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Generalsanierung des Eisstadions

Bildtext: Die großen Kräne stehen schon: In der kommenden Woche beginnt der erste Bauabschnitt der Generalsanierung des Eisstadions am Gutenbergweg.

 

Generalsanierung des Eisstadions läuft an: Erstes Heimspiel des EVL voraussichtlich am 20. Oktober

Im nun anstehenden ersten Bauabschnitt wird das marode Dach abgebrochen und durch eine neue Konstruktion samt moderner Licht- und Tontechnik ersetzt

 

Sportlich hat der EV Landshut mit der Oberliga-Meisterschaft und dem Aufstieg in die DEL2 die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Und auch die Infrastruktur wird nun auf Vordermann gebracht: Das Städtische Eisstadion am Gutenbergweg wird in den kommenden Jahren für rund 22 Millionen Euro umfassend saniert. Am Donnerstagnachmittag informierten Stadt und Verein im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz über Ablauf und Zeitplan des in diesen Tagen beginnenden ersten Bauabschnitts, in dem das marode Dach abgebrochen und durch eine neue Konstruktion samt zeitgemäßer Licht- und Tontechnik und modernem Videowürfel ersetzt wird. Die wichtigste Botschaft: Bis Mitte Oktober soll die Sportstätte wieder nutzbar sein – das erste Heimspiel in der neuen Saison dürfte der EVL damit voraussichtlich am 20. Oktober bestreiten.

Der Siegeszug des Teams von Trainer Axel Kammerer, der am Dienstagabend mit dem Finaltriumph über die Tilburg Trappers gekrönt wurde, hat auf die Sanierung natürlich Auswirkungen. Denn weil der EVL bis zum letztmöglichen Termin (30. April) in den Playoffs beschäftigt war, können die Abbrucharbeiten im und am Stadion – das ja noch am vergangenen Sonntag Schauplatz des vierten Finalspiels war – erst jetzt aufgenommen werden. „Der Zeitpuffer, den wir eingeplant hatten, ist daher komplett aufgebraucht“, sagte Baureferent Johannes Doll. Dass die Arbeiten bis Mitte Oktober abgeschlossen sein sollen, sei angesichts des Umfangs der anstehenden Baumaßnahme „schon ein enges Zeitfenster“. Dennoch ist Doll ebenso wie Stefan Feigel vom Architekturbüro Feigel-Dumps zuversichtlich, dass dieser Termin auch tatsächlich eingehalten werden kann. „Wir hoffen natürlich, dass nichts Unvorhergesehenes passiert und dass ein guter Geist über diesem Projekt liegen möge“, so Feigel. Richtig loslegen können die Arbeiter in der kommenden Woche, wenn das Eis im Stadion endgültig abgetaut ist.

Oberbürgermeister Alexander Putz nutzte die Gelegenheit, dem EVL mit Präsident Hans Eller und Geschäftsführer Ralf Hantschke an der Spitze nochmals herzlich zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die DEL2 zu gratulieren. „Wir sind stolz auf den Verein und diesen großartigen Erfolg. Wir haben uns alle riesig mitgefreut“, so Putz, der die Verdienste der EVL-Gesellschafter hervorhob: „Sie haben den Verein übernommen, als dieser auf der Kippe stand. Jetzt ist der Club wieder auf Kurs – das ist eine hervorragende Leistung.“ Die Generalsanierung des Eisstadions sei nun zwar ein finanzieller Kraftakt für die Stadt, zumal man nur mit sehr geringen staatlichen Fördermitteln rechnen könne. Dennoch dulde das 22 Millionen Euro schwere Projekt keinen Aufschub. „Mit der alten Dachkonstruktion hätten wir nämlich schon für die nächste Saison keine Betriebsgenehmigung mehr für das Eisstadion erhalten“, stellte der OB klar. „Und das wäre dann das Ende des traditionsreichen Eishockey-Standorts Landshut gewesen.“

EVL-Präsident Eller bedankte sich dafür, dass „die Stadt die hohen Kosten für ein dann praktisch neues Eisstadion übernimmt. Das wird dem EVL nochmal einen Schub geben.“ Und EVL-Geschäftsführer Ralf Hantschke stellte klar, dass der Verein nicht plane, die ersten Heimspiele der bereits Mitte September beginnenden DEL2-Saison andernorts auszutragen. „Das können wir unseren Fans nicht antun, deshalb ist das für uns kein Thema.“ Stattdessen sollen die Partien in Absprache mit dem für den Spielplan zuständigen Ligenleiter entweder zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt oder das Heimrecht mit dem jeweiligen Gegner getauscht werden. Die Aussicht, in den ersten Wochen der neuen Saison nur auf fremdem Eis um Punkte kämpfen zu können, schreckt die EVL-Verantwortlichen offensichtlich nicht. Kein Wunder, bemerkte OB Putz mit einem Augenzwinkern: „Angesichts der in den Playoffs demonstrierten Auswärtsstärke des Teams könnte das vielleicht ja sogar ein Vorteil sein…“

 

Foto: Stadt Landshut

DIE GENERALSANIERUNG DES EISSTADIONS

Mittlerweile Fundamente für die großen Baukräne gelegt

 

Generalsanierung des Eisstadions am Gutenbergweg wirft immer deutlicher ihre Schatten voraus. Mittlerweile wurden die Fundamente für die großen Baukräne gelegt. Ab Montag werden die Kräne aufgestellt. In den nächsten Wochen wird dann zunächst das marode alte Hallendach abgebrochen. Danach erhält das Stadion eine moderne neue Dachkonstruktion inklusive zeitgemäßer Beleuchtungs-, Beschallungs- und Sicherheitstechnik. Wann die Sanierungsarbeiten an der Halle beginnen können, hängt vom weiteren Abschneiden des EV Landshut in den Play-offs der Eishockey-Oberliga ab: Im Halbfinale trifft die Mannschaft von Trainer Axel Kammerer ab Freitag auf die Hannover Scorpions; für den Einzug ins Finale sind drei Siege in maximal fünf Spielen nötig.

Erreicht der EVL die Endspielserie, könnte sich die Saison maximal noch bis zum 30. April verlängern. Spätestens Anfang Mai werden die Arbeiten am Eisstadion also voll anlaufen. Bevor es soweit ist, gilt die volle Konzentration der Sportstadt Landshut aber der „Mission Oberliga-Meisterschaft” des EVL – und dem damit verbundenen sportlichen Wiederaufstieg in die DEL2. Beim heutigen ersten Halbfinale gegen Hannover (Beginn: 19.30 Uhr) wird übrigens auch Oberbürgermeister Alexander Putz dem EVL im Stadion am Gutenbergweg die Daumen drücken.

 

Foto: Stadt Landshut