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Hochschule Landshut

Campusluft geschnuppert

Viele interessierte Besucher beim Studieninfotag an der Hochschule Landshut

 

Am vergangenen Freitag standen die Türen der Hochschule Landshut für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte offen. Über tausend Besucher nutzten die Möglichkeit des Studieninformationstages, um einen Eindruck in das Leben und Lernen am Campus zu bekommen, Studiengänge und Fakultäten näher kennen zu lernen sowie spannende Vorführungen in den Laboren zu erleben.

Die Besucher kamen mit unterschiedlichen Erwartungen. „Manche verglichen gezielt Studiengänge und Hochschulen, andere wiederum wollten sich darüber im Klaren werden, ob ein Studium für sie überhaupt in Frage kommt“, so Kerstin Dempf, die als Leiterin der Zentralen Studienberatung der Hochschule Landshut mit ihrem Team den Studieninformationstag organisiert hat.

Neben den Vorträgen und praktischen Vorführungen, standen Lehrende, Studierende und Mitarbeiter sowie studentische Vereine für Fragen zur Verfügung. Die Aktion „Safe the eggs“, demonstrierte den Schülerinnen und Schülern, dass Wissenschaft auch Spaß machen kann. Hier mussten verschiedene Teams ein rohes Ei so verpacken, dass es mit möglichst wenig Material einen Fall aus zehn Metern Höhe unbeschadet übersteht.

 

Fotos: Hochschule Landshut

 

Neues Antriebssystem für Elektrofahrzeuge

Hochschule Landshut und Silver Atena entwickeln E-Motor mit integrierter Leistungselektronik, der leicht und kostengünstig herstellbar ist

 

Projekt startete am 01. April 2019

Vor dem Hintergrund von Klimaschutz, Abgasnormen und drohenden Diesel-Fahrverboten rückt die Elektromobilität wieder zunehmend in den Fokus der öffentlichen Diskussion – und damit das Ziel, die Technik für Elektroautos weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit dem Unternehmen Silver Atena arbeitet die Hochschule Landshut nun im Rahmen des Forschungsprojekts „Ines Selma – Integriertes ElektroantriebsSystem mit skalierbarer Elektronik und Maschine” daran, eine neue, leicht herstellbare und kostengünstige Technologie für den kompletten elektrischen Antrieb zu entwickeln. Diese basiert auf einem Elektromotor mit integrierter Leistungselektronik, Sensorik und Regelung und soll in Zukunft als Antrieb für Elektro- und Brennstoffzellen-Fahrzeuge, als Starter-Generator sowie als Antriebsmotor in der Luftfahrt Anwendung finden. Das Projekt startet am 01. April 2019 und wird voraussichtlich bis März 2022 laufen.

Modularer Aufbau und kostengünstige Produktion

Neben Batterie und Leistungselektronik ist der Elektromotor der zentrale Bestandteil eines jeden E-Autos. Er wandelt elektrische Energie in mechanische Energie, indem stromdurchflossene Leiterspulen Magnetfelder erzeugen, deren gegenseitige Anziehungs- und Abstoßungskräfte letztlich ein Drehmoment erzeugen, wenn wir auf das Gaspedal treten. Im Rahmen eines Forschungssemesters wurde an der Hochschule Landshut bereits die Grundidee für das neue Elektromaschinenkonzept entwickelt. Das Besondere an dieser sogenannten Axialflussmaschine ist ihr modularer Aufbau aus U-Kernen sowie die Verwendung von Standardbauelementen wie UI30-Kernblechen und Steckspulen.

„Das macht die Maschine sehr leicht herstellbar und je nach Bedarf skalierbar – für kleinere Fahrzeuge verwendet man einfach weniger Joche, für größere mehr”, erklärt Prof. Dr. Alexander Kleimaier, Projektleiter an der Hochschule Landshut. Ein weiterer Vorteil des Motors ist, dass für die Herstellung weniger Kupfer und weniger Magnetmaterial (seltene Erden) nötig ist, was die Produktion im Vergleich zu klassischen E-Motoren wesentlich kostengünstiger macht. Darüber hinaus ist der Motor selbst bei Fehlern in einzelnen Wirkungsteilen kurzschlussfest, wodurch das System zuverlässig und ausfallsicher ist.

Komplettes System aus Maschine und Elektronik

Diesen Motor will Kleimaier nun im Rahmen des Projekts weiterentwickeln, vom Versuchsaufbau im Labor hin zu einem fahrzeugtauglichen Prototyp. „Im Moment sind wir mit der Geräuschentwicklung noch nicht zufrieden”, erzählt Kleimaier, „und die Anforderungen an die Leistungselektronik sind noch zu hoch. Daran müssen wir noch arbeiten.” Parallel dazu befasst sich Silver Atena mit eben dieser Leistungselektronik, welche die Maschine ansteuert und mit der Fahrzeugsteuerung kommuniziert. Aus der Kombination dieser beiden Komponenten soll so ein komplettes elektrisches Antriebssystem entstehen, das in dieser Form Maschine, Elektronik, Regelungssoftware und Sensorik optimal aufeinander abstimmt und auf Systemebene integriert.

Ziel ist Anwendbarkeit für Fahrzeuge

Bis es soweit ist, liegt vor Kleimaier und Silver Atena noch ein weiter Weg: „Im ersten Schritt entwickeln wir parallel die beiden Komponenten Maschine und Elektronik und stimmen sie aufeinander ab. Im zweiten Schritt kombinieren wir beides miteinander und nehmen es drittens auf dem Prüfstand in Betrieb, um zu sehen, ob das System auch fahrzeugtauglich ist”, erklärt Kleimaier die verschiedenen Projektphasen. Im vierten Schritt werden schließlich die Faktoren verbessert, die beim Prüfstand negativ aufgefallen sind. „Unser Ziel ist, das neue System für Fahrzeuge anwendbar zu machen”, so Kleimaier. Gelingt das, kann sich die Hochschule Landshut als Newcomerin auf dem Gebiet der Maschinenentwicklung endgültig etablieren. Der Patentantrag für die Axialflussmaschine ist jedenfalls schon auf den Weg gebracht.

Über das Projekt

Das Projekt „Ines Selma – Integriertes ElektroantriebsSystem mit skalierbarer Elektronik und Maschine” läuft voraussichtlich bis März 2022. Der Projektleiter an der Hochschule Landshut ist Prof. Dr. Alexander Kleimaier. Die Finanzierung des Projekts übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Gesamtsumme liegt bei 1.040.045 Euro. Projektpartner: Silver Atena Electronic Systems Engineering GmbH
Projektleitung: Hochschule Landshut / Silver Atena (je nach Arbeitspaket)
Projektleitung Hochschule Landshut: Prof. Dr. Alexander Kleimaier, Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen
Fördersumme: 300.045 Euro
Gesamtprojektsumme: 1.040.045 Euro
Finanzierung: Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Prof. Dr. Alexander Kleimaier entwickelte an der Hochschule Landshut den neuen Elektromotor.

Die Elektromaschine ist einfach herstellbar: Die U-Joche für den Eisenkreis können aus Standard-Kernblechen hergestellt werden, die Spulen der Statorwicklung werden einfach aufgesteckt. Durch ihren modularen Aufbau ist die Maschine sehr leicht skalierbar – je nachdem wie viele Joche und Spulen verwendet werden.

Um zu testen, ob der Antrieb fahrzeugtauglich ist, kommt die komplette Maschine auf den Prüfstand – was bei dieser komplexen Technologie eine anspruchsvolle Aufgabe ist.

 

Mit dem neuen Projekt will sich die Hochschule Landshut als Newcomerin im Bereich Maschinenentwicklung etablieren.

 

Fotos: Hochschule Landshut

Wenn die Crowd in Vorschuss geht

Grill den Gründer an der Hochschule Landshut diesmal zum Thema Crowdfunding & Crowdinvesting

Alle sprechen darüber, wenige wissen aber, um was es wirklich geht. Dabei kann Crowdfunding gerade für Crowdfunding & Crowdinvesting eine gute Möglichkeit sein, um das eigene Wachstum zu pushen oder um für neue Produkte oder Dienstleistungen eine größere Akzeptanz am Markt zu erzielen.

Beim ersten Grill den Gründer-Event des neuen Jahres am Mittwoch, 27. März 2019 um 12.15 Uhr wird Gründungsberater, Verleger und Dozent Michael Kriegel an der Hochschule Landshut einen Vortrag zum Thema Crowdfunding & Crowdinvesting halten. Dabei wird er unterschiedliche Varianten des Crowdfundings vorstellen: Was versteht man unter reward-based, donation-based, equity-based oder lending-based? Wie lassen sich Crowdfunding und Crowdinvesting voneinander abgrenzen, und wie kann eine Crowdfunding-Kampagne konkret aussehen? Kriegel untermauert sein Referat darüber hinaus mit vielen Fallbeispielen. Dabei sind die Anwesenden herzlich eingeladen, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen oder Fragen zu stellen. Besonders interessant dürfte die Veranstaltung für angehende Gründer und bereits etablierte Startups sein, denn Michael Kriegel kann ihnen als langjähriger Gründungsberater an der Ludwig-Maximilians-Universität München auch erklären, wie sich Crowdfunding für die Unternehmensgründung einsetzen lässt. Ebenfalls gut zu wissen: Michael Kriegel ist Dozent für Ideenentwicklung, Geschäftsmodellerstellung und (Social) Business Planning und leitet bundesweit das „5 Euro StartUp“-Planspiel.

Der Vortrag findet im Rahmen der Vorlesung von Prof. Sandra Gronover im Lehrgang „Unternehmerische Kompetenzen“ statt und richtet sich an Studierende, Gründer, Startups, Unternehmer und alle, die sich für dieses aktuelle Thema interessieren. Im Anschluss an den Vortrag gibt es – in typischer Grill den Gründer-Manier – für alle Teilnehmer eine gratis Grillwurst und Getränke im Innenhof der Hochschule.

Um Anmeldung wird gebeten – entweder über meetup.com/LINKWORK oder per Mail an info@link-landshut.de

Thema: Grill den Gründer: „Crowdfunding & Crowdinvesting – Ist Schwarmfinanzierung nur hip oder eine seriöse Finanzierungsform für Unternehmen?“
Datum: 27.03., 12:15 Uhr
Referent: Michael Kriegel, Dozent und langjähriger Gründungsberater an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Ort: Hochschule Landshut, Raum C005
im Lehrgang Unternehmerische Kompetenzen bei Prof. Sandra Gronover

 

Foto: LINK

 

Neues Trocknungsverfahren für Batterieproduktion

 

Hochschule Landshut erforscht und entwickelt neues Konzept zur Nachtrocknung von Batterieelektroden und Separatoren – Batteriehersteller könnten damit Zeit und Kosten einsparen

 

Lithiumbatterien haben unter anderem den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer geringen Selbstentladung sehr lange gelagert werden können. Dem entgegen wirkt jedoch Wasserdampf, der in Form von Restwasser in den Zellen zu rapidem Leistungsverlust und vorschneller Alterung führt. Ein wichtiger Schritt bei der Herstellung von Batterieelektroden und Separatoren ist daher die gründliche Trocknung bzw. Nachtrocknung der Materialien. Im Rahmen des Forschungsprojekts InTenZ (Intensive Nachtrockung von Komponenten für Lithium-Ionen-Zellen in diskontinuierlichen Trockenöfen) will die Hochschule Landshut gemeinsam mit der TU Braunschweig und dem Karlsruher Institut für Technologie dieses Trocknungsverfahren effektiver gestalten und die Batterieproduktion damit kostengünstiger machen. Das erste Projekttreffen fand im Januar am Technologiezentrum Energie in Ruhstorf an der Rott statt.

 

Herkömmliche Nachtrocknung sehr aufwändig

Die herkömmliche Herstellung von Elektroden und Separatoren erfolgt in Rolle-zu-Rolle-Prozessen, d.h. das Material für Anode und Kathode wird zu einer flüssigen Paste (Slurry) vermischt, die dann – ähnlich wie bei einem Siebdruckverfahren – auf Kupfer- bzw. Aluminiumfolien aufgebracht wird. Die beschichteten Folien laufen zum Trocknen durch Öfen, werden anschließend mittels mehrerer rotierender Walzen verdichtet (Kalandern) und schließlich zu großen Wickeln aufgerollt (Elektrodencoils). Da hierbei aber noch Rest-Feuchtigkeit im Material bleibt, müssen diese Rollen mit einem Gewicht zwischen 30 und 125 Kilogramm ein weiteres Mal abgerollt, nachgetrocknet und wieder aufgerollt werden.

 

Effektive Nachtrocknung durch neues Verfahren

Diesen letzten Schritt wollen die Projektpartner von InTenZ nun vereinfachen, indem bei dem neuen Verfahren die großen Wickel in aufgerollter Form im Trockenofen innerhalb kurzer Zeit bis in die Porenstruktur getrocknet werden sollen. „Beim herkömmlichen Verfahren dauert die Nachtrocknung zirka fünf bis sechs Stunden“, erklärt Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger, Projektleiter an der Hochschule Landshut, „mit dem neuen Trocknungskonzept können wir es unter einer Stunde schaffen. Das bedeutet eine enorme Zeitersparnis bei der Batterieproduktion. Darüber hinaus verhindern wir so auch mögliche Beschädigungen und Verunreinigungen der Folien, die durch das erneute Ab- und Aufrollen entstehen können.“

 

Schnellere und günstigere Produktion

Die Hochschule Landshut entwickelt dazu im Technologiezentrum Energie in Ruhstorf ein  Funktionsmuster des neuen Trockenofens, das im Labor als Versuchsmodell das neue Verfahren simuliert. An ihm untersuchen die Projektpartner, wie durch bestimmte Druckprofile und Wärmeeintrag mittels gepulster IR-Strahler Wassermoleküle rasch aus dem Material entfernt und so die Feuchtigkeit schrittweise rausgezogen werden kann. „Unser Ziel ist es, nach kurzer Zeit eine 99,999-prozentige Trocknung zu erreichen“, so Pettinger. Die Simulation vorab diene dazu, die Auswirkung der Nachtrocknung auf das Trocknungsgut zu verstehen und den Prozess bezüglich Zeit- und Energieaufwand zu optimieren. Bis Mai 2020 haben die Projektpartner Zeit. Verläuft das Forschungsprojekt erfolgreich, kann die neue Technologie anschließend als Prototyp entwickelt werden und in die industrielle Anwendung gehen – und die Batteriehersteller könnten schon bald von dem zeit- und kostensparenden Verfahren profitieren.

 

Über das Projekt

Das Projekt InTenZ unter der Schirmherrschaft der Fachgruppe Batterieproduktion des VDMA läuft bis Mai 2020 und wird vom Forschungskuratorium Maschinenbau e.V. gefördert. Die Projektleiter an der Hochschule Landshut sind Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger und Prof. Dr. Tim Rödiger; die Gesamtprojektleitung liegt bei der Hochschule Landshut. Die Industrietreffen organisiert das Team von Prof. Arno Kwade von der TU Braunschweig. Die Finanzierung des Projekts übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Gesamtsumme liegt bei 790.000 Euro.

Projektpartner: TU Braunschweig

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hochschule Landshut / Technologiezentrum Energie

Gesamtprojektleitung: Hochschule Landshut
Projektleitung Hochschule Landshut: Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger, Prof. Dr. Tim Rödiger
Förderung Hochschule Landshut: 265.000 Euro
Gesamtprojektsumme: 790.500 Euro
Finanzierung: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Gefördert durch: Forschungskuratorium Maschinenbau e.V. (AiF)

 

 

Fotos: Hochschule Landshut

Studierende der Fakultät Maschinenbau zu Gast bei EvoBus

 

Exkursion zu weltweit agierendem Technologieführer

 

Bei der Entwicklung der Mobilität der Zukunft ist der verstärkte Einsatz öffentlicher Verkehrsmittel nicht wegzudenken. Vor Allem Omnibusse tragen nicht nur in Ballungszentren zu einer nachhaltigen und zukunftssicheren Mobilität bei.

Studierende der Vertiefung „Nutzfahrzeugtechnik“ des Bachelorstudiengangs Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik der Hochschule Landshut, besuchten die Firma EvoBus, das größte europäische Tochterunternehmen der Daimler AG mit Werk in Mannheim. Dort werden innovative Konzepte für Sicherheit, Komfort, Design und Umweltschutz auf die Straße gebracht.

Bei der Führung durch das modernste Nutzfahrzeugmotorenwerk Deutschlands und in Gesprächen mit Entwicklungsverantwortlichen konnten die angehenden Ingenieure Ihr erlerntes Wissen aus den Vorlesungen hautnah am fertigen Produkt nachvollziehen und vertiefen.

Organisiert wurde die Exkursion von Prof. Dr. Ralph Pütz von der Fakultät Maschinenbau. Dort leitet der engagierte Professor das Institut für angewandte Nutzfahrzeugforschung (BELICON) und bringt den Studierenden dank jahrelanger Erfahrung in der Fahrzeugindustrie bei, wie man die Fahrzeuge von morgen gestalten kann.

Die enge Verzahnung aus Theorie und Praxis ist fundamentaler Bestandteil der Lehre an der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Landshut und unterstützt die Förderung der Kompetenzen von Nachwuchsingenieuren.

An der Fakultät Maschinenbau kann Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik auf Bachelor- sowie Masterniveau studiert werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, den klassischen Ingenieursstudiengang Maschinenbau zu absolvieren oder sich im Master „Leichtbau und Simulation“ zu spezialisieren.

 

Foto: Hochschule Landshut

 

Von gehörlosen Gewaltopfern zu Cloud Security

Drei Dozierende hielten Antrittsvorlesungen an der Hochschule Landshut

 

Am Dienstag gaben drei Dozierende an der Hochschule Landshut Einblick in ihr Lehr- und Forschungsfeld. Prof. Sabine Fries von der Fakultät Interdisziplinäre Studien ist Deutschlands einzige gehörlose Professorin. Sie beschäftigt sich derzeit in ihrer Dissertation unter anderem mit dem Thema „Gewalt gegen gehörlose Frauen in Deutschland“, was auch Thema der Antrittsvorlesung war. „Gehörlose Gewaltopfer stehen bei der Suche nach Unterstützung vor einer Vielzahl von Barrieren“ so Prof. Fries. „Problematisch ist auch der eingeschränkte Zugang zu Medieninformationen und –ressourcen.“

Über die „Herausforderungen und Veränderungen in Praxis und Lehre im Bereich Beschaffung und Operations Management“, referierte Prof. Dr. Martin Prasch von der Fakultät Betriebswirtschaft. Fundamentale bzw. grundlegende Veränderungen und Herausforderungen sieht er insbesondere in der fortschreitenden Digitalisierung, dem zunehmenden Umweltbewusstsein sowie im weiterhin steigenden globalen Wettbewerb. „Ich denke, wir sollten uns verstärkt der Ausbildung smarter Kreativer widmen,“ so Prof. Prasch. „Damit wir für die Zukunft Mitarbeiter haben, die sich auf Basis fundierter Fakten und Zahlen orientieren können, die gelernt haben zu gestalten und willens sind dies zu tun.“

Den Abschluss der Antrittsvorlesungen bildete Prof. Dr. Johann Uhrmann von der Fakultät Informatik. Er nahm die anwesenden Professorinnen, Professoren und Studierenden mit in die Welt der Cloud Security. In seinem Vortrag ging er näher auf die Entstehung, die Eigenschaften und die Risikofaktoren von Clouds ein. „Die Nutzung von Cloud-Diensten wird zunehmend zum Normalfall“, erklärt Prof. Uhrmann. „Deswegen ist es so wichtig die Cloud-IT mindestens so gut wie die lokale IT zu schützen.“

 

Foto: Hochschule Landshut

 

 

PROF. Dr. RALPH PÜTZ WECHSELT MIT SOFORTIGER WIRKUNG ZUM CSU-ORTSVERBAND LANDSHUT-OST

Prof. Dr. Ralph Pütz, CSU-Listenkandidat bei der Landtagswahl 2018, der mit rund 8.500 Zweitstimmen als Quereinsteiger ein respektables Ergebnis bei der Landtagswahl erzielte, wechselt mit sofortiger Wirkung vom CSU-Kreisverband Landshut-Land zum CSU-Kreisverband Landshut-Stadt und darin zum Ortsverband Landshut-Ost.

Prof. Pütz betonte in einem Interview mit KLARTEXT.LA, er verlasse den Ortsverband seiner Heimatgemeinde Bayerbach mit einiger Traurigkeit, da dort zwischen den Mitgliedern und dem Ortsvorsitzenden Helmut Spanner ein sehr harmonisches und konstruktives Klima herrsche. Er danke Helmut Spanner, und er werde seinem alten Ortsverband stets eng verbunden bleiben. Pütz hatte bei der Landtagswahl in seinem Heimatort, der als Hochburg der Freien Wähler gilt und bei dem die Freien Wähler bei den Erststimmen mit rund 33 Prozent deutlich über den CSU-Direktkandidaten Radlmeier siegten, bei den Zweitstimmen für die Listenkandidaten mit rund 45 Prozent die absolute Mehrheit erreicht.

Als Gründe für seinen Wechsel in den CSU-Kreisverband Landshut-Stadt kursieren unbestätigte Gerüchte, Pütz habe im Landtagswahlkampf im Kreisverband Landshut-Stadt zahlreiche „kleinere“ Widrigkeiten bis hin zu expliziten Wahlwerbeverboten in der Stadt Landshut erlebt, die offenbar von den CSU-Direktkandidaten motiviert wurden. Bestätigen wollte Prof. Pütz allerdings nur, dass er während des Landtagswahlkampfes vom Kreisverband Landshut-Land bei weitem nicht das erlebt habe, was er unter echtem Teamwork verstehe und was er in einem echten Team als eigentlich selbstverständlich erwartet hätte. Lediglich Stadtrat Rudolf Schnur, Listenkandidat für den Bezirkstag, habe sich ihm als verlässlicher und höchst integrer Wahlkampfpartner gezeigt. Daher wechselt Prof. Dr. Pütz nun auch in den von Rudolf Schnur als Ortsvorsitzenden geleiteten Ortsverband Landshut-Ost.

Es kursieren auch unbestätigte Gerüchte, Pütz sei vom CSU-Bezirksverband Niederbayern aufgefordert worden, seine Wahlwerbung z.B. beim Volksfest in Karpfham unverzüglich zurückzuziehen, weil dort ein Listenkandidat aus einem „CSU-Erbhof“ kandidierte. Dieser Listenkandidat, der offenbar der Jungen Union (JU) angehört, soll auch versucht haben, Mitglieder der JU gegen die Wahlwerbung von Pütz und Schnur zu gewinnen. Nach unbestätigten Informationen soll sich sogar ein Bundesminister über die Bezirksgeschäftsstelle eingeschaltet haben, um Pütz und Schnur an der Wahlwerbung in Karpfham zu hindern. Letzteres wäre jedoch ein Gebaren, das einer altehrwürdigen Volkspartei wie der CSU absolut unwürdig ist.

Professor Pütz, der an der Hochschule Landshut lehrt, freut sich, nun im CSU-Kreisverband Landshut-Stadt und auch an der Erneuerung des Bezirksverbands Niederbayern mitzuarbeiten und seine Kompetenz als Wissenschaftler einzubringen. Als einer der deutschlandweit führenden Emissionsforscher, die Emissionsmessungen im Realbetrieb durchführen, bestätigt er, dass moderne Dieselfahrzeuge mit funktionierender Abgasnachbehandlung – wie im Nutzfahrzeugbereich ab Euro VI – Nahe-Null-Emissionsfahrzeuge sind. Darüber hinaus hält er seit Jahren die Immissionsgrenzwerte für NO2 für falsch und irreführend, lange bevor Lungenfachärzte wie Prof. Dr. Köhler diese Grenzwerte angezweifelt haben. Leider finden Fachleute wie Prof. Pütz bei den parteieigenen Entscheidern wie Verkehrsminister Scheuer kein Gehör.

Der Ortsverband Landshut-Ost bestätigte durch seinen Vorsitzenden Rudolf Schnur auf Nachfrage, dass sich der gesamte Vorstand über die Entscheidung und über den wesentlichen Zugewinn an Kompetenz durch Prof. Pütz sehr freut. Schnur beabsichtigt ihn bei den Neuwahlen Mitte Februar als Mitglied des Vorstandes zur Wahl vorzuschlagen. Er freut sich sehr die in der Politik sehr seltene freundschaftliche, ehrliche und offene Zusammenarbeit aus dem Wahlkampf fortsetzen zu dürfen.

h.j.lodermeier

Foto: Pütz-privat

Bildtext (von links nach rechts): Hans Schmidt, Fritz Wittmann, Hans Graf, Matthias Steck, Michael Schramm, Ursula Weger, Johann Winklmaier, Dr. Christoph Heynen, Stefanie Spanagl, Ludwig Zellner, Josef Deimer, Prof. Dr. Karl Stoffel.

 

 

38.150 EURO FÜR DIE HOCHSCHULE LANDSHUT

Vorsitzender des Hochschul-Freundes-Kreises Ludwig Zellner lobt die Spendenfreudigkeit von 13 Unternehmen

 

Stadtrat und Vorsitzender des Freundeskreises der Hochschule Landshut Ludwig Zellner und Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel, konnten im Raum L007 der Hochschule spendenfreudige Unternehmer begrüßen. Beide berichteten über die Aktivitäten des laufenden Jahres.

Hocherfreut bedankte sich Ludwig Zellner für die von dreizehn Unternehmen gespendete Summe von 6.500 Euro. Fast doppelt so viel wie sonst, konnte der Freundeskreis-Verein der Hochschule zur Verfügung stellen, nämlich 13.500 Euro. Eine Freude für Zellner sei die Tatsache, dass sich immer wieder treue Spender bereiterklären, den Verein der Freunde der Hochschule Landshut zu unterstützen und damit ihr Scherflein für die Hochschule beitragen. Der Verein kommt jedes Jahr so auf die 20.000 bis 23.000 Euro, die von Mitgliedsbeiträgen und weiteren treuen Spendern erbracht werden. „Wer dieses Geschäft kennt weiß, dass dies nicht so einfach zu bewerkstelligen sei“, so Zellner. Darum sei der Verein sehr stolz, diese Summe von fast 40.000 Euro zur Verfügung stellen zu können. Nächstes Jahr ist man bestrebt, wieder etwas anzusparen, so dass man mit der  Kasse des Vereins wieder im Reinen ist. Die Würdigung der Spender bei dieser Veranstaltung soll dazu beitragen, den Kontakt zu den „edlen Spendern“ weiter aufrecht zu erhalten. Das gute Bildungsangebot will man damit auch weiterhin in der Hochschule Landshut gewährleisten.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel erklärte die momentane Situation in der Hochschule. In erster Linie wurden die Gelder für eine Projektwoche der Hochschule verwendet. 1.200 Studenten waren in 75 Projekten unterwegs. Etliche Fachtagungen wurden mit den Geldern unterstützt. 40 Deutschlandstipendien konnten an Studierende vergeben werden, die auch der Bund mit Zuschüssen unterstützt. Sechshundert der 1.053 Absolventen der Hochschule feierten am 10. November in der Sparkassen-Arena ihren Abschluss. Dabei stellte Stoffel fest, dass die Zahlen der Studierenden wieder zugenommen haben. „Sehr starke Zunahme gab es gerade bei den Studiengängen der Informationstechnologie“, so Stoffel. Hier studieren mehr als 220 Studenten. Bei den Studiengängen der Elektrotechnik hakt es ein wenig, die Anzahl der Studierenden stagniert in diesem Studiengang. Zu Beginn des Wintersemesters hat die Hochschule 1250 neue Studierende, davon 150 im Master- und 1.100 im Bachelorbereich, zu verzeichnen. Ein Studiengang ist neu eingerichtet worden und zwar der der sozialen Arbeit. Die Nachfrage in diesem Bereich sei sehr hoch, meinte Prof. Karl Stoffel. Besonders erfreut darüber sei Prof. Stoffel, dass einer Umfrage nach, die ehemals Studierenden zu ihrer Ausbildung wieder die Hochschule Landshut bevorzugen würden.

Die Spender der 6.500 Euro sind:

Ebm-papst Landshut GmbH; Erlus AG; Flottweg SE; Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz; HA-BE Gehäusebau GmbH; IHK für Niederbayern in Passau; Landratsamt Landshut; Leipfinger Bader KG; Sehlhoff GmbH; Stadt Landshut; Stadt Passau; Verlag Straubinger Tagblatt; VR-Bank Landshut e.G.

 

-hjl-

 

Foto: h.j.lodermeier

 

5.000 Euro für Forschung und praxisnahe Lehre.

BMW Group Werk Landshut unterstützt den Freundeskreis Hochschule Landshut e.V.

 

Innovation braucht starke Partner: Getreu diesem Motto übergab BMW Group Standortleiter Dr. Peter Fallböhmer vergangenen Freitag im Beisein von Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel eine Spende in Höhe von 5.000 Euro an den Vorsitzenden des Freundeskreises Hochschule Landshut e.V., Stadtrat Ludwig Zellner.

„Gerade im Forschungsschwerpunkt Leichtbau der Hochschule, der auf eine Stiftungsprofessur der BMW Group zurückgeht, aber auch in vielen anderen Bereichen von Forschung und Weiterbildung gibt es zahlreiche gemeinsame Projekte und Aktivitäten. Außerdem greifen wir als Innovationsstandort gerne auf die hochqualifizierten, praxisnah ausgebildeten Absolventen der Hochschule Landshut zurück“, erläuterte Fallböhmer den Hintergrund der Spende. Parallel dazu führe man immer wieder intensive Gespräche, um die erfolgreiche Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Der Freundeskreis wiederum hat sich zum Ziel gesetzt, die Hochschule Landshut gerade in den Bereichen finanziell zu unterstützen, in denen die Etatmittel beschränkt sind. „Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, die Identifikation mit der Hochschule in der Region zu stärken, sowohl bei den Bürgerinnen und Bürgern als auch bei Politik und Wirtschaft“, erklärte Ludwig Zellner, Stadtrat und Vorsitzender des Freundeskreises. Die Spenden der BMW Group sowie weiterer Unternehmen, Institutionen und Kommunen werden dabei in Projekte investiert, die den Professoren, Studierenden und der Gesellschaft gleichermaßen zu Gute kommen.

 

Foto: Hochschule Landshut

Malermeister und Youtube-Star plaudert aus dem Unternehmer-Kästchen

LINK – Das Gründerzentrum Landshut lädt zum Gründergrillen mit Comedian Oliver Gimber ein

 

Oliver Gimber ist Malermeister aus Pforzheim. Aber nicht nur das: Er ist ein Internet-Phänomen. Der Mann erzählt Witze am laufenden Band. Dass er das ziemlich perfekt beherrscht, zeigen seine Klickzahlen in den sozialen Medien: Die Videos auf seinem YouTube-Kanal wurden 23 Millionen Mal geklickt. Bei Facebook folgen ihm mittlerweile 156.000 Menschen. Zweimal pro Woche lädt er einen neuen Witz bei YouTube hoch. Dabei sitzt er in seinem Auto, schwäbelt und lacht sich derart sympathisch über seine eigenen Witze schlapp, dass man den 54-Jährigen einfach kennenlernen will.

Für alle, die den Handwerker, Unternehmensberater und Entertainer einmal hautnah treffen möchten, haben schon bald Gelegenheit dazu. Denn derzeit ist Oliver Gimber mit seiner Show „Witz vom Olli“ nicht nur auf Deutschlandtour und am 31. Oktober auch zu Gast in der Sparkassen-Arena in Landshut. Es kommt noch besser: Wenige Stunden vor seinem Auftritt wird er beim Gründergrillen an der Hochschule Landshut vorbeischauen und von seinen Erfahrungen als Unternehmer erzählen.

LINK – Das Gründerzentrum Landshut lädt alle Interessierten

am Mittwoch, 31. Oktober 2018

von 15-16 Uhr

zu „Grill den Olli!“

an die Hochschule Landshut, Raum G0.03 ein.

Klar, dass es für jeden Teilnehmer wieder eine Gratis-Wurst gibt. Deshalb wird um Anmeldung gebeten, und zwar per E-Mail an info@link-landshut.de.