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Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut

Der Antrag:

Landshut, 16.07.2019

An den Stadtrat der Stadt Landshut

Rathaus

Antrag

Die Verwaltung wird beauftragt gegen das Verstellen und Zuparken von Rettungswegen und Feuerwehranfahrtszonen in einer konzertierten Aktion mit Polizei und Blaulichtverbänden wirkungsvoll vorzugehen.

Zusätzlich ist die Maßnahme durch ausreichende Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten.

Unter anderem ist für die Bürger auf der Homepage der Stadt ein Informations-Handzettel über die Rechtslage und die Maßnahmen bereit zu stellen.

Begründung:

Die Gefahrenabwehr und Rettungsleistung ist grundsätzlich mit einem hohen Zeitdruck verbunden. Die Hilfsfrist ist das wichtigste Erfolgs- und Qualitätsmerkmal für die Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten.

Das egoistische und gedankenlose Verhalten der Verkehrsteilnehmer nimmt überhand. Rettungswege und Feuerwehrzufahrten werden immer öfter zugestellt und dadurch die Schutzziele nicht mehr erreicht.

Fast niemand beachtet die gesetzlich vorgegebenen Mindestfahrbahnbreiten von 3,00 m im geraden Straßenverlauf und  3,50 m im Kurvenbereich. Ein Beispiel dafür ist der östliche Teil der Donaustraße in Auloh, in der wegen der vorhandenen Fahrbahnbreite nicht geparkt werden kann ohne eine unzulässige Verengung zu tätigen.

Maßnahmen wie in Aschaffenburg kürzlich durchgeführt wurden und in München seit längerem sind notwendig um die Sicherheit der Bevölkerung (Rettungsfristen) wiederherzustellen und zu gewährleisten https://www.facebook.com/BRFranken/videos/2281156562144713/ .

Rudolf Schnur                         Dr. Max Fendl                                     Maximilian Götzer

Wilhelm Hess                         Manfred Hölzlein                                Anke Humpeneder-Graf

Dr. Dagmar Kaindl                  Ingeborg Pongratz                               Helmut Radlmeier, MdL

Lothar Reichwein                    Gertraud Rößl                                     Gaby Sultanow

Philipp Wetzstein                   Ludwig Zellner

Bernd Friedrich                       Dr. Thomas Haslinger              Karina Habereder

Robert Mader                          Ludwig Graf                                        Klaus Pauli

Erwin Schneck                        Jutta Widmann, MdL

Die Beschlüsse im Stadtrat:

Im gemeinsamen Bau- und Umweltsenat vom 09.10.2019:
“…3. Die Verwaltung wird beauftragt, im weiteren Verfahren auf der Basis des Antrages Nr. 976 die Feuerwehren die Rettungsdienste zu beteiligen um festzustellen, wo von dortige Sicht Handlungsbedarf besteht.”

Beschluss des Verkehrssenates vom 21.10.2019:
“Die Verwaltung wird beauftragt die bestehende Vereinbarung mit der Polizei dahingehend anzupassen, dass durch Abschleppmaßnahmen effektiver gegenrechtswidrig in Feuerwehranfahrtszonen, Rettungswegen und Busbuchten abgestellte Kraftfahrzeuge vorgegangen werden kann.”

Früher bereits – Beschluss des Verkehrssenates auf Antrag Stadtrat Rudolf Schnur vom 25.07.2016:
“Nachdem seitens des Straßenverkehrsamtes sowohl anlassbezogen als auch ansonsten in regelmäßigen Abständen Verkehrsschauen durchgeführt werden, wird dem Antrag insoweit bereits entsprochen.”

Der Aufruf der Landshuter Feuerwehr vom 20.12.2019:

Liebe Landshuterinnen und Landshuter,

Liebe Besucher unserer Stadt,

in den letzten Monaten wurde bereits viel über die Thematiken Falschparken und Zuparken von Rettungswegen in Landshut berichtet und diskutiert. Wir mussten seither feststellen, dass unsere Warnungen und Appelle dahingehend leider mehrheitlich ignoriert wurden und weiter werden. Teilweise wird das Zuparken von Rettungswegen und Straßenzügen sogar immer schlimmer. Wir hatten in der jüngeren Vergangenheit bereits Einsätze, bei denen das Anfahren der Einsatzstellen nicht mehr direkt möglich war. Auch bei Übungs- und Bewegungsfahrten sind wir immer wieder an Stellen gekommen, wo die Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und damit in den meisten Fällen auch für Rettungswägen – nicht mehr möglich war. Die beigefügte Bildersammlung zeigt nur einen kleinen Teil der festgestellten Situationen. Derzeit könnten wir im Stadtgebiet leider täglich solche Collagen erstellen.
Auch uns Rettungskräften ist es bewusst, dass es in Landshut nicht immer einfach ist, einen Parkplatz zu finden. Dies alleine ist aber keine Rechtfertigung dafür, sich dann einfach in einen Rettungsweg, vor eine Feuerwache oder in einen engen Straßenzug zu stellen, so dass die Durchfahrt nicht mehr möglich ist.
Daher nochmals die wichtigsten Hinweise, mit der Bitte, diese unbedingt zu berücksichtigen:
+ Rettungswege sind Rettungswege! Es sind keine Parkplätze und auch keine kurzen Stand/Halteflächen.
+ Auch wenn – wie in einem Bild ersichtlich – eine Freifläche bzw. Ein Gebäudevorplatz als Rettungsweg gekennzeichnet ist, so hat dies vor allem wegen der Zufahrtsmöglichkeiten für unsere Drehleitern schon seine Berechtigung. Wird eine solche Fläche zugeparkt, so kann die Drehleiter im Ernstfall nicht mehr alle Fenster der oberen Stockwerke zur Menschenrettung erreichen.
+ Jeder Verkehrsteilnehmer ist verpflichtet, immer eine Mindestfahrbahnbreite von 3,00 Metern aufrecht zu erhalten. Diese drei Meter sind auch dann frei zu halten, wenn keine Beschilderung Parkverbot/Halteverbot vorhanden ist.
+ Tore und Vorplätze einer Feuerwache sind immer komplett frei zu halten. Seit mehreren Tagen wird von uns mit Sorge die Parksituation vor der Feuerwache Achdorf, gerade zu den Schulanfangs- und -endzeiten, beobachtet.Das Problem ist nicht neu, wird aber zusehends schlechter. Täglich sind mehrere Ausfahrten der Feuerwache durch parkende (nicht wartende!) Fahrzeuge verstellt. Die längste von uns abgewartete Zeit waren über 15 Minuten. Der betreffende Fahrzeughalter war keineswegs “nur mal schnell” weg. Auf eine persönliche Ansprache der betreffenden Schülereltern tritt keinerlei Besserung ein und wir ernten meist nur patzige Kommentare (“was stellen Sie sich denn so an, es ist doch nichts passiert” usw.).
+ Unsere Einsatzfahrzeuge sowie auch die Fahrzeuge von Rettungsdienst und THW sind 2,50 Meter breit, bis zu 15 Tonnen schwer und um die 10 Meter lang. Wir können nicht einfach mal kurz umfahren oder schnell umdrehen. Rangieren bzw. rückwärts aus Straßen herauszufahren kostet immens viel Zeit.
+ Wenn wir Einsatzstellen nicht direkt anfahren können, müssen wir unser Equipment (pro Person gut 30 Kilo) zur Einsatzstelle tragen und auch die Löschwasserleitungen, die wir sonst direkt aus unseren Fahrzeugen entnehmen können, bis dorthin verlegen. Dadurch verlieren wir wertvolle Zeit.
Bei den bisherigen Fällen ist zum Glück noch nicht allzu viel passiert. Wir möchten aber als Landshuter Feuerwehr niemals in die Situation kommen, dass wir jemanden nicht mehr helfen können, weil wir durch Falschparker, versperrte Rettungswege, komplett verengte Straßen oder zugeparkte Tore von Feuerwachen behindert bzw. aufgehalten werden. Im kommenden Jahr werden wir uns dazu mit der Polizei und der Stadt Landshut abstimmen, wie wir die aktuellen Zustände nachhaltig verbessern können. 
Wir hoffen, Ihr habt Verständnis für unsere deutlichen Worte und wir würden uns wünschen, wenn dieser Beitrag viel geteilt wird und zumindest ein wenig zur Aufklärung/Verbesserung der Situation beitragen kann.
Die Foto-Collage der Landshuter Feuerwehr:

 

 

 

Ein ausgedehnter Wohnhausbrand hat am Donnerstagabend (2. Januar 2020) im Landshuter Westen einen Toten und zwei Verletzte gefordert. Die Löschzüge Stadt und Rennweg der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut wurden um 22:10 mit dem Stichwort „Zimmerbrand – Flammen schlagen aus Fenster“ in die Zugspitzstraße gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen die Flammen bereits aus mehreren Fenstern des Erdgeschosses, eine Bewohnerin und ein Ersthelfer befanden sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Gebäude, der bettlägerige Ehemann befand sich noch im Haus. Entsprechend der vorgefundenen Lage wurde umgehend die Alarmstufe erhöht und ein weiterer Löschzug hinzu alarmiert. Mehrere Atemschutztrupps kämpften sich dann sowohl über die Haustüre als auch über die Terrasse in das komplett in Flammen stehende Erdgeschoss vor. Dort konnte der Mann im Wohnzimmer leider nur noch tot aufgefunden werden. Die Ehefrau und der Ersthelfer wurden soweit der Feuerwehr bekannt ist leicht verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert. Für die Betreuung der Angehörigen sowie auch für die Einsatzkräfte wurden umgehend Kriseninterventionsteams und Seelsorger an die Einsatzstelle gerufen. Die Löscharbeiten zogen sich anschließend über einen längeren Zeitraum hin, dabei wurden zahlreiche Atemschutztrupps eingesetzt. Ein Übergreifen auf den Dachstuhl und das Obergeschoss konnte zwar weitestgehend verhindert werden, das Erdgeschoss brannte komplett aus. Da im Zuge der Löscharbeiten am Haus sichtbare Risse im Mauerwerk festgestellt wurden, wurde noch das THW Landshut mit einem Baufachberater hinzugezogen. Dieser stellte jedoch keine Gefahr fest. Gegen 00:30 konnte ein Großteil der Feuerwehrkräfte wieder einrücken. Zur Stunde übernimmt der Löschzug Rennweg die Nachlöscharbeiten und die Brandwache, das THW Landshut führt Verschalungsarbeiten an den zerstörten Fenstern durch. Die Landshuter Feuerwehr war unter der Leitung von Stadtbrandrat Gerhard Nemela mit den Löschzügen Stadt, Rennweg und Siedlung sowie der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort. Weiter waren drei Rettungswägen, zwei Notärzte, der Einsatzleiter Rettungsdienst, das THW Landshut, mehrere Streifen der Polizei sowie die Kriminalpolizei vor Ort. Bezüglich der Brandursache und des entstandenen Sachschadens hat die Polizei vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

Der Überblick über die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut zwischen der Mittagszeit des 31. Dezember und dem 1. Januar Mittag. Insgesamt mussten in dieser Zeit mehrere Löschzüge der Landshuter Feuerwehr zu 11 Einsätzen im Stadtgebiet ausrücken, die meisten dabei in der Silvesternacht.
 
Der erste Alarm erfolgte für die Löschzüge Stadt und Siedlung am 31. Dezember gegen 10:30. In einer Mehrparteienanlage in der Wolfgangsiedlung kam es zu einem Wasserrohrbruch, so dass das Wasser aus der zu diesem Zeitpunkt nicht besetzten Wohnung lief. Durch die Feuerwehr wurde die Türe geöffnet und die Situation soweit entschärft. Anschließend wurde die Wohnung an den Eigentümer übergeben. Kurze Zeit später kam es in der Dirnitzstraße zu einem Verkehrsunfall mit einem alleine beteiligten PKW. Dessen Fahrer geriet nach rechts von der Fahrbahn und touchierte dort einen Begrenzungspfosten, den Randstein und die Leitplanke so unglücklich, dass sich sein Fahrzeug drehte und auf dem Dach zum liegen kam. Der Fahrer konnte sein Fahrzeug selbst verlassen und kam, soweit der Feuerwehr bekannt ist, ohne größere Blessuren davon. Er wurde zur Sicherheit vom Rettungsdienst versorgt. Die Feuerwehr sperrte die Dirnitzstraße bis zum Eintreffen des Abschleppers komplett. Unfallursache und Sachschaden ermittelt die Polizei. 
 
Richtig los mit den „klassichen“ Silvestereinsätzen ging es dann gegen 17:15. Innerhalb kurzer Zeit wurden der Feuerwehr ein Containerbrand in der Stethaimer Straße sowie ein übergroßes Lagerfeuer einer feiernden Gruppe nahe den Isarauen hinter der Klötzlmüllerstraße gemeldet. Beide Brände konnten von der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Um 20:20 löste dann die automatische Brandmeldeanlage des Luitpoldcenters Alarm aus. Bei der Erkundung stellte die Feuerwehr ein angebranntes Brot in einem Ofen fest. Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich.
 
Kurz nach Mitternacht (00:07) hatten dann mehrere Bewohner eines Reihenhauses an der Flurstraße sehr viel Glück. Eine junge Frau beobachtete im Zuge der Silvesterfeierlichkeiten eher zufällig eine Rakete, die in den Dachstuhl des Hauses und unter die Dachhaut flog. Die umgehend alarmierte Feuerwehr fand im Dachstuhl an einer sehr unzugänglichen Stelle ein brennendes Vogelnest vor. Über Steckleitern konnten mit Gurten gesicherte Einsatzkräfte den Brand löschen. Dafür mussten die Ziegel teilweise ausgedeckt werden. Anschließend wurde der gesamte Dachstuhl noch eine Zeit lang mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Wäre die in den Dachstuhl fliegende Rakete nicht aufgefallen, hätte die Sache deutlich schlimmer ausgehen können.
Ab 00:40 wurden der Feuerwehr dann diverse Kleinbrände von Mülltonnen, Papiercontainern und Rasenflächen gemeldet. Um 00:40 brannte im Auerweg eine Mülltonne, um 00:50 ein Papiercontainer an der Weilerstraße und um 1:15 noch eine Wiesenfläche an der Weichselstraße. Den Abschluss der Nacht bildete dann um 2:45 ein brennender Papierkorb in der Ländgasse. Am Morgen des 1. Januar musste die Feuerwehr dann noch zu einer eiligen Türöffnung auf Grund einer hilflosen Person in einer Wohnung im Niedermayerviertel ausrücken.
Alles in Allem war es aus Sicht der Feuerwehr eine „leider relativ normale” Silvesternacht, wenngleich auch eine Vielzahl an Einsätzen bei sachgemäßer Handhabung der Feuerwerkskörper hätte vermieden werden können. Beim Einsatz an der Flurstraße war es wie Eingangs beschrieben glücklichen Umständen zu verdanken, dass dabei nicht mehr passiert ist. Insgesamt waren in den letzten 24 Stunden die Löschzüge Stadt, Achdorf, Rennweg und Siedlung zum Teil mehrmals im Einsatz.

Am 27. Dezember musste sich die Landshuter Feuerwehr am frühen Abend mit einer zu dieser Zeit eigentlich gewöhnlichen und doch nicht alltäglichen Situation beschäftigen – einer brennenden Weihnachtsbeleuchtung in der Landshuter Zwerggasse. Von Passanten wurde dort ein Schmorbrand gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehr war dort noch eine deutliche Rauchentwicklung wahrnehmbar. Die Einsatzkräfte entschieden sich der Einfachheit halber dazu, über Steckleitern die Beleuchtung an beiden Seiten vom Stromkreis zu trennen. Anschließend wartete die Feuerwehr bis die brennenden Teile abgekühlt waren. Eine Gefahr für Passanten bestand danach nicht mehr.

Am Abend des 27. Dezembers wurden die Löschzüge Stadt und Hofberg der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut durch die automatische Brandmeldeanlage der Burg Trausnitz alarmiert. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte starken Rauch und Funkenflug aus einem Kamin des vor der Kernburg befindlichen Verwaltungsgebäudes fest. Der ausgelöste Brandmelder befand sich ganz oben im Dachstuhl in diesem Gebäude. Bei der Erkundung stellten die vorgehenden Trupps einen Brand im Inneren des gemauerten Kamins fest. Zur Sicherheit wurden daraufhin alle alarmierten Kräfte in den Burgvorhof beordert und die Drehleiter in Stellung gebracht. Parallel wurde über die Leitstelle ein Kaminkehrer verständigt. Sowohl vom Korb der Drehleiter als auch im Dachstuhl wurde mit Wärmebildkameras fortlaufend die Temperatur im Inneren des Kamins kontrolliert. Diese fiel jedoch im Laufe des Einsatzes immer mehr, so dass keine weiteren Maßnahmen der Feuerwehr erforderlich waren. Eine Gefahr des Flammenübergriffs auf den Dachstuhl des Verwaltungsgebäudes sowie die im ersten Obergeschoss befindlichen Wohnungen bestand zu keiner Zeit. Nach Abschluss der Arbeiten des Kaminkehrers und dessen Freigabe konnte die Feuerwehr gegen 21:15 wieder abrücken.

Eine größere Menge ausgetretenes Heizöl hat am ersten Weihnachtsfeiertag ab Mittag für einen mehrere Stunden andauernden Einsatz von Feuerwehr, THW und Polizei gesorgt. Zuerst wurde der Ölfilm nach dem mittäglichen Regen im Bereich der Bachstraße auf dem Rossbach gemeldet. Durch die alarmierte Feuerwehr wurden direkt an der Einlaufstelle an der Kreuzung ins Rosental sowie im weiteren Verlauf des Rossbachs bis zur Mündung in die Isar insgesamt drei Ölsperren sowie vorgelagert Bindefleece und Bindewürfel eingebracht. Weiterhin wurden für das Wasserwirtschaftsamt Proben entnommen. Parallel begaben sich weitere Einsatzkräfte auf die Suche nach der Herkunft des Heizöls. Dafür wurden im Bereich des Birkenberges mehrere Kanalschächte geöffnet und auf Heizöl hin kontrolliert. Nach einer knappen Stunde konnte die Ursache schließlich im Bereich einer Heizung in einem Privatanwesen am Birkenberg gefunden werden. Vor Ort wurden im betroffenen Keller weitere Maßnahmen ergriffen, um ein Nachlaufen des Öles in den Regenwasserkanal zu stoppen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde an der Einlaufstelle jedoch eine immer massiver werdende Menge an Heizöl festgestellt. Ein Teil des Öles wurde durch den phasenweise einsetzenden Starkregen und die dadurch steigenden Fließgeschwindigkeiten sowohl im Regenwasserkanal als auch im Rossbach teilweise durch die Ölsperren durchgedrückt. Dies führte im Verlauf des Einsatzes zu mehreren Meldungen eines deutlich sichtbaren Ölfilms auf der Isar bzw. auf der großen Isar. Diese Sichtungen wurden von weiteren verständigten Feuerwehrkräften bestätigt. Deshalb wurde umgehend das THW Landshut mit dem zuständigen Fachberater sowie weiteren Ölsperren nachalarmiert. Gemeinsam wurden dann zunächst im Maxwehr vor dem dortigen Rechen eine doppelte Lage Ölsperren eingebaut. An der Einlaufstelle am Rossbach wurden nahezu während der gesamten Einsatzdauer die durchtränkten Bindematerialien immer wieder entnommen und durch Neue ersetzt, um so die durch die starke Strömung fortlaufende Menge möglichst auf ein Minimalmaß zu beschränken. Durch das THW wurde am Einlauf des Rossbachs in die Isar noch eine massive mit Strohballen und Sandsäcken verstärkte Ölsperre errichtet. Die Errichtung einer komplett über die Isar verlaufenden Ölsperre wurde in Absprache der Einsatzkräfte wegen der großen Vorlauf- und Rüstzeit sowie dem Wissen des gestoppten Ölaustritts für nicht mehr zielführend erachtet. Alles in allem dauerte der Einsatz von 13:30 weg bis in die Abendstunden des ersten Weihnachtsfeiertages. Im Einsatz waren die Löschzüge Stadt und Achdorf sowie das THW Landshut mit rund 35 Einsatzkräften. Die mit anwesende Polizei hat noch an der Unglücksstelle die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Die insgesamt ausgetretene Menge kann von der Feuerwehr nur geschätzt werden, sie dürfte aber sicherlich im unteren dreistelligen Literbereich liegen.


Zudem musste die Landshuter Feuerwehr in der Heiligen Nacht gegen 2:30 noch zu einem vermeintlichen Dachstuhlbrand im Landshuter Westen, am Vormittag des 25. Dezember zu einem ausgelösten Rauchwarnmelder und am 25. Dezember Mittags zu einem defekten Toaster – alles ebenfalls im Landshuter Westen, ausrücken. Der Dachstuhlbrand stellte sich bei der Erkundung glücklicherweise als einen Irrtum des Mitteilers heraus. Alarmursache für den Rauchwarnmelder war ein angebranntes Essen. Ausser einer kurzen Kontrolle und Belüftung waren für die Feuerwehr hier keine Maßnahmen zu treffen. Der defekte Toaster musste ebenfalls nur kurz mit der Wärmebildkamera kontrolliert werden.

Am Freitagmorgen wurden gegen 8:25 zunächst der Löschzug Münchnerau der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut sowie die Freiwillige Feuerwehr Altdorf zum Brand einer Lüftungsanlage in einem Betriebsgebäude an der Müller-Armack-Straße gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich der ausgedehnte Brand auf etwa acht Metern Länge eines rund einen halben Meter breiten Lüftungsrohres, das von einer Lackierkammer des Betriebes ins Freie führt. Alle im Betrieb befindlichen Personen waren zu diesem Zeitpunkt bereits in vorbildlicher Weise durch geschulte Mitarbeiter evakuiert worden. Da anfangs die Ausmaße des Brandes in der Lüftung nicht genau abzuschätzen waren, wurden noch die Landshuter Löschzüge Rennweg und Achdorf mit einem 250 Kilogramm Pulverlöschanhänger sowie einer weiteren Drehleiter nachalarmiert. Vor Ort wurden dann mit Schaum und Pulver sowohl über das Dach als auch über das Innere des Betriebsgebäudes Löschangriffe auf die brennenden Lüftungsbereiche gestartet. Parallel wurde mit Wärmebildkameras der genaue Brandumfang erkundet. Nachdem die Brandintensität dann schnell spürbar nachgelassen hatte, wurden die betroffenen Bereiche Meter um Meter freigelegt. Zwei direkt an der brennenden Lüftung liegende Leimbinder der Dachkonstruktion konnten schnell gekühlt und gesichert werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich dann noch eine Weile hin, zudem wurde abgewartet, bis die Lüftung komplett abgekühlt war. Die letzten Kräfte konnten nach rund zwei Stunden abrücken und das Objekt komplett an den Betreiber übergeben. Seitens der Feuerwehr waren rund 40 Einsatzkräfte, davon mussten viele als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden, vor Ort. Bezüglich der Brandursache und des entstandenen Sachschadens hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Personen kamen bei dem Brand nach Kenntnis der Feuerwehr keine zu Schaden.

Ein Verkehrsunfall zwischen zwei PKW vor dem CCL hat am heutigen Donnerstag gegen 11:00 Uhr drei Verletzte gefordert und rund 1,5 Stunden für ein ziemliches Verkehrschaos in der Landshuter Innenstadt gesorgt. Die beiden PKW waren im Kreuzungsbereich Podewilsstraße x Am alten Viehmarkt kollidiert und anschließend in die dort befindliche Ampelanlage geschleudert. Die drei Fahrzeuginsassen konnten ihre Fahrzeuge zum Glück ohne technische Hilfsmittel verlassen. Alle drei wurden verletzt und in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Zur Schwere der Verletzungen kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Auf Grund der vorgefundenen Lage musste die Feuerwehr die stadtauswärtige Spur der Podewilsstraße Richtung Tunnel sowie den Alten Viehmarkt in Fahrtrichtung Podewilsstraße komplett sperren. Die Umleitungen erfolgten über die Neustadt zur Maximilianstraße und die Bauhofstraße zur Niedermayerstraße. Die Fahrspuren vom Tunnel kommend in Richtung Isarcenter konnten zumindest die meiste Zeit über offen gehalten werden. Nachdem die verletzten Personen abtransportiert waren, reinigten die Einsatzkräfte die Unfallstelle und banden auslaufende Betriebsstoffe. Nachdem die Unfallfahrzeuge abgeschleppt waren, konnten alle Sperren wieder aufgehoben werden. Bezüglich der Unfallursache und des entstandenen Sachschadens ermittelt die Polizei.

Am vergangenen Freitagabend konnten wieder einige Kraftfahrer der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut mit den großen Einsatzfahrzeugen an einem Fahrsicherheitstraining im Speedwaystadion Ellermühle teilnehmen. Unter Anleitung von erfahrenen Fahrtrainern wurden die Einsatzkräfte dabei mit verschiedensten Szenarien – wie zum Beispiel einem plötzlich auftauchenden Hindernis oder den unterschiedlichen Bremswegen bei Trockenheit und Nässe konfrontiert. Auch das Fahrverhalten der bis zu 15 Tonnen schweren Fahrzeuge bei scharfen Kurven konnte ausgiebig getestet werden. So konnten alle Teilnehmer einen interessanten und lehrreichen Abend in der Ellermühle verbringen, der zugleich mit der Hoffnung verbunden war – niemals im Ernstfall im Straßenverkehr in derart gefährliche Situationen kommen zu müssen.