Home Tags Posts tagged with "Huml"

Huml

PM 230/GP

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml unterstützt im Kampf gegen die Droge Crystal Meth ein weiteres Projekt. Es handelt sich um die “Regionale Präventionsstelle Need NO Speed” in der Oberpfalz. Huml betonte am Sonntag: “Crystal Meth ist äußerst gefährlich. Die Region der nördlichen Oberpfalz ist ein Brennpunkt der Droge in Bayern, da große Mengen im Nachbarland Tschechien hergestellt werden. Es ist wichtig, dass auch grenzüberschreitend gehandelt wird.”

Die Ministerin verwies darauf, dass die Zahl der festgestellten Erstkonsumenten von Crystal Meth im vergangenen Jahr gestiegen ist. Sie unterstrich: “Diese Entwicklung ist besorgniserregend. Denn die gesundheitlichen Schäden von Crystal Meth sind verheerend. Die Droge macht schnell süchtig, schädigt Nervenzellen im Gehirn und lässt den Körper verfallen.”

Das Projekt “Need NO Speed” ist in der nördlichen Oberpfalz und im angrenzenden Tschechien in Sachen Crystal-Meth-Prävention überregional aktiv. Die Regionale Präventionsstelle in Weiden wird in den nächsten beiden Jahren vom Bayerischen Gesundheitsministerium mit insgesamt 50.000 Euro gefördert.

Huml erläuterte: “Wir setzen darauf, dass durch das Projekt die Bekämpfung von Crystal Meth deutlich gestärkt wird. Wir brauchen mehr Aufklärung und Information, um eine weitere Ausbreitung der Droge zu stoppen. Wichtig ist dabei eine enge Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen.”

Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert bereits unter anderem eine Telefon-Hotline zur Beratung von Konsumenten von Crystal Meth. Träger der Hotline ist der Verein “DrugStop Drogenhilfe” in Regensburg. Das Ministerium unterstützt dieses Modellprojekt bis Juli 2016 mit insgesamt 120.000 Euro.

Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.need-no-speed.de/

 

 

 

PM 224/GP

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt davor, die Gefahren durch Bienen- und Wespenstiche zu unterschätzen. Huml betonte am Freitag: “Bienen und Wespen gehören in Mitteleuropa zu den häufigsten Auslösern von Insektengiftallergien. In Süddeutschland finden sich einer aktuellen Studie zufolge bei fast jedem dritten Erwachsenen Hinweise im Blut auf eine Empfindlichkeit für Bienen- oder Wespengift.”

Die Ministerin, die auch Ärztin ist, erläuterte: “Für normal empfindliche Personen können vor allem Stiche im Kopf-Hals-Bereich oder sehr viele Stiche auf einmal bedrohlich sein. Für Menschen mit einer allergischen Veranlagung besteht aber bereits nach einem einzigen Stich die Gefahr heftiger Reaktionen – unabhängig davon, welches Körperteil betroffen ist.”

Zu den Symptomen gehören etwa ein rasch auftretender Hautausschlag am ganzen Körper, Schwindel oder Atemnot. Im schlimmsten Fall kommt es zum sogenannten anaphylaktischen Schock, der unbehandelt zum Tode führen kann. Jährlich werden in Deutschland etwa 20 Todesfälle nach Stichen von Wespen, Bienen oder ähnlichen Insekten verzeichnet, die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen.

Am besten ist es, sich von vornherein vor Stichen zu schützen. Überreifes Obst oder bestimmte Duftstoffe in Kosmetika etwa können die Insekten anlocken. Auch sollten hektische Bewegungen vermieden werden, wenn Wespen oder Bienen in der Nähe sind. Wer gestochen wurde, sollte versuchen, einen in der Haut verbliebenen Stachel vorsichtig zu entfernen.

Außerdem sollte man beim Verdacht auf eine allergische Reaktion keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. Ob man tatsächlich an einer Wespen- oder Bienengiftallergie leidet, lässt sich anhand verschiedener Tests bestimmen. Dazu gehören zum Beispiel Hauttests und der Nachweis spezifischer Antikörper im Blut. Fachärzte und Allergologen geben hierzu nähere Auskunft.

Jeder Patient, der nach einem Insektenstich eine schwerere allergische Reaktion erlitten hat, benötigt neben der akuten auch eine langfristige Therapie. Für Personen mit einer nachgewiesenen Wespen- oder Bienengiftallergie kommt hierfür unter anderem die sogenannte spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) in Frage. Dabei wird das jeweilige Insektengift unter sorgfältiger ärztlicher Aufsicht in jeweils ansteigenden Konzentrationen über einen längeren Zeitraum unter die Haut gespritzt.

Ziel ist, heftige und potentiell lebensbedrohliche Reaktionen nach einem erneuten Stich zu vermeiden. Gerade bei der Insektengiftallergie können mit der Hyposensibilisierung Erfolgsraten bis zu 95 Prozent erreicht werden.

 

PM 212/GP

Huml warnt vor Pilzvergiftung – Gesundheitsministerin rät: Bei Unwohlsein sofort den Arzt aufsuchen oder den Giftnotruf wählen

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt vor dem leichtfertigen Verzehr von selbst gesammelten Pilzen. Huml betonte am Freitag anlässlich des frühen Beginns der Schwammerlsaison in Bayern: “Pilzesammler sollten nur die Schwammerl essen, die sie genau kennen. Denn der Verzehr von giftigen Pilzen kann im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Deshalb ist es wichtig, beim Verdacht auf eine Vergiftung und ersten Anzeichen von Unwohlsein sofort einen Notruf abzusetzen oder ins nächste Krankenhaus zu fahren.”

Die Zahl der Patienten, die wegen einer Pilzvergiftung in bayerischen Krankenhäusern behandelt wurden, lag im vergangenen Jahr bei 96. Im Jahr 2012 waren insgesamt 146 Menschen wegen einer Pilzvergiftung in Behandlung. Nach Informationen der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft sind unter den mehreren Tausend Pilzarten in Bayern etwa 100, die als gesundheitsschädlich gelten. Bis zu acht Arten werden als tödlich giftig eingestuft. Lediglich 500 Pilzarten gelten als Speisepilze, von denen die Mykologische Gesellschaft rund 100 Arten als besonders schmackhaft empfiehlt.

Huml unterstrich: “Symptome einer Pilzvergiftung sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, es kann aber auch zu Schwindel, Wahrnehmungsstörungen, Luftnot und Schweißausbrüchen kommen. Lebensbedrohliche Pilzvergiftungen können auch erst sechs bis acht Stunden nach der Pilzmahlzeit, in seltenen Fällen nach ein bis zwei Tagen oder erst nach einer Woche mit Symptomen wie Erbrechen und anhaltendem Durchfall auftreten.” Bei Magen-Darm-Störungen nach dem Verzehr von Pilzen kann es sich auch um eine Allergie, eine Pilzunverträglichkeit oder eine Lebensmittelvergiftung handeln.

Huml ergänzte: “Bei Verdacht auf Pilzvergiftung kann auch rund um die Uhr Hilfe und Beratung bei den beiden Giftnotrufen in Bayern eingeholt werden.” Der Giftnotruf in München ist an die toxikologische Abteilung des Klinikums rechts der Isar angegliedert und unter der Nummer 089/19240 erreichbar. Am Klinikum in Nürnberg ist ebenfalls ein Giftnotruf mit der Telefonnummer 0911/3982451 eingerichtet.

Die Ministerin fügte hinzu: “Es ist zudem wichtig, auf die Frische der Pilze zu achten. Das gilt auch beim Kauf im Supermarkt. Der Verzehr von verdorbenen Pilzen kann zu Übelkeit oder Magen-Darm-Erkrankungen führen.”

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) rät deshalb dazu, frische Pilze innerhalb von ein bis zwei Tagen nach dem Sammeln oder Kaufen zu verzehren. Bei der Lagerung ist darauf zu achten, die Pilze aus der Plastikverpackung zu nehmen und kühl, trocken und luftig aufzubewahren.

 

 

 

PM 30/GP

Huml begrüßt klares Nein der bayerischen Bischöfe zu aktiver Sterbehilfe – Bayerns Gesundheitsministerin fordert weiteren Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die klare Absage der bayerischen Bischöfe an eine aktive Sterbehilfe begrüßt. Huml betonte am Donnerstag: “Das ist ein wichtiges Signal! In Deutschland darf es keine Entwicklung wie in Belgien geben, wo jetzt sogar aktive Sterbehilfe bei Kindern ermöglicht wird. Stattdessen muss die Palliativ- und Hospizversorgung verstärkt werden.”

Die Bayerische Bischofskonferenz hatte sich am Donnerstag auf ihrer Frühjahrsvollversammlung gegen eine aktive Sterbehilfe gewandt.

Huml unterstrich: “Wenn schwerstkranke Menschen wissen, dass sie nicht allein gelassen werden, ist der Wunsch nach Sterbehilfe viel geringer. Deshalb baut Bayern die Hospizversorgung und die Palliativmedizin weiter aus. Wir wollen ein Leben in Würde und ohne Schmerzen bis zuletzt ermöglichen.”