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Hochschule Landshut

Bild 1: Prof. Pütz (2. von rechts) mit DTM-Rekordchampion Bernd Schneider und flankiert von seinem Teamchef Franz Wöss und Renningenieur Arnold Graier

Nachdem die FIA die vielen nationalen Formel-3-Meisterschaften zugunsten einer Formel-3-Weltmeisterschaft, die im Rahmen der Formel 1 ausgetragen wird, geopfert und damit den Geist der seit Jahrzehnten als „die“ länderübergreifende nationale Nachwuchsserie bekannten Formel 3 verraten hat, lebt die etablierte Formel 3 dennoch weiter – z.B. in England, Österreich, Italien, Finnland und anderswo. So haben sich die ehemals österreichische und italienische Formel 3 zusammengeschlossen und bringen im Rahmen des Drexler Formel 3 Cups und der italienischen Topjet Formel 3 Trophy Teilnehmerzahlen von bis zu 40 Fahrzeugen an den Start, von denen die FIA nur träumen kann. Im Rahmen dieser Rennserien  werden weiterhin nationale Meisterschaften ausgetragen. Hier hat der als „Dieselprofessor“ bekannte Prof. Dr. Ralph Pütz als Oldie überraschend die Wertung der deutschen Teilnehmer – den Ravenol Formel 3 Pokal – gewonnen. Auf der Professional Motorsport World Expo in Köln fand in der vergangenen Woche die Pokalübergabe statt. Prof. Dr. Pütz ist auf der Professional Motorsport World Expo ohnehin seit Jahren – wie auch heuer wieder – mit Vorträgen zu seiner Forschung im Aerodynamikbereich von Rennwagen vertreten.

Professor Pütz im Dress seines Sponsors Ravenol

Prof. Dr. Fritz Pörnbacher tritt am 15. März 2020 die Nachfolge von Präsident Prof. Dr. Karl Stoffel an.

Mit Spannung erwartete die Hochschule Landshut den 15. November 2019. Eine Kandidatin und drei Kandidaten haben die Vorsitzenden von Hochschulrat und Senat nach intensiver Vorauswahl auf den Wahlvorschlag für das Präsidentschaftsamt gesetzt. Diese präsentierten am Freitag in hochschulöffentlichen Vorträgen vor einem großen Auditorium ihre Vorstellungen zu Bildungspolitik, Hochschulgovernance und zur Weiterentwicklung der Hochschule Landshut.

Im Anschluss tagte der Hochschulrat und befragte die Kandidierenden in einer nicht-öffentlichen Sitzung, an der auch die Dekane teilnahmen. Am Abend fand die entscheidende Sitzung des Hochschulrates statt, in der der Nachfolger von Prof. Dr. Karl Stoffel gewählt wurde, der die Hochschule Landshut seit 2011 leitet und für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Gleich im ersten Wahlgang setzte sich Prof. Dr. Pörnbacher gegen seine Mitbewerberin und die drei Mitbewerber durch.

„Freue mich auf die nächsten fünf Jahre“

Prof. Dr. Pörnbacher kam 1995 an die Hochschule Landshut und ist Professor an der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen. Von 2003 bis 2010 bekleidete er das Amt des Prodekans. Im Oktober 2010 wurde er zum Dekan gewählt. Darüber hinaus war er bereits Mitglied in zahlreichen Hochschulgremien. Promoviert hat Prof. Dr. Pörnbacher 1989 im Bereich Softwareengineering am Lehrstuhl für Rechengestütztes Entwerfen an der TU München.

Für das Präsidentschaftsamt sieht sich Prof. Dr. Pörnbacher dank seiner langjährigen Erfahrung an der Hochschule Landshut gut gerüstet: „Ich freue mich sehr auf die nächsten fünf Jahre. Vor allem darauf, als Präsident mit den vielen engagierten Menschen vor Ort eng zusammenarbeiten zu dürfen.“

Wissenschaftsminister Sibler freut sich auf „vertrauensvolle Zusammenarbeit“

Wissenschaftsminister Bernd Sibler gratuliert dem zukünftigen Präsidenten, der 2008 mit dem Preis für herausragende Lehre des bayerischen Wissenschaftsministeriums ausgezeichnet worden war: „Mit Professor Pörnbacher steht künftig ein sehr erfahrener Hochschullehrer und Wissenschaftler an der Spitze der Hochschule Landshut. Er wird die Hochschule mit seinem umfassenden Erfahrungsschatz erfolgreich in die Zukunft führen und das Profil der Hochschule sicherlich gemeinsam mit der Hochschulfamilie weiter schärfen. Ich freue mich auf die Impulse, die er setzen wird, und auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit!“
Hochschulrat, Senat und Verwaltung begrüßen Wahlausgang

Prof. Dr. Gabriele Vierzigmann, Vorsitzende des Hochschulrats, zeigt sich mit dem Ergebnis der Wahl sehr zufrieden: „Die Hochschule Landshut hat in den letzten Jahren ihr Profil geschärft und begegnet den großen Herausforderungen, die sich einer regionalen Hochschule stellen, mit Mut und strategischem Weitblick. Mit Prof. Dr. Pörnbacher haben wir eine Persönlichkeit gefunden, die die Hochschule auch in Zukunft bestens mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vernetzen und ihre Interessen mit Nachdruck vertreten wird. Ich bin davon überzeugt, dass er den hervorragenden Ruf der Hochschule Landshut als eine der bedeutendsten Bildungseinrichtungen der Region und am Regierungssitz Niederbayerns weiter festigen wird.“

Auch Prof. Dr. Volker Weinbrenner, Vorsitzender des Senats, begrüßt den Ausgang der Wahl und freut sich bereits auf die Zusammenarbeit. „Prof. Dr. Pörnbacher hat sich in seiner bisherigen Laufbahn sehr erfolgreich für Hochschulbildung und Hochschulentwicklung engagiert“, so Weinbrenner. „Als neuer Präsident wird er die Hochschule Landshut ab März 2020 hervorragend leiten und gemeinsam mit den Professorinnen, Professoren und allen weiteren Hochschulangehörigen positiv weiterentwickeln.“

Zu den ersten Gratulanten zählte auch der Kanzler der Hochschule Landshut, Dr. Johann Rist: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Wir werden Herrn Prof. Dr. Pörnbacher durch eine zuverlässige und moderne administrative Infrastruktur tatkräftig unterstützen und die Studierenden auf ihrem akademischen Weg serviceorientiert begleiten.“

 

Bildquelle: Hochschule Landshut

Für hervorragende Leistungen und gesellschaftspolitisches Interesse

Dmytro Borodin, Student der Sozialen Arbeit an der Hochschule Landshut, erhält den diesjährigen DAAD-Preis.

 

Vor über zehn Jahren hat der Deutsche Akademische Austauschdienst den DAAD-Preis ins Leben gerufen. Dieser ist mit 1.000 Euro dotiert und soll dazu beitragen, ausländischen Studierenden an deutschen Hochschulen ein Gesicht zu geben und sie für außergewöhnliche Leistungen würdigen.

 

An der Hochschule Landshut erhält dieses Jahr Dmytro Borodin den DAAD-Preis. Die Urkunde überreichte Prof. Dr. Deltev Maurer, Vizepräsident Diversität und Internationalisierung der Hochschule Landshut. Maurer hob die exzellenten Leistungen von Borodin hervor: „Sie haben hervorragende Noten, sind fachlich überaus engagiert und ein kritisch reflektierender, wissenschaftlich sehr interessierter Student.“ Maurer lobte darüber hinaus Borodins interkulturelles und sozial-gesellschaftliches Engagement. Der 29-Jährige Ukrainer studiert im fünften Semester Soziale Arbeit und absolviert derzeit sein Praxissemester im Haus International an der Gemeinschaftsunterkunft in der Niedermayerstraße.

 

Ohne Deutschkenntnisse aus der Ukraine nach Landshut

Borodin kam 2014 ohne Vorkenntnisse der deutschen Sprache mit seiner Frau aus Lugansk nach Landshut und lernte die Hochschule und die Stadt sofort lieben. „Die Betreuung der Professorinnen und Professoren ist hervorragend. Alle sind absolute Experten auf Ihrem Gebiet“, so Borodin. Eines zeichnet die Hochschule Landshut laut Borodin besonders aus: die Nähe aller Dozierenden zu den Studierenden. „Auf unsere Fragen und Problemstellungen wird immer intensiv eingegangen, so können wir uns auch individuell schnell verbessern.“

Landshut ist für den 29-Jährigen längst zu seiner Heimat geworden. „Die Stadt ist wunderschön, verbindet historischen Charme mit modernem Flair.“ Borodin schätzt außerdem die Kompaktheit der Stadt. „Landshut ist nicht allzu groß und trotzdem findet man alles wichtige, ob Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten oder eine Hochschule.“

 

Bildquelle: Hochschule Landshut

Studieninteressierte können sich ab Freitag für Master- und Bachelorstudiengänge bewerben

Von der Internationalen Betriebswirtschaft über Klinische Sozialarbeit bis hin zur Bordnetzentwicklung – die Hochschule Landshut bietet Interessierten ein großes Angebot an Master- und Bachelorstudiengängen. Die Bewerbungsphase für das Sommersemester 2020 startet am Freitag, 15. November.

Mit Automobil- und Nutzfahrtechnik, Bordnetzentwicklung, Elektrotechnik, Informatik, Internationale Betriebswirtschaft, Klinische Sozialarbeit, Leichtbau und Simulation, Systems Engineering sowie Wirtschaftsingenieurwesen stehen den Bachelorabsolventinnen und -absolventen beziehungsweise anders qualifizierten Studienberechtigten im Sommersemester 2020 insgesamt neun Masterstudiengänge zur Auswahl. Die Bewerbung läuft über das Bewerberportal der Hochschule Landshut unter https://campus.haw-landshut.de.

Auch Wechsel in höhere Semester eines Bachelorstudiengangs möglich

Mit dem 15. November beginnt an der Hochschule Landshut aber nicht nur die Bewerbungsphase für Masterstudiengänge, sondern auch für Bachelorstudiengänge in einem höheren Semester. „Dieses Angebot richtet sich speziell an Studierende, die den Studiengang oder den Studienort wechseln möchten“, erklärt Andrea Brenninger, Leiterin des Studierenden-Service-Zentrum. „Auch wer sein Studium nach wenigen Semestern abgebrochen hat und einen Wiedereinstieg wünscht, kann diesen Service nutzen.“

 

Die Bewerbungsphase für Masterstudiengänge sowie höhere Semester der Bachelorstudiengänge endet am 15. Januar, in Einzelfällen am 28. Februar 2020. Alle Informationen zur Bewerbung und den Voraussetzungen gibt es unter https://www.haw-landshut.de/bewerbung. Fragen beantwortet außerdem das Studierenden-Service-Zentrum der Hochschule Landshut.

 

Bildquelle: Hochschule Landshut

 

Bildtext: Erwin Schneck, 3. Bürgermeister der Stadt Landshut, Gerlinde Frammelsberger, Geschäftsführerin des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz, und Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Landshut begrüßten die zahlreichen Vernissage-Gäste.

 

Landshuter Stadtansichten von Studierenden beim Fotowettbewerb “Landshut im Fokus”

 

Am Dienstag wurden bei der Eröffnung der Ausstellung „Landshut im Fokus“ in der Kleinen Rathausgalerie die drei Preisträger des Fotowettbewerbs geehrt, der vom Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz in Kooperation mit der Hochschule Landshut ausgelobt wurde.

Präsentiert wird bis 1. Dezember eine Auswahl der besten Fotografien von über 100 eingereichten Wettbewerbs-Arbeiten.

Erwin Schneck, 3. Bürgermeister der Stadt Landshut, Gerlinde Frammelsberger, Geschäftsführerin des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz, und Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Landshut begrüßten die zahlreichen Vernissage-Gäste.

 

Landshut als perfekte Kulisse für Fotografie

Während Schneck betonte, dass bei einer „wunderschönen Stadt wie Landshut, nur schöne Bilder entstehen können“, dankte Stoffel vor allem der Kulturförderung des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz und dem Freundeskreis der Hochschule Landshut, „die den Fotowettbewerb durch ihre Unterstützung überhaupt erst möglich gemacht haben.“ Die Idee zu „Landshut im Fokus“ entstand im Frühjahr bei einem gemeinsamen Aufenthalt von Frammelsberger und Stoffel in Clermont-Ferrand.

In “Landshut im Fokus” betrachten Studierende und Mitarbeiter der Hochschule Landshut und des Studentenwerks “ihre Stadt” aus ungewohnten, neuen und individuellen Perspektiven.

 

Drei Preisträger wurden zudem bei der Ausstellungseröffnung mit Preisgeldern geehrt.

 

Der 1. Preis ging an Johannes Haslberger mit seiner Arbeit„ Globe of the City“.  Er zeigt die Schönheit eines regnerischen Tags, gespiegelt in einer Glaskugel und einer Regenpfütze. In seiner Altstadtaufnahme lässt Johannes Haslberger den Betrachter  ein Spiel von Würde und Größe der Prachtbauten und St. Martin als Wahrzeichen der Stadt, dem regnerischen Himmel und der Spiegelung in Glas und Wasser erleben.

 

Alexander Dentls Schwarz-Weiß Fotografie „St. Martin“ wurde mit dem 2. Preis geehrt: Mittags, nach dem Eis essen in der Altstadt, schaut der Fotograf in Froschperspektive nach oben und erlebt die gewaltige Architektur des Kirchenturms. In einer verstärkten Fluchtperspektive erfährt der Betrachter eine in die Höhe wachsende Architektur, aufgenommen im goldenen Schnitt.

 

Der 3. Preis ging an Korbinian Strasser. Das bewegte und bunte Treiben während der Landshuter Hochzeit erfasst der Fotograf mit Hilfe eines Timelapse-Zeitraffers.  Das lebhafte Tohuwabohu der mittelalterlichen Feier ist in dieser Aufnahme nachzuempfinden.

 

Informationen zur Ausstellung  „Landshut im Fokus“
Ausstellungstermin:  13.11. bis 1.12.2019
Veranstaltungsort: Kleine Rathausgalerie Landshut,

Altstadt 315, Landshut

Öffnungszeiten: Di-Fr und So 13-17 Uhr, Sa 11-17 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Eine perfekte Bühne für Gründungs- und Start-up-Interessierte

 

Die Landshuter Gründernacht an der Hochschule Landshut bietet kreativen Köpfen Gelegenheit zum Netzwerken. Sunsoric Office GbR gewinnt Landshuter Gründerpreis.

 

Die Gründernachtbesucher………..

Anfang November fand an der Hochschule die 9. Landshuter Gründernacht statt. Sie wird von der Hochschule und dem LINK-Gründerzentrum organisiert und bietet Gründungsinteressierten sowie Start-ups eine Plattform, sich untereinander auszutauschen und sich eng miteinander zu vernetzen. Neben der spannenden Key-Note von Sebastian Gouy, einem der drei Gründer des Start-ups UrmO, zog vor allem die Verleihung des Gründerpreises wieder rund 250 Besucherinnen und Besucher ins Audimax.

„Die Start-up und Gründungsaktivitäten zeichnen die Hochschule Landshut besonders aus“, betonte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel in seiner Begrüßung. „Deshalb bieten wir den vielen jungen kreativen Köpfe am Campus auch intensive Unterstützung an, zum Beispiel in Form von Gründungsberatung.“ Kaum erwarten könne er es, so Stoffel, bis der Bau des Gründerzentrums abgeschlossen ist und die Studierenden ihren Ideen dort „freien Lauf lassen können“.

Stadt und Landkreis danken Hochschule und dem Präsidenten

Das Konzept der Gründernacht und die Rolle der Hochschule lobten Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier. „Ohne die Hochschule wären Gründungsaktivitäten, wie sie in Landshut stattfinden, nicht möglich“, stellten die beiden klar. Man sei sehr stolz auf die vielen Start-ups in der Region. Seinen besonderen Dank richtete Putz an den Hochschulpräsidenten, der sich seit vielen Jahren sehr aktiv für die Start-up-Szene einsetzt. „Sie haben hier ein Gewächshaus für junge Gründerinnen und Gründer geschaffen“, so Putz. Für Stoffel war es eine besondere Gründernacht. 2020 wird seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger auf der Bühne stehen.

Gründerpreis geht an die Sunsoric Office GbR

Ein erstes großes Highlight erwartete die Besucherinnen und Besucher mit der Verleihung des Landshuter Gründerpreises. Die Moderation übernahm LINK-Netzwerkmanager Philipp Landerer. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Aufgabe bekommen, eine Geschäftsidee mit Wachstumsaussicht inklusive Businessplan zu pitchen.

Den dritten Platz erreichte die Erium GmbH. Sie richtet sich an Unternehmen der Fertigungsindustrie, die mit Ihrer Produktion unzufrieden sind. Erium berechnet für die Produktionsmaschinen und Roboter die Einstellungen in Echtzeit, mit denen die Produktion wieder optimal läuft und benötigt dafür nur sehr wenige Daten. Die Idee ist, nicht nur maschinelles Lernen mit Daten durchzuführen, sondern den Algorithmus direkt auf das Wissen von Prozessexperten aufbauen zu lassen.

Mit dem zweiten Preis wurde Smartricity ausgezeichnet. Hier liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit und Stromersparnis. Smartricity kontrolliert den Stromverbrauch von Altgeräten und empfiehlt seinen Kundinnen und Kunden abgestimmt auf deren Nutzung Neugeräte.

Smarte Reinigung von Solar- und Photovoltaikanlagen

Den ersten Preis in Höhe von 2000 Euro überreichte im Anschluss Oberbürgermeister Alexander Putz an die Sunsoric Office GbR. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine cloudbasierte Gesamtlösung für den sich rasant entwickelnden Solar- und Photovoltaikreinigungsmarkt anzubieten. Arbeitsprozesse werden digitalisiert und Arbeitsabläufe im Büro so optimiert. Die Funktionen des Sunsoric-Office umschließen sowohl die teilautomatisierte Erstellung und Verwaltung von Angeboten, Rechnungen und Aufträgen wie auch das gezielte Steuern von Mitarbeiten, zum Beispiel bei der Auftragszuweisung oder der Routenplanung.

Mit dem UrmO schnell von A nach B

In ihren Start-up-Bestrebungen schon weit fortgeschritten sind auch die drei Gründer von UrmO. Einer von ihnen, Sebastian Gouy, stellte im Rahmen einer Key-Note die Idee des Unternehmens vor und skizzierte die Stationen, die seit der Gründung durchlaufen wurden. Der UrmO ist ähnlich dem Segway ein selbstbalancierendes Kleinfahrzeug. Der Vorteil: Er ist deutlich leichter und zusammenklappbar, nimmt so kaum mehr Platz weg als ein Aktenkoffer. Die Vision der Firmengründer ist unter anderem, dass der UrmO fest in den Kofferräumen von Autos integriert wird sowie in Wohn- und Campusvierteln.

2016 begann das Start-up im Gründerzentrum der Hochschule München mit der Entwicklung des UrmO. Nach etlichen Gründerpreisen und Förderungen durch die ESA sowie das EXIST-Gründerprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, wandelte sich UrmO 2018 in eine GmbH um. Die ersten Fahrzeuge sollen im kommenden Jahr ausgeliefert werden. Gouy ermutigte die Besucherinnen und Besucher der Gründernacht ihre Ideen aktiv anzupacken: „Probiert euch einfach aus. Was kann schon schief gehen.“ Selbst wenn es mit der Firmengründung nicht klappen sollte, gebe es am deutschen Arbeitsmarkt genug Alternativen.

Im Anschluss an die Gründerpreisverleihung und die Key-Note bot sich die Möglichkeit auf einer kleinen Start-up Messe mit bereits erfolgreichen Gründerinnen und Gründern sowie der Campus Company UG der Hochschule Landshut ins Gespräch zu kommen.

 

Bildquelle: Hochschule Landshut

Kernkraftwerk Isar übergibt Diffusions-Nebelkammer an Hochschule Landshut

 Studierende dürfen sich über mehr Anschaulichkeit im Bereich der Strahlenlehre freuen.

 

Der Hochschule Landshut ist ein absoluter Coup gelungen. Studierende haben künftig die Möglichkeit, in einer Diffusions-Nebelkammer natürlich ionisierende Strahlung sichtbar zu machen. Bisher stand die Nebelkammer im Informationszentrum des Kernkraftwerks Isar (KKI) und wurde für die Besucherbetreuung genutzt. Aufgrund räumlicher Umstrukturierungen wird sie dort aber nicht mehr benötigt. Zur offiziellen Übergabe in einem der Hochschul-Labore kamen Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel, KKI-Standortleiter Carsten Müller, Bernd Gulich von der Kommunikationsabteilung des KKI, der Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen Prof. Dr. Fritz Pörnbacher sowie der Studiengangleiter des Masters Prozessmanagement und Ressourceneffizienz Prof. Dr. Stefan-Alexander Arlt zusammen.

„Wir sind froh, dass wir mit dieser Stiftung einen kleinen Beitrag zur Lehre und Forschung an der Hochschule Landshut leisten können und die Nebelkammer weiterhin sinnvoll genutzt wird“, betonte Müller. Stoffel dankte Müller im Namen der gesamten Hochschule. „Mit der Diffusions-Nebelkammer können wir die Lehre für unsere Studierenden noch anschaulicher gestalten.“ Auch Prof. Pörnbacher und Prof. Arlt zeigten sich von der neuesten Errungenschaft der Hochschule begeistert. Eine Diffusions-Nebelkammer in dieser Dimension könnten nur die wenigsten Hochschulen ihr Eigen nennen, so Pörnbacher. „Wir sind sehr stolz und glücklich, dass wir künftig damit arbeiten dürfen“, ergänzte Arlt. „Das wertet unsere Seminare definitiv noch einmal auf.“

Funktionsprinzip Diffusions-Nebelkammer

Die gesamte Erde ist seit ihrer Entstehung vor etwa 4,5 Milliarden Jahren schwach radioaktiv und sendet (ionisierende) Strahlen aus. Auch aus dem Kosmos trifft solche Strahlung auf die Erde. In einer Nebelkammer erzeugen unter anderem Alphateilchen, Elektronen, Protonen und Mesonen sichtbare Nebelspuren. Die Spuren der einzelnen Teilchen sehen unterschiedlich aus. Dadurch lässt sich feststellen, welches Teilchen durch die Nebelkammer geflogen ist und ob es während des Fluges zu Zusammenstößen oder Ablenkungen gekommen ist. Auch Zerfälle radioaktiver Nuklide in der Nebelkammer erzeugen charakteristische Spuren und können so detektiert werden. Dabei ionisiert die radioaktive Strahlung einzelne Gasmoleküle in der Kammer. Diese Gasmoleküle wirken als Kondensationskeime für weitere Moleküle, wodurch diese kondensieren und entlang der Flugbahn der Teilchen sichtbare Nebelspuren entstehen. Das Prinzip ist ähnlich dem eines Flugzeugs, das in großer Höhe fliegt. Das Flugzeug selbst ist von der Erde aus nicht zu sehen, die Kondensstreifen sind jedoch zu erkennen.

 

Fotoquelle: Hochschule Landshut

„Ihre Forschung macht Smartphones und Laptops erst möglich“

Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger von der Hochschule Landshut über die Vergabe des Nobelpreises in Chemie und was Lithium-Ionen-Batterien zur Schlüsseltechnologie macht

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an die drei Wissenschaftler John Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino, die Erfinder der Lithium-Ionen-Batterie. Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger, wissenschaftlicher Leiter des Technologiezentrums Energie der Hochschule Landshut, forscht ebenfalls an elektrischen Energiespeichern und ist Mitglied im Beirat Batterieforschung Deutschland des BMBF. Er erklärt, was die Leistung der drei Nobelpreisträger ist und warum auch in Zukunft Lithium-Ionen-Batterien eine große Rolle spielen werden.

1.)   Herr Pettinger, hat Sie persönlich die Auszeichnung überrascht?

Ich freue mich sehr, dass der Nobelpreis die Entwicklungen in der Elektrochemie ehrt, denn die Entscheidung spiegelt die Aktualität der Forschungsrichtung wieder. Die Vergabe war für die Community allerdings in der Tat überraschend. Unsere Doktorandin Christina Toigo nahm am Tag der Bekanntgabe auf dem AABA Batterie-Kongress in Ulm teil, auf der Stanley Whittingham eine Keynote hielt. Alle waren ahnungslos. Als etwas später die Entscheidung aus Stockholm bekannt wurde, war sie unter den ersten Gratulanten für den frischgebackenen Nobelpreisträger. Diese Situation ist im Wissenschaftlerleben außergewöhnlich.

2.)   Können Sie für einen Laien kurz erklären, was das Besondere an Lithium-Ionen-Batterien ist? Was ist der wissenschaftliche Durchbruch der drei Wissenschaftler?

Lithium-Ionen-Batterien machen neue mobile Produkte und Anwendungen wie Smartphones, Laptops oder Elektromobilität erst möglich. Whittingham arbeitete nach der Ölkrise 1970 visionär an Speichertechnologien für elektrische Energie und entwickelte die erste Kathode für Li-Batterien. Goodenough betrieb 1980 systematisch Materialscreening über das Periodensystem hinweg für diesen Zweck. 1985 entwickelte Yoshino dann schließlich die erste kommerzielle Lithium-Ionen- Zelle. Kritiker bemängelten damals, dass die Zelle nach der Produktion ungeladen ist und räumten dieser Erfindung keine Marktchancen ein. Allerdings gibt der Erfolg der Technologie dem Gespür dieser drei großartigen Forscher trotz aller Widerstände recht: Sie haben wiederaufladbare Energiespeicher erfunden, deren Gewicht nunmehr ein Drittel oder Fünftel der bisherigen Standards ausmachten.

3.)   Wie ist der Stand der Forschung heute?

Die Lithium-Ionen-Technologie ist heute die am meisten „gehypte“ Speicherform für elektrische Energie – zurecht, denn Gewicht und Volumen dieser praktischen Speicher haben sich deutlich reduziert. Dies ist begründet im außergewöhnlich hohen Entwicklungsaufwand für diese Technologie. In kein anderes Batteriesystem wurden so viele Personenjahre an Entwicklungskapazität investiert. Belohnt wird der Anwender mit einem extrem breiten Produktspektrum.

4.)   Sie forschen am TZ Energie selbst im Bereich Lithium-Ionen-Batterien. Woran arbeiten Sie konkret

Wir betreiben industrienahe Prozessentwicklung. Am TZ Energie ist eine Pilotlinie zum Zellbau installiert. Diese arbeitet nach einem einzigartigen Verfahren ohne Trockenräume. Dort können Zellen aus allen derzeitigen Materialien und elektrochemischen Systemen gebaut werden. Wir forschen bereits an Prozessen zur preiswerten Produktion der kommenden Generation der Festkörperbatterien und betreiben Forschung in Kooperation mit sehr renommierten Kollegen in Deutschland, im Donau-Moldau-Raum und Europa. Die Forschung wird dabei vor allem durch die Begeisterungsfähigkeit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorangetrieben. Wir verstehen uns als Know-how-Träger mit intensiven Industriekontakten und -kooperationen, natürlich unter Geheimhaltung.

5.)   Was sind die Ziele der laufendenden Forschungsprojekte?

Ziel der aktuellen Batterieforschung ist zum einen, die Energiedichte zu erhöhen und die Ladezeit zu verringern. Zum anderen geht es darum, die Elektrodenherstellung umweltfreundlicher, lösemittel- und emissionsfrei zu gestalten  sowie alternative Batterietechnologien zu entwickeln, die auf keine limitierten Rohstoffressourcen zurückgreifen.

6.)   Und was sind die derzeitigen Herausforderungen?

Die größte Herausforderung ist die erhöhte Sicherheit im Fehlerfall. Die Forderung nach ihr steht allerdings konträr zur Erhöhung der Energiedichte, also der Laufzeit bzw. Reichweite. Festkörperelektrolyte und -batterien sind eine Lösung, um die beiden Forderungen zu vereinen. In meiner Arbeitsgruppe wird hierfür Hochdurchsatz-Electrospinning als Produktionstechnologie entwickelt.

7.)   Kritiker bemängeln, dass auch Lithium-Ionen-Batterien schädlich für die Umwelt sind (z.B. beim Abbau von Lithium). Was ist Ihre Meinung dazu?

Der enorme Preisdruck, ausgelöst durch die Erwartungshaltung der Anwender, ist sicherlich eine Ursache für unsaubere, ethisch bedenkliche Rohstoffgewinnung. Lithium ist kein Mangelelement. Es sind global ausreichend Ressourcen hierfür vorhanden. Derzeit wendet man sich an die billigsten Rohstoffquellen. Korrekter Bergbau, der die Interessen aller berücksichtigt ist möglich, aber teurer.

Wirklich limitierende Ressourcen für diese Technologie sind die Elemente Kobalt und Nickel. Die Substitution ist möglich. John Goodenough hat bereits in seinen Grundlagenarbeiten Lithium-Eisenphosphat untersucht und visionär die Herstellung patentieren lassen. Am Technologiezentrum Energie arbeiten wir auch mit diesem Material. Dies wird übrigens in Moosburg bei Johnson Matthes Battery Materials, vorher Südchemie AG,  im Technikum designt und in Kanada in großem Maßstab hergestellt.

8.)   Ist diese Batterietechnologie trotzdem zukunftsweisend? Oder wird sie von anderen Technologien (z.B. Wasserstoff) in Zukunft abgelöst werden?

Lithium-Ionen-Batterien sind eine Schlüsseltechnologie für mobile Anwendungen aller Art. Jede neue Batterietechnologie bringt auch neue Anwendungen mit sich. Die Verdrängung einer Speichertechnologie findet selten statt. Die Wasserstofftechnologie und die darauf basierenden synthetischen Kraftstoffe werden ihren Platz bei mobilen Anwendungen mit mittlerer und großer Reichweite finden. Für Unterhaltungselektronik und Heimspeicherung ist sie dagegen nicht geeignet. Im Kurzstrecken- und Stadtverkehr werden Batterien die zukünftigen Energiespeicher sein.

 

Interview: Veronika Barnerßoi.

 

Bildquelle: Hochschule Landshut I University of Applied Sciences

 

„Gesund aufwachsen in Niederbayern“


Fachtag am Mittwoch, 15. Januar 2020, von 10 bis 16.30 Uhr an der Hochschule Landshut möchte dazu anregen, die aktuellen wissenschaftlichen Ergebnisse und Erkenntnisse zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen für die Region Niederbayern fruchtbar zu machen.

 

Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der Berufsgruppe der Sozialen Arbeit, da diese Profession ein be­deutendes Potenzial hat, direkt in der Lebenswelt sozial benachtei­ligter Menschen anzusetzen und deren Gesundheit zu stärken. Ziel ist es, gemeinsam zu diskutieren und neue Ideen zu entwi­ckeln, um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.

Den Rahmen des Fachtags bilden die beiden Keynotes von Dr. Robert Schlack vom Robert Koch-Institut Berlin mit dem Titel „Die (psychische) Gesundheit von Kindern und Jugendlichen – aktuelle Ergebnisse aus der KIGGS-Studie“ und von Prof. Dr. Eike Quillin von der HSG Bochum mit dem Titel „Strategien kommunaler Gesundheitsförderung“. In drei parallelen Workshops sollen anschließend die Impulse der Vorträge auf die regionale Situation übertragen und diskutiert werden. Der Austausch soll ermöglichen, positive und ausbaufähige Ansätze sichtbar zu machen, erste Schritte dazu zu konkretisieren und eine Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu initiieren.

Der Fachtag richtet sich unter anderem an Fachkräfte der Gesundheitsförderung und Prävention, Verantwortliche der Gesundheitsregionen, Jugendämter, Jugendsozialarbeiterinnen und -arbeiter an Schulen, Trägerverbände der öffentlichen Jugendhilfe, Vertreter der Politik sowie Studierende und Hochschulangehörige.

 

Eine Online-Anmeldung zur Veranstaltung unter www.haw-landshut.de/fachtaggesund ist aus organisatorischen Gründen erforderlich.

 

Bildquelle: Hochschule Landshut

Neues Gesicht an der Fakultät Interdisziplinäre Studien

 

Prof. Dr. rer. nat. Mona Riemenschneider bereitet an der Hochschule Landshut Studierende der Ingenieurpädagogik auf den Master vor

Die Fakultät Interdisziplinäre Studien begrüßt zum Wintersemester 2019/20 eine neue Professorin. Ihre Hauptlehrgebiete sind Mathematik und Informatik. Vor allem Studierende des Bachelor-Studiengangs Ingenieurpädagogik dürfen sich auf Prof. Dr. rer. nat. Mona Riemenschneider freuen. Informatik wird dort bald als drittes Unterrichtsfach neben Mathe und Physik hinzukommen. Riemenschneider hat künftig die Studienfachberatung und Studiengangsleitung Ingenieurpädagogik inne.

Die gebürtige Niedersächsin studierte zunächst Informatik in Münster. Ihre Doktorarbeit verfasste sie ebenfalls in Münster am Leibniz Institut für Arterioskleroseforschung. Gegenstand ihrer Untersuchungen war der genetische Hintergrund von Herzerkrankungen. Dazu entwickelte sie ein eigenes Framework zur Analyse von Sequenzierungsdaten. Auch auf dem Gebiet der HIV-Forschung ist Riemenschneider aktiv. Mit Hilfe von Algorithmen aus dem Bereich des Maschinellen Lernens entwickelt sie neue Verfahren, die zur schnellen Vorhersage von Medikamentenresistenzen in der antiretroviralen Therapie bei HIV-infizierten Patienten beitragen können.

Vor fünf Jahren wechselte Prof. Dr. rer. nat. Mona Riemenschneider an den TUM Campus Straubing und widmete sich dort dem Fachbereich der Bioinformatik. Nach einem Jahr Elternzeit und einer Vertretungsprofessur in Data Science in Marburg zog es die junge Mutter zurück nach Niederbayern. „Die ausgeschriebene Professur an der Hochschule Landshut im Bereich Informatik war für mich sehr spannend. Ich unterrichte gerne und meine Forschungsschwerpunkte kann ich hier sehr gut einfließen lassen“, erklärt Prof. Dr. rer. nat. Mona Riemenschneider ihre Entscheidung.

 

Bildquelle: Hochschule Landshut