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Handwerk

Bildtext: Freuten sich über ein gelungenes Tagesseminar: Unternehmerfrauen im Handwerk mit ihrer Vorsitzenden Manuela Nemela (5. von links) an der Spitze, Bildungskoordinator Harald Fellner (Landkreis Landshut, 4. von rechts) und der international renommierte Referent Jörg Mosler (5. von rechts).

 

 

Mitarbeiter gewinnen für das Handwerk

Unternehmerfrauen und Landkreis Landshut veranstalteten Führungskräfte-Seminar

 

Es ist immer eine Frage des „Gewusst-wie“: Die richtige Strategie steht auch am Anfang eines Erfolgs bei der Mitarbeitergewinnung für das Handwerk. Wie man das anpackt, eine erfolgversprechende Strategie einschlägt, das wurde Vertreterinnen des Handwerks aus dem Raum Landshut und weit darüber hinaus bei einem Führungskräfte-Seminar des Vereins „Unternehmerfrauen im Handwerk“ (UFH) im großen Sitzungssaal des Landratsamts ebenso anschaulich wie praxisnah vermittelt.

Das Seminar haben die Landshuter und Freisinger Unternehmerfrauen im Handwerk mit der Vorsitzenden des Landshuter Arbeitskreises, Manuela Nemela, an der Spitze zusammen mit dem Landkreis Landshut, vertreten durch Bildungskoordinator Harald Fellner, organisiert und abgehalten. Sie zeigten sich sehr angetan von der Gastfreundschaft des Landkreises und freuten sich über das große Interesse an der Veranstaltung: Außer aus der Region Landshut waren insgesamt über 40 Vertreterinnen des Handwerks aus den Räumen München, Rosenheim, Dingolfing, Straubing und Passau gekommen.

Sie sollten nicht enttäuscht werden: Die UFH und Bildungskoordinator Fellner hatten für den Workshop den Referenten Jörg Mosler gewonnen. Mosler stammt aus einer Unternehmerfamilie, war bereits mit 23 Jahren Dachdeckermeister und hat etliche Jahre erfolgreich sein Handwerks-Unternehmen geführt. Seit rund neun Jahren geht er nun freilich hauptsächlich seiner großen Leidenschaft nach, Handwerks-Führungskräften in Vorträgen und mit Publikationen aus seiner Feder Ratschläge zu geben und wertvolle Handlungsanweisungen zu vermitteln.

Damit ist er als Autor und Ratgeber mittlerweile über Deutschland hinaus bekannt geworden. In dem Tagesseminar der UFH im Landratsamt Landshut kam er gleich zur Sache und gab den Teilnehmerinnen Leitfäden für eine erfolgreiche Mitarbeiter-Rekrutierung mit auf den Weg. Seine Ratschläge verband Mosler mit Beispielen aus der Praxis – wie einem Live-Video auf Facebook. Er erläuterte aber auch eine ganze Reihe von Möglichkeiten, weitere Medien-Kanäle der sogenannten Social Media zu nutzen und vor allem, sie richtig und professionell einzusetzen.

Mosler kennt das Handwerk wie seine Hosentasche, wie eine Teilnehmerin anerkennend resümierte, und er ging gezielt auf Fragen und Anmerkungen seiner Zuhörerschaft ein. Vor allem gab er auch Ratschläge, wie sich Handwerksunternehmen modern und attraktiv als Arbeitgebermarke positionieren können – und wie sie somit Fachkräfte anziehen und zugleich die Wertschätzung für das Handwerk in der Gesellschaft erhöhen.

Die UFH-Vorsitzende Manuela Nemela sagte Mosler Dank für den abwechslungsreichen und interessanten Seminartag. Die Landshuter Unternehmerfrauen veranstalten monatlich Seminare und Treffen für Mitglieder und interessierte Gäste. Informationen zum Jahresprogramm sowie zum Verein der Unternehmerfrauen im Handwerk gibt es im Internet unter www.unternehmerfrauen-bayern.de. Ansprechpartnerin für den Arbeitskreis Landshut ist Manuela Nemela, Telefon: 0871/71438, Internet-Adresse: https://www.unternehmerfrauen-bayern.de/landshut/.

 

 

Bildquelle: E. Stöttner

 

Antrag zur MIT-Bundesdelegiertenversammlung in Nürnberg 1./2.

September 2017

Antrag-Nr. Beschluss:

q Zustimmung

q Ablehnung

q Überweisung

q Änderung

Antragsteller:

MIT-Bundesvorstandsmitglied, stellv. Landesvorsitzender und Bezirksvorsitzender der Mittelstandsunion Niederbayern Delegierter Dipl. Ing.(FH) Peter Erl

Die MIT-Bundesdelegiertenversammlung möge beschließen:

Die Mittelstands- u. Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU fordert die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass ein neues, modernes Gesetz für Zuwanderung mit Steuerung u. Begrenzung beschlossen wird.

Begründung:

Schon jetzt suchen viele Handwerksbetriebe (Bäcker, Metzger, Gastronomie, Bau) vergeblich nach Fachkräften und Auszubildende. Eine gesteuerte Einwanderung könnte hier Abhilfe schaffen. Dabei sollte klar zwischen einer qualifizierten Zuwanderung in den Arbeitsmarkt und der Aufnahme von Flüchtlingen unterschieden werden.

Seit 2005 regelt das sogenannte Zuwanderungsgesetz den Zuzug nach Deutschland, was jedoch ein Bürokratiemonster ist, dass möglichst schnell durch ein transparentes Gesetz ersetzt werden sollte. Für den Mittelstand ist das Zuwanderungsgesetz zu umständlich und nicht praktikabel. Tatsache ist, dass bei vielen Mittelstandsbetrieben die Aufträge in Stocken geraten oder gänzlich liegen bleiben, nur weil Fachkräfte fehlen.

Durch die demografische Entwicklung ist es den Betrieben in Mangelberufen (Bäcker, Metzger, Gastronomie, Bau) auch nicht mehr möglich, die fehlenden Fachkräfte aus eigener Kraft im Dualen System (Erfolgsmodell weltweit) aufzufüllen, da es praktisch keine Auszubildenden mehr auf dem Markt gibt. Sollte dieser Entwicklung nicht gegengesteuert werden, werden viele Handwerksbetriebe die nächsten Jahre nicht mehr überleben. Die Lage in vielen Betrieben ist dramatisch. Über 40 % der Handwerksbetriebe berichten über Probleme bei der Besetzung der offenen Stellen.

Es gelingt auch nicht das Vakuum durch die Beschäftigung von EU-Bürger zu füllen, da die Zuwanderung von EU-Bürgern erhebliche Schwankungen unterliegt, wie der abflauenden Zuzug von EU-Bürgern aus den südeuropäischen EU-Mitgliedstaaten zeigt.

Deshalb ist eine zielgerichtete u. gesteuerte Arbeitsmarktmigration vorallem in den Mangelberufen unverzichtbar, um die zunehmenden dramatischen Fachkräfteengpässe in der deutschen Wirtschaft und im Handwerk zumindest zu lindern.

Das deutsche Handwerk (ZDH, HWK, IHK) unterstützen die Forderung nach einem neuen, modernen Gesetz.

Zeigen wir auch bei diesem Thema, dass die CDU/CSU richtungsweisend in die Zukunft blickt und die nötigen Schritte unternimmt und an der Seite des Handwerks und Mittelstand steht.