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Hans Rampf

„BIN MIT MEINEM NACHFOLGER SEHR ZUFRIEDEN“

Der inzwischen 70-jährige Landshuter Alt-OB Hans Rampf im Gespräch mit klartext.LA

 

Sie, Herr Rampf, sind nun siebzig Jahre alt geworden, wie fühlen sie sich?

„Ich fühle mich ganz gut und kann es noch gar nicht fassen, dass der Siebener jetzt vor der Null steht. Ich habe das Glück gehabt, dass ich vor allem gesundheitlich noch gut beieinander bin und fühle mich dadurch noch besser. Gartenarbeiten und meine sportlichen Tätigkeiten zwei- bis dreimal in der Woche bringen mich auf Vordermann, obwohl man in meinem Alter doch schon bemerkt, dass man keine großen Bäume mehr ausreißen kann.“

 

Was war die schönste Zeit in ihrem bisherigen Leben?

„Das ist eine sehr schwierige Frage. Die schönste Zeit war doch die Jugendzeit in der man wie ich fußballerisch unterwegs war, besonders von der Zeit ab, als ich vom VfR Laberweinting nach Landshut zur Spielvereinigung transferiert wurde. Eine intensive, aber doch schöne Zeit war auch, als ich den MC- Donalds in Landshut aufgebaut habe, wo es natürlich aber auch Höhen und Tiefen gegeben hat.“

 

Sie waren zwei Amtsperioden Oberbürgermeister der Stadt Landshut. Was war ihr größter Erfolg während dieser Zeit?

„Als ehemaliger Wirtschaftler konnte ich als Oberbürgermeister erreichen, den Haushalt der Stadt schuldenfrei zu verwalten und jeweils 15 Prozent der Gesamtschulden abzubauen. Mir hat schon sehr gut gefallen, dass man mit den Haushaltsgeldern gut umgegangen ist und das war für mich persönlich als wirtschaftlich agierender Mensch schon ein sehr großer Erfolg.“

 

Gab es für sie einen gravierenden Misserfolg in ihrer Amtszeit und was hätten sie gerne besser gemacht?

„Was ich gerne erreicht hätte wäre gewesen, eine Verbindung von der Stadt zur Burg herzustellen, um mit einem Burgaufzug den Tourismus in der Stadt Landshut zu fördern. Leider waren die Landshuter Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen Gründen dazu nicht bereit. Wo ich auf den Mund gefallen bin war die Westanbindung, die durch einen Bürgerentscheid leider nicht bestätigt wurde. Glücklich war ich auch nicht darüber, die Fusion und Kooperation der beiden Krankenhäuser nicht zu Stande gebracht zu haben, das hätte ich gerne geschafft.“

 

Was hätten sie, wenn für sie eine dritte Amtsperiode möglich gewesen wäre, noch gerne in Angriff genommen?  

Ich bin ganz ehrlich und sage, alles was unser jetziger Oberbürgermeister Alexander Putz in Angriff genommen hat, hätte ich auch gemacht, mit den Schwerpunkten Bildungseinrichtungen für die Zukunft, den Kinderkrippen und Kindergärten. Vor allem im Sozialbereich hätte ich Akzente gesetzt, das betrifft vor allem die Sozialwohnungen und den bezahlbaren Wohnraum, die schon in meiner Zeit angeschoben wurden um ein Gegenstück zu den doch sehr teuren Mietverhältnissen, die in der Stadt mittlerweile herrschen, zu entwickeln.“

 

Waren sie in der Zusammenarbeit mit ihren Stadträten immer zufrieden und sind sie mit ihnen gut ausgekommen?  

„Ich muss ganz offen sagen, dass ich im zwischenmenschlichen Bereich und auch was die Zielorientierung in der Stadtratsarbeit anbelangt, sehr gut ausgekommen bin. Dass es unterschiedliche Charaktere gibt ist ganz klar, aber ein Oberbürgermeister muss in der Lage sein auf die Räte der Stadt einzugehen und mit ihnen umzugehen.“

 

Sind sie mit einer Stadträtin oder einem Stadtrat überhaupt nicht ausgekommen?

„Das könnte ich nicht sagen. Bei einzelnen Personen hatte man schon eine gewisse Distanz, das beruhte aber eher von einer politischen anderen Ebene her, das kommt vor. Ich habe aber jeden so genommen, wie er oder sie war und damit bin ich gut gefahren.“

 

Sind sie mit der Arbeit ihres Nachfolgers im Amt des Oberbürgermeisters zufrieden?

„Ich stecke ja nicht mehr mittendrin und betrachte das Ganze als normaler Bürger der Stadt, aber was ich sehen kann, setzt er Schwerpunkte und Prioritäten und so wie er sie ausführt, kann ich es voll unterschreiben. Die Nebenkriegsschauplätze die sich hier und dort auftun, interessieren mich als Landshuter Normalbürger überhaupt nicht.“

 

Was ist für sie das zurzeit dringenste Problem, das von der Stadt angegangen werden muss?

„Ich bin der Meinung, dass man das Problem der Umfahrung der Stadt nicht aus den Augen verlieren darf. Wenn in drei Jahren der Anschluss der B15neu bei Essenbach geschafft ist, werden wir einen Sturm von Fahrzeugen in der Stadt erleben, der sich gewaschen hat und ich habe den Eindruck, dass die Leute auf die Barrikaden gehen werden. Darum muss die Verbindung Westumgehung – Anbindung B15neu unbedingt in das Feststellungsverfahren eingebracht und auch umgesetzt werden trotz aller ökologischen Bedenken. Dieses wird das größte Problem werden und sein. Das gute Einvernehmen von OB Putz mit Landrat Dreier sollte unbedingt unterstützt und weiter gefördert werden um dieses wirkliche Problem zu lösen. Eine Prognose darüber  zu stellen, ist für mich schwierig, aber in den nächsten zehn Jahren wird es kaum möglich sein.“

 

Wie beurteilen sie die Landshuter Bürgerinnen und Bürger im Allgemeinen?

Obwohl es in meiner Amtszeit Probleme verschiedenster Art gegeben hat sind mir die Landshuter sehr gewogen. Wenn man kein Mandat mehr hat, ist man ja Ottonormalverbraucher und da ist es für mich so toll, dass, wenn ich in der Stadt unterwegs bin, die Leute auf mich zugehen und mich wohlwollend wahrnehmen.“

 

DANKE FÜR DIESES GESPRÄCH HERR ALTOBERBÜRGERMEISTER

 

h.j.lodermeier

 

Bildtext: Altoberbürgermeister Hans Rampf wird 70. Bürgerinnen und Bürger können ihm am Freitag, 19. Oktober, zwischen 11 und 14 Uhr im Innenhof der Stadtresidenz persönlich gratulieren.

 

Altoberbürgermeister Hans Rampf feiert 70. Geburtstag

 

Altoberbürgermeister Hans Rampf feiert am Freitag, 19. Oktober, seinen 70. Geburtstag. Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die ihm persönlich gratulieren wollen, haben dazu an diesem Tag im Innenhof der Stadtresidenz zwischen 11 und 14 Uhr die Gelegenheit. Die Stadt kommt damit dem Wunsch des Altoberbürgermeisters nach, auf den sonst üblichen Empfang zu verzichten; im kleinen Rahmen sollen Bürgerinnen und Bürgern jedoch trotzdem die Möglichkeit haben, ihn beglückwünschen zu können. Musikalisch unterstützt vom Duo „only two” mit Reini Rogl und Susanne Heigl wird Hans Rampf seine Gratulanten im Stadtresidenzinnenhof empfangen. In lockerer Atmosphäre können dabei persönliche Worte gewechselt und alte Erinnerungen aufgefrischt werden. Bei schlechtem Wetter findet der Empfang im Marstall in der Ländgasse (ausgeschildert) statt.

Der Altoberbürgermeister bittet in diesem Zusammenhang alle, die planen, ihre Glückwünsche um eine kleine Aufmerksamkeit zu erweitern, statt Geschenke um eine Spende für bedürftige Landshuter. Diese soll an die von Hans Rampf vor zehn Jahren anlässlich seines 60. Geburtstages ins Leben gerufene „OB-Direkthilfe” für Landshuter in Not gehen. Die Aktion wird von seinem Nachfolger Oberbürgermeister Alexander Putz in bewährter Weise fortgeführt. Gespendet werden kann auf das nachfolgende Konto der Stadt Landshut: IBAN: DE42 7435 0000 0000 0011 12, BIC: BYLADEM1LAH oder alternativ unter Konto-Nummer: 1112, BLZ: 74350000, Sparkasse Landshut. Es wird gebeten, den Verwendungszweck „OB-Direkthilfe” anzugeben. Die Spende kommt nach entsprechender Prüfung zu 100 Prozent bedürftigen und in Not geratenen Landshuter Bürgern zugute.

 

Foto: Stadt Landshut

Die Begrüßungsrede hielt der 1. Vorsitzende Hans Eller

Die Grüße des Oberbürgermeisters, des Stadtrates und der Stadtverwaltung Landshut überbrachte der 3. Bürgermeister Erwin Schneck

2. Vorsitzender Hans Rampf und 3. Vorsitzender Horst Lippert ließen die vergangenen 70 Jahre kurzweilig Revue passieren.

Die Moderation lag in bekannter und bewährter Weise bei Alf Niedermeier von Radio Trausnitz.

Bildunterschrift v. l.: Peter Erl Bezirksvorsitzender MU-Niederbayern, Johann Wagner (Bezirksschriftführer), Hans Rampf (stellvertretender Bezirksvorsitzender, Richard Grab (stellvertretender Kreisvorsitzender der MU Landshut), Andreas Scheuer (Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Bernd Sibler (bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus), Kambiz Kiarass (Kreisvorsitzender der MU Landshut), Matthias Yblagger (Mitglied des Vorstandes der MU Landshut)

Beim niederbayerischen Mittelstandstag am Samstag in Windorf (Kreis Passau) wurde der Bezirksvorsitzende Peter Erl mit 100 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter aus der Alt-OB Hans Rampf (Landshut), Gudrun Zollner (Wallersdorf), Michael Hasenberger (Passau) und Franz Hollmayr (Bischofsmais).

Neben einigen Abgeordneten zählten auch unser Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und unser Landeskultusminister Bernd Sibler zu den Gästen. Bernd Sibler ist sogar der MU als 547 Mitglied beigetreten.

In seinem Tätigkeitsbericht forderte Peter Erl auch angesichts der neuen Datenschutzverordnung in Richtung München, Berlin und Brüssel: „Baut die Bürokratie ab!“ Unteranderem wurde die rasche Fortsetzung des Breitbandausbaus für ein schnelles Internet, die Beseitigung der vielen Mobilfunklöcher sowie die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur gerade auch in Niederbayern klar artikuliert. Er forderte im Hinblick auf die Asyl-Debatte ein Zuwanderungsgesetz, und betonte, dass man gastfreundlich sei, aber nicht blöd. Aus den Reihen der MU Niederbayern gab es auch Kritik an der Politik in München, Berlin und Brüssel ihre Versprechungen auch einhalten müsse.

Der Bundesverkehrsminister hob dann in seiner Rede die sehr wichtige Multiplikatorenfunktion der Mittelstandsunion des CSU Bezirksverbandes Niederbayern mit Blick auf die Landtags- und Bezirkstagswahlen am 14. Oktober hervor und ging dann in seiner Rede auch auf vorher angesprochenen Aspekte der MU Niederbayern ein.

So lobte er die gute Konjunktur, die niedrige Arbeitslosigkeit und den Einsatz der CSU bei den Koalitionsverhandlungen, was dazu führte, dass man z.B. „die Finger von der Erbschaftssteuer gelassen“ habe. Er informierte über milliardenschwere Investitionen der Bundesregierung im Forschungsbereich, die gerade auch dem Mittelstand zu Gute kommen werden und verwies auf ein neues Förderprogramm im Juli, welches die letzten 5-8 Prozent der Haushalte beim Glasfaserausbau erschließen wird.

Zur Diesel-Abgasdebatte und zur Diskussion über neue CO2 Grenzwerte meinte Andreas Scheuer vor allem auch die vielen Handwerksbetriebe im Blick habend: „Wir brauchen keine politische´´-biologischen Grenzwerte, die kein Mensch einhalten kann, sondern wir brauchen technisch vernünftig machbare Grenzwerte.“

Peter Erl kündigte einen Antrag auf dem nächsten CSU Parteitag an, der es auch der Mittelstandsunion zukünftig ermöglich soll, ein Mitstimmungsrecht wie z. B. die Junge Union, die Frauen Union oder die Senioren Union zu erhalten.

 

ALTOBERBÜRGERMEISTER HANS RAMPF: „Es ist eine große Ehre für mich“ – Galerie im Rathaus ist mit dem Portrait von Hans Rampf erweitert worden

 

Im Vorfeld der Plenumssitzung am Freitag ist die Galerie mit den Bildnissen der ehemaligen Landshuter Oberbürgermeister beziehungsweise Bürgermeister im Rathaus um das Porträt von Altoberbürgermeister Hans Rampf erweitert worden.

 

Die feierliche „Enthüllung“ nahm Oberbürgermeister Alexander Putz im Beisein des Altoberbürgermeisters und des Stadtrats vor. Wie Putz betonte, „findet damit die Würdigung der großartigen Verdienste von Hans Rampf als Oberbürgermeister im Zeitraum von 2004 bis 2016 nun auch einen sichtbaren Ausdruck“.

Der bekannte Landshuter Maler Michael Lange schuf das 80 mal 60 Zentimeter große Ölbild diesen Sommer nach Fotovorlagen, die bei einer Porträtsitzung in Langes Atelier entstanden. Das Bildnis von Altoberbürgermeister Hans Rampf ist das elfte in der „Bürgermeister-Galerie“ vor dem Alten Plenarsaal. “Es ist eine große Ehre für mich”, sagte Altoberbürgermeister Hans Rampf bei der Enthüllung.

Wie Hans Rampf in einem Gespräch mit klartext.LA erklärte, hätte er in seinem Leben nie gedacht, dass sein Bild einmal im Landshuter Rathaus hängen würde. Sein „Aufgehängtsein“ betrachtet er als eine Bestätigung von 12 Jahren erfolgreicher Amtszeit als Oberbürgermeister der Stadt Landshut. Als nicht gebürtiger Landshuter, Rampf ist in Laberweintinger geboren und aufgewachsen, empfindet er es umso mehr als eine positive Erfahrung in seinem Leben.

 

Altoberbürgermeister Rampf  im Gespräch mit Gratulanten

Erst als die Landshuter Bürger auf ihn zugekommen sind eventuell in der Stadtpolitik tätig zu sein, ist er „heiß“ auf so eine Tätigkeit geworden. „ Wenn man aus einem kleinen Dorf kommt“, wie er es formulierte, dann war es schon ein tolle Sache, in der niederbayerischen Metropole als Oberbürgermeister zu agieren.

Ein einschneidendes Erlebnis war die Anfrage von der Spielvereinigung Landshut, ob er als Fußballer der in Laberweinting aktiv war, nicht überwechseln wollte. Linker oder rechter Verteidiger war sein Betätigungsfeld auf dem Rasen. Somit zog Rampf 1975 nach Landshut und lebte sich dort ein. Der berufliche Start in Landshut war durch die Arbeitsplatzvermittlung durch die „Spiele“ zur Fa. Hertie als Casino-Koch, gelegt worden. Zusammen mit seinem großen Mentor Manfred Hölzlein, führte er einige Jahre den Fußballclub der Spielvereinigung Landshut.

Seine ganz große Karriere als Unternehmer und Gastronom begann mit der Übernahme eines MC- Donald Restaurants in der Stadt Landshut. Sein Unternehmen baute er sukzessiv weiter aus.

Seit 1998 ist Hans Rampf bei der CSU. Mit der Unterstützung durch die Aktion „Pro Rampf“ schaffte es Rampf mit 50,4 Prozent im Jahre 2004 gegen fünf Mitbewerber zum Oberbürgermeister gewählt zu werden. Mit 61,1 Prozent gewann er die Wiederwahl sechs Jahre später.

Der ehemalige Oberbürgermeister sieht sich als normal gebildeter Mensch und betrachtet seinen Werdegang als Geschäftsmann und Politiker als ein großes Glück. Er hätte gerne für sein ehemaliges Amt eine Ausbildung als Rechtsgelehrter genossen, denn die Anforderungen eine Stadt regieren zu können verlangt auf diesem Sektor ein großes Wissen. Er glaubt, dass ihm dies aber trotzdem relativ gut gelungen sei. Umso mehr freut es Hans Rampf, dass er am heutigen Tag diese Ehrung entgegennehmen darf.

Sein Rentnerdasein ist mit vielen Ehrenämtern ausgefüllt, denen er gerne nachgeht und damit weiter einen besonderen  Kontakt mit seinen Landshuter Bürgern pflegen kann.

 

-hjl-

 

Fotos: Stadt Landshut –  Lodermeier

 

Es ist soweit: das Portrait des Altoberbürgermeister Hans Rampf hängt im historischen Vorraum zum Alten Plenarsaal. An seinem Revers hat der Lions-Club eine Dauerwerbefläche erhalten.
So groß wie er ist kein Oberbürgermeister dargestellt. Sein – im Gegensatz zu den anderen Portraits alter OBs schlichter Rahmen – fällt in der Größe aus demselben. Ebenso ist die Person größer dargestellt als seine Vorgänger. Dazu kommt die herausragende Auffälligkeit der Haut- und Kleidungsfarbe. Wer in eine Sitzung geht oder vor allem daraus kommt, wird seinen Blick auf das neue Bild richten. Dafür drängt sich der Ort (Bürgermeister Lorber büßte seinen bisherigen Stammplatz ein) auf und das Bild ist ausreichend auffällig gestaltet.
Josef Deimer der einen neuen Platz erhielt und nun rechts neben Rampf in Richtung Ecke angebracht wurde wirkt im Vergleich zurückhaltender und sehr nachdenklich…
RS

Interessierte Beobachter und Sprecher für den EVL: Alt-OB Hans Rampf und Hans Eller, die Vorsitzenden des Eissportvereins Landshut

Halle erhält unter anderem neues Dach und neue Eistechnik
Bauarbeiten dauern rund vier Jahre und kosten etwa 21,3 Millionen Euro

Die Eishockeyfans in der Region Landshut können aufatmen: Das vor allem wegen seines maroden Dachs dringend renovierungsbedürftige Städtische Eisstadion am Gutenbergweg wird umfassend saniert. Das haben der Bau- und der Sportsenat des Stadtrats am Donnerstagabend bei einer gemeinsamen Sitzung mehrheitlich beschlossen.

Nach vorbereitenden Arbeiten im kommenden Jahr sollen die Baumaßnahmen nach der Saison 2018/19 beginnen und werden voraussichtlich bis Herbst 2022 dauern. Um den Sportbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, werden die Arbeiten in vier Bauabschnitte unterteilt. Dadurch ist gewährleistet, dass die Eishockey-Profimannschaft des EV Landshut ihre Heimspiele auch während der laufenden Sanierung in eigener Halle austragen kann; das Fassungsvermögen des Stadions wird in dieser Zeit zwischenzeitlich aber bei nur rund 2600 Zuschauern liegen. Nach der Sanierung wird die Kapazität der Halle wieder auf etwa 4400 Besucher steigen. Die Kosten des Projekts werden vom Planerteam um die beiden Architekturbüros Feigel – Dumps (Landshut) und Schlenker (Villingen-Schwenningen) auf etwa 21,3 Millionen Euro netto veranschlagt.

Umgesetzt werden soll die sogenannte „Variante 3a“: Diese sieht als Hauptmaßnahmen neben einer neuen Kälteanlage für die Eisbereitung auch eine komplett neue Dachkonstruktion sowie den Abbruch und Neubau der Stehplatztribüne Ost und ein Aussteifungsbauwerk Ost vor. Dieses ist aus statischen Gründen unverzichtbar. Der Neubau einer dann steiler als bisher angelegten Stehplatztribüne wiederum bringt sowohl für die Zuschauer als auch für die Sportler erhebliche Vorteile mit sich. So werden sich die Sichtverhältnisse und die Atmosphäre im Stadion erheblich verbessern; außerdem entsteht unter den neuen Tribünen zusätzlicher Platz, der beispielsweise für Aufwärmbereiche oder Trainingsräume genutzt werden kann.

OB Alexander Putz zeigte sich mit dem Ergebnis der rund dreistündigen Beratungen sehr zufrieden. „Das ist ein klares Bekenntnis der Stadt zum bundesweit gerade wegen seiner hervorragenden Nachwuchsarbeit noch immer hoch geschätzten Eishockeystandort Landshut, der nicht umsonst auch das Landesleistungszentrum beheimatet. Nach der Sanierung wird das Eisstadion optimale Voraussetzungen für die Sportler aus Nah und Fern ebenso wie für Tausende Fans bieten. Ich freue mich, dass die Mitglieder des Bau- und Sportsenats mehrheitlich für dieses Projekt gestimmt haben.“ Jetzt gehe es darum, die Detailplanungen und ab 2019 die Arbeiten mit höchster Ausgabendisziplin anzupacken.

Für die während der Bauabschnitte sicher nicht ganz vermeidbaren Einschränkungen bittet Putz Sportler und Zuschauer schon jetzt um Verständnis. „Dafür werden wir ab Herbst 2022 die Heimspiele des EVL in einer modernen, schmucken Arena genießen können – hoffentlich dann zumindest in der DEL 2.“

…hängt bald im Landshuter Rathaus. Es wird das Porträt von Hans Rampf sein. Wie jeder Oberbürgermeister dessen Amtszeit abgelaufen ist, wird auch sein Konterfei in Öl an einem prominenten Platz im Alten Rathaus hängen. Die Arbeiten daran haben bereits begonnen.
Man darf gespannt sein, welche Farbtöne dabei dominieren werden…

Normalerweise verbindet man den Begriff “Erschließungskosten” mit einem Neubaugebiet. Wer sich dort ein Haus kauft weiß, dass er für die erstmalige Erschließung zahlen muss. In Landshut gibt es jedoch eine Kuriosität: Die uralte Kanalstraße im Ortsteil Auloh, soll jetzt “erstmalig erschlossen” werden.

Im Juni 2013 war das Thema Erschließung der Kanalstraße schon einmal auf der Agenda. Damals führte die Stadt Landshut auf Antrag der Stadträte Ludwig Graf, Helmut Radlmeier und Rudolf Schnur eine Anwohnerbefragung durch. Die Betroffenen entschieden sich mit überwältigender Mehrheit (78,1%) gegen eine Erschließung.

Kein Wunder, denn aufgrund des ungünstigen Verhältnisses zwischen Straßenlänge und Anzahl der Grundstückseigentümer ist damit zu rechnen, dass die Erschließung der Kanalstraße für die Betroffenen, die 90% der Kosten tragen müssen, richtig teuer wird. Grund für dieses Missverhältnis ist die Tatsache, dass bedeutende Flächen im oberen Bereich der Kanalstraße einem Energieerzeuger gehören und dieser nicht zur Zahlung herangezogen wird (kein Bauland). Glück für ihn, Pech für die Anwohner, noch dazu, da in der Kanalstraße im Gegensatz zu einem Neubaugebiet ältere Häuser stehen, deren Erhaltung und Sanierung viel Geld kostet. Bei einigen Hausbesitzern steht durch die Erschließung jetzt sogar die Altersvorsorge auf dem Spiel. Andere wissen überhaupt nicht, wie sie das bezahlen sollen.

Auch Frau K. gehört zu denen, die 2013 mit “Nein” gestimmt hatten und darauf vertrauten, dass diese demokratisch herbeigeführte Entscheidung Bestand haben würde. Als erste Gerüchte auftauchten, dass die Kanalstraße nun doch erschlossen werden soll, nutzte sie im Dezember 2016 eine zufällige Begegnung mit dem damaligen OB Rampf um ihn danach zu fragen. Sie formulierte das so:

“Jetzt bekommen wir eine neue Straße, aber wir Anwohner wollen keine”. Darauf antwortete der damalige OB wörtlich: “Wenn ihr keine wollt, dann kriegt ihr auch keine”.

Frau K. kann sich an jedes Wort noch deutlich erinnern, da die Auskunft vom damaligen OB eine Last von ihrer Seele nahm.

Man frägt sich, ob in Landshut mittlerweile das „gebrochene Wort“ gilt, denn einige Wochen später war die Zusage des damals noch amtierenden OB Rampf nur noch Makulatur. Die Anwohner wurden nicht erneut befragt, das Geld für die Baumaßnahme in den Haushalt eingestellt und womöglich werden bald die Bagger rollen. Nun kann man vielleicht einwenden, dass Hans Rampf nicht mehr Oberbürgermeister ist. Dennoch hat das Versprechen eines Oberbürgermeisters Bindekraft für die Stadtverwaltung über seine Amtszeit hinaus. Dies gilt ebenso für Verträge und Verwaltungsakte, die er während seiner Amtszeit im Namen der Stadt Landshut unterschrieben hat. Das Vertrauen der Bürger in die Verwaltung, in den Rechtsstaat und in die gewählten Volksvertreter ist ein hohes Gut, das nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden sollte.

Zweifellos ist im unteren Teil der Kanalstraße eine Sanierung der Fahrbahndecke notwendig. Aber daraus gleich ohne die versprochene Befragung der Betroffenen eine komplette Erschließung zu machen und damit den demokratisch geäußerten Willen der Anwohner zu ignorieren, hat nichts mit Bürgerfreundlichkeit zu tun.

Bereits im Herbst 2016 haben die Stadträte Ludwig Graf und Rudolf Schnur beantragt mit den Bürgern in einen Dialog vor Ort zu treten und diese ausführlich über die Möglichkeiten zu informieren. Trotz mehrfacher Nachfragen ist dies bis heute nicht erfolgt.

Das von einem amtierenden Oberbürgermeister abgegebene Versprechen keine zwei Monate später zu kippen, nur weil dieser nicht mehr im Amt ist, ebenfalls nicht.

Aus diesem Grund habe ich am 22. Februar eine Email an den amtierenden Oberbürgermeister Alexander Putz geschickt.

Hier im Wortlaut:

” Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Putz,

im Rahmen meiner zahlreichen Gespräche mit betroffenen Grundstückseigentümern hat sich herausgestellt, dass Herr Oberbürgermeister a. D. Rampf noch während seiner Amtszeit im Dezember 2016 einer Anwohnerin zugesagt hat, es werde keine erstmalige Erstellung der Kanalstrasse gegen den Willen der betroffenen Grundstückseigentümer geben. Die unterschriebene Aussage von Frau K. habe ich zu Ihrer Kenntnisnahme beigefügt.

Da ich selbstverständlich davon ausgehe, dass eine vor zwei Monaten vom damaligen OB Rampf gegebene Zusage auch für seinen Nachfolger gilt, bitte ich um Mitteilung, wann die Befragung der Anwohner stattfinden wird. Sie kann nach dem Vorbild der Befragung von 2013 durchgeführt werden.”

 

Bisher hat Herr OB Putz nicht reagiert. Nicht nur ich, sondern 45 weitere Grundstückseigentümer der Kanalstraße, mit denen ich mich kurzgeschlossen habe, warten gespannt auf eine Antwort.

HS

Die schriftliche Erklärung von Frau K. liegt dem Herausgeber vor