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Gründungs- und Start-up-Interessierte

Eine perfekte Bühne für Gründungs- und Start-up-Interessierte

 

Die Landshuter Gründernacht an der Hochschule Landshut bietet kreativen Köpfen Gelegenheit zum Netzwerken. Sunsoric Office GbR gewinnt Landshuter Gründerpreis.

 

Die Gründernachtbesucher………..

Anfang November fand an der Hochschule die 9. Landshuter Gründernacht statt. Sie wird von der Hochschule und dem LINK-Gründerzentrum organisiert und bietet Gründungsinteressierten sowie Start-ups eine Plattform, sich untereinander auszutauschen und sich eng miteinander zu vernetzen. Neben der spannenden Key-Note von Sebastian Gouy, einem der drei Gründer des Start-ups UrmO, zog vor allem die Verleihung des Gründerpreises wieder rund 250 Besucherinnen und Besucher ins Audimax.

„Die Start-up und Gründungsaktivitäten zeichnen die Hochschule Landshut besonders aus“, betonte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel in seiner Begrüßung. „Deshalb bieten wir den vielen jungen kreativen Köpfe am Campus auch intensive Unterstützung an, zum Beispiel in Form von Gründungsberatung.“ Kaum erwarten könne er es, so Stoffel, bis der Bau des Gründerzentrums abgeschlossen ist und die Studierenden ihren Ideen dort „freien Lauf lassen können“.

Stadt und Landkreis danken Hochschule und dem Präsidenten

Das Konzept der Gründernacht und die Rolle der Hochschule lobten Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier. „Ohne die Hochschule wären Gründungsaktivitäten, wie sie in Landshut stattfinden, nicht möglich“, stellten die beiden klar. Man sei sehr stolz auf die vielen Start-ups in der Region. Seinen besonderen Dank richtete Putz an den Hochschulpräsidenten, der sich seit vielen Jahren sehr aktiv für die Start-up-Szene einsetzt. „Sie haben hier ein Gewächshaus für junge Gründerinnen und Gründer geschaffen“, so Putz. Für Stoffel war es eine besondere Gründernacht. 2020 wird seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger auf der Bühne stehen.

Gründerpreis geht an die Sunsoric Office GbR

Ein erstes großes Highlight erwartete die Besucherinnen und Besucher mit der Verleihung des Landshuter Gründerpreises. Die Moderation übernahm LINK-Netzwerkmanager Philipp Landerer. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Aufgabe bekommen, eine Geschäftsidee mit Wachstumsaussicht inklusive Businessplan zu pitchen.

Den dritten Platz erreichte die Erium GmbH. Sie richtet sich an Unternehmen der Fertigungsindustrie, die mit Ihrer Produktion unzufrieden sind. Erium berechnet für die Produktionsmaschinen und Roboter die Einstellungen in Echtzeit, mit denen die Produktion wieder optimal läuft und benötigt dafür nur sehr wenige Daten. Die Idee ist, nicht nur maschinelles Lernen mit Daten durchzuführen, sondern den Algorithmus direkt auf das Wissen von Prozessexperten aufbauen zu lassen.

Mit dem zweiten Preis wurde Smartricity ausgezeichnet. Hier liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit und Stromersparnis. Smartricity kontrolliert den Stromverbrauch von Altgeräten und empfiehlt seinen Kundinnen und Kunden abgestimmt auf deren Nutzung Neugeräte.

Smarte Reinigung von Solar- und Photovoltaikanlagen

Den ersten Preis in Höhe von 2000 Euro überreichte im Anschluss Oberbürgermeister Alexander Putz an die Sunsoric Office GbR. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine cloudbasierte Gesamtlösung für den sich rasant entwickelnden Solar- und Photovoltaikreinigungsmarkt anzubieten. Arbeitsprozesse werden digitalisiert und Arbeitsabläufe im Büro so optimiert. Die Funktionen des Sunsoric-Office umschließen sowohl die teilautomatisierte Erstellung und Verwaltung von Angeboten, Rechnungen und Aufträgen wie auch das gezielte Steuern von Mitarbeiten, zum Beispiel bei der Auftragszuweisung oder der Routenplanung.

Mit dem UrmO schnell von A nach B

In ihren Start-up-Bestrebungen schon weit fortgeschritten sind auch die drei Gründer von UrmO. Einer von ihnen, Sebastian Gouy, stellte im Rahmen einer Key-Note die Idee des Unternehmens vor und skizzierte die Stationen, die seit der Gründung durchlaufen wurden. Der UrmO ist ähnlich dem Segway ein selbstbalancierendes Kleinfahrzeug. Der Vorteil: Er ist deutlich leichter und zusammenklappbar, nimmt so kaum mehr Platz weg als ein Aktenkoffer. Die Vision der Firmengründer ist unter anderem, dass der UrmO fest in den Kofferräumen von Autos integriert wird sowie in Wohn- und Campusvierteln.

2016 begann das Start-up im Gründerzentrum der Hochschule München mit der Entwicklung des UrmO. Nach etlichen Gründerpreisen und Förderungen durch die ESA sowie das EXIST-Gründerprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, wandelte sich UrmO 2018 in eine GmbH um. Die ersten Fahrzeuge sollen im kommenden Jahr ausgeliefert werden. Gouy ermutigte die Besucherinnen und Besucher der Gründernacht ihre Ideen aktiv anzupacken: „Probiert euch einfach aus. Was kann schon schief gehen.“ Selbst wenn es mit der Firmengründung nicht klappen sollte, gebe es am deutschen Arbeitsmarkt genug Alternativen.

Im Anschluss an die Gründerpreisverleihung und die Key-Note bot sich die Möglichkeit auf einer kleinen Start-up Messe mit bereits erfolgreichen Gründerinnen und Gründern sowie der Campus Company UG der Hochschule Landshut ins Gespräch zu kommen.

 

Bildquelle: Hochschule Landshut