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Großeinsatz der Rettungskräfte

Rauchentwicklung im Josef-Deimer-Tunnel sorgt für Großeinsatz der Rettungskräfte

 

Eine starke Rauchentwicklung im Landshuter Josef-Deimer-Tunnel hat am Dienstagmorgen für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Kurz vor 7/00 Uhr wurde die Integrierte Leitstelle Landshut über die Kameraüberwachung des Tunnels auf eine immer stärker werdende Rauchentwicklung im Tunnel aufmerksam, abschnittsweise war dabei über einzelne Kameras nichts mehr zu sehen. Daraufhin wurde nach Rücksprache mit dem wegen eines vorausgehenden Einsatzes ohnehin nur wenige Meter entfernten Stadtbrandrat Gerhard Nemela, welcher den starken Rauch am Portal Ost bestätigen konnte, umgehend nach dem Alarmstichwort “Brand im Tunnel” Alarm für fünf Landshuter Löschzüge (Stadt, Achdorf, Hofberg, Rennweg, Schönbrunn) und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung ausgelöst. Parallel wurde der Tunnel über die automatischen Signalanlagen für den Verkehr gesperrt. Ein Betreten des Tunnels aus Richtung des Portals Ost war zu diesem Zeitpunkt wegen des Rauchs ohne Atemschutz nicht möglich, ein Einsehen in den Tunnel war ebenfalls nicht möglich.

 

Durch die an mehrere Stellen (Portal West/Ost sowie die Notausgänge und die Tunnelzentrale) anfahrenden Einsatzkräfte wurde dann umgehend auch mit Atemschutzträgern mit der Erkundung der Lage begonnen. Dabei konnte weder im Tunnel, auf den Zufahrten noch in den Technikräumen ein Brand gefunden werden. Auch Fahrzeuge befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Tunnel und der Rauch zog zwischenzeitlich immer mehr und mehr ab.

 

Nachdem auch im unmittelbaren Nahbereich des Tunnels kein brennendes Fahrzeug oder auch nur ein Fahrzeug mit Defekt festgestellt werden konnte, kann sich die Feuerwehr den Vorfall aktuell nur durch einen technischen Defekt an einem Verbrennungsmotor eines Fahrzeuges erklären. Zur weiteren Abklärung wurden die Videobänder des Tunnels angefordert. Nachdem der Tunnel kurze Zeit später wieder komplett rauchfrei war, konnten sämtliche Sperren der Feuerwehr und der Polizei abgebaut werden. Die Sperre des Tunnels dauerte insgesamt von 6/55 bis 7/45 und sorgte dementsprechend auf beiden Seiten für starke Behinderungen im Berufsverkehr.

 

Die Feuerwehr appelliert in diesem Zusammenhang nochmals an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer, die Sperrsignale am Josef-Deimer-Tunnel  auch wenn noch keine Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr vor Ort sind – unbedingt zu beachten und diese nicht zu umfahren bzw. zu ignorieren. In der Vergangenheit kam es leider immer wieder zu teilweisen Missachtungen der Sperrsignale. Der Tunnel wird bei Alarmen (egal ob Brandmelder auslösen oder andere Sensoren anschlagen) sofort über die Signalanlagen an den Portalen West und Ost automatisch gesperrt, die Ampelanlagen bleiben für den Tunnel auf Rot. Bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte dauert es jedoch ein paar Minuten.

Beim Einfahren in einen Tunnel, in dem ein Brand ausgebrochen ist, besteht akute Lebensgefahr! Selbst wenn der Rauch wie im heutigen Fall nicht von einem Brand herrührt, besteht durch die massiven Sichtbehinderungen ebenfalls eine immense Unfallgefahr. Der Tunnel darf erst nach der offiziellen Freigabe durch die Einsatzkräfte und die Aufhebung der Sperrsignale wieder befahren werden.

 

Foto: Lodermeier

 

Gefahrgutunfall in Landshuter Gewerbebetrieb

Großeinsatz der Rettungskräfte

 

In einem Landshuter Gewerbebetrieb kam es am Mittwochmorgen in einem abgeschlossenen Lagerraum zu einem Unfall mit chemischen Stoffen. Da die genaue Lage an der Unfallstelle zunächst unbekannt und auch von außen nicht einsehbar war, wurde zuerst eine weiträumige Absperrung eingerichtet.

Der durch die Feuerwehr an der Unfallstelle vorgefundene Vorfall kann vereinfacht wie folgt beschrieben werden:

Durch eine Öffnung an einem Übergangsstück des Lagerbehälters konnten sich ein säurehaltiges Bleichmittel und ein Waschmittel vermischen. Dadurch fand eine exotherme Reaktion statt und es wurden geringe Mengen an Wasserstoff und Sauerstoff freigesetzt. Die Konzentration des Wasserstoffs war gering und verflüchtigte sich schnell, so dass zu keiner Zeit eine erhöhte Explosionsgefahr bestand. Auch eine Gefährdung für die Umwelt konnte schnell ausgeschlossen werden, da sich der kontaminierte Bereich ausschließlich auf den Lagerraum beschränkte.

Einsatzkräfte der Feuerwehr gingen unter schwerem Atemschutz und mit speziellen Chemikalienschutzanzügen in den Lagerraum vor und konnten dort das Behältnis mit dem austretenden Stoff schließen. Parallel wurde der Bereich und die anderen dort lagernden Behältnisse mit einer Wärmebildkamera auf Hitzeentwicklung und weitere chemische Reaktionen geprüft, dabei konnten keine besonderen Feststellungen gemacht werden. Die Träger der Chemikalienschutzanzüge wurden nach dem Einsatz vor dem Ablegen der Anzüge in einer speziellen Dekontaminationsanlage dekontaminiert und gewaschen.

Soweit der Feuerwehr mitgeteilt wurde, kamen bei dem Unfall sechs Mitarbeiter des Betriebes mit dem Stoff in Kontakt, mussten jedoch nach einer Sichtung durch den Rettungsdienst glücklicherweise nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Feuerwehren aus Landshut (Löschzüge Stadt, Achdorf, Hofberg, Siedlung und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung) und Piflas sind mit 80 Einsatzkräften vor Ort. Dazu mehrere Einheiten der Rettungsdienste (Notärzte, Rettungswägen, Schnelleinsatzgruppe Gefahrgut, Schnelleinsatzgruppe Betreuung, Sanitätseinsatzleitung) mit etwa 35 Personen. Der Einsatz wird von Stadtbrandrat Gerhard Nemela und Stadtbrandinspektor Martin Dax geleitet und läuft zur Stunde (10:30) noch. Mit dem Betreiber wird aktuell die Aufnahme der entstandenen Flüssigkeit abgeklärt. Während der Erstphase des Einsatzes wurden zur Aufstellung der Rettungskräfte die Ottostraße und de Hofmark-Aich-Straße komplett gesperrt. Die Sperren konnten zwischenzeitlich gelockert werden.