigt werden. Ich danke für die gute Zusammenarbeit mit der KVB, die Wert darauf gelegt hat, dass die Patienten, die von niedergelassenen Praxen oder der KVB-Hotline zur Testung bei der Termin-Koordinationsstelle angemeldet werden, am Testzentrum nicht nur abgestrichen werden, sondern auch ärztlich untersucht werden können. Auch die Arbeit der Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes verdienen größte Anerkennung. Durch ihre Mithilfe sind mittlerweile 122 Teststationen in Betrieb.”

Die Testung in den Testzentren erfolgt nur nach Terminvergabe. Die Überweisung in das Testzentrum kann durch den Hausarzt, über die 116 117 oder durch das Gesundheitsamt erfolgen.

Die Ministerin erläuterte: “Klar ist: Betroffene wollen möglichst rasch Gewissheit haben, ob sie sich infiziert haben. Mit diesen zentralen Anlaufstellen wollen wir die Befundermittlung beschleunigen. Auch arbeiten wir unter Hochdruck daran, die Laborkapazitäten weiter auszubauen. Wir konnten sie bereits auf circa 13.000 Tests pro Tag steigern.”

 

Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

 

Huml: Pflegeheime brauchen besonderen Schutz vor COVID-19

Handlungsanweisungen des Gesundheits- und Pflegeministeriums veröffentlicht

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml treibt den Schutz von Pflegeheimbewohnern vor dem neuartigen Coronavirus weiter voran. Huml betonte am Montag in München: “Pflegebedürftige Menschen sind einer besonders hohen Gefahr ausgesetzt, an COVID-19 mit schwerem Verlauf zu erkranken. Außerdem kann sich die Erkrankung in Pflegeheimen schnell ausbreiten. Deshalb haben wir Handlungsanweisungen für Alten- und Pflegeheime sowie für stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe entwickelt, die jetzt in Kraft getreten sind.”

Die Ministerin erläuterte: “Beim Auftreten erster Anzeichen von Erkrankungsfällen ist schnelles und entschiedenes Handeln gefragt. In den Handlungsanweisungen ist daher genau geregelt, was zu tun ist. Jede Pflegeeinrichtung soll einen Pandemiebeauftragten benennen, der bei einem Infektionsgeschehen alle Maßnahmen koordiniert und Ansprechpartner für die Behörden ist.”

Huml hob hervor: “Bereits bei dem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung müssen geeignete Präventions- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. Sollte in einer Einrichtung eine COVID-19-Infektion auftreten, kommt sofort unsere Task Force Infektiologie zum Einsatz. Um Infektionsketten rasch unterbinden zu können, sieht unser Konzept außerdem vor, betroffene Bewohner umgehend zu isolieren und/oder Erkrankte in Krankenhäuser oder andere Einrichtungen zu verlegen. Vor Ort arbeiten das Gesundheitsamt, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie die Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen (FQA – Heimaufsicht) eng zusammen.”

Die Ministerin unterstrich: “Für häuslich Pflegende sind Ansprechpartner zudem die rund 110 Fachstellen für pflegende Angehörige, die es in Bayern seit über 20 Jahren gibt. Sie sind bundesweit in dieser Form einzigartig und haben sich als wichtige Anlaufstellen für pflegende Angehörige etabliert.“ Huml fügte hinzu: “Alle Fachstellen für pflegende Angehörige sind von dem bayerischen Gesundheitsministerium auf die besondere Situation hingewiesen und gebeten worden, ihre Beratungen wegen des Ansteckungsrisikos insbesondere per Telefon und E-Mail anzubieten.”

Die Handlungsanweisungen sind abrufbar unter: https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2020/03/20200329_handlungsanweisung_alten_und_pflegeheime.pdf.

 

Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Pressemitteilung

München, 15. März 2020

PM 85/GP

Bayerisches Gesundheitsministerium: Zwei weitere Coronavirus-Todesfälle in Bayern bestätigt – Huml: Private Kontakte soweit wie möglich einschränken

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am  Sonntag darüber informiert, dass zwei weitere Coronavirus-Todesfälle in Bayern bestätigt worden sind. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: “Bei einem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Neu-Ulm um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen.” Der Mann ist in der Nacht zum Sonntag gestorben.

Ein zweiter Todesfall wurde nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Landkreis Oberallgäu bestätigt. Dabei handelt sich sich um eine über 80-jährige Patientin, die ebenfalls in der Nacht zu Sonntag gestorben ist.

Weitere Einzelheiten können den Medien über die jeweiligen Landratsämter mitgeteilt werden.

Der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern war am Donnerstag in Würzburg bestätigt worden. Es handelte sich nach Angaben des Universitätsklinikums Würzburg um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen und Pflegebedürftigkeit.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml rief am Sonntag die Bevölkerung erneut dazu auf, sich und andere vor Infektionen zu schützen. Huml betonte: „Alle Veranstaltungen, die nicht zwingend nötig sind, sollten abgesagt oder verschoben werden. Außerdem sollten alle private Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt werden. Ferner sollte auf Reisen jeglicher Art verzichtet werden.“

In Bayern sind am Samstag neue Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft getreten. So gilt nun eine Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Ausnahmen sind möglich, etwa beim Besuch von Kindern, im Notfall oder in der Versorgung von Sterbenden.

Ferner dürfen Personen, die in einem Risikogebiet waren, innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nach Verlassen dieses Gebiets diese Einrichtungen nicht betreten. Am Freitagabend waren vom Robert Koch-Institut auch das österreichische Bundesland Tirol und Madrid in Spanien als Coronavirus-Risikogebiete eingestuft worden.

Eine weitere Allgemeinverfügung regelt die am Freitag beschlossene bayernweite Schließung von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten. Huml bekräftigte: “Im Kampf gegen weitere Infektionen war dieser Schritt erforderlich. Die Folgen von so einschneidenden Maßnahmen müssen natürlich gut überlegt werden. Deshalb wird es eine Notfallbetreuung für bestimmte Personengruppen geben – etwa für die Kinder von Pflegekräften.”

Links zu den Allgemeinverfügungen:

– Allgemeinverfügung des StMGP zur Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen vom 13.03.2020: https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2020/03/20200313_allgemeinverfuegung_stmgp_besuchsverbot.pdf

– Allgemeinverfügung des StMGP zum Betretungsverbot für Kinder in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen oder Heilpädagogischen Tagesstätten vom 13.03.2020: https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2020/03/20200313_allgemeinverfuegung_stmgp_schulen_kitas.pdf.

 

Huml: Zwei neue Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft getreten – Besuchsrechte für Krankenhäuser und Pflegeheime werden zum Schutz älterer Menschen und von Patienten eingeschränkt

In Bayern sind am Samstag neue Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft getreten. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Vormittag hingewiesen. So gilt ab sofort eine Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Jeder Patient oder Betreute darf jetzt nur noch einen Besucher pro Tag für je eine Stunde empfangen. Ausnahmen sind möglich, etwa beim Besuch von Kindern, im Notfall oder in der Versorgung von Sterbenden. Ferner dürfen Personen, die in einem Risikogebiet waren, innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nach Verlassen dieses Gebiets diese Einrichtungen nicht betreten. Am Freitagabend waren vom Robert Koch-Institut auch das österreichische Bundesland Tirol und Madrid in Spanien als Coronavirus-Risikogebiete eingestuft worden.

Die Ministerin betonte: “Es ist sehr wichtig, dass der Schutz von älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen verstärkt wird. Dies gilt auch für Krankenhäuser, in denen ebenfalls besonderes schutzbedürftige Menschen sind.”

Eine weitere Allgemeinverfügung regelt die am Freitag beschlossene bayernweite Schließung von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten ab dem kommenden Montag bis einschließlich 19. April. Huml unterstrich:  “An diesem Schritt führt im Kampf gegen weitere Infektionen kein Weg mehr vorbei. Klar ist auch: Die Folgen von so einschneidenden Maßnahmen müssen gut überlegt werden. Und genau das haben wir getan. Deshalb wird es eine Notfallbetreuung für bestimmte Personengruppen geben – etwa für die Kinder von Pflegekräften.”

Huml fügte hinzu: “Bayern hat beim Thema Coronavirus von Anfang an große Entschlossenheit gezeigt Das wird auch an den zwei neuen Allgemeinverfügungen deutlich.Es bleibt dabei: Der Schutz der Bevölkerung in Bayern hat für uns oberste Priorität.”

Links zu den Allgemeinverfügungen:

Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

PM 230/GP

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml unterstützt im Kampf gegen die Droge Crystal Meth ein weiteres Projekt. Es handelt sich um die “Regionale Präventionsstelle Need NO Speed” in der Oberpfalz. Huml betonte am Sonntag: “Crystal Meth ist äußerst gefährlich. Die Region der nördlichen Oberpfalz ist ein Brennpunkt der Droge in Bayern, da große Mengen im Nachbarland Tschechien hergestellt werden. Es ist wichtig, dass auch grenzüberschreitend gehandelt wird.”

Die Ministerin verwies darauf, dass die Zahl der festgestellten Erstkonsumenten von Crystal Meth im vergangenen Jahr gestiegen ist. Sie unterstrich: “Diese Entwicklung ist besorgniserregend. Denn die gesundheitlichen Schäden von Crystal Meth sind verheerend. Die Droge macht schnell süchtig, schädigt Nervenzellen im Gehirn und lässt den Körper verfallen.”

Das Projekt “Need NO Speed” ist in der nördlichen Oberpfalz und im angrenzenden Tschechien in Sachen Crystal-Meth-Prävention überregional aktiv. Die Regionale Präventionsstelle in Weiden wird in den nächsten beiden Jahren vom Bayerischen Gesundheitsministerium mit insgesamt 50.000 Euro gefördert.

Huml erläuterte: “Wir setzen darauf, dass durch das Projekt die Bekämpfung von Crystal Meth deutlich gestärkt wird. Wir brauchen mehr Aufklärung und Information, um eine weitere Ausbreitung der Droge zu stoppen. Wichtig ist dabei eine enge Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen.”

Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert bereits unter anderem eine Telefon-Hotline zur Beratung von Konsumenten von Crystal Meth. Träger der Hotline ist der Verein “DrugStop Drogenhilfe” in Regensburg. Das Ministerium unterstützt dieses Modellprojekt bis Juli 2016 mit insgesamt 120.000 Euro.

Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.need-no-speed.de/

 

 

 

PM 224/GP

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt davor, die Gefahren durch Bienen- und Wespenstiche zu unterschätzen. Huml betonte am Freitag: “Bienen und Wespen gehören in Mitteleuropa zu den häufigsten Auslösern von Insektengiftallergien. In Süddeutschland finden sich einer aktuellen Studie zufolge bei fast jedem dritten Erwachsenen Hinweise im Blut auf eine Empfindlichkeit für Bienen- oder Wespengift.”

Die Ministerin, die auch Ärztin ist, erläuterte: “Für normal empfindliche Personen können vor allem Stiche im Kopf-Hals-Bereich oder sehr viele Stiche auf einmal bedrohlich sein. Für Menschen mit einer allergischen Veranlagung besteht aber bereits nach einem einzigen Stich die Gefahr heftiger Reaktionen – unabhängig davon, welches Körperteil betroffen ist.”

Zu den Symptomen gehören etwa ein rasch auftretender Hautausschlag am ganzen Körper, Schwindel oder Atemnot. Im schlimmsten Fall kommt es zum sogenannten anaphylaktischen Schock, der unbehandelt zum Tode führen kann. Jährlich werden in Deutschland etwa 20 Todesfälle nach Stichen von Wespen, Bienen oder ähnlichen Insekten verzeichnet, die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen.

Am besten ist es, sich von vornherein vor Stichen zu schützen. Überreifes Obst oder bestimmte Duftstoffe in Kosmetika etwa können die Insekten anlocken. Auch sollten hektische Bewegungen vermieden werden, wenn Wespen oder Bienen in der Nähe sind. Wer gestochen wurde, sollte versuchen, einen in der Haut verbliebenen Stachel vorsichtig zu entfernen.

Außerdem sollte man beim Verdacht auf eine allergische Reaktion keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. Ob man tatsächlich an einer Wespen- oder Bienengiftallergie leidet, lässt sich anhand verschiedener Tests bestimmen. Dazu gehören zum Beispiel Hauttests und der Nachweis spezifischer Antikörper im Blut. Fachärzte und Allergologen geben hierzu nähere Auskunft.

Jeder Patient, der nach einem Insektenstich eine schwerere allergische Reaktion erlitten hat, benötigt neben der akuten auch eine langfristige Therapie. Für Personen mit einer nachgewiesenen Wespen- oder Bienengiftallergie kommt hierfür unter anderem die sogenannte spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) in Frage. Dabei wird das jeweilige Insektengift unter sorgfältiger ärztlicher Aufsicht in jeweils ansteigenden Konzentrationen über einen längeren Zeitraum unter die Haut gespritzt.

Ziel ist, heftige und potentiell lebensbedrohliche Reaktionen nach einem erneuten Stich zu vermeiden. Gerade bei der Insektengiftallergie können mit der Hyposensibilisierung Erfolgsraten bis zu 95 Prozent erreicht werden.

 

PM 212/GP

Huml warnt vor Pilzvergiftung – Gesundheitsministerin rät: Bei Unwohlsein sofort den Arzt aufsuchen oder den Giftnotruf wählen

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt vor dem leichtfertigen Verzehr von selbst gesammelten Pilzen. Huml betonte am Freitag anlässlich des frühen Beginns der Schwammerlsaison in Bayern: “Pilzesammler sollten nur die Schwammerl essen, die sie genau kennen. Denn der Verzehr von giftigen Pilzen kann im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Deshalb ist es wichtig, beim Verdacht auf eine Vergiftung und ersten Anzeichen von Unwohlsein sofort einen Notruf abzusetzen oder ins nächste Krankenhaus zu fahren.”

Die Zahl der Patienten, die wegen einer Pilzvergiftung in bayerischen Krankenhäusern behandelt wurden, lag im vergangenen Jahr bei 96. Im Jahr 2012 waren insgesamt 146 Menschen wegen einer Pilzvergiftung in Behandlung. Nach Informationen der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft sind unter den mehreren Tausend Pilzarten in Bayern etwa 100, die als gesundheitsschädlich gelten. Bis zu acht Arten werden als tödlich giftig eingestuft. Lediglich 500 Pilzarten gelten als Speisepilze, von denen die Mykologische Gesellschaft rund 100 Arten als besonders schmackhaft empfiehlt.

Huml unterstrich: “Symptome einer Pilzvergiftung sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, es kann aber auch zu Schwindel, Wahrnehmungsstörungen, Luftnot und Schweißausbrüchen kommen. Lebensbedrohliche Pilzvergiftungen können auch erst sechs bis acht Stunden nach der Pilzmahlzeit, in seltenen Fällen nach ein bis zwei Tagen oder erst nach einer Woche mit Symptomen wie Erbrechen und anhaltendem Durchfall auftreten.” Bei Magen-Darm-Störungen nach dem Verzehr von Pilzen kann es sich auch um eine Allergie, eine Pilzunverträglichkeit oder eine Lebensmittelvergiftung handeln.

Huml ergänzte: “Bei Verdacht auf Pilzvergiftung kann auch rund um die Uhr Hilfe und Beratung bei den beiden Giftnotrufen in Bayern eingeholt werden.” Der Giftnotruf in München ist an die toxikologische Abteilung des Klinikums rechts der Isar angegliedert und unter der Nummer 089/19240 erreichbar. Am Klinikum in Nürnberg ist ebenfalls ein Giftnotruf mit der Telefonnummer 0911/3982451 eingerichtet.

Die Ministerin fügte hinzu: “Es ist zudem wichtig, auf die Frische der Pilze zu achten. Das gilt auch beim Kauf im Supermarkt. Der Verzehr von verdorbenen Pilzen kann zu Übelkeit oder Magen-Darm-Erkrankungen führen.”

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) rät deshalb dazu, frische Pilze innerhalb von ein bis zwei Tagen nach dem Sammeln oder Kaufen zu verzehren. Bei der Lagerung ist darauf zu achten, die Pilze aus der Plastikverpackung zu nehmen und kühl, trocken und luftig aufzubewahren.

 

 

 

PM 30/GP

Huml begrüßt klares Nein der bayerischen Bischöfe zu aktiver Sterbehilfe – Bayerns Gesundheitsministerin fordert weiteren Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die klare Absage der bayerischen Bischöfe an eine aktive Sterbehilfe begrüßt. Huml betonte am Donnerstag: “Das ist ein wichtiges Signal! In Deutschland darf es keine Entwicklung wie in Belgien geben, wo jetzt sogar aktive Sterbehilfe bei Kindern ermöglicht wird. Stattdessen muss die Palliativ- und Hospizversorgung verstärkt werden.”

Die Bayerische Bischofskonferenz hatte sich am Donnerstag auf ihrer Frühjahrsvollversammlung gegen eine aktive Sterbehilfe gewandt.

Huml unterstrich: “Wenn schwerstkranke Menschen wissen, dass sie nicht allein gelassen werden, ist der Wunsch nach Sterbehilfe viel geringer. Deshalb baut Bayern die Hospizversorgung und die Palliativmedizin weiter aus. Wir wollen ein Leben in Würde und ohne Schmerzen bis zuletzt ermöglichen.”