Home Tags Posts tagged with "Helmut Dendl"

Helmut Dendl

1.Niederbayerischer Schlaftag 2015 am 13.6.2015 von 9.00 – 17.00 Uhr in den Stadtsälen Bernlochner

PROGRAMM

Schirmherrschaft: Oberbürgermeister der Stadt Landshut, Hans Rampf

Begrüßung: Helmut Dendl,Vorsitzender der ANS

Moderation: Werner Waldmann (BSD)

Nicolas von Oppen, Geschäftsführer Klinikum Landshut: Die wirtschaftliche Zukunft der Schlafmedizin

Dr. phil. Marcus Schweitzer (Deggendorf): Schlaflos – Wenn die Nacht zur Qual wird

Dr. Reinhard Zimmermann (Landshut): Neue Entwicklungen in der Schlafapnoe-Therapie Prof. Dr. med.

Stephan Holmer (Landshut): Herz und Schlafapnoe

Ralf Bork (Martinsried): Telemedizin – Patientenversorgung von morgen?

_____________________ M i t t a g s p a u s e _____________________

Dr. med. Ulrich Brandenburg (Bad Ems): Wer gestaltet und wer bezahlt die Schlafmedizin der Zukunft?

Prof. Dr. med. Josef G. Heckmann (Landshut): Neurologisch bedingte Schlafstörungen

Geprüfter Baubiologe Rudi Schnur (Landshuter Umweltzentrum e.V).: Gesunder Schlaf in bester Umgebung

Barbara Schäfer (Landshut) : Wenn Kinder schnarchen

Kornelia Thomanek (Landshut): Was ist und will die Selbsthilfe?

Nähere Informationen erhalten Sie bei

Helmut Dendl Leiter der SHG Schlafapnoe/RLS unter 0178 – 59 69 844 oder E-Mail: helmut.dendl@t-online.de

Niederbayern_Kongress_FLYER (8)

Am Mittwoch, 19.11.2014, findet um 18 Uhr im Klinikum Landshut ein Informationsabend zur CPAP-Therapie für Schlafapnoiker statt. Veranstaltungsort ist der Raum Hammerbach.

Ein Schlafapnoe-Patient wird nach zwei oder drei polysomnografischen Überwachungsnächten im Schlaflabor nach Hause entlassen. Viele Patienten haben vor allem zu Beginn der Therapie große Probleme mit der Atemmaske.

Diese Schwierigkeiten können praktischer Art, aber auch psychischer Natur sein. Man hat Angst, dass einen der Partner nicht mehr attraktiv genug findet oder man vielleicht sogar lächerlich wirkt. Jedoch haben die meisten Patienten ganz konkrete Probleme: Die Atemmaske sitzt nicht richtig, oder sie löst Angstzustände aus. Es kann passieren, dass man Druckstellen im Gesicht bekommt oder dass die Maske undicht ist. Wie man die Nasenmaske oder Full-Face-Maske pflegt und reinigt und was in Problemfällen zu tun kann, wird ein Fachmann schildern.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Leiter der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe, Helmut Dendl, der unter der Telefonnummer 0871/65277 für Rückfragen zur Verfügung steht.

Bild: Helmut Dendl, Leiter der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe

Bürokratie-Groteske in Bayern

Am Atemschlauch sollt ihr sie erkennen!

Betriebskrankenkassen sind – historisch betrachtet – Fabrikkassen. Große Firmen haben ihre Mitarbeiter selbst gegen Krankheiten versichert. Freilich gibt es heute immer weniger BKKs, weil die Finanzierung mit einer geringen Mitgliederzahl schwierig ist. BKKs fusionieren deshalb oft. Die BKK Audi hat das wahrscheinlich noch nicht nötig, denn dahinter steckt ein Konzern. Doch offenbar müssen die auch sparen, auch wenn es keinen Sinn macht. Dazu haben wir eine kleine Story für Sie zum Schmunzeln – und zum Ärgern. Denn leider ist die Geschichte wahr!

Der Stein des Anstoßes ist ein Schlauch. Ein beheizbarer Schlauch für ein ResMed-Atemtherapiegerät. Nebenbei eine geniale Erfindung, um die Therapietreue des Patienten zu erhalten. Kostenpunkt: 79 Euro. Patient Helmut D. hatte einen solchen Schlauch, und er half ihm. Dann passierte das Malheur. Lassen wir Helmut D. selbst berichten: “Im Winter 2014 bemerkte ich des Öfteren, dass ich in der Frühe nach dem Aufwachen und Absetzen meines CPAP-Schlauches einen rauen Hals hatte. Die Temperatur im Schlafzimmer stimmte. Außerdem nutzte ich ja einen beheizbaren Schlauch. Wieso also dieser raue Hals? Tagsüber verschwanden die Symptome. Allmählichwurde aus dem rauen Hals ein Halsweh. Als ich den Schlauch genauer inspizierte, merkte ich, dass mit den Drähten im Schlauch etwas nicht stimmte. Der Kundenservice stellte fest: Der Schlauch war hin. Nicht mehr zu reparieren.

Ohne Rezept gab es natürlich keinen neuen Schlauch.  Mein HNO-Arzt stellte mir ein Rezept für einen neuen beheizbaren Schlauch aus. Den ersten Schlauch hatte die Kasse bezahlt und damit bewiesen, dass sie den medizinischen Sinn dieses Hilfsmittels verstanden hatte. Doch der Sachverstand der BKK-Audi- Sachbearbeiter kann sich ändern. Wie das Wetter. Offenbar musste meine BKK die Verordnung intensiv prüfen. Es dauerte. Der Schlauch wurde abgelehnt. Begründung: Dies sei ein Luxusartikel. Ich bat meinen Schlafmediziner um eine Bestätigung dafür, dass dieser verflixte Schlauch kein überflüssiger Luxus, sondern meiner Therapietreue zuträglich war. Die Kasse übertrug die Prüfung dem MDK, bekannt als das Sparschwein der GKV. Und es ist kein Geheimnis, dass dort Entscheidungen selten von Ärzten gefällt werden, die sich im jeweilien Ressort auskennen. Wahrscheinlich hat ein Frauenarzt die Schlauchexpertise verfasst. Der Schlauch sei überflüssig. Ich widersprach. Jetzt wurde der Verwaltungsrat der Kasse eingeschaltet. Diese Damen und Herren traten zusammen und diskutierten mein Schlauchproblem. Wieder abgelehnt. Ich beschwerte mich beim Patientenbeauftragten der Bayerischen Landesregierung, einem gewissen Hermann Imhof, der sich mit dieser Frage wohl ausführlich im Amt beschäftigte, mit dem MDK Rücksprache hielt (das schreibt er wenigstens) und der Ablehnung zustimmte.”

Soweit Helmut D. Wie wollen wir als Staatsbürger diesen an sich banalen Vorfall bewerten? Bei der BKK-Audi haben sich viele Menschen, die in solchen Jobs gut bezahlt sind, mit dem Schlauch beschäftigt. Allein der Aufsichtsrat umfasst laut Schreiben sieben Mitglieder, zwei davon sogar promoviert. Im MDK hat sich auch ein Mensch über die Sinnhaftigkeit des beheizbaren Schlauchs den Kopf zerbrochen. Finanziert wird der MDK nebenbei von den Gesetzlichen Krankenkassen gemeinsam. Und im bayerischen Staatsministerium, Abteilung Patientenbeauftragter, hat ein MdL ebenfalls über der Eingabe gebrütet. Alle, die damit befasst waren, haben keine Ahnung, was eine Schlafapnoe ist, wozu ein solcher „Luxusschlauch“ dient und wie er zur Compliance beiträgt. Es sei denn, Politiker Imhof ist adipös und leidet auch an nächtlichen Atemaussetzern. Das weiß ich aber nicht.

Nur eines weiss ich: Die Bürokratie in unserer Republik verschwendet Milliarden. Solche Fälle wie der Schlauch des Helmut D. sind Peanuts. Ich habe mal fiktiv hochgerechnet, was die Zeitinvestititon diverser Experten uns Versicherte und den Steuerzahler gekostet hat. 763 Euro sind da wohl noch zu optimistisch angesetzt. Der Schlauch kostet 79 Euro. Wir Versicherten, wir Bürger sollten den von uns(!) bezahlten Bürokraten auf die Finger hauen, und zwar ganz gewaltig! Dieses lachhafte Schlauchabenteuer müssen wir in einer Serie sehen mit Stuttgart 21, dem Beriner Großflughafen und der Elbphilharmonie. Der Bundesrechnungshof könnte da noch eine ganze Latte weiterer Beispiele anfügen.

Übrigens: Es gibt auch intelligente Krankenkassenmanager. Einer, der der AOK angehört, lächelte fein über diese Story und meinte, mit der Schlauchgenehmigung hätte sich die Audi-Kasse eine Menge Geld gespart. Vom Renommee ganz zu schweigen.

Jedenfalls, ich werde ich mir keinen Audi kaufen, ich bleibe bei BMW. Mit solchen Winzigkeiten kann man auch einen guten Ruf ruineren. Im Lauf der Zeit.

PS 1: Der verdammte Schlauch wurde Helmut D. inzwischen von einem nahmhaften Unternehmen spendiert.

PS 2: Helmut D. ist ein armes Schwein, Frührenter, dennoch opfert er seine Zeit ehrenamtlichen karitativen Aufgaben. Mit Leidenschaft. Mit Liebe zu den Underdogs der Gesellschaft. Seine “Schlauchverhinderer”, insbesondere der so genannt Patientenbeauftragte – mit satten Diäten, Dienstwagen usw. und angeblich auch mit einem großen Herzen für Patientennöte ausgestattet –, die sollten sich allesamt in Grund und Boden schämen. Wofür bezahlen wir diese Leute eigentlich?

 

 

 

Bild: Helmut Dendl mit den Tulpen im Patientengarten

Der 57-jährige Landshuter ist durch und durch Fan des Klinikums. Er leitet ehrenamtlich zwei Selbsthilfegruppen, eine für Schlafapnoe und eine für Betroffene des Restless-Legs-Syndroms für die er regelmäßig Treffen im Klinikum Landshut abhält.

Im vergangenen Jahr begann der leidenschaftliche Hobbygärtner das Gelände ums Klinikum zu verschönern, eines von vielen Projekten, die Helmut Dendl ehrenamtlich in Landshut betreut.

Das erste Vorhaben war das Anlegen kleiner Blumenmeere von Tulpen im Patientengarten. „Leider waren der Winter und das Frühjahr relativ trocken und auch die Maulwürfe aktiver als erwartet“, so Helmut Dendl. Nicht alle Tulpenzwiebeln haben so gezündet wie erhofft. Er hofft, dass nächstes Jahr mehr Tulpenzwiebeln aufgehen werden.

In diesem Jahr widmet sich Dendl vor allem dem Eingangsbereich des Klinikums. Bislang pflanzte er die Schwarzäugige Susanne sowie zwei Hortensien, einmal „The Original“ und einmal „Twist-n-Shout“. Dazu viele bunte Stauden und einen Geranienstock. „Der ist aber schon ein paar Jahre alt und nichts Besonderes.“ Leuchtende Augen bekommt er hingegen beim Hibiscus rosa-sinensis, auch als Chinesischer Roseneibisch bekannt. Vor fünf Jahren hatte er eine Pflanze aus dem Ägyptenurlaub mitgebracht und auf dem Balkon gezüchtet. Nun wird ein Exemplar links vom Haupteingang des Klinikums gedeihen.

 

 

Helmut Dendl, langjähriger Leiter der SHG Schlafapnoe Landshut hatte im Juni 2014 einen Fachvortrag über eine Schweizer Schnarchspange im Klinikum Landshut organisiert.
Herr Scheuermann, Geschäftsführer von ronchoLine aus der Schweiz erklärte die Vorteile seiner  Schnarchspange.
Im Raum Hammerbach des Klinikum Landshut fanden sich fast 80 Teilnehmer ein.
Das Schnarchen alleine ist zwar in erster Linie lästig aber noch nicht unbedingt gesundheitsschädlich. Der schnarchende Unruhestifter wird meist isoliert durch getrennte Schlafzimmer und gestörtem Schlaf. Schnarchen und Schlafapnoe ist nicht dasselbe. Viele Schnarcher leiden auch unter nächtlichen Atemaussetzern (Schlafapnoe), oft ohne es zu wissen. Der Übergang von Schnarchen zu Schlafapnoe ist oft fließend.
Obwohl die Schnarchspange oft auch bei Schlafapnoe hilft, sollten Sie bei nächtlichen Atemaussetzern unbedingt ihren Arzt konsultieren.
Die Schnarchspange aus der Schweiz ist hochwirksam zur Beseitigung des nächtlichen Lärms. Zahlreiche Methoden und Mittelchen werden angeboten. Leider halten viele nicht was versprochen wird.

Weitere Infos erhalten Sie über E-Mail: Helmut.Dendl@t-online.de.

Worte zum Tag des Schlafs (am 21. Juni 2014)

von Helmut Dendl

Der Schlaf ist schon ein eigenartiger Zustand. Die einen genießen ihn, weil er dich in sanfte Traumwelten schickt. Die anderen fürchten ihn, weil er dich plötzlich überfällt und beim Autofahren gegen die Leitplanke donnern lässt. Die Jugend hasst ihn, weil er (angeblich) Lebenszeit raubt und man für den Spass durch die Nacht Energydrinks und Crystal Meth braucht. Und die reifere Jugend stört der Schlaf beider Karriere, denn um deretwillen sollte man schon rund um die Uhr übers Smartphone erreichbar sein; schließlich könnte der Kollege in New York eine wichtige Information für sein Meeting brauchen.

Jedenfalls steht fest, ohne Schlaf geht es leider nicht.Freilich probierten es die Menschen immer wieder, den Schlaf auszutricksen.

Den Weltrekord im Schlafentzug stellte 2007 der Engländer Tony Wright auf. Immerhin schaffte er es, 266 Stunden hintereinander wach zu bleiben. Damit brach er den Rekord von Randy Gardner, der „nur“ 264 Stunden ohne Schlaf auskam.

In der New York Times las man im Februar 1959 einen kurzen Artikel, in dem sowjetische Wissenschaftler voraussagten, dass im 21. Jahrhundert kein Mensch mehr seine Lebenszeit mit sinnlosem Schlaf verschwenden müsse. Ein oder zwei Stunden Schlaf sollten genügen. Den Russen mochte man das sogar glauben, hatten sie doch zwei Jahre vorher den ersten Satelliten ins All geschossen. Viele Leser fanden diese Vision, den Schlaf bald besiegen zu können, bestechend. Der Mensch des 21. Jahrhunderts sollte endlich in der Lage sein, sein Schlafbedürfnis zu kontrollieren. Doch damit ist es nichts bis heute.Seit dem Jahr 2000 begehen wir jedes Jahr den Tag des Schlafs. Früher war das alles viel angenehmer und unkomplizierter. Früher, als es noch kein elektrisches Licht gab. Jedenfalls für die armen Leute. Kerzen und Öl waren teuer und dann ging man halt mit dem Untergang der Sonne ins Bett, was auch ganz spaßig sein konnte. Und wenn der Hahn dann im Morgengrauen krähte, hieß es “raus aus den Federn!” Für die besseren Leute galt das natürlich nicht, denn die illuminierten ihr bürgerliches oder adliges Heim mit Kerzenschimmer und Öllampen. Im Grunde haben wir den ganzen Bettel Edison und seiner Glühlampe zu verdanken. Jetzt konnten wir uns alle rund um die Uhr des Lichtes erfreuen – und schuften. Die Wissenschaft hat uns inzwischen schlauer genacht. Schlaf muss sein. Das merken besonders die Schichtarbeiter, denen es gar nicht bekommt, den Tag zur Nacht und die Nacht zum Tag umzufunktioneren. Besonders schlimm ist es, wenn einer in Wechselschichten arbeiten muss. Wir haben alle eine innere Uhr in uns, die sich tagsüber am Licht orientiert. Das ist ein kleiner Nervenknoten  zwischen dem Hypothalamus und der Kreuzung der beiden Sehnerven im Gehirn. Das Tageslicht wird von den Augen registriert und über Nervenbahnen an unsere innere „Uhr“ weitergeleitet. Eigentlich ist das alles noch viel komplizierter, denn jede unserer Körperzellen besitzt eine eigene Uhr, und diese Milliarden von Uhren synchronisieren sich gegenseitig. Unser Körpergeschehen orientiert sich also an bestimmten vorgegebenen Rhythmen. Das ist einer der Gründe, warum wir die Nacht nicht einfach so zum Tage machen können, auch wenn es noch so geil wäre.

Leider schlafen viele Zeitgenossen ziemlich miserabel. Die Mediziner kennen 88 verschiedene Schlafkrankheiten. Weit verbreitet sind Ein- und Durchschlafstörungen. Und wer nachts nicht erholsam schläft, gammelt so durch den Tag. Das bereitet wenig Spass. Schlaftabletten – die werfen die meisten dann ein – machen es nur noch schlimmer. Ständig muss man die Dosis steigern und dann ist man verdammt abhängig von der Chemie. Auch das Saufen nützt nichts. Man dämmert dann zwar nach einem gewissen Qantum ziemlich schnell weg, doch der Schlaf ist unruhig, die Schlafarchitektur gestört. Der Kater am nächsten morgen lässt auch keinen guten Tagesverlauf erwarten.

Und schließlich gibt es noch zu Tausenden die Schlafapnoiker. Das sind jenes Zeitgenossen, meist deutlich übergewichtig, die grauenvoll schnarchen (was nicht weiter schlimm wäre, außer für den Bettgenossen); eine Katastrophe ist es aber, wenn diese Schnarcher auch noch nachts mit Atemaussetzern zu kämpfen haben. Teilweise bisb zu drei Minuten am Stück! Dann kriegt das Gehirn immer mal wieder keine Sauerstoffzufuhr, und der nächste Tag ist im Eimer, buchstäblich. Stimmung mies, Laune aggressiv und auch mit dem Spass im Bett nimmt es ein böses Ende. Diese Krankheit, Schlafapnoe genannt, lässt sich übriigens toll behandeln. Wenn Sie das haben, auf zum Hausarzt!

Ein Thema, das man sich an diesem Tag des Schlafs vorknöpfen sollte, ist die Schlafhygiene. Hört sich dumm an nach Rasierschaum und Achselspray, hat aber damit nichts zu tun. Gemein ist damit, wie das Schlafzimmer ausgestatte sein soll. Achten Sie auf die passende Raumtemperatur, zwischen 16 – 18 Grad, dezentes Licht, und Matratze und Unterfederung sollten bequem sein. Und bitte keine Schlachtplatte vorm Zubettgehen verdrücken! Ein leichtes Mahl und eine Tasse warme Milch oder Tee mit Honig als Schlummertrunk. Da schläft man seelig ein. Und wenn schon Schlafhilfen, dann Baldriantropfen, Melisse oder Lavendelblüten. Und bitte regelmäßig zu Bett gehen. Unser Organismus ist da eigen und schätzt die Ordnung. Und voher auch bitte keinen Dauerlauf  ums Haus, kein Sport. Nur der eheliche Betätitgung im Bett ist erlaubt, ja sogar enorm schlaffördernd.

 

v.l. Fritz Doppelmayer, Straubing,Helmut Dendl,Landshut, Johannes Vullings,Deggendorf, Rolf Lienemann,Pfarrkirchen

 

Niederbayerische Selbsthilfegruppen-Leiter gründen Arbeitskreis für Schlafstörungen.

Der neu gegründete niederbayerische Arbeitskreis hat sich vorgenommen, sich nicht nur um Schlafstörungen wie Schlafapnoe und das Restless-legs-Syndrom  zu kümmern: Es gibt sehr viel mehr Erkrankungen, die den lebenswichtigen erholsamen Schlaf verhindern!

Bei der Narkolepsie beispielsweise handelt es sich um eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Dieses Krankheitsbild ist charakterisiert durch eine übermäßige Tagesschläfrigkeit und plötzliche Einschlafattacken. Die Insomnie ist dagegen eine weit verbreitete Ein- und Durchschlafstörung. Ursachen können äußere Faktoren wie nächtlicher Lärm, aber auch psychische und physische Probleme des Organismus sein.

Wenn der Schlaf nicht erholsam ist, wird die Leistungsfähigkeit des Menschen über kurz oder lang beeinträchtigt. Vor allem das Immunsystem leidet darunter, was zahlreichen Krankheiten Tür und Tor öffnet.

Ein bedeutender Teil unserer Arbeit wird es sein, dass wir über die Folgen einer unbehandelten Schlafapnoe berichten und die Problematik der von den Krankenkassen zunehmend restriktiver gehandhabten Versorgung dieser Patienten im Auge behalten. In Deutschland leben mehr als 5 Millionen Menschen mit einem Schlafapnoe-Syndrom. Schlafapnoe-Betroffene leiden unter krankhaftem Schnarchen mit nächtlichen Atemaussetzern, die zu einer gefährlichen Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff führen. Die Folgen sind verheerend: Im Straßenverkehr und an Maschinen kommt es immer wieder zu tragischen Unfällen durch den Sekundenschlaf. In den kommenden Jahren werden die Kosten bei Berufsgenossenschaften und Rentenversicherungsträgern steigen, da immer mehr unbehandelte Schlafapnoe-Patienten früher in Rente gehen müssen. Eine unbehandelte Schlafapnoe führt nachweislich zu Herz-Kreislauf-Leiden, zu Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes.

Eine Schlafapnoe zu diagnostizieren und zu behandeln ist heute kein Problem mehr. Dies ist eine der bedeutsamsten präventiven Maßnahmen. Freilich kostet dies Geld, erspart aber dafür in den kommenden Jahren ein Vermögen an Folgekosten. Unverständlich ist es deshalb, dass manche Krankenkassen an der Diagnostik und vor allem an einer wirksamen Behandlung unvernünftig sparen.

Doch wir Patienten brauchen dieser bürokratischen Ignoranz nicht tatenlos zuschauen! Wir müssen unsere Rechte einfordern. Nehmen sie Kontakt auf mit dem niederbayerischen Arbeitskreis. Die Kontaktadresse: Helmut Dendl in Landshut, Tel. 0871-65277, Fax 0871-1437628 oder E-Mail helmut.dendl@t-online.de.

 

 

 

Mit den letzten warmen Sonnenstrahlen im Oktober pflanzt Helmut Dendl, Leiter der Selbsthilfegruppen Schlafapnoe und Restless Legs, rund 500 Tulpenzwiebeln vor den Eingang und in den Park des Klinikums Landshut. Im Frühling erwarten dann die Besucher und Patienten hoffentlich ein Meer aus Rembrandt-, Queen und King-Tulpen in pink, gelb und rot-weiß gestreift.

 

v.l. Helmut Dendl SHG-Leiter RLS,Lilo Habersack, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Restless Legs Vereinigung e.V., Dr. Gunther Karlbauer, Neurologe aus München, Prof. Dr. Josef Heckmann, Chefarzt der Neurologie im Klinikum Landshut.

 

Im Klinikum Landshut fand eine Informations-Veranstaltung, die Herr Helmut Dendl, Leiter der SHG RLS organisierte, für Betroffene und Interessierte über das Restlless Legs Syndrom(RLS) statt.

Im  vollbesetzten Raum “Hammerbach” hörten die Gäste den Vorträgen von RLS Spezialist Prof. Dr. Josef Heckmann, Chefarzt der Neurologie im Klinikum Landshut und Dr. Gunther Karlbauer, Neurologie, München interessiert zu. Frau Habersack – Vorstandsvorsitzende der Deutschen Restless Legs Vereinigung  (RLS e.V) konnte von neuen Erkenntnisse  und Ergebnissen berichten. Es gibt eine Kältetharapie gegen die Beschwerden des RLS. Eine Besserung der RLS -Symptome sowie der Schlaf- und Lebensqualität kann z. B. durch eine Behandlung bei -60 Grad Celsius erreicht werden. Es war eine rundum erfolgreiche Veranstaltung. Das nächste Treffen der Selbsthilfegruppe  RLS findet am Donnerstag, den 14.11.13, im Klinikum Landshut, 10. Stock im Schlaflabor von 18.00 – 19.30 Uhr statt. Näheres erfahren sie bei der Selbsthilfe – Kontaktstell bei Kornelia Thomanek, Telefon 0871-609114 oder beim Gruppenleiter Helmut Dendl, unter E-Mail helmut.dendl@t-online.de.de

 

 

 

 

Seite 42 das schlafmagazin 3/2013

 

David gegen Goliath


Bayern-AOK zieht gegen Frührentner zu Felde


WERNER WALDMANN

Der Vorstandschef der bayerischen AOK rastete wegen des Leserbriefs eines

Frührentners aus Landshut aus und glaubte, dass damit das Ansehen seiner

Kasse beschädigt sei – und so setzte er umgehend eine juristische Strafexpedition

nach Landshut in Marsch, sprich eine kostenpflichtige Unterlassungserklärung

gegen jenen Leserbriefverfasser. Ob der AOK-Chef mit dieser Strategie das

Image seiner Kasse aufpoliert oder seinen Versicherten gar erst klarmacht, sich

doch besser einer anderen Krankenkasse anzuvertrauen, die gegen Bürger nicht

gleich die juristische Keule bemüht, sondern sich lieber um die Versorgungsqualität

ihrer Versicherten kümmert, das ist die Frage.

 

Eine anrührende Story möchte ich Ihnen heute präsentieren.

Zur Warnung und zur Belustigung.

Die Geschichte spielt in Bayern,

dem Land der romantischen Seen,

der CSU und des Weißbiers.

Da ist ein Frührentner namens

Dendl, Helmut Dendl. Der lebt in

Landshut. Er hat einen irren sozialen

Touch. Er ist Schülerpate, gärtnert im

AWO-Heim mit Senioren, schlüpft im

Dezember in ein Nikolausgewand

und besucht alle Gesunden und

Kranken im AWO-Heim, und geht mit

Kleinkriminellen grillen, die auf Bewährung

draußen sind. Dendl engagiert

sich als Bürger in der lokalen

Szene. Der Mann sagt seine Meinung,

geradeheraus. Lässt sich nicht

verbiegen. Und Dendl leitet auch

eine Selbsthilfegruppe in Landshut,

die sich der Schlafapnoe- und Restless-

Legs-Patienten annimmt. Dendl

kennt sich da aus, denn er leidet

selbst unter dieser Krankheit und

macht aus seinen Erfahrungen kein

Geheimnis. Sein Wissen soll auch anderen

Betroffenen, die mit der Therapie

Probleme haben, zugutekommen.

Dendl – ein Paradebürger, uneigennützig,

kommunikativ: Dem müsste

die Bayerische Landesregierung

schon eine Bayerische Medaille für

gelebtes Ehrenamt an die Brust heften.

Dendl verfolgt natürlich, was sich

in der Politik so tut. Besonders in der

Gesundheitspolitik. Denn das betrifft

den Bürger unmittelbar. Dendl fand

den hausarztzentrierten Vertrag, den

die AOK in Bayern einst aus der Taufe

hob, schlichtweg gut. Ein solcher Vertrag

bringt denjenigen, die sich bei

ihrem Doktor einschreiben lassen, einige

Vorteile.

Krankenkassen und Hausärzteverbände

zusammenzukriegen, das ist

ein Kunststück, denn da sind kontroverse

Interessen im Spiel. Mit Verhandlungsgeschick

und dem Gedanken,

gemeinsam etwas für die Patienten

zu tun, lässt sich das schon

meistern. Siehe das Beispiel Baden-

Württemberg. Dort entwickelte sich

der vor fünf Jahren geschlossene

Hausarztvertrag zu einem Selbstläufer.

Die AOK Baden-Württemberg

unter ihrem Vorstandschef Dr. Christopher

Hermann setzt immer wieder

ein weiteres Stück obendrauf. Jetzt

kriegen auch Jugendliche bis zum

18. Lebensjahr nichtverschreibungspflichtige

Medikamente von der AOK

erstattet. Toll für die Familien. Der

schwäbische Hausarztvertrag ist ein

Bombenerfolg. So sehen Sieger aus,

verkündete jüngst die Presse zum

Jubiläum.

In Bayern hat sich das etwas anders

entwickelt. AOK und Hausärzte

konnten nie einen gemeinsamen

Nenner finden, geschweige denn

den Hausarztvertrag zum Erfolg führen.

Die Bayern-AOK reklamiert für

sich, einen solchen Vertrag frühzeitig

auf den Weg gebracht zu haben,

dann aber drohten die Hausärzte,

ihre Kassenzulassung auf breiter

Front zurückzugeben. Der Coup

misslang, weil Ärzte sich auch nie

einig sind. Die AOK kündigte den

Vertrag daraufhin. 14 Monate existierte

also keiner. Die Politik verdonnerte

die Kasse dann dazu, den Vertrag

zu reanimieren. Es gab ihn also

wieder und es gab ihn doch nicht so

recht. Der Vorstand des Hausärztekreises

Landshut, Dr. Gerhard Liebl,

musste es wissen, als er der Landshuter

Zeitung verriet: „Die AOK“, so

Dr. Liebl, „fährt den derzeit geltenden

Hausarztvertrag bewusst an die

Wand, nachdem sie von der Politik

zum Abschluss gezwungen war… Sie

boykottiert und arbeitet gegen ihn,

wo es nur geht.“ In Wikipedia war

vor kurzem noch nachzulesen, dass

es in Bayern keinen gültigen Hausarztvertrag

gebe. Ein rechtes Tohuwabohu.

Da kann sich ein Laie kaum

zurechtfinden.

Der Held unserer Geschichte

glaubte nun wirklich, es gäbe keinen

gültigen Hausarztvertrag der AOK,

und mit dieser Kenntnis verfasste er

seinen Leserbrief. Dendl freilich irrte

mit seinem Satz „In Bayern kündigte

die AOK im Dezember 2010 den

Hausarztvertrag. Damit steht für

AOK-Versicherte zurzeit kein Hausarztmodell

zur Verfügung.“

Dendl musste sich setzen, als ein Schreiben der Anwälte Richter & Simon aus München in seinem Briefkasten landete. In nüchternem Anwaltsdeutsch wurde er aufgefordert, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen und 750 Euro Anwaltsgebühren zu berappen. Dendl hatte inzwischen weiterrecherchiert und sah ein, dass er geirrt hatte. Doch dafür 750 Euro den Anwälten in den Rachen zu werfen, nein, das sah seine Bürgerseele nicht ein.  Wenn man das Schreiben der Anwältin Sabine Richter liest, muss man sich wundern. Dieser Leserbrief, so die Juristin, betreibe unlauteren Wettbewerb zugunsten der anderen Krankenkassen, da er bei dem Leser den falschen Eindruck erwecke, dass andere Krankenkassen ihren Versicherten im Gegensatz zur AOK in Bayern ein Hausarztmodell zur Verfügung stellten. Gut, Anwältin Richter beherrscht ihr Geschäft. Von ihr ist nicht zu erwarten, dass sie wie ein Normalmensch denkt. Dendl hat sich geirrt, wohl wahr. Doch muss sich ein juristischer Laie beim Verfassen eines Leserbriefs um juristischen Beistand bemühen? Im Leserbrief darf man seine Meinung äußern. Nur beleidigen darf man niemand. Oder hat Dendl die AOK beleidigt? Ist das überhaupt möglich? Dass Dendl mit seinem Irrtum AOK-Versicherte in die Arme anderer Krankenkassen treibe, das ist schon eine abenteuerliche Interpretation!

Wir wollen dies der Anwältin Richter nicht verdenken, denn sie hat schlicht ihr Mandat erfüllt. Urheber der Unterlassungskampagne war – man staune! – der Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern selbst, Dr. Helmut Platzer. Die von ihm schwungvoll unterzeichnete Vollmacht liegt vor mir auf dem Schreibtisch. Mein spontaner Gedanke: Ist dieser Mann noch bei Trost? Und: Um Gottes willen, was hat der für Berater? Mit einer solche Petitesse gibt sich doch kein Vorstandsboss ab. Aber das kann ein Dr. Platzer dem Ansehen seiner AOK doch nicht antun!

Dr. Platzer hat mich als Vorsitzenden des BSD auf mein Schreiben hin zu diesem Fall nach München eingeladen. Ich versuchte ihm klarzumachen, dass er da wohl die falschen Register gezogen habe. Er beschäftigt einen Pressesprecher. Den hätte er zur Landshuter Zeitung schicken sollen, um in einem Interview kundzutun, dass die AOK im Augenblick sehr wohl wieder einen gültigen Hauarztvertrag habe. Auf diese Idee kam offenbar niemand in der Vorstandsetage. Statt mit Dendl mal zu reden, wurde sofort ein Anwaltsbüro in Marsch gesetzt. Ich riet Dr. Platzer, den Dendl schleunigst einzuladen und ihn zu einem Fan der AOK zu machen. Dr. Platzer steht als AOK-Boss ein stattliches Salär zu. Verständlich, dass er sich so nicht vorstellen kann, dass es einen kleinen Frührentner umhaut, wenn der plötzlich 750 Euro aufs Anwaltskonto überweisen soll. Dr. Platzer kann sich wohl auch nicht so leicht vorstellen, dass eine solche Geschichte dem kleinen Mann auf die Psyche geht. Dendl ist jetzt wütend. Er hat die AOK auf Schmerzensgeld verklagt. Aufs Geld kommt es ihm aber nicht an. Er will Öffentlichkeit.

Er will wissen, ob ein Krankenkassenboss die Beiträge seiner Versicherten für eine solch banale Angelegenheit verpulvern darf. Und er will wissen, ob seine irrtümliche Bemerkung zum Hausarztvertrag dem Ansehen der AOK in Bayern geschadet habe oder ob die überzogene Reaktion des Dr. Platzer die Kasse in Misskredit bringt.

Ob Dr. Platzer doch noch einlenkt? Ob er auf Dendl zugeht und seine juristische Strafaktion bedauert und Satisfaktion offeriert? Deeskalation nennt man das, wirkungvolles Krisenmanagement.

Eines kann ich mir zum Schluss nicht verkneifen: Dendl muss ein Hellseher sein. Dr. Platzer hat den Hausarztvertrag vor kurzem auf 2014 ordentlich gekündigt. War in der Medical Tribune zu lesen.

Dendl hat also seinen Leserbrief nur ein Jahr zu früh an die Zeitung verschickt.

Werner Waldmann MA
Redaktionsleitung
MediText Dr. Antonic
Hagäckerstr. 4
73760 Ostfildern
Tel: 0711/765 64 94
Fax: 0711/765 65 90
USt-IdNr. DE229037873