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Gedenken

Ja, mit Missbrauch kennen sich die Grünen aus: dafür gibt es in Ihren Reihen prominente Beispiele! Nachdem sie bei dem Missbrauch mit Kindern öffentlich gestellt wurden, versuchen sie nun ihre gesellschaftsverändernde Politik auf dem Rücken von Kriegsopfern auszutragen. Fakten interessieren sie dabei natürlich nicht. Hauptsache ein Gegner kann unfair angegangen werden. Einfach etwas zusammenfantasieren und ab in einen Pressemitteilung damit.

Hauptsache wieder mal in den Schlagzeilen. Skrupel oder Pietät gibt es nicht. Ökofaschisten sehen nun mal nur auf sich selbst!

Die Grünen sollten sich erst erkundigen und dann Vorwürfe verteilen! Diese Unterstellungen sind wieder einmal an den Haaren herbeigezogen. Selbstverständlich wird gemeinsam mit der Stadtverwaltung und dem OB die Umsetzung des Stadtratsbeschlusses erfolgen. Im Gegenteil wurde ich sogar gebeten mit der Bahn selbst Kontakt aufzunehmen!

Die Grünen sollten sich lieber um die Leiden der  von ihren Mitgliedern geschändeten Kinder bemühen, anstelle einen durchschaubaren Angriff auf ehrbare Zielsetzungen zu führen und das Andenken Verstorbener zu schädigen. Sie sollten sich schämen auf dem Tod und dem Leid von Kriegsopfern Politik betreiben zu wollen.
Stadtratsantrag-Nr_1122-2

Beschluss-179

21 10 13 Luftkrieg ePaper – asr0000006912589

Kultursenat 21 10 2013 ePaper – asr0000006912589

Artikelansicht ePaper – asr0000009909299

LZ 31 03 Mahnmal Hauptbahnhof
Beschluss-177
Mahnmal am Hauptbahnhof 19 März 2013

Kölbl Bombardierung Bahnhof0001 normal_bild19[1] normal_bild9[1] normal_bild6[1] normal_bild17[1]

Am Auloher Friedhof legte Stadtrat Rudolf Schnur in Vertretung des Oberbürgermeisters im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt einen Kranz nieder und gedachte in seiner Rede erneut auch den Opfern des Luftkrieges gegen unsere Stadt. Desweiteren nannte er Opfer nicht unmittelbar im Focus der Öffentlichkeit stehen. Heimkehrer aus den Kriegseinsätzen der Bundeswehr ebenso, wie Contergangeschädigte.

Volkstrauertag 2013

 

Am 30. März 1988 stürzte ein Mirage der französischen Luftstreitkräfte weniger als eine Flugsekunde neben den beiden Atomkraftwerken Isar 1 und Isar 2 nahe Reichersdorf in ein Waldstück. Der damals erst 26-jährige Pilot Thierry Millet kam dabei ums Leben. Am 22. September 2013 wurde der Besuch französischer Soldaten bei befreundeten deutschen Reservisten zum Anlaß genommen, zunächst in der Kirche von Niederaichbach, dann am Marterl am Waldrand und später auch an der Absturzstelle selbst dem Geschehen würdig zu gedenken. Der Umstand, dass der Pilot nicht mit dem Schleudersitz ausgestiegen ist, lässt vermuten, dass er das Kampfflugzeug in der letzten Sekunde seines Lebens von den Atomreaktoren weggesteuert hat und damit eine Katastrophe nicht nur für Niederaichbach und Reichersdorf, sondern für unsere Heimat Niederbayern verhindert hat. Diese Version wurde von allen Rednern als die wahrscheinlichste dargestellt. Es lässt sich nicht ausmalen, was geschehen wäre, wenn der Absturz Isar 1 getroffen hätte.

Da die mittlerweile drei atomtechnischen Anlagen (Isar 1, Isar 2 und das Zwischenlager BELLA) im An- und Abbflugbereich des Großflughafens Franz-Josef-Strauß und nach wie vor unmittelbar neben einer NATO-Tiefflugzone liegen, ist die Gefahr immer noch alltäglich gegeben.

Das gute Verhältnis zwischen den französischen Soldaten und den deutschen Reservisten zeigt in erfreulicher Weise, dass sogar “Erbfeinde”, wie sich Frankreich und Deutschland noch vor weniger als 100 Jahren gegenseitig bezeichneten, eines Tages befreunden können, die Greuel der Weltkriege in guter Absicht wach halten und gemeinsam für eine friedliche Zukunft eintreten.

Mögen die Verantwortlichen aus dem Absturz endlich auch ihre Lehren ziehen!

Rudolf Schnur

0 1948

In Vertretung der Stadt Landshut sprach Stadtrat Rudolf Schnur am Volkstrauertag 2012 in Frauenberg (auch für den Stadtteil Auloh):

 

Sehr geehrter Herr Pfarrer Rödl,

sehr geehrter Herr Vorsitzender,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

 

Den Charakter eines Volkes erkennt man daran, wie es nach einem verlorenen Krieg mit seinen Soldaten umgeht.“

Charles de Gaulle

 

In unserer Stadt begehen wir gemeinsam alljährlich den Volkstrauertag. Die Zahl der Teilnehmer sinkt stetig und die Jugend nimmt, meistens, nicht teil. Hier in Frauenberg ist die Jugend in erfreulicher Zahl vertreten.

Es mehren sich die Meldungen, dass andernorts Denkmäler geschändet oder von den Gemeinden achtlos entfernt werden.

In der Marktgemeinde Untergriesbach im Landkreis Passau allerdings ging man vor zwei Jahren einen anderen Weg:

Dort kam auf dem Kriegerdenkmal für die gefallenen Soldaten des 1. und 2. Weltkrieges der Name eines in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten, der aus dem Ort stammte, hinzu.

Ein in Deutschland bisher ungewöhnlicher Vorgang.

Die damit verbundene politische Botschaft der dortigen Bürger ist beabsichtigt:

Vielen ist nicht klar, dass sich Deutschland seit Jahren wieder in einem Krieg befindet. Mit dieser neuen Inschrift wird der Sinn des Ehrenmals als Mahnung vor dem Krieg und dem Respekt vor den Gefallenen wieder stärker ins Bewusstsein gerückt.

Es bleibt zu hoffen, dass sich dadurch wieder mehr Menschen mit dem derzeitigen Krieg und den gegenwärtigen Militäreinsätzen auseinandersetzen und das „freundliche Desinteresse“ ablegen.

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere hat vor kurzem die rhetorische Frage gestellt, wer denn heute als erster nach militärischen Interventionen rufe:

„Intellektuelle oder Soldaten?“

 

Sehen wir auch einmal in Landshut genau hin:

Ich habe mit Verwunderung auf Nachfrage feststellen müssen, dass es für das größte geplante Massensterben in unserer Stadt, nämlich der Bombardierung des Hauptbahnhofes, zwar ein Denkmal gibt, dieses aber seit vielen Jahren in einem Innenhof ein nichtöffentliches Dasein fristet.

Wir erinnern uns:

Am 19. März 1945 wurde der Landshuter Hauptbahnhof bei einem systematischen Bombenangriff der amerikanischen Luftwaffe zur Gänze zerstört.

In diesem Inferno fanden in Landshut hunderte von Menschen den Tod. Soldaten, Kinder, Alte und Frauen ebenso wie Verwundete und Flüchtlinge.

Wieviele Opfer es genau waren, wird nie mehr geklärt werden.

Wieso soll daran nicht öffentlich erinnert werden?

Gibt es Opfer zweiter Klasse?

 

Lassen wir die Jugend aus der Geschichte lernen,

damit sie die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen.

 

Gedenken wir gemeinsam all den Menschen, die durch Krieg und Vertreibung, Gewalt und Gewaltherrschaft ihr Leben lassen mussten. Ebenso denen, die wegen ihrer Überzeugung, Religion oder Rasse verfolgt, geschunden und ermordet wurden.

Aber auch jenen, die in Ausübung Ihres Dienstes und im Ehrenamt geschädigt wurden oder ihr Leben verloren haben.

 

Lassen Sie mich mit Ernst Jünger schliessen:

Wir sollten an jeden Toten denken,

als ob er lebte, und an jeden Lebenden,

als trennte uns schon der Tod.

So richten wir die Wünsche höher,

auf die unverletzliche Person.